CH633236A5 - Verfahren zur herstellung eisenarmer zeolithischer aluminiumsilikate aus eisenhaltigen mineralischen aluminiumsilikatrohstoffen. - Google Patents

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Description

Der Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eisenarmer zeolithischer Aluminiumsilikate aus eisenhaltigen mineralischen Rohstoffen unter Verwendung eines Zusatzes von wasserlöslichem Trialkanolamin bei der hydrothermalen Behandlung.
Zeolithische Aluminiumsilikate sind durch die allgemeine empirische Formel (Oxid-Schreibweise)
x Kat2/nO ■ A1203 • y Si02 • z H20
gekennzeichnet. In dieser Oxidformel ist Kat ein mit anderen Kationen austauschbares Kation der Wertigkeit n, x eine Zahl von 0,2 bis 1,5 und vorzugsweise annähernd 1, y eine Zahl grösser 1,5. Der Wassergehalt ist von dem Trocknungsgrad abhängig. Die obige Formel umfasst eine Vielzahl von Substanzen, die sich in ihrer chemischen Zusammensetzung zwar oft nur geringfügig, bezüglich ihrer Struktur und Eigenschaften jedoch erheblich unterscheiden. Zur Identifizierung wird neben der chemischen Zusammensetzung bei kristallinen Typen allgemein das Röntgenbeugungsdiagramm herangezogen.
Synthetische Zeolithe sind von grosser technischer Bedeutung und werden als Kationenaustauscher vor allem zum Enthärten von Wasser, als Katalysatoren bei chemischen Prozessen, als Trocken-, Trenn- bzw. Sorptionsmittel für Lösungsmittel und Gase und als heterogene anorganische Builder in Wasch- und Reinigungsmitteln eingesetzt. Je nach Anwendungszweck sind unterschiedliche Typen, Trocken-und Reinheitsgrade erforderlich.
Von besonderer technischer Bedeutung sind die beiden Molekularsiebtypen A und X, die in der Literatur auch noch abweichend bezeichnet werden. Molekularsieb des Typs A hat die Summenformel 1,0 ± 0,2 Kat2/nO • 1,0 A1203 • 2,0 ±0,5 Si02 • O bis 6 H20, Molekularsieb des Typs X die silikatreichere Zusammensetzung 0,9 + 0,2 Kat2/nO • 1,0 A1203 • 2,5 ± 0,5 Si02 • O bis 8 H20. Es ist üblich, die Molekularsiebe zunächst in ihrer Natriumform darzustellen und durch Kationenaustausch in andere Formen umzuwandeln (entsprechend die Bezeichnungsweisen NaA bzw. NaX für die Natriumformen). Das Röntgenbeugungsdiagramm von Molekularsieb NaA ist z.B. in DAS 1 038 015 und 1 038 017, das Röntgenbeugungsdiagramm von Molekularsieb NaX z. B. in DAS 1 038 016 aufgeführt.
Ein weiteres zeolithisches Natriumaluminiumsilikat mit zunehmender technischer Bedeutung ist das silikatreichere kubische Molekularsieb P, das u.a. auch als «Zeolith Pc» oder «Molekularsieb B» bezeichnet wird. Das Röntgenbeugungsdiagramm ist z.B. bei D. W. Breck, «Zeolite Mole-cular Sieves», New York 1974, S. 365, aufgeführt.
Bei der Herstellung von Molekularsieben lassen sich zwei prinzipiell unterschiedliche Synthesewege unterscheiden: Der erste Weg besteht in der Kristallisation von Alkalialu-miniumsilikat-Gelen, die durch Zusammenfügen von vorzugsweise vollständig gelösten Aluminat- und Silikat-Lösun-gen bei Alkaliüberschuss im Ansatz entstehen. Auf diesem Synthesewege lassen sich kationenaustauschende Produkte herstellen, die weniger als 100 ppm an störenden Verunreinigungen enthalten. Diese Verfahren haben jedoch den Nachteil, dass sie relativ aufwendig sind, insbesondere wenn man berücksichtigt, dass die als Aluminat- und Silikatkomponenten verwendeten technischen Produkte auch erst gewonnen werden müssen.
Der zweite Syntheseweg zur Herstellung von zeolithischen Aluminiumsilikaten besteht in der Kristallisation gegebenenfalls aktivierter mineralischer Aluminiumsilikat-Komponenten in stark alkalischer Lösung.
Durch Verwendung mineralischer, in der Erdrinde weit verbreiteter Aluminiumsilikate lässt sich die Herstellung der zeolithischen Aluminiumsilikate erheblich verbilligen und vereinfachen. Als derartige mineralische Aluminiumsilikate können Tone (z.B. Attpulgit, Bauxit, Diaspor-Ton), vulkanische Glaslaven (z.B. Obsidian, Perlit, Pechstein, Bimsstein), andere nichtmagmatische nichtkaolinische Gesteine (z.B. Andalusit, Albit, Kyanit, Nephelin) verwendet werden. Derartige Verfahren sind in der DAS 1 191 346 beschrieben. Insbesondere kommen Mineralien der Kaolinit-Gruppe (Kaolinit, Nakrit, Dickit und Halloysit), im folgenden als «Kaolin» bezeichnet, in Betracht.
Diese Mineralien, vorzugsweise Kaolin und Bims, lassen sich nach-zumeist vorgeschalteter-Aktivierung unter geeigneten molaren Verhältnissen Na20 : A1203 : Si02 : H20 im Ansatz durch hydrothermale Behandlung in stark alkalischer Lösung in synthetische Zeolithe unterschiedlicher Reinheit überführen.
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Überwiegen aus Tonerdemineralien der Kaolinit-Gruppe bestehende marktgängige Kaoline mit der allgemeinen chemischen Zusammensetzung A1203 • 2 Si02 • 2 H20 können (nach Aktivierung) durch nur kurze hydrothermale Behandlung mit Natronlauge bei Temperaturen oberhalb Raumtemperatur, vorzugsweise oberhalb 70 °C, je nach Verunreinigungen nahezu vollständig in das kationenaustauschende Aluminiumsilikat des Typs NaA umgewandelt werden.
Bei Umwandlung von Kaolin in silikatreichere Molekularsiebe, wie z.B. NaX oder Pc, ist eine «Aufkieselung» des Ansatzes durch Zugabe weiterer, vorzugsweise löslicher reaktionsfähiger Silikatkomponenten, wie z. B. Wasserglaslösung Stückenglas, Natriummetasilikat, Fällungskieselsäure und dergleichen, entsprechend den angestrebten Molverhältnissen im Ansatz notwendig.
Die Aktivierung kann durch eine vorgeschaltete Cal-cinierung bei 550-900 °C erfolgen; dabei wird Kaolin in wasserfreien, destrukturierten und daher röntgenamorphen Me-takaolin A1203 • 2 Si02 umgewandelt. In Verfahrensmodifikationen wird die thermische Aktivierung in Gegenwart von Alkali und gegebenenfalls Silikat bei Temperaturen von 250-500 °C durchgeführt. Kaolin lässt sich jedoch auch durch gründliches Vermählen oder durch Säurebehandlung aktivieren.
Aluminiumsilikatzeolithe vom Typ P der Zusammensetzung
1 ± 0,2 Na20:1 A1203:4,0 ±1,3 Si02 : y H20 (y = 2 bis 7), bevorzugt
1 ±0,1 Na20:1 A1203:3,6 ± 0,8 Si02 : y H20 (y = 2 bis 7), können aus Kaolin erhalten werden, indem man eine Mischung aus destrukturiertem Kaolin, Natriumhydroyid und Siliciumdioxid oder einer Verbindung, die unter den nachstehend angegebenen Bedingungen zur Lieferung von Siliciumdioxid in der Lage ist, und Wasser herstellt, wobei die Anteile der Reaktionsteilnehmer so gewählt werden, dass die Zusammensetzung der Reaktionsmischung im Ansatz im Bereich der Molverhältnisse 3 bis 10 Na20:1 A1203:3 bis 10 Si02:100 bis 500 H20 liegt, mit der Massgabe, dass das Molverhältnis Si02 : Na20 gleich oder grösser als 1 ist und die anschliessende Kristallisation vorzugsweise unter Rühren bei Temperaturen oberhalb 95 °C innerhalb 24 Stunden durchgeführt wird.
Demgegenüber liegen die vulkanischen Gläser von vornherein röntgenamorph vor. Auf eine weitere Destrukturie-rung kann daher in den meisten Fällen verzichtet werden.
Die Hochtemperaturbehandlung in Gegenwart von Ätzalkali (und gegebenenfalls weiterer Komponenten) bei Temperaturen vorzugsweise unterhalb von 500 °C ist hierbei eine gängige Methode zur zusätzlichen Aktivierung. Da diese Glaslaven üblicherweise einen hohen Silikatüberschuss aufweisen (Molverhältnis Si02/Al203 meist über 6, gegebenenfalls sogar über 10), müssen die Ansätze zum Erhalt der silikatärmeren Molekularsieb-Typen A und X entsprechend mit Aluminat-Komponenten angereichert werden. Bims ist eine besonders weit verbreitete vulkanische Erde. Neben den Hauptbestandteilen A1203 und Si02 enthält er bereits merkliche Mengen (bis zu 10%) Alkalioxide.
Die für die Umwandlung in zeolithische Molekularsiebe vorzugsweise verwendeten kaolinischen und vulkanischen Aluminiumsilikate weisen stets einen merklichen Gehalt an Verunreinigungen wie CaO, MgO, Ti02, Fe203 und ähnlichen Metalloxiden auf, der bei Bims besonders hoch ist.
Von diesen Verunreinigungen macht sich bei dem späteren Einsatz der resultierenden Molekularsiebe vor allem Eisenoxid negativ bemerkbar, z. B. bei Verwendung der Produkte als Katalysator bei chemischen Prozessen. Eisenhaltige Molekularsiebe wirken sich auch sowohl im Feststoffgemenge als auch in einer Aufschlämmung destabilisierend auf anwesende Perverbindungen aus.
Die bisher beschriebenen Methoden zur Verringerung des Eisengehaltes mineralischer Aluminiumsilikate bringen bei relativ hohem Aufwand nur geringen Erfolg. So ist insbesondere vorgeschlagen worden, Kaolin in saurer Lösung mit Reduktionsmitteln und organischen Austauscherharzen zu behandeln. Die mit Eisen beladenen Austauscherharze werden durch Sieben aus der Suspension entfernt. Eine derartige saure Vorbehandlung ist insbesondere auch deswegen umständlich, weil die nachfolgende Umwandlung der Aluminiumsilikate zu Molekularsieben in stark alkalischer Lösung erfolgt.
Es wurde nun ein Verfahren gefunden, um in einer «Eintopfreaktion» während der hydrothermalen Behandlung der mineralischen Aluminiumsilikate in stark alkalischer Lösung den Resteisengehalt der resultierenden zeolithischen Aluminiumsilikate ohne Verlust der Molekularsiebeigenschaften erheblich zu senken.
Das neue Verfahren zur Herstellung eisenarmer zeolithischer Aluminiumsilikate aus eisenhaltigen, gegebenenfalls vorher aktivierten mineralischen Aluminiumsilikatrohstoffen unter geeigneten molaren Verhältnissen Na2 : A1203 : Si02 : H20 im Ansatz durch hydrothermale Behandlung in einer Ätzalkalilauge und gegebenenfalls in Gegenwart von Alkalisilikat ist dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung in stark alkalischer Lösung unter Zusatz von wasserlöslichen Trialkanolaminen durchgeführt wird.
Der Zusatz an Trialkylolamin beträgt 1 bis 100 Gew.-%, vorzugsweise etwa 3 bis 25 Gew.-%, bezogen auf das eingesetzte mineralische Aluminiumsilikat.
Als Trialkylolamin haben sich dabei besonders Tri-äthanolamin und Triisopropanolamin bewährt. Bei der Verwendung von Trialkylolamin ist keinerlei Abänderung der Reaktionsbedingungen erforderlich. Das flüssige, wasserlösliche Trialkylolamin wird vor bzw. zu Beginn der Kristallisation dem Ansatz zugegeben. Reaktionsverhältnisse, die zu einer raschen Umwandlung der röntgenamorphen mineralischen Aluminiumsilikate in kristalline zeolithische Aluminiumsilikate führen, ermöglichen auch eine optimale Verwendung von Trialkylolamin, so vor allem eine hohe Alkalikonzentration im Ansatz und eine Kristallisationstemperatur von vorzugsweise oberhalb 70 °C.
Bei hydrothermaler Behandlung der mineralischen Aluminiumsilikate ohne zusätzliche Aufkieselung, also ohne Zusatz von weiterem, vorzugsweise löslichem Silikat, sind zur vollen Entfaltung der Wirksamkeit der Trialkylolamine mindestens 5 Gew.-% Ätzalkali, bezogen auf den Wassergehalt im Ansatz, erforderlich; vorzugsweise wird die hydrothermale Behandlung in Gegenwart von Triäthanolamin mit mindestens 10%iger Natronlauge durchgeführt.
Bei Aufkieselung des Ansatzes z. B. zum Erhalt der silikatreichen Aluminiumsilikat-Typen NaX oder P ist zur Lösung des zusätzlich eingebrachten Silikats zusätzliches Ätzalkali im Ansatz erforderlich. Zur optimalen Entfaltung der Wirksamkeit von Trialkylolamin sollte die zusätzliche Menge Ätzalkali, mindestens 25 Gew.-%, bezogen auf zusätzliches Si02, im Ansatz betragen. Bei Verwendung technischer Wasserglaslösungen ist die notwendige Menge an zusätzlichem Alkali bereits in der Wasserglaslösung enthalten. Die Wasserglaslösungen enthalten im Regelfalle sogar mehr als die notwendige Menge Alkali.
Auch bei Autoklavenansätzen mit Temperaturen oberhalb von 100 C lässt sich Trialkylolamin verwenden. Trotz der zum Teil erheblichen Verringerung der erforderlichen Reaktionszeit werden bei der Herstellung zeolithische Molekularsiebe Autoklavenansätze schon aufgrund erhöhter Kosten im allgemeinen nicht bevorzugt.
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Bei Verwendung eines Kaolins mit ca. 0,7% Fe203 Anfangseisengehalt lässt sich der Resteisengehalt auf etwa 0,1 % senken. Diese Verringerung ist anwendungstechnisch bedeutend und macht sich in einer Erhöhung des Weissgrades und z. B. in einer Verringerung der destabilisierenden Wirkung in Anwesenheit von Perverbindungen bemerkbar. Bei Verwendung von mineralischen Aluminiumsilikaten mit 1 bis 2% Fe203 lässt sich bei Zusatz von Trialkylolamin der Resteisengehalt bis auf 0,2% Fe203 senken. Bei der Verwendung von marktgängigem Bims als mineralisches Aluminiumsilikat (mit einem Anfangseisengehalt von ca. 2% Fe203) zeigt sich der Einfluss von Trialkylolamin besonders überzeugend. Während ohne Trialkylolamin braune Produkte mit mindestens 2% Fe203 erhalten werden, sind die Aluminiumsilikate bei der erfindungsgemässen Behandlung mit Trialkylolamin reinweiss. Da der Resteisengehalt sich jedoch nicht beliebig senken lässt, müssen, um eisenarme Produkte mit deutlich weniger als 0,1% Fe203 zu erhalten, möglichst eisenarme Ausgangsstoffe mit weniger als 0,6% Fe203 eingesetzt werden.
Für eine wirtschaftliche Prozessführung bei der hydrothermalen Umwandlung mineralischer Aluminiumsilikate in Molekularsiebe ist eine vollständige oder zumindest teilweise Wiederverwendung und gegebenenfalls Regenerierung der Mutterlaugen zweckmässig.
Eine Wiederverwendung der Mutterlaugen ist aus wirtschaftlichen und ökologischen Gründen besonders dann anzustreben, wenn der Ansatz viel Ätzalkali und/oder lösliches Silikat und/oder Trialkylolamin enthält. Bei Zugabe von Trialkylolamin in hohem Überschuss lassen sich die Filtrate nach Einstellung der Molverhältnisse und Zugabe des mineralischen Aluminiumsilikats gegebenenfalls sogar ohne weitere Zugabe von Trialkylolamin wiederverwenden. Wie oft sich das Filtrat wiederverwenden lässt, hängt ausser von den Ansatzverhältnissen stark von den Verunreinigungen des eingesetzten mineralischen Aluminiumsilikats ab.
Der Eisengehalt der Filtrate lässt sich unter Verwendung organischer Ionenaustauscher in heterogener Phase bei verringerter Alkalität senken.
Beispiel 1
Die vier in ihrer Zusammensetzung (vor allem in ihrem Anfangseisengehalt) sehr unterschiedlichen Kaoline Bolus alba, China Clay M 501, Clay T 80 sowie Satintone (siehe Tabelle 1-2) wurden zum Vergleich zunächst ohne Zusatz von Trialkanolaminen durch hydrothermale Behandlung mit Natronlauge in Molekularsieb NaA umgewandelt.
Bolus alba und Clay T 80 wurden voher durch einstündiges Erhitzen auf 700 °C in einem Ofen aktiviert; China Clay M 501 und Satintone werden marktgängig bereits cal-ciniert geliefert. Die röntgenographische Untersuchung der
Metakaoline ergab, dass diese röntgenamorph waren (chemische Zusammensetzung und Resteisengehalt siehe Tabelle 2).
Suspension von jeweils 100 g Metakolin + 500 g 20%iger 1 Natronlauge wurden in einem 1-1-Dreihalskolben mit Rührer und Rückflusskühler 1 Stunde bei 80 °C gerührt. Danach wurde der Feststoff abfiltriert, mit entionisiertem Wasser weitgehend alkalifrei gewaschen (pH-Wert des Waschwassers ~9) und einige Stunden bei ca. 100 °C im Vakuumtrok-io kenschrank getrocknet. Die Produkte konnten als hochkristallines Molekularsieb NaA ohne andere kristalline Bestandteile röntgenographisch identifiziert werden. Die Produkte weisen eine nur etwas weniger intensive Farbe als die eingesetzten Metakaoline auf.
15
Beispiel 2
Die hydrothermale Umwandlung der Kaoline wurde unter sonst gleichen Ansatz- und Reaktionsbedingungen unter Zusatz von 5 g Triäthanolamin zu der Suspension wieder-20 holt. Die Produkte wiesen bei gleichbleibenden Eigenschaften und gleichbleibender Zusammensetzung der Hauptbestandteile einen deutlich verringerten Resteisengehalt (siehe Tabelle 2) und einen gesteigerten Weissgrad auf.
25 Beispiel 3
In Anlehnung an Beispiel 2 wurde 25 g Triisopropanol-amin und calcinierter Clay T 80 als Metakaolin verwendet. Das resultierende Molekularsieb NaA wies gegenüber der Blindprobe einen stark verringerten Resteisengehalt von nur 30 0,2% Fe203 auf (siehe Tabelle II).
Beispiel 4 (Vergleichsbeispiel)
Die hydrothermale Behandlung von Bolus alba (cal-ciniert) entsprechend Beispiel 1 wurde unter Zusatz von 25 g 35 Natriumglukonat durchgeführt. Gegenüber der Blindprobe wies das Produkt nur einen leicht verringerten Resteisengehalt von 0,42% Fe203 auf (siehe Tabelle II).
Beispiel 5-7
40 Zum Erhalt von hochkristallinem Molekularsieb NaX wurde China Clay M 501 in den angegebenen Verhältnissen (siehe Tabelle 3) mit NaOH (pulverisiert), Wasserglas und Wasser verrührt, auf ca. 70 °C erwärmt, in Glasflaschen gefüllt und mit Folie abgedeckt. Die Flaschen wurden in einen 45 Heizschrank gestellt und 24 Stunden bei 90 °C belassen. Danach wurde der Feststoff abfiltriert, weitgehend alkalifrei gewaschen (pH 9) und mehrere Stunden im Vakuumtrocken-schrank (40 Torr/100 °C) getrocknet.
Die Versuche mit Triäthanolamin wurden entsprechend so durchgeführt. Der Resteisengehalt der Produkte in Abhängigkeit von Ansatz und Triäthanolamingehalt ist Tabelle 3 zu entnehmen. Alle Produkte zeigten in ihrem Röntgendif-fraktogramm hochkristallines Molekularsieb NaX.
Tabelle 1
Chemische Zusammensetzung der in den Beispielen eingesetzten mineralischen Aluminiumsilikate (Kaoline und Bimsmehl), bezogen auf calcinierte = wasserfreie Substanz
Bezeichnung Chemische Zusammensetzung (%)
Si02
A1203
Na20
k2o
Ti02
CaO
MgO
Fe20;
CHINA CLAY M 501
54,0
43,0
0,1
1,2
0,1
0,1
0,1
0,66
Bolus alba
53,2
44,0
0,1
1,2
0,1
0,2
0,2
0,81
Clay T 80
51,0
45,7
1,5
1,51
Satintone
52,0
44,5
0,3
0,3
1,7
0,2
0,49
Bimsmehl
73,3
13,0
4,5
5,0
1,95
5
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Tabelle 2
Unterschiedlicher Resteisengehalt in hochkristallinem Molekularsieb NaA, das unter Ansatzverhältnissen 1 Teil Metakaolin und 5 Teile 20%ige Natronlauge mit und ohne Zusatz von Komplexbildnern aus verschiedenen Kaolinen hergestellt wurde (Beispiel 1-4)
Beispiel Nr.
Metakaolin (calciniert)
Komplexbildnerzusatz (Komplexbildner in Gew.-% bez. Metakaolin)
Restgehalt" Fe203 im Produkt
1
Bolus alba kein Zusatz
0,58
M 501
0,60
Clay T 80
1,05
Satintone
0,37
2
Bolus alba
5% Triäthanolamin
0,20
M 501
0,11
Clay T 80
0,20
Satintone
0,08
3
Clay T 80
15% Triisopropanolamin
0,20
4
Bolus alba
25% Natriumglukonat
0,42
a bezogen auf wasserfreies kationenaustauschendes Produkt (NaA)
Tabelle 3
Unterschiedlicher Resteisengehalt von hochkristallinem Molekularsieb NaX, das unter verschiedenen Molverhältnissen im Ansatz aus CHINA CLAY M 501 mit und ohne Zusatz von Triäthanolamin hergestellt wurde (s. Beispiele 5-7)
Beispiel Molverhältnis im Ansatz Einsatzstoffe, Ansatzmengen in g
Na20 : A1203 : Si02 : H20 M 501 NaOH Wasser- H20 Triäthanol- Restgehalt Fe203
glas"
amin im Produktb
5
5 1
3
300
25
43,9
25,1
582
0,61
5
0,22
10
0,19
6
5 1
5
300
25
37,7
75,3
551
-
0,65
5
0,22
10
0,22
7
7,5 1
5
300
25
60,4
75,3
545
0,62
5
0,20
10
0,21
" Wasserglaslösung mit 8 Gew.-% Na20 und 26,9 Gew.-% Si02 b bezogen auf wasserfreies kationenaustauschendes Produkt (NaX)
50 g feingemahlenes Bimsmehl wurde mit 500 g 10%iger Natronlauge versetzt und sechs Stunden unter Rückfluss gerührt. Danach wurde der Feststoff wie bei den vorgenannten Beispielen aufgearbeitet. Das Produkt konnte als gut kationenaustauschendes hochkristallines kubisches Molekularsieb P indentifiziert werden und wies aufgrund seines sehr hohen Eisengehaltes von 3,2% Fe203 eine gelbbraune Farbe auf. Diese deutliche Erhöhung des Resteisengehaltes im Natriumaluminiumsilikat gegenüber Bims ist auf eine Lösung
Diel 8
von Silikat (hoher Überschuss im mineralischen Aluminiumsilikat) in der Natronlauge zurückzuführen.
Wiederholt man den Versuch unter Zusatz von 25 g Triäthanolamin, so erhält man ein reinweisses Natrium-50 aluminiumsilikat mit praktisch unveränderten Molekularsiebeigenschaften und einem Resteisengehalt von nur 0,31% Fe203 (bezogen auf wasserfreies Produkt). Bei Zusatz von 50 g Triäthanolamin betrug der Resteisengehalt nur 0,23 % Fe203.
s

Claims (10)

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1. Verfahren zur Herstellung eisenarmer zeolithischer Aluminiumsilikate aus eisenhaltigen mineralischen Aluminiumsilikatrohstoffen unter geeigneten molaren Verhältnissen von Na20 : Si02 : A1203 : H20 im Ansatz durch hydrothermale Behandlung in einer Ätzalkalilauge, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung in stark alkalischer Lösung unter Zusatz von wasserlöslichen Trialkanolaminen durchgeführt wird.
2. Verfahren gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mineralische Aluminiumsilikatrohstoff aktiviert ist.
2
PATENTANSPRÜCHE
3. Verfahren gemäss Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die hydrothermale Behandlung in Gegenwart von Alkalisilikat durchgeführt wird.
4. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Konzentration an Tri-alkanolamin 1-100 Gew.-%, bevorzugt 3-25 Gew.-%, bezogen auf das eingesetzte mineralische Aluminiumsilikat, beträgt.
5. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung unter Zusatz von Triäthanolamin und/oder Triisopropanolamin durchgeführt wird.
6. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung bei Temperaturen von oberhalb 70 °C durchgeführt wird.
7. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung in einer alkalischen Lösung durchgeführt wird, die ohne Zusatz von weiterem löslichen Silikat mindestens 5, vorzugsweise mindestens 10 Gew.-%, NaOH, bezogen auf den Wassergehalt im Ansatz enthält.
8. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren mit mineralischen Aluminiumsilikatrohstoffen, vorzugsweise Kaolin, durchgeführt wird, die einen Anfangseisengehalt von weniger als 0,6 Gew.-% Fe203 enthalten.
9. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die nach der Behandlung abgetrennten und gegebenenfalls regenerierten Mutterlaugen erneut verwendet werden.
10. Anwendung des Verfahrens gemäss Anspruch 1 zur Herstellung von zeolithischen Aluminiumsilikaten der Typen NaA, NaX und kubisches P aus mineralischen Aluminiumsilikatrohstoffen.
CH964977A 1976-08-06 1977-08-05 Verfahren zur herstellung eisenarmer zeolithischer aluminiumsilikate aus eisenhaltigen mineralischen aluminiumsilikatrohstoffen. CH633236A5 (de)

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