CH633330A5 - Vorrichtung, insbesondere fuer eine bandwebmaschine, zur uebertragung einer oszillierenden drehbewegung, sowie verwendung der vorrichtung. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäss Oberbegriff des Patentanspruches 1 sowie eine Verwendung der Vorrichtung.
Solche Vorrichtungen sind allgemein bekannt, dabei ist das Übertragungsglied über Gelenke mit den Schwinggliedern verbunden. Bei einer solchen Vorrichtung besteht der Nachteil, dass bei hohen Schwingungszahlen, wie sie insbesondere bei Bandwebmaschinen erforderlich sind, die Gelenke einem hohen Verschleiss unterliegen. Durch das Ausschlagen der Gelenke wird nicht nur die Genauigkeit der Schwingungsübertragung beeinträchtigt, sondern dies führt auch zu einer hohen Geräuschentwicklung.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die die genannten Nachteile nicht aufweist. Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
Die flexible Ausbildung eines Endes des Übertragungsgliedes quer zur Kraftübertragungsrichtung ermöglicht es, das Übertragungsglied fest und spielfrei mit dem Schwingglied zu verbinden. Dadurch wird ein Ausschlagen der Verbindungsstelle verhindert, so dass einerseits eine exakte spielfreie Übertragung der oszillierenden Drehbewegungen, nachfolgend auch als Schwingungen bezeichnet, möglich ist und andererseits eine Lärmemission verhindert wird. Die spielfreie Verbindung des Übertragungsgliedes mit dem Schwingglied ermöglicht hohe Schwingungszahlen und gewährleistet eine hohe Lebensdauer.
Darüberhinaus ist diese Ausbildung der Vorrichtung noch äusserst einfach und damit wirtschaftlich herstellbar. Ausserdem bedarf sie keiner Schmierung und damit praktisch keiner Wartung.
Besonders vorteilhafte Ausbildungen der Vorrichtung sind in den Patentansprüchen 2 bis 9 umschrieben.
Die vorteilhaften Eigenschaften der Vorrichtung lassen sich bereits erzielen, wenn ein Ende des Übertragungsgliedes flexibel ist und fest mit dem Schwingglied verbunden ist. Zweckmässig ist jedoch auch eine Ausbildung nach Patentanspruch 2.
Es ist besonders vorteilhaft, wenn das flexible Ende des Übertragungsgliedes nach Patentanspruch 3 geführt ist. Dadurch lässt sich die Genauigkeit der Schwingungsübertragung verbessern. Diese Ausbildung gestattet auch eine Weiterausbildung nach Patentanspruch 4, wodurch die Schwingungsverhältnisse modifiziert und auf besondere Anwendungsbedürfnisse abgestimmt werden können.
Die Patentansprüche 5 und 6 beschreiben eine zweckmässige Ausbildung des anderen Endes des Übertragungsgliedes. Bei der Ausbildung nach Patentanspruch 5 können an einer Zahnstange auch zwei oder mehr Schwingglieder jeweils mittels eines Zahnrades angreifen. Auch ist es möglich, das Übertragungsglied mit zwei Zahnstangen zu versehen, deren Verzahnungen auf entgegengesetzte Seiten weisen und an denen jeweils ein oder mehrere Schwingglieder mittels Zahnräder angreifen können. Dabei ist es stets von Vorteil, wenn die Verzahnung als Schrägverzahnung ausgebildet ist, wodurch ein Spiel zwischen Zahnrad und Zahnstange praktisch vermieden werden kann. Auch mit der Ausbildung nach Patentanspruch 6 kann das Übertragungsglied entweder in Längsrichtung hintereinander und/oder auf gegenüberliegenden Seiten mit mehreren Umlaufbändern verbunden sein. Dabei können mit jedem Umlauf band zwei und mehr Schwingglieder angetrieben werden.
Auch mit einem Umlaufband ist eine spielfreie Übertragung möglich.
Die Vorrichtung eignet sich nicht nur zur Schwingungsübertragung zwischen Schwinggliedern, deren Drehachsen parallel liegen, sondern insbesondere auch für eine Ausbildung nach Patentanspruch 7.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Übertragungsglied nach Patentanspruch 8 ausgebildet ist.
Das flexible Ende des Übertragungsgliedes kann an der Abtriebsseite angeordnet sein, von Vorteil ist es jedoch gemäss Patentanspruch 9 angeordnet.
Die Vorrichtung ist für Antriebe der verschiedensten Art geeignet. Besonders vorteilhaft ist jedoch ihre Verwendung im Zusammenhang mit Textilmaschinen, wobei eine Ausbildung nach Patentanspruch 10 von besonderem Vorteil ist.
Ausführungsbeispiele der erfindungsgemässen Vorrichtung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher beschrieben, dabei zeigen:
Fig. 1 eine erste Vorrichtung mit einem Übertragungsglied mit einem flexiblen Ende und einem mit einer Zahnstange ausgerüsteten Ende, in schaubildlicher Darstellung;
Fig. 2 ein Schwingglied in Ansicht quer zur Drehachse;
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Fig. 3 eine Vorrichtung nach Fig. 1 mit mehreren Schwinggliedern, in Draufsicht;
Fig. 4 eine weitere Vorrichtung mit einem Übertragungsglied mit einem flexiblen Ende und einem mit einem Umlaufband verbundenen anderen Ende, in schaubildlicher Darstellung;
Fig. 5 eine Vorrichtung nach Fig. 4 mit mehreren Schwinggliedern, in Draufsicht;
Fig. 6 eine weitere Vorrichtung mit einem Übertragungsglied mit zwei flexiblen Enden in schaubildlicher Darstellung; und
Fig. 7 die Vorrichtung zum Antrieb einer Schusseintrags-nadel an einer Bandwebmaschine in schematischer Darstellung.
Die Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung zur Übertragung einer oszillierenden Drehbewegung zwischen einem Schwingglied 2, das in nicht näher dargestellter Weise angetrieben ist und einem Schwingglied 4 mittels eines in Kraftübertragungsrichtung steifen Übertragungsgliedes 6. Letzteres weist ein quer zu seiner Kraftübertragungsrichtung flexibles Ende 8 auf, das an einem Exzenter 10 des Schwinggliedes 2 befestigt ist. Der Exzenter enthält eine Umfangsfläche 12, auf der das flexible Ende 8 des Übertragungsgliedes 6 während der Schwingbewegung auf- und abgerollt wird. Das andere Ende 14 des Übertragungsgliedes 6 enthält eine Zahnstange 16, die mit einem Zahnrad 18 des anderen Schwinggliedes 4 kämmt. Das Zahnrad 18 sitzt auf einer Welle 20, die mit einer Schusseintragnadel 22 einer nicht näher dargestellten Bandwebma-schine verbunden ist. Das Übertragungsglied 6 besteht mindestens in seinem das flexible Ende 8 enthaltenden Teil, vorzugsweise aus Kunststoff, gegebenenfalls auch aus einem natürlichen Werkstoff, wie Leder. Vorzugsweise sind auch die Zahnstange 16 und das Zahnrad 18 aus Kunststoff. Die Zahnstange und das Zahnrad sind zweckmässigerweise schrägverzahnt und/oder mit einer Nachstellvorrichtung, zum Beispiel einer Andrückrolle 23, ausgestattet, um das Flankenspiel zu vermindern bzw. auszuschalten. Bei diesem Ausführungsbeispiel bilden die Drehachsen 24 und 26 der Schwingglieder 2 und 4 einen Winkel von 90° miteinander. Das Schwingglied 2 kann beispielsweise einen Schwenkwinkel von 30° ausführen, der durch eine entsprechende Übersetzung der Vorrichtung in einen Schwenkwinkel von 130° beim zweiten Schwingglied übersetzt werden kann. Mit einer solchen Vorrichtung können beispielsweise ohne weiteres 60 Schwingungen pro Sekunde übertragen werden.
Die Fig. 2 zeigt einen Exzenter 28 eines Schwinggliedes, dessen zur Auflage des flexiblen Endes 30 eines Übertragungsgliedes dienende Umfangsfläche 32 einen von n bis n wechselnden Abstand zur Drehachse 34 aufweist. Dadurch ist es möglich, die Übertragung der Schwingung zu modifizieren. Unter der Annahme gleichbleibender Drehgeschwindigkeit des Schwinggliedes überträgt der Exzenter 28 die Schwingbewegung an der Umfangsfläche 32 beim Abstand n mit grösserer Geschwindigkeit als beim Abstand n.
Die Fig. 3 zeigt eine Ausgestaltung der Vorrichtung nach Fig. 1, wobei am Übertragungsglied 6 zwei Zahnstangen 16,
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16i angeordnet sind, deren Verzahnungen auf entgegengesetzte Seiten weisen. An jeder Zahnstange 16,16i greifen mittels Zahnräder 18,18i, I82,183 Schwingglieder 4,4i, 42,43 an.
Die Fig. 4 zeigt eine der Fig. 1 analoge Vorrichtung, wobei jedoch das Übertragungsglied 36 an seinem dem flexiblen Ende 38 abgewandten Ende 40 mit einem Umlaufband 42 verbunden ist, das beispielsweise ein Zahnriemenband sein kann, welches einerseits um eine Umlenkrolle 44 und andererseits um eine Rolle 46 eines Schwinggliedes 48 geführt ist. Dadurch ist eine absolut spielfreie Übertragung der Schwingungsbewegungen vom Schwingglied 50 zum Schwingglied 48 möglich, wobei deren Drehachsen 52 und 54 unter einem Winkel von beispielsweise 90° zueinander geneigt sein können.
Die Fig. 5 zeigt eine Ausgestaltung der Vorrichtung nach Fig. 4, wobei das Übertragungsglied 36 an gegenüberliegenden Seiten jeweils mit einem Umlaufband 42,42i verbunden ist. Diese Umlaufbänder 42,42i sind um Umlenkrollen 44,44i und um Rollen 46,46i, 462,463 von Schwinggliedern 50,50i, 502,503 geführt. Auf diese Weise werden mit einem Übertragungsglied 36 vier Schwingglieder 50,50i, 502, 503 angetrieben.
Die Fig. 6 zeigt eine weitere Vorrichtung zur Übertragung oszillierender Drehbewegungen zwischen zwei Schwinggliedern 56 und 58, deren Drehachsen 60 und 62 unter einem Winkel zueinander geneigt sein können, der im vorliegenden Beispiel 90° beträgt. Zur Übertragung der Schwingungsbewegung dient ein Übertragungsglied 64, das zwei flexible Enden 66 und 68 aufweist, die jeweils mit Exzentern 70 und 72 der Schwingglieder 56 und 58 verbunden sind. Das Übertragungsglied 64 ist zwischen den flexiblen Enden 66 und 68 verwunden, wobei eine Rippe 74 zur Versteifung des Übertragungsgliedes dient, so dass es in Kraftübertragungsrichtung steif ist. Die Exzenter 70 und 72 können analog den Exzentern der Fig. 1 und 2 ausgebildet sein. Auch diese Vorrichtung ermöglicht eine absolut spielfreie und lärmfreie Übertragung der Schwingungsbewegungen, wobei diese Vorrichtung überdies noch einen besonders einfachen Aufbau aufweist.
Die Fig. 7 zeigt in schematischer Darstellung die Antriebsvorrichtung für ein Webblatt 76 und eine Schusseintragnadel 22 einer nicht näher dargestellten Bandwebmaschine, bei der zum Antrieb der Schusseintragnadel 22 eine Vorrichtung 80 der in Fig. 1 gezeigten Art angeordnet ist. Diese Antriebsvorrichtung enthält eine Hauptantriebswelle 82, die eine Scheibe 84 mit einem Exzenterbolzen 86 antreibt. An letzterem sind in entgegengesetzte Richtung weisend zwei Koppelstangen 88 und 90 angelenkt. Die Koppelstange 88 ist an einem Arm 92 des an einer Welle 94 gelagerten Schwinggliedes 2 angelenkt. Das Schwingglied 2 weist den Exzenter 10 auf, an dessen Umfangsfläche 12 das flexible Ende 8 des Übertragungsgliedes 6 befestigt ist. Das andere Ende 14 des Übertragungsgliedes 6 trägt die Zahnstange 16, welche mit dem Zahnrad 18 kämmt, das die Welle 20 des anderen Schwinggliedes 4 antreibt. An der Welle 20 ist die Schusseintragnadel 22 befestigt. Die weitere, am Exzenterbolzen 86 angeordnete Koppelstange 90 ist ebenfalls mit einem Arm 96 des an einer Welle 98 gelagerten Webblattes 76 verbunden.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (10)
1. Vorrichtung, insbesondere für eine Bandwebmaschine, zur Übertragung einer oszillierenden Drehbewegung zwischen mindestens zwei Schwinggliedern (2,4,48,50,56,58) mittels eines in Kraftübertragungsrichtung steifen Übertragungsgliedes (6,36,64), dadurch gekennzeichnet, dass das Übertragungsglied (6,36,64) an mindestens einem Ende (8, 30,38,66) quer zu seiner Kraftübertragungsrichtung flexibel ist und mit diesem Ende an einem Schwingglied (2,48,56) exzentrisch zur Drehachse (24,34,52,60) befestigt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Übertragungsglied (64) am anderen Ende (68) ebenfalls quer zu seiner Kraftübertragungsrichtung flexibel ist und an dem anderen Schwingglied (58) exzentrisch zur Drehachse (62) befestigt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das flexible Ende (8,30,38,66) des Übertragungsgliedes (6,36,64) an einer Umfangsfläche (12,32) eines mit dem Schwingglied (2,48,56) verbundenen Exzenters (10, 28,70) aufliegt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangsfläche (32) einen wechselnden Abstand (n, n) zur Drehachse (34) aufweist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an dem anderen Ende (14) des Übertragungsgliedes (6) mindestens eine Zahnstange (16) befestigt ist, die mit einem Zahnrad (18) mindestens eines anderen Schwinggliedes (4) kämmt, wobei die Verzahnung vorzugsweise als Schrägverzahnung ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das andere Ende (40) des Übertragungsgliedes (36) mit mindestens einem Umlaufband (42) verbunden ist, das um mindestens ein anderes Schwingglied (50) geführt ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachsen (24,26,52,54,60,62) der Schwingglieder (2,4,48,50,56,58) unter einem Winkel zueinander angeordnet sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Übertragungsglied (6,36,64) aus Kunststoff besteht.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mit dem flexiblen Ende (8,38,66) des Übertragungsgliedes (6,36,64) verbundene Schwingglied (2,48,56) angetrieben ist.
10. Verwendung der Vorrichtung nach Anspruch 1 in einer Bandwebmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass das andere Schwingglied (4) mit einer Schusseintragnadel (22) der Bandwebmaschine verbunden ist.
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