CH633437A5 - Moist cleaning cloth, in particular moist toilet paper - Google Patents

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CH633437A5
CH633437A5 CH614277A CH614277A CH633437A5 CH 633437 A5 CH633437 A5 CH 633437A5 CH 614277 A CH614277 A CH 614277A CH 614277 A CH614277 A CH 614277A CH 633437 A5 CH633437 A5 CH 633437A5
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CH
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fatty acid
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moist
toilet paper
cloth according
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CH614277A
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Norbert Dr Leitner
Horst Nicolaus
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Schickedanz Ver Papierwerk
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    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H21/00Non-fibrous material added to the pulp, characterised by its function, form or properties; Paper-impregnating or coating material, characterised by its function, form or properties
    • D21H21/14Non-fibrous material added to the pulp, characterised by its function, form or properties; Paper-impregnating or coating material, characterised by its function, form or properties characterised by function or properties in or on the paper
    • D21H21/36Biocidal agents, e.g. fungicidal, bactericidal, insecticidal agents
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47KSANITARY EQUIPMENT; ACCESSORIES THEREFOR, e.g. TOILET ACCESSORIES
    • A47K10/00Body-drying implements; Toilet paper; Holders therefor
    • A47K10/16Paper towels; Toilet paper; Holders therefor

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Description

Die Erfindung betrifft mit reinigenden, rückfettenden sowie bakteriostatischen Stoffen imprägnierte feuchte Bahnen oder Tücher aus nassfestem Hygiene-Krepp oder Vliesstoff, insbesondere feuchtes Toilettenpapier.
Derartige Bahnen oder Tücher, auch solche, die als Toilettenpapier dienen sollen, sind bereits bekannt. Sie bestehen meist aus nassfest eingestelltem Hygiene-Krepp, also einer mehr oder weniger voluminösen holzfreien Papiersorte, die zur Einstellung der Nassfestigkeit mit Polyamin-Epichlorhy-drin-Mischpolymeren oder anderen geeigneten Kunststoffen ausgerüstet sind. Sollen die Tücher im Bereich der Intim-Hy-giene Verwendung finden, so werden sie meist in Form handlicher Abschnitte gesondert verpackt. Die Verpackung besteht aus Kunststoff-Folien oder Kombinationen aus Metallfolien und Kunststoff-Folien und ist üblicherweise allseits verschlossen, um das Austrocknen der Tränkflüssigkeit sowie auch das Oxydieren unter Einfluss des Luft-Sauerstoffes zu vermeiden. Es sind aber auch Feuchtreinigungstücher bekannt, die in Form von Bahnen in entsprechend ausgestalteten Behältern untergebracht sind und bei denen perforierte Abschnitte oder auch beliebig lange Stücke durch einen feuchtigkeitsdichten Verschluss entnommen werden können.
Für Feuchtreinigungstücher, welche im Intim-Bereich verwendet werden sollen, sind verschiedene Rezepturen für die Tränkflüssigkeit bekanntgeworden. Die Flüssigkeiten bestehen im allgemeinen aus einem Reinigungsmittel, beispielsweise einem Fettaminderivat mit Betainstruktur in Kombination mit einem äthoxylierten Glycerinester oder
Glycerinhalbester gesättigter Fettsäuren sowie Zusätzen von bakterizid wirkenden Stoffen, etwa Hexachlorophen in Kombination mit Milchsäure, Parfümöl und Wasser. Die bekannten Rezeptur-Einstellungen stellen sicher, dass die 5 Tränkflüssigkeit die Haut auch im empfindlichen Schleimhautbereich nicht reizt und im übrigen auch bei nur kurzzeitiger Einwirkung eine gut reinigende, insbesondere desodorierende Wirkung hat. Es wird dies erreicht, indem zusätzlich zu den genannten Tensiden und Emulgatoren die er-io wähnten Bakterizide vorhanden sind, welche die hier in Betracht kommenden Bakterien weitgehend abtöten und somit die Entstehung geruchsstarker Eiweissabbauprodukte sowie anderer Zersetzungsstoffe verhindern. Da im übrigen insbesondere die eiweisszersetzenden Bakterien insbesondere im 15 schwach alkalischen Bereich gedeihen, ist den Tränkflüssigkeiten der Tücher häufig noch eine schwache organische Säure, insbesondere Milchsäure, zugesetzt, die eine pH-Reduzierung der gereinigten Bereiche bewirkt.
Untersuchungen sowie zahlreiche Dauertests haben ge-20 zeigt, dass die Verwendung bakterizider und mykozider Stoffe in derartigen Tränkflüssigkeiten problematisch ist. Die Stoffe stören, auf die Dauer angewandt, die natürliche Bakterienflora und fuhren damit unter Umständen zur Schwächung der Abwehrkraft gegen Krankheitserreger. Sol-25 len Feuchtreinigungstücher auch zur Verbesserung der Körperhygiene im Analbereich angewandt werden, so besteht eine ähnliche Schwierigkeit: bei der kurzen zur Verfügung stehenden Einwirkungszeit kann eine wirksame und nachhaltige Reinigung nur erzielt werden, wenn die natürlicher-30 weise vorhandenen Bakterien in ihrer Lebenstätigkeit gehemmt werden. Anderseits darf auch bei Dauergebrauch derartiger Tücher eine durchgreifende Schädigung der Flora nicht eintreten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit reinigen-35 den, rückfettenden sowie bakteriostatischen Stoffen imprägnierte Bahnen oder Tücher aus nassfestem Hygiene-Krepp oder Vliesstoff, insbesondere ein feuchtes Toilettenpapier, zu schaffen, welches eine hinreichende reinigende und bakterio-statische Wirkung erzielt, ohne dass spezielle Bakteriostatika 40 im Mittel enthalten sind. Ausserdem soll die Zusammensetzung der Tränkflüssigkeit so sein, dass die Griff- und Reibeeigenschaften des feuchten Papieres sich nicht wesentlich von einem Papier unterscheiden, welches lediglich mit Wasser angefeuchtet ist.
45 Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass der Trägerstoff, also Kreppapier-Bahn, Vliesstoff-Bahn od. dgl., mit einer Lösung folgender Zusammensetzung getränkt ist:
0,2 bis 2,0 Gew.-% Fettsäurenamidoalkylbetain so 0,2 bis 2,0 Gew.-% äthoxylierte Glycerinpartialester gesättigter Fettsäuren 0 bis 20,0 Gew.-% aliphatische Alkohole mit 2-4 C-Atomen
0 bis 5,0 Gew.-% organische Säuren 55 0 bis 0,5 Gew.-% Parfümöl Rest Wasser.
Eine in diesem Bereich liegende bevorzugte Rezeptur hat folgende Zusammensetzung:
0,5 bis 1,0 Gew.-% Fettsäureamidopropylbetain mit 6o 11-20 C-Atomen in der Fettsäureket te
0,5 bis 1,0 Gew.-% äthoxylierte Glycerinpartialester natürlicher gesättigter Pflanzenfettsäuren mit 8-16 C-Atomen in der 65 Fettsäurekette
10 bis 20 Gew.-% Äthanol oder Isopropanol
0,5 bis 0,2 Gew.-% Parfümöl Rest Wasser.
Versuche haben gezeigt, dass ein mit einer derartigen Tränkflüssigkeit imprägniertes Tuch sämtliche Anforderungen erfüllt, die insbesondere an ein feuchtes Toilettenpapier gestellt werden können. Zwar ist es grundsätzlich bekannt, dass Stoffe mit Betainstruktur in gewissen Grenzen bakterio-statische Wirkung zeigen, und zwar gegen grampositive Bakterien. Die angegebene Abstimmung der Komponenten verstärkt diese Wirkung jedoch in synergistischer Weise, so dass nunmehr auch zahlreiche gramnegative Bakterien gehemmt werden, wie z.B. Bact. prodigiosum, Col: comm. Escherich u.ä. Überdies zeigt die angegebene Komposition die Eigenschaft, dass sie in keiner Weise glitschig nach Art einer Seifenlösung od.dgl. ist, was natürlich ebenfalls bei der Anwendung für feuchte Toilettenpapiere wichtig ist.
Bei einer Weiterentwicklung der angegebenen Tränkflüssigkeit können dieser noch organische Säuren zugesetzt werden. Als vorteilhaft, weil völlig reizlos, haben sich dabei Milchsäure und Zitronensäure erwiesen. Die Tränkflüssigkeit soll dabei auf einen pH-Wert von 5-6 eingestellt werden.
Die in der Rezeptur enthaltenen Einzelkomponenten haben folgende Wirkung:
a) Stoffe mit Betainstruktur:
Der Stoff wirkt in der angegebenen Konzentration reinigungsaktiv, dispergierend, bakteriostatisch, fungistatisch, hautfreundlich, reizfrei, biologisch abbaubar und desodorierend.
b) Äthoxylierte Glycerinpartialester gesättigter Fettsäuren:
Diese Substanzen wirken hautpflegend, rückfettend, dispergierend, lösungsvermittelnd für die übrigen Substanzen in
Wasser und sie unterstützen ausserdem die Reinigungswirkung.
c) Alkohol:
Der Zusatz wirkt desinfizierend, konservierend, lösungsver-5 mittelnd für die übrigen Stoffe in Wasser, selbst auch lösend sowie antiseptisch.
d) Wasser:
Wasser ist in der Rezeptur als Grundlösungsmittel enthalten. Es wirkt in Gegenwart insbesondere der äthoxylierten 10 Glycerinpartialester aber auch der Alkohole lösend für die Betainderivate und das Parfümöl. Darüber hinaus wirkt es naturgemäss reinigend, da es in der Lage ist, die meisten vom Körper ausgeschiedenen Substanzen aufzunehmen.
e) Parfümöl:
ls Dieser Stoff wirkt geruchsüberdeckend und - je nach Auswahl - auch desodorierend.
Bei den durchgeführten Versuchen hat sich weiter gezeigt, dass die angegebene Tränkflüssigkeit nassfest ausgerüstete Hygiene-Krepp-Sorten in keiner Weise angreift. Der 20 Krepp wird durch die Flüssigkeit weich und bleibt trotzdem griffig und aufnahmefähig für abgewaschene, gelöste und di-spergierte Partikel. Als vorteilhaft hat es sich weiter erwiesen, dass die angegebene Rezeptur durch die synergistische Wirkung der Einzelbestandteile ausserordentlich keim-25 arm bleibt, was insbesondere bei erhöhter Temperatur, etwa im Sommer, wichtig ist. Obgleich die Tränkflüssigkeit mit organischen biologisch abbaubaren Stoffen angereichert ist, stellt sie dennoch keinen Nährboden für die gängigen in der Luft vorkommenden Bakterien einschliesslich Kokken, Pil-30 zen und Hefen dar.

Claims (5)

633 437
1. Mit reinigenden, rückfettenden sowie bakteriostati-schen Stoffen imprägnierte feuchte Bahnen oder Tücher aus nassfestem Hygiene-Krepp oder Vliesstoff, dadurch gekennzeichnet, dass der Trägerstoff mit einer Lösung folgender Zusammensetzung getränkt ist:
0,2 bis 2,0 Gew.-% Fettsäureamidoalkylbetain 0,2 bis 2,0 Gew.-% äthoxylierte Glycerinpartialester gesättigter Fettsäuren 0 bis 20 Gew.-% aliphatische Alkohole mit 2-4 C-Ato-men
0 bis 5,0 Gew.-% organische Säuren 0 bis 0,5 Gew.-% Parfümöl Rest Wasser.
2. Tuch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es feuchtes Toilettenpapier ist.
2
PATENTANSPRÜCHE
3. Tuch nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Trägerstoff mit einer Lösung folgender Zusammensetzung getränkt ist:
0,5 bis 1,0 Gew.-% Fettsäureamidopropylbetain mit
11-20 C-Atomen in der Fettsäurekette;
0,5 bis 1,0 Gew.-% äthoxylierte Glycerinpartialester natürlicher gesättigter Pflanzenfettsäure mit 8-16 C-Atomen in der Fettsäurekette
10 bis 20 Gew.-% Äthanol oder Isopropanol 0,05 bis 0,2 Gew.-% Parfümöl Rest Wasser.
4. Tuch nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die in der Tränkflüssigkeit enthaltene organische Säure Milchsäure oder Zitronensäure ist.
5. Tuch nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Tränkflüssigkeit einen pH-Wert von 5 bis 6 aufweist.
CH614277A 1976-05-20 1977-05-17 Moist cleaning cloth, in particular moist toilet paper CH633437A5 (en)

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