CH633676A5 - Mittel zur insektenvertilgung und/oder zur abtoetung von insekteneiern sowie bekaempfungsverfahren. - Google Patents

Mittel zur insektenvertilgung und/oder zur abtoetung von insekteneiern sowie bekaempfungsverfahren. Download PDF

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CH633676A5
CH633676A5 CH394378A CH394378A CH633676A5 CH 633676 A5 CH633676 A5 CH 633676A5 CH 394378 A CH394378 A CH 394378A CH 394378 A CH394378 A CH 394378A CH 633676 A5 CH633676 A5 CH 633676A5
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    • A01N37/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a carbon atom having three bonds to hetero atoms with at the most two bonds to halogen, e.g. carboxylic acids
    • A01N37/44Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a carbon atom having three bonds to hetero atoms with at the most two bonds to halogen, e.g. carboxylic acids containing at least one carboxylic group or a thio analogue, or a derivative thereof, and a nitrogen atom attached to the same carbon skeleton by a single or double bond, this nitrogen atom not being a member of a derivative or of a thio analogue of a carboxylic group, e.g. amino-carboxylic acids
    • A01N37/46N-acyl derivatives

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Description

Aufgabe der Erfindung sind wirksame Mittel gegen ek-toparasitäre Insekten und deren Eier, die sicher und ungefährlich sind. Die niedrige Toxizität der erfindungsgemässen Mittel und ihrer Anwendung gegenüber Säugetieren macht sie für die Behandlung von Krankheiten, die durch Ektoparasiten wie z.B. Läuse, Krätze- und Räudemilben beim Menschen bzw. bei Tieren verursacht werden, besonders geeignet. Bei diesen Anwendungsformen sind die Eigenschaften bezüglich der Abtötung von Eiern besonders hervorragend, und zwar sowohl wegen der Wirkungsgeschwindigkeit als auch wegen der Wirksamkeit. Die Erfindung wird nachstehend näher erläutert.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Mittel zur Abtötung von Insekten bzw. Ektoparasiten und/oder deren Eiern und auf deren Anwendung, insbesondere auf die Verwendung bestimmter N-Acyl-N-methylderivate des Glycins als Giftstoffe gegen Ektoparasiten und deren Eier.
Die erfindungsgemäss eingesetzten Giftstoffe sind N-Acylderivate des N-Methylglycins, deren Acylanteil 12 bis 24, vorzugsweise 13 bis 20 C-Atome hat. Typische Beispiele für diese Glycinderivate sind Lauroylsarkosin (N-Lauroyl-N-methylglyein), Oleoylsarkosin (N-Oleoyl-N-methyl-glycin), Kokoylsarkosin (N-Kokoyl-N-methylglycin) und ähnliche Glycinderivate.
Wie vorstehend erwähnt wurde, sind die erfindungsgemäss eingesetzten Glycinderivate bekannt und in Sham-poopräparaten als oberflächenaktive Mittel verwendet worden. Das pH von Shampoopräparaten liegt im allgemeinen über 5,5. Erfindungsgemäss wurde beobachtet, dass nur die saure Form des Sarkosins aktiv ist und dass daher das pH der das Sarkosin enthaltenden Formulierung kleiner als 5,5 sein muss, damit das Material die optimale Wirksamkeit in bezug auf die Vertilgung von Läusen und die Abtötung von Eiern zeigt. Das in den nach dem Stand der Technik bekannten Shampoos als oberflächenaktives Mittel verwendete Sarkosin lag demnach in der Form vor, in der es keine Giftstoffwirkung hat, mit Ausnahme des begrenzten Ausmasses, in dem die saure Form im Gleichgewicht mit dem ionisierten Salz vorgelegen haben kann.
Von den erfindungsgemäss verwendeten, toxischen Glycinderivaten kann eines oder können mehrere unter Bildung eines aktiven, toxischen Mittels eingemischt werden, das in Form einer Flüssigkeit, eines Pulvers, einer Lotion, einer Creme, eines Gels, eines Aerosolsprays oder eines Schaums durch Formulierimg mit inerten, pharmazeutisch verträglichen Trägern nach an sich bekannten Verfahren hergestellt werden kann. Es kann irgendein pharmazeutisch verträglicher Träger, ob wässrig oder nicht wässrig, der gegenüber dem aktiven Bestandteil inert ist, eingesetzt werden. Unter «inert» ist zu verstehen, dass der Träger auf die Gebrauchsleistung des aktiven Bestandteils in bezug auf die Läusevertilgung oder die Abtötung von Eiern keinen wesentlichen nachteiligen Einfluss hat.
Die erfindungsgemässen Mittel zur Insektenvertilgung und/oder zur Abtötung von Insekteneiern, die aktive Glycinderivate enthalten, werden mit einer effektiven Menge des Giftstoffs zur Behandlung von Menschen oder Tieren eingesetzt, und zwar bei Befall mit Insekten oder Insekteneiern oder prophylaktisch zum Schutz gegen einen solchen Befall. Unter der effektiven Menge des Giftstoffs ist eine solche Menge zu verstehen, durch die mindestens 50%, vorzugsweise mindestens 75% der Ektoparasiten, die dem nachstehend beschriebenen, 2minutigen Eintauchtest unterzogen wurden, im Fall von Läusen innerhalb von 24 h und im Fall von Eiern innerhalb von 2 Wochen, getötet werden. Die minimale Konzentration der Glycinderivate, die in einem erfindungsgemässen Mittel benötigt wird, um eine effektive, toxische Menge zur Verfügung zu stellen, variiert beträchtlich und hängt von dem im Einzelfall eingesetzten Glycinderivat, dem im Einzelfall eingesetzten, inerten, pharmazeutisch verträglichen Träger und von irgendwelchen anderen Bestandteilen ab, die vorhanden sind. So kann in einem Fall eine Konzentration von 5 Gew.-% ausreichen, während in anderen Fällen hohe Konzentrationen, z.B. zwischen 30 und 40 Gew.-%, notwendig sein können, um eine effektive, toxi-
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sehe Dosis zu erhalten. In den meisten Fällen sind jedoch Konzentrationenzwischen 1 und 15 Gew.-% ausreichend. Durch höhere Konzentrationen können die Haut oder die Augen von Wirbeltieren gereizt werden.
Die erfindungsgemäss eingesetzten Glycinderivate können auch als zusätzliche Giftstoffe in einem Präparat verwendet werden, das auch auf andere Weise läusevertilgend und/oder eiabtötend wirkt. Bei solchen Präparaten bezieht sich der Ausdruck «effektive Menge des Giftstoffs» auf die Menge, durch die im Standardeintauchtest die Mortalität in der Zeiteinheit um mindestens etwa 20% erhöht wird.
Die Formulierung, in der das Glycinderivat verwendet wird, muss ein pH haben, das unterhalb von etwa 5,5 liegt. Das pH wird vorzugsweise über etwa 2,0, insbesondere zwischen etwa 3 und 5 gehalten. Das pH kann nach an sich bekannten Verfahren, z. B. durch Verwendung einer geeigneten Säure, von Ionenaustauscherharzen usw. eingestellt werden.
Der vorstehend erwähnte, 2minutige Eintauchtest wird folgendermassen durchgeführt:
Läusevertilgende Wirkung: Ein 50-ml-Becherglas wird mit Leitungswasser gefüllt und stehengelassen, bis das Wasser Raumtemperatur (etwa 24 °C) erreicht hat. 10 junge, erwachsene männliche Läuse und 10 junge, erwachsene, weibliche Läuse (Pediculus humanus corporis) aus der gleichen Altersgruppe und von der gleichen Vorratskolonie werden auf ein weitmaschiges Netzstück (2 cm x 2 cm) gesetzt. Die auf Raumtemperatur gehaltene Probe, die getestet werden soll, wird geschüttelt, bis sie homogen ist, und dann in ein 50-ml-Becherglas gefüllt. Das Netzstück wird unmittelbar nach dem Eingiessen der Probe in das Becherglas in die Probe gelegt und untertauchen gelassen, nach 2 min entfernt und unmittelbar darauf in das Becherglas mit dem Leitungswasser eingetaucht. Das Netzstück wird alle 10 sec heftig geschüttelt, nach 1 min entfernt und auf ein Papierhandtuch gelegt. Die Läuse werden dann auf einen schwarzen Kordsamtfleck (4 cm x 4 cm) gebracht (dieser Zeitpunkt wird als Nullpunkt für die Zeitskala betrachtet [0 h]). Danach wird der Kordsamtfleck in eine Petrischale gelegt, die zugedeckt und in einer Warmhaltekammer bei 30 °C gelagert wird.
Eiabtötende Wirkung: 15 erwachsene, 5 bis 10 Tage alte weibliche Läuse (Pediculus humanus corporis) werden auf ein Netzstück aus Nylon (2 cm x 2 cm) gesetzt, das in eine Petrischale gelegt wird, die zugedeckt und in einem Brutschrank 24 h lang auf 30 °C gehalten wird. Die erwachsenen Läuse werden kann entfernt, und die Anzahl der rundlichen, lebensfähigen Nissen sowie der runzeligen, unfruchtbaren Nissen auf dem Netzstück wird bestimmt. Die auf Raumtemperatur gehaltene Probe, die getestet werden soll, wird geschüttelt, bis sie homogen ist, und in ein 50-ml-Becherglas gegossen. Unmittelbar nach dem Eingiessen der Probe wird das Netzstück in das Becherglas gelegt, untertauchen gelassen, nach 2 min entfernt und unmittelbar darauf in ein 50-ml-Becherglas eingetaucht, das Leitungswasser mit Raumtemperatur (etwa 24 °C) enthält. Das Netzstück wird alle 10 sec heftig geschüttelt, nach 1 min entfernt und 1 min lang auf ein Papierhandtuch gelegt. Dann wird das Netzstück in eine Petrischale gelegt, die zugedeckt und bei 30 °C im Brutschrank gelagert wird. 14 Tage nach der Behandlung wird die Anzahl der Nissen, die ausgebrütet worden sind, sowie der runzeligen oder nicht ausgebrüteten Nissen bestimmt.
Der 2minutige Eintauchtest wurde sowohl in bezug auf die Prüfung der läusevertilgenden Wirkung als auch der ei-abtötenden Wirkung zur Kontrolle in genau der gleichen Weise wie vorstehend beschrieben durchgeführt, wobei jedoch die zu testende Probe durch Leitungswasser bei Raumtemperatur (24 °C) ersetzt wurde. Bei den angegebenen Testergebnissen handelt es sich um Nettoergebnisse.
Nachstehend werden in den Tabellen 1 und 2 die Testergebnisse von Lauroylsarkosin in bezug auf die läusevertilgende und die eiabtötende Wirkung gezeigt. Das Sarkosin-derivat wurde mit verschiedener Konzentration in einer Formulierung getestet, die 25 Gew.-% Isopropanol und Wasser ad 100 Gew.-% enthielt.
Tabelle 1
Läusevertilgende Wirkung von Lauroylsarkosin
10
Säure
Konzentration (Gew.-%)
Mortalität der Läuse nach 24 h (%)
1
0
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15
3
5
4
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Natriumsalz
30
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5
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5
70
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0
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30 * Diese Proben enthielten kein Isopropanol
Tabelle 2
Eiabtötende Wirkung von Lauroylsarkosin
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Säure
Konzentration (Gew.-%)
Mortalität der Nissen nach 2 Wochen (%)
1
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2
62
3
96
4
100
5
100
6
100
7
100
8
100
9
100
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Natriumsalz
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12
60
38
70
0
80*
34
90*
77
* Diese Proben enthielten kein Isopropanol
Aus den Tabellen 1 und 2 geht hervor, dass das Sarkosin-derivat, wenn es in Form des Natriumsalzes, d.h. bei einem 60 annähernd neutralen pH, verwendet wird, zu einer Formulierung führt, die keine starke läusevertilgende oder eiabtötende Wirkung hat.
Mit einer Formulierung, die 25 Gew.-% Isopropanol 65 und Wasser ad 100 Gew.-% enthielt, wurde die läusevertilgende und eiabtötende Wirkung von Oleoylsarkosin in Abhängigkeit von der Konzentration bestimmt. Die Ergebnisse werden in Tabelle 3 gezeigt.
633 676
Tabelle 3 Wirkung von Oleoylsarkosin
Konzentration
Mortalität (%)
(Gew.-%)
Läusevertilgung
Eiabtötung nach
nach 24 h
2 Wochen
1
40
77
2
75
100
3
75
100
4
55
100
5
65
100
6
100
100
7
95
100
8
100
100
Die läusevertilgende und eiabtötende Wirkung von Kokoylsarkosin wurde als Funktion der Konzentration in einem System bestimmt, das 25 Gew.-% Isopropanol und Wasser ad 100 Gew.-% enthielt. Die Ergebnisse werden in Tabelle 4 gezeigt.
Tabelle 4 Wirkung von Kokoylsarkosin
Konzentration Mortalität (%)
(Gew.-%)
Läusevertilgung
Eiabtötung nach
nach 24 h
2 Wochen
1
5
100
2
5
93
3
15
100
4
10
100
5
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100
6
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7
40
100
8
40
100
9
75
100
10
80
100
12
70
15
100
Die Sarkosinderivate können in anderen Formulierungen eingesetzt werden als in denen, die zur Bestimmung der in den vorstehenden Tabellen angegebenen Daten herangezogen wurden. Zum Beispiel hat ein Mittel, das 50 Gew.-% Stearoylsarkosin und 50 Gew.-% Äthanol enthält, bei dem wie vorstehend beschrieben durchgeführten Standard-Eiab-tötungstest eine Aktivität von 80%. In ähnlicher Weise hat eine Formulierung, die 15 Gew.-% Stearoylsarkosin, 25 Gew.-% Isopropanol, 7 Gew.-% Tween 80 und 53 Gew.-% Wasser enthält, beim Läusevertilgungstest und beim Eiab-tötungstest, die wie vorstehend beschrieben durchgeführt worden sind, eine Aktivität von 100%.
Nachstehend werden einige typische Formulierungen der erfindungsgemässen Mittel als Beispiele angegeben:
Klare Flüssigkeit, geeignet zum mechanischen Versprühen oder zum Einreiben Gew.-%
Isopropanol 40
Lauroylsarkosin 10
Wasser 60 Klares, flüssiges Shampoo
Isopropanol 25
Kokoylsarkosin 4
Triäthanolaminlaurylsulfat 20
Wasser 41 Pulver
Pyrophyllit 94
Oleoylsarkosin 6 Schnell zusammenfallender Aerosolschaum Mono- und Diglyceride aus den Glyceri-
den von Speisefetten 8
Isopropanol 25
Lauroylsarkosin 8
Glycerin 3
Wasser 48
Isobutan 8 Eiabtötendes Aerosolspray
Kokoylsarkosin 1
Isopropanol 25
Wasser 64
Isobutan 10 Eiabtötende Flüssigkeit, geeignet zum mechanischen Versprühen oder zum Einreiben
Oleoylsarkosin 2
Isopropanol 35
Wasser 63 Gel
Isopropanol 25
Oleoylsarkosin 7
Xanthangummi 2
Essigsäure, In 10
Wasser 56 Creme
Cetylalkohol 3,0
Kokoylsarkosin 14,0
Glycerinmonostearat 8,0
Sorbitanmonostearat 8,0
Isopropnaol 25,0
Xanthangummi 0,3
Wasser 42,7
Das eiabtötende Aerosolspray und die eiabtötende Flüssigkeit haben in erster Linie eine eiabtötende Wirkung, alle anderen Formulierungen sind sowohl insektenvertilgend als auch eiabtötend.
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Claims (6)

633 676 PATENTANSPRÜCHE
1. Mittel zur Insektenvertilgung und/oder zur Abtötung von Insekteneiern, bestehend aus einem oder mehreren aktiven Giftstoffen und einem inerten, pharmazeutisch verträglichen Träger dafür, dadurch gekennzeichnet, dass es als aktiven Bestandteil zumindest ein N-Acyl-N-methylglycin, worin der Acylanteil 12 bis 24 C-Atome hat, enthält und ein pH < 5,5 hat.
2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Acylanteil des N-Acyl-N-methylglycins 13 bis 20 C-Atome hat.
3. Mittel nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Acylanteil des N-Acyl-N-methylglycins aus den Acyl-gruppen der Laurinsäure, der Ölsäure, der Kokosölfettsäuren und der Stearinsäure ausgewählt worden ist.
4. Mittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es als inerten, pharmazeutisch veträglichen Träger einen wässrigen Träger enthält.
5. Mittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es einen zusätzlichen, anderen Wirkstoff enthält.
6. Verfahren zur Bekämpfung von Insekten, die menschliche oder tierische Ektoparasiten sind, oder deren
Eiern, dadurch gekennzeichnet, dass man den Menschen oder das Tier mit einem Mittel gemäss Anspruch 1 behandelt.
Viele Insektenarten umgeben ihre Eier mit Schutzhüllen, die von den meisten Giftstoffen nicht angegriffen werden können. Das Ei hat im Vergleich mit der Lebensdauer der adulten Formen oft eine relativ lange Ausreifungsperiode. Daher muss ein Mittel, das nur gegen adulte Formen effektiv ist, über die Lebenszeit des sich entwickelnden Eies stabil sein, oder es muss in der Folge, in der es zum Ausschlüpfen kommt, wieder angewandt werden.
Es gibt nur wenige hochwirksame Mittel zur Abtötung von Insekteneiern, die gegenüber Säugetieren eine niedrige Toxizität haben.
Erfindungsgemäss wurde nun überraschenderweise gefunden, dass bestimmte N-Acylderivate des Sarkosins, d.h. N-Acylderivate des N-Methylglycins, bezüglich der Abtötung von Insekteneiern in effektiver Weise wirksam sind und dabei oft einen brauchbaren Wirkungsgrad in bezug auf die Insektenvertilgung zeigen. Diese Glycinderivate sind als oberflächenaktive Mittel bekannt und als solche in viele pharmazeutische und kosmetische Präparate eingemischt worden. Zum Beispiel ist Tetradecylaminlauroylsarkosinat in einem Mittel gegen Kopfschuppen verwendet worden, und ein Shampoo für Kopf und Schultern besteht zu mehr als 10 Gew.-% aus einem durch Acylgruppen von Kokosölfettsäuren (nachstehend als Kokylgruppen bezeichnet) substituierten Sarkosin. Kokylsarkosin ist für Shampoos zum Haartönen mit pH 5,5 verwendet worden. Dvorokovitz beschreibt in der US-Patentschrift 2 890 960 die Verwendung von Antienzymen, darunter von Laurylsarkosinsäure, zur Hemmung der Eiablage bei Fruchtfliegen.
CH394378A 1977-04-28 1978-04-13 Mittel zur insektenvertilgung und/oder zur abtoetung von insekteneiern sowie bekaempfungsverfahren. CH633676A5 (de)

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