CH633989A5 - Vorrichtung zum eintreiben von bolzen und naegeln mittels druckluft. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Eintreiben von Bolzen und Nägeln mit einem mit Druckluft beaufschlagbaren Treibkolben.
Zum Eintreiben von Bolzen und Nägeln sind bis anhin Vorrichtungen bekannt, die mittels eines druckluftbeaufschlagten Treibkolbens die Befestigungselemente in das Aufnahmematerial einschlagen. Diese zumeist an ein stationäres Druckluftnetz angeschlossenen Geräte vermögen die Befestigungselemente nur in weiche Aufnahmematerialien, wie beispielsweise Holz, Karton od.dgl., vorzutreiben.
Es wurde erkannt, dass sich Befestigungselemente in demgegenüber harte Aufnahmematerialien, wie beispielsweise Beton oder Stahl, nur mit einer wesentlich höheren Geschwindigkeit als dies mit den herkömmlichen druckluftbetriebenen Geräten erzielbar ist eintreiben lassen. Die Eintreibgeschwindigkeit muss innerhalb bestimmter Grenzen, normalerweise zwischen 30 und 100 Metern pro Sekunde, gehalten werden. Wird die Geschwindigkeit unterschritten, so knickt das Befestigungselement beim Eintreibvorgang er-fahrungsgemäss: wird die Geschwindigkeit überschritten, so können handfeuenvaffgnähtiHehe Effekte auftreten, was aus Sicherheitsgründen rieht akzeptabel ist.
Diese Erkenntnisse über das Eintreibverhalten von Bolzen und Nägeln wurden mit pulverkraftbetriebenen Setzgeräten gewonnen und werden dort genutzt. Ein erheblicher Nachteil dieser Geräte ist, dass vor jedem Eintreibvorgang 5 neuerlich eine Treibladung in Form einer Kartusche eingeführt werden muss, was bei Einzelladungsgeräten unter den zumeist rauhen Einsatzbedingungen zu Handhabungsproblemen und damit zu Zeitverlust führt. Hinzu kommen die relativ hohen Kosten der Kartuschen sowie die latente Ge-lo fahr in Verlust geratener oder nicht gezündeter Kartuschen. Ferner ist anzuführen, dass die pulverkraftbetriebenen Setzgeräte eines relativ empfindlichen und aus Sicherheitsgründen aufwendigen Zündmechanismus' bedürfen.
Während also die zum Eintreiben von Befestigungsele-15 menten in harte Aufnahmematerialien geeigneten pulverkraftbetriebenen Geräte die vorgenannten Kosten-, Hand-habungs- und Sicherheitsnachteile mit sich bringen, reicht anderseits bei den bekannten druckluftbetriebenen Setzgeräten die dem Treibkolben verleihbare kinetische Energie für 20 diese Eintreiberfordernisse bei weitem nicht aus.
Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, ein druckluftbetriebenes Setzgerät zum Eintreiben von Befestigungselementen in harte Aufnahmematerialien zu schaffen, das eine gedrängte Bauweise und schnelle Schussfolge ermöglicht. 25 Erfindungsgemäss wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass a) der Treibkolben in einem Zylinder aus einer rückwärtigen, eine Zuleitung für Hochdruclduft in den Arbeitsraum verschliessenden Ausgangslage mittels der Hochdruckluft gegen das Befestigungselement beschleunigbar angeordnet
30 ist,
b) der Zylinder des Treibkolbens von einem mit Druckluft gespeisten Druckübersetzer mit Doppelkolben mit der Hochdruckluft versorgbar ist,
c) zur Speicherung der Hochdruckluft dem Zylinder des 35 Treibkolbens ein Vorratsraum zugeordnet ist,
d) die durch einen Hub des Druckübersetzers erzeugbare, im Vorratsraum speicherbare Hochdruckluft zumindest für einen Eintreibvorgang ausreicht, und e) der Eintreibvorgang erst nach Beendigung des Arbeits-40 hubes des Druckübersetzers auslösbar ist.
Der den Treibkolben aufnehmende Teil der Vorrichtung ist in der Form eines als sogenannter Schlagzylinder bekannten Gerätes ausgebildet. Diese Gerätebezeichnung ergibt sich aus der charakteristischen schlagartigen Beschleunigung 45 des Treibkolbens im Zylinder. Die hohe Beschleunigung wird dadurch erreicht, dass der Zylinder rückseitig partiell mit Hochdruckluft beaufschlagt wird und erst nach Erreichen der maximalen Druckhöhe ein Dichtsitz des Treibkolbens öffnet, worauf der Hochdruck plötzlich auf die gesamte so rückwärtige Stirnfläche des Treibkolbens wirkt. Während die Schlagbarkeit des Treibkolbens nur in Richtung nach vorne wirksam ist, erfolgt der Rückhub des Treibkolbens nach jeweils erfolgtem Eintreibvorgang durch Zuleiten von Druckluft mit vorteilhaft nur geringfügig über dem atmo-55 sphärischen Druck liegendem Niveau in den vor dem Kolbenkopfliegenden Zylinderraum.
Zum Eintreiben der Befestigungselemente muss dem Treibkolben, wie eingangs erläutert, eine zwischen 30 und 100 Metern pro Sekunde liegende Geschwindigkeit verliehen 60 werden. Hierzu bedarf es der Zufuhr eines Hochdruckes mit entsprechendem Druckniveau. Es hat sich erfahrungsgemäss gezeigt, dass mit einem Druck ab 20 bar dem Treibkolben bereits ausreichende kinetische Energie verliehen wird, um Nägel einwandfrei in harte Aufnahmematerialien einzu-65 treiben.
Die Hochdruckluft wird einfachheitshalber von einem dem Schlagzylinder schaltungstechnisch zugeordneten Druckübersetzer mit Doppelkolben geliefert. Zu diesem
Zweck weist die erfindungsgemässe Vorrichtung vorzugsweise einen Druckübersetzer auf, der im Druckraum kleineren Querschnitts die auf den Treibkolben des Schlagzylinders wirkende Hochdruckluft erzeugt. Bei einem Flächenverhältnis der Kolben des Druckübersetzers von angenommen 1 zu 6 ist es dabei möglich, mittels eines auf den grossflächigen Kolben wirkenden Netzdruckes von beispielsweise 5 bar Hochdruckluft mit 30 bar zu erzeugen.
Die Hubgeschwindigkeit des Doppelkolbens des Druckübersetzers ist naturgemäss weitaus langsamer als die letzlich zu bewirkende Arbeitsgeschwindigkeit des Treibkolbens. Um eine entsprechende Energiemenge zum ausreichenden Beschleunigen des Treibkolbens zur Verfügung zu haben, wird die durch den Druckübersetzer erzeugte Hochdruckluft in einem Vorratsraum, der beispielsweise über eine ventilgesteuerte Zuleitung die hochgespannte Luft an die rückwärtige Stirnseite des Treibkolbens abgeben kann, vorerst bereitgehalten. Erst nach einem entsprechenden Auslösevorgang kann die Hochdruckluft auf den Gesamtquerschnitt des Treibkolbenkopfes wirken, der nun, trotz seines verhältnismässig kleinen Querschnittes und geringen Hubes, auf die erforderliche Geschwindigkeit beschleunigt wird. Dabei nimmt der Treibkolben das vor dessen Schaft liegende und radial geführte Befestigungselement nach vorne mit und treibt dieses in das Aufnahmematerial ein.
Die Volumina der Druckräume des Druckübersetzers als auch des Vorratsraumes sind dabei so ausgelegt, dass die in einem Hub des Druckübersetzers erzeugbare Hochdruckluft im Vorratsraum speicherbar ist und zumindest für einen Eintreibvorgang ausreicht. Durch entsprechend grössere Dimensionierung der Räume ist es ebenso möglich, mit einem Hub des Druckübersetzers Hochdruckluft für mehrere Eintreibvorgänge zu erzeugen.
Zudem ist der Druckübersetzer und der Schlagzylinder steuerungstechnisch so zu koppeln, dass erst nach Beendigung des Arbeitshubes des Druckübersetzers das Vorlaufen des Treibkolbens einsetzt. Dadurch wird sichergestellt, dass der Treibkolben mit Spitzendruck beaufschlagt und ihm so maximale kinetische Energie verliehen wird.
Eine überaus kompakte und allenfalls mobile Vorrichtung in Form eines Handgerätes kann geschaffen werden, wenn nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung der Zylinder des Treibkolbens und der Druckübersetzer als konstruktive Baueinheit mit in Tandemanordnung gerichteten Treibkolben und Doppelkolben ausgebildet ist. Damit kann zudem weitgehend auf Verbindungsleitungen zwischen Druckübersetzer und Schlagzylinder verzichtet werden, was sich wiederum bei dem zumeist rauhen Einsatz der erfin-dungsgemässen Vorrichtung durch geringe Reparatur- und Störungsanfalligkeit positiv auswirkt.
Mit Vorteil ist auch der kleinere Kolben des Druckübersetzers in dem ihm zugeordneten kleinen Druckraum parallel zum grossen Kolben mit Druckluft beaufschlagbar. Durch diese parallele Beaufschlagung des kleinen Kolbens lässt sich das Übersetzungsverhältnis des Druckübersetzers entsprechend der Fläche des kleinen Kolbens erhöhen, was eine kleinere Bauweise des Druckübersetzers bei demselben Druckniveau der Hochdruckluft ermöglicht. Ein bautechnisches Erfordernis hierfür ist, dass der kleine Druckraum des Druckübersetzers gegenüber dem grossen abgedichtet und separat mit der Netzdruckluft bespeisbar ist.
Um das Beschleunigen des Treibkolbens nicht zu hemmen, ist der Zylinder des Treibkolbens zweckmässig in einem Gehäuse aus einer vorderseitig dichtenden, in eine vorderseitige Abströmöffnungen für die vor dem Treibkolben befindliche Luft freigebende Stellung verschiebbar gelagert. Während des Vorlaufens des Treibkolbens verschiebt sich somit der Zylinder automatisch gegenüber dem Gehäuse
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nach hinten, wodurch vorderseitig ein Spalt zum Ableiten der vor dem Treibkolben befindlichen Luft entsteht, so dass diese kein dem Beschleunigungsvorgang entgegenwirkendes Polster bilden kann. Durch eine Druckfeder wird der Zylinder nach erfolgtem Eintreibvorgang wieder in die dichtende Stellung verschoben.
Um nach erfolgtem Eintreibvorgang das Zurückführen des Treibkolbens in die Ausgangsstellung zu erleichtern, ist gemäss einem weiteren Vorschlag der Vorratsraum über ein Steuerventil entlüftbar. Dadurch lässt sich der Treibkolben mit einem vor den Kolbenkopf in den Zylinder einzuleitenden geringfügig über dem atmosphärischen Druck liegenden Überdruck in die Ausgangsstellung bringen und dort in dichtender Stellung halten.
Eine besonders kompakte Bauweise des Schlagzylinders bzw. der Vorrichtung lässt sich erzielen, wenn der Vorratsraum im wesentlichen als den Zylinder des Treibkolbens umgebender Ringraum ausgebildet ist. Gerade bei dieser Gestaltung lassen sich separate Zuleitungen wiederum weitestgehend vermeiden und das Innere des Schlagzylinders wird überdies besonders von äusserer Verschmutzung abgeschirmt. Ebenso kann es beispielsweise von Vorteil sein, den Vorratsraum dem Druckübersetzer zuzuordnen.
Anhand eines Ausführungsbeispiels soll die Erfindung zeichnerisch näher erläutert werden, und zwar zeigen:
Fig. 1 eine Schnittdarstellung einer Vorrichtung in der nach erfolgter Schussabgabe befindlichen Stellung,
Fig. 2 die Vorrichtung mit in schussbereite Stellung zurückgeführtem Treibkolben und in Ausgangsstellung gebrachtem Doppelkolben,
Fig. 3 die Vorrichtung in Auslösestellung mit bereitgehaltener Hochdruckluft,
Fig. 4 die Vorrichtung nach der Schussauslösung mit in Beschleunigungsstellung befindlichem Treibkolben.
Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einem gesamthaft mit 1 bezeichneten Gehäuse, in welchem ein gesamthaft mit 2 bezeichneter Schlagzylinder gegenüber einem gesamthaft mit 3 bezeichneten Druckübersetzer axial verschiebbar gelagert ist. Der sogenannte Schlagzylinder 2 besteht aus einem Zylinder 4, in welchem ein Treibkolben 5 verschiebbar gelagert ist. Dabei wird der Kopf 5a des Treibkolbens im zylindrischen Arbeitsraum 4a und der vorderseitige Schaft 5b in einem gehäuseseitigen Mündungsrohr 6 geführt. Zu Dichtzwecken weist der Kopf 5a einen entsprechenden Ring 5c und das Mündungsrohr 6 einen Dichtring 6a auf. Die Lagerung des Zylinders 4 erfolgt vorderseitig in einer Ringschulter 7 des Gehäuses 1 und rückseitig in einem in das Gehäuse eingeschraubten Flansch 8. Der Zylinder 4 ist an den Lagerstellen wiederum durch Dichtringe 8a, 8b und 7a dichtend geführt. Durch eine an einer Schulter 4b angreifende und am Flansch 8 abgestützte Druckfeder 9 wird der vorderseitig offene Zylinder 4 in dichtendem Kontakt zur Ringschulter 7 gehalten. Zur Erzielung einer entsprechenden Dichtwirkung ist auch hier ein Dichtelement 7b vorgesehen. Rückseitig weist der Zylinder 4 einen Boden 4c auf, der von einer Zentralbohrung 4d durchsetzt ist. Der Boden 4c wird nach innen von einer den Auslauf der Zentralbohrung 4d umschliessenden ringförmigen Dichtlippe 4e überragt.
Der Druckübersetzer 3 besteht aus einem wiederum in das Gehäuse 1 gegen Anschlag am Flansch 8 eingeschraubten Einsatz 11, der einen kleinen Druckraum IIa bildet und einem rückseitigen Gehäuseabschnitt 12, der durch einen aufgeschraubten Deckel 12a rückseitig verschlossen ist und so einen grossen Druckraum 12b schafft. Ein Doppelkolben 13 mit einem im Druckraum IIa geführten kleinen Kolben 13a und einem im Druckraum 12b geführten grossen Kolben 13b, wobei der kleine und der grosse Kolben durch eine
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Stange 13c tandemartig miteinander verbunden sind, dient der Erzeugung der für den Eintreibvorgang benötigten Hochdruckluft. Der Doppelkolben 13 weist wiederum Ringdichtungen 13d, 13e auf. Ebenso dichtet ein Ring IIb die Stange 13c ab. Der Ring 1 lb ist in einem Wandteil 1 le des Einsatzes 11 gelagert, wodurch der hinter dem Kolben 13a liegende Druckraum IIa vom grossen Druckraum 12b hermetisch getrennt ist. Die Vorlaufbewegung des Doppelkolbens 13 wird durch das Auflaufen des grossen Kolbens 13b am Wandteil 1 lc begrenzt, wie dies die Fig. 1 zeigt, während die Rücklaufbewegung des Doppelkolbens 13 durch eine Anschlagsschulter 12c definiert ist. Dadurch wird im Deckel 12a auch ein Druckaufbauraum 12d geschaffen.
Die vor dem kleinen Kolben 13a im Druckraum 1 la erzeugte Hochdruckluft ist über einen radial verlaufenden Kanal 1 ld und eine Auskehlung 8c in einen den Zylinder 4 ringförmig umgebenden Vorratsraum 14 einleitbar. Zur pneumatischen Steuerung der Vorrichtung sind Anschlussöffnungen A, B, B', C, D, E vorgesehen.
Die nachfolgende Funktionsbeschreibung der Vorrichtung beschränkt sich aus Vereinfachungsgründen auf die den Anschlussöffnungen in der jeweiligen Funktionsphase zukommende Steuerungsaufgabe und die hierzu erforderlichen Luftdruckbedingungen. Letztere wiederum können durch einen beliebigen und deshalb hier aus Vereinfachungsgründen ebenso weder dargestellten noch beschriebenen pneumatischen Steuerkreis auf konventionelle Weise geschaffen werden.
Die in Fig. 1 gezeigte Funktionsstellung wird nach zuvor erfolgtem Eintreibvorgang erreicht. Über die Öffnung A wird nun ein den atmosphärischen Druck nur geringfügig übersteigender Überdruck, oder beispielsweise der von einem herkömmlichen Druckluftnetz stammende Netzdruck, in den Vorratsraum 14 eingeleitet. Von hier gelangt die Druckluft über die Auskehlung 8c und den Kanal 1 ld vor den kleinen Kolben 13a, wodurch der Doppelkolben 13 in die der Fig. 2 entnehmbare Ausgangsstellung verschoben wird. Hierzu sind die Öffnungen B bzw. B' sowie C zur Atmosphäre hin offenzuhalten, um der hinter dem Kolben 13a bzw. 13b liegenden Luft ein Abströmen zu ermöglichen. Ebenso ist die Öffnung D offenzuhalten, um das Einströmen von Aussenluft in den sich vor dem Kolben 13b bildenden Druckraum 12b zu ermöglichen. Andernfalls würde ein die Rückwärtsbewegung des Doppelkolbens 13 zumindest hemmender Unterdruck in dem vor dem Kolben 13b sich bildenden Druckraum 12b entstehen. Während des Zurückbewegens des Doppelkolbens 13 wird über die Öffnung E keine Druckluft zugeführt. Sobald der Doppelkolben 13 jedoch die in Fig. 2 gezeigte Position eingenommen hat, wird über die Öffnung E Über- bzw. Netzdruck eingeleitet, der den Treibkolben 5 ebenso nach hinten in die aus Fig. 2 entnehmbare betriebsbereite Stellung verschiebt. Um dabei in dem hinter dem Kopf 5a liegenden und sich verkleinernden Arbeitsraum 4a das Entstehen eines die Rückwärtsbewegung des Treibkolbens 5 hindernden Luftpolsters zu vermeiden, wird für diese Phase die Öffnung A vorzugsweise zur Atmosphäre hin offengehalten. Letzteres gilt auch für die Öffnungen B bzw. B', C, D.
Nachdem nun die Vorrichtung die Stellung gemäss Fig. 2 eingenommen hat und über die Öffnung E der Überdruck den Treibkolben 5 weiterhin in dichtender Anlage gegen die Dichtlippe 4e hält, wird die Öffnung A gesperrt. Alsdann wird über die Öffnung C Netz-Druckluft in den Druckaufbauraum 12d eingeleitet, wodurch der auf den Kolben 13b wirkende Netzdruck den Doppelkolben 13 nach vorne, d.h. gegen den Treibkolben 5 verschiebt. Dieser Arbeitshub lässt sich durch zusätzliches Einleiten von Netz-Druckluft über die Öffnungen B bzw. B' in den hinter dem Kolben 13a liegenden kleinen Druckraum IIa noch unterstützen. Um den Arbeitshub des Doppelkolbens 13 nicht zu hemmen, wird die Öffnung D zur Atmosphäre hin offengehalten. Entsprechend dem Faktor der Querschnittsrelation des grossen Kolbens 13b zum kleinen Kolben 13a wird durch den Arbeitshub in dem vor dem kleinen Kolben 13a liegenden Raum ein gegenüber dem Druckniveau der Netz-Druckluft entsprechender Hochdruck geschaffen. Die Hochdruckluft gelangt über den Kanal 1 ld und die Auskehlung 8c in den Vorratsraum 14 und wird hier gespeichert. Der so bereitgehaltene Hochdruck durchsetzt gleichzeitig die Zentralbohrung 4d und wirkt auf einen dem Querschnitt der Zentralbohrung 4d entsprechenden Kreisausschnitt der rückwärtigen an der Dichtlippe 4e anliegenden Stirnseite des Kopfes 5a. Diese Funktionsstellung der Vorrichtung ist der Fig. 3 entnehmbar.
Der Treibkolben 5 verharrt vorläufig in dieser Position, da die Rücktriebskraft des den Kopf 5a vorderseitig beaufschlagenden Überdruckes aufgrund des Angriffs an der gesamten Kolbenfläche grösser ist, als die durch den an der rückwärtigen Stirnseite des Kopfes 5a nur partiell angreifenden Hochdruck sich ergebende Vortriebskraft. Nachdem die Vorrichtung mit einem Befestigungselement 15 bestückt wurde und mit dem Mündungsrohr 6 gegen ein nichtdarge-stelltes Aufnahmewerkstück gehalten wird, lässt man den Überdruck durch die Öffnung E entweichen. Die zuvor erwähnte Vortriebskraft vermag nunmehr den Treibkolben 5 in Eintreibrichtung zu verschieben, wodurch die rückwärtige Stirnseite des Kopfes 5a gleich zu Beginn der Verschiebung ausser Kontakt mit der Dichtlippe 4e gelangt. Die Hochdruckluft kann so plötzlich auf die gesamte rückwärtige Stirnseite des Kopfes 5a wirken, wodurch der Treibkolben 5 schlagartig, unter Mitnahme des Befestigungselementes 15, nach vorne beschleunigt wird.
Eine Beschleunigungsstellung der Vorrichtung ist in der Fig. 4 gezeigt. Die auf den Treibkolben 5 wirkende Hochdruckluft beaufschlagt ebenso innenseitig den Boden 4c, wodurch der Zylinder 4 entgegen der Kraft der Druckfeder 9 nach hinten abgestossen wird. Auf diese Weise bildet sich zwischen der vorderen Stirnseite des Zylinders 4 und der Ringschulter 7 eine spaltförmige Abströmöffnung F, die beim Vorlaufen des Treibkolbens 5 ein Abströmen der vor dem Kopf 5a im Arbeitsraum 4a befindlichen Luft über eine oder mehrere Öffnungen G in den freien Raum ermöglicht. Dadurch ist das Entstehen eines vor dem Kopf 5a befindlichen und das Vorlaufen des Treibkolbens hemmenden Luftpolsters unterbunden. Nach erfolgtem Vorlaufen des Treibkolbens 5 und damit abgeschlossenem Eintreibvorgang hat die Vorrichtung wieder die der Fig. 1 entnehmbare Stellung eingenommen, wobei also der Zylinder 4 durch die Druckfeder 9 in dichtenden Kontakt mit der Ringschulter 7 gebracht wurde. Alsdann wird die Vorrichtung in der zur Fig. 1 beschriebenen Weise von neuem für den nächsten Einsatz angesteuert.
Selbstverständlich ist es möglich, die Vorrichtung auch etwas abweichend zu der voran beschriebenen Steuerungsweise zu betätigen. So können beispielsweise der Treibkolben 5 und der Doppelkolben 13 synchron in ihre rückwärtige Stellung gebracht werden. Ebenso ist es möglich, den kleinen Kolben 13a rückseitig nicht mit Netz-Druckluft zu beaufschlagen. Entscheidend ist insbesondere, dass die funktionsrelevanten Toträume der Vorrichtung während der Hubbewegimg der Kolben 5, 13 entsprechend entlüftet werden, um die Bewegungsabläufe der Kolben nicht zu hemmen. Dadurch wird für die Setzvorgänge die angestrebte kleine Sequenzzeit erreicht.
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Claims (6)
- (1 la) parallel zum grossen Kolben (13b) mit Druckluft beaufschlagbar ist.1. Vorrichtung zum Eintreiben von Bolzen und Nägeln mit einem mit Druckluft beaufschlagbaren Treibkolben, dadurch gekennzeichnet, dass a) der Treibkolben (5) in einem Zylinder (4) aus einer rückwärtigen, eine Zuleitung für Hochdruckluft in den Arbeitsraum (4a) verschliessenden Ausgangslage mittels der Hochdruckluft gegen das Befestigungselement (15) beschleunigbar ist,b) der Zylinder (4) des Treibkol'oens (5) von einem mit Druckluft gespeisten Druckübersetzer (3) mit Doppelkolben (13) mit der Hochdruckluft versorgbar ist,c) zur Speicherung der Hochdruckluft dem Zylinder (4) des Treibkolbens (5) ein Vorratsraum (14) zugeordnet ist,d) die durch einen Hub des Druckübersetzers (3) erzeugbare im Vorratsraum (14) speicherbare Hochdruckluft zumindest für einen Eintreibvorgang ausreicht und e) der Eintreibvorgang erst nach Beendigung des Arbeitshubes des Druckübersetzers (3) auslösbar ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinder (4) des Treibkolbens (5) und der Druckübersetzer (3) als konstruktive Baueinheit mit in Tandemanordnung gerichtetem Treibkolben (5) und Doppelkolben (13) ausgebildet ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass auch der kleine Kolben (13a) des Druckübersetzers (3) in dem ihm zugeordneten kleinen Druckraum
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinder (4) des Treibkolbens (5) in einem Gehäuse (1) aus einer vorderseitig dichtenden in eine vorderseitige Abströmöffnung (F) für die vor dem Treibkolben (5) befindliche Luft freigebende Stellung verschiebbar gelagert ist.
- 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorratsraum (14) über ein Steuerventil zum erleichterten Rückführen des Treibkolbens (5) entlüftbar ist.
- 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorratsraum (14) im wesentlichen als den Zylinder (4) des Treibkolbens (5) umgebender Ringraum ausgebildet ist.
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