CH634860A5 - Rapidly crystallising polyester composition - Google Patents

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CH634860A5
CH634860A5 CH1067677A CH1067677A CH634860A5 CH 634860 A5 CH634860 A5 CH 634860A5 CH 1067677 A CH1067677 A CH 1067677A CH 1067677 A CH1067677 A CH 1067677A CH 634860 A5 CH634860 A5 CH 634860A5
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dicarboxylic acid
diol
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CH1067677A
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Peter Bier
Rudolf Binsack
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Bayer Ag
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/36Sulfur-, selenium-, or tellurium-containing compounds
    • C08K5/41Compounds containing sulfur bound to oxygen
    • C08K5/42Sulfonic acids; Derivatives thereof

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  • Medicinal Chemistry (AREA)
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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft eine hochkristalline,
schnell kristallisierende thermoplastische Masse aus einem hochmolekularen Dicarbonsäure-Diol-Polyester, deren Dicarbonsäure zu 90-100% Terephthalsäure ist, und einem Sulfonsäureester.
Polyalkylenterephthalate haben als Rohstoffe für die Herstellung von Fasern, Folien und Formkörpern beträchtliche Bedeutung erlangt. Aufgrund ihrer teilkristallinen Struktur besitzen sie hervorragende Eigenschaften, wie z.B. hohe Verschleissfestig-keit, günstiges Zeitstandverhalten und hohe Massgenauigkeit, und sind daher für die Herstellung mechanisch und thermisch stark beanspruchter Formteile besonders gut geeignet. Eine zusätzliche Verbesserung der mechanischen Eigenschaften lässt sich durch Einarbeitung von Verstärkungsmaterialien, z.B. Glasfasern, erzielen. (GB-PS 1 111 012, US-PS 3 368 995, DE-AS 2 042 447).
Polyäthylenterephthalat (PÄT) eignet sich aufgrund seiner speziellen physikalischen Eigenschaften besonders für die Herstellung von Faserprodukten und Folien, jedoch kaum zum Verspritzen, da dazu hohe Formtemperaturen (etwa 140°C) und relativ lange Presszeiten erforderlich sind. Dieser schwerwiegende Nachteil verhindert den Spritzgusseinsatz von Polyäthylenterephthalat trotz seiner hohen Steifigkeit und Wärmestandfestigkeit fast vollkommen.
Polypropylenterephthalat (PPT) und Polybutylenterephthalat (PBT) erfordern aufgrund ihrer höheren Kristallisationsgeschwindigkeit zwar kürzere Presszeiten und niedrigere Formtemperaturen (etwa 100° C), besitzen jedoch gegenüber Polyäthylenterephthalat schlechtere physikalische Eigenschaften, insbesondere eine niedrigere Wärmestandfestigkeit.
Es hat nun nicht an Bemühungen gemangelt, Polykondensate zu schaffen, die die guten Eigenschaften sowohl des Polyäthy-lenterephthalates als auch des Polypropylen- bzw. Polybutylen-terephthalates in sich vereinigen. So ist z. B. bekannt, dass sich die Kristallisationsneigung des Polyäthylenterephthalates durch Nukleierung mit feinteiligen, festen anorganischen Stoffen verbessern lässt (NL-PS 6 511 744).
Hohe Kristallinität gewährleistet Härte, Dimensionsstabilität und Formstabilität auch bei höheren Temperaturen. Diese hohe Kristallinität soll möglichst rasch erreicht werden, damit ein optimales Eigenschaftsniveau erhalten wird. Ausserdem hängt von der Formstandzeit der Spritzzyklus ab, dessen Länge die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens mitbestimmt. Diese Zyklen sind selbst bei hohen Formtemperaturen zu lang und erschweren daher das Vordringen von Polyäthylenterephthalat bei der Herstellung von Formkörpern durch Spritzguss.
Ausserdem war es seit langem ein inniges Anliegen der Polyesterhersteller, auch andere Polyalkylenterephthalate mit erhöhter Kristallisationsgeschwindigkeit und höherer Kristallinität bereitzustellen.
Es wurde nun überraschenderweise gefunden, das Polyalkylenterephthalate dann höhere Kristallinität und grössere Kristallisationsgeschwindigkeit besitzen, wenn sie 0,5-30 Gew.-% Sulfonsäureester enthalten.
Durch die vorliegende Erfindung wird es möglich, den für die hohe Formstabilität erforderlichen Kristallinitätsgrad schneller zu erreichen und damit die Polyestermassen mit stark verkürzten Spritzzyklen zu verarbeiten. Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht in der Absenkung der Formtemperatur, ohne dass das gute Kristallisationsverhalten beeinträchtigt wird. Die Spritzgussmasse kühlt dadurch schneller ab, wodurch die Formstandzeit zusätzlich abgekürzt wird.
Gegenstand der Erfindung ist die in den Patentansprüchen 1 und 2 definierte hochkristalline, schnell kristallisierende thermoplastische Masse.
Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist das im Patentanspruch 3 definierte Verfahren zur Herstellung der Masse, wobei man vorzugsweise 85-99,5 Gew. % der Komponente a) und vorzugsweise 0,5-15 Gew. % der Komponente b) mischt und in der Schmelze homogenisiert. Der Vorgang kann z. B. in der Mischschnecke erfolgen; die erstarrte Schmelze kann anschliessend granuliert werden.
Die von Terephthalsäure verschiedene Dicarbonsäurekomponente des Dicarbonsäure-Diol- Polyesters besteht beispielsweise aus Phthalsäure, Isophthalsäure, Naphthalin-2,6-dicarbonsäure, Diphenyl-4,4'-dicarbonsäure, Adipinsäure, Sebacinsäure, Cy-clohexandiessigsäure.
Die Diolkomponente des genannten Polyesters, die aus Äthy-lenglykol, Porpandiol-1,3, Butandiol-l,4Pentandiol-l,5, Hexan-diol-1,6 oder Cyclohexandimethanol-1,4 besteht, kann bis zu 10 Mol-% andere aliphatische Diole mit 3-8 C-Atomen, cycloali-phatische Diole mit 6-15 C-Atomen oder aromatische Diole mit 6-21C-Atomen enthalten wiez.B. 3-Methylpentandiol-2,4,2-Methylpentandiol-1,4,2,2,4-TrimethyIpentandioI-l,3,2,2-Di-äthylpropandiol-1,3, Hexandiol-1,3, l,4-Di(ß-hydroxy-äthoxy)-benzol, 2,2-Bis(4-hydroxycyclohexyl)propan, 2,4-Dihydroxy-1,1,3,3,-tetramethylcyclobutan, 2,2-bis (3-ß-hydroxyäthoxyphe-nyl) propan, 2,2-bis-(4-hydroxypropoxy-phenyl) propan.
Selbstverständlich können die genannten Polyester durch drei oder vierwertige Alkohole oder drei oder vierbasische Säuren verzweigt sein, wie dies z. B. in der DE-OS 1 900 270 (= US-PS 3 692 744) beschrieben ist. Geeignete Verzweigungsmittel sind z. B. Trimesinsäure, Pyromellitsäure, Trimethylolpropan und -äthan, Pentaerythrit. Es ist empfehlenswert, nicht mehr als 1 Mol-%, bezogen auf die Säurekomponente, Verzweigungsmittel einzusetzen.
Der Dicarbonsäure-Diol-Polyester weist bevorzugt eine Intrinsic-Viskosität von 0,6 dl/g auf (bestimmt aus Lösung im Gemisch Monohydroxybenzol und 1,1,2,2-Tetrachloräthan im Gewichtsverhältnis 1:1 bei 25° C). Wobei die Definition von «Intrinsic-Viskosität» derjenigen der «Viskositätszahl» oder des «Staudinger-Index» entspricht.
Die Dicarbonsäure-Diol-Polyester lassen sich auf an sich bekannte Weise herstellen, indem man beispielsweise a) Terephthalsäure und/oder die entsprechenden Dialkyltereph-thalate, vorzugsweise die Dimethylester, mit 1,05 bis 5,0, vorzugsweise 1,4-3,6, Mol der Diole, bezogen auf 1 Mol Dicarbonsäurekomponente, und gegebenenfalls das Verzweigungsmittel in Gegenwart von Veresterungs- und/oder Umesterungskataly-satoren verestert bzw. umestert und b) die so erhaltenen Reaktionsprodukte in Gegenwart von Polykondensationskatalysatoren zwischen 200 und 320° unter vermindertem Druck (< 1 Torr) polykondensiert.
Sowohl der erste (a) als auch der zweite Schritt (b) der Kondensation wird zweckmässig in Gegenwart von Katalysatoren ausgeführt, wie sie z.B. bei R.E. Wilfongin J. Polym. Sei. 54, 385 (1961) beschrieben sind. Einige dieser Katalysatoren sind wirksamere Beschleuniger für die Veresterungsreaktion A, andere für die Polykondensation B, während wieder andere ziemlich wirksame Katalysatoren für beides sind (C).
Zu den Katalysatoren, welche für die Beschleunigung der
1. Reaktionsstufe geeignet sind (A), zählen
1. Lithium, Natrium, Kalium, Calcium, Strontium, Bor als Metalle, Oxide, Hydride, Formiate, Acetate, Alkoholate oder Glykolate;
2. Calcium- und Strontiumchloride und -bromide
3. tertiäre Amine;
4. Calcium- und Strontiummalonate, -adipate, -benzoate etc.;
5. Lithiumsalze von Dithiocarbaminsäuren.
634 860
Zur Katalyse des Polykondensationsschrittes geeignete Katalysatoren (B) sind z.B.
1. Molybdän, Germanium, Blei, Zinn, Antimon als Metalle, Oxide, Hydride, Formiate, Alkoholate oder Glykolate;
2. Zink- und Bleiperborate und -borate;
3. Zink-, Mangan(II)-, Kobalt-, Magnesium-, Chrom-, Eisen-und Cadmiumsuccinate, -butyrate, -adipate oder enolate eines Diketons;
4. Zinkchlorid und -bromid;
5. Lanthandioxid und -titanat;
6. Neodymchlorid;
7. gemischte Salze des Antimons, wie z. B. Kaliumantimontar-trat, und Salze von Antimonsäuren, wie Kaliumpyroantimonat;
8. Zink- oder Mangansalze von Dithiocarbamid-Säuren;
9. Kobaldnaphthenat;
10. Titantetrafluorid oder -tetrachlorid;
11. Alkylorthotitanate;
12. Titantetrachlorid-Ätherkomplexe ;
13. quartäre Ammoniumsalze, die einen Titanhexaalkoxy-Rest tragen; Titantetraalkoxide, Alkali- oder Erdalkalimetallverbindungen von Aluminium-, Zirkon-, oder Titanalkoxiden;
14. organische quartäre Ammonium-, Sulfonium-, Phospho-nium- und Oxoniumhydroxide und -Salze;
15. Bariummalonat, -adipat, -benzoat etc.
16. Blei-, Zink-, Cadmium- oder Mangansalze des Monoalkyl-esters einer Phenylendicarbonsäure;
17. Antimon-Katechin-Komplexe mit einem Aminoalkohol oder mit einem Amin und einem Alkohol;
18. Urantrioxid, -tetrahalogenid, -nitrat, -sulfat, -acetat.
Zur Beschleunigung beider Reaktionsschritte geeignete Katalysatoren C sind z.B.
1. Barium, Magnesium, Zink, Cadmium, Aluminium, Mangan, Kobald als Metalle, Oxide, Hydride, Formiate, Alkoholate, Glykolate, vorzugsweise Acetate;
2. Aluminiumchlorid und -bromid;
3. Zink-, Mangan(II)-, Kobalt-, Magnesium-, Chrom-, Eisen-und Cadmiumsuccinate, -butyrate, -adipate oder -enolate eines Diketons.
Die als Katalysatoren A geeignetsten Verbindungen sind Ca-, Zn-, Mn-Salze, insbesondere Acetate.
Die geeignetsten Katalysatoren B sind die Verbindungen des Zinks, Mangans, Kobalts, Antimons, Germaniums, Titans und Zinns, wie z. B. Zink- und Manganacetat, Antimontrioxid, -tri-chlorid, -triacetat, Germaniumdioxid und -tetrachlorid.
Die geeignetsten Katalysatoren C sind insbesondere Titanverbindungen wie z.B. Tetraalkyltitansäureester mit Alkylgruppen mit 1-10 C-Atomen wie Tetraisopropyltitanat und Tetrabutylti-tanat.
Die Katalysatoren werden zweckmässig in Mengen von 0,001 bis 0,2 Gew.-% bezogen auf die Dicarbonsäurekomponente, eingesetzt.
Danach können zur Inhibierung der Katalysatoren nach Beendigung des 1. Reaktionsschrittes und zur Erhöhung der Stabilität des Endprodukts Inhibitoren zugefügt werden, wie sie z. B. bei H. Ludewig, Polyesterfasern, 2. Aufl., Akademie-Verlag, Berlin 1974 beschrieben sind. Beispiele solcher Inhibitoren sind Phosphorsäure, phosphorische Säure und deren aliphatische, aromatische oder araliphatische Ester, z. B. Alkylester mit 6 bis 18 C-Atomen in der Alkoholkomponente, Phenylester, deren Phenyl-reste gegebenenfalls mit 1-3 Substituenten mit 6 bis 18 C-Atomen substituiert sind, wie Trinonyl-phenyl-, Dodecylphenyl-oder Triphenylphosphat. Diese Inhibitoren werden gewöhnlich in Mengen von 0,01 bis 0,6 Gew.-%, bezogen auf die Dicarbonsäurekomponente, eingesetzt.
Zur Erzielung eines noch höheren Molekulargewichts kann man die Polyalkylenterephthalate einer Feststoffpolykondensation unterwerfen. Gewöhnlich wird dabei das granulierte Produkt im Stickstoffstrom oder im Vakuum bei einem Druck unter
3
5
10
15
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25
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35
40
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65
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1 Torr und einer Temperatur, die 60-6°C unterhalb des Polymerschmelzpunktes liegt, in fester Phase polykondensiert.
Für die Herstellung der beschriebenen Sulfonsäureester bevorzugt geeignete Alkylsulfochloride enthalten 1-4, vorzugs- 5 weise 1-2, über die Kohlenwasserstoffkette statistisch oder regelmässig verteilte -SOrCl-Gruppen. Zum Umsetzen mit diesen Alkylsulfochloriden geeignete Phenole der Formel I sind z. B. Phenyl-, Diphenyl- und Naphthylderivate, oder Bisphenole der Formel II sind 4,4'-Dihydroxydiphenyl
Bis-(P-hydroxyphenyl)-alkane, mit 1-8 C-Atomen im Alkanrest Bis-(P-hydroxyphenyl)-cycloalkane, mit 5-15-C-Atomen im Cy-cloalkanrest
Bis-(P-hydroxyphenyl)-sulfid Bis-(P-hydroxyphenyl)-äther,
Bis-(P-hydroxyphenyl)-sulfoxid,
Bis-(P-hydroxyphenyl)-sulfone, Ô, ò-Bis-(P-hydroxyphenyl)-P-diisopropyl-benzole Diese Bisphenole können noch in Übereinstimmung mit der in Patentanspruch 1 enthaltenen Definition der Verbindung der Formel II kernsubstituiert sein. Der Reaktionspartner des Sul-fochlorids kann ferner auch Hydrochinon oder Resorcin sein.
Die Sulfonsäureester sind durch Umsetzung von Alkylsulfochloriden mit Phenolen bzw. Phenolderivaten oder Bis-phenolen 25 in Gegenwart eines säurebindenen Mittels, vorwiegend Pyridin oder Natronlauge (Phenolat), erhältlich (vgl. DE-PS 849 107, 849 120).
Sie haben in der Regel ein Molekulargewicht von 220 bis 2000.
Beispiele für geeignete Sulfonsäureester sind 30 (CirC]8)-n-Alkylsulfonsäure-phenylester (C!2-Ci8)-n-Alkyl-di(sulfonsäure-phenylester) (CirC18)-n-Alkyl-sulfonsäure-p-octylphenylester (Ci2-Ci8)-n-AlkyI-sulfonsäure-p-hydroxybenzoesäure-isobutyl-ester 35 2,2-Bis-[4-(CI2-Ci8)-n-alkylsulfonyloxy-phenyl]propan 2,2-Bis-[4-(CI2-C18)-n-alkylsulfonyloxy-3,5-dichlorphenyl]-propan. ——
Die Herstellung der Mischung von Polyesterharz und Sulfonsäureester kann auf handelsüblichen Mischgeräten durchgeführt 40 werden. Als solche eignen sich Kneter, Einwellen- und Zweiwellenextruder. Für die weitere Verarbeitung kann die erhaltene Mischungnach dem Erstarren der Schmelze granuliert werden. Auch hier kann sich eine Festphasennachkondensation an-schliessen. 45
Zum Schutz gegen thermooxydativen Abbau können den Copolyestern die üblichen Mengen, vorzugsweise 0,001 bis 0,5 Gew-%, bezogen auf die ungefüllten und unverstärkten Copoly-ester, Stabilisatoren zugesetzt werden. Als solche eignen sich beispielsweise Phenole und Phenolderivate, vorzugsweise ste- 50 riseli gehinderte Phenole, die in beiden o-Stellungen zur phenolischen Hydroxygruppe Alkylsubstituenten mit 1-6 C-Atomen enthalten, Amine, vorzugsweise sekundäre Arylamine und ihre Derivate, Phosphate und Phosphite, vorzugsweise deren Arylde-rivate, Chinone, Kupfersalze organischer Säuren, Anlagerungs- 55 Verbindungen von Kupfer-(I)-halogeniden an Phosphite, wie z.B.4,4'-Bis-(2,6-di-tert.-butylphenol),l,3,5-Trimethyl-2,4,6-tris-(3,5-di-tert.-butyI-4-hydroxy-benzyl)-benzol,4,4'-Butyli-den-bis-(6-tert. -butyl-m-kresol), 3,5-Di-tert. -butyl-4-hydroxy-benzyl-phosphonsäurediäthyl-ester, N,N'-Bis- (ß-naphthyl)-p- 60 phenylendiamin,N,N'-Bis-(l-methylheptyl)-p-phenylendiamin, Phenyl-ß-naphthal-amin,4,4'-Bis-(ö,ö,-dimethylbenzyl)-diphe-nylamin, l,3,5-Tris-(3,5-di-tert.-butyl-4-hydroxy-hydrocinna-moyl)-hexahydro-s-triazin, Hydrochinon, p-Benzochinon, Tolu-hydrochinon, p-tert.-Butylbenzcatechin, Chloranil, Naphthochi-65 non, Kupfernaphthenat, Kupferoctoat, Cu(I)Cl/Triphenylphos-phat, CU(I)Cl/Trimethylphosphit, Cu(I)Cl/Trischloräthylphos-phit, Cu(I)Cl/Tripropylphosphit, p-Nitrosodimethylanilin.
Die erfindungsgemässe Polyestermasse kann mit Verstärkungsstoffen verstärkt werden. Als Verstärkungsstoffe haben sich Metalle, Silikate, Kohlenstoff, Glas vornehmlich in Form von Fasern, Geweben oder Matten bewährt. Bevorzugtes Verstärkungsmaterial sind Glasfasern.
Ausserdem können, falls erwünscht, anorganische oder organische Pigmente, Farbstoffe, Gleit- und Trennmittel wie Zink-stearat, Montanwachse, UV-Absorberusw. in üblichen Mengen zugeschlagen werden.
Um flamm widrige Produkte zu erhalten, können 2 bis 20 Gew.-%, bezogen auf die Formmasse an sich bekannter Flammschutzmittel, z. B. halogenhaltige Verbindungen, elementare Phosphor oder Phosphorverbindungen, Phosphor/Stickstoff-Verbindungen, Antimontrioxid oder aber Mischungen dieser Substanzen, vorzugsweise Antimontrioxid, Decarbrombi-phe-nyläther und Tetrabrombisphenol-A-polycarbonat, zugesetzt werden.
Die Kristallisationsgeschwindigkeit der erfindungsgemässen Polyesterspritzgussmasse kann durch ZusatzvonO,01 bis 1 Gew.-%, bezogen auf ungefüllten und unverstärkten Polyester, Nukleiermittel noch gesteigert werden. Als solche eignen sich die dem Fachmann bekannten Verbindungen wie sie z. B. im Kunst-stoff-Handbuch, Band VIII, «Polyester», Carl Hanser Verlag, München, 1973, Seite 701, beschrieben sind.
Die erfindungsgemässe Polyestermasse ist ein ausgezeichnetes Ausgangsmaterial für die Herstellung von Formkörpern aller Art durch Spritzguss.
Tabelle 1 gibt die Formstand- sowie Gesamtspritzzykluszeiten einiger erfindungsgemässen Ausführungsformen der Polyesterharzmasse auf Basis PÄT und Alkylsulfonsäurephenylester (Beispiel 1-15) im Vergleich zum nicht modifizierten Polyäthylenterephthalat an.
Tabelle 1
Bei- Aikylsulfonsäureester Verarbeitungs spiel bedingungen
Art Menge Zylin- Form- Form- Gesamt-(Gew.-dertem- tempe- stand- spritzig) peratur ratur zeit gusszyk-(°C) (°C) (s) lus (s)
1
(C]2-CI8)-n-Alkylsulfonsäure
phenylester
3
260
125
4,0
13,5
2
(C|2-Cjg)-n-Alkylsulfonsäure
phenylester
5
260
110
2,5
12,0
3
(Ci2-Cig)-n- Alkylsulfonsäure
phenylester
10
260
80
0
9,5
4
(Ci2-Cis)-n-
Alkyl-di-
sulfonsäure-
phenylester
3
260
130
10
19,5
5
(C12-C18)-n-
Alkyl-di-
sulfonsäure-
phenylester
5
260
120
7
16,5
6
(Ci2-C|8)-n-
Alkyl-di-
sulfonsäure-
phenylester
10
260
110
6
15,5
7
(Ci2-C,8)-n-Al-kylsulfonsäure-p-octylphenyl-
ester
3
260
125
5
14,5
5
634 860
8 (C12-C18)-n-Al-kylsulfonsäure-p-octylphenyl-
ester 5 260 110 0 9,5
9 (C12-C18)-n-Al-kylsulfonsäure-p-octylphenyl-
ester 10 260 80 0 9,5
10 (C12-CI8)-n-Al-kylsulfonsäure-p-hydroxy-ben-zoesäure-iso-
butylester 3 260 130 9 18,5
11 (C12-C18)-n-Al-kylsulfonsäure-p-hydroxy-ben-zoesäure-isobu-
tylester 5 260 120 7 16,5
12
(Ci2-C|8)-n-Al-kylsulfonsäure-p-hydroxy-ben-zoesäure-iso-
butylester
10
260
110 5
14,5
13
(2,2-Bis-[4-(C12-Ci8)-n-alkylsul-fonyloxy-phe-
nyl]-propan
3
260
130 10
19,5
14
2,2-Bis-[4-(Cn-Ci8)-n-alkylsul-fonyloxy-phe-
nylj-propan
5
260
125 8
17,5
15
2,2-Bis-[4-(Clr C]8)-n-alkylsul-fonyloxy-phe-
nyl]-propan
10
260
120 5
14,5
16 - - 270 140 30 39,5
M

Claims (5)

  1. 634 860
    PATENTANSPRÜCHE
    1. Schnell kristallisierende Masse auf Basis von einem gegebenenfalls durch drei- oder vierwertigen Alkohol oder drei- oder vierbasische Säure verzweigten Dicarbonsäure-Diol- Polyester, dessen Dicarbonsäurekomponente zu 90 bis 100 Mol-% Tere-phthalsäure ist, wobei der gegebenenfalls vorhandene von Tere-phthalsäure verschiedene Teil der Dicarbonsäurekomponente aromatische Dicarbonsäure mit nicht mehr als 14 C-Atomen, aliphatische Dicarbonsäure mit 4 bis 8 C-Atomen, Sebacinsäure oder cycloaliphatische Dicarbonsäure mit 8 bis 12 C-Atomen ist, und dessen Diolkomponente zu 90 bis 100 Mol-% Aethylenglykol, Propandiol-1,3, Butandiol-1,4, Pentandiol-1,5, Hexandiol-1,6 oder Cyclohexandimethanol-1,4 ist, wobei der gegebenenfalls vorhandene hievon verschiedene Teil der Diolkomponente aliphatisches Diol mit 3 bis 8 C-Atomen, cycloali-phatisches Diol mit 6 bis 15 C-Atomen oder aromatisches Diol mit 6 bis 21C-Atomen ist, dadurch gekennzeichnet, dass sie zur Erhöhung der Kristallisation und der Kristallisationsgeschwindigkeit einen Sulfonsäureester enthält, der durch Umsetzung von 20 (1) einem Sulfochlorid der Formel
  2. 3. Verfahren zur Herstellung der Masse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die Komponenten a) und b) mischt und in der Schmelze homogenisiert.
    10
    15
    R1-CH2-(CHR2)n-CH2R3
    worin R1, R2 und R3 H, Cl oder S02C1 und n eine ganze Zahl von 3-33 bedeuten, wobei das molare Verhältnis C/SÒ2C135 bis 1,25 beträgt, mit der äquivalenten Menge von (2) einer Monohydro-xylverbindung der Formel
    O
    25
    30
    H0-R4(-C-0)m-R5 (I)
    worin R4 einen bivalenten aromatischen Rest mit 6-14 C-Atomen, R5 crc20 -Alkyl oder einen Cycloalkyl- oder Arylrest mit bis zu 20 C-Atomen und m Null oder 1 bedeuten, oder einer Dihydroxylverbindung der Formel
    35
    40
    (II)
    45
    worin R6, R7, R8 und R9 gleich oder verschieden sind und Wasserstoff, Alkyl mit 1-4 C-Atomen oder Chlor oder Brom und X eine Einfachverbindung, einen Alkylen- oder Alkylidenrest mit 1-8 C-Atomen, einen Cycloalkylen- oder Cycloalkylidenrest mit 5-15 C-Atomen, S, S, S02, O oder
    50
    O
    ch3
    c
    I
  3. ch.
    ÏH3
    -C
    55
  4. ch.
    bedeuten, oder mit Hydrochinon oder Resorcin erhältlich ist.
  5. 2. Masse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie, bezogen auf das Gesamtgewicht der Komponenten a) und b),
    a) 70-99,5 Gew. % eines hochmolekularen, wie im Anspruch 1 definierten Dicarbonsäure-Diol-Polyester, der eine Intrinsic-Viskosität von mindestens 0,6 dl/g, gemessen bei 25° C an einer Lösung in einem Gemisch von Monohydroxybenzol und 1,1,2,2-Tetrachloräthan im Gewichtsverhältnis 1:1, aufweist, und b) 0,5-30 Gew. % eines wie im Anspruch 1 definiert aus (1) und (2) erhältlichen Sulfonsäureesters enthält.
    60
    65
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