CH634932A5 - Verfahren zur entwicklung von restfeuchte-photogrammen. - Google Patents

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CH634932A5
CH634932A5 CH768978A CH768978A CH634932A5 CH 634932 A5 CH634932 A5 CH 634932A5 CH 768978 A CH768978 A CH 768978A CH 768978 A CH768978 A CH 768978A CH 634932 A5 CH634932 A5 CH 634932A5
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film
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residual moisture
photographic
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CH768978A
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Bernhard Montag
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Siemens Ag
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    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C5/00Photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents
    • G03C5/04Photo-taking processes

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  • Non-Silver Salt Photosensitive Materials And Non-Silver Salt Photography (AREA)
  • Measuring Volume Flow (AREA)
  • Indicating Or Recording The Presence, Absence, Or Direction Of Movement (AREA)
  • Photographic Processing Devices Using Wet Methods (AREA)

Description

634932

Claims (3)

PATENTANSPRÜCHE
1. Verfahren zur Entwicklung von Restfeuchtephotogram-men nach der Nassfilmtechnik, dadurch gekennzeichnet, dass man das durch Anströmen mit einem Gas eines in Wasser gequollenen Filmes erzeugte Restfeuchteprofil in äthanolische 5%ige Natronlauge (Lösung I) von 10-16 °C taucht und anschliessend den exponierten Film bei 50 °C (Badtemperatur) eine Walzenapparatur, beschickt mit einer hydrochinonhalti-gen photographischen Entwicklerlösung (Lösung II) passieren lässt und dass man das erhaltene photographische Halbtonbild nachfolgend fixiert, wässert und trocknet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man den exponierten Film 25 Sekunden waagerecht in die 5%ige äthanolische Natronlauge taucht.
3. Anwendung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2 zum Sichtbarmachen von stationären Grenzschicht-strömungszuständen in strömungstechnischen Anlagen.
Es ist bekannt, Restfeuchte-Photogramme (die Nassfilmtechnik) unter Verwendung photographischer Filme zur Sichtbarmachung und Aufzeichnung von stationären Grenzschichtströmungen in Gasen und Flüssigkeiten einzusetzen (DT-PS 2133 834).
Dieses photographische Verfahren beruht auf dem Verdunstungsvorgang einer Flüssigkeit aus einer Photogelatineschicht im Luftstrom. Die Verdunstungsgeschwindigkeit wird durch die örtliche Schichtdicke der Prandtl'schen Grenzschicht bestimmt.
Ein handelsüblicher photographischer Film wird in Wasser gequollen und im Strömungskanal exponiert. Die nach dem Antrocknen durch Überleiten eines inerten Gases in der Photogelatineschicht verbleibende Feuchtigkeitsverteilung, das Restfeuchteprofil, wird durch Überleiten eines photochemisch reaktiven Gases wie zum Beispiel Schwefelwasserstoffgas in ein photographisch entwickelbares latentes Bild übergeführt, das durch Entwicklung mit einem photographischen Entwickler in ein feuchtigkeitsanaloges Halbton-Photogramm umgewandelt wird.
Neben diesem «Sulfid-Bekeimungsverfahren», bei dem das Trocknungsprofil durch Schwefelwasserstoffgas sichtbar gemacht wird, kann gemäss der DT-PS 2133 834 das Trocknungsprofil auch durch Nachbelichtung sichtbar gemacht werden, indem aus dem im Restfeuchteprofil eingelagerten photographischen Entwickler bei Nachbelichtung ein feuchtigkeitsanaloges Silberhalbtonprofil erzeugt wird.
Die praktische Anwendung dieser meist mit konzentriertem H2S-Gas arbeitenden Methode ist vielfach schwierig. Es sind Dunkelkammerbedingungen und ein geschlossener Abzugsraum erforderlich. Da der Kontrastumfang der Aufnahmen verhältnismässig gering ist, kann eine Auswertung mit
Hilfe der Äquidensitendarstellung nicht direkt vom Original, sondern nur über eine Zwischenkopie erfolgen.
Aufgabe der Erfindung ist die Entwicklung von leicht auswertbaren Restfeuchte-Photogrammen unter Vermeidung des Arbeitens mit gesundheitsschädlichen Gasen, insbesondere mit Schwefelwasserstoffgas.
Gemäss der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass man das durch Anströmen mit einem Gas eines in Wasser gequollenen Filmes erzeugte Restfeuchteprofil in äthanolische 5%ige Natronlauge (Lösung I) von 10-16 °C taucht und anschliessend den exponierten Film bei 50 °C (Badtemperatur) eine Walzenapparatur, beschickt mit einer hydrochinonhalti-gen photographischen Entwicklerlösung (Lösung II) passieren lässt. Nachfolgend wird der entwickelte Film wie üblich fixiert, gewässert und getrocknet. Der Film kann nun direkt ausgewertet werden. Es ist ein besonderer Vorteil, dass die Nassentwicklung bei Tageslicht stattfindet, der Prozess sichtbar ist und bei Tageslicht verfolgt werden kann, die Reproduzierbarkeit bei geringem apparativen Aufwand grösser ist und die Verarbeitungszeit pro Film äusserst kurz ist, etwa 1,5 Minuten. Der nach dem erfindungsgemässen Verfahren, dem «Zweibad-Nassent-wicklungsverfahren» erhaltene Film kann direkt ausgewertet werden.
Zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens wird zunächst der bei Tageslicht diffusvorbelichtete und im Strömungskanal exponierte Film waagerecht in die 5%ige äthanolische NaOH (Lösung I) von vorzugsweise 13 °C getaucht, wobei besonders günstige Ergebnisse bei einer Tauchzeit von 25 Sekunden erreicht wurden. Während der Baddauer des Filmes in Lösung I gehen proportional zur vorhandenen Restfeuchte Alkali-Ionen aus der Lösung in die Filmschicht über.
Nach dem Herausnehmen des Filmes aus der Lösung I werden die auf der Filmoberfläche noch vorhandenen Flüssigkeitsreste vorzugsweise unter Verwendung eines Kalanders entfernt, wobei die nasse Filmschicht durch Einstellen des Rollenabstandes auf einen für das Verfahren optimalen Trocknungszustand gebracht wird.
Den Film lässt man nun eine Walzenapparatur in der sich Lösung II ein handelsüblicher hydrochinonhaltiger oder resorzinhaltiger photographischer Entwickler befindet, passieren. Die Arbeitstemperatur dieser Lösung beträgt ziemlich genau 50 °C. Während dieses Filmdurchlaufes bildet sich nun proportional zur vorhandenen Alkaliverteilung im Film und damit auch proportional zur Restfeuchte ein sichtbares Schwarz-Weiss-Silber-Halbtonbild.
Die Figur zeigt einen Positivabzug eines gemäss der Erfindung erhaltenen Strömungsverlaufes in einem Gebläserad. Die photographische Dichte des Silber-Halbtonphotogramms ist ein direktes Mass für die stationäre Grenzschichtverteilung.
Nach dem erfindungsgemässen Verfahren können die stationären Grenzschichtströmungsvorgänge von Gasen, insbesondere Luft, in strömungstechnischen Anlagen ermittelt werden.
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CH768978A 1977-09-14 1978-07-17 Verfahren zur entwicklung von restfeuchte-photogrammen. CH634932A5 (de)

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