CH636148A5 - Verfahren und anlage zur wiederaufbereitung von altpapier. - Google Patents

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CH636148A5
CH636148A5 CH198779A CH198779A CH636148A5 CH 636148 A5 CH636148 A5 CH 636148A5 CH 198779 A CH198779 A CH 198779A CH 198779 A CH198779 A CH 198779A CH 636148 A5 CH636148 A5 CH 636148A5
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CH
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flotation device
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reaction tower
pulper
flotation
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CH198779A
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Herbert Dr Ing Ortner
Lothar Dr Ing Pfalzer
Siegbert Fischer
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Voith Gmbh J M
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    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C5/00Other processes for obtaining cellulose, e.g. cooking cotton linters ; Processes characterised by the choice of cellulose-containing starting materials
    • D21C5/02Working-up waste paper
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21BFIBROUS RAW MATERIALS OR THEIR MECHANICAL TREATMENT
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Wiederaufbereiten von Altpapier, mit einer Grobauflösung in einem Stofflöser, einer Vorsortierung, einer Eindickung auf Stoffdichten von über 10%, einer Behandlung in einem Reaktionsturm in Anwesenheit von Deinking-Chemikalien, einer anschliessenden Verdünnung der Suspension und Flotierung in einer Flotationsvorrichtung.
Ein derartiges Verfahren ist z. B. in der DE-OS 2 311 674 beschrieben. Die Deinking-Chemikalien werden dabei kurz vor dem Reaktionsturm bzw. dem Bleichturm in den Prozess eingeleitet. In den Stofflöser werden lediglich Chemikalien als Komplexbildner eingebracht. Mit diesem Verfahren wird zwar eine relativ hohe Weisse des neu zu bildenden Papiers erreicht, aber das allgemeine Bestreben geht auf immer höhere Weissegrade.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Wiederaufbereiten von Altpapier zu schaffen, mit dem ohne wesentlichen grösseren Aufwand eine höhere Weisse erzielt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst,
dass zumindest ein Teil der Deinking-Chemikalien bereits in den Stofflöser eingebracht wird und dass das vor dem Reaktionsturm bei der Eindickung anfallende mit Druckfarben beladene Wasser in einer Nebenkreis-Flotationsvorrichtung flotiert und das dabei gewonnene Klärwasser wieder in den Aufbereitungsprozess zurückgeleitet wird.
Es wurde nämlich festgestellt, dass eine höhere Weisse erzielt wird, wenn bereits in den Stofflöser Deinking-Chemi-kalien eingebracht werden. Durch diese Massnahme setzt somit die Druckfarbenablösung bereits im Stofflöser und nicht erst im Reaktionsturm ein. Die Folge davon ist jedoch, dass das bei der Eindickung vor dem Reaktionsturm anfallende Eindickerwasser einen sehr starken Anteil an Druckfarbe aufweist. Dies würde dazu führen, dass die Suspension immer mehr mit Druckfarbe angereichert wird, da das Wasser zur Einsparung im Kreislauf geführt wird. Dadurch würde die Gefahr bestehen, dass Schmutzfarben in die Fasern wieder eingerieben werden, die Eindickungsvorrich-tung verdreckt und es zu Störungen im Aufbereitungsprozess kommt.
Durch die erfindungsgemässe Anordnung einer zusätzlichen Flotationsvorrichtung in dem Nebenkreis werden nun die bereits abgelösten Druckfarbeteilchen entfernt, so dass sich dieser Kreislauf nicht anreichern kann. Durch das erfindungsgemässe Verfahren wird auf diese Weise ohne besonderen Aufwand eine höhere Weisse erhalten. Der in der Nebenkreis-Flotation abgeschiedene Schmutz, insbesondere die Druckfarbeteilchen, stellen keinen Ballast mehr für den Reaktionsturm dar und gelangen so auch nicht mehr in die Flotationsvorrichtung im Hauptkreis. Dadurch kann die Zellenzahl dieser Flotationsvorrichtung verringert werden, so dass die Gesamtzahl der Flotationszellen aus Haupt- und Nebenkreis nicht höher liegen muss. Dadurch, dass die Druckfarbeteilchen in konzentrierter Form in der Nebenkreis-Flotationsvorrichtung anfallen, wird die Wirksamkeit der Flotation sogar noch gesteigert, wodurch zusätzlich eine höhere Weisse oder eine Chemikalieneinsparung erzielt werden kann.
In Weiterbildung des erfindungsgemässen Verfahrens ist vorgesehen, dass der Schaum der nach dem Reaktionsturm angeordneten Flotationsvorrichtung zur Nachbehandlung in die Nebenkreis-Flotationsvorrichtung eingeleitet wird.
Durch diese Massnahmen erfolgt eine sehr gute Ausnutzung der Flotationsvorrichtungen.
Eine erfindungsgemässe Anlage zur Durchführung des Verfahrens mit einem Stofflöser, einer Reinigungsvorrichtung, einem Eindicker, einer Zufuhrleitung für Deinking-Chemikalien, einem Reaktionsturm mit einer Verdünnungszone im unteren Bereich und mit einer nachgeschalteten Flotationsvorrichtung besteht darin, dass die Anlage mit einer weiteren, in den Stofflöser mündenden Zufuhrleitung für Deinking-Chemikalien versehen ist, und in dem Nebenkreis für das in dem Eindicker anfallende Wasser eine Nebenkreis-Flotationsvorrichtung vorgesehen ist, von der aus eine Rücklaufleitung für das Klärwasser in den Aufbereitungsprozess mündet.
In Weiterbildung der erfindungsgemässen Anlage ist vorgesehen, dass die Schaumabzugsleitung der dem Reaktionsturm nachgeschalteten Flotationsvorrichtung in die Nebenkreis-Flotationsvorrichtung mündet.
Von Vorteil ist es weiterhin, wenn für den in der Neben-kreis-Flotationsvorrichtung anfallenden Schaum eine Zentrifuge vorgesehen ist, wobei für das in der Zentrifuge anfallende Klärwasser eine Rückleitung in den Aufbereitungsprozess vorgesehen ist.
Nachfolgend ist anhand der Figur ein Verfahrensschema der Erfindung näher beschrieben.
In einem Stofflöser 1 wird Altpapier 2 in Ballenform eingebracht. Gleichzeitig werden über eine Leitung 3 Wasser und eine Zufuhrleitung 4 Deinking-Chemikalien und gegebenenfalls weitere Chemikalien zugegeben. Der grob aufgelöste s
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Stoff gelangt anschliessend in eine Reinigungs-Sortierein-richtung 5. Diese Einrichtung kann z. B. von der Art sein, wie sie in der DE-OS 2 514 162 beschrieben ist. Die Entwässerung der Suspension auf einen Wert von über 10% Stoffdichte, vorzugsweise ca. 20%, erfolgt auf einem Banddruckfilter 6. Anschliessend gelangt die so eingedickte Suspension in einen Chemikalienmischer 7, wobei vorher oder gleichzeitig über eine Zuleitung 8 weitere Deinking-Chemikalien, z. B. Peroxyd, zugegeben werden können. Nach entsprechender Vermischung der Chemikalien mit der Suspension in dem Mischer 7 gelangt der Stoff in einen Reaktionsturm 9, in dem er vorzugsweise für 1 bis 3 Stunden bei einer Stoffdichte von ca. 20% verbleibt. Nach einer Verdünnung durch Zugabe von Wasser über eine Leitung 10 auf ca. 4% wird der Stoff aus dem Reaktionsturm 9 ausgeschleust und gelangt nach einem Entstipper 11 in eine FlotationsVorrichtung 12. Der von Verunreinigungen, insbesondere von Druckfarben, befreite Stoff wird in 13 einer Feinsortierung unterzogen und in einer Ein-
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dickungsvorrichtung 14 auf Werte zwischen 6 und 25% Trok-kengehalt eingedickt und anschliessend weiter zur Papiermaschine, gegebenenfalls nach einer Bleiche in 15, transportiert. Das bei der Eindickeinrichtung 14 anfallende Filtratwasser 5 wird in die Leitung 10 zurückgeführt (ggf. auch in Leitung 3).
Das in dem Banddruckfilter 6 anfallende mit Druckfarben und anderen Verunreinigungen beladene Wasser wird über eine Leitung 16 einer Nebenkreis-Flotationsvorrichtung 17 zugeführt, von der aus das gereinigte Wasser in die Leitung 3 io zurückgeführt wird. Der in der Flotationsvorrichtung 17 anfallende Schaum wird einer Zentrifuge 18 zugeleitet, in der der Schlamm abgetrennt und das zurückgewonnene Wasser der Flotationsanlage 12 zugegeben wird. Das in der Zentrifuge 18 anfallende Wasser kann gegebenenfalls auch an i5 anderer Stelle in den Aufbereitungsprozess eingeleitet werden. Der in der Flotationsvorrichtung 12 anfallende Schaum wird über eine Schaumabzugsleitung 19 zur Nachflotation der Flotationsvorrichtung 17 zugeführt.
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1 Blatt Zeichnungen

Claims (5)

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1. Verfahren zur Wiederaufbereitung von Altpapier mit einer Grobauflösung in einem Stofflöser (1), einer Vorsortierung, einer Eindickung auf Stoffdichten von über 10%, einer Behandlung in einem Reaktionsturm (9) in Anwesenheit von Deinking-Chemikalien, einer anschliessenden Verdünnung der Suspension und einer Flotierung in einer Flotationsvor-richtung ( 12), dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil der Deinking-Chemikalien bereits in den Stofflöser (1) eingebracht wird und dass das vor dem Reaktionsturm (9) bei der Eindickung anfallende, mit Druckfarbeteilchen beladene Wasser in einer Nebenkreis-Flotationsvorrichtung (17) flo-tiert und das dabei gewonnene Klärwasser wieder in den Auf-bereitungsprozess zurückgeleitet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaum der nach dem Reaktionsturm (9) angeordneten Flotationsvorrichtung (12) zur Nachbehandlung in die Nebenkreis-Flotationsvorrichtung (17) geleitet wird.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, mit einem Stofflöser (1), einer Reinigungsvorrichtung (5), einem Eindicker (6), einer Zufuhrleitung (8) für Deinking-Chemikalien, einem Reaktionsturm mit einer Verdünnungszone im unteren Bereich, und mit einer nachgeschalteten Flotationsvorrichtung (12), dadurch gekennzeichnet, dass die Anlage mit einer weiteren, in den Stofflöser (1) mündende Zufuhrleitung (4) für Deinking-Chemikalien versehen ist und in dem Nebenkreis für das in dem Eindicker (6) anfallende Wasser eine Nebenkreis-Flota-tionsvorrichtung (17) vorgesehen ist, von der aus eine Rück-laufleitung für das Klärwasser in den Aufbereitungsprozess mündet.
4. Anlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaumabzugsleitung (19) der Flotationsvorrichtung (12) in die Nebenkreis-Flotationsvorrichtung (17) mündet.
5. Anlage nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass für den in der Nebenkreis-Flotationsvorrichtung (17) anfallenden Schaum eine Zentrifuge (18) vorgesehen ist, wobei für das in der Zentrifuge anfallende Klärwasser eine Rückleitung in den Aufbereitungsprozess vorgesehen ist.
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