CH636520A5 - Biegsame thermalpackung fuer medizinische anwendungen. - Google Patents

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CH636520A5
CH636520A5 CH522078A CH522078A CH636520A5 CH 636520 A5 CH636520 A5 CH 636520A5 CH 522078 A CH522078 A CH 522078A CH 522078 A CH522078 A CH 522078A CH 636520 A5 CH636520 A5 CH 636520A5
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf Thermalpackungen zum Herstellen von heissen oder kalten Umschlägen an verschiedenen Teilen des menschlichen Körpers bei der medizinischen Behandlung, im allgemeinen, und auf eine therapeutische Thermalpackung, die leicht einem bestimmten Teil des menschlichen Körpers angepasst werden kann, um eine gegebene Körpertemperatur für therapeutische Zwecke aufrecht zu erhalten, im besonderen.
Es sind mehrere viele heisse oder kalte Umschläge bekannt, durch die ein thermisches Strömungsmittel von einer
Quelle in einem Umschlag bei einer ersten Temperatur und von dort durch eine Serpentine oder einen gewundenen Weg aus dem Umschlag zurück strömt, so dass ein ständiger Fluss des Strömungsmittels bei der ersten Temperatur in den Umschlag eingegeben werden kann. Solche Anlagen zeigen die US-Patentschriften 1 896 953; 2 726 658 und 3 683 902, auf die hier bezug genommen wird, um die Einrichtung, bei der ein solches Umschlaggerät verwendet werden kann, und den thermischen Strömungsmittelspeicher sowie die Umlaufeinrichtung hierfür zu erläutern.
Diese Einrichtungen leiden jedoch an vielen Nachteilen. Nahezu alle diese Einrichtungen enthalten verhältnismässig dicke und schwerfällige Kompressen, die nicht der Form des menschlichen Körpers entsprechen, speziell bei unregelmässig geformte Stellen über Augen, Nase und Ohren eines Patienten, der sich einer plastischen Chirurgie od. dgl. unterzogen hat. Ungenügendes Anliegen der Packungen an solchen Stellen und ungenügendes Beibehalten des Kontrakts, wenn sie einmal angelegt sind, ergeben, dass eine Stelle, auf eine erste Temperatur gekühlt wird, während bei einer benachbarten Stelle kein Kontakt mit der Packung besteht. Dieses Problem ergibt oft eine unregelmässige und uneinheitliche Heilung der Haut, Schwellungen u. dgl.
Die Aufgabe der therapeutischen Packung nach der Erfindung ist, dass sie leicht und eng einem Teil des menschlichen Körpers angepasst werden kann, der kurz vorher einer plastischen Chirurgie einer Hautverpflanzung od. dgl. unterzogen worden ist, wie Stellen an Auge, Nase, Ohr oder ähnlichem; sie soll sicherstellen, dass die verhältnismässig eng konturierte Anpassung der Packung während des Heilungsvorganges beibehalten wird, um Schwellungen und die Neigung der frisch aufgelegten Haut abzusterben, bevor die Durchblutung beginnt, zu verhindern.
Die Erfindung beseitigt diese Nachteile der bekannten Einrichtungen. Die Packung gemäss Erfindung ist im Patentanspruch 1 definiert. Sie kann eng an den Konturen eines Teils des menschlichen Körpers haltbar angelegt werden, und die in Übereinstimmung gebrachte Kontur über die Benutzungsdauer ohne dauerndes Einstellen oder wiederholtes Konturieren der Packung und ohne Lageveränderung infolge Druckschwankungen des thermischen Strömungsmittels beibehalten, wodurch der therapeutische Wert der Einrichtung nach der Erfindung erheblich vergrössert wird.
Die Packung ist leicht zu transportieren, leicht versetzbar und kann selektiv eine gewünschte Stelle des menschlichen Körpers erwärmen oder kühlen und gewährleistet rasch und leicht den richtigen Flächen-Flächenkontakt und das Beibehalten der richtigen, einmal eingestellten Lage.
Andere Vorteile ergeben sich aus der Beschreibung der Zeichnung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels. In der Zeichnung ist:
Fig. 1 eine perspektivische Seitenansicht einer konturier-ten Thermalpackung nach der Erfindung;
Fig. 2 eine perspektivische Vorderansicht der Thermalpackung nach Fig. 1;
Fig. 3 eine Unteransicht der Packung nach Fig. 2, gesehen an den Linien 3-3 dieser Figur;
Fig. 4 ein perspektivischer Schnitt der Thermalpackung nach der Erfindung;
Fig. 5 eine Draufsicht, teilweise abgebrochen dargestellt, der Thermalpackung nach der bevorzugten Ausführung nach der Erfindung;
Fig. 6 eine perspektivische Darstellung des Grundkörpers der biegsamen Packung nach der Erfindung mit dem Kanalraum.
Fig. 7 eine Draufsicht auf ein anderes Ausführungsbeispiel des Grundkörpers nach der Erfindung mit einer verschiedenen Kanalausbildung;
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Fig. 8 eine Draufsicht eines noch anderen Ausführungsbeispiels des Grundkörpers nach der Erfindung mit einem einzigen Serpentinenkanal.
Die Fig. 1 bis 3 zeigen die biegsame Thermalpackung oder Kompresse 10 nach der Erfindung, wie sie geformt sein würde, damit sie dicht an einer menschlichen Nase 11 anliegt. Die biegsame Packung 10 besteht aus zwei Stücken. Das erste Stück ist eine biegsame Plastikfolie oder ein Plastikgewebe als Grundkörper 12, vorzugsweise aus einem dauerhaften Plastikmaterial wie Polyvinyl, das leicht und einfach so gebogen oder geformt sein kann, dass sie auf die Kontur des entsprechenden Teils des menschlichen Körpers passt.
Es können auch andere Materialien, auch Metall wie Aluminium verwendet werden, aber für den Kontakt mit der menschlichen Haut wird weiche Plastikfolie bevorzugt. Das zweite Stück ist vorzugsweise eine dünne biegsame Metallfolie 13, über der kanalunterteilten Fläche 14 des Grundkörpers 12 mittels einer Klebschicht od. dgl. befestigt ist. Die Metallfolie 13 besteht aus einem Metall wie Aluminium, das verhältnismässig nicht federnd ist und leicht gebogen, geformt oder ausgebildet werden kann, um auf die Kontur des entsprechenden Teils des menschlichen Körpers zu passen, und diese Kontur so lang hält, wie es zum Halten der Thermalpackung 10 über dem Teil des menschlichen Körpers erwünscht ist, an den sie für die ganze Benutzungsdauer angepasst worden ist, ohne dass häufiges Nachstellen oder Ausrichten notwendig wird.
Es kann aber auch ein Plastikmaterial verwendet werden, so fern es biegsam ist und die konturierte Form halten kann.
Die Thermalpackung 10 nach der Erfindung weist einen Einlass 16, z.B. ein Plastik- oder Gummirohr auf, das ein thermales Strömungsmittel aus einer Quelle, z.B. einer üblichen Umlaufpumpe oder einer Kühleinrichtung an den Eingang 24 des Kanals der Plastikfolie 12 zu liefern, was noch beschrieben werden wird. In ähnlicher Weise enthält die Packung 10 einen Auslass 17, der ebenfalls ein Plastik- oder Gummirohr sein kann, das einen Ausgangsteil 25 des kanalisierten Raums der Plastikfolie 12 zum Rückführen des um-laufenen thermalen Strömungsmittel zur Quelle für eine bekannte Weiterbehandlung und möglichen Wiederumlauf verbindet. Die Anordnung des Einlasses 16 und des Auslasses 17 können nach den jeweiligen Erfordernissen gewählt werden.
Fig. 4 ist ein perspektivischer Schnitt der biegsamen Thermalpackung 10 nach der Erfindung. Sie besitzt auf der Innenseite eine Oberfläche 18 mit einem oder mehreren Kanalräumen oder Wegen 19. Diese Räume sind durch aufrechte Sockelteile 20 voneinander getrennt und ergeben ein Netz von untereinander verbundenen Kanälen oder Wegen zum Umlaufenlassen des thermalen Strömungsmittels. Die nicht kanalunterteilte Fläche 21 dient dem Kontakt zur Körperfläche oder Hautteils des menschlichen Patienten, über den sie angebracht ist. Der Grundkörper 12 kann jedoch mit üblichen Mitteln, z.B. Vakuum, Formen mit der Technik verlorenen Wachses od. dgl. seine Form erhalten.
Die verhältnismässig dünne biegsame Metallfolie 13 ist an dem Grundkörper durch eine Schicht eines entsprechenden Klebers oder Leims 15 so befestigt, dass die Folie 13 die obere Fläche der Kanäle 19 abdichtet, um den Austritt des thermalen Strömungsmittels zu verhindern, um es von einer Quelle des thermalen Strömungsmittels aufzunehmen, über den Einlass 16 in die Kanäle 19 zu geben, dann dort vor der Abgabe über den Auslass 17 abzugeben und zur Quelle zur Weiterbehandlung in bekannter Weise zurückzuführen.
Fig. 5 zeigt ein Ausführungsbeispiel nach der Erfindung, bei dem verschiedene Teile der ausgehöhlten Kanalräume 19
teilweise durch aufrechte Sockelteile 20 voneinander getrennt sind.
Die Sockelteile 20 können, wie es Fig. 5 zeigt, länglich sein oder sie können auch eine Reihe einzelner Formationen sein, wie sie strichpunktiert in Fig. 5 dargestellt sind. Um den Rand des Grundkörpers 12 herum befindet sich ein aufrechter Wulst 22, dessen obere Fläche und die obere Fläche der Sockelteile 20 zum Auftragen des Klebers 15 dienen können, der die Metallfolie 13 über den Kanalräumen 19 hält und sie so abdichtet.
Fig. 6 zeigt eine perspektivische Ansicht mit den verbindenden, ausgehöhlten Kanalräumen 19 und den aufrechten Sockelteilen 20 der unteren Hälfte des kanalisierten Grundkörpers 12 nach der Erfindung. Das thermale Strömungsmittel wird über die Leitung oder das Rohr 16 in den Kopf 23 gegeben, der sich an einem Eingangsteil 24 des Hohlkanals 19 befindet, und dann entsprechend den Pfeilen im Kanalraum 19 zirkuliert, an einen Ausgangskopf 25 zurückgeführt, von dort über die Leitung oder das Rohr 17 abgegeben und schliesslich zur Quelle des Strömungsmittels zur weiteren Behandlung in bekannter Weise zurückgeführt. Der Ausgang 17 kann auch am gegenüberliegenden Ende und ein einziger Kopf kann am Eingangsende 24 liegen.
Wie erwähnt, würde der Klebstoff 15 normalerweise an die obere Fläche des äusseren Wulstes bzw. Kante 22 des Grundkörpers 12 und an die Oberfläche der Sockelteile 20 angelegt werden. Die oberen Flächen von Sockel 20 und Wulst 22 sind koplanar, so dass durch Klebebefestigung der Folie die oberen Enden der Kanäle 19 so abgedichtet sind, dass das Strömungsmittel gezwungen ist, in den Kanälen 19 umzulaufen, wenn es über den Eingang 16 aufgenommen und dann von der Ausgangsleitung 17 abgegeben wird. Fig. 7 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel der Anordnung der Kanalräume 19 und der Sockelteile 20. Es kann jede beliebige Ausführung und Zahl der getrennten oder untereinander verbundenen Kanäle und Sockel verwendet werden. Der gestrichelt dargestellte Auslass 17 zeigt eine andere Ausgangslage. Beispielsweise zeigt Fig. 8 einen einzigen serpen-tinenförmigen Kanal 19, in dem ein thermales Strömungsmittel umläuft.
Beim bevorzugten'Ausführungsbeispiel nach der Erfindung ist die biegsame kanalisierte Plastikfolie 12 so mit dem verhältnismässig dünnen biegsamen, nicht federnden Metallfolie 13 kombiniert, dass die Packung 10 leicht so verformt werden kann, dass sie eng an jedem Teil des menschlichen Körpers, wie etwa eines Auges, Nase und Ohren umgebenden Teil einer Person anliegt und die Packung 10 diese Form während der Benutzungsdauer beibehält und so das Halten der Packung 10 unterstützt und eine maximale Leitung des zirkulierenden Strömungsmittels gewährleistet und so die Heilung u. dgl. erleichtert. Die Seiten der Plastikfolie 12 und der Metallfolie 13 können ebenfalls verformt sein, wie es die Fig. 1,2 und 3 zeigen, um das Anpassen der Packung 10 an den jeweiligen Körperteil zu unterstützen. Das geringe Gewicht und die Beweglichkeit der Packung ermöglichen ein rasches und leichtes Anlegen und dann ein Halten an der angelegten Stelle auf lange Dauer, ohne dass ein Nacheinstellen od. dgl. notwendig wird.
Das Verfahren zum Herstellen der biegsamen, therapeutischen Thermalpackung 10 enthält das Formen einer ersten Folie aus biegsamem Plastikmaterial mit einem oder mehreren Kanälen und dann das Versehen der Folie mit einem Eingang an einem Ende des Kanals und mit einem Ausgang an einem anderen Teil. Eine Folie aus biegsamem, nicht federndem Metall wird dann dicht über der kanalisierten Fläche der Plastikfolie angebracht, um den oberen Teil der Kanäle abzudichten. Die Anordnung ist dann zur Verwendung bereit.
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Claims (8)

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1. Flache, biegsame Thermalpackung, die dicht an die Konturen eines Teils des menschlichen Körpers anpassbar ist und dort angelegt die Form beibehält, welche Thermalpackung so ausgebildet ist, dass ein thermales Strömungsmittel zum Erwärmen oder Kühlen der anliegenden Hautstellen durch sie leitbar ist, um so die Heilung zu beschleunigen, dadurch gekennzeichnet, dass die Packung (10) einen biegsamen Grundkörper (12) mit mindestens einem in dessen Fläche eingeformten Kanalraum (19) als Zirkulationsweg für ein thermales Strömungsmittel enthält und eine nicht federnde, biegsame Folie (13) über dem Kanalraum (19) des Grundkörpers (12) angebracht ist, um den Kanalraum abzudichten, dass die Folie (13) derart plastisch verformbar ist, dass der Grundkörper an eine gegebene Kontur (11) anpassbar ist und die Folie diese Form ohne äussere Kräfte beibehält, und dass die Thermalpackung mit Ein-und Auslässen (16, 17) versehen ist, die eine Zirkulation des thermalen Strömungsmittels durch den Kanalraum ermöglichen, um die Stellen des menschlichen Körpers, an denen die Aussenseite des Grundkörpers anliegt, zu erwärmen oder zu kühlen.
2. Thermalpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die dünne Folie (13) aus nicht federndem Material ein Metall enthält, das leicht zu biegen ist und die Form der Biegung auch nach dem Wegnehmen der Biegekraft beibehalten wird.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Thermalpackung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die dünne Folie (13) aus nicht federndem Material Aluminium enthält.
4. Thermalpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Kanalraum (19) mehrere parallele Kanäle aufweist, die durch Sockelteile (20) getrennt • sind, die an den Boden des Grundkörpers angeformt sind und so Umlaufpfade im Kanalraum ergeben.
5. Thermalpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Kanalraum (19) einen fortlaufenden serpentinenartigen Kanal mit einem Eingang und einem Ausgang aufweist, die an die Ein- und Auslässe (16 resp. 17) gekuppelt sind.
6. Thermalpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (12) mehrere verteilt liegende Sockelteile (20) aufweist, die an einen Teil angeformt sind, um mindestens einen Kanalraum (19) in mehrere Wege für die Zirkulation des thermalen Strömungsmittels zu unterteilen.
7. Thermalpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kleber (15) zum Befestigen der dünnen Folie aus nicht federndem biegsamem Material über der kanalunterteilten Fläche des Grundkörpers (12) vorgesehen ist, um ein Austreten des Strömungsmittels aus dem Kanalraum (19) zu verhindern.
8. Thermalpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper ein dauerhaftes, weiches biegsames Plastikmaterial wie gegossenes Polyvinyl enthält.
CH522078A 1977-05-16 1978-05-12 Biegsame thermalpackung fuer medizinische anwendungen. CH636520A5 (de)

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