CH636634A5 - Oxidatively drying, aqueous coatings - Google Patents

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CH636634A5
CH636634A5 CH784178A CH784178A CH636634A5 CH 636634 A5 CH636634 A5 CH 636634A5 CH 784178 A CH784178 A CH 784178A CH 784178 A CH784178 A CH 784178A CH 636634 A5 CH636634 A5 CH 636634A5
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Wilfried Dr Bartz
Joerg Dr Doerffel
Alfred Dr Konietzny
Klaus Dr Gorke
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Huels Chemische Werke Ag
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Description

Gegenstand der Erfindung sind oxidativ trocknende, wässri-25 net, von 500 bis 5 000 hat.
ge Überzugsmittel, insbesondere für die kataphoretische auf Als Basispolymere für die Bindemittel werden Butadienho-
Metalloberflächen, enthaltend ein Bindemittel und ggf. ein or- mo- oder -copolymerisate verwendet. Als Comonomere kom-ganisches Lösemittel und übliche Hilfsstoffe. Elektrophoretisch men in erster Linie z.B. andere konjugierte Diolefine wie z.B. abscheidbare wässrige Uberzugsmittel werden seit längerer 1.3-Pentadien, 1.3-Diene der homologen Reihe, Isopren,
Zeit, insbesondere zur Grundierung von Metalloberflächen, in 30 Chloropren, infrage. Ferner können noch in untergeordneten der Technik eingesetzt. Bei diesen Verfahren wird das Werk- Mengen Monoolefine wie z.B : Ethylen oder Propylen oder arostück als Anode geschaltet. Als Bindemittel für derartige Über- matische Vinylverbindungen wie z.B. Styrol als Comonomere zugsmittel werden als Basis Polymere verwendet, die z.B. durch eingesetzt werden. Die angeführten Comonomeren können ggf. Anlagerung von Carbonsäuren und anschliessende Neutralisa- auch im Gemisch eingesetzt werden. Die Butadienhomo- oder tion der Carboxylgruppen zum einen wasserverdünnbar und 35 copolymerisate müssen midestens 50 Molprozent, vorzugsweise zum anderen elektrophoretisch abscheidbar gemacht werden. sollen sie mindestens 7 0 Molprozent und insbesondere minde-Prinzipieller Nachteil dieser Verfahrensweise ist die Tatsache, stens 90 Molprozent Butadieneinheiten enthalten. Besonders dass durch die Schaltung des Werkstücks als Anode sich aus der geeignet für die erfindungsgemässen Überzugsmittel sind Bin-Oberfläche des Substrats Metallionen herauslösen und zur Ka- demittel, die als Basis Homopolybutadien enthalten. Die bevor-thode wandern. Dadurch wird die Metalloberfläche korrosions- 40 zugten Molgewichte als Zahlenmittel ausgedrückt, hegen im Beempfindlich, und gleichzeitig zeigt die fertige Grundierung eine reich von 500 bis 3 500 bzw. bei Verwendung von Butadienho-Verf ärbung. Ein weiterer Nachteil liegt in dem Bindemittel mopolymerisaten im Bereich von 1 000 bis 3 500. Die Molge-
selbst begründet. Durch die Anwesenheit von Carboxylgruppen wichte werden dampfdruckosmometrisch bestimmt. Die Buta-im eingebrannten Überzug sind Wasserfestigkeit und Alkalibe- dienhomo- oder -copolymerisate können, so wie sie bei der ständigkeit des Überzuges nicht voll befriedigend. Solche Über- 45 Herstellung anfallen, direkt für die Epoxidierung verwendet zugsmittelsysteme werden z.B. in DE-OS 2 627 635 be- werden. Andererseits ist es möglich, die Homo- oder Copoly-
schrieben. merisate mit Hilfe bekannte Massnahmen, wie beispielsweise
Um die prinzipiellen Nachteile der anodisch abscheidbaren partielle Hydrierung, Isomerisierung bzw. Cyclisierung vor der Bindemittel zu vermeiden, wurde vorgeschlagen, das Werkstück Epoxidierung zu modifizieren.
als Katode zu schalten. Es bestehen eine Reihe von Vorschlägen 5" Die Epoxidierung der Butadienhomo- oder -copolymerisate für Überzugsmittel, die sich katodisch abscheiden lassen (Kata- kann nach bekannten Methoden stattfinden wie z.B. in Chemi-phoreselacke). ker-Zeitung 95,857 f (1971) beschrieben werden.
So beschreibt die DE-AS 2 033 770 Polyepoxide auf Basis Die für die Erfindung eingesetzten, bei 20 °C fliessfähigen von Polyglycidylverbindungen von Polyphenolen, mehrwertigen epoxidierten Butadienhomo- oder -copolymerisate müssen eine Alkoholen, Polycarbonsäuren etc. Um zu einem wasserlöslichen 55 ausreichende Anzahl von Doppelbindungen pro Molekül besit-bzw. -dispergierbaren, katodisch abscheidbaren Bindemittel zu zen, so dass eine oxidative Trocknung gewährleistet ist. Aus gelangen, wird das Polyepoxid mit Amin umgesetzt und an- diesen Gründen ist der weiter oben angeführte Doppelbin-
schliessend mit Säure neutralisiert. Um während des Einbren- dungsgehalt unbedingt erforderlich. Vorzugsweise werden sol-nens des Überzugsmittels einen ausreichenden Vernetzungsgrad che epoxidierten Polybutadiene verwendet, bei denen minde-zu erreichen, ist es zwingend erforderlich, dass die Polyepoxide 60 stens ein Teil der Doppelbindungen cis-1.4-Struktur besitzt, genügend freie Epoxigruppen besitzen. Wie aber z.B. aus US-S Dieser Anteil soll in der Regel einer Jodzahl von mindestens 50, 3 336 253, Spalte 11, Zeile 52 ff bekannt ist, zeigen derartige vorzugsweise von mindestens 100, entsprechen. Der Doppel-Uberzugsmittel eine nur begrenzte Lagerbeständigkeit. bindungsgehalt sowie die Verteilung der einzelnen Strukturfor-
Der aufgezeigte Nachteil wird durch die Bindemittel der men im epoxidierten Butadienhomo- oder -copolymerisat wird DE-OS 2 616 591 vermieden. Als Polymerbasis für die Binde- 65 infrarotspektroskopisch bestimmt; die so ermittelten Werte mittel dienen niedermolekulare Polybutadiene. Die eingebrann- werden der Übersichtlichkeit halber umgerechnet und entspre-ten Überzüge zeigen eine nicht voll befriediegende Korrosions- chend einer theoretisch möglichen Jodzahl angegeben. Der beständigkeit.
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Epoxidgehalt - gerechnet als Sauerstoff - liegt vorzugsweise bei pionsäure, Buttersäure, Milchsäure o. ä. eingesetzt werden. Die
3 bis 8 Gewichtsprozent, insbesondere bei 3 bis 7 Gewichtspro- Verwendung von Essigsäure und Milchsäure wird bevorzugt,
zent. Die Bestimmung des Epoxidsauerstoffgehaltes wird ge- Um eine hinreichende Löslichkeit bzw. Dispergierbarkeit mäss DIN 16 945 vorgenommen. der Bindemittel in Wasser zu erreichen, muss die zugegebene
Zur Herstellung des erfindungsgemässen Bindemittels kön- 5 Säuremenge genügend hoch gewählt werden. Je höher die Können die epoxidierten Butadienhomo- oder -copolymerisate nach zentration der Aminogruppen in den als Bindemittel verwendebekannten Methoden mit Amin umgesetzt werden. Derartige ten Additionsverbindungen ist, desto geringere Neutralisations-Verfahren werden z.B. in einigen zum Stand der Technik ge- grade können zur Erreichung des gewünschten Effektes eingenannten Druckschiften beschrieben. Um bei der Herstellung des setzt werden. In der Regel liegt die erforderliche Mindestmenge Additionsproduktes Vernetzungen bzw. Stippenbildung zu ver- io an Säure bei 0,3 bis 0,5 Äquivalente Säure/Äquivalent Amin, meiden, können geeignete Antigeliermittel wie insbesondere Um die Korrosionsprobleme bei den Bädern und ihren Einrich-Kupferverbindungen oder aminoaromatische bzw. phenolische tungen möglichst gering zu halten, sollte die zugegebene Säure-Antioxidantien in der üblichen Menge zugegeben werden. menge auf ein Mindestmass beschränkt werden. In Bezug auf
Als geeignete Amine kommen vorzugsweise monofunktio- die erfindungsgemässen Bindemittel bestehen jedoch keine Benelle aliphatische Amine infrage. Die Mitverwendung von di- is denken, wenn noch 1,5 bis 2,0 Äquivalente Säure/Äquivalent funktionellen oder höherfunktionellen Aminen ist möglich. Bei- Amin gewählt werden. Die pH-Werte der wässrigen Überzugsspiele für solche Amine sind: Ammoniak, Ethylamin, Diethyl- mittel liegen je nach chemischer Natur der eingesetzten Binde-amin, Butylamin, Hexylamin, 2-Ethylhexylamin, Dodecylamin, mittel und entsprechend der verwendeten Säure im allgemeinen Ethylendiamin, Propylendiamin, Hexamethylendiamin, Ami- zwischen etwa 3 und 8.
noethanol, Diethanolamin, Cyclohexylamin, Morpholin, Piperi- 20 Die neutralisierten, vorzugsweise in organischen Lösemit-din, Piperazin. In Hinblick auf die erforderliche Wasserver- teln vorliegenden Bindemittel sind mit Wasser unbegrenzt dünnbarkeit der Additionsprodukte haben sich solche Amine, mischbar. Die Praxis hat jedoch gezeigt, dass der weitere Zusatz die hydrophile Substituenten besitzen, wie z.B. Aminoethanol, von organischen Lösemitteln zu den Überzugsmitteln zur Erhö-Morpholin und vorzugsweise Diethanolamin, als besonders vor- hung der Stabilität der wässrigen Überzugsmittel bzw. zur Verteilhaft erwiesen. 25 besserung des Verlaufs der noch nicht eingebrannten Überzüge Das Viskositätsverhalten der als Bindemittel verwendeten beiträgt. Diese Massnahmen sind dem Fachmann grundsätzlich Additionsverbindungen kann z.B. durch geeignete Auswahl der bekannt. Für den genannten Zweck können organische Lö-Amine bestimmt werden. Bevorzugt werden monofunktionelle sungsmittel wie z.B. Isopropanol, Butanole, Diacetonalkohole, aliphatische Amine angewendet. Sofern es erforderlich scheint, Alkylzellosolven und Dimethylether von Glykolen eingesetzt die Viskosität der Bindemittel zu erhöhen, können di- oder po- 30 werden. Diese Lösemittel werden im allgemeinen in Mengen lyfunktionelle Amine mitverwendet werden. Die Einsatzmenge von bis zu 100 Gewichtsteilen, vorzugsweise 5 bis 50 Gewichts-von mehrfunktionellen Aminen kann durch einfache Vorversu- teilen und insbesondere in Mengen von 10 bis 40 Gewichtsteiche bestimmt werden. Ein zu grosser Anteil dieser Amine führt Ien, bezogen auf 100 Gewichtsteile Bindemittel, eingesetzt, zu unerwünscht hohen Viskositäten. Da die erfindungsgemässen Bindemittel oxidativ trocknen-Auch bei ausschliesslicher Verwendung von monofunktio- 35 de Eigenschaften besitzen, ist es üblicherweise nicht erforderneilen Aminen besteht eine Möglichkeit der Viskositätserhö- lieh, dass den Überzugsmitteln weitere Harze als Vernetzungs-hung. In diesem Fall kann die Viskosität dadurch gesteigert wer- mittel zugesetzt werden müssen. Selbstverständlich können weiden, dass nach vollständigem Umsatz von epoxidiertem Buta- tere Bindemittel, welche als Vernetzungsmittel wirken, wie bei-dienhomo- oder -copolymeren mit dem Amin noch eine gewisse spielsweise wasserlösliche bzw. -dispergierbare Aminoplaste Zeit die Reaktionsmischung bei der Reaktionstemperatur belas-40 oder Phenolharze mitverwendet werden. Ferner können die er-sen wird. Die eingehaltene Zeitspanne bestimmt die Höhe der findungsgemässen Uberzugsmittel in Kombination mit anderen Viskositätssteigerung. katodisch abscheidbaren Bindemitteln, wie z.B. mit Aminen Bei der Herstellung des Additionsproduktes ist es nicht er- umgesetzte Bisphenol A-Epoxidharzen, venvendet werden, forderlich, dass alle vorhandenen Epoxigruppen quantitativ mit Daneben können die erfindungsgemässen Uberzugsmittel wei-dem Amin umgesetzt werden. Qualitativ gesehen muss soviel 45 tere übliche Zusatzstoffe wie Pigmente, Füllstoffe, Stabilisato-Amin angelagert werden, dass die Bindemittel - nach der Neu- ren' Sikkative, oberflächenaktive Substanzen u.a. enthalten, tralisation - einwandfrei in Wasser gelöst bzw. dispergiert wer- erfindungsgemässen Uberzugsmittel sind in erster Linie den können. Es wurde festgestellt, dass ein Stickstoffgehalt von katodische Abscheidung auf Aluminium, Kupfer und mindestens 50 mg-Atom/100 g Additionsverbindung schon ei- insbesondere Stahl, geeignet. Für diesen Zweck werden sie im ne ausreichende Wirkung zeigt. Es kann davon ausgegangen 50 allgemeinen auf einen Feststoffgehalt von 1 bis 30 Gewichtsprowerden, dass es im allgemeinen ausreichend ist, bei epoxidierten zent' vorzugsweise von 5 bis 15 Gewichtsprozent, eingestellt. Butadienhomo- oder -copolymerisaten mit einem Epoxidgehalt können jedoch auch mit einem Feststoffgehalt von z.B. 40 von ^5 Gewichtsprozent Sauerstoff, Amine entsprechend 50 ^is ^ Gewichtsprozent durch andere bekannte Verfahren wie bis 120 mg-Atom N anzulagern. Ist der Epoxidgehalt ^5 Ge- Tauchen, Fluten oder Spritzen appliziert werden.
wichtsprozent Sauerstoff, so sollten im allgemeinen Amine ent- 5 c'er elektrophoretischen Abscheidung können Spannun-sprechend einer Menge von 120 bis 150 mg-Atom N/100 g Ad- Sen im allgemienen im Bereich von 10 bis 500 Volt, vorzugswei-ditionsverbindung angelagert werden. Gewisse Variationen der se 'm Bereich von 50 bis 300 Volt, angelegt werden. Die Badvorstehend genannten Angaben können dadurch erreicht wer- temperaturen sollten in der Regel im Bereich zwischen 10 bis den, indem z.B. Amine mit zusätzlichen hydrophilen Substi- 60 ^ C, vorzugsweise 20 bis 30 C, liegen.
tuenten eingesetzt werden. Die erfindungsgemässen Uberzugsmittel werden im allge-
Die so erhaltenen Additionsprodukte können durch Neutra- meinen bei Temperaturen im Bereich von 160 bis 250 °C, vor-
lisation bzw. Teilneutralisation mit sauren Verbindungen in die zugsweise bei 170 bis 190 °C, eingebrannt. Einbrennzeiten von wasserlösliche bzw. wasserdispergierbare Salzform übergeführt 10 bis 60 Minuten, vorzugsweise von 20 bis 40 Minuten, haben werden. Als saure Verbindungen können hierfür anorganische g5 sich als besonders vorteilhaft erwiesen.
Säuren wie beispielsweise Schwefelsäure, Salzsäure, Borsäure Die Überzugsmittel weisen eine ausgezeichnete Lagerbeoder Phosphorsäure oder aber allein bzw. im Gemisch damit ständigkeit auf — auch für den Fall, dass sie noch freie Epoxi-organische Säuren wie z.B. Ameisensäure, Essigsäure, Pro- gruppen enthalten. Vorteilhaft ist weiterhin die Möglichkeit der
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4
oxidativen Trocknung. Bei Überzugsmitteln, die in jedem Fall mit Hilfe eines vernetzenden Agens eingebrannt werden müssen, besteht die Schwierigkeit, beide Bindemittelkomponenten im richtigen Verhältnis elektrophoretisch abzuscheiden. Diese Schwierigkeit wird durch die vorliegende Erfindung vermieden. Die aus den erfindungsgemässen Überzugsmitteln hergestellten Überzüge weisen gute Allgemeineigenschaften, wie z.B. Härte, Elastizität und Wasserfestigkeit auf. Hevorzuheben ist die wesentlich verbesserte Korrosionsbeständigkeit im Vergleich zu anderen elektrophoretisch abscheidbaren Bindemitteln des Standes der Technik.
Beispiele
A. Basispolymere
Für die Herstellung der erfindungsgemässen Überzugsmittel is werden zwei verschiedene Basispolymere eingesetzt:
a. Homopolybutadien (Jodzahl n. Wijs: 445; 1.4-cis: 1.4-trans:Vinyl=73:25:2; Molgewicht: 1 700; Viskosität
(20 °C): <800 mPa-s)
b. Homopolybutadien (Jodzahl: 435; 1.4-cis: 1.4-trans: Vi- 20 nyl=48:13:39; Molgewicht: 1 300; Viskosität (20 °C) n. Brookfield: <940 mPa s)
25
35
B. Epoxidierung
20.0 kg des Homopolybutadiens a. werden in 60.0 kg HCCI3 gelöst und zum Sieden erhitzt. Eine Mischung von 5.0 kg 60%igem H202 und 0.9 kg Ameisensäure wird innerhalb von 90 min zugetropft, danach hält man weitere 5 Stunden am Sieden. Nach dem Abkühlen wird die organische Phase bei 20 °C mit Wasser gewaschen, bis sie frei von Säure und H202 ist.30 Die Hauptmenge des Wassers wird im Scheidetrichter abgetrennt, den Restgehalt entfernt man bei der Destillation des Chloroforms. Nach dem Abziehen des Chloroforms im Vakuum erhält man 20.2 kg eines klaren, farblosen epoxidierten Butadienpolymerisats mit einer Viskosität (20 °C) von 2.9 Pa • s. Ausbeute 94%.
Das so erhaltene epoxidierte Butadienpolymerisat wird mit I bezeichnet. Die mit n bis IV bezeichneten Produkte werden analog B. hergestellt. Das Homopolybutadien b. wurde zur Herstellung des epoxidierten Butadienpolymerisats IV verwendet. 40
Für die Herstellung der Additionsverbindungen werden epoxidierte Butadienpolymerisate I-IV eingesetzt, die folgende Eigenschaften besitzen:
45
50
epoxidiertes
Epoxidsauerstoff theoretische
Butadien
[% Sauerstoff]
Jodzahl*
polymerisat
(n. DIN 16 945)
I
4,78
314
II
5,7
296
III
7,23
258
IV
4,6
302
V
6,38
272
VI
4,0
352
*) Umgerechnete Masszahl-Doppelbindungen werden IR-spek-troskopisch bestimmt.
C. Herstellung der Additions verbindungen Adduktl
300 g epoxidiertes Butadienpolymerisat I werden unter Stickstoff mit 46.5 g Diethanolamin gemischt und unter Rühren bei 190 °C umgesetzt. Nach 6 h ist das Amin praktisch quantitativ umgesetzt. Das Produkt enthält 129 mg-Atom N/100 g Ad-dukt und 2.05 Gewichtsprozent Restepoxidsauerstoff.
Addukt2
1880 g epoxidiertes Butadienpolymerisat II werden bei
190 °C mit 392 g Diethanolamin umgesetzt. Nach 3 Stunden erhält man ein Produkt, das 164 mg-Atom N/100 g Addukt und 2.0% Restepoxidsauerstoff enthält.
5 Addukt 3
300 g epoxidiertes Butadienpolymerisat III werden analog Addukt 2 mit 70.7 g Diethanolamin in Gegenwart von 0.2 Gewichtsprozent Cu-naphthenat bei 190 °C quantitativ umgesetzt. Nach 4.5 Stunden erhält man ein Produkt mit 183 mg-Atom N/ 10100 g Addukt und 2.92 Gewichtsprozent Restepoxidsauerstoff.
Addukt 4
800 g epoxidiertes Butadienpolymerisat IV (Jodzahl 435) werden analog Addukt 2 mit 118 g Diethanolamin bei 190 °C quantitativ umgesetzt. Nach 5 Stunden erhält man ein Produkt mit 122 mg-Atom N/100 g Addukt und 2.0 Gewichtsprozent restlichem Epoxidsauerstoff.
Addukt 5
200 g epoxidiertes Butadienpolymerisat I werden analog Addukt 2 mit 17.3 gMonoethanolamin umgesetzt. Nach 4 Stunden bei 180 °C und 1 Stunde bei 190 °C erhält man ein Produkt mit 130 mg-Atom N/100 g Addukt und 2.2 Gewichtsprozent restlichem Epoxidsauerstoff.
Addukt 6
In 400 g epoxidiertes Butadienpolymerisat I werden bei 190 bis 200 °C 50 g Piperidin (Kp. 106 °C) so zugetropft, dass die Reaktionstemperatur von 190 °C nicht unterschritten wird.
Nach 4 Stunden Nachreaktion bei 200 °C erhält man ein Produkt mit 100 mg-Atom N/100 g Addukt und 2.7 Gewichtsprozent restlichem Epoxidsauerstoff.
Addukt 7
250 g epoxidiertes Butadienpolymerisat V werden mit einer Mischimg aus 52.4 g Diethanolamin und 2.3 g Hexamethylen-diamin bei 190 °C/3 Stunden umgesetzt. Man erhält ein Produkt mit 170 mg-Atom N/100 g Addukt umd 2.4 Gewichtsprozent restlichem Epoxidsauerstoff.
Addukt 8
600 g epoxidiertes Butadienpolymerisat V werden unter Zusatz von 0.04 Gewichtsprozent 4-Methyl-2.6-di-t-butylphe-nol mit 125.8 g Diethanolamin bei 190 °C in 4 Stunden quantitativ umgesetzt und anschliessend bei dieser Temperatur noch 6 Stunden verkocht. Man erhält ein Addukt mit 165 mg-Atom N/100 g Addukt und 2.6 Gewichtsprozent restlichem Epoxidsauerstoff.
Addukt 9
500 g eines epoxidierten Butadienpolymerisats V werden mit 129 g Diethanolamin unter Zusatz von 0.15 Gewichtsprozent 4-Methyl-2.6-di-t-butylphenol bei 170 °C umgesetzt. Nach 26 Stunden ist der Restepoxidgehalt unter 0.2 Gewichtsprozent 55 Sauerstoff abgesunken und das Amin quantitativ gebunden.
Alle so hergestellten Additionsverbindungen können durch Umsetzen mit z. B. Essigsäure analog C. beliebig mit Wasser verdünnbar gemacht werden.
so D. Herstellungeines Überzuges
135 g Addukt 2 werden bei 70 °C mit 27 g Isopropanol vermischt und nach Abkühlen auf Raumtemperatur mit 19.4 g 50%iger Essigsäure unter Rühren versetzt. Nach 30 min wird mit vollentsalztem Wasser auf einen Feststoffgehalt von 10 Ge-65 wichtsprozent verdünnt. Die resultierende, nahezu klare Lösung hat einen pH-Wert von 5.4. Nach 24stündigem Reifen der Lösung wird bei einer Temperatur von 20 °C und einer angelegten
5
636 634
Spannung von 140 V innerhalb von 2 min auf einem als Katode geschalteten zinkphosphatierten Stahlblech (Bonder 125) ein Film abgeschieden, der anschliessend bei 180 °C/30' eingebrannt wird. Der erhaltene transparente Film hat eine Schichtdicke von 22 |xm und eine Bleistifthärte von 2 h. Im Salzsprühtest nach ASTM B 117 zeigt der Überzug nach 750 Stunden am Schnitt eine Unterrostungsbreite von < 1 mm. -
Sofern nicht anders angegeben, beziehen sich alle vorgenannten Massangaben auf das Gewicht.

Claims (3)

636 634 2 PATENTANSPRÜCHE In der DE-AS 1 645 007 wird ein Verfahren zur Herstel-
1. Oxidativ trocknendes, wässriges Uberzugsmittel, insbe- lung von wasserlöslichem, hochmolekularen Polybutadien besondere für die kataphoretische Abscheidung auf Metalloberflä- schrieben, in dem Polybutadienkautschuk epoxidiert, mit Amin chen, enthaltend ein Bindemittel, dadurch gekennzeichnet, dass umgesetzt und schliesslich neutralisiert wird. Ob solche wasser-als Bindemittel wasserlösliche bzw. wasserdispergierbare, mit 5 löslich gemachten Produkte als Kataphoreselacke geeignet sind, sauren Verbindungen zumindest teilweise neutralisierte Addi- kann der Druckschrift an keiner Stelle entnommen werden, tionsverbindungen aus einem oder mehreren Aminen und ep- Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, einen Kata-oxidierten, bei 20 °C flüssigen Butadienhomo- oder -copolyme- phoreselack mit einem Bindemittel zu entwickeln, welches die risaten eingesetzt sind, wobei in 100 g Additionsverbindung zum Stand der Technik aufgeführten Nachteile, wie z.B. man-mindestens 50 mg-Atom Stickstoff enthalten sind und das ep- io gelnde Lagerbeständigkeit oder mangelnden Korrosionsschutz, oxidierte Butadienhomo- oder -copolymere einen Doppelbin- vermeidet.
dungsgehalt entsprechend einer Jodzahl von 150 bis 410 und Die Aufgabe wurde dadurch gelöst, dass als Bindemittel einen Epoxidgehalt - gerechnet als Sauerstoff - von 2,5 bis 10 wasserlösliche bzw. wasserdispergierbare, mit sauren Verbin-Gewichtsprozent aufweist und wobei das Basispolymere für das düngen zumindest teilweise neutralisierte Additionsverbindun-epoxidierte Butadienhomo- oder -copolymerisat mindestens 50 is gen aus einem oder mehreren Aminen und epoxidierten, bei Molprozent Butadieneinheiten sowie ein Molgewicht, als Zah- 20 °C flüssigen Butadienhomo- oder -copolymerisalen einge-lenmittel ausgedrückt, von 500 bis 5 000 hat. setzt sind, wobei in 100 g Additionsverbindung mindestens
2. Uberzugsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich- 50 mg-Atom Stickstoff enthalten sind und das epoxidierte Buta-net, dass es zusätzlich ein organisches Lösungsmittel enthält. dienhomo- oder copolymere einen Doppelbindungsgehalt ent-
3. Uberzugsmittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge- 20 sprechend einer Jodzahl von 150 bis 410 und einen Epoxidge-kennzeichnet, dass es zusätzlich Hilfsstoffe enthält. halt - gerechnet als Sauerstoff - von 2,5 bis 10 Gewichtsprozent aufweist und wobei das Basispolymere für das epoxidierte Buta- dienhomo- oder copolymerisat mindestens 50 Molprozent Butadieneinheiten sowie ein Molgewicht, als Zahlenmittel berech-
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