CH636749A5 - Clamping bracket for securing stakes on a tension wire, particularly for viticulture - Google Patents
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Description
636 749
2
Claims (3)
1. Klemmbügel zum Festhalten von Pfählen an einem Spanndraht, insbesondere für die Rebenkultur, dadurch gekennzeichnet, dass er aus einem im wesentlichen rechtwinkelig abgebogenen Stahldraht besteht, dessen einer Schenkel (3) um etwa 180° zum andern Schenkel (4) hin zurückgebogen ist und diesen mit seinem zu einem Haken (1) gebogenen Ende übergreift, und dass das Ende des zweiten Schenkels (4) um 180° zurückgebogen ist und aus der von den beiden Schenkeln bestimmten Ebene im gleichen Sinn wie der Haken (1) herausragt.
2. Klemmbügel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Schenkel (4) etwa die doppelte Länge des ersten Schenkels (3) hat.
Die Erfindung betrifft einen Klemmbügel zum Festhalten von Pfählen an einem Spanndraht, insbesondere für die Rebenkultur.
In Wein-, Obst- und ähnlichen Kulturen, die in Reihen gezogen werden, verwendet man Unterstützungen aus Pfählen und gespannten Drähten. Zu diesem Drahtrahmen muss neben der jeweiligen Kulturpflanze ein Stab in den Boden geschlagen werden, an dem die Pflanze hochgebunden wird. Diese Massnahme ist notwendig, um einen geraden Wuchs zu erreichen und um die Pflanzen vor Windbruch zu schützen. Während einer Vegetationsperiode werden oft die Stäbe mitsamt der Kulturpflanze, vor allem bei weichem Boden, durch den Wind schräggestellt und brechen im ungünstigsten Fall sogar ab. Es ist daher ein jährliches Nachschlagen, Geraderichten und oftmals ein Auswechseln der Stäbe notwendig.
Zum Befestigen von Spalierplantagen, Reben u.dgl. an Spanndrähten sind bereits Haltebügel bekannt geworden, bei welchen eine offene, federnde Schlinge im Spanndraht durch hakenförmig umgebogene Enden gehalten ist, wobei der Pflanzenstamm in der Schlaufe federnd gegen den Spanndraht angedrückt wird (AT-PS 310 488). Dieser Haltebügel kann jedoch schon unter geringem Kraftaufwand vom Spanndraht entfernt werden, und anderseits können die Stangen bei stärkerem Wind aus der Schlaufe heraustreten, so dass solche Haltebügel für den vorliegenden Fall ungeeignet sind.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung eines Klemmbügels, welcher es ermöglicht, einen auch nur leicht in den Boden eingedrückten Stab am Spanndraht so festzuklemmen, dass selbst starker Wind nicht in der Lage ist, den Stab schrägzustellen oder vom Spanndraht zu entfernen.
Diese Aufgabe wird durch einen Klemmbügel wirksam gelöst, welcher erfindungsgemäss aus einem im wesentlichen rechtwinkelig abgebogenen Stahldraht besteht, dessen einer Schenkel um etwa 180° zum andern Schenkel hin zurückgebogen ist und diesen mit seinem zu einem Haken gebogenen Ende übergreift, und dass das Ende des zweiten Schenkels um 180° zurückgebogen ist und aus der von den beiden Schenkeln bestimmten Ebene im gleichen Sinn wie der Haken herausragt.
Durch die Verwendung des erfindungsgemässen Klemmbügels genügt es, einen Stab leicht in den Boden zu drücken und am Spanndraht festzuklemmen. Die durch den Klemmbügel hergestellte Verbindung des Stabes mit dem Draht ist so fest, dass selbst starker Wind nicht in der Lage ist, den Stab schrägzustellen oder vom Draht zu lösen. Sollte sich der Stab durch widrige Ereginisse doch entlang des Spann-s drahtes verschieben und schrägstellen, so genügt es, den Klemmbügel einseitig vom Spanndraht zu lösen. Damit ist die Verbindung Stab-Draht unterbrochen und kann nach Geradestellen des Stabes durch neuerliches Anklemmen an den Spanndraht wiederhergestellt werden. Bei gelöster Ver-lo bindung kann der Klemmbügel unverlierbar am Spanndraht verbleiben. Die Einsparung an Arbeit durch Verwendung des Klemmbügels ist sehr gross, da die jährlichen Korrekturen an den Stäben wegfallen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des erfin-15 dungsgemässen Klemmbügels dargestellt. Es zeigen die Fig. 1 bis 3 den Klemmbügel im Grundriss, Aufriss und Kreuzriss und die
Fig. la bis 3a zeigen den Klemmbügel in der gleichen Darstellung, jedoch in Verbindung mit einem Pfahl und ei-2o nem Spanndraht.
Der Klemmbügel besteht aus einem Stahldrahtstück mit zwei zueinander im rechten Winkel stehenden Schenkeln 3 und 4, von welchen der Schenkel 3 um etwa 180° zurückgebogen ist, wobei die Richtung dieser Zurückbiegung zum an-25 dem Schenkel 4 hinweist. Dadurch kann dieser zurückgebogene Abschnitt 2, dessen Ende zu einem Haken 1 abgebogen ist, den andern Schenkel 4 übergreifen. Das freie Ende des Schenkels 4 ist ebenfalls zu einem Haken (mit 5 bezeichnet) geformt, indem dieses Ende, in Richtung zum Schenkel 30 3 hin, um etwa 180° zurückgebogen ist. Gleichzeitig ist aber dieses Ende aus der Ebene, welche durch die Schenkel 3 und 4 bestimmt ist, in jener Richtung herausgebogen, in welche der Haken 1 weist. Die Längen der beiden Schenkel 3 und 4 sind vorzugsweise so gewählt, dass der Schenkel 4 etwa dop-35 pelt so lang ist wie der Schenkel
3.
Die Anwendung des erfindungsgemässen Klemmbügels ist in den Fig. la, 2a und 3a gezeigt. In diesen Figuren ist 6 ein Spanndraht, und 7 ist ein Stab (eine Stange), der am Spanndraht mittels des Klemmbügels nach der Erfindung 40 festgelegt werden soll.
Zuerst wird der Klemmbügel am Spanndraht angebracht. Hiezu wird der Abschnitt 2 mit dem Haken 1 vom Schenkel 4 weggedrückt, so dass der auf diese Weise geöffnete Klemmbügel auf den Draht 6 aufgeschoben werden 45 kann. Dieses Aufschieben ist aber so durchzuführen, dass der Schenkel 3 oberhalb des Drahtes und der Abschnitt 2 unterhalb des Drahtes 6 liegt (vgl. Fig. la). Sodann wird der Haken 1 wieder auf den Schenkel 4 aufgelegt. Der Schenkel 4 zeigt hiebei schräg nach unten. In dieser Stellung wird der so Klemmbügel an den Stab 7 herangeschoben, bis der Abschnitt 2 den Stab 7 berührt, und danach wird der Klemmbügel zum Draht 6 hin an den Stab 7 herangedrückt, bis sowohl der Draht 6 als auch der Schenkel 4 den Stab berühren. Zum endgültigen Festlegen des Klemmbügels am Draht 6 ss wird der Schenkel 4 angehoben und um den Stab 7 zum Draht 6 hin gebogen, bis der Haken 5 von oben her am Draht 6 eingehängt werden kann. Nach diesem Vorgang ist der Stab 7 an drei Stellen, die über mehr als die Hälfte seines Umfanges verteilt sind, gehalten. Dadurch, dass der Klemm-60 bügel auch in Richtung quer zum Draht 6 durch die Klemmwirkung, die beim Anheben des Schenkels 4 eintritt, zwischen Schenkel 3 und Abschnitt 2 festgehalten ist, können Stäbe 7 verschiedenen Querschnittes bzw. Durchmessers völlig spielfrei am Draht 6 festgelegt werden.
s
1 Blatt Zeichnungen
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