CH636898A5 - Waessrige druckfarbenzubereitungen. - Google Patents

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CH636898A5
CH636898A5 CH1025278A CH1025278A CH636898A5 CH 636898 A5 CH636898 A5 CH 636898A5 CH 1025278 A CH1025278 A CH 1025278A CH 1025278 A CH1025278 A CH 1025278A CH 636898 A5 CH636898 A5 CH 636898A5
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ink preparations
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Theodor Lang
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Sandoz Ag
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D11/00Inks
    • C09D11/02Printing inks
    • C09D11/10Printing inks based on artificial resins
    • C09D11/102Printing inks based on artificial resins containing macromolecular compounds obtained by reactions other than those only involving unsaturated carbon-to-carbon bonds

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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft stabile, wässrige Druckfarbenzubereitungen vor allem für den Flexodruck, welche anionische und/oder Pigment-Farbstoffe und ein kationisches Bindemittel enthalten, und die für das Bedrucken von Faservliesstoffen, vor allem von Tissue-Papieren, Verwendung finden.
Aus der DE-OS 2 552 564 ist es schon bekannt, wässrige Druckfarbenzubereitungen anionischer Farbstoffe unter Verwendung kationischer Bindemittel herzustellen. Die kationischen Mindemittel sind hochmolekulare Polyamid-amine. In diesen Druckfarbenzubereitungen müssen flüchtige Amine als Stabilisatoren verwendet werden, ausserdem ist die Mitverwendung eines weiteren Bindemittels (Acrylate oder Kol-phoniumderivate) erwünscht oder sogar notwendig.
Gegenstand der vorliegenden Anmeldung sind nun wässrige Druckfarbenzubereitungen, enthaltend anionische und/ oder Pigment-Farbstoffe, hochmolekulare Polyätheramine als kationische Bindemittel, wasserverträgliche organische Lösungsmittel, vor allem niedere aliphatische Glykole, sowie Wasser.
Weiter ist der Gegenstand dieser Erfindung ein Verfahren zum Bedrucken von nicht-textilen Faservliesen, besonders von Tissue-Papieren, dadurch gekennzeichnet, dass man diese mit einer erfmdungsgemässen Druckfarbenzubereitung bedruckt, sowie schliesslich die so erhaltenen bedruckten nicht-textilen Faservliese, insbesondere Tissue-Papiere.
Die erfmdungsgemäss zu verwendenden kationischen Bindemittel auf Basis hochmolekularer Polyätheramine sind bekannt und werden z.B. in der DE-OS 2127 082 näher beschrieben. Sie sind (berechnet auf Gesamtmischung) in den erfmdungsgemässen wässrigen Druckfarbenzusammensetzungen in Mengen von 10-20%, vorzugsweise 10-16%, speziell 11-14% enthalten.
Die erfmdungsgemässen Druckfarbenzusammensetzungen auf der Basis von hochmolekularen Polyätheraminen erfordern keine zusätzlichen Bindemittel wie verseifbare Kolophoniumderivate. Auch ein Zusatz von flüchtigen Aminen, welcher nach den Angaben der DE-OS 2 552 564 bei Poly-amidaminen notwendig ist, erübrigt sich, was den Vorteil hat,
dass die erfmdungsgemässen Drucktinten praktisch geruchlos sind.
Die erfmdungsgemässen Drucktintenzusammensetzungen, welche Polyätheramine enthalten, können auch für Farbpig-mentpräparationen alleine oder in Kombination mit anionischen Farbstoffen eingesetzt werden.
Die in den erfmdungsgemässen Drucktintenzusammensetzungen enthaltenen organischen Lösungsmittel (zur Stabilisierung der Druckfarbe) sind Glykole bzw. Glykolderivate, vor allem Äthylengkykol, welche bis zu 30% (bezogen auf 100 Teile unverdünnte Drucktinte) bevorzugt in Mengen von 20-25%, zugesetzt werden.
Als Farbstoffe eignen sich anionische Farbstoffe, die mit den kationischen Gruppierungen der erfmdungsgemäss zu verwendenden Bindemittel heteropolare Bindungen einzugehen in der Lage sind. Dies sind z.B. sulfon- und/oder car-bonsäuregruppenhaltige Farbstoffe z.B. Säure-, Direkt-, Indigosol-, Reaktiv- oder Metallkomplexfarbstoffe oder solche, die zur Metallkomplexbildung befähigt sind: es kommen hier vor allen solche in Betracht, die im «Colour Index» (1956 und Ergänzungs werk 1963) unter der Bezeichnung «Acid Dye», «Direct Dye», «Reactive Dye», «Mordant Dye» und ferner «Solubilized Vat Dye» beschrieben sind, vorzugsweise eignen sich die Reaktive-, Säure-, Direkt-und Indigosolfarbstoffe.
Als Pigmentfarbstoffe eignen sich die im Colour Index genannten, vor allem in Pulverform.
Die Herstellung der erfmdungsgemässen Druckfarbenzubereitungen erfolgt durch Mischen der einzelnen Bestandteile. Anionische Farbstoffe in Pulverform werden zuerst in Wasser gelöst und mit z.B. Äthylenglykol versetzt. Flüssige Formen anionischer Farbstoffe werden, ohne vorheriges Verdünnen mit Wasser, mit Glykol versetzt. Nach einwandfreiem Vermischen dieser Komponenten werden sie in das kationische Bindemittel eingerührt. Bei Pigmentfarbstoffzubereitungen kann das kationische Bindemittel auch in die Vormischung eingerührt werden. Nötigenfalls kann diese konzentrierte Drucktinte, zur Einstellung der Viscosität, mit Wasser noch weiter verdünnt werden. Die Auslaufzeit der fertigen Druckfarbenzusammensetzung soll im allgemeinen 5-40 bevorzugt 10-30 Sekunden in DIN-Becher 4 betragen.
Die in den Druckfarbenzubereitungen anwesende Menge Wasser richtet sich wie erwähnt, nach der gewünschten Viscosität; der Wassergehalt kann bis zu 80% der Gesamtmischung betragen und liegt üblicherweise zwischen 30 und 60% bevorzugt 40-50%. Der pH-Wert der Zubereitungen liegt zwischen 6 und 11, bevorzugt 7 und 9.
Die erfmdungsgemässen Zubereitungen sind vor allem für Flexodruckverfahren geeignet. Mit diesen kann schon bei Raumtemperatur gedruckt werden. Die Fixierung der anionischen Farbstoffe kann durch das kationische Bindemittel selbst erfolgen und ist im allgemeinen nach etwa 72 Stunden nach dem Verdrucken gewährleistet. Die Fixierung kann auf übliche Weise beschleunigt werden.
Farbpigmentpräparationen werden mit Wasser verdünnt, anschliessend erfolgt die Zugabe des kationischen Bindemittels unter leichtem Rühren. Farbpigmente in Pulverform werden zuerst mit Wasser angeteigt, anschliessend erfolgt die Zugabe des kationischen Bindemittels. Zur Einstellung der gewünschten Viscosität können die Druckfarbenzusammensetzungen mit Wasser beliebig verdünnt werden.
Beispiel 1
25 Teile Äthylenglykol werden mit 16 Teilen des Farbstoffes C.I. Direkt Red 239 / flüssig vermischt und langsam in 50 Teile eines 26%-igen Polyätheramins gemäss Beispiel 1 der DOS 2127 082 bis zur Homogenität verrührt. Mit 9 Teilen Wasser wird weiter verdünnt. Die erhaltene Mischung ist
2
5
10
IS
20
25
30
35
40
45
SO
55
60
65
3
636898
lagerstabil und liefert bei einem Flexodruck auf Tissue-Papier Färbungen von ausgezeichneter Ausblutbeständigkeit gegenüber Wasser, Alkohol, Säure und Kernseife.
Beispiel 2
40 Teile des Farbstoffs C.I. Pigment Orange 56 werden mit 10 Teilen Äthylenglykol und 20 Teilen Wasser vermischt und anschliessend mit 40 Teilen eines 26%-igen Polyätheramins gemäss Beispiel 1 bis zur Homogenität verrührt.
Es resultiert eine lagerstabile Druckfarbenzusammensetzung mit den in Beispiel 1 genannten Echtheiten.
Beispiel 3
15 Teile Äthylenglykol werden vorgelegt und darin 10 Teile des Farbstoffes C.I. Direct Blue 261, flüssig, eingerührt.
In diese Mischung werden danach 15 Teile des Farbstoffs C.I. Pigment Blue 15 und die Gesamtmischung darauf in 50 Teile eines 26%-igen Polyätheramins gemäss Beispiel 1 bis zur Homogenität eingerührt. Die Mischung wird mit 10 Teilen s Wasser weiter verdünnt.
Es resultiert eine lagerstabile Druckfarbenzusammensetzung mit den in Beispiel 1 beschriebenen Eigenschaften.
Beispiel 4
io 4 Teile des Farbstoffes C.I. Reactive Blue 103 werden in 16 Teilen Wasser und 25 Teilen Äthylenglykol gelöst und in 50 Teile eines 26%-igen Polyätheramins gemäss Beispiel 1 bis zur Homogenität eingerührt. Mit 5 Teilen Wasser wird weiter verdünnt.
i5 Es resultiert ein ausgezeichnet lagerbeständiges Gemisch.
B

Claims (8)

636 898 PATENTANSPRÜCHE
1. Wässrige Druckfarbenzubereitungen enthaltend anionische und/oder Pigment-Farbstoffe, hochmolekulare Polyät-heramine als kationische Bindemittel, wasserverträgliche organische Lösungsmittel, sowie Wasser.
2. Druckfarbenzubereitungen gemäss Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass diese als anionische Farbstoffe Säure- oder Direktfarbstoffe enthalten.
3. Druckfarbenzubereitungen gemäss Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass diese als Farbstoffe Pigmentfarbstoffe enthalten.
4. Druckfarbenzubereitungen gemäss den Patentansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass diese als wasserverträgliches organisches Lösungsmittel ein niederes Alky-lenglykol enthalten.
5. Verfahren zum Bedrucken von nicht-textilen Faservliesen, dadurch gekennzeichnet, dass man diese mit einer Zubereitung gemäss Patentanspruch 1 bedruckt.
6. Verfahren nach Patentanspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass man Tissue-Papiere bedruckt.
7. Nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch 5 bedruckte nicht-textile Faservliese.
8. Tissue-Papiere nach Patentanspruch 7, bedruckt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch 6.
CH1025278A 1978-10-03 1978-10-03 Waessrige druckfarbenzubereitungen. CH636898A5 (de)

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