CH637170A5 - Verfahren und vorrichtung zum warten einer vielzahl nebeneinander angeordneter spinnstellen einer offenend-spinnmaschine. - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zum warten einer vielzahl nebeneinander angeordneter spinnstellen einer offenend-spinnmaschine. Download PDF

Info

Publication number
CH637170A5
CH637170A5 CH199579A CH199579A CH637170A5 CH 637170 A5 CH637170 A5 CH 637170A5 CH 199579 A CH199579 A CH 199579A CH 199579 A CH199579 A CH 199579A CH 637170 A5 CH637170 A5 CH 637170A5
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
maintenance
switch
operator
drive
travel
Prior art date
Application number
CH199579A
Other languages
English (en)
Inventor
Reinhard Blohm
Karl Rupert
Hans Sarcander
Original Assignee
Schubert & Salzer Maschinen
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Schubert & Salzer Maschinen filed Critical Schubert & Salzer Maschinen
Publication of CH637170A5 publication Critical patent/CH637170A5/de

Links

Classifications

    • D—TEXTILES; PAPER
    • D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01H—SPINNING OR TWISTING
    • D01H4/00—Open-end spinning machines or arrangements for imparting twist to independently moving fibres separated from slivers; Piecing arrangements therefor; Covering endless core threads with fibres by open-end spinning techniques
    • D01H4/48—Piecing arrangements; Control therefor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Warten einer Vielzahl nebeneinander angeordneter Spinnstellen einer Offenend-Spinnmaschine durch einen längs der Spinnstellen bewegbaren Wartungswagen sowie eine Vorrichtung an einer Offenend-Spinnmaschine zur Durchführung dieses Verfahrens.
An Offenend-Spinnmaschinen fallen immer wieder Wartungsarbeiten an, die entweder turnusmässig oder nach Bedarf erfolgen. Beispielsweise ist zu Beginn des Spinnvorganges oder nach einem Fadenbruch der Faden anzusetzen. In einem weiteren Wartungsvorgang kann auch der Ansetzer im Faden durch einen Knotvorgang eliminiert werden. Ferner ist die Offenend-Spinnmaschine hinsichtlich des Spulenwechsels und der Reinigung des Spinnaggregates, insbesondere des Spinnrotors, zu warten.
Um eine derartige Wartung durchführen zu können, sind verschiedene Vorbereitungsarbeiten vorzunehmen, um die Spinnstelle für den eigentlichen Wartungsvorgang vorzubereiten. So ist es notwendig, die Wartungs Vorrichtung in die benötigte Arbeitsstellung zu bringen.
Es ist eine Vorrichtung bekannt, bei der am Maschinengestell, das den stationären Teil einer Wartungsvorrichtung bildet, eine als Fadenwächter ausgebildete Rufeinrichtung angeordnet ist, die bewirkt, dass über eine Einschaltvorrichtung ein mittels eines Fahrantriebes längs der Maschine verfahrbares Gerät zur betreffenden Spinnstelle gefahren wird (DE-OS 2 350 840), wo es dann durch eine vom Fadenwächter aus in Bereitschaftsstellung gebrachte Ausschaltvorrichtung stillgesetzt wird. Dieses Gerät dient der Vorbereitung des Fadenbruchbehebens. Ein zweites Gerät, mit welchem der Fadenbruch dann behoben wird, wird nach
2
s
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
3
637170
Abschluss der Arbeit des ersten Gerätes von diesem abgerufen. Beim Stand der Technik erfolgt somit das Rufen durch die Maschine überwachende oder steuernde Einrichtungen, die zwar durch eine Bedienungsperson auch ausgelöst werden können. Eine solche Lösung hat sich in der Praxis als nicht wirtschaftlich erwiesen, da der hierfür erforderliche Material- und Zeitaufwand die erzielbare Einsparung von Arbeitskräften nicht rechtfertigt. Im übrigen ermöglicht eine solche automatisch arbeitende Wartungsanlage nur ein starres Arbeitsprogramm, so dass entweder jeweils die Störung an der nächstliegenden Spinnstelle behoben wird oder aber die Störungen in der Reihenfolge ihres Auftretens beseitigt werden. Auf diese Weise lassen sich jedoch lange Stillstandzeiten an manchen ungünstig gelegenen Spinnstellen und unnötige Wegzeiten für die Wartungsvorrichtung nicht vermeiden. Wenn die Wartung, z.B. Fadenansetzen, nicht gelingt, wird nach 2 oder 3 Fehlversuchen ohnehin eine manuelle Wartung erforderlich, so dass die Bedienungsperson zu der betreffenden Spinnstelle gehen muss. Eine automatische Wartungsvorrichtung ist somit nicht in der Lage, die manuelle Wartung voll zu ersetzen.
Gemäss einem anderen bekannten Verfahren (DE-AS 2351 458) werden die Arbeitsgänge für die Wartung aufgeteilt, so dass die eine besondere Präzision benötigenden Arbeiten automatisch durchgeführt werden, während die Bedienungsperson die Arbeitsgänge ausführt, die manuell auf einfache Weise durchgeführt werden können, bei automatischer Ausführung jedoch komplizierte Vorrichtungen mit erheblichem Aufwand benötigen würden. So ist bei der bekannten Vorrichtung die Wartungsvorrichtung von Hand in die benötigte Arbeitsstellung zu bringen, da eine Rufeinrichtung nicht vorgesehen ist. Anschliessend sind manuell die Spule von der Wickelwalze abzuheben, der für das Ansetzen benötigte Faden von der Spule abzuziehen, der Faden durch Abtrennen auf die exakte Anspinnlänge zu bringen, die Spule auf die Auflage aufzulegen, der Faden über ein Fadenabwurf-organ umzulenken und das Fadenende teilweise in das Spinnaggregat der Spinnstelle einzuführen. Erst nach diesen Vorbereitungsarbeiten kann die eigentliche Wartung, nämlich die Freigabe des Fadens, der in das Spinnaggregat eingesaugt wird, sowie das Absenken der Spule, die hierdurch den Wiederbeginn des Fadenabzugs bewirkt, automatisch durchgeführt werden.
In ähnlicher Weise werden auch vor anderen Wartungsvorgängen Vorbereitungsarbeiten durchgeführt, um die Spinnstelle für die Wartung vorzubereiten, wobei die Vorbereitungsarbeiten entsprechend der vorzunehmenden Wartung differieren.
Bei diesem bekannten Stand der Technik ist aber die Wartungsvorrichtung von Hand bereitzustellen, indem die Bedienungsperson bei Auftreten eines Fadenbruches die Wartungsvorrichtung holt oder diese stets mit sich führt.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine technologische sinnvolle und wirtschaftliche Aufteilung der mit der Wartung verbundenen Arbeiten zu finden, welche von der Bedienungsperson und welche automatisch erledigt werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst,
dass eine Bedienungsperson die Wartung an der zu wartenden Spinnstelle vorbereitet und dabei den Wartungswagen von seinem gegenwärtigen Standort abruft, woraufhin der Wartungs wagen bis in Nähe der zu wartenden Spinnstelle zu der Bedienungsperson fährt und dort verweilt, bis nach Abschluss der Vorbereitungsarbeiten die Bedienungsperson den Wartungswagen für das Einleiten und Durchführen der Wartung in die exakte Arbeitsstellung bringt und in Tätigkeit setzt. Auf diese Weise kommt der Wartungswagen zur Bedienungsperson, ohne dass diese ihre Vorbereitungsarbeiten unterbricht und ohne dass sie die zu wartende Spinnstelle ver-lässt, wie dies erforderlich wäre, wenn sie den Wartungswagen holen müsste. Da die Zeit, bis der Wartungswagen bei der Bedienungsperson ankommt, mit Vorbereitungsarbeiten 5 ausgefüllt ist, entstehen keine Verlustzeiten durch das Warten auf den Wartungs wagen. Umgekehrt werden unnötige Wegzeiten des Wartungswagens vermieden, wie sie sich durch ein starr ablaufendes Wartungsprogramm ergeben. Vorteilhafterweise hebt die Bedienungsperson während der Vorberei-lo tungsarbeiten eine Spule von einer Auflage ab und ruft gleichzeitig den Wartungswagen ab.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung an einer Offenend-Spinnmaschine zur Durchführung des Verfahrens ist durch einen Fahrantrieb für den Wartungswagen gekennzeichnet, 15 dem eine von jeder Spinnstelle aus durch eine Bedienungsperson auslösbare Einschaltvorrichtung sowie eine mit dem Wartungswagen verfahrbare Ausschaltvorrichtung zum Stillsetzen des Wartungswagens in Nähe der Bedienungsperson zugeordnet ist.
20 Da die Einschaltvorrichtung für den Fahrantrieb durch die Bedienungsperson auslösbar ist und nicht durch einen Fadenwächter oder dgl., ist sichergestellt, dass der Wartungswagen ohne Rücksicht auf evtl. weitere Störstellen an der Offenend-Spinnmaschine dorthin fährt, wo sich die Bedie-25 nungsperson gerade befindet. Um zu verhindern, dass der Wartungswagen an der Bedienungsperson vorbeifährt, ist mit dem Wartungswagen eine Ausschaltvorrichtung für den Fahrantrieb verbunden, welche die Bedienungsperson ertastet. Gelangt somit der Wartungswagen in die Nähe der 30 Bedienungsperson, so stellt die Ausschaltvorrichtung dies durch Ertasten der Bedienungsperson fest und stellt den Fahrantrieb ab, wodurch der Wartungswagen in Nähe der Bedienungsperson stehen bleibt.
Damit der Fahrantrieb nicht unterbrochen wird, wenn die 35 Bedienungsperson die Einschaltvorrichtung nicht mehr betätigt, ist zweckmässigerweise dem Fahrantrieb eine die Einschaltvorrichtung überbrückende Selbsthaltevorrichtung zugeordnet. Um den Fahrantrieb von der zu wartenden Spinnstelle aus unterbrechen und damit den Wartungswagen 40 stillsetzen zu können, kann pro Spinnstelle eine Schaltvorrichtung vorgesehen sein, durch welche die Selbsthaltevorrichtung unterbrechbar ist.
Moderne Offenend-Spinnmaschinen besitzen eine grosse Anzahl von Spinnstellen nebeneinander. Um Zeitverluste zu 45 ersparen, die auftreten würden, wenn die Fahrtrichtung durch einen Endschalter stets nur bei Erreichen eines Maschinenendes geändert werden könnte, kann pro Fahrtrichtung eine separate Einschaltvorrichtung vorgesehen sein. Je nachdem, welche der beiden Einschaltvorrichtungen betä-50 tigt wird, wird somit der Wartungswagen nach links oder nach rechts längs der Offenend-Spinnmaschine fahren, so dass er innerhalb kürzester Frist bei der ihn benötigenden Bedienungsperson ist. Zusätzliche Handgriffe für die Bedienungsperson können dadurch vermieden werden, dass jede 55 Einschaltvorrichtung eine zwischen einem Ende der Offen-end-Spinnmaschine und dem Wartungswagen angeordnete Lichtschranke aufweist, die durch die Bedienungsperson beim Bedienen einer Spinnstelle unterbrechbar ist, z.B. bei der Vorbereitung einer Fadenbruchbehebung. Gemäss einer 60 bevorzugten Ausführung des Erfindungsgegenstandes weist hierbei jede Lichtschranke eine Lichtquelle und eine Photozelle, die am Ende der Offenend-Spinnmaschine stationär angeordnet sind, sowie einen mit dem Wartungswagen verfahrbaren Reflektor auf.
65 Es gibt jedoch auch Arbeiten an der Spinnmaschine, für welche der Wartungs wagen nicht benötigt wird. Um eine mögliche Behinderung hierbei durch den Wartungswagen auszuschliessen, ist vorteilhafterweise die Einschaltvorrich
637 170
tung ausser Betrieb setzbar.
Da der Wartungswagen durch die Bedienungsperson und nicht durch die zu bedienende Spinnstelle gesteuert wird, muss er von Hand in die exakte Arbeitsstellung gebracht werden. Um hierbei nicht den gesamten Fahrantrieb mit antreiben zu müssen, ist vorzugsweise eine gleichzeitig mit dem Fahrantrieb betätigbare, eine mechanische Antriebsverbindung zwischen der Offenend-Spinnmaschine und dem Wartungswagen bewirkende Kupplung vorgesehen. Wenn dann der Fahrantrieb eingeschaltet wird, wird der Fahrmotor eingeschaltet und gleichzeitig über die Kupplung eine mechanische Antriebsverbindung zwischen dem Fahrmotor und der Spinnmaschine (Fahrschiene) hergestellt. Beim Abschalten des Fahrmotors wird durch Freigabe der Kupplung auch diese Antriebsverbindung wieder aufgehoben.
Je nach Ausbildung der Ausschaltvorrichtung für den Fahrantrieb kann eine einzige Ausschaltvorrichtung genügen. Vorteilhafterweise ist aber pro Fahrtrichtung eine separate Ausschaltvorrichtung vorgesehen, da hierdurch der Wartungswagen bereits kurz vor Erreichen, d.h. neben der Bedienungsperson stillgesetzt werden kann. Um der Bedienungsperson eine ungehinderte Bewegungsmöglichkeit während der Bedienung der Spinnstelle zu gewähren, soll sich der Wartungswagen nicht zu nahe bei der Bedienungsperson befinden, muss sich jedoch bereits in Reichweite der Bedienungsperson befinden. Zu diesem Zweck kann die Ausschaltvorrichtung für den Fahrantrieb derartig an den Wartungswagen angeordnet sein, dass sie in Fahrtrichtung der Wartungsvorrichtung den der Reichweite der Bedienungsperson entsprechenden Raum abtastet. Vorteilhafterweise ist die Ausschaltvorrichtung hierbei als Infrarot-Schalter ausgebildet, da ein solcher Schalter die Bedienungsperson berührungslos abtastet. Wenn dem Fahrantrieb eine die Einschaltvorrichtung überbrückende Selbsthaltevorrichtung zugeordnet und die Ausschaltvorrichtung als Infrarot-Schalter ausgebildet ist, kann der Fahrantrieb nur durch Ertasten der Bedienungsperson unterbrochen werden. Ver-lässt diese jedoch den Tastbereich der Ausschaltvorrichtung, so kann der Wartungswagen bis ans Ende der Maschine weiterlaufen und dort mit voller Geschwindigkeit auflaufen. Um dies zu verhindern, kann der Wartungswagen pro Fahrtrichtung einen mit dem Fahrantrieb steuermässig in Verbindung stehenden Endschalter aufweisen, welchem je ein Anschlag am Ende der Offenend-Spinnmaschine zugeordnet ist. Für manche Zwecke ist es vorteilhaft, wenn darüber hinaus dem Fahrantrieb eine von der Bedienungsperson zu betätigende, an dem Wartungswagen angebrachte weitere Ausschaltvorrichtung zugeordnet ist.
Da in der Regel die Bedienungsperson sofort nach Ankunft des Wartungswagens die Wartungsarbeit vornehmen wird, ist es vorteilhaft, wenn gleichzeitig mit dem Stillsetzen des Fahrantriebes ein Arbeitsantrieb eingeschaltet wird, der dann von der Bedienungsperson lediglich noch in Wirkung gebracht werden muss. Dies geschieht, wenn die Bedienungsperson die eigentliche Wartungsarbeit auslöst, nachdem sie die Wartungsvorrichtung hierfür exakt positioniert hat. Deshalb bildet vorteilhafterweise die den Fahrantrieb unterbrechende Ausschaltvorrichtung gleichzeitig die Einschaltvorrichtung für den Arbeitsantrieb des Wartungswagens, wobei der Arbeitsantrieb von der Bedienungsperson in Wirkung bringbar ist. Damit die Wartungsarbeit nicht gestört werden kann, ist zweckmässigerweise dem Arbeitsantrieb eine die Einschaltvorrichtung überbrückende Selbsthaltevorrichtung zugeordnet.
Um zu verhindern, dass während der Durchführung einer Wartungsarbeit durch gewolltes oder ungewolltes Betätigen der Einschaltvorrichtung für den Fahrantrieb durch eine zweite Bedienungsperson der Wartungswagen von der ersten
Bedienungsperson weggeholt wird, ist vorzugsweise eine den Fahrantrieb während der Einschaltdauer des Arbeitsantriebes unterbrechende Sicherheitsvorrichtung vorgesehen.
Sollen die Wartungsvorgänge der Reihe nach an allen Spinnstellen der Offenend-Spinnmaschine durchgeführt werden, so kann der Wartungswagen von der Bedienungsperson von Spinnstelle zu Spinnstelle geführt werden. Es ist somit weder erforderlich noch zweckmässig, wenn der Fahrantrieb arbeitet. Für derartige Wartungsvorgänge kann eine von der Bedienungsperson betätigbare, den Arbeitsantrieb einschaltende Schaltvorrichtung vorgesehen sein; der Fahrantrieb wird dabei über die Sicherheitsvorrichtung unterbrochen.
Um einerseits ein Einschalten des Fahrantriebes auszu-schliessen, solange die Wartungsarbeit durchgeführt wird, und/oder um andererseits ein unnützes Laufen des Arbeitsantriebes zu verhindern, kann eine Zeiteinheit vorgesehen sein, die mit dem Einschalten des Arbeitsantriebes und unabhängig hiervon beim Einleiten der Wartungsarbeit einschaltbar und durch welche nach Ablauf der Frist der Arbeitsantrieb unterbrechbar ist.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Vorderansicht einer erfindungsgemäss ausgebildeten Offenend-Spinnmaschine;
Fig. 2 eine Seitenansicht der in Fig. 1 gezeigten Offenend-Spinnmaschine;
Fig. 3 im Querschnitt ein Detail des Fahrwerkes einer Wartungsvorrichtung nach der Erfindung;
Fig. 4 einen Schaltplan der Steuervorrichtung für die Wartungsvorrichtung;
Fig. 5 einen Schaltplan gemäss einer bevorzugten Ausführung der erfindungsgemässen Vorrichtung; und
Fig. 6 eine andere Ausbildung des Erfindungsgegenstandes im Schema, bei der das Stillsetzen des Wartungswagens unabhängig von der Bedienungsperson erfolgt.
Zunächst soll das Verfahren gemäss der vorliegenden Erfindung kurz beschrieben werden.
Sollen irgendwelche Wartungsarbeiten an der Offenend-Spinnmaschine durchgeführt werden, so geschieht dies tur-nusmässig oder nach Bedarf. Bei turnusmässigen Wartungen befindet sich der Wartungswagen stets bei der Bedienungsperson. Für den Beginn der turnusmässigen Wartungsarbeiten und für unregelmässig anfallende Wartungsarbeiten jedoch befindet sich der Wartungswagen dort an der Maschine, wo die letzte Wartung vorgenommen worden ist.
Die Art der Wartung spielt im Rahmen der vorliegenden Erfindung keine Rolle. So kann es sich hierbei beispielsweise um ein Fadenansetzen am Beginn des Spinnprozesses oder um ein Fadenbruchbeheben handeln; es kann aber auch ein Knotvorgang durchgeführt werden, mit dessen Hilfe Ansetzer im Faden eliminiert werden. Weitere beispielsweise Wartungen sind ein Spulenwechsel oder eine Reinigung des Spinnaggregates.
Erfindungsgemäss geht die Bedienungsperson unabhängig von dem gegenwärtigen Standort des Wartungswagens zu der die Wartung benötigenden Spinnstelle und beginnt die Vorbereitungsarbeiten für die spätere Wartung. Im Rahmen dieser Vorbereitungsarbeiten ruft sie in geeigneter Weise über eine Signaleinrichtung von der Spinnstelle aus, wo die Vorbereitungsarbeiten durchgeführt werden, den Wartungswagen von seinem gegenwärtigen Standort ab. Während sich die Bedienungsperson mit den Vorbereitungsarbeiten beschäftigt, fährt der gerufene Wartungs wagen selbsttätig zu der Bedienungsperson, welche die Wartungsvorrichtung in Nähe der Spinnstelle, welche die Wartung benötigt und an welcher
4
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
die Bedienungsperson die Vorbereitungsarbeiten durchführt, anhält. Da der Wartungswagen nicht in der Wartungsstellung angehalten wird, sondern lediglich in Nähe der die Wartung benötigenden Spinnstelle, ist die Bedienungsperson bei ihrer Vorbereitungsarbeit ungehindert, insbesondere wenn der Wartungs wagen so ausgebildet ist, dass er von der Bedienungsperson berührungslos stillgesetzt werden kann. Wenn die Bedienungsperson die Vorbereitungsarbeiten abgeschlossen hat, so bringt sie den Wartungswagen in die exakte Arbeitsstellung, wo die Wartung von der Bedienungsperson eingeleitet wird, woraufhin die Wartung selbsttätig abläuft.
Die Vorbereitungsarbeiten hängen von den Wartungsarbeiten ab. So können die Wartungsarbeiten ein Ansetzen des Fadens, ein Öffnen des Spinngehäuses und dgl. einschliessen. Es hat sich gezeigt, dass unabhängig von der durchzuführenden Wartung zu Beginn der Wartungsarbeiten die Spule von ihrer Auflage abgehoben werden muss. Deshalb erfolgt das Abrufen des Wartungswagens vorteilhafterweise im Zusammenhang mit einem solchen Abheben der Spule von der Auflage, indem beispielsweise dem Spulenarm ein entsprechender Schalter zugeordnet ist.
Das erfindungsgemässe Verfahren ermöglicht es auf einfache Weise, dass die Arbeitsgänge, die manuell in besonders wirtschaftlicher Weise hergestellt werden können, von der Bedienungsperson durchgeführt werden, während die zeitintensiven Arbeitsvorgänge und diejenigen, die eine besondere Präzision benötigen, nach der Auslösung durch die Bedienungsperson automatisch ablaufen.
Nachstehend wird der Erfindungsgegenstand anhand spezieller Ausführungsbeispiele erläutert. In den Fig. 1 und 2 wird eine Offenend-Spinnmaschine 1 gezeigt, die gemäss der Erfindung ausgebildet ist. Die gezeigte Spinnmaschine weist sieben Spinnstellen 10 auf; in der Praxis sind dies jedoch erheblich mehr. Die Spinnmaschine selber ist nur schematisch dargestellt, wobei alle für das Verständnis der Erfindung nicht unbedingt erforderlichen Elemente der Übersichtlichkeit wegen weggelassen wurden.
Die Offenend-Spinnmaschine 1 weist an ihren Enden 11 und 12 je ein Endgestell auf, von denen eines den Antrieb aufnimmt. Zwischen den Enden 11 und 12 weist die Spinnmaschine pro Spinnstelle 10 eine durch einen Deckel 13 abgedeckte Spinnvorrichtung auf, der das zu verarbeitende Fasermaterial 15 durch eine Spinnkanne 16 vorgelegt wird. Der in der Spinn Vorrichtung gesponnene Faden 17 wird abgezogen und auf eine Spule 2 aufgewickelt, die zwischen zwei verschwenkbaren Spulenarmen 20 und 21 gehalten und durch eine sich über die ganze Länge der Maschine erstreckende Antriebswelle 23 angetrieben wird. Natürlich ist auch eine Changiervorrichtung vorgesehen, die in bekanntner Weise ausgebildet ist. Der Spulenarm 20 ist mit einem Handgriff 22 versehen, so dass durch Verschwenken des Spulenarmes 20 nach oben die Spule 2 vor der Antriebswelle 23 abgehoben werden kann (Position 2").
Die beiden Enden 11 und 12 der Offenend-Spinnmaschine 1 sind durch eine Schiene 14 miteinander verbunden, auf welcher ein Wartungswagen 3 mittels eines Fahrwerkes 4 (Fig. 3) längs der Maschine verfahrbar ist. Das Fahrwerk 4 weist zu diesem Zweck einen Fahrantrieb 40 auf, der später noch näher erläutert wird.
An jedem Ende 11 und 12 der Offenend-Spinnmaschine 1 ist ein vorragender Halter 50 und 51 vorgesehen, so dass sich der Wartungswagen 3 zwischen den beiden Haltern 50 und 51 befindet. Jeder Halter nimmt eine nicht gezeigte Lichtquelle und eine ebenfalls nicht gezeigte Photozelle auf. An ihren den Enden 11 und 12 der Spinnmaschine 1 zugewandten Seiten weist der Wartungswagen 3 jeweils einen Reflektor 52 auf. Jede Lichtquelle erzeugt somit eine Lichtschranke 5, die,
wenn sie nicht unterbrochen wird, vom Reflektor 52 zurück637170
geworfen wird und auf die Photozelle im Halter 50 bzw. 51 trifft.
Der Wartungswagen 3 weist ferner pro Fahrtrichtung einen Infrarot-Schalter 53 (Fig. 4), der durch Strahlen 54 und 55 (Fig. 1) angedeutet ist, auf.
Diese vorstehend beschriebene bevorzugte Ausführung einer Wartungsvorrichtung nach Erfindung arbeitet wie folgt:
Die die Offenend-Spinnmaschine 1 überwachende Bedienungsperson 6 stellt fest, dass ein Fadenbruch aufgetreten ist, eine Spule 2 auszuwechseln ist oder sonst ein Wartungsvorgang an einer der Spinnstellen 10 vorzunehmen ist. Gegebenenfalls wird die Bedienungsperson 6 hierauf durch eine optische oder akustische Anzeigevorrichtung (nicht gezeigt) hingewiesen. Die Bedienungsperson 6 nähert sich der Spinnstelle 10, wo sie die Spule 2 von der Antriebswelle 23 abhebt. Dabei gelangt die Bedienungsperson 6 mit ihrem Arm 60 oder Kopf 61 in den Bereich der Lichtschranke 5, die hierdurch unterbrochen wird (siehe rechte Seite der Fig. 1). Hierdurch wird der Fahrantrieb 40 (Fig. 3) in Betrieb gesetzt, woraufhin sich der Wartungswagen 3 in Richtung zur Bedienungsperson 6 bewegt. Wenn der Wartungswagen 3 in Nähe der Bedienungsperson 6 kommt, gelangt diese in den Tastbereich des vorlaufenden Infrarot-Schalters 53, der nun den Fahrantrieb 40 abstellt.
Beispielsweise handelt es sich bei der vorzunehmenden Wartung um eine Fadenbruchbehebung mit anschliessendem Aussondern der Ansetzstelle und ihren Ersatz durch einen Knoten. Bei Auftreten des Fadenbruches wird in üblicher Weise von einem nicht gezeigten Fadenwächter aus die Zufuhr des Fasermaterials 15 in die Spinnvorrichtung unterbrochen. Gleichzeitig unterbricht der Fadenwächter die Aufwindung des Fadens 17 auf die Spule 2, was beispielsweise dadurch erfolgt, dass ein Spulenstützelement 24 zwischen Antriebswelle 23 und Spule 2 geschoben wird. Die Spule 2 gelangt somit in die Position 2' (Fig. I). Die Bedienungsperson 6 zieht nun ein ausreichend langes Fadenende von der Spule 2 ab, wozu sie die Spule 2 vom Spulenstützelement 24 abhebt (Position 2"). Hierbei befindet sie sich aber mit ihrem Körper im Bereich der Lichtschranke 5 und unterbricht diese. Das von der Spule 2 abgezogene Fadenende wird nun durch Abtrennen auf die exakte Länge gebracht, die für ein einwandfreies Anspinnen benötigt wird.
Durch Absenken der Spule 2 auf das Spulenstützelement 24 wird nun das inzwischen in die Spinnvorrichtung eingeführte Fadenende bis in das Spinnaggregat zurückgeführt. Durch die wiederhergestellte Fadenspannung wird vom Fadenwächter aus die Zuführung des Fasermaterials 15 in die Spinnvorrichtung wieder eingeschaltet. Der neu erzeugte Faden 17 wird nun durch eine Hilfsabsaugung 18 abgeführt.
Während all dieser Arbeiten befindet sich die Bedienungsperson 6 im Bereich der Spinnstelle 10, so dass sie durch den herannahenden Wartungswagen 3 ertastet wird. In Nähe der Bedienungsperson 6 wird somit der in diesem Fall mit einer Knotvorrichtung ausgestattete Wartungswagen 3 stillgesetzt. Hierbei befindet er sich bereits in der Reichweite der Bedienungsperson 6, ohne diese jedoch zu behindern.
Nach diesen Vorarbeiten, der Fadenbruchbehebung,
nimmt die Bedienungsperson 6 nun die Aussonderung der Ansetzstelle durch Knoten vor. Sie ergreift den Wartungswagen 3 an seinem Griff 30 und positioniert ihn durch Verschieben längs der Maschine. In der exakten Arbeitsstellung wird der Wartungswagen 3 von Hand beispielsweise quer zur Maschine bewegt, wodurch der Wartungsvorgang durch Einschalten eines Arbeitsantriebes 7 (Fig. 4) automatisch eingeleitet und durchgeführt wird. Gleichzeitig wird das'Spulen-stützelement 24 unter der Spule 2 weggezogen, so dass auch die Aufwindung wieder einsetzt.
5
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
637 170
In ähnlicher Weise lässt sich auch ein mit einem Spulenwechsler ausgestatteter Wartungswagen 3 steuern. Beispielsweise wird für den nachfolgenden Spulenwechsel die betreffende Spule 1 in die Position 2" angehoben, wobei eine der Lichtschranken 5 unterbrochen wird, wodurch der Wartungswagen 3 in Richtung zu der sie benötigenden Spinnstelle 10 gerufen wird. Nach dem manuellen Positionieren löst die Bedienungsperson 6 den eigentlichen Spulenwechsel aus.
Die durch die Lichtschranke 5 gebildete Einschaltvorrichtung für den Fahrantrieb 40 wird somit durch die Bedienungsperson 6 ausgelöst. Abgeschaltet wird der Fahrantrieb 40 durch eine Ausschaltvorrichtung, die bei der gezeigten Ausführung als Infrarot-Schalter 53 ausgebildet und welche mit dem Wartungswagen 3 verfahrbar ist, so dass sie bei Annäherung an die Bedienungsperson 6 diese ertastet.
In der beschriebenen Ausführung ist für jede Fahrtrichtung des Wartungswagens 3 eine separate Einschaltvorrichtung vorgesehen, von denen die eine durch die links von dem Wartungswagen 3 befindliche Lichtschranke 5 und die andere durch die rechts von dem verfahrbaren Wartungswagen 3 befindliche Lichtschranke 5 gebildet wird. Diese beiden Lichtschranken 5 sind auf solche Weise mit dem Fahrantrieb verbunden, dass bei Unterbrechung der rechten Lichtschranke 5 der Fahrantrieb 40 für eine Bewegung nach rechts und bei Unterbrechung der linken Lichtschranke 5 der Fahrantrieb 40 für eine Bewegung nach links angesteuert wird. Dies ist besonders vorteilhaft, weil auf diese Weise erreicht wird, dass der Wartungswagen auf schnellstem Wege zur Bedienungsperson 6 fährt.
Wenn auf zwei separate Einschaltvorrichtungen verzichtet wird, so kann der Wartungs wagen 3 nur in einer voreingestellten Richtung fahren. Ein Umschalten auf die entgegengesetzte Richtung kann hierbei beispielsweise durch Auflaufen eines Endschalters auf einen Anschlag am Ende 11 oder 12 der Offenend-Spinnmaschine 1 erfolgen, doch wird in einem solchen Fall mehr Zeit benötigt als bei zwei Einschaltvorrichtungen.
Die Einschaltvorrichtung bzw. Einschaltvorrichtungen können verschieden ausgebildet sein. Beispielsweise dient diesem Zweck ein Zugseil, mit welchem ein Schalter betätigt wird, oder ein Luftschlauch, in welchem durch einen Druckknopf oder dgl. der Querschnitt verengt und durch die hierdurch verdrängte Luft ebenfalls ein Schalter betätigt wird. Beispielsweise betätigt das Zugseil bei Zugaufbringung in der einen Richtung einen ersten Schalter und bei Zugaufbringung in der entgegengesetzten Richtung einen zweiten Schalter. Oder aber es ist pro gewünschter Fahrtrichtung des Wartungswagens 3 ein eigenes Zugseil, ein eigener Luft-schlauch oder ein eigener elektrischer Schalter vorgesehen. Es ist auch möglich, einen Umschalter vorzusehen, der aus einer Mittelstellung in zwei entgegengesetzte Richtungen gebracht werden kann. In allen vorbeschriebenen Ausführungsbeispielen wird die Einschaltvorrichtung durch Beeinflussung durch die Bedienungsperson eingeschaltet, so dass eine solche Einschaltvorrichtung stets in Reichweite der Bedienungsperson, beispielsweise nach je zwei Spinnstellen 10, vorgesehen sein bzw. betätigt werden können muss.
Wenn die Einschaltvorrichtung jedoch berührungslos arbeitet wie bei dem mit Lichtschranken 5 arbeitenden, zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel, so kann sich die Bedienungsperson voll mit der Vorbereitung des durchzuführenden Wartungsvorganges beschäftigen, ohne sich um den Verbleib des Wartungswagens 3 kümmern zu müssen. Diese Lichtschranke 5 ist dabei so angeordnet, dass sie von der Bedienungsperson 6 zwangsläufig bei der Durchführung ihrer Arbeiten unterbrochen wird, da sie sich bei diesen Arbeiten stets im Bereich der Lichtschranke 5 zwischen dem
Halter 50 bzw. 51 und dem Wartungswagen 3 befindet.
Um die Antriebskräfte für den Wartungswagen 3 und auch die von der Bedienungsperson 6 für die Betätigung des Wartungswagens 3 aufzubringenden Kräfte möglichst gering halten zu können, sind die eine elektrische Schaltung benötigenden Elemente der Lichtschranke 5 zweckmässigerweise stationär an den Enden 11 und 12 der Offenend-Spinnma-schine I angeordnet. Somit befinden sich sowohl die Lichtquellen (nicht gezeigt) als auch die Photozellen (nicht gezeigt) in den Haltern 50 und 51, während der Wartungs wagen 3 lediglich mit je einem Reflektor 52 für jede Lichtschranke 5 ausgerüstet ist.
Ebenso wie die Einschaltvorrichtung für den Fahrantrieb 40, so kann auch die Ausschaltvorrichtung verschieden ausgebildet sein. In der gezeigten Ausführung ist pro Fahrtrichtung eine separate Ausschaltvorrichtung vorgesehen. Dies ermöglicht es, den Wartungswagen 3 vor Erreichen der Bedienungsperson stillzusetzen. Beispielsweise ist für diesen Zweck an jedem Ende des Wartungs wagens 3 ein langer, herabhängender Arm (nicht gezeigt) vorgesehen, der Teil eines Schalters bildet und bei Betätigung durch Verschwenken diesen Schalter betätigt, wodurch der Fahrantrieb 40 stillgesetzt wird. Um zu erreichen, dass der stillstehende Wartungswagen die Bedienungsperson 6 bei ihrer Arbeit nicht behindert, ist die Anordnung der Ausschaltvorrichtung so getroffen, dass der Wartungswagen 3 nicht erst in unmittelbarer Nähe der Bedienungsperson stillgesetzt wird, sondern schon vorher, wenn er sich jedoch bereits in Reichweite der Bedienungsperson 6 befindet. Beispielsweise ist das Fahrwerk 4 so lang, dass der herabhängende Arm des Schalters dem Wartungswagen 3 um eine entsprechende Strecke voreilt. Gemäss der bevorzugten Ausführung ist die Ausschaltvorrichtung als Infrarot-Schalter 53 ausgebildet, da dieser berührungslos geschaltet wird. Eine Behinderung der Bedienungsperson 6, wie sie bei einer mit Hilfe eines herabhängenden Schalterarmes arbeitenden Ausschaltvorrichtung möglich ist, entfällt hierbei. Der Infrarot-Schalter 53 ist dabei so orientiert, dass er in Fahrtrichtung des Wartungswagens 3 den Raum in Reichweite der Bedienungsperson 6 abtastet.
Wenn nur eine einzige Ausschaltvorrichtung vorgesehen ist, die den Fahrantrieb 40 unabhängig von der Fahrtrichtung des Wartungswagens 3 stillsetzt, so fährt der Wartungswagen 3 bis direkt an die Bedienungsperson 6 heran, wobei er diese unter Umständen behindert. Deshalb ist zweckmässigerweise je eine Ausschaltvorrichtung pro Fahrtrichtung vorgesehen, die den Raum in Reichweite der Bedienungsperson 6 abtastet.
Da das Positionieren des Wartungswagens 3 nach dessen Stillsetzung in Nähe der Bedienungsperson 6 von Hand erfolgt, ist es besonders vorteilhaft, wenn die für das Verschieben aufzubringende Kraft möglichst gering ist. Zu diesem Zweck kann die mechanische Antriebsverbindung zwischen der Offenend-Spinnmaschine 1 und dem Wartungswagen 3 aufgehoben werden. Das Fahrwerk 4 weist gemäss Fig. 3 Räder 41 auf, mit deren Hilfe das Fahrwerk 4 in einer C-förmigen Schiene 14 geführt wird. Um ein Kippen des Fahrwerkes 4 zu vermeiden, sind weitere Stützräder 42 vorgesehen, die sich von innen an der Schiene 14 abstützen. Diese Räder 41 und 42 genügen für die Führung des Fahrwerkes 4 und damit des Wartungswagens 3 längs der Maschine. Für den Antrieb des Wartungs wagens 3 sind Reibräder 43 vorgesehen, die in einem Lager 44 gelagert sind und die über ein Getriebe 45 von einem Fahrmotor 46 angetrieben werden. Der Fahrmotor 46 samt Getriebe 45, Lager 44 und Reibrädern 43 bilden eine Einheit, die in einer vertikalen Führung 47 vertikal verstellbar geführt wird. Die Führung 47 ist durch eine stationäre Halterung 470 am Fahrwerk 4 befestigt. Diese Halterung 470 trägt ferner einen vertikal angeordneten Elek-
6
s
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
7
637 170
tromagneten 48. Der Anker 480 dieses Elektromagneten 48 trägt einen Klemmring 481, an welchem sich eine Druckfeder 482 abstützt. Diese Druckfeder 482 wird in axialer Richtung durch den Anker 48Ò geführt und stützt sich mit ihrem anderen Ende an einer mit dem Lager 44 verbundenen Stützplatte 440 ab. Auf der der Druckfeder 482 abgewandten Seite der Stützplatte 440 stützt sich eine zweite, wesentlich schwächere Druckfeder 483 ab, deren anderes Ende sich am Boden 400 des Fahrwerkes 4 abstützt. Diese Druckfeder 483 wird durch einen Bolzen 484 in axialer Richtung geführt.
Wird der Fahrantrieb 4 betätigt, d.h. wird der Fahrmotor 46 eingeschaltet, so wird gleichzeitig der Elektromagnet 48 erregt. Dieser schiebt seinen Anker 480 nach unten, dessen Klemmring 481 die Druckfeder 482 belastet. Dadurch drückt die Druckfeder 483 über die Stützplatte 440 das Lager 44 mit den Reibrädern 43 und dem Getriebe 45 sowie dem Fahrmotor 46 nach unten, während die Druckfeder 483 vorgespannt wird. Die Reibräder 43 liegen somit auf der Schiene 14 auf und treiben aufgrund der vom Fahrmotor 46 erzeugten Drehung den Wartungswagen 3 in der gewählten Fahrtrichtung an. Durch diese Vorrichtung wird somit eine mechanische Antriebsverbindung zwischen der Offenend-Spinnma-schine 1 und dem Wartungswagen 3 bewirkt. Durch die elastische Anpressung der Reibräder 43 können darüber hinaus Ungleichmässigkeiten in der Schiene ausgeglichen werden.
Wird durch Ausschalten des Fahrmotors 46 der Fahrantrieb 40 ausgeschaltet, so fällt der Elektromagnet 48 ab. Die Druckfeder 482 entspannt sich daraufhin und schiebt über den Klemmring 481 den Anker 480 nach oben. Gleichzeitig kann sich aber auch die Druckfeder 483 entspannen, welche nun über die Stützplatte 440 das Lager 44 mit den Reibrädern 43 und dem Getriebe 45 sowie dem Fahrmotor 46 anhebt. Dadurch werden die Reibräder 43 von der Schiene 14 abgehoben, so dass die mechanische Antriebsverbindung zwischen dem Wartungswagen 3 und der Offenend-Spinnmaschine 1 aufgehoben ist. Wenn nun der Wartungswagen 3 manuell längs der Spinnmaschine verschoben wird, so rollt das Fahrwerk 4 mit Hilfe der Räder 41 und des Stützrades 42 die Schiene 14 entlang, ohne dass der Fahrantrieb 40 mit angetrieben werden muss.
Anhand der Fig. 4 wird nun ein elektrischer Schaltplan für die Wartungsvorrichtung erläutert. An ein Stromnetz 8, das beispielsweise als Drehstromnetz gezeichnet worden ist, ist über die Kontakte 71 eines Relais 70 ein Arbeitsantrieb 7 angeschlossen. An dasselbe Stromnetz 8 ist über die Kontakte 461 eines Relais 460 der Fahrmotor 46 angeschlossen. Parallel zu den Kontakten 461 liegen weitere Kontakte 463 eines Relais 462, wobei die Phasen des Stromnetzes 8 über die Kontakte 463 gegenüber der Zuleitung über die Kontakte 461 vertauscht zum Fahrmotor 46 gelangen. Hierdurch wird in bekannter Weise der Fahrmotor 46 über die Kontakte 461 in der einen Richtung, beispielsweise in bezug auf Fig. 1 nach links, und über die Kontakte 463 in der entgegengesetzten Richtung, beispielsweise in bezug auf Fig. 1 nach rechts, angetrieben.
Das Relais 460 ist in einem Stromkreis zwischen zwei Phasen in Reihe zu einem Umschalter 56 und einem Kontakt 570 angeordnet, während das Relais 462 parallel zu diesen Elementen in Reihe zu einem Umschalter 560 und einem Kontakt 580 angeordnet ist. Beide Relais 460 und 462 sind gemeinsam in Reihe mit dem Infrarot-Schalter 53 geschaltet. Ebenfalls zwischen zwei Phasen sind ein Schalter 72 und das Relais 70 angeordnet.
Parallel zum Kontakt 570, zum Relais 460 und zum Infrarot-Schalter 53 ist ein Relais 58 vorgesehen, das durch den Umschalter 560 ansteuerbar ist und welches den Kontakt 580 steuert. In gleicher Weise ist parallel zum Kontakt 580, zum Relais 462 und zum Infrarot-Schalter 53 ein Relais 57
vorgesehen, das durch den Umschalter 56 ansteuerbar ist und welches den Kontakt 570 steuert.
Wie oben bereits beschrieben, wird der Arbeitsantrieb 7 beispielsweise durch Bewegung des Wartungswagens 3 quer s zur Offenend-Spinnmaschine betätigt. Zu diesem Zweck kann der Wartungswagen 3 in einer Führung verschiebbar sein oder aber, wie Fig. 3 zeigt, über eine Achse 31 schwenkbar am Fahrwerk 4 befestigt sein, wobei das Fahrwerk 4 einen Schaltnocken 49 und der schwenkbare War-lo tungswagen 3 den mit diesem Schaltnocken 49 zusammenarbeitenden Schalter 72 trägt.
Normalerweise sind, da keine der beiden Lichtschranken 5 unterbrochen ist, beide Relais 57 und 58 angesprochen, welche ihre Kontakte 570 und 580 geschlossen halten. Die 15 Lichtschranken 5 steuern die beiden Umschalter 56 und 560. Wird die rechte Lichtschranke 5 unterbrochen (siehe Fig. 1), da die Bedienungsperson 6 auf dieser Seite von dem Wartungswagen 3 an einer Spinnstelle 10 arbeitet, so verbindet der Umschalter 560 das Stromnetz 8 über den geschlossenen 20 Kontakt 580 mit dem Relais 462. Dieses Relais 462 schliesst somit seine Kontakte 463 und schaltet den Fahrmotor 46 ein, der durch die Kontakte 463 auf Rechtslauf geschaltet ist. Der Wartungs wagen 3 fährt somit in Richtung zur Bedienungsperson, bis der Infrarot-Schalter 53 mit seinem Strahl 55 die 25 Bedienungsperson 6 erfasst und den Stromfluss durch das Relais 462 unterbricht, so dass sich die Kontakte 463 öffnen und den Fahrmotor 46 stillsetzen. Der Wartungswagen bleibt somit vor Erreichen der Bedienungsperson 6, jedoch in ihrer Reichweite, stehen. Die Bedienungsperson 6 erfasst nun den 30 Wartungswagen 3 am Griff 30 und verschiebt ihn in die exakte Arbeitsstellung, wo sie den Schalter 72 durch Verschwenken des Wartungswagens 3 infolge der Relativbewegung zwischen Schaltnocken 49 und Schalter 72 (Fig. 3) betätigt. Hierdurch wird das Relais 70 erregt, das über seine Kon-35 takte 72 den Arbeitsantrieb 7 einschaltet. Durch Rückschwenken des Wartungswagens 3 nach Abschluss der Wartungsarbeit wird der Schalter 72 durch den Schaltnocken 49 wieder freigegeben, so dass das Relais 70 abfällt, das daraufhin seine Kontakte 71 öffnet und den Arbeitsantrieb 7 40 ausschaltet.
Durch die Betätigung des Umschalters 560 wird das Relais 57 stromlos, das seinen Kontakt 570 öffnet. Somit kann das Relais 460 nicht eingeschaltet werden, solange das Relais 462 eingeschaltet ist, und umgekehrt. Die Relais 57 und 58 bilden 45 somit eine Sicherheitsvorrichtung und dienen der gegenseitigen Verriegelung der Relais 460 und 462. Auf diese Weise wird verhindert, dass, während der Wartungswagen 3 in der einen Richtung angetrieben wird, ihm ein Befehl erteilt wird, der eine Bewegung in der Gegenrichtung verlangt.
so Da in der Regel die Bedienungsperson 6 bei Ankunft des Wartungswagens 3 ihre Vorbereitungsarbeiten für den Wartungsvorgang bereits völlig oder zumindest fast abgeschlossen hat, ist es vorteilhaft, wenn jetzt auch der Arbeitsantrieb 7 eingeschaltet wird, so dass die Bedienungsperson 55 durch ihr Eingreifen lediglich die Durchführung des Wartungsvorganges selber auslöst. Zu diesem Zweck bildet die den Fahrantrieb 40 unterbrechende Ausschaltvorrichtung, . z.B. der Infrarot-Schalter 53, gleichzeitig die Einschaltvorrichtung für den Arbeitsantrieb 7. Eine solche Abwandlung 60 des Erfindungsgegenstandes zeigt Fig. 5. Statt des Schalters 72 sind in diesem Fall im Stromkreis des Relais 70 zwei parallele Kontakte 530 und 531 des Infrarot-Schalters 53 vorgesehen, die normalerweise geöffnet sind, bei Unterbrechung des Strahles 54 bzw. 55 (Fig. 1) des Infrarot-Schalters 53 65 jedoch geschlossen werden. Jeder Kontakt 530 bzw. 531 entspricht dabei einem Strahl 54 und 55 und somit einer Fahrtrichtung. Solange sich die Bedienungsperson 6 im Tastbereich eines der Strahlen 54 und 55 (Fig. 1) des Infrarot-Schal-
637 170
ters 53 befindet, ist der Fahrantrieb 40 ausgeschaltet.
Der Kontakt 530 des Infrarot-Schalters 53 kann auch parallel zum Schalter 72 angeordnet sein, so dass die Bedienungsperson 6 nach Betätigung des Schalters 72 auch den Tastbereich des Infrarot-Schalters 53 verlassen kann, ohne dass der Arbeitsantrieb 7 unterbrochen wird.
Damit auch nach Freigabe des Infrarot-Schalters 53 bei noch eingeschaltetem Arbeitsantrieb 7 der Fahrantrieb 40 nicht eingeschaltet werden kann, ist vorteilhafterweise eine den Fahrantrieb 40 während der Einschaltdauer des Arbeitsantriebes 7 unterbrechende Sicherheitsvorrichtung 700 vorgesehen. Diese Sicherheitsvorrichtung 700 wird durch einen Kontakt des Relais 70 gebildet, der in Reihe zu den parallelgeschalteten Relais 460 und 462 angeordnet ist. Wird somit das Relais 70 für das Einschalten des Fahrantriebes 7 erregt, so öffnet sich dieser die Sicherheitsvorrichtung 700 bildende Kontakt, so dass der Fahrantrieb 40 weder über das Relais 460 noch über das Relais 462 eingeschaltet werden kann.
Vorteilhafterweise ist dem Arbeitsantrieb 7 eine die Einschaltvorrichtung (Kontakte 530 und 531 des Infrarot-Schal-ters 53) überbrückende Selbsthaltevorrichtung vorgesehen, die durch einen Kontakt 701 des Relais 70 gebildet wird, der parallel zu den Kontakten 530 und 531 angeordnet ist. Somit hält dieser Kontakt 701 das Relais selbst dann erregt, wenn der Infrarot-Schalter 53 nicht mehr betätigt wird. Parallel zum Relais 70 ist eine Zeiteinheit 73 vorgesehen, welche nach Ablauf der durch sie vorgegebenen Frist den Arbeitsantrieb 7 wieder stromlos macht. Diese Zeiteinheit 73 wird ebenso wie das Relais 70 vom Kontakt 530 oder 531 eingeschaltet und vom Kontakt 701 gehalten. Die Zeiteinheit 73 weist parallel zu den Kontakten 530 und 531 in Reihe zum Kontakt 701 sowie in Reihe zum Relais 70 und zur Zeiteinheit 73 einen Kontakt 730 auf, der normalerweise geschlossen ist. Nach der von der Zeiteinheit 73 vorgegebenen Zeit wird der Kontakt 730 jedoch geöffnet und dadurch die Stromzufuhr zum Relais 70 und zur Zeiteinheit 73 unterbunden. Der Arbeitsantrieb 7 wird dadurch abgeschaltet. Der Zeiteinheit 73 ist ferner eine Schaltvorrichtung zugeordnet, welche bei Einleiten der Wartungsarbeit die Zeiteinheit 73 ausser Wirkung bringt. Vorzugsweise wird diese Schaltvorrichtung durch den Schalter 72 (Fig. 3) gebildet, der in diesem Fall in Reihe zu den Kontakten 530,531,701 und 730 im Stromkreis der parallel zum Relais 70 angeordneten Zeiteinheit 73 geschaltet ist. Somit wird beim Verschwenken des Wartungswagens 3 in seine Arbeitsstellung gleichzeitig mit der Auslösung der Wartungsarbeit durch Schliessen des Schalters 72 die Stromzufuhr zur Zeiteinheit 73 unterbrochen, so dass diese wirkungslos und auf Null zurückgestellt wird.
Die Zeiteinheit 73 hat die Aufgabe sicherzustellen, dass der Arbeitsantrieb 7 nicht sofort abgeschaltet wird, nachdem der Infrarot-Schalter 53 nicht mehr betätigt wird. Dies ist der Fall, wenn die Bedienungsperson 6 einen Schritt von der Maschine zurücktritt, um den Wartungswagen 3 durch Verschieben längs der Offenend-Spinnmaschine 1 in die exakte Arbeitsposition zu bringen, da hierbei die Bedienungsperson 6 aus dem Bereich der Strahlen 54 und 55 des Infrarot-Schalters 53 gelangt. Durch die Sicherheitsvorrichtung 700 wird ausserdem verhindert, dass während dieser Zeit der Wartungswagen 3 durch irgendeine andere Person, die in den Bereich einer der beiden Lichtschranken 5 gerät, von der Bedienungsperson weggeholt werden kann.
Beispielsweise gibt die Zeiteinheit 73 eine Frist von zwanzig Sekunden vor. Wenn die Bedienungsperson 6 nach Ansprechen der Zeiteinheit 73 und des Relais 70 für den Arbeitsantrieb 7 innerhalb dieser zwanzig Sekunden den Bereich der Strahlen 54 und 55 des Infrarot-Schalters 53 verlassen hat und die Wartungsarbeit durch Betätigung des Schalters 72 nicht begonnen wird, so öffnet sich der Kontakt
730 kurzzeitig wieder und der Arbeitsantrieb 7 schaltet sich ab. Dann schliesst sich der Kontakt 730 wieder. Da sich inzwischen der Kontakt 701 des Relais 70 geöffnet hat, bleibt die Stromzufuhr sowohl zum Relais 70 als auch zur Zeiteinheit 73 unterbunden.
Auf diese Weise wird ein unnötiges Arbeiten des Arbeitsantriebes 7 vermieden, wenn die Bedienungsperson verhindert ist, die mit dem Wartungswagen 3 durchzuführende Wartungsarbeit sofort vorzunehmen. Durch Betätigung des Infrarot-Schalters 53, was die Bedienungsperson 6 durch kurzes Hineinhalten ihrer Hand oder durch Hineingehen in den Bereich der Strahlen 54 und 55 erreicht, wird der Arbeitsantrieb 7 wieder eingeschaltet, wenn die Bedienungsperson 6 die Wartungsarbeit schliesslich vornehmen will.
Durch die SicherheitsVorrichtung 700 wird gleichzeitig mit dem Abschalten des Arbeitsantriebes 7 nach Ablauf der durch die Zeiteinheit 73 vorgegebenen Frist der Fahrantrieb 40 freigegeben. Wenn die Bedienungsperson 6 die betreffende Spinnstelle 10 verlassen hat, so kann sie durch erneutes Unterbrechen einer der Lichtschranken 5 an einer anderen Spinnstelle 10 den Wartungswagen zu sich rufen.
Ergreift die Bedienungsperson 6 jedoch innerhalb der vorgegebenen zwanzig Sekunden den Wartungswagen 3 und betätigt ihn durch Verschwenken oder Verschieben desselben den Schalter 72, wobei sie gleichzeitig die Wartungsarbeit selber auslöst, so wird unabhängig von der noch verbliebenen Frist die Zeiteinheit 73 erneut angesprochen. Nach Beendigung der Wartungsarbeit beginnt durch Schliessen des Schalters 72 die Frist des Zeitgliedes 73 zu laufen. Erst nach Ablauf dieser Frist wird der Arbeitsantrieb 7 durch Öffnen des Kontaktes 730 abgeschaltet und über die Sicherheitsvorrichtung 700 der Fahrantrieb 40 freigegeben.
Gemäss der bevorzugten Ausführung des Erfindungsgegenstandes ist der gestrichelt dargestellte Wartungswagen 3 nicht, wie in Fig. 4 gezeigt, mit seinen elektrischen Anschlüssen fest (über Schleppkabel, die sich evtl. selber aufwickeln) mit dem Stromnetz 8 verbunden, sondern es sind hierfür Schleifkontakte 80 vorgesehen.
Damit die Bedienungsperson 6 nicht gezwungen ist, während der Vorbereitung der Wartungsarbeit stets im Bereich der Lichtschranke 5 zu bleiben, sind den Relais 460 und 462 Selbsthaltekontakte 464 und 465 vorgesehen, welche die die Einschaltvorrichtung bildenden Umschalter 56 und 560 überbrücken und das Relais 460 bzw. 462 selbst nach Freigabe der Lichtschranke 5 noch erregt halten, bis das Relais 460 bzw. 462 durch Ansprechen des Infrarot-Schalters 53 stromlos wird. Dadurch ist sichergestellt, dass sich der Wartungswagen 3 nach Abschluss der der eigentlichen Wartungsarbeit vorangehenden Arbeiten (z.B. Spulenanheben, Fadenansetzen) bereits bei der Bedienungsperson 6 befindet.
Um zu vermeiden, dass, wenn die Bedienungsperson 6 den Abtastbereich des Infrarot-Schalters 53 verlässt, der Wartungswagen 3 auf das Ende der Offenend-Spinnmaschine 1 auflaufen kann, ist auf jeder Seite des Wartungswagens 3 oder seines Fahrwerkes 4 ein Endschalter 9 bzw. 90 vorgesehen, der steuermässig mit dem Fahrantrieb 40 in Verbindung steht (Fig. 1 und 6). Der Endschalter 9 ist in Reihe zum Relais 460 und der Endschalter 90 in Reihe zum Relais 462 geschaltet, wobei sich die beiden Endschalter 9 und 90 in zwei parallelen Stromkreisen befinden. Jedem Endschalter 9 bzw. 90 ist ein am Ende 11 bzw. 12 der Offenend-Spinnmaschine 1 angeordneter Anschlag 91 bzw. 92 zugeordnet. Erreicht der Wartungswagen 3 mit seinem Endschalter 9 den Anschlag 91 oder mit seinem Endschalter 90 den Anschlag 92, so öffnet sich der entsprechende Endschalter 9 bzw. 90 und unterbricht die Stromzufuhr zum zugehörigen Relais 460 bzw. 462, so dass der Wartungswagen 3 stillgesetzt wird, bevor er das Ende 11 bzw. 12 der Offenend-Spinnmaschine 1 berührt.
8
s
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
9
637170
Um auch in besonderen Fällen den Wartungswagen 3 unabhängig von der automatischen Steuerung stillsetzen zu können, ist dem Fahrantrieb 40 vorteilhafterweise eine von Hand zu betätigende Ausschaltvorrichtung 93 zugeordnet, die an dem Wartungswagen 3 selber vorgesehen ist (Fig. 1 s und 6). Diese Ausschaltvorrichtung 93 ist in Reihe zu den parallelgeschalteten Relais 460 und 462 angeordnet.
Der in Fig. 3 gezeigte Elektromagnet 48, welcher die mechanische Antriebsverbindung zwischen der Offenend-Spinnmaschine 1 und dem Wartungswagen 3 bewirkt oder io aufhebt, ist parallel zu den beiden Relais 460 und 462 geschaltet, wobei Dioden 485 und 486 verhindern, dass die Relais 460 und 462 gleichzeitig angesprochen werden können.
Für bestimmte Wartungs- oder Reparaturarbeiten an der is Offenend-Spinnmaschine 1 ist es störend, wenn der Wartungswagen 3 bei der Unterbrechung einer der Lichtschranken 5 herbeigerufen wird. Zu diesem Zweck ist der Phase des Stromnetzes 8, mit welchem die Lichtschranken verbunden sind, ein Schalter 59 zugeordnet, so dass die durch 20 die Lichtschranken 5 gebildete Einschaltvorrichtung ausser Betrieb gesetzt werden kann.
Sollen Wartungsarbeiten Spinnstelle 10 für Spinnstelle 10 vorgenommen werden, so wird der Fahrantrieb 40 nicht benötigt, da der Wartungswagen 3 von der Bedienungs- 25 person 6 von Spinnstelle 10 zu Spinnstelle 10 bewegt wird. Um hierbei jegliche Beeinflussung durch andere an der Offenend-Spinnmaschine befindliche Personen auszuschliessen, ist vorteilhafterweise parallel zu den Kontakten 530,531 sowie 701 und 730 eine von Hand zu betätigende Schaltvorrichtung 30 74 vorgesehen, durch welche das Relais 70 eingeschaltet werden kann. Um ein gleichzeitiges Ansprechen der Zeiteinheit 73 zu vermeiden, ist parallel zum Relais 70, jedoch in Reihe zur Zeiteinheit und dem Schalter 72, ein weiterer Kontakt 740 der Schaltvorrichtung 74 vorgesehen. 35
Durch die Schaltvorrichtung 74 wird das Relais 70 erregt, das den Arbeitsantrieb 7 über das Relais 70 einschaltet und über die Sicherheitsvorrichtung 700 den Fahrantrieb 40 vom Stromkreis 8 trennt. Nur durch Unterbrechen des Stromflusses über Schaltvorrichtung 74 können der Arbeitsantrieb 40 7 wieder ausgeschaltet und der Fahrantrieb 40 sowie die Zeiteinheit 73 wieder freigegeben werden.
Die vorstehende Beschreibung zeigt, dass die Erfindung in vielfältiger Weise abgewandelt werden kann. So ist es beispielsweise auch möglich, pro Fahrtrichtung mehrere Aus- 45 schaltvorrichtungen für den Fahrantrieb 40 vorzusehen, von denen die erste über ein Getriebe die Fahrgeschwindigkeit des Wartungswagens 3 lediglich reduziert und erst die zweite Ausschaltvorrichtung den Fahrantrieb 40 ausschaltet. Die die mechanische Antriebsverbindung zwischen der Offenend- so Spinnmaschine 1 und dem Wartungswagen 3 bewirkende Kupplung kann z.B. auch als ein Waagehebel ausgebildet sein, der an jedem Ende ein Reibrad 43 aufweist, wobei diese Reibräder in verschiedenen Richtungen angetrieben werden. Je nach der gewünschten Transportrichtung wird der Waage- -ss hebel aus einer neutralen Mittelstellung, in welcher keines der Reibräder 43 die Schiene 14 berührt, in eine Endstellung gebracht, in welcher das eine oder das andere Reibrad 43 Berührungskontakt mit der Schiene 14 hat. Natürlich kann anstelle des Reibrades 43 auch ein Zahnrad vorgesehen sein, 60 in welchem Fall die Schiene 14 eine entsprechende Zahnung aufweist.
Auch ist es möglich, statt einer einzigen Zeiteinheit 73, die durch die Einschaltvorrichtung für den Arbeitsantrieb 7 oder bei der Durchführung des Wartungsvorganges eingeschaltet 6s wird, zwei separate Zeiteinheiten vorzusehen, von denen die eine gleichzeitig mit dem Arbeitsantrieb und die andere mit der Durchführung der Wartungsarbeit eingeschaltet werden kann, so dass auch hierfür verschiedene Fristen vorgegeben werden können.
Die Art, wie nach dem Einschalten des Arbeitsantriebes 7 die eigentliche Wartungsarbeit eingeleitet und durchgeführt wird, ist nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung und hängt auch von der Art der Wartung ab. Beispielsweise kann die Wartungsarbeit dadurch eingeleitet werden, dass durch das Verschwenken oder Verschieben des Wartungswagens 3 quer zur Offenend-Spinnmaschine 1 ein Schalter 72 betätigt wird. Ein solcher Schalter 72 kann aber auch von Hand betätigt werden und beispielsweise im Griff 30 (Fig. 1) angeordnet sein. Auch kann der Schalter 72 verschieden, beispielsweise als Magnetschalter, ausgebildet sein.
Für die vorliegende Erfindung spielt es auch keine wesentliche Rolle, auf welche Weise der Wartungswagen 3 in Nähe der Bedienungsperson 10 angehalten wird. Gemäss den oben beschriebenen Ausführungen des Erfindungsgegenstandes erfolgt das Stillsetzen des Wartungswagens 3 durch Abtasten der Bedienungsperson 6. Fig. 6 zeigt eine andere Ausbildung der Vorrichtung, bei der der Wartungswagen 3 zwar durch die Bedienungsperson 6 herbeigerufen, aber unabhängig von ihr in ihrer Nähe stillgesetzt wird.
In Fig. 6 sind sieben Spinnstellen 101 bis 107 einer eine bedeutend grössere Anzahl von Spinnstellen aufweisenden Offenend-Spinnmaschine dargestellt, die alle sowohl mechanisch als auch elektrisch gleich aufgebaut sind. An jeder Spinnstelle befindet sich ein von der Bedienungsperson 6 betätigbarer Schalter 500, der ausser seiner Mittelstellung, die er im gezeigten Ausführungsbeispiel an den Spinnstellen 101, 102,103,105, 106 und 107 einnimmt, noch eine erste Schaltstellung 501 (siehe Spinnstelle 104) und eine zweite Schaltstellung 502 (siehe Spinnstelle 104, gestrichelte Darstellung) einnehmen kann. Die Schaltstellung 501 dient dem Herbeirufen des Wartungswagens 3 in Fahrtrichtung von links nach rechts, während die Schaltstellung 502 dem Herbeirufen des Wartungswagens 3 in Fahrtrichtung von rechts nach links dient, wie später noch näher erläutert wird.
Jede Spinnstelle 101 bis 107 weist ferner einen Elektromagneten 503 auf, der steuermässig mit einem Schalter 500 verbunden ist. Je nachdem, wieviel Spinnstellen vor Erreichen der zu wartenden Spinnstelle der Wartungswagen 3 angehalten werden soll, gehören dabei der Schalter 500 einer bestimmten Spinnstelle und der Elektromagnet 503 der beispielsweise zwei oder drei Spinnstellen vor und nach dieser bestimmten Spinnstelle liegenden Spinnstelle zusammen. Im gezeigten Beispiel soll der Wartungswagen drei Spinnstellen vor Erreichen der zu wartenden Spinnstelle angehalten werden. Aus diesem Grunde arbeitet der Schalter 500 der Spinnstelle 104 mit den Elektromagneten 503 der Spinnstellen 101 und 107 zusammen.
Jeder Elektromagnet 503 ist über seinen Anker 504 mit einem Arm 506 eines Winkelhebels 505 verbunden, während der andere Arm 507 einen Stellstift 508 aufweist, über den durch eine Rückstellführung 32 in dem Wartungswagen 3 mit beidseitig je einem sich erweiternden Ende 320 und 321 der Winkelhebel 505 in seine Grundstellung zurückgestellt werden kann. Der Winkelhebel 505 arbeitet mit einem Schalter 509 zusammen, der in der Grundstellung des Winkelhebels 505 geöffnet und in der verschwenkten Position des Winkelhebels 505 geschlossen ist.
Dem Winkelhebel 505 ist ein durch eine Druckfeder 190 beaufschlagter Rastbolzen 19 zugeordnet, der je nach Stellung des Winkelhebels 505 auf der einen oder anderen Seite des Armes 506 des Winkelhebels 505 einrastet. Die Beaufschlagung des Rastbolzens 19 durch die Druckfeder 190 reicht zwar aus, um den Winkelhebel 505 in der jeweiligen Stellung zu sichern, ermöglicht jedoch bei Betätigung des Elektromagneten 503 und bei Einwirkung der Rückstellfüh-
637 170
10
rung 32 in dem Wartungs wagen 3 auf den Stellstift 508 des Winkelhebels 505 ein Verschwenken desselben.
Jeder Elektromagnet 503 ist mit zwei Schaltern 500 verbunden, die jeweils entsprechend dem gewählten Abstand von der zu wartenden Spinnstelle für das Stillsetzen des Wartungswagens 3 mehrere Spinnstellen von ihm entfernt sind. Im gezeigten Beispiel beträgt dieser Abstand drei Spinnstellen, weshalb der Elektromagnet 503 der Spinnstelle 104 mit dem Schalter 500 in der Schaltstelliing 502 der Spinnstelle 101 und dem Schalter 500 in der Schaltstellung 501 der Spinnstelle 107 verbunden ist.
In gleicher Weise sind auch die anderen Schalter 500 und Elektromagneten 503 miteinander verbunden.
In der Schaltstellung 501 erregt der Schalter 500, dessen Schwenkpunkt beispielsweise an den Pluspol einer Steuerleitung 81 angelegt ist, ein Relais 460, das sich auch nach Rückkehr des Schalters 500 in die Ausgangsstellung über einen Selbsthaltekontakt 464 selber hält. In gleicher Weise erregt der Schalter 500 in der Schaltstellung 502 ein Relais 462, das sich über einen Selbsthaltekontakt 465 selber hält. Bei Erregung verbindet das Relais 460 mittels seines Kontaktes 461 den Fahrmotor 46 mit der Steuerleitung 81 in der Weise, dass der Fahrmotor 46 auf Rechtsfahrt eingestellt ist, während das erregte Relais 462 mittels seines Kontaktes 463 den Fahrmotor 46 mit der Steuerleitung 81 in der Weise verbindet,
dass der Fahrmotor 46 auf Linksfahrt eingestellt ist.
Die Schalter 509 der einzelnen Spinnstellen 101 bis 107 sind alle parallel geschaltet. Die Relais 460 und 462 können nur über einen dieser Schalter 509 mit dem Minuspol der Steuerleitung 81 verbunden werden, so dass der Fahrmotor 46 nur dann in Betrieb gesetzt werden kann, wenn einer der . Winkelhebel 505 seine verschwenkte Position einnimmt.
Falls gewünscht, kann in Reihe zu den parallelgeschalteten Schaltern 509 pro Spinnstelle 101 bis 107 je ein Schalter 94 vorgesehen sein, um auf diese Weise den Wartungswagen 3 in der gegenwärtigen Stellung stillzusetzen, ohne dass die Bedienungsperson 6 die zu wartende Spinnstelle verlassen muss.
Befindet sich die Bedienungsperson 6 zur Durchführung einer Wartung an der Spinnstelle 104 und steht der Wartungswagen 3 links von ihr, so bewegt die Bedienungsperson im Rahmen der Vorbereitungsarbeiten für die Wartung den Schalter 500 kurz in die Schaltstellung 501. Dadurch wird der Elektromagnet 503 der Spinnstelle 101 betätigt, der den Winkelhebel 505 aus der Grundstellung in die Arbeitsstellung verschwenkt, in der sie den zugeordneten Schalter 509 schliesst. Gleichzeitig mit dem Elektromagneten 503 wird das Relais 460 erregt, das sich nach Freigabe des Schalters 500 über den Selbsthaltekontakt 464 selbst hält und das über seinen Kontakt 461 den Fahrmotor 46 auf Rechtslauf einschaltet. Da der Schalter 509 geschlossen ist, setzt sich der
Wartungswagen 3 in Bewegung, bis die an dem Wartungswagen 3 vorgesehene Rückstellführung 32 über den Stellstift
508 den Winkelhebel 505 der Spinnstelle 101 wieder in seine Grundstellung zurückführt, wobei der Schalter 509 geöffnet s wird. Der Stromfluss durch das Relais 460 und durch den Fahrmotor 46 wird hierdurch unterbrochen und der Wartungswagen 3 bleibt drei Spinnstellen von der Bedienungsperson 6 entfernt stehen.
In gleicher Weise kann die Bedienungsperson den rechts io von ihr stehenden Wartungswagen 3 heranholen. Der Schalter 500 wird dann in die Schaltstellung 502 gebracht, in welcher der Elektromagnet 503 der Spinnstelle 107 seinen Winkelhebel 505 verschwenkt. Gleichzeitig wird das Relais 462 erregt, das sich über den Selbsthaltekontakt 465 selbst 15 hält und über Kontakt 463 den Fahrmotor 46 auf Linkslauf schaltet, bis nach Auflaufen der Rückstellführung 32 auf den Stellstift 508 der Schalter 509 geöffnet wird, wodurch der Stromfluss durch das Relais 462 und den Fahrmotor 46 unterbrochen wird und der Wartungswagen 3 stillgesetzt wird.
Soll aus irgendeinem Grunde der Wartungswagen 3 vor Erreichen des verschwenkten Winkelhebels 505 stillgesetzt werden, so kann dies von der zu wartenden Spinnstelle aus durch Betätigen des Schalters 94 geschehen.
Je nach Abstand der Spinnstellen voneinander kann es genügen, wenn die Schalter 500 und/oder 94 nicht an jeder Spinnstelle vorgesehen sind, sondern wenn zwei oder drei Spinnstellen jeweils ein Schalter 500 und/oder 94 zugeordnet ist. Auf jeden Fall ist dafür Sorge zu tragen, dass die Bedienungsperson von jeder Spinnstelle aus ohne Verlassen derselben den die Rufeinrichtung bildenden Schalter 500 erreichen kann, während der Wartungswagen 3 in Reichweite der Bedienungsperson 6, aber ausserhalb des für die Wartung der Spinnstelle benötigten Raumes stillgesetzt wird.
Statt eines eine Mittel- und zwei Endstellungen aufweisenden Schalters 500 kann auch für jede Richtung ein separater Schalter vorgesehen sein.
Die aus Rückstellführung 32, Winkelhebel 55 und Schalter
509 bestehende Ausschaltvorrichtung kann verschieden ausgebildet sein. So kann die Rückstellführung 32 und entsprechend auch der Winkelhebel 505 an verschiedenen Stellen des Wartungswagens 3 angeordnet sein. Beispielsweise befindet sich die Rückstellführung 32 an der Unter- oder Oberseite oder aber auch an der der Offenend-Spinnmaschine zugewandten Seite des Wartungswagens 3. Statt mechanisch kann die Rückstellführung auch berührungslos, z.B. magnetisch, arbeiten. Entsprechend ist es auch nicht erforderlich, dass ein Winkelhebel 505 Anwendung findet, sondern ein anderes geeignetes Element kann statt seiner Anwendung finden.
25
30
35
40
45
B
3 Blatt Zeichnungen

Claims (20)

637170 PATENTANSPRÜCHE
1. Verfahren zum Warten einer Vielzahl nebeneinander angeordneter Spinnstellen einer Offenend-Spinnmaschine durch einen längs der Spinnstellen bewegbaren Wartungswagen, dadurch gekennzeichnet, dass eine Bedienungsperson die Wartung an der zu wartenden Spinnstelle vorbereitet und dabei den Wartungswagen von seinem gegenwärtigen Standort abruft, woraufhin der Wartungswagen bis in Nähe der zu wartenden Spinnstelle zu der Bedienungsperson fährt und dort verweilt, bis nach Abschluss der Vorbereitungsarbeiten die Bedienungsperson den Wartungswagen für das Einleiten und Durchführen der Wartung in die exakte Arbeitsstellung bringt und in Tätigkeit setzt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedienungsperson während der Vorbereitungsarbeiten eine Spule von einer Auflage abhebt und gleichzeitig den Wartungswagen abruft.
3. Wartungsvorrichtung an einer Offenend-Spinnma-schine zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch einen Fahrantrieb (40) für den Wartungs wagen (3), dem eine von jeder Spinnstelle (10) aus durch die Bedienungsperson (6) auslösbare Einschaltvorrichtung (5,56,560) sowie eine mit dem Wartungswagen (3) verfahrbare Ausschaltvorrichtung zum Stillsetzen des Wartungswagens in Nähe der Bedienungsperson (6) zugeordnet ist.
4. Wartungsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass dem Fahrantrieb (40) eine die Einschaltvorrichtung (5,56,560) überbrückende Selbsthaltevorrichtung (464,465) zugeordnet ist.
5. Wartungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass pro Spinnstelle (10) eine Schaltvorrichtung (94) vorgesehen ist, durch welche die Selbsthaltevorrichtung (464,465) unterbrechbar ist.
6. Wartungsvorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass pro Fahrtrichtung eine separate Einschaltvorrichtung (56,560) vorgesehen ist.
7. Wartungsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass jede Einschaltvorrichtung (56,560) eine zwischen einem Ende (11,12) der Offenend-Spinnmaschine (1) und dem Wartungswagen (3) angeordnete Lichtschranke (5) aufweist, die durch die Bedienungsperson (6) beim Bedienen einer Spinnstelle (10) unterbrechbar ist.
8, dadurch gekennzeichnet, dass die Einschaltvorrichtung (5, 56,560) ausser Betrieb setzbar ist.
8. Wartungsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtschranke (5) eine Lichtquelle und eine Photozelle, die am Ende (11,12) der Offenend-Spinnmaschine (1) stationär angeordnet sind, sowie einen mit dem Wartungswagen (3) verfahrbaren Reflektor (52) aufweist.
9, gekennzeichnet durch eine gleichzeitig mit dem Fahrantrieb (40) betätigbare, eine mechanische Antriebsverbindung zwischen der Offenend-Spinnmaschine (1) und dem Wartungswagen (3) bewirkende Kupplung (48).
9. Wartungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis
10, dadurch gekennzeichnet, dass pro Fahrtrichtung eine separate Ausschaltvorrichtung (530,531) vorgesehen ist.
10. Wartungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis
11. Wartungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis
12. Wartungsvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausschaltvorrichtung (53,530,531) derartig an dem Wartungswagen (3) angeordnet ist, dass sie in Fahrtrichtung des Wartungswagens (3) den der Reichweite der Bedienungsperson (6) entsprechenden Raum abtastet.
13. Wartungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausschaltvorrichtung (53) als Infrarot-Schalter ausgebildet ist.
14, dadurch gekennzeichnet, dass dem Fahrantrieb (40) eine von der Bedienungsperson zu betätigende, an dem Wartungswagen (3) angebrachte weitere Ausschaltvorrichtung (93) zugeordnet ist.
14. Wartungsvorrichtung nach den Ansprüchen 4 und 13,
dadurch gekennzeichnet, dass der Wartungswagen (3) pro Fahrtrichtung einen mit dem Fahrantrieb (40) steuermässig in Verbindung stehenden Endschalter (9,90) aufweist, welchem je ein Anschlag (91,92) am Ende (11,12) der Offenend-Spinnmaschine (1) zugeordnet ist.
15, dadurch gekennzeichnet, dass die den Fahrantrieb (40) unterbrechende Ausschaltvorichtung (53,530,531) gleichzeitig die Einschaltvorrichtung für einen Arbeitsantrieb (7) bildet, der von der Bedienungsperson in Wirkung bringbar ist.
15. Wartungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis
16. Wartungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis
17. Wartungsvorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass dem Arbeitsantrieb (7) eine ihre Einschaltvorrichtung (53,530,531) überbrückende Selbsthaltevorrichtung (730) zugeordnet ist.
18. Wartungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 17, gekennzeichnet durch eine den Fahrantrieb (40) während der Einschaltdauer des Arbeitsantriebes (7) unterbrechende Sicherheitsvorrichtung (700).
19. Wartungsvorrichtung nach Anspruch 18, gekennzeichnet durch eine durch die Bedienungsperson betätigbare, den Arbeitsantrieb (7) einschaltende Schaltvorrichtung (74).
20. Wartungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 19, gekennzeichnet durch eine Zeiteinheit (73), die mit dem Einschalten des Arbeitsantriebes (7) und unabhängig hiervon beim Einleiten der Wartungsarbeit einschaltbar und durch welche nach Ablauf der Frist der Arbeitsantrieb (7) unterbrechbar ist.
CH199579A 1978-03-02 1979-03-01 Verfahren und vorrichtung zum warten einer vielzahl nebeneinander angeordneter spinnstellen einer offenend-spinnmaschine. CH637170A5 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE2809001A DE2809001C2 (de) 1978-03-02 1978-03-02 Wartungsanlage an einer Offenend-Spinnmaschine

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH637170A5 true CH637170A5 (de) 1983-07-15

Family

ID=6033372

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH199579A CH637170A5 (de) 1978-03-02 1979-03-01 Verfahren und vorrichtung zum warten einer vielzahl nebeneinander angeordneter spinnstellen einer offenend-spinnmaschine.

Country Status (10)

Country Link
US (1) US4275553A (de)
BR (1) BR7901197A (de)
CH (1) CH637170A5 (de)
CS (1) CS214789B2 (de)
DE (1) DE2809001C2 (de)
FR (1) FR2418823A1 (de)
GB (1) GB2015588B (de)
IN (1) IN149998B (de)
IT (1) IT1111115B (de)
PL (1) PL213762A1 (de)

Families Citing this family (10)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CS222909B1 (en) * 1980-11-12 1983-08-26 Karel Mikulecky Apparatus for rational remedy of non-stationary state of open-end spinning units
DE3717803A1 (de) * 1987-05-26 1988-12-08 Zinser Textilmaschinen Gmbh Verfahren und vorrichtung zum positionieren eines bedienlaeufers in mindestens einer von mehreren arbeitspositionen an einer spinnereimaschine
DE3932665A1 (de) * 1989-09-29 1991-04-11 Rieter Ag Maschf Ueberwachungsvorrichtung
DE3942406A1 (de) * 1989-12-21 1991-06-27 Rieter Ag Maschf Bedienroboter zur bedienung einer spinnmaschine
DE4216512C2 (de) * 1992-05-19 2001-06-28 Schlafhorst & Co W Verfahrbare Wartungseinrichtung mit Sensor zur Feststellung von Hindernissen
DE10137081B4 (de) * 2001-07-28 2017-02-23 Rieter Ingolstadt Gmbh Textilmaschine mit einer Wartungseinrichtung und Verfahren zur Kollisionsvermeidung
DE10251623A1 (de) * 2002-11-06 2004-05-19 Rieter Ingolstadt Spinnereimaschinenbau Ag Verfahren und Vorrichtung zum Warten von Aggregaten einer Spinnmaschine
DE102004044551B4 (de) * 2004-09-15 2017-08-31 Rieter Ingolstadt Gmbh Verfahren zum Betrieb einer Spinnmaschine sowie Spinnmaschine zur Ausführung dieses Verfahrens
JP2015059278A (ja) * 2013-09-17 2015-03-30 村田機械株式会社 糸巻取機
JP2019196244A (ja) * 2018-05-09 2019-11-14 村田機械株式会社 糸巻取機及び糸巻取方法

Family Cites Families (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB1126214A (en) * 1967-06-24 1968-09-05 Hindustan Antibiotics Ltd Antiamoebin, a new antiprotozoal and anthelmintic antibiotic, and a method of producing the same
US3902308A (en) * 1973-09-19 1975-09-02 Leesona Corp Optical sensing system for textile apparatus
DE2350840C3 (de) * 1973-10-10 1979-07-05 Fritz 7341 Bad Ueberkingen Stahlecker Offenendspinnmaschine mit einer Vielzahl nebeneinander angeordneter Spinnaggregate
DE2351458C3 (de) * 1973-10-13 1977-10-06 Schubert & Salzer Maschinen Vorrichtung zum fadenansetzen an einer offen-end-spinnvorrichtung
DE2455495A1 (de) * 1974-11-23 1976-05-26 Zinser Textilmaschinen Gmbh Spinnanlage mit fahrbarem bediengeraet
US4047371A (en) * 1975-12-13 1977-09-13 Hans Stahlecker Spinning machine facility with a plurality of open end spinning machines and at least one servicing instrument
DE2620428A1 (de) * 1976-05-08 1977-11-24 Fritz Stahlecker Offenend-spinnmaschine mit einer verfahrbaren vorrichtung zum entnehmen von vollen spulen und zum einsetzen von zu bespulenden huelsen

Also Published As

Publication number Publication date
FR2418823B1 (de) 1984-02-24
IT1111115B (it) 1986-01-13
IT7920655A0 (it) 1979-03-01
DE2809001C2 (de) 1983-11-03
PL213762A1 (de) 1980-02-11
US4275553A (en) 1981-06-30
CS214789B2 (en) 1982-05-28
IN149998B (de) 1982-06-26
GB2015588A (en) 1979-09-12
BR7901197A (pt) 1979-11-20
GB2015588B (en) 1982-06-03
DE2809001A1 (de) 1979-09-06
FR2418823A1 (fr) 1979-09-28

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0230569A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Warten der Arbeitsstellen von Spinn- oder Zwirnmaschinen mittels mehrerer an den Arbeitsstellen entlang fahrbarer Wartungseinrichtungen
EP0303003B1 (de) Offenend-Spinnvorrichtung und Verfahren zum Anfahren einer solchen Vorrichtung
DE1932014A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Verringerung des Zeitaufwandes bei der UEberwachung von Spinnmaschinen mit Hilfe von automatischen Fadenwaechtern und Fadenandrehvorrichtungen
DE2121426B2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Spulenwechsel bei Textilmaschinen
DE2350840A1 (de) Offen-end-spinnmaschine mit einer verfahrbaren vorrichtung zum anspinnen
DE3325999C2 (de)
DE3339670A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum steuern und wiederaufnehmen des abgeschnittenen fadens beim austausch von vollen spulen
DE2440644A1 (de) Einrichtung zum selbsttaetigen aufspulen von faeden
DE2809001C2 (de) Wartungsanlage an einer Offenend-Spinnmaschine
DE2758064C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Beseitigen einer Unregelmäßigkeit im Faden an einer Spinnstelle einer Offen-End-Spinnvorrichtung
DE2811128A1 (de) Automatische spulenwechselvorrichtung
DE4236379C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Umspulen von Garn in einer Topfspinnvorrichtung
DE2612660A1 (de) Automatische ringlaeufervorrichtung zum auffinden und anlegen von gebrochenen faeden in spinnmaschinen fuer textilfasern von woll- oder baumwollaenge
DE1510356A1 (de) Vorrichtung zum Austauschen voller Spinnkannen gegen leere an einer Fuellstation
DE19524946B4 (de) Kreuzspulen herstellende Textilmaschine
DE4038628A1 (de) Zwischen einer spulmaschine und einer kopslieferstelle angeordnete vorrichtung zum abziehen von auf einzeltraeger aufgesteckten spulenhuelsen
DE4418743C2 (de) Verfahren zum pneumatischen Aufnehmen des Endes eines auf einer Spule aufgewickelten Fadens
EP0295394A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen einer Fadenreserve
DE3344993A1 (de) Mehrstellige textilmaschine
DE2455913C3 (de) Kopswechselvorrichtung
DE2803930A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum vorbereiten des spulenwechsels an einer ringspinnmaschine
DE2316970A1 (de) Verfahren zum automatischen wechseln von koetzern in einem ringspinner
DE3321058C2 (de) Vorrichtung zum Spulenwechsel an einer Aufwickelmaschine für grobe Garne
DE1510750B1 (de) Spinn- und Zwirnmaschine
CH631413A5 (de) Vorrichtung zum aufspulen textiler faeden.

Legal Events

Date Code Title Description
PL Patent ceased
PL Patent ceased