CH637442A5 - Kletterschalung zur herstellung einer geraden oder gekruemmten stahlbetonwand. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Kletterschalung zur Herstellung einer geraden oder gekrümmten Stahlbetonwand, mit Ankerstellen zur lösbaren Verankerung einer Kletterrüstung an der Wand, und mit Schalungselementen, die nach dem Betonieren eines Wandabschnitts aus der Verankerung gelöst und durch Hubvorrichtungen angehoben werden.
Derartige Kletterschalungen dienen insbesondere zur Herstellung hoher, grosser Bauwerke, insbesondere grosser konischer Bauwerke mit zweiseitig gekrümmten Stahlbetonwänden mit wechselnden Wandstärken, z.B. Kühltürmen von Kraftwerken.
Kletterschalungen der eingangs genannten Art sind bereits bekannt und enthalten Kletterscheiben, Kletterschienen,
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Schalungsschienen und Schaltafeln aus Holz oder Metall. Die Kletterscheiben bilden zusammen mit aufgelegten Bohlenlagen die Arbeits- und Schutzrüstung und werden an den an der schon errichteten Stahlbetonwand lösbar verankerten Kletterschienen befestigt. Die Schalung wird unabhängig von der Kletterrüstung von Holz- oder Metallschalungselementen zwischen den Schalschienen gebildet. Als Hubvorrichtungen zum Umsetzen der Schalung dienen entweder Kräne oder hydraulisch, elektrisch oder pneumatisch angetriebene Geräte. Die Schalhaut wird bei den bisher bekannten Verfahren beim Einsatz von Holzschalungstafeln durch Abschneiden verkürzt, so dass das abgeschnittene Material verloren ist. Bei Verwendung einer Metallschalhaut erfolgt die Verkürzung durch Abschrauben von Passelementen und durch Gegen- bzw. Ineinanderschieben der einzelnen Schaltafeln.
Nachteilig ist bei einer derartigen Kletterschalung bekanter Art dabei insbesondere, dass die Arbeits- und Schutzrüstung und die Schalungskonstruktion voneinander vollständig getrennt sind und an jeweils eigenen Kletterschienen bzw. Schalungsschienen in die Höhe transportiert werden, so dass zur Verankerung der Kletterschienen und der Schalungsschienen ein grosser Zeitaufwand erforderlich ist. Darüberhinaus bringt die Verwendung von am Umfang des Bauwerks in radialer Richtung angeordneten Gerüstscheiben zusätzliche Lohn- und Materialkosten mit sich, da die Gerüstscheiben in sich instabil sind und durch zusätzliche seitliche Aussteifungen stabilisiert werden müssen.
Aus der DE-OS 2140 543 ist ferner eine Kletterschalung für die Herstellung von geraden oder gekrümmten Stahlbetonwänden bekannt, die eine Innen- und eine Aussenscha-lung in einem, die jeweilige Bauhöhe überragenden Kopfgerüst aufweist, wobei die Innen- und Aussenschalungen nach dem Betonieren eines Bauwerksabschnittes von ihren Verankerungen in der bereits errichteten Bauwerkswand gelöst und nacheinander mit Hilfe von Hubvorrichtungen angehoben und wieder verankert werden. Das Kopfgerüst besteht aus Rahmenträgern, die längs der Innenwand bzw. Aussen-wand verlaufende Vertikalträger aufweisen, die über der betonierten Bauwerkswand durch einen Horizontalträger miteinander verbunden sind. Die Vertikalträger sind in der Innenschalung bzw. Aussenschalung teleskopartig geführt. Vorgesehen sind ferner hydraulische Hub vorrichtungen, die an der errichteten Betonwand angreifend die Rahmenträger in die Höhe transportieren, und die am Rahmenträger angreifend das Hochziehen der Innen- bzw. Aussenschalung gestatten.
Bei dieser bekannten Kletterschalung mit Kopfgerüst wird die Kletterrüstung an der Innenwand und der Aussenwand jeweils gleichzeitig in die Höhe transportiert. Während dieses Klettervorganges der Kletterrüstung kommen daher die Schalungs-, Bewehrungs- und Betonierarbeiten zur Ruhe, da die Schalungselemente nie gleichzeitig mit der Kletterrüstung umgesetzt werden. Darüberhinaus ist die Schalungshöhe bei dieser bekannten Kletterschalung aufgrund der Ausbildung der Kletterrüstung auf 1,2 m begrenzt, wodurch ein schneller Baufortschritt behindert wird. Schliesslich werden die Rahmenträger durch ein angehängtes Hängegerüst zusätzlich beansprucht.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Kletterschalung zum Errichten von geraden oder gekrümmten Stahlbetonwänden hoher Bauwerke zu schaffen, die einen zeitsparenden und kontinuierlichen Arbeitsablauf und damit einen schnellen Baufortschritt ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch eine Kletterschalung der eingangs genannten Art gelöst, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Kletterrüstung Gerüsttürme und mindestens einen Gleitstuhl für jeden Gerüstturm aufweist,
dass die Gerüsttürme und die Gleistühle während des Bewehrungs- und Betoniervorgangs des nächsten Wandabschnitts unmittelbar mit dem schon errichteten Wandabschnitt lösbar verankerbar sind, und dass während des Klettervorgangs der Kletterrüstung die Gerüsttürme gegen die fest verankerten Gleitstühle und die Gleitstühle gegen die dann fest verankerten Gerüsttürme durch Hubelemente in der Höhe verschiebbar sind.
Die Vorteile der Erfindung liegen insbesondere darin, dass der Höhentransport der Gerüsttürme durch eine Relativverschiebung gegen die Gleitstühle erfolgt, und dass die Gerüsttürme auf der Innenseite der Beton wand von den Gerüsttürmen auf der Aussenseite der Beton wand getrennt sind und getrennt in die Höhe transportierbar sind, so dass mit dem Umsetzen der Kletterrüstung auch die betreffenden Schalungselemente mit umgesetzt werden können, wodurch sich ein kontinuierlicher Betonierbetrieb ergibt.
Darüberhinaus sind Gleitstühle und Gerüsttürme mit der Bauwerkswand unmittelbar, d.h. ohne Einschaltung von Kletterschienen oder dergleichen verbunden, wodurch sich Materialeinsparungen und Arbeitszeiteinsparungen beim Verankern der Kletterschalung ergeben.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Gerüsttürme ebenso wie die Gleitstühle als räumlich ausgesteifte Tragwerke ausgebildet und besitzen eine über die gesamte Höhe gleichbleibende rechteckförmige oder quadratische Querschnittsgestalt, mit einem von Fachwerkstreben freien inneren Querschnittsbereich. Die Gerüsttürme sind unabhängig von anderen Gerüsttürmen einzeln verschiebbar. Durch die Ausbildung der Gleitstühle und Gerüsttürme als räumlich ausgesteifte Fachwerke ist es möglich, eine Hubhöhe von 2,0 m zu verwirklichen, die einen gegenüber den bekannten Kletterschalungen schnelleren Baufortschritt gestattet.
Bevorzugt sind die Gleitstühle innerhalb der vertikalen Seitenwände der Gleitstühle durch Führungseinrichtungen geführt, die Rollen aufweisen, welche an den vertikalen Eckstreben der Gleitstühle angeordnet sind und gegen Laufflächen auf den Eckstreben der Gerüsttürme wirken, um einen reibungslosen Ablauf der linearen Relativbewegungen zwischen den Gerüsttürmen und den Gleitstühlen zu ermöglichen.
An den Gerüsttürmen und an den Gleitstühlen können an einer Seite in vorgegebenem Abstand von der unteren Stirnfläche nach aussen weisende Verankerungselemente mit Befestigungseinrichtungen zur Verankerung in den Ankerstellen vorgesehen sein die in der Stahlbetonwand jeweils beim Herstellen des obersten Wandabschnitts in regelmässigem Abstand vorgesehen sein können. Dabei liegen die Ankerstellen für die Gleitstühle und Gerüsttürme jeweils in Wandbereichen, deren Beton eine, für die Aufnahme der auftretenden Beanspruchungen ausreichende Betonfestigkeit aufweist. Die Schalungselemente für die Innenseite der Wand und die Schalungselemente für die Aussenseite der Wand können über Durchbindungen mit hochbelastbaren Verspan-nungen verbunden werden, so dass der Betondruck von den Verspannungen aufgenommen wird und mit Ausnahme der . durch eine Schrägneigung der Schalungselemente vorhandenen Horizontalkomponente nicht auf die Kletterrüstung abgeleitet wird. Ein Teil der aufgrund der Durchbindungen geschaffenen Ankerstellen kann anschliessend zur Befestigung und Verankerung der Gleitstühle und Gerüsttürme verwendet werden.
Gemäss einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weisen die Gerüsttürme und die Gleitstühle in vorgegebenem Abstand von ihrer unteren Stirnfläche Arbeits- und Schutzgeräte auf, die parallel zur Bauwerks-wand horizontal an einander gegenüberliegenden Seiten der
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Gerüsttürme bzw. Gleitstühle um eine vorgegebene Länge überkragen und alle durch die Sicherheitsbestimmungen erforderlichen Einrichtungen, wie z.B. Geländer und Bordbohlen enthalten. Das wechselweise Klettern der Gerüsttürme besitzt den Vorteil, dass die parallel und horizontal zur Bauwerkswand auskragenden Arbeits- und Schutzgerüste ohne Umbau über sämtliche Bauabschnitte einsetzbar sind, und dass die Gerüstlagen im Gegensatz zu den bekannten Kletterschalungen in einer Richtung parallel zur Wand immer horizontal sind und keine geneigten Abschnitte aufweisen, welche Gefahrenquellen darstellen. In den Gerüsttürmen ist bevorzugt eine Steigleiter vorgesehen, die den Zugang zu den einzelnen Arbeits- und Schutzgerüsten ermöglicht. Als Hubelemente sind zur Höhenverstellung der Gleitstühle gegenüber den dann festen Gerüsttürmen bevorzugt elektrisch oder hydraulisch betreibbare Spindelhubelemente vorgesehen, die auch zur Höhenverstellung der Gerüsttürme gegenüber den dann festen Gleitstühlen dienen. Die Verwendung von Spindelhubelementen besitzt den Vorteil, das ein im wesentlichen schwingungs- und ruckfreier Arbeitsablauf erreichbar ist, wodurch zusätzliche Belastungen auf die im allgemeinen dünne Bauwerkswand vermieden werden.
Die insbesondere bei konischen Bauwerken mit zweiseitiger Krümmung, z.B. bei Kühltürmen bei Kernkraftwerken, erforderliche Veränderung der Lage der Gerüsttürme zur Anpassung an die vorgeschriebene Bauwerksform erfolgt über Schraubspindeln, die Bestandteil der Befestigungseinrichtungen an den Verankerungslementen der Gleitstühle und Gerüsttürme sind und von Hand einstellbar sind, wobei die Verankerung der Gerüsttürme und Gleitstühle über Verbindungselemente erfolgt, die in die Konen in der Betonwand einschraubbar sind. Die vertikale Lasteintragung an die Bauwerkswand über Konen ist wegen der grösseren Druckverteilungsfläche gegenüber normalen Rundstahlver-spannungen sehr vorteilhaft. Ferner entfällt das Einfädeln der langen Rundstahlverspannungen nach dem Hochklettern der Gerüsttürme bzw. Gleitstühle, es müssen lediglich kurze Schrauben in die Konen eingeschraubt werden, wodurch sich eine Arbeitszeitersparnis ergibt und die Unfallgefahr verringert wird.
Bevorzugt bestehen die Schalungselemente aus im wesentlichen vertikal ausgerichteten Hauptschalelementen zur Herstellung vertikaler Betonrippen konstanter Breite und aus im wesentlichen vertikal ausgerichteten Füllschalelementen, die neben den Hauptschalelementen angeordnet sind und bei einer lokal erforderlichen Verringerung der Gesamtbreite der einzelnen Schalungselemente zum Teil hinter die Hauptschalelemente zu liegen kommen und dann herausnehmbar sind. Die Hauptschalelemente und die Füllschalelemente werden durch im wesentlichen horizontal verlaufende, längenveränderliche Stahlgurtungen unterstützt, die mit den Schalelementen verbunden sind und an den Enden in Gleitschienen geführt sind, die an den Gerüsttürmen befestigt sind.
Dadurch können die Schalungselemente nach dem Hochsetzen der Gerüsttürme und deren Justierung über die Verankerungselemente ohne Trennung von den Gerüsttürmen mit unabhängigen Hubvorrichtungen höhenversetzt werden. Bevorzugt befinden sich die Hauptschalelemente im Bereich der Gerüsttürme und sind mit den Gerüsttürmen fest verbunden, so dass die Hauptschalelemente zusammen mit den Gerüsttürmen höhenversetzt werden.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemässen Kombination aus Gerüstturm und Gleitstuhl auf einer Seite einer geneigt verlaufenden Beton wand;
Fig. 2 eine Aufsicht auf einen Ausschnitt einer erfindungsgemässen Kletterschalung, von oben gesehen; und
Fig. 3 eine etwa senkrecht zur Beton wand gesehene Frontansicht eines Ausschnitts der Kletterschalung gemäss den Fig. 1 und 2.
In den Fig. 1 bis 3 ist ein Ausschnitt aus einer Stahlbetonwand 3 dargestellt, die nach oben geneigt verläuft und zum Beispiel Bestandteil der Wand eines Kraftwerkkühlturms ist. Die Wand weist mehrere Ankerstellen 20 auf, die in geeignetem Abstand in der Wand vorgesehen sind und aus Konen mit Innengewinde bestehen, die durch eine Verspannung miteinander verbunden sind. Auf einer Seite der Stahlbetonwand 3 ist ein Gerüstturm 1 angeordnet, der als räumlich ausgesteiftes Fachwerk mit einem rechteckförmigen oder quadratischen Querschnitt ausgebildet ist und in Führungseinrichtungen 12 in einem Gleitstuhl 2 linear verschiebbar angeordnet ist. Der Gleitstuhl 2 weist auf der der Wand 3 zugewandten Seite an seinem oberen und unteren Ende Verankerungselemente 8 auf, die über Schrauben oder Spindeln an den Ankerstellen mit der Wand lösbar befestigt sind. Der Gerüstturm 1 weist ebenfalls in vorgegebenem Abstand von seiner Unterkante Verankerungselemente 8 auf, die ebenfalls über Schrauben oder Spindeln an den Verankerungsstellen in der Betonwand lösbar befestigbar sind.
Die Führungseinrichtungen 12 des Gleitstuhls 2 sind an den Enden der Eckstreben 16 des Gleitstuhls 2 angeordnet und wirken gegen entsprechende Laufflächen an den Eckstreben la des jeweiligen Gerüstturms 1 und ermöglichen auf diese Weise eine reibungsfreie Relativbewegung zwischen Gerüstturm und Gleitstuhl.
Die lineare Relativbewegung zwischen Gleitstuhl 2 und Gerüstturm 1 erfolgt mittels eines Spindelhubelements 4,10, dessen Spindel oder Zahnstange 10 ausserhalb des rechteckförmigen oder quadratischen Querschnitts des Gerüstturms 1 parallel zu einer Seitenwand des Gerüstturms 1 angeordnet ist. Das Spindelhubelement wird bevorzugt von einem nicht-dargestellten Elektromotor angetrieben.
Innerhalb des Gerüstturms 1 befindet sich eine Steigleiter 11, die den Zugang zu den einzelnen Arbeits- und Schutzgerüsten 9 ermöglicht, die in vorgegebenem Abstand parallel zur Wand parellel auf einander gegenüberliegenden Seiten eine vorgegebene Länge über den Gerüstturm überkragen, vgl. insbesondere Fig. 3. Ein entsprechendes Arbeits- und Schutzgerüst 9 ist ebenfalls im Gleitstuhl 2 vorgesehen und kragt ebenfalls parallel und horizontal zur Wand über die Breite des Gleitstuhls über. Diese Arbeits- und Schutzgerüste 9 weisen nichtdargestellte Bordbohlen und Geländer auf, die ebenfalls am Gerüstturm bzw. Gleitstuhl fest angeordnet sind.
Im Anschluss an den schon errichteten Wandabschnitt bzw. im zuletzt errichteten Wandabschnitt sind Schalelemente 6 und 7 angeordnet, die aus im wesentlichen vertikal verlaufenden Hauptschalelementen 6 zur Herstellung vertikaler Betonrippen konstanter Breite und aus im wesentlichen vertikal ausgerichteter Füllschalelemente 7 bestehen, die neben den Hauptschalelementen 6 verlaufen und bei einer Verringerung der Breite der Schalung bzw. des Umfangs des Bauwerks zum Teil hinter die Hauptschalelemente 6 zu liegen kommen und dann aus der Schalung herausnehmbar sind. Die Schalelemente 6,7 besitzen eine maximale Höhe von etwa 2,0 m und werden an der der Wand abgewandten Seite von Stahlgurtungen 13 unterstützt, die in ihrer Länge veränderlich sind. Die Stahlgurtungen 13 verlaufen im wesentlichen horizontal und sind während der Höhenverstellung und während des Schalungsaufbaus und des Betoniervorgangs in Gleitschienen 14 geführt, die auf der der Beton wand zugewandten Seite an den Gerüsttürmen 1 befestigt sind. Beim Umsetzen der Schalungselemente werden hierfür vor5
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gesehene Hubvorrichtungen (nicht dargestellt) verwendet, die die Schalungselemente 6,7 zusammen mit den die Schalungselemente 6, 7 unterstützenden Stahlgurtungen 13 hochziehen.
Wie insbesondere in Fig. 3 dargestellt ist, ist je ein Hauptschalelement 6 unmittelbar je einem Gerüstturm 1 benachbart angeordnet und an dem betreffenden Gerüstturm 1 befestigt, so dass dieses Hauptschalelement 6 zusammen mit dem Gerüstturm 1 höhenverstellt wird.
Nach dem Hochsetzen der Schalungselemente kann, falls erforderlich, durch Herausnehmen von entsprechenden Füllschalelementen die Schalung, die aus durch Ausfachungen versteiften und durch Schrauben untereinander verbundenen Stahlblechschaltafeln besteht, in Horizontalrichtung verkürzt werden. Die Schalungselemente auf der Innenseite der Betonwand werden mit den Schalungselementen auf der Aussenseite der Betonwand über Durchbindungen mit hochbelastbaren Verspannungen verbunden, wobei Teile dieser Ankerstellen auch für die anschliessende Befestigung und Verankerung der Gleitstühle 2 und der Gerüsttürme 1 Verwendung findet.
Während der Umsetzung der Schalelemente, des anschliessenden Bewehr- und Betoniervorganges sind sowohl die Gerüsttürme 1 als auch die Gleitstühle 2 fest mit dem zuvor betonierten Wandabschnitt verankert. Beim anschliessenden Klettervorgang werden durch die Spindelhubelemente 4,10 zuerst die Gerüsttürme 1 auf der Innenseite bzw. der Aussenseite wechselweise nacheinander in den Gleitstühlen 2 um die
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jeweilige Bauabschnittshöhe angehoben, während die Gleitstühle 2 bei diesem Arbeitsschritt über die Verankerungselemente 8 fest mit der Stahlbetonwand 3 verbunden bleiben. Anschliessend werden die gehobenen Gerüsttürme an der s Betonwand befestigt und die Gleitstühle von der Beton wand gelöst, um mittels der Spindelhubelemente 4,10 angehoben, um danach wieder an der Betonwand befestigt zu werden, wobei die dann festen Gerüsttürme als Führung dienen. Nach dem Hochklettern werden die Gerüsttürme 1 und die Gleit-10 Stühle 2 über Schraubspindeln in den Verankerungselementen 8 derart ausgerichtet, dass sie an den gewünschten Wandverlauf angepasst sind.
An jedem Gerüstturm 1 ist ein vertikal ausgerichtetes Hauptschalelement 6 befestigt, das daher zusammen mit dem 15 Anheben des jeweiligen Gerüstturms umgesetzt wird. Unmittelbar nach dem Ausrichten von zwei auf einer Seite der Betonwand benachbart angeordneten Klettergerüsttürmen 1 kann dann auch das Umsetzen der Füllschalelemente 7 zwischen den benachbarten Klettergerüsttürmen 1 über unab-20 hängige Hub Vorrichtungen in den Gleitschienen 14 zum folgenden Wandabschnitt erfolgen.
Der Fortschritt der Schalungen erfolgt für die Innenseite und die Aussenseite der Betonwand 3 jeweils wechselseitig und getrennt, um den Bewehrungseinbau auf einfache Weise 25 zu ermöglichen. Durch das getrennte Anheben der Schalungen, d.h. der Kletterrüstung auf der Innen- und der Aussenseite der Wand 3 wird eine kontinuierliche und wirtschaftliche Arbeitsweise ermöglicht.
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2 Blatt Zeichnungen
Claims (22)
- (1) innerhalb der vertikalen Seiten wände der Gleitstühle (2) in Führungseinrichtungen (12) geführt sind.1. Kletterschalung zur Herstellung einer geraden oder gekrümmten Stahlbetonwand, mit Ankerstellen zur lösbaren Verankerung einer Kletterrüstung an der Wand, und mit Schalungselementen, die nach dem Betonieren eines Wandabschnitts aus der Verankerung gelöst und durch Hubvorrichtungen angehoben werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Kletterrüstung (1,2) Gerüsttürme (1) und mindestens einen Gleitstuhl (2) für jeden Gerüstturm (1) aufweist, dass Gerüsttürme (1) und Gleitstühle (2) während des Beweh-rungs- und Betoniervorgangs des nächsten Wandabschnitts unmittelbar mit dem schon errichteten Wandabschnitt lösbar verankerbar sind, und dass während des Klettervorgangs die Gerüsttürme (1) gegen die dann festverankerten Gleitstühle (2) und anschliessend die Gleitstühle (2) gegen die dann fest verankerten Gerüsttürme (1) durch Hubelemente (4,10) in der Höhe verschiebbar sind.
- (2) angeordnet sind und auf Laufflächen auf Eckstreben ( 1 a) der Gerüsttürme (1) laufen.2. Kletterschalung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gerüsttürme (1) als räumlich ausgesteifte Tragwerke ausgebildet sind.
- 3. Kletterschalung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitstühle (2) als räumlich ausgesteifte Tragwerke ausgebildet sind.
- (4,10) elektrisch oder hydraulisch betreibbare Spindelhubelemente (4) einsetzbar sind.4. Kletterschalung nach einem der Ansprüche 1,2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gerüsttürme (1) und die Gleitstühle (2) eine über die gesamte Höhe gleichbleibende rechteckförmige oder quadratische Querschnittsgestalt mit einem von Fachwerkstreben freien inneren Querschnittsbereich aufweisen.
- 5. Kletterschalung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Gerüstturm (1) unabhängig von den übrigen Gerüsttürmen (1) verschiebbar ist.
- 6. Kletterschalung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gerüsttürme
- 7. Kletterschalung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtungen Rollen (12) aufweisen, die an den vertikalen Eckstreben (10) der Gleitstühle
- 8. Kletterschalung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an den Gerüsttürmen (1) und den Gleitstühlen (2) an einer Seite in vorgegebenem Abstand von ihrer unteren Stirnfläche nach aussen weisende Verankerungselemente (8) mit Befestigungseinrichtungen zur Verankerung an den Ankerstellen in der Stahlbetonwand vorgesehen sind.
- 9. Kletterschalung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Geriisttürme (1) in vorgegebenem Abstand von der unteren Stirnfläche mindestens ein Arbeits- und Schutzgerüst (9) aufweisen, die parallel zur Wand horizontal an einander gegenüberliegenden Seiten der Gerüsttürme (1) überkragen.
- 10. Kletterschalung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitstühle (2) je ein Arbeits- und Schutzgerüst (18) aufweisen, das parallel zur Wand horizontal an einander gegenüberliegenden Seiten des Gleitstuhls überkragt.
- 11. Kletterschalung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeits- und Schutzgerüste (9,18) Bordbohlen und Geländer aufweisen.
- 12. Kletterschalung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in den Gerüsttürmen (1) Steigleitern (11) vorgesehen sind.
- 13. Kletterschalung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Hubelemente
- 14. Kletterschalung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhenverstellung des Gleitstuhls (2) gegenüber dem dann festen Gerüstturm (1) mit demselben Hubelement (4,10) erfolgt wie die Höhen Verstellung des Gerüstturms (1) gegenüber dem dann festen Gleitstuhl (2).
- 15. Kletterschalung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verankerungselemente (8) der Gleitstühle (2) derart angeordnet sind, dass eine Verankerung an den gleichen Ankerstellen innerhalb der Betonwand wie bei der Verankerung der Gerüsttürme (1) möglich ist.
- 16. Kletterschalung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungseinrichtungen an den Verankerungselementen (8) zur Anpassung der Lage der Gerüsttürme (1) und der Gleitstühle (2) an die gewünschte Form der Stahlbetonwand Einstellelemente aufweisen.
- 17. Kletterschalung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungseinrichtungen an den Verankerungselementen (8) eine Spindel aufweisen, die in die als Konen mit entsprechendem Innengewinde ausgebildeten Ankerstellen einschraubbar ist.
- 18. Kletterschalung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an den Gerüsttürmen (1) Gleitschienen (14) zur Führung, Abstützung und Halterung der Schalungselemente (6,7,13) angeordnet sind.
- 19. Kletterschalung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalungselemente (6,7,13) im wesentlichen vertikal ausgerichtete Hauptschalelemente (6) zur Herstellung vertikaler Betonrippen konstanter Breite und im wesentlichen vertikal ausgerichtete Füll-Schalelemente (7) enthalten, die neben den Hauptschalelementen (6) angeordnet sind und bei einer lokalen Verringerung der Gesamtbreite der einzelnen Schalungselemente (6, 7,13) zum Teil hinter die Hauptschalelemente (6) zu liegen kommen und dann herausnehmbar sind, und dass die Schalelemente (6,7) von im wesentlichen horizontal angeordneten, längenveränderlichen Stahlgurtungen (13) unterstützt sind.
- 20. Kletterschalung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Stahlgurtungen (13) an den Enden in den vertikal verlaufenden Gleitschienen (14) geführt sind.
- 21. Kletterschalung nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einige der Schalelemente (6, 7) mit den Gerüsttürmen (1) fest verbunden sind und zusammen mit den Gerüsttürmen höhenversetzbar sind.
- 22. Kletterschalung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Hauptschalelement (6) über die horizontale Breite der Gerüsttürme (1) vorgesehen und mit dem zugeordneten Gerüstturm (1) fest verbunden ist.
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