CH638251A5 - Process for knitting an elastic edge of a knitted article - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Stricken eines elastischen Randes einer Strickware auf einer Kleindurchmesser-Rundstrickmaschine.
Es ist bekannt, dass auf Kleindurchmesser-Rundstrickmaschinen zur Herstellung von Strickware, wie insbesondere Socken oder Kniestrümpfe, ein elastischer Rand so gestrickt wird, dass in einem Stricksystem mit einem Garn Maschen mit sämtlichen Nadeln gebildet werden und in einem weiteren Stricksystem lediglich mit den geraden Nadeln gestrickt wird, wobei die ungeraden Nadeln das Garn nur auffangen und Fangmaschen bilden. Im nachfolgenden Stricksystem wird dann elastisches Garn in die Nadeln in einer Fangstellung eingelegt, und zwar entweder in die geraden oder in die ungeraden Nadeln.
Für das Stricken im ersten und zweiten Stricksystem wird das gleiche oder ein nicht allzu unterschiedliches Garn verwendet, was zur Folge hat, dass die mit Hilfe der geraden Nadeln gebildeten Maschen des zweiten Stricksystems, welche vor einem Gummifaden bzw. elastischen Garn auf der rechten Seite angeordnet sind, die gleichfalls mit Hilfe der geraden Nadeln gebildeten Maschen des ersten Stricksystems, welche sich aber hinter dem elastischen Garn, also auf der linken Seite des Gestrickes befinden, in Richtung auf die rechte Seite zwischen durch die ungeraden Nadeln gebildete Maschen des ersten Stricksystems hinüberziehen und dort zum Einrollen des Randes beitragen und zugleich dessen Elastizität verringern. Dadurch verhindern sie, dass die benachbarten Maschen durch den Einfluss der Wirkung des elastischen Garns gegeneinander gezogen werden. Dabei wird die notwendige Randbreite nur mit Hilfe eines stark gespannten elastischen Garns erreicht, was jedoch dessen Dehnungsver-mögen begrenzt. Das unerwünschte Einrollen kann teilweise dadurch begrenzt werden, dass die Anfangsmaschenreihe des Randes durch Einlegen einer grösseren Zahl von Reihen aus elastischem Garn verstärkt wird. Diese Lösung begrenzt jedoch noch mehr die Elastizität des Randes, und nur durch die Verwendung hochqualitativer elastischer Garne kann das verlangte Dehnungsvermögen erreicht werden.
Bei auf Doppelzylinderstrickmaschinen hergestellter Ware kommt es zwar weder zu einem unerwünschten Einrollen des Randes noch zu einer geringen Elastizität. Hier ist aber ein nichtumsponnenes elastisches Garn in einer doppelflächigen Maschenware nicht zweckmässig, weshalb diese Garne für die Herstellung solcher Ränder üblicherweise nicht verwendet werden.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, die vorgenannten Nachteile zu beseitigen und das Stricken eines elastischen Randes für Ein- und auch Doppelzylinder-Kleindurchmesserstrickmaschinen zu ermöglichen, was erfin-dungsgemäss dadurch erreicht wird, dass mit sämtlichen Nadeln Maschen aus mindestens einem dickeren Garn als zum Stricken der Strickware gestrickt werden, dann aus einem dünneren Garn als zum Stricken der Strickware mit den einen Nadeln weitere Maschen und mit den anderen Nadeln Fangmaschen gestrickt werden, worauf mit den anderen Nadeln ein elastisches Garn eingestrickt wird.
Ein Ausführungsbeispiel einer Maschenware zur Erläuterung der Erfindung ist in der Zeichnung veranschaulicht. Es zeigen:
Fig. 1 eine Maschenware mit einem Rand mit Maschen aus dickem und dünnem Garn und mit einem eigestrickten elastischen Garn,
Fig. 2 einen Schnitt durch die Maschenware nach Fig. 1 in Richtung der Maschenstäbchen an der Stelle, wo ein Stäbchen normal kulierte Maschen aus einem dünnen und einem dickeren Garn bildet, und
Fig. 3 einen Schnitt durch eine Maschenware in Richtung der Maschenstäbchen gemäss dem bekannten Herstellungsverfahren, wo mit Garnen von im wesentlichen gleicher Bauschigkeit gestrickt wird.
Ein elastischer Rand wird aus einem dickeren Garn PI und aus einem dünneren Garn P2 sowie aus einem elastischen Garn P3 gebildet. Das eine Garn PI ist dicker als jenes Garn, mit welchem die Maschenware, z.B. ein Beinteil, gebildet wird. Das andere Garn P2 ist dünner als jenes Garn, mit dem z.B. der genannte Beinteil gestrickt wird.
Das Stricken des elastischen Randes bzw. dessen Maschenreihen wird auf nachfolgende Weise durchgeführt:
In einem ersten Stricksystem wird das Garn PI in sämtliche Nadeln eingelegt, wodurch sich normale glatte Maschen a bilden. In einem zweiten Stricksystem wird das Garn P2 so eingelegt, dass z.B. die ungeraden Nadeln das Garn P2 auf-, fangen und auf diese Weise in Maschenstäbchen 1 Fangmaschen b bilden, während die geraden Nadeln das Garn P2 kulieren und so in Maschenstäbchen 2 normale glatte Maschen c bilden. In einem dritten Stricksystem wird in die ungeraden, nicht zungengeöffneten Nadeln das elastische Garn P3 eingelegt und eingestrickt. Im nachfolgenden, also wieder im ersten, Stricksystem wird abermals das Garn PI in sämtliche Nadeln eingelegt. Durch diesen Strickvorgang wird ein elastischer Rand gebildet, in dessen durch die ungeraden Nadeln gebildete Maschenstäbchen 1 sich normal geformte glatte Maschen a aus dickerem Garn befinden, mit denen die Fangmaschen b aus dünnerem Garn P2 festgehalten sind. In den geraden, durch die geraden Nadeln gebildeten Maschenstäbchen 2 befinden sich dann die Maschen a aus dickerem Garn PI, welche jedoch keine normale Form besitzen, sondern deformiert sind, weil die glatten Maschen c aus dünnerem Garn P2 die Maschen a aus dickerem Garn PI nicht zwingen können, ihre charakteristische Maschenform einzunehmen und deshalb bloss an eine durchbrochene lange Platinenschleife erinnern.
Aus Fig. 2 ist ersichtlich, wie in dem Gestrick die Maschen c auf der linken Seite die Maschen a nicht in die normale Form drücken, wie dies im Zusammenhang mit Fig. 3
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beschrieben wird, und deren gegenseitige Lage als geöffnet bezeichnet werden kann. Infolgedessen sind die Maschen a gemeinsam mit den Fangmaschen b in den Maschenstäbchen 1 mehr zur rechten Seite des Gestrickes und die Maschen a und c in den Maschenstäbchen 2 mehr zur linken Seite des Gestrickes angeordnet, wodurch sich das Gestrick am Umfang auf einen kleineren Durchmesser zusammenzieht und ähnliche wie doppelflächige Maschenware federt. Aus Fig. 3 ist ersichtlich, welche Maschenanordnung bei Verwendung von im wesentlichen gleichen Garnen P2', PI 'und P3' möglich ist, wo Maschen a' und c' wie die vorgenannten Maschen a und c gestrickt sind und wo die Maschen c' die Maschen a' auf die rechte Seite des Gestrickes hinüberziehen und es sich also um klassische, einflächige Maschenware handelt.
Um den gewünschten Effekt, also die gegenseitige Wirkung eines dickeren Garnes auf ein dünneres Garn, zu erreichen, ist es am vorteilhaftesten, wenn das dickere Garn ein mindestens fünfmal grösseres Volumen als das dünnere Garn aufweist. Desgleichen kann dieser Effekt auf die Weise erreicht werden, dass statt eines dickeren Garnes gleichzeitig zwei, gegebenenfalls auch mehr, Garne gelegt werden, damit die gebildeten Maschen in der Maschenware unterschiedlich sind. Es handelt sich also im wesentlichen um die Ausbildung unterschiedlicher Maschen, wobei es ausserordentlich zweckmässig ist, die Maschen aus dünnerem Garn aus gekräuseltem Polyamid zu stricken.
Beim Stricken der ersten Maschenreihe eines elastischen Randes ist es unter Berücksichtigung der Anfangsverhältnisse beim Stricken auf leeren Nadeln vorteilhaft, die Maschen dieser Reihe ohne unterschiedliches Garn zu stricken und die unterschiedlichen Garne erst nach Ausbildung der ersten Reihe einzustricken. Beim weiteren Vorgang ist es von Vorteil, diese Maschenware auf mehreren, am zweckmässigsten auf drei, Stricksystemen zu stricken, wobei es aber auch möglich ist, in zwei oder in einem Stricksystem bei zugehörigem Garnführerwechsel und Nadel Verteilung zu stricken.
Der Hauptvorteil des vorbeschriebenen Verfahrens besteht darin, dass eine Maschenware gebildet wird, die sich den Eigenschaften einer doppelflächigen Maschenware nähert, 20 wobei nur Nadeln eines Bettes verwendet werden und dieser Vorgang auf sämtlichen Kleindurchmesser-Rundstrickmaschinen, insbesondere zur Herstellung von Sockenware, ohne grosse Zurichtung der Maschine angewendet werden kann.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Verfahren zum'Stricken eines elastischen Randes einer Strickware auf einer Kleindurchmesser-Rundstrickmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass mit sämtlichen Nadeln Maschen (a) aus mindestens einem dickeren Garn (PI) als zum Stricken der Strickware gestrickt werden, dann aus einem dünneren Garn (P2) als zum Stricken der Strickware mit den einen Nadeln weitere Maschen (c) und mit den anderen Nadeln Fangmaschen (b) gestrickt werden, worauf mit den anderen Nadeln ein elastisches Garn (P3) eingestrickt wird.
2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die mit sämtlichen Nadeln gestrickten Maschen (a) mit einem mindestens fünfmal dickeren Garn (PI) gestrickt werden als die Maschen aus dünnerem Garn (P2).
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PATENTANSPRÜCHE
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Maschen (a) aus dem dickeren Garn (PI) erst nach Ausbildung der ersten Maschenreihe des elastischen Randes aus dem Garn zum Stricken der Strickware gestrickt werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Maschen aus dem dünneren Garn (P2) aus gekräuseltem Polyamid gestrickt werden.
5. Strickware mit nach dem Verfahren nach Anspruch 1 hergestellten elastischen Rand.
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