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PATENTANSPRÜCHE
1. Trittplatte einer Treppe, welche durch bolzenartige Koppelglieder mit der nächsttieferen Trittplatte fest verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das obere Ende des bolzenartigen Koppelgliedes (12) in einem auf der Unterseite der Trittplatte (11) beginnenden, sich in vertikaler Richtung erstreckenden, nicht bis zur Oberseite der Trittplatte 1) durchgehenden Loch (20) mittels einer Füllmasse eingebettet ist, welche sowohl an der Wandung des Loches (20) als auch an der Aussenseite des eingebetteten Teiles des Koppelgliedes (12) haftet, die Füllmasse wenigstens die Druckfestigkeit und Zugfestigkeit des das Loch (20) aussen umgebenden Materials der Trittplatte (11) hat, und aus einem Material besteht,
welches in erhärtetem Zustand einen Schwund von weniger als 5 pro mille gegenüber dem nicht erhärteten Zustand aufweist.
2. Trittplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie ganz oder wenigstens an ihren Aussenseiten aus Naturstein oder aus gesägtem Kunststein besteht.
3. Trittplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus Holz besteht.
4. Trittplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenraum zwischen bolzenartigem Koppelglied (12) und Wandung des Loches (20) mit kunstharzhaltiger Masse ausgefüllt ist.
5. Trittplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Loch (20) wenigstens eine seitliche Hinterschneidung (21,25) aufweist.
6. Trittplatte nach den Ansprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die seitliche Hinterschneidung (21, 25) als Kanal, d.h. Bohrung, ausgebildet ist und mit demselben Material ausgefüllt ist, mit welchem der Raum zwischen Koppelglied (12) und Wandung des Loches (20) ausgefüllt ist.
7. Trittplatte nach den Ansprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die seitliche Hinterschneidung (21) als eine quer zum Loch (20) angeordnete Bohrung (26) ausgebildet ist, in der eine in Längsrichtung der Bohrung (26) verlaufende Armierung (27) in einer Füllmasse eingebettet ist, die durch eine am oberen Ende des Koppelgliedes (12) befindliche Öffnung (31) hindurchgeführt ist.
8. Trittplatte nach den Ansprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass am oberen Ende des bolzenartigen Koppelgliedes (12) eine in radialer Richtung vorspringende Platte (23) befestigt ist, und dass die Hinterschneidung als eine quer zum Loch (20) verlaufende Bohrung (26) ausgebildet ist, in der eine in Längsrichtung der Bohrung (26) verlaufende Armierung (27) in einer Füllmasse eingebettet ist und im Bereich des bolzenartigen Koppelgliedes (12) unterhalb der radial vorspringenden Platte (23) liegt.
9. Trittplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der im Loch (20) befindliche Teil des bolzenartigen Koppelgliedes im mittleren Bereich einen grösseren Durchmesser besitzt als im oberen und unteren Bereich des Loches und im unteren Bereich ein Innengewinde trägt, in welches ein zur nächsttieferen Trittplatte führender Bolzen einschraubbar ist (Fig. 7).
10. Trittplatte nach den Ansprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Hinterschneidung als ringförmige, ins Material der Trittplatte sich erstreckende Erweiterung (37) des Loches (20) ausgebildet ist (Fig. 11).
11. Trittplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im obersten Bereich des Loches (20) sich eine Platte (23) befindet, die in radialer Richtung über den unterhalb befindlichen Teil des bolzenartigen Koppelgliedes (12) vorragt und mit diesem fest verbunden ist (Fig. 4).
12. Trittplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der im Loch (20) befindliche Teil des bolzenartigen Kop pelgliedes (12) als Hülse ausgebildet ist, die am oberen Ende Längsschlitze hat und deren zwischen den Längsschlitzen befindlichen Teile (34) der Wände nach aussen abgebogen sind.
13. Trittplatte nach den Ansprüchen 1 und 12, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Öffnung der Hülse durch einen Verschlusstopfen (35) abgeschlossen ist (Fig. 10).
14. Trittplatte nach den Ansprüchen 1 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (23) im untersten Bereich eine rundum laufende Aussparung (30) hat, in die der obere Rand (33) einer im Loch (20) befindlichen Hülse eingebördelt ist, die ein Innengewinde hat, in welches ein zur nächsttieferen Trittplatte führender Bolzen einschraubbar ist (Fig. 8).
Die Erfindung bezieht sich auf eine Trittplatte einer Treppe, welche durch bolzenartige Koppelglieder mit der nächsttieferen Trittplatte fest verbunden ist. Es ist an sich bekannt, aufeinanderfolgende Trittplatten einer Treppe durch bolzenartige Koppelglieder zu verbinden, welche in diesen Trittplatten befestigt sind. Hierbei sind in den Trittplatten durchgehende Löcher vorgesehen, durch welche bolzenartige Koppelglieder gesteckt werden. Die Befestigung erfolgt mittels Schraubverbindungen, in dem die Trittplatten bzw. ein Teil der Trittplatten zwischen zugeordneten Teilen der Koppelglieder eingeklemmt und dadurch gehalten werden. Infolgedessen sind Teile dieser Klemmvorrichtung bzw. flanschartige Teile der Koppelglieder auf der Oberseite der Trittplatten sichtbar.
Es ist auch bekannt, bei der Herstellung von gegossenen bzw. gestampften Betonstufen die Koppelglieder gleich in den Beton so einzubetten, dass sie nicht die Oberseite der Betonstufe bzw. Trittplatte erreichen.
Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, die Verbindung zwischen Trittplatten und zugeordneten Koppelgliedern anders auszubilden, um ein formschöneres, ästhetisch ansprechenderes Aussehen der Trittplatten bzw. der aus solchen Trittplatten zusammengesetzten Treppen zu erzielen, und dabei die Befestigung derart auszubilden, dass sie in einfacher Weise, ohne grösseren Aufwand, und schnell hergestellt werden kann.
Diese Aufgabe wird bei einer Trittplatte der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass das obere Ende des bolzenartigen Koppelgliedes in einem auf der Unterseite der Trittplatte beginnenden, sich in vertikaler Richtung erstrekkenden, nicht bis zur Oberseite der Trittplatte durchgehenden Loch mittels einer Füllmasse eingebettet ist, welche sowohl an der Wandung des Loches als auch an der Aussenseite des eingebetteten Teiles des Koppelgliedes haftet, die Füllmasse wenigstens die Druckfestigkeit und Zugfestigkeit des das Loch aussen umgebenden Materials der Trittplatte hat, und aus einem Material besteht, welches in erhärtetem Zustand einen Schwund von weniger als 5 pro mille gegenüber dem nicht erhärteten Zustand aufweist.
Die Erfindung ist besonders günstig für Trittplatten, bei deren Herstellung die Koppelglieder nicht gleich eingebettet werden können, also für Trittplatten aus Naturstein, aus Kunststein - Blöcken, die dann in einzelne Platten gesägt werden, sowie für Trittplatten aus Holz.
Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen gekennzeichnet und werden nachstehend in Verbindung mit den Ausführungsbeispiele darstellenden Figuren beschrieben. In diesen zum Teil schematisch vereinfacht gezeichneten Figuren sind einander entsprechende Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Es zeigen:
Fig. l eine gemäss der Erfindung ausgeführte, aus mehreren miteinander durch Koppelglieder verbundenen Trittplatten bestehende selbsttragende Treppe, von der Seite gesehen,
Fig. 2 als konstruktives Detail in grösserem Massstab als Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch ein mit Hinterschneidung versehenes Loch der in Fig. 1 dargestellten Trittplatte und den darin befindlichen Teil eines Koppelgliedes,
Fig. 3 eine Variante zu der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform, wobei die Trittplatte auf dem Ende des Koppelgliedes aufsitzt,
Fig. 4 eine weitere Variante zu Fig. 2, wobei das obere Ende des Koppelgliedes eine in radialer Richtung vorspringende Platte trägt,
Fig. 5 eine Variante zu Fig. 4, mit einer anders ausgeführten Hinterschneidung,
Fig. 6 eine Variante zu Fig. 4, mit zusätzlichen Bohrungen und in diesen eingebettete Armierungsstäbe,
Fig. 7 eine Variante der Fig.
2, wobei der im Loch befindliche obere Teil des Koppelgliedes als Hülse ausgebildet ist, deren unterer Teil ein Innengewinde trägt, in welches ein Bolzen einschraubbar ist,
Fig. 8 eine Variante der Fig. 7, wobei der im Loch befindliche obere Teil des Koppelgliedes als Hülse ausgebildet ist, die mit einer radial vorspringenden Platte verbunden ist,
Fig. 9 eine Variante der Fig. 7, wobei der im Loch befindliche obere Teil des Koppelgliedes als Hülse ausgebildet ist, deren oberer Teil eine Öffnung aufweist, durch die ein Armierungsstab gesteckt ist,
Fig. 10 eine Variante der Ausführungsform nach Fig. 7, wobei die Hülse oben achsparallele Längsschlitze aufweist und die dazwischen befindlichen Teile nach aussen abgebogen sind,
Fig. 11 eine Variante der Fig. 3 mit ringförmigen Hinterschneidungen.
Fig. 1 zeigt schematisch stark vereinfacht eine gemäss der Erfindung ausgeführte Treppe 10, die aus Trittplatten 11 aus Marmor und diese Trittplatten verbindenden bolzenförmigen Koppelgliedern 12 besteht. Die oberste Trittplatte ruht auf dem Absatz 13 eines oberen Gehäuseteiles 14, die Unterseite der Trittplatte ruht auf dem Absatz 15 eines unteren Gebäudeteils 16. Zwischenräume ermöglichen einen Höhenausgleich zwischen den genannten Absätzen und den zugeordneten Trittplatten. Die Koppelelemente 12 sind in Löchern der Trittplatten befestigt, die auf der Unterseite der Trittplatten beginnen, sich in vertikaler Richtung erstrecken, aber nicht bis zur Oberseite der Trittplatte durchgehen. Die Figuren 2 bis 11 zeigen in grösserem Massstab verschiedene Möglichkeiten wie das obere Ende der Koppelglieder 12 in den Löchern der Trittplatten 11 befestigt ist.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform befindet sich das obere Ende des als Rohr 12A ausgeführten Koppelgliedes in dem Loch 20, welches durch Bohrungen hergestellte Hinterschneidungen 21 aufweist. Das Loch 20 und die Hinterschneidungen 21 sind mit einer Füllmasse ausgefüllt, welche wenigstens die Härte des das Loch umgebenden Materials der Trittplatte 1 hat und in erhärtetem Zustand einen Schwund von weniger als 5 pro mille gegenüber dem nicht erhärteten Zustand aufweist. Besonders geeignet sind solche Füllmassen, welche in erhärtetem Zustand noch elastisch deformierbar sind. In vielen Fällen hat es sich als zweckmässig erwiesen, wenn die Wandung des Loches mit einem Material ausgefüllt ist, welches wenigstens die Güte eines Betons B 500, vorzugsweise die Güte eines Betons B 700 hat.
Hierfür hat sich kunstharzhaltige Masse, beispielsweise Kunstharzbeton, als nützlich erwiesen.
Die Ausführungsform nach Fig. 3 entspricht der von Fig. 2, jedoch berührt das obere Ende des als Rohr ausgeführten bolzenartigen Koppelgliedes 12A, die das Loch 20 oben begrenzende Stirnwand 22. Die Trittplatte 11 besteht aus zwei Teilen 1 1A und 11 B, die mittels einer Kunstharzschicht 1 1C verklebt sind.
Die Ausführungsform nach Fig. 4 entspricht der von Fig. 2, jedoch trägt das obere Ende des als Rohr ausgeführten bolzenartigen Koppelgliedes 12A eine in radialer Richtung vorragende Platte 23, die mit dem Rohr fest verbunden ist, beispielsweise angeschweisst ist. Die Trittplatte besteht aus zwei Teilen 11 A und 11 B aus Marmor, zwischen denen eine Betonschicht 11 D vorgesehen ist.
In Fig. 5 und in allen folgenden Figuren ist in dem Loch 20 eine Hülse 12B befestigt, die ein Innengewinde hat, in welches ein Bolzen eingeschraubt werden kann, welcher zur Verbindung mit der nächsttieferen Trittplatte dient. Es ist angedeutet, dass die Hinterschneidung auch durch eine einzige schräge Bohrung 25 von verhältnismässig grossem Durchmesser gebildet werden kann.
Fig. 6 zeigt eine Ausführungsform, bei der die Hinterschneidung durch zwei quer zum Loch 20 ausgeführte Bohrungen 26 gebildet wird, in denen je eine in Längsrichtung dieser Bohrung 26 verlaufende Armierung 27 in Füllmasse eingebettet ist. Zum Einbringen dieser Füllmasse in die Bohrungen 26 können am oberen Ende des als Hülse 12B ausgeführten Koppelgliedes entsprechende, in der Figur nicht dargestellte, Öffnungen vorgesehen sein.
In Fig. 7 ist ein Teil des bolzenartigen Koppelgliedes als Hülse 1 2C derart ausgebildet, dass sie im mittleren Bereich einen grösseren Durchmesser besitzt als im oberen und im unteren Bereich des Loches. Auch diese Hülse hat ebenso wie die in den Fig. 5 bis 11 gezeigten Hülsen ein Innengewinde.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 8 hat die Platte 23 eine rundum laufende nutartige Aussparung 30, in die der obere Rand 33 der Hülse 12D eingebördelt ist.
Fig. 9 zeigt eine Ausführungsform, bei der die Hülse 12E nahe dem oberen Ende eine Öffnung 31 hat, durch welche eine Armierung 32 hindurchgesteckt ist, die in einer entsprechenden Bohrung der Trittplatte mit Füllmasse eingebettet ist.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 10 hat die Hülse 12F am oberen Ende mehrere achsparallele Längsschlitze und die zwischen diesen Längsschlitzen befindlichen Teile 34 der Wand sind nach aussen abgebogen. Hierbei ist die obere Öffnung der Hülse durch einen Verschlussstopfen 35 abgeschlossen. Bei dieser Ausführungsform kann entweder die Hülse 1 2F im unteren Bereich ein Innengewinde tragen oder aber sie ist derart ausgebildet, dass sie einen am oberen Ende mit einem Hammerkopf versehenen Bolzen aufnehmen kann, der in diese Hülse einsetzbar ist.
Die Hinterschneidungen können auch, wie in Fig. 11 gezeigt, als ringförmige, ins Material der Trittplatte 11 erstreckende Erweiterungen 37 des Loches 20 ausgebildet sein. Diese Erweiterungen können auch schraubenförmige Gestalt haben und von Schraubenflächen oder Wendelflächen begrenzt sein. Die Löcher zur Befestigung der bolzenartigen Koppelglieder können auch nach der Fertigstellung bzw. nach der Fertigbearbeitung der Trittplatte von unten gebohrt werden.