CH638462A5 - Winding machine for textile threads - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine mit einem Fadenspanner und einem nachgeschalteten Fadenreiniger versehene Spulmaschine für Textilfäden.
Es ist bekannt, eine mit Unterdruck beaufschlagte Fadenansaugdüse in der Nähe des Fadenlaufes an einer Stelle anzuordnen, die, in Fadenlaufrichtung betrachtet, hinter dem Fadenreiniger liegt.
Die Aufgaben der Fadenansaugdüse sind:
a) Erfassen des Unterfadens bei Fadenbruch zwischen Fadenspanner und Auflaufspule,
b) Absaugen von Restfäden, die entstehen, wenn bei einem Wechsel der Ablaufspule bei noch nicht ganz leergelaufener Spulenhülse der Unterfaden vor dem Auswerfen der Spulenhülse abgetrennt wird,
c) Vermeiden von Trommelwickeln an der die Auflaufspule antreibenden Wickeltrommel beziehungsweise Fadenführungstrommel dadurch, dass der zwischen Trommel und Auflaufspule brechende Faden durch den ständig an der Mündung der Fadenansaugdüse anstehenden Unterdruck sofort aus der kritischen Zone im Bereich der Trommel herausgezogen wird.
Die bekannte Vorrichtung ist insofern nachteilig, als der bei einem Fadenbruch zwischen Fadenspanner und Auflaufspule durch die Fadenansaugdüse erfasste Unterfaden bei geringem Abzugswiderstand der Ablaufspule laufend in die Fadenansaugdüse eingesaugt wird und dabei in dem nicht nur den Faden überwachenden und reinigenden sondern auch den Fadenlauf überwachenden Fadenreiniger ein Fadenlaufsignal erzeugt. Die Folge ist, dass die Spulmaschine trotz des Fadenbruches durch den Fadenreiniger nicht stillgesetzt wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Erfassung eines Fadenlaufsignals durch den Fadenreiniger nach einem Fadenbruch zu verhindern. Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 beschriebene Erfindung gelöst.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung bewirkt, dass bei einem Fadenbruch stromab der Fadenansaugdüse das abgerissene Fadenende abgesaugt und das noch mit der Auflaufspule verbundene Fadenende auf die Auflaufspule aufgewickelt wird. Spätestens zum Zeitpunkt dieses Fadenbruches hört das Fadenlaufsignal auf und der auch den Fadenlauf überwachende Fadenreiniger setzt die Spulmaschine still.
Ganz gleichgültig, an welcher Stelle der Faden bricht, stets hört das Fadenlaufsignal kurz danach auf und die Spulmaschine geht ausser Betrieb. Dabei entsteht nur wenig Fadenabfall,
die Störung der Spulmaschine wird sofort erkannt und kann sofort behoben werden.
Bisher waren die Fadenansaugdüsen nicht schaltbar. An der Düsenmündung stand stets der Unterdruck an. Wenn nun nach einem behobenen Fadenbruch die Spulmaschine wieder anlief, konnte es vorkommen, dass eine Fadenschlinge in die Fadenansaugdüse eingesaugt wurde. Auch bei einem Auflaufspulen-wechsel konnte dies der Fall sein. Löste sich diese Schlinge nicht wieder von selber auf, wurde sie in die Auflaufspule eingespult und ergab einen unerkannten Qualitätsfehler des aufgespulten Fadens. Zur Behebung dieses Nachteils wird in weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorgeschlagen, die Fadenansaugdüse schaltbar zu machen.
Nunmehr kann die Fadenansaugdüse während eines Auflaufspulenwechsels, während eines Ablauf spulen wechseis und während des Anfahrens nach einem behobenen Fadenbruch vorübergehend wirkungslos gemacht werden. Vorteilhaft besitzt in weiterer Ausgestaltung der Erfindung die Fadenansaugdüse ein Strömungsmittelabschaltorgan. Dies kann zum Beispiel eine Klappe, ein Ventil oder dergleichen sein. Alternativ oder zusätzlich kann die Fadenansaugdüse aus dem Fadenlaufbereich herausbewegbar gelagert sein.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist die Fadenansaugdüse mittels einer fahrbaren Bedienungsvorrichtung, zum Beispiel mittels eines Wanderknoters, schaltbar. Die fahrbare Bedienungsvorrichtung kann aber auch eine Auflaufspulen-Wechselvorrichtung sein. Während die fahrbare Bedienungsvorrichtung an der Spulmaschine hält und arbeitet, bleibt die Fadenansaugdüse ausser Funktion. Entweder ist der Saugstrom abgesperrt oder es wird alternativ oder zusätzlich die Fadenansaugdüse aus dem Fadenlaufbereich gebracht.
Zum Wiederanknoten nach einem Fadenbruch wird der in die Fadenansaugdüse hinein angesaugte Unterfaden unterhalb des Fadenspanners aufgenommen. Um dabei sicherzustellen, dass das wieder aufgenommene Fadenende, gerechnet vom Fadenaufnahmepunkt, eine definierte Länge besitzt, ist nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung zwischen Fadenspanner und Fadenansaugdüse eine schaltbare Fadenschere angeordnet. Diese Fadenschere wird betätigt, sobald der Unterfaden wieder aufgenommen ist. Die Betätigung der Schere kann natürlich automatisch erfolgen, wenn der Knotvorgang automatisch, zum Beispiel durch einen Wanderknoter, durchgeführt wird. Nach dem Schnitt der Fadenschere wird das abgetrennte Fadenende des Unterfadens in die Fadenansaugdüse hinein abgesaugt.
Die Erfindung bietet folgende Hauptvorteile:
Bei einem Fadenbruch zwischen der Fadenansaugdüse und der Auflaufspule wird der Unterfaden durch die Fadenansaugdüse angesaugt und festgehalten. Das stromab gelegene Fadenende wird bis zur Bruchstelle zurückgesaugt. Spätestens zu dem Zeitpunkt, in dem das Fadenende zurückgesaugt und in der Fadenansaugdüse verschwunden ist, schaltet der Fadenreiniger wegen Ausbleibens des Fadenlaufsignals die Spulmaschine ab. Der festgehaltene Unterfaden bleibt während der ganzen Zeit gespannt. Fadenverhakungen, Kringelbildungen, Doppelfäden oder dergleichen sind dabei verhindert.
Bei einem Fadenbruch oder Fadenschnitt stromauf der Fadenansaugdüse wird der Oberfaden durch die Fadenansaugdüse erfasst und unter Spannung "gehalten. Der Oberfaden wird daher bis auf das letzte Endstück noch unter Spannung aufgewickelt.
Während eines Spulenwechsels der Auflaufspule oder der Ablaufspule oder während eines Knotvorganges und anschliessenden Wiederanfahrens der Spulmaschine kann die Fadenansaugdüse ausser Funktion gebracht werden, so dass keine Schlingen und Kringel durch Ansaugen eines nicht genügend unter Spannung stehenden Fadens gebildet werden können.
Das Leersaugen der Ablaufspule ist dadurch verhindert,
dass das Fadenlaufsignal ausbleibt, worauf die Spulmaschine
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ausser Betrieb geht. Zur Ausserbetriebnahme gehört auch die automatische Betätigung der Scheren, wodurch der Fadenlauf auf jeden Fall unterbrochen wird.
Die Zeichnungen zeigen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Fig. 1 stellt die vereinfachte Vorderansicht einer Spulmaschine dar.
Fig. 2 zeigt die vereinfachte Seitenansicht der gleichen Spulmaschine.
Schliesslich ist in Fig. 3 noch eine Ansicht von oben auf erfindungswesentliche Teile dieser Spulmaschine dargestellt.
Unter dem Begriff Spulmaschine wird hier eine in sich funktionsfähige Spuleinheit verstanden. Dabei kann es sich um eine Arbeitseinheit einer grösseren Maschine handeln. Diese Arbeitseinheit kann auch Teil einer speziellen Textilmaschine, zum Beispiel einer Spinnmaschine sein. Im Fall einer Spinnmaschine wird der Unterfaden nicht von einer Ablaufspule, sondern von einem Fadenerzeuger geliefert.
An einer Platte 11 ist der Spannerteller 12 eines Fadenspanners 13 befestigt. Die Spannkufe 14 des Fadenspanners 13 ist mittels eines Hebels 15 bewegbar gelagert. Oberhalb des Fadenspanners 13 erkennt man eine Fadenschere 16. Darüber ist an der Platte 11 ein Fadenreiniger 17 befestigt. Der Fadenreiniger 17 überwacht den Faden 18 hinsichtlich Dünnstellen, Dickstellen und ausserdem auch noch hinsichtlich des Fadenlaufes allgemein. Solange der Faden läuft, erfasst der Fadenreiniger 17 ein Fadenlaufsignal; steht der Faden dagegen still, bleibt das Laufsignal aus. Der Fadenreiniger 17 beinhaltet eine Fadenschere 19, bestehend aus einem schaltbaren Messer 20 und einem Amboss 21.
Bleibt das Fadenlaufsignal aus oder tritt eine Dünnstelle oder Dickstelle auf, betätigt der Fadenreiniger 17 automatisch das Messer 20, dessen Schneide den Faden 18 gegen den Amboss 21 presst und auf diese Weise trennt.
Unterhalb des Spannertellers 12 ist an der Platte 11 ein Lagerbock 22 befestigt. Der Lagerbock 22 dient der Lagerung eines Schwenkrohres 23, an dessen Ende eine Fadenansaugdüse 24 sitzt. Das Schwenkrohr 23 ist in Richtung des Pfeils 25 und in Gegenrichtung schwenkbar. Von unten her mündet eine Saugrohrleitung 26 in den Lagerbock 22, der zugleich die Verbindung zwischen der Saugrohrleitung 26 und dem Schwenkrohr 23 schafft. Die Saugrohrleitung 26 ist fest an eine nicht näher dargestellte zentrale Saugluftanlage angeschlossen.
Oberhalb des Fadenreinigers 17 erkennt man ein auf nicht näher dargestellte Weise mit dem Maschinengestell verbundenes Tragrohr 27, das ein Einfädelblech 28 trägt. Am linken Ende des Tragrohrs 27 ist eine Welle 29 drehbar gelagert. An der Welle 29 ist ein Hebel 30 befestigt. Der Hebel 30 greift an ei638 462
nem Ende eines zweiarmigen Hebels 31 an, der in Richtung des Pfeils 32 und in Gegenrichtung durch den Hebel 30 schwenkbar ist. Vom anderen Ende des zweiarmigen Hebels 31 besteht über eine Stange 33 eine gelenkige Verbindung zu einer am Schwenkrohr 23 befestigten Lasche 34.
Der Faden 18 kommt von einer Ablaufspule 35, passiert eine geöffnete, schaltbare Restfadenschere 36, durchläuft ein Einfädelblech 37 und einen Rechentaster 38, geht dann durch den Fadenspanner 13, passiert die geöffnete Fadenschere 16, führt an der Fadenansaugdüse 24 vorbei durch den Fadenreiniger 17, wird dann hinter dem Einfädelblech 28 in die Fadenführungsnut 39 einer rotierenden Fadenführungswalze 40 geleitet und zu einer Auflaufspule 41 aufgewickelt. Die Spulenhülse 42 der Auflaufspule 41 wird durch einen schwenkbaren, gabelförmigen Spulenhalter 43 gehalten. Die Auflaufspule 41 selber liegt auf der Fadenführungswalze 40 auf und wird von dieser Walze durch Friktion angetrieben.
Der beiden Zinkenreihen 44 und 45 des Rechentasters 38 legen sich mit leichtem Druck gegen den gespannten Faden und greifen ineinander, sobald die Fadenspannung nachlässt. Dadurch ist der Rechentaster 38 in der Lage, einen spannungslosen Faden festzuhalten.
Da sich die Fadenansaugdüse 24 in der Nähe des Fadenlaufes befindet, wird der Faden im Falle eines Fadenbruches auf jeden Fall durch die Fadenansaugdüse angesaugt. Zu diesem Zweck ist die Fadenansaugdüse dauernd mit Unterdruck beaufschlagt. Nach dem Fadenbruch bleibt das Fadenlaufsignal aus, so dass der Fadenreiniger 17 ein Störungssignal veranlasst und die Spulmaschine stillsetzt, wobei auch die Fadenscheren 16 und 19 betätigt werden. Nun steht die Spulmaschine zum Wiederanknüpfen des Fadens bereit. Der von der Ablaufspule 35 kommende Faden wird durch den Rechentaster 38 festgehalten. Das durch die Fadenschere 16 abgetrennte Ende ist abgesaugt und das Fadenende des Oberfadens auf die Auflaufspule 41 aufgewickelt worden.
Während des Anknüpfvorganges wird nun das Schwenkrohr 23 in Richtung des Pfeils 25 verschwenkt, was durch Betätigen des Hebels 30 geschieht. Die Betätigung des Hebels 30 kann von Hand erfolgen oder auch durch eine Bedienungsvorrichtung, zum Beispiel einen Wanderknoter, der jedoch in den Zeichnungen nicht dargestellt ist. Beim Schwenken des Hebels 30 in Richtung des Pfeils 46 schwenkt der zweiarmige Hebel 31 in Richtung des Pfeils 32, wodurch die Stange 33 in Richtung des Pfeils 47 gezogen und das Schwenkrohr 23 in Richtung des Pfeils 48 geschwenkt wird. Erst nach dem Anknoten des Fadens und nach dem Anfahren der Spulmaschine wird das Schwenkrohr 23 in die Ausgangslage gebracht und ist dann wieder voll funktionsfähig. Auch beim Neuansetzen einer Auflaufspule wird das Schwenkrohr 23 verschwenkt.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Mit einem Fadenspanner und einem nachgeschalteten, den Faden überwachenden Fadenreiniger versehene Spulmaschine für Textilfäden, dadurch gekennzeichnet, dass in der Nähe des Fadenlaufes zwischen Fadenspanner (13) und Fadenreiniger (17) eine Fadenansaugdüse (24) angeordnet ist.
2. Spulmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenansaugdüse (24) schaltbar ist.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Spulmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenansaugdüse (24) ein Strömungsmittel-abschaltorgan besitzt.
4. Spulmaschine nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenansaugdüse (24) aus dem Fadenlaufbereich heraus bewegbar gelagert ist.
5. Spulmaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenansaugdüse (24) mittels einer fahrbaren Bedienungsvorrichtung, zum Beispiel mittels eines Wanderknoters, schaltbar ist.
6. Spulmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Fadenspanner (13) und Fadenansaugdüse (24) eine schaltbare Fadenschere (16) angeordnet ist.
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