CH638964A5 - Chair - Google Patents

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CH638964A5
CH638964A5 CH474979A CH474979A CH638964A5 CH 638964 A5 CH638964 A5 CH 638964A5 CH 474979 A CH474979 A CH 474979A CH 474979 A CH474979 A CH 474979A CH 638964 A5 CH638964 A5 CH 638964A5
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CH
Switzerland
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plate
seat plate
seat
support arm
backrest
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CH474979A
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English (en)
Inventor
Arno Votteler
Max Lanuzzi
Fredi Dubach
Original Assignee
Stoll Gmbh Martin
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    • A47C1/02—Reclining or easy chairs
    • A47C1/031—Reclining or easy chairs having coupled concurrently adjustable supporting parts
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Description

Die Erfindung betrifft einen Stuhl mit einem Sitzträger, an welchem eine Sitzplatte um eine horizontale, querverlaufende, in der Nähe deren Vorderkante angeordnete Achse schwenkbar gelagert ist und am hinteren Ende über einen Lenker an einem am Sitzträger schwenkbar angelenkten Stützarm abgestützt ist, der durch eine Feder gegen die Sitzplatte vorgespannt ist.
Bei Sitzmöbeln, insbesondere bei Bürositzmöbeln, ist man bemüht, diese derart auszubilden, dass ein körpergerechtes Sitzen ermöglicht wird, um einerseits Körperschäden bei langem Sitzen zu vermeiden und um anderseits den Sitzkomfort zu erhöhen. Es ist zu diesem Zweck bekannt, bei Sitzmöbeln die Sitzplatte um eine horizontale, querverlaufende Achse verschwenkbar auszugestalten. Dadurch Iässt sich die Neigung der Sitzplatte an die Gegebenheiten anpassen. Nachteilig ist bei einer solchen Lösung jedoch, dass durch die in der Regel in der Sitzplattenmitte erfolgende Schwenklagerung die Höhe der Sitzvorderkante beim Verschwenken geändert wird, wodurch beispielsweise beim Zurückschwenken der Sitzplatte an der Oberschenkelunterseite ein erhöhter Druck ausgeübt wird.
Man hat auch bereits vorgeschlagen, die Sitzplatte in eine vordere Teilplatte und in eine hintere Teilplatte zu unterteilen und beide Teilplatten schwenkbar miteinander zu verbinden. Bei einer solchen Konstruktion kann die hintere Teilplatte unabhängig von der vorderen Teilplatte ver-schwenkt werden, jedoch ist auch diese Verschwenkung mit einer Höhenänderung der vorderen Teilplatte verbunden.
Um ein ermüdungsfreies Sitzen zu ermöglichen, muss das Oberkörpergewicht abgestützt werdeh. Diese Funktion wird bei bisher bekannten Sitzmöbeln im wesentlichen von der Rückenlehne übernommen, jedoch hat es sich als günstig herausgestellt, die Oberkörpergewichtsabstützung von der Rückenlehne des Stuhles etwas zu lösen und diese Abstüt-zung durch eine Aufrichtung des Beckens und eine damit verbundene Lordosierung, d.h. ein Vorbeugen der Wirbelsäule, zu erreichen. Eine Aufrichtung des Beckens und eine aktive Lordosierung werden jedoch bei bisher bekannten Sitzmöbeln von dem Sitzenden in der Regel abgelehnt, weil Voraussetzung für diese Lordosierung eine ganz bestimmte, eng begrenzte Sitzposition auf der Sitzplatte ist. Dies widerspricht der Dynamik des Sitzens, die ein wesentliches Merkmal für die Behaglichkeit darstellt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bekannte Sitzmöbel derart zu verbessern, dass ohne Beschränkung der Dynamik des Sitzens, d.h. ohne Beschränkung auf bestimmte Sitzpositionen, eine Aufrichtung des Beckens und eine aktive Lordosierung erreichbar sind.
Diese Aufgabe wird bei einem Stuhl der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die Sitzplatte in eine vordere und in eine schwenkbar mit dieser verbundene hintere Teilplatte unterteilt ist und dass die Sitzplatte am hinteren Ende der vorderen Teilplatte mit einem zweiten Lenker und am hinteren Ende der hinteren Teilplatte mit dem erstgenannten Lenker am Stützarm abgestützt ist.
Bei dem erfindungsgemässen Stuhl unterstützt die hintere Teilplatte die Wirbelsäule, wobei die Neigung der hinteren Teilplatte gegenüber der vorderen Teilplatte entsprechend der Sitzposition und damit entsprechend der Gewichtsverteilung derart veränderbar ist, dass in jeder Sitzposition eine aktive Unterstützung der Wirbelsäule erfolgt. Günstig ist dabei, dass die Sitzplatte im Bereich ihrer Vorderkante mit dem Sitzträger schwenkbar verbunden ist, denn dadurch ergeben sich bei einer Verschwenkung der Sitzfläche keine Höhenunterschiede an der Sitzplatten Vorderkante, d.h. die Unterstützung der Oberschenkelunterseite bleibt unverändert.
Günstig ist es, wenn das elastische Unterstützungsorgan ein am Sitzträger schwenkbar angelenkter Stützarm ist, der durch Federmittel gegen die Sitzplatte gedrückt ist und diese vor der Verbindungsstelle der beiden Teilflächen und am hinteren Ende der hinteren Teilfläche unterstützt.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung können zwischen Sitzplatte und Stützarm Distanzelemente angeordnet sein, die vorzugsweise verstellbar sind, so dass der Abstand zwischen den Teilplatten und dem Stützarm einstellbar ist.
Auch die Federkraft der Federmittel kann einstellbar sein. Die Federmittel können beispielsweise als Drehstabfederung ausgebildet sein.
Bei einèr vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass am freien Ende des Stützarmes ein Lehnenstab drehfest befestigt ist. Dadurch wird es möglich, durch eine mehr oder weniger starke Neigung der Rückenlehne eine Verstellung der Sitzplatte zu erreichen, d.h. bei einer steilen Rückenlehne ist die hintere Teilfläche relativ stark gegenüber der vorderen Teilplatte nach oben geneigt, während die beiden Teilplatten bei stark zurückgeneigter Rückenlehne im wesentlichen in einer Ebene liegen; diese dynamische Neigungsänderung der gesamten Sitzplatte einerseits und des Winkels zwischen den Teilplatten anderseits führt bei allen Sitzpositionen zu der gewünschten aktiven Beckenunterstützung. Der Sitzende muss also nicht besonders darauf achten, eine die Beckenunterstützung fördernde Sitzposition einzunehmen, sondern eine solche Beckenunterstützung erfolgt zwangsläufig und für den Sitzenden praktisch unmerklich.
Während bei einem Sitzmöbel dieser Art ohne Lehne die Sitzplattenverstellung praktisch ausschliesslich durch die Gewichtsverlagerung des Sitzenden herbeigeführt wird, führt bei einem Ausführungsbeispiel mit Lehne die aktive Verschwenkung der Lehne durch den Sitzenden zusätzlich zu einer dynamischen Verformung der Sitzplatte.
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Die nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung dient im Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht eines erfindungs-gemässen Stuhles mit der Rückenlehne in einer mittleren Position;
Fig. 2 eine Ansicht ähnlich Fig. 1 mit der Rückenlehne in einer aufrechten Position und
Fig. 3 eine Ansicht ähnlich Fig. 1 mit der Rückenlehne in einer zurückgeschwenkten Position.
Der in den Fig. 1 bis 3 sehr schematisch dargestellte Stuhl umfasst in an sich bekannter Weise einen Fuss 1 mit Rollen 2, an dem höhenverstellbar, gefedert und drehbar ein Sitzträger 3 gehalten ist. Dieser weist einen geringfügig gegenüber der horizontalen geneigten, zu seinem freien Ende hin ansteigenden Trägerarm 4 auf, an dessen freiem Ende eine Sitzplatte 5 schwenkbar angelenkt ist, wobei die Lagerung im Bereich der Vorderkante 6 der Sitzplatte 5 erfolgt.
Die Sitzplatte 5 ist in eine vordere Teilplatte 7 und eine hintere Teilplatte 8 unterteilt, wobei die vordere Teilplatte 7 vorzugsweise grösser ausgebildet ist als die hintere Teilplatte 8. Die beiden Teilplatten sind um eine horizontale, quer zur Sitzplatte verlaufende Achse 9 drehbar miteinander verbunden, beispielsweise mittels eines Scharnieres.
Am Trägerarm 4 ist ein Stützarm 10 um eine parallel zur Achse 9 verlaufende Achse 11 schwenkbar angelenkt und mittels einer in der Zeichnung nicht dargestellten Feder gegen die Sitzplatte 5 gespannt. Diese Feder kann beispielsweise als Drehstabfederung ausgebildet und mittels eines Hebels 12 in ihrer Federkraft einstellbar sein.
In dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel erstreckt sich der Stützarm bis über das hintere Ende der Sitzplatte 5 hinaus und ist in diesem Bereich mit einem Lehnenstab 13 verbunden, der in an sich bekannter Weise eine Rückenlehne 14 trägt. Der Lehnenstab 13 kann an dem Stützarm 10 höhenverstellbar gehalten sein, wesentlich ist jedoch, dass der Winkel zwischen Stützarm 10 und Lehnenstab 13 fest ist.
Zwischen der Sitzplatte 5 und dem Stützarm 10 sind zwei Distanzelemente 15,16 angeordnet, wobei das erste Distanzelement 15 im Bereich der Hinterkante der vorderen Teilplatte 7 und das zweite Distanzelement 16 im Bereich der Hinterkante der hinteren Teilplatte 8 angreifen. Die Distanzelemente sind vorzugsweise drehbar an der Sitzplattenunterseite und an dem Stützarm gelagert. Die Länge der Distanzelemente 15 und 16 ist einstellbar, beispielsweise kann es sich bei den Distanzelementen um Spindeln handeln, die in entsprechenden Gewindeköpfen verstellbar sind.
In den drei Figuren ist ein Ausführungsbeispiel des erfin-dungsgemässen Stuhles in drei verschiedenen Stellungen dar-5 gestellt. In Fig. 2 befindet sich die Lehne in einer aufrechten Stellung, wie sie sich beispielsweise dann einstellt, wenn der Sitzende aufrecht auf dem Stuhl sitzt, ohne die Lehne zu berühren. Man erkennt, dass in dieser Stellung die hintere Teilplatte 8 besonders steil verläuft und damit dem Sitzenden io eine besonders intensive Beckenaufrichtung vermittelt.
Durch diese starke Unterstützung kann das Oberkörpergewicht praktisch ermüdungsfrei vom Sitzenden selbst getragen werden, ohne dass er die Unterstützung der Lehne benötigt.
15 Bei der in Fig. 3 dargestellten Stellung ist die Rückenlehne extrem weit zurückgeneigt. Dabei verläuft die hintere Teilplatte im wesentlichen in einer Ebene mit der vorderen Teilplatte; dadurch wird eine zu kräftige Unterstützung der Wirbelsäule vermieden, wie sie auftreten würde, wenn der Winkel zwischen vorderer und hinterer Teilfläche unverändert bliebe. Trotzdem ergibt sich infolge des Winkels zwischen Sitzplatte und Rückenlehne noch eine ausreichende Beckenaufrichtung und Wirbelsäulenunterstützung.
In Fig. 1 ist der Stuhl in einer Mittelstellung dargestellt. Man erkennt, dass die Schrägstellung der hinteren Teilplatte gegenüber der vorderen Teilfläche geringer ist als in der in Fig. 2 dargestellten Stellung, dass aber entsprechend der relativ geringen Neigung der Rückenlehne eine ausreichende Beckenunterstützung gewährleistet ist.
Je nach dem Gewicht des Sitzenden kann mit Hilfe des Hebels 12 die Federkraft eingestellt werden, mit welcher der Stützarm 10 gegen die Sitzplatte gespannt wird. Ausserdem lässt sich die Position der Sitzplatte relativ zum Stützarm 10 mit Hilfe der Distanzelemente 15 und 16 einstellen, wobei damit gleichzeitig der Keilwinkel der hinteren Teilplatte 8 gegenüber der vorderen Teilplatte 7 einstellbar ist.
Die in dem dargestellten Ausführungsbeispiel nur schematisch dargestellte Sitzplatte kann beispielsweise als Rahmengestell ausgebildet sein, das in an sich bakannter Weise mit Polstern umkleidet ist. Ferner ist es möglich, Rückenlehne und Sitzplatte durch gemeinsame Polster derart zu verbinden, dass ein einstückiger Gesamteindruck des Stuhles hervorgerufen wird. Die in den dargestellten Ausführungsbeispielen gezeigten Teile sind dann die im Inneren des Polsters angeordneten, tragenden Elemente des Stuhles.
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2 Blatt Zeichnungen

Claims (5)

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1. Stuhl mit einem Sitzträger (3), an welchem eine Sitzplatte (5) um eine horizontale, querverlaufende, in der Nähe deren Vorderkante (6) angeordnete Achse schwenkbar gelagert ist und am hinteren Ende über einen Lenker (16) an einem am Sitzträger schwenkbar angelenkten Stützarm (10) abgestützt ist, der durch eine Feder gegen die Sitzplatte vorgespannt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Sitzplatte (5) in eine vordere und in eine schwenkbar mit dieser verbundene hintere Teilplatte (8) unterteilt ist und dass die Sitzplatte (5) am hinteren Ende der vorderen Teilplatte (7) mit einem zweiten Lenker (15) und am hinteren Ende der hinteren Teilplatte (8) mit dem erstgenannten Lenker (16) am Stützarm (10) abgestützt ist.
2. Stuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lenker (15,16) verstellbar sind, so dass der Abstand zwischen den Teilplatten (7, 8) und dem Stützarm (10) einstellbar ist.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Stuhl nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass am freien Ende des Stützarmes (10) ein Lehnenstab (13) drehfest befestigt ist.
4. Stuhl nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Federkraft der Federmittel einstellbar ist.
5. Stuhl nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Federmittel als Drehstabfederungen ausgebildet sind.
CH474979A 1978-05-24 1979-05-21 Chair CH638964A5 (en)

Applications Claiming Priority (2)

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DE7815561U DE7815561U1 (de) 1978-05-24 1978-05-24

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ID=45470739

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