CH639434A5 - Schmutzausscheider fuer kardiervorrichtungen. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Schmutzausscheider für Kardiervorrichtungen, die einen Tambour und damit zusammenwirkende fest montierte Kardiersegmente umfassen, mit einer Messerklinge, deren Klingenkante entgegen der Laufrichtung des Tambours in geringem Abstand von dem Beschlag desselben angrenzend an ein Kardiersegment angeordnet ist, und mit einer in Laufrichtung vor der Messerklinge liegenden Auffangschiene, die eine praktisch ebene, parallel zur Oberfläche des Tambours verlaufende Fussfläche aufweist.
Bei einer bekannten derartigen Vorrichtung (DE-OS 24 41 071 ) besteht der Nachteil, dass die Ausscheidung von Kurzfasern in unkontrollierter Weise erfolgt. Es kommt auch vor, dass die Schmutzausscheidung nicht wirksam genug ist oder dass ein Verstopfen des Schmutzausscheiders auftritt, weil ausser den gewünschten Schmutzteilchen auch Fasern mit ausgeschieden werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schmutzausscheider zu schaffen, der die Reinigungsintensität und die Art der ausgeschiedenen Fasern wirkungsvoll einzustellen gestattet und der einen grösseren Anwendungsbereich zulässt, insbesondere in der Baumwollkardierung.
Die Lösung dieser Aufgabe ist darin zu sehen, dass die Messerklinge mit einer Justiervorrichtung versehen ist zum Einstellen des Abstandes der Messerklinge von dem Beschlag des Tambours, und dass die Auffangschiene mit einer Einrichtung versehen ist zum Einstellen des Abstandes ihrer Fussfläche von dem Tambour.
Gemäss einer Weiterbildung ist die lichte Weite zwischen der Aufangschiene und der Klingenkante der Messerklinge einstellbar, so dass beispielsweise die Klingenkante an der Auffangschiene anliegen kann. In dieser Stellung findet keine Schmutzausscheidung statt, etwa für die Verarbeitung von Synthesefasern.
Eine andere Weiterbildung ist darin zu sehen, dass der Schmutzausscheider zwischen zwei Kardiersegmenten angeordnet ist, dass die Messerklinge und die zugeordnete Justiereinrichtung an dem einen Kardiersegment und dass die Auffangschiene an dem benachbarten Kardiersegment befestigt ist. Durch diese Bauweise erübrigen sich zusätzliche Halterungen für die Bauteile des Schmutzausscheiders.
Der zwischen der Messerklinge und der Auffangschiene gebildete freie Raum ist vorzugsweise durch eine Abdeckung verschlossen. Der derart verschlossene freie Raum lässt sich an eine Absaugung anschliessen, so dass ein Verstopfen des Schmutzausscheiders vermieden wird.
Vorzugsweise weist die Auffangschiene eine an die Fussfläche angrenzende und der Messerklinge zugewandte Fläche auf. Dabei kann der an die Fussfläche angrenzende Bereich der Fläche parallel zur Bewegungsebene der Messerklinge verlaufen. Dadurch wird erreicht, dass die lichte Weite zwischen der Auffangschiene und der Meserklinge beim Justieren derselben nicht verändert wird.
Die Erfindung ist im folgenden anhand schematischer Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel ergänzend beschrieben.
Fig. 1 ist ein Querschnitt durch den Bereich zwischen zwei Kardiersegmenten einer Kardiervorrichtung mit einem in diesem Bereich angeordneten Schmutzausscheider;
Fig. 2 ist eine Schnittansicht durch einen Tambour und drei damit zusammenwirkende Kardiersegmente.
Der in den Figuren dargestellte Schmutzausscheider umfasst eine Messerklinge 1, die einen annähernd stiefeiförmigen Querschnitt aufweist und sich über die gesamte Breite einer Karde erstreckt. Die Messerklinge weist einen Schaft 2 auf, in den mehrere Gewindelöcher 3 eingeschnitten sind. Der Fussbereich 4 der Messerklinge 1 hat eine praktisch ebene Grundfläche 5, die an einer Seite eine Klingenkante 6 bildet. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Klingenkante 6 von einem Klingenblatt 7 gebildet, das auf dem Fussbereich 4 befestigt ist.
Die Messerklinge sitzt in einer Halteplatte 8, welche auf eine Stirnfläche 9 einer Deckelkarde 10, die ein Kardierele-ment bildet, mittels Senkschrauben 11 festgeschraubt ist, die durch Bohrungen in der Halteplatte 8 in Gewindebohrungen 12 eingeschraubt sind.
Die Halteplatte 8 weist eine U-förmige, sich über die gesamte Breite erstreckende Ausnehmung 13 auf, die so bemessen ist, dass sie den Schaftbereich der Messerklinge 1 mit Schiebesitz aufnehmen kann. In Fluchtung mit den Gewindelöchern 3 sind Bohrungen 14 in der Halteplatte angebracht, durch die Justierschrauben 15 gesteckt sind, deren Kopf auf einer Schulter 16 der Halteplatte 8 aufliegt.
Der Schaft weist ferner Bohrungen für Klemmschrauben 17 auf, die dazu dienen, die Messerklinge in der einmal eingestellten Lage in Bezug auf die Halteplatte 8 zu fixieren.
Der Schmutzausscheider umfasst ferner eine Auffangwanne 18, die einen L-förmigen Querschnitt aufweist und sich über die gesamte Breite der Kardiervorrichtung erstreckt. Die Auffangwanne 18 weist eine praktisch ebene Fussfläche 19 auf, die so gestaltet ist, dass sie im eingebauten Zustand
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der Auffangwanne parallel zur Oberfläche des Tambours verläuft.
Die der Messerklinge 1 zugewandte Kante 20 der Auffangschiene 18 lässt sich in einem Abstand zur Klingenkante 6 der Messerklinge 1 anordnen. Zu dem Zweck ist die Auffangschiene mit einer Justier- und Befestigungsvorrichtung versehen, die gleichartig aufgebaut ist wie diejenige für die Messerklinge 1. Zum Halten der Auffangschiene ist die gleiche Halteplatte 8 verwendet wie zum Halten der Messerklinge, und die Ausbildung dieser Teile ist daher im folgenden nicht nochmals beschrieben.
Wie man aus Figur 1 erkennt, sind die Flächen der beiden Halteplatten 8, auf denen die Messerklinge 1 bzw. die Auffangschiene 18 verschiebbar aufliegen, in einem Winkel zueinander angeordnet. Durch Verstellen der Justierschrauben 15 lässt sich daher nicht nur der Abstand dieser Teile von dem Tambour, sondern auch der Abstand der Kante 20 von der Klingenkante 6 einstellen.
Bei der dargestellten Ausführungsform grenzt an die Kante 20 der Auffangschiene 18 eine gewölbte Fläche 21 an. Wenn man den an die Kante 6 unmittelbar angrenzenden Bereich dieser gewölbten Fläche so gestaltet, dass er etwa parallel zur Bewegungsebene der Messerklinge 1 verläuft, so kann man erreichen, dass durch ein Justieren der Messerklinge 1 lediglich der Abstand der Grundfläche derselben vom Tambour, nicht jedoch die lichte Weite zwischen der Messerklinge 1 und der Auffangschiene 18 geändert wird.
Derartige Schmutzausscheider können zwischen allen Kar-diersegementen einer Kardiervorrichtung angeordnet werden, und durch entsprechende Justierung derselben lässt
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sich eine optimale Ausscheidung von Verunreinigungen, Mikrostaub und Fasern erreichen.
Der Abstand der Messerklinge zum Tambour bestimmt die Intensität der Ausscheidung. Bei sehr kleinem Abstand s werden ausser Schalenteilen und Kurzfasern auch feinste Staubpartikel (Mikrostaub) ausgeschieden. Bei weiterem Abstand der Messerklinge zum Tambour wird weniger Mikrostaub entfernt. Der Einstellbereich sollte zwischen 0,1 und 2,5 mm liegen.
10 Die Lage der Auffangschiene bestimmt die Austrittsmenge an Verunreinigungen und Kurzfasern in Abhängigkeit vom Grad der Verunreinigung und der Stapellänge der Fasern. Zum Beispiel kann bei langstapligem Fasergut durch Ver-grössern des Abstandes der Auffangschiene zum Tambour 15 der Anteil an ausgeschiedenen Kurzfasern vergrössert werden, was auch auf die Ausscheidungsmenge der Verunreinigungen zutrifft.
Die Auffangschiene 18 und die Messerklinge 1 lassen sich so justieren, dass die Klingenkante 6 an der Auffangschiene 18 anliegt. In dieser Stellung findet keine Schmutz- oder Kurzfaserausscheidung statt. Diese Einstellung ist z.B. für die Verarbeitung von Chemiefasern erforderlich.
Die Auffangschiene 18 lässt sich so einstellen, dass der 2s Abstand der Fussfläche 19 von dem Tambour bis zu 15mm beträgt.
Der freie Raum zwischen der Auffangschiene 18, der Messerklinge 1 und der Abdeckung 22 ist an eine Absaugung angeschlossen, so dass die ausgeschiedenen Teilchen den 30 Schmutzausscheider nicht verstopfen.
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2 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Schmutzausscheider für Kardiervorrichtungen, die einen Tambour und damit zusammenwirkende, fest montierte Kardiersegmente umfassen, mit einer Messerklinge, deren Klingenkante entgegen der Laufrichtung des Tambours in geringem Abstand von dem Beschlag desselben angrenzend an ein Kardiersegment angeordnet ist, und mit einer in Laufrichtung vor der Messerklinge liegenden Auffangschiene, die eine praktisch ebene, parallel zur Oberfläche des Tambours verlaufende Fussfläche aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Messerklinge (1) mit einer Justiervorrichtung (15) versehen ist zum Einstellen des Abstandes der Messerklinge von dem Beschlag des Tambours, und dass die Auffangschiene (18) mit einer Einrichtung versehen ist zum Einstellen des Abstandes ihrer Fussfläche (19) von dem Tambour.
2. Schmutzausscheider nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die lichte Weite zwischen der Auffangschiene
( 18) und der Klingenkante (6) der Messerklinge (1) einstellbar ist.
3. Schmutzausscheider nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass er zwischen zwei Kardiersegmenten angeordnet ist, dass die Messerklinge (1) und die zugeordnete Justiereinrichtung an dem einen Kardiersegment und dass die Auffangschiene (18) an dem benachbarten Kardiersegment befestigt ist.
4.Schmutzausscheider nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der zwischen der Messerklinge (1) und der Auffangschiene (18) gebildete freie Raum durch eine Abdeckung (22) verschlossen ist.
5. Schmutzausscheider nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Auffangschiene eine an die Fussfläche (19) angrenzende und der Messerklinge (1) zugewandte Fläche (21) aufweist.
6. Schmutzausscheider nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der an die Fussfläche (19) angrenzende Bereich der Fläche (21) parallel zur Bewegungsebene der Messerklinge (1) verläuft.
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