CH639949A5 - Process for the preparation of chlorothioformates - Google Patents

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CH639949A5
CH639949A5 CH258778A CH258778A CH639949A5 CH 639949 A5 CH639949 A5 CH 639949A5 CH 258778 A CH258778 A CH 258778A CH 258778 A CH258778 A CH 258778A CH 639949 A5 CH639949 A5 CH 639949A5
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Carlo Galileo Jun Alesandrini
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Stauffer Chemical Co
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Chlorthioformiaten durch Umsetzung eines Mercaptans mit Phosgen in Gegenwart eines Aktivkohlekatalysators nach dem Schema
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RSH + COCh—RSCC1 + HCl.
Die Erfindung betrifft jedoch nicht die Herstellung von Äthylchlorthioformiat.
Erfindungsgemäss bedeuten: R Alkyl, Niedercycloalkylmethyl, Niedercycloalkyl, Niederalkenyl, Phenyl, chlor-sub-stituiertes Phenyl, Benzyl oder chlor-substituiertes Alkyl, wobei sich der Chlorsubstituent nicht näher als am y-Kohlen-stoffatom zum Schwefelatom befindet. Unter Alkyl oder chlor-substituiertes Alkyl werden im allgemeinen Gruppen mit 1 bis 15, vorzugsweise 1 bis 10, insbesonders mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, verstanden, beispielsweise Methyl, n-Propyl, Isopropyl, n-Butyl, sec.-Butyl, Isobutyl, n-Pentyl, Neopentyl, n-Hexyl, Neohexyl, n-Heptyl, n-Octyl, n-Decyl, n-Dodecyl und n-Tetradecyl. Niederalkenyl bedeutet in der Regel Gruppen mit 2 bis 5 Kohlenstoffatomen mit mindestens einer Doppelbindung. Niedercycloalkyl steht im allgemeinen für cycloaliphatische Gruppen mit 3 bis 7 Kohlenstoffatomen, wie Cyclopropyl und Cyclohexyl. Unter Niedercycloalkylmethyl werden in der Regel Gruppen mit 3 bis 7 Kohlenstoffatomen im Cycloalkylteil verstanden, wie Cyclopropylmethyl und Cyclopentylmethyl. Chlorphenyl steht sowohl für mono- wie auch für polychlorierte Phenyl-ringe, die noch weitere Substituenten tragen können.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungs-gemässen Verfahrens bedeutet R Alkyl, Niedercycloalkyl, Niedercycloalkylmethyl, Benzyl, Phenyl oder chlorsubstitu-
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iertes Phenyl. Für R werden als Alkylreste solche mit 1 bzw. 3 bis 6 Kohlenstoffatomen, insbesondere n-Propyl, Isopropyl, n-Butyl, sec.-Butyl, n-Pentyl und Neopentyl; als Niedercy-cloalkylreste Cyclobutyl; für Niedercycloalkylmethyl Cyclo-propylmethyl und Cyclopentylmethyl; als Niederalkenyl Allyl; als chlorsubstituiertes Phenyl p-Chlorphenyl und als Halogenalkyl 3-Chlorpropyl bevorzugt.
Solche Chlorthioformiate sind nützliche Zwischenprodukte für die Herstellung von Herbizid wirksamen Thiocar-bamaten und ähnlichen Verbindungen. Die Umsetzung zwischen Mercaptanen und Phosgen zu Chlorthioformiaten wird in der US-PS 3 165 544 im Laboratoriumsmassstab beschrieben. Dabei wird betont, dass die Temperaturen während der Umsetzung so niedrig, wie dies noch bei einer vernünftigen Reaktionsgeschwindigkeit möglich ist, gehalten werden sollen, da sich bei hohen Temperaturen bedeutende Mengen eines Disulfidnebenproduktes bilden. Als maximale Temperaturen werden für diese Reaktion solche von etwa 70° bis etwa 140°C empfohlen.
Ein Verfahren zur Herstellung eines Niederalkylchlorthio-formiates nach dieser Reaktion verwendet zwei nacheinander angeordnete Katalysatorbetten mit Aktivkohle. Das erste Katalysatorbett wird vorzugsweise in den Röhren eines mehrere Röhren aufweisenden Reaktors angeordnet; das zweite Reaktionsbett in Form eines Festbettreaktors mit einem einzigen Katalysatorbett. Der erste Reaktor wird als kontinuierlicher Flüssigphasenreaktor, insbesondere als ein Röhrenreaktor mit aufwärts gerichtetem Materialstrom, wobei die Ausgangsmaterialien unten eingeführt und die Produkte oben abgeführt werden, betrieben. Das teilweise umgesetzte Reaktionsgemisch wird dann oben in den zweiten Reaktor, welcher als Festbett mit abwärts gerichtetem Materialstrom (Rieselturm) betrieben wird, geleitet. Das heisst, der zweite Reaktor wird mit einer kontinuierlichen Gasphase betrieben, da das entstehende gasförmige Chlorwasserstoff kontinuierlich durch das Bett nach oben fliesst. Die Reaktionsprodukte werden aus dem unteren Teil des zweiten Reaktors entnommen und weiter der Vorrichtung zur Abtrennung von Chlorthioformiat zugeführt. Wird nach diesem Verfahren Äthylchlorthioformiat hergestellt, wird nur ein Produkt von einer Reinheit von etwa 91 bis etwa 95% erhalten. Der grösste Teil der Verunreinigung ist Diäthyldisulfid, welches in Mengen von 3 bis 7% vorhanden ist und der grösste Teil der verbleibenden Verunreinigung ist Diäthyldithiocarbonat. Wenn nach diesem Verfahren n-Propylchlorthioformiat hergestellt wird, wird das Disulfidnebenprodukt in Mengen von 1,5 bis 13,7% durchschnittlich knapp unter 5% und das Chlorthioformiat mit einer durchschnittlichen Reinheit von etwa 93% erhalten.
Ziel dieser Erfindung ist es, ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von Chlorthioformiaten durch Umsetzung eines Mercaptans und Phosgen in Gegenwart eines Aktivkohlekatalysators zu finden.
Ein weiteres Ziel dieser Erfindung ist es, ein Verfahren zu finden, bei welchem nur eine minimale Menge an Diäthyldi-sulfidnebenprodukt entsteht.
Ein drittes Ziel dieser Erfindung ist es, ein Verfahren mit verbesserter Produktionskapazität zu finden.
Ein weiteres Ziel dieser Erfindung ist es, ein Verfahren mit guter Temperaturkontrolle in den Reaktoren zu finden.
Ausserdem soll erfindungsgemäss eine gute Umwandlung des Mercaptans zu Chlorthioformiat stattfinden.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Chlorthioformiaten der Formel
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RSCC1,
worin R Alkyl, Niedercycloalkyl, Niedercycloalkylmethyl, Niederalkenyl, Phenyl, chlorsubstituiertes Phenyl, Benzyl oder chlorsubstiuiertes Alkyl, wobei sich der Chlorsubsti-tuent nicht näher als am y-Kohlenstoffatom zum Schwefelatom befindet, mit Ausnahme von Äthylchlorthioformiat, durch Umsetzung des entsprechenden Mercaptans mit Phosgen in Gegenwart eines Aktivkohlekatalysators, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man a) ein Mercaptan der Formel RSH in einer ersten kontinuierlichen Flüssigphasenreaktionszone in Gegenwart eines Katalysators, welcher Aktivkohle enthält; mit Phosgen in Berührung bringt;
b) das erste Reaktionsprodukt aus der ersten Reaktionszone entfernt;
c) das erste Reaktionsprodukt in einer zweiten kontinuierlichen Flüssigphasenreaktionszone mit einem Katalysator, welcher Aktivkohle enthält, in Berührung bringt und d) das zweite Reaktionsprodukt, welches das Chlorthioformiat enthält, aus der zweiten Reaktionszone entfernt.
Das erfindungsgemässe Verfahren wird im einzelnen anhand der Zeichnung, welche ein Beispiel eines allgemeinen Fliessschemas zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens darstellt, beschrieben.
Ein Mercaptan in Leitung 1 wird mit Phosgen in der Leitung 2 vermischt und durch Leitung 4 in den unteren Teil des ersten Reaktors 10 eingeführt. Reaktor 10 wird mit den Ausgangsmaterialien und den Produkten in einer kontinuierlichen flüssigen Phase betrieben. Reaktor 10 ist vorzugsweise ein Röhrenreaktor mit Festbett, welcher eine Anzahl von mit Aktivkohle gefüllten Rohre aufweist, wobei die Teilchen-grösse der Kohle so gewählt wird, dass jede der Röhren in der üblichen Weise als ein Miniaturfestbettreaktor wirkt. Die Ausgangsmaterialien in Leitung 4 werden in den unteren Teil des Reaktors, dabei in den unteren Enden der einzelnen Röhren eingeführt, und strömen durch diese Röhren aufwärts. Die durchschnittliche Austrittstemperatur beträgt im allgemeinen etwa 0° bis etwa 70°C, vorzugsweise etwa 0° bis etwa 50°C. Der Druck beträgt etwa 0 bis etwa 10,5 atü, vorzugsweise etwa 0 bis etwa 3,52 atü.
Die teilweise umgesetzten Produkte werden aus dem oberen Teil des ersten Reaktors 10 durch die Leitung 6 entfernt und durch Leitung 8 in den zweiten Reaktor 11 geführt. Gewünschtenfalls können gasförmige Produkte aus Reaktor 10 vom Gemisch in Leitung 6 vor Einführung in Reaktor 11 getrennt werden. Reaktor 11 enthält ein Katalysatorfestbett
12 aus Aktivkohle. Die Umsetzung wird im Reaktor 11 in kontinuierlicher Flüssigphase beendet. Wie es in der Figur dargestellt wird, werden die Ausgangsmaterialien in den unteren Teil des Reaktors 11 eingeführt, so dass dieser Reaktor unter sogenannten «überfluteten aufwärts» Bedingungen betrieben wird. Im allgemeinen beträgt die Austrittstemperatur zwischen 0° und 70°C, vorzugsweise zwischen 10° und 50°C, insbesondere eine Temperatur innerhalb dieses Bereiches unterhalb 50°C. Der Druck beträgt zwischen etwa 0 und etwa 10,5 atü, vorzugsweise etwa 0 und etwa 3,52 atü. . Die Verweilzeit im Reaktor 11 beträgt im allgemeinen zwischen etwa 1 und etwa 180 Minuten, vorzugsweise zwischen etwa 5 und etwa 90 Minuten.
Die Reaktionsprodukte werden aus dem Reaktor 11 durch die obere Leitung 9 entnommen und der Trennungstrommel
13 zugeführt, aus der das Chlorthioformiatprodukt durch Leitung 15 entnommen und der weiteren Reinigung zugeführt wird. Gasförmige Nebenprodukte (in erster Linie Chlorwasserstoff mit etwas nicht umgesetztem Phosgen) werden durch Leitung 14 entnommen und einer (nicht gezeigten) Reinigungsvorrichtung zugeführt, wo nicht umge5
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setzte Ausgangsmaterialien zur Wiederverwendung zurückgewonnen und Chlorwasserstoff weiterverarbeitet wird.
Wenn der zweite Reaktor 11 als kontinuierlicher Gasphasenreaktor, wie das auch dem Stand der Technik bereits bekannt ist, d.h. als eine Rieselkolonne (trickle flow) mit Festbett betrieben wird, kann die durchschnittliche Austrittstemperatur in der Regel, wie im vorliegenden Verfahren, zwischen 0° und 70° gehalten werden. Durch das Arbeiten nach dem bekannten Verfahren wird jedoch infolge des schlechten Wärmetransportes ein unregelmässiges Temperaturprofil quer durch den Reaktor erhalten, wodurch örtliche Hochtemperaturzonen (hot spots) entstehen. Aus der US-PS 3 165 544 ist es bekannt, dass unerwünscht hohe Temperaturen die Bildung vom Disulfidnebenprodukt fördern. Die Gegenwart von heissen Hochtemperaturzonen (hot spots) im Reaktor 11 begünstigen deshalb die Bildung dieses Nebenproduktes.
Nach dem erfindungsgemässen Verfahren wird der zweite Reaktor 11 als kontinuierlicher Flüssigphasenfestbett-Reaktor betrieben, wodurch eine merkliche Verminderung der Disulfidbildung bewirkt wird, da durch ein solches Verfahren ein besserer Wärmetransport und eine gleichmässigere Temperaturverteilung durch das Katalysatorbett bewirkt wird.
Das erfindungsgemässe Verfahren mit dem Reaktor 11 als kontinuierlicher Flüssigphasenreaktor bewirkt eine Erhöhung der Verweilzeit im zweiten Reaktor bei gleicher Durchflussmenge wie nach dem bekannten Verfahren um einen Faktor von mindestens etwa 10. Gemäss dem bekannten Verfahren lag die Verweilzeit in diesem Reaktor beispielsweise in der Grössenordnung von 4 bis 5 Minuten. Gemäss der Erfindung kann die Verweilzeit zwischen 5 und 180 Minuten oder sogar länger je nach Durchflussgeschwindigkeit betragen. Die Verweilzeit beträgt vorzugsweise 45 bis 180 Minuten, insbesondere zwischen 45 und 90 oder 120 Minuten. Es konnte vernünftigerweise erwartet werden, dass bei so langen Verweilzeiten sich eine erhöhte Nebenproduktbildung ergibt. Es wurde jedoch überraschenderweise gefunden, dass so lange Verweilzeiten keine erhöhte Nebenproduktbildung bewirken, so lange die Temperatur unter guter Kontrolle gehalten wird. Im anderen Fall kann die Durchsatzgeschwindigkeit der Materialien erhöht werden, um niedrigere Verweilzeiten in diesem Reaktor und erhöhte Kapazität wie auch erhöhte Umsetzung von Mercaptan zu Chlorthioformiat zu bewirken. Vorzugsweise wird die Durchsatzgeschwindigkeit auf das 2-bis 2' Vfache des bekannten Verfahrens erhöht. Bei erhöhten Durchsatzgeschwindigkeiten wird die Verweilzeit im ersten Reaktor 10 auch vermindert.
Die erwünschte Temperaturkontrolle im Reaktor 11 und während des ganzen Verfahrens kann durch Einführen eines Überschusses an flüssigem Phosgen verbessert werden.
Dieser Überschuss kann entweder aus einem Teil der Zuführung in Leitung 2 stammen oder getrennt in den Reaktor 10 eingeführt werden. Ein Teil oder der ganze Überschuss wird unter normalen Reaktionsbedingungen im Reaktor 11 verdampfen, wodurch während der Reaktion entstandene Wärme absorbiert wird.
Eine andere Möglichkeit zur Kontrolle der Temperatur und Erhöhung der Gesamtproduktion an Chlorthioformiat ist die Rückführung eines relativ kalten Stromes 5, welcher aus in der Zeichnung nicht gezeigten Vorrichtungen stammt und in erster Linie nicht umgesetzte Ausgangsmaterialien enthält. Dieser Rückstrom in Leitung 5 kann durch die Leitungen 7 und 8 in den Reaktor 11 eingeführt werden und dadurch zur Erhaltung der gewünschten niedrigen Temperatur im Reaktor 11, vorzugsweise einer Temperatur unterhalb 50°C, beitragen. Der Rückstrom 5 kann auch durch die Leitungen 3 und 4 in den ersten Reaktor 10 zurückgeführt werden. Insbesondere wird die gewünschte Temperaturkontrolle durch die Verwendung eines Überschusses an flüssigem Phosgen und Einleiten des Rückstromes in den Reaktor 11 aufrechterhalten. Wie in den nachfolgenden Beispielen gezeigt wird, wird durch das erfindungsgemässe Verfahren annähernd 94% des verwendeten Mercaptans umgesetzt, wobei ein Produkt von 98%iger Reinheit, das im allgemeinen weniger als 1% Disulfid enthält, erhalten wird. Zusätzlich ergibt die Verwendung eines kontinuierlichen Flüssigphasen-reaktors, durch die Erhöhung der Verweilzeit, eine grössere Kapazität als ähnliche Vorrichtungen, welche als Füllkörperreaktoren mit nach unten gerichtetem Materialstrom betrieben werden, in denen die Verweilzeit wesentlich kürzer ist. Aufgrund dieser Resultate und der Kenntnisse des Fachmannes, beispielsweise aus der US-PS 3 165 544, ist es berechtigt, für die anderen erfindungsgemässen Umsetzungen ähnlich gute Resultate zu erwarten.
Anstelle des «überfluteten aufwärts» Reaktors, wie er in der Figur dargestellt wird, kann Reaktor 11 in jeder anderen geeigneten Weise als kontinuierlicher Flüssigphasenreaktor, beispielsweise mit einem von oben nach unten gerichteten Materialstrom und Festbett betrieben werden. Die nachfolgenden Beispiele sollen die Erfindung weiter veranschaulichen.
Beispiel 1
Es wurde ein Zwei-Reaktor-System, wie es in der Figur dargestellt ist, mit einer Kapazität von etwa 33,6 Tonnen/Tag n-Propylchlorthioformiat verwendet. Der erste Reaktor ist ein röhrenförmiger Reaktor mit aufwärts gerichtetem Materialstrom, dessen Röhren mit Aktivkohlekatalysator bepackt sind. Der zweite Reaktor enthält ein Festbett mit Kohlekatalysator und wird mit Aufwärtsstrom betrieben.
In den ersten Reaktor, entsprechend Reaktor 10 in der Figur, werden 11,1 kg-mol/Stunde n-Propylmercaptan eingeführt. Der zurückgeführte Strom, enthaltend etwa 5 kg • mol/Stunde Phosgen und etwa 2,3 kg • mol/Stunde n-Propyl chlorthioformiat, wird auch in den Reaktor 10 eingeführt. Die Einlasstemperatur des Reaktors beträgt etwa 15° bis 40°C und die Austrittstemperatur etwa 40° bis 55°C, der Austrittsdruck etwa 1,83 bis 2,11 atü. Die teilweise umgesetzten Produkte aus dem ersten Reaktor werden in den unteren Teil des zweiten Reaktors eingeführt. Die Einlasstemperatur beim zweiten Reaktor beträgt etwa 40° bis 55°C und die Austrittstemperatur etwa 40° bis 55°C, der Austrittsdruck etwa 1,55 bis 1,83 atü und die Verweilzeit etwa 75 Minuten.
94% des n-Propylmercaptans wurden in das Chlorthioformiat übergeführt. Es wurde ein Produkt von 98- bis 99%iger Reinheit erhalten.
Beispiel 2
In der im Beispiel 1 angegebenen Apparatur und auf gleicher Weise, jedoch bei Temperaturen zwischen etwa 12°C und etwa 26°C, wird Allylchlorthioformiat durch Umsetzung von Allylmercaptan mit Phosgen in guter Reinheit erhalten.
Beispiel 3
Mit der im Beispiel 1 angegebenen Apparatur und unter gleichen Bedingungen, jedoch bei etwa 5°C bis etwa 20°C, wird Phenylchlorthioformiat durch Umsetzung von Phe-nylmercaptan und Phosgen in guter Reinheit hergestellt.
Beispiel 4
In der im Beispiel 1 beschriebenen Apparatur wird durch Umsetzung von Benzylmercaptan und Phosgen Benzylchlor-thioformiat bei Temperaturen zwischen etwa 12°C und etwa 26°C in guter Reinheit hergestellt.
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Beispiel 5
In der im Beispiel 1 beschriebenen Apparatur wird Cyclo-hexylchlorthioformiat durch Umsetzung von Cyclohe-xylmercaptan und Phosgen bei Temperaturen von etwa 12°C bis etwa 26°C in guter Reinheit hergestellt.
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Beispiel 6
In der im Beispiel 1 beschriebenen Apparatur und unter gleichen Reaktionsbedingungen, jedoch bei etwa 38°C bis etwa 61 °C, wird durch Umsetzung von p-Chlorphenylmer-5 captan und Phosgen p-Chlorphenylchlorthioformiat in guter Reinheit hergestellt.
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1 Blatt Zeichnungen

Claims (26)

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1. Verfahren zur Herstellung eines Chlorthioformiats der Formel
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RSCC1,
worin R Alkyl, Niedercycloalkylmethyl, Niedercycloalkyl, Niederalkenyl, Phenyl, chlor-substituiertes Phenyl, Benzyl oder chlor-substituiertes Alkyl, wobei sich der Chlorsubsti-tuent nicht näher als am y-Kohlenstoffatom zum Schwefelatom befindet, mit Ausnahme von Äthylchlorthioformiat, dadurch gekennzeichnet, dass man a) ein Mercaptan der Formel RSH in einer ersten kontinuierlichen Flüssigphasenreaktionszone in Gegenwart eines Katalysators, welcher Aktivkohle enthält, mit Phosgen in Berührung bringt;
b) das erste Reaktionsprodukt aus der ersten Reaktionszone entfernt;
c) das erste Reaktionsprodukt in einer zweiten kontinuierlichen Flüssigphasenreaktionszone mit einem Katalysator, welcher Aktivkohle enthält, in Berührung bringt, und d) das zweite Reaktionsprodukt, welches das Chlorthio-formiat enthält, aus der zweiten Reaktionszone entfernt.
2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass R Alkyl, mit Ausnahme von Äthyl, bedeutet.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Verfahren nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass R Alkyl mit 1 oder 3 bis 10 Kohlenstoffatomen bedeutet.
4. Verfahren nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass R Alkyl mit 1 oder 3 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeutet.
5. Verfahren nach Patentanspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass R n-Propyl bedeutet.
6. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass R Niedercycloalkyl bedeutet.
7. Verfahren nach Patentanspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass R Cyclohexyl bedeutet.
8. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass R Benzyl bedeutet.
9. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass R Phenyl bedeutet.
10. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass R mit Chlor substituiertes Phenyl bedeutet.
11. Verfahren nach Patentanspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass R p-Chlorphenyl bedeutet.
12. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Stufe c) bei einer durchschnittlichen Austrittstemperatur zwischen 0 und 70°C betreibt.
13. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Stufe c) bei einer durchschnittlichen Austrittstemperatur zwischen 10 und 50°C betreibt.
14. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Stufe c) bei einer durchschnittlichen Austrittstemperatur zwischen 10 unterhalb 50°C betreibt.
15. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man bei der Stufe c) mit einer Verweilzeit von 5 bis 180 Minuten arbeitet.
16. Verfahren nach Patentanspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass man bei der Stufe c) mit einer Verweilzeit von 45 bis 180 Minuten arbeitet.
17. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man in Stufe a) einen Überschuss an flüssigem Phosgen zuführt.
18. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man in Stufe c) einen Überschuss an flüssigem Phosgen zuführt.
19. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man nach der Stufe d) nicht umgesetzte Ausgangsmaterialien abtrennt und der Stufe c) zuführt.
20. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man aus dem Produkt der Stufe d) nicht umgesetzte Ausgangsmaterialien abtrennt und der Stufe a) zuführt.
21. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man aus dem Produkt der Stufe d) das Chlor-thioformiat gewinnt.
22. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man in Stufe c) das erste Reaktionsprodukt in den unteren Teil eines Festbettreaktors, welcher ein Aktiv-kohlenkatalysatorbett enthält, einführt.
23. Verfahren nach Patentanspruch 1 zur Herstellung eines Alkylchlorthioformiats mit Ausnahme von Äthylchlorthioformiat, bei dem man in einem zwei nacheinander angeordnete Reaktoren enthaltendem System umsetzt, dadurch gekennzeichnet, dass man den zweiten Reaktor als kontinuierlichen Flüssigphasenreaktor betreibt.
24. Verfahren nach Patentanspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass man als zweiten Reaktor einen überfluteten Füllkörperreaktor mit von unten nach oben gerichtetem Materialfluss einsetzt.
25. Verfahren nach Patentanspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Alkylmercaptan mit 1 oder 3 bis 6 Kohlenstoffatomen in der Alkylgruppe verwendet.
26. Verfahren nach Patentanspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Alkylmercaptan verwendet, in dem die Alkylgruppe die n-Propylgruppe ist.
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