CH640419A5 - Verfahren zur behandlung von fluessigem abfall. - Google Patents

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CH640419A5 CH1083878A CH1083878A CH640419A5 CH 640419 A5 CH640419 A5 CH 640419A5 CH 1083878 A CH1083878 A CH 1083878A CH 1083878 A CH1083878 A CH 1083878A CH 640419 A5 CH640419 A5 CH 640419A5
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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Behandlung von vorzugsweise gefährlichem Abfall, der aus der Industrie oder dem Gewerbe stammt. Ziel der vorliegenden Erfindung war es, ein verbessertes Verfahren zu entwickeln, mit Hilfe dessen flüssige gefährliche Abfälle, d.h. Abfalle, die in fliessfähiger Form anfallen, in einen undurchlässigen Feststoff umgewandelt werden.
In der britischen Patentschrift Nr. 1 485 625 wird ein Verfahren zur Behandlung eines flüssigen gefährlichen Abfalles beschrieben, der gegebenenfalls in einem wässrigen Brei enthalten ist. Bei diesem Verfahren wird ein Calcium enthaltender Zement, vorzugsweise Portland-Zementpulver oder ein Pulver, das aus Aluminiumsilikat und/oder Alumo-silikat besteht und vorzugsweise Flugasche ist, zu dem Abfall gegeben, der in Wasser aufgelöst oder im Wasser disper-giert ist, wobei sich dadurch ein fliessfähiger Brei bildet, der den Abfall enthält, und wobei man diesen Brei aushärten lässt, wobei sich eine feste gesteinsähnliche Masse, also tatsächlich ein sogenannter «synthetischer Felsen» bildet.
Das erfindungsgemässe Verfahren zur Behandlung von flüssigem, vorzugsweise gefährlichem Abfall, der wesentliche Mengen an organischen Verunreinigungen enthalten kann, ist dadurch gekennzeichnet, dass man zu dem flüssigen Abfall einen Calcium enthaltenden Zement und eine auf Aluminiumsilikat basierende Substanz zusetzt, wobei sich dabei ein fliessfähiger Brei bildet, und dass man nachher den Brei unter Ausbildung einer festen, steinartigen Masse aushärten lässt, wobei man dem Brei eine Menge an Aktivkohle zusetzt, die ausreichend ist, um eine Auslaugung von Abfallstoffen aus der steinartigen Masse auf ein annehmbares Aus-mass zu vermindern.
Die vorliegende Erfindung betrifft insbesondere die Behandlung von flüssigen Abfällen, die wesentliche Mengen an organischen Substanzen enthalten. Derartige Abfälle können in zwei Hauptkategorien aufgeteilt werden:
1. Solche Abfälle, welche organische Substanzen enthalten, die mit Wasser mischbar sind, wie zum Beispiel Phenole. Wenn das oben erwähnte Verfahren unter Verwendung derartiger Abfälle durchgeführt wird, dann bildet sich der synthetische Felsen gut, aber die organischen Substanzen werden aus diesem synthetischen Felsen leichter ausgelaugt, als dies erwünscht ist.
2. Abfälle, welche organische Substanzen enthalten, die nicht leicht mit Wasser mischbar sind, wie zum Beispiel ha-logenierte Olefine. Diese Substanzen sind weder vollständig in dem Brei noch in dem synthetischen Felsen enthalten.
Obwohl das, was als «wesentliche Menge» bezeichnet wird, wie in der Folge noch näher erklärt werden wird, unter Bezugnahme auf die Auslaugungseigenschaften des hergestellten synthetischen Felsens betrachtet werden muss, so muss dennoch typischerweise eine Menge von mehr als 2 Gew.-% als wesentliche Menge betrachtet werden.
Nach dem erfindungsgemässen Verfahren wird die Fähigkeit des Breies und des nachfolgend gebildeten synthetischen Felsens zur Einverleibung von solchen Abfällen, die aus organischen Substanzen bestehen oder wesentliche Mengen an organischen Substanzen enthalten, in sich einzuverleiben, wesentlich erhöht, indem man eine wesentliche Menge an Kohlenstoff, insbesondere gepulvertem oder gekörntem Kohlenstoff, also gepulverter oder gekörnter Aktivkohle zusetzt. Dabei hängt der Begriff, was als «wesentliche Menge» zu betrachten ist, von dem Gehalt des Abfalls an organischen Substanzen ab. Typischerweise jedoch werden mindestens 0,5% und vorzugsweise etwa 1,0% oder grössere Mengen an Kohlenstoff zugesetzt. Dabei beziehen sich die genannten 0,5% und alle in der Folge genannten Prozentsätze und Teile auf das Gewicht, falls nicht ausdrücklich andere Angaben gemacht werden.
Unter dem Ausdruck «einverleiben» wird hier ein Festhalten oder ein in abgesparter Form Zurückhalten des organischen Abfalls verstanden, wobei der Abfall in solch einer Weise zurückgehalten wird, dass irgendwelche Auslaugungen des Abfalls in die Umwelt mit annehmbar langsamen Geschwindigkeiten ablaufen.
Die Annehmbarkeit gegenüber Umgebungsbedingungen kann vorhergesagt werden, indem man unter den in der Folge näher erläuterten Testbedingungen Auslaugungen vornimmt.
Bei diesen Testbedingungen wird der Felsen zu einem Pulver zermahlen, und man behandelt ihn mit destilliertem Wasser. Nach diesem Digerieren wird die zum Auslaugen verwendete Flüssigkeit auf organische Verunreinigungen geprüft, wobei man hiezu ein oder mehrere der folgenden Werte heranzieht:
- Chemisch benötigter Sauerstoff (Chemical Oxygen De-mand), abgekürzt als C.O.D.
- Permanganatwert nach 4 Stunden, abgekürzt als 4hr P.V.
- Biochemisch benötigter Sauerstoff (Biochemical Oxygen Demand), abgekürzt als B.O.D.
Diese Messgrössen und Verfahren zu deren Bestimmung sind bekannt. Beispielsweise werden sie in der Veröffentlichung der britischen Regierung betreffend die Analyse von Brauchwasser, Trinkwasser und Abwasser mit dem Titel «Analysis of Raw, Potable and Waste Waters», Her Maje-sty's Stationary Office, London 1972, beschrieben.
Typische annehmbare Werte für Auslaugungsflüssig-keiten sind die folgenden:
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- Ein C.O.D.-Wert von 100 mg/1
- Ein B.O.D.-Wert von 50 mg/1 oder
- Ein 4 hr P.V.-Wert von 20 mg/1
Diese angegebenen Werte stellen jedoch keine strengen Grenzwerte dar. Wenn man von der Annahme ausgeht, dass ein cm3 wässriger Abfall etwa 1 g wiegt, dann sind die oben angegebenen Zahlen äquivalent zu einem ppm. Wenn eine Auslaugungslösung einen C.O.D.-Wert aufweist, der wesentlich mehr als 100 mg pro Liter ist, oder einen B.O.D.-Wert besitzt, der wesentlich über 50 mg/1 ist oder einen 4 hr P.V.Wert aufweist, der wesentlich mehr als 20 mg/1 beträgt, dann gibt dies einen Hinweis dafür, dass der synthetische Felsen die organischen Abfallprodukte nicht ausreichend gut verschlossen zurückhält. Anders ausgedrückt soll eine ausreichende Menge an Aktivkohle zugesetzt werden, damit sichergestellt ist, dass eine Auslaugungsflüssigkeit C.O.D.-Werte, B.O.D.-Werte und 4 hr P.V.-Werte besitzt, die in einem annehmbaren Bereich liegen. Es sei dabei hervorgehoben, dass das, was als annehmbarer Wert anzusehen ist, von den Umständen abhängen wird, wie zum Beispiel auch von den biologischen Bedingungen der Umgebung, in welcher der so verfestigte Abfall deponiert werden soll.
Obwohl die Aufnahmefähigkeit erhöht werden kann, indem man Kohlenstoff in den flüssigen Abfall einverleibt, ist es bei dem erfindungsgemässen Verfahren dennoch vorzuziehen, den Kohlenstoff mit den festen Bestandteilen des Breies zuzusetzen, d.h. mit dem Aluminiumsilikat oder mit dem Alumosilikat und dem Calcium enthaltenden Zement.
Beim Begriff «Aktivkohle» wird der Wortteil «Aktiv» in seiner üblichen Bedeutung verwendet, d.h. es soll damit gesagt werden, dass es sich um eine Kohle handelt, die eine poröse Struktur besitzt und eine hohe Oberfläche aufweist. Dabei kann die Kohle an und für sich aktiv sein, oder sie kann aktiv gemacht worden sein. Eine geeignete Aktivkohle ist diejenige, die aus Anthrazit hergestellt wurde. Jedoch können auch andere Aktivkohlen verwendet werden, wie zum Beispiel Holzkohle, Knochenkohle und andere wirksame Kohlen. Die für einen bestimmten Abfall besonders wirksame Kohleart kann experimentell festgestellt werden.
Gemäss einer bevorzugten Ausfuhrungsart des erfindungsgemässen Verfahrens wird eine sogenannte Flugasche mit hohem Kohlenstoffgehalt verwendet. Diese Flugasche wird bei den folgenden Vorgängen gebildet:
a) während der Startphase einer mit Kohle betriebenen Kraftstation.
b) von Kraftstationen mit geringem Wirkungsgrad, wenn sie pulverisierte Kohle verbrennen, oder c) von mit Öl betriebenen Kraftstationen, in welchen das Öl 90-95% Kohlenstoff enthält.
Als «Flugaschen mit hohem Kohlenstoffgehalt» können diejenigen betrachtet werden, die mehr als 5% Kohlenstoff enthalten. Diese Produkte haben in der Wirtschaft nur ganz geringe Einsatzgebiete und können daher zu tiefen Preisen erworben werden. Normale Flugaschen enthalten üblicherweise etwa 1 % Kohlenstoff. Der Kohlenstoff in Flugaschen liegt in aktiver Form vor, denn unter den Bedingungen, wo die Flugaschen gebildet werden, liegen durch die Anwesenheit von Dampf und hohem Druck aktivierende Bedingungen vor.
Die Erfindung sei nun anhand der folgenden Beispiele näher erläutert.
Materialien, die bei den experimentellen Arbeiten verwendet wurden:
Flugasche Y: Die ist eine normale Flugasche, die nur 1% Kohlenstoff enthält.
Flugasche Z: Dies ist eine Flugasche mit hohem Kohlenstoffgehalt, die 5,5% Kohlenstoff enthält.
Flugasche W: Dies ist eine Flugasche mit hohem Kohlenstoffgehalt, die 12% Kohlenstoff enthält.
Abfall A: Dies ist ein organisch verunreinigtes Wasser, welches 250 ppm Phenol, 1000 ppm Gesamtalkohole und eine Spur an organischen Komponenten, einschliesslich Pyridin und Kohlehydraten, enthält. Bei der chemischen Untersuchung lieferte dieses Abwasser die folgenden Werte: pH-Wert = 7,5; chemisch benötigter Sauerstoff (C.O.D.-Wert) = 800 ppm; Permanganatwert nach 4 Stunden (4 hr P.V.) = 2100 ppm; biochemisch benötigter Sauerstoff (B.O.D.-Wert) = 4100 ppm.
Zur Bestimmung des C.O.D.-Wertes, des 4-hr-P.V.-Wertes und des B.O.D.-Wertes wurden standardisierte Methoden zur Feststellung der organischen Verunreinigungen angewandt.
Abfall B: Ein Methallhydroxyd-Filterkuchen, der Eisenhydroxyd als Hauptverunreinigung enthält und der Spuren an anderen Metallen, wie zum Beispiel an Kupfer oder Nikkei, enthält. Dieser Abfall enthält überhaupt keine organischen Verunreinigungen.
Abfall C: Dies ist ein phenolischer Kalkschlamm aus einer chemischen Fabrik, welcher einen Gesamtfeststoffgehalt, bestimmt bei 105 °C, von 41 Gew.-% aufweist und 1100 ppm an Phenol enthält.
Abfall D: Dies ist das Abwasser einer Wiederaufbereitungsanlage einer Papierfabrik, das im allgemeinen organische Verunreinigungen und Spuren an chlorierten Lösungsmitteln, einschliesslich Trichloräthylen und Methylenchlorid, enthält.
Abfall E: Dies ist ein Calciumcarbonatabfall, der 90 Gew.-% Feststoffe in Trockenform und Spuren an Mangandioxid enthält.
Abfall F: Dabei handelt es sich um einen stark sauren Abfall, der 85 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht, an Schwefelsäure und 5 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht, an Salpetersäure enthält, wobei er bei einem Verfahren zur Extraktion von Treibstoffen verwendet wurde und lösliche organische Verunreinigungen und Spuren an organischen Lösungsmitteln enthält.
Abfall G: Dabei handelt es sich um einen Abfall aus gelöschtem Kalk, der 30% Calciumhydroxyd und 70% Wasser enthält.
Abfall H: Dabei handelt es sich um ein nahezu neutrales (pH-Wert = 8) Abwasser aus einem Metall bearbeitenden Betrieb, welches ungefähr 1% Gesamtgehalt an toxischen Schwermetallen, einschliesslich Cadmium, Chrom, Kupfer, Blei, Zinn und Zink, enthält, welches jedoch überhaupt keine organischen Verunreinigungen enthält.
Abfall J: Dabei handelt es sich um einen Graphitschlamm, der leicht saure Eigenschaften, nämlich einen pH-Wert von 4, aufweist.
Abfall K: Dabei handelt es sich um einen dicken Brei eines Pneuherstellers, der organische Komponenten und anorganische Komponenten, sowie synthetischen Kautschuk enthält.
Abfall L: Dabei handelt es sich um den Abfall aus einem pharmazeutischen Betrieb, der organische Substanzen, Zinkchlorid und Quecksilber enthält.
Gleichgewichts-Auslaugtest
10 g des steinartigen Produktes, das durch die Zugabe einer Mischung von Flugasche und Portland-Zement zu einem flüssigen gefährlichen Abfallprodukt erhalten wurde, werden zu einem feinen Pulver vermählen.
Anschliessend wird das vermahlene Produkt mit 100 g destilliertem Wasser, durch welches Kohlendioxid bei 20 °C hindurchperlen gelassen wurde, so dass dieses einen pH-Wert von 4,5 aufweist, behandelt, wobei diese Behandlung s
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bei 20 °C während 1 Stunde in einem Gefäss eines Rauminhaltes von 250 ml erfolgte und man zu der Behandlung einen Magnetrührer verwendete. Nach diesem Rührvorgang wird die Mischung filtriert, unter Verwendimg eines Filterpapiers der Qualität Whatman Nr. 41, und das Filtrat, d.h. also die Auslaugungsflüssigkeit, wird analysiert, indem man den C.O.D.-Wert, den B.O.D.-Wert und den 4 hr P.V.-Wert bestimmt und gegebenenfalls auch eine Analyse auf chemische Bestandteile durchführt.
Aktivkohle
Dabei handelt es sich um ein Produkt, das von der Thomas Ness Limited. P.O. Box 16, Wingerworth, Chesterfield, erhältlich ist. Die beiden Qualitäten, die verwendet wurden, waren die gepulverte Aktivkohle mit der Bezeichnung Pow-dered Activated Carbon CC100» und die körnige Aktivkohle mit der Bezeichnung «Granular Activated Carbon CC818».
Beispiel 1
1200 g des Abfalles A werden mit 800 g des Abfalles B vermischt, wobei sich eine einheitliche flüssige Dispersion bildet, die organische Verunreinigungen enthält. Zu dieser Dispersion gibt man als trockene Bestandteile Aktivkohle (eine bestimmte Anzahl an Gramm, also Xg, entweder der pulverförmigen Aktivkohle oder der körnigen Aktivkohle) zu, sowie 550 g Flugasche, und zwar entweder die weiter vorne angeführte Flugasche Y oder die Flugasche Z, sowie ferner 110 g üblichen Portlandzement zu. Die Mischung wird gerührt, bis sie homogen ist, aber einen fliessfähigen Brei darstellt. Diesen Brei lässt man aushärten, wobei innerhalb von 3 Tagen ein harter synthetischer Stein entsteht. Nach 10 Tagen wurde dieser mit Hilfe der weiter vorne beschriebenen Gleichgewichts-Auslaugungstests untersucht.
Wenn die Flugasche Y verwendet wird und keine Aktivkohle zugegeben wird, also X=0 ist, dann wies die Auslaugungsflüssigkeit die folgenden Analysenergebnisse auf (der Prozentsatz an Kohlenstoff in diesem System ist dann 0,20%):
Messgrösse
Ergebnisse
Messgrössse
Ergebnisse
C.O.D. Phenol 4 hr P.V. B.O.D.
300 ppm 9 ppm 75 ppm 150 ppm
Wenn die Flugasche Z verwendet wird und wieder keine Aktivkohle zugesetzt wird, also X=0 ist, dann beträgt der Kohlenstoffgehalt des Systemes 1,1%. In diesem Fall wurden für die Auslaugungsflüssigkeiten die folgenden Analysenergebnisse erzielt:
Messgrösse
Ergebnisse
C.O.D. Phenol 4 hr P.V. B.O.D.
100 ppm 1,5 ppm 25 ppm 48 ppm
C.O.D. Phenol 4 hr P.V. B.O.D.
80 ppm 2 ppm 20 ppm 44 ppm
In dem zuletzt beschriebenen Fall wurde die Flugasche io mit der Aktivkohle vermischt, und Flugasche + Aktivkohle + Zement wurden gleichzeitig zugesetzt.
Beispiel 2
1000 g des Abfalls C wurden mit 220 g Flugasche ver-15 mischt, und zwar entweder die weiter vorne beschriebene Flugasche Y oder Flugasche Z, und dann wurden 110 g üblicher Portlandzement und eine bestimmte Anzahl an Gramm, nämlich Xg, an Aktivkohle zugesetzt. Wenn X=0 war und die Flugasche Y verwendet wurde, dann betrug der Gesamt-20 kohlenstoffgehalt 0,16%. In diesem Fall enthielt die Auslaugungsflüssigkeit 30 ppm an Phenol. Wenn hingegen die Flugasche Z verwendet wurde und wieder X=0 war, dann ergab sich ein Gesamtkohlenstoffgehalt von 0,90%. Die Auslaugungsflüssigkeit enthielt in diesem Fall nur 6 ppm 25 Phenol.
Wenn anderseits die Flugasche Y verwendet wurde und X= 10 war, d.h. ausserdem 10 g Aktivkohle zugesetzt wurden, dann betrug der Gesamtkohlenstoffgehalt 0,91 %, und in diesem Fall enthielt, die Auslaugungsflüssigkeit 4 ppm an 30 Phenol. In diesem Fall wurde die Flugasche mit der Aktivkohle vermischt, und diese Mischung wurde zugesetzt.
Beispiel 3
1000 g des Abfalls D wurden mit 1000 g des Abfalls E 35 vermischt, wobei sich eine homogene Mischung ergab. Zu dieser setzte man 500 g Flugasche zu, und zwar entweder die Flugasche Y oder die Flugasche Z, und ausserdem 166 g üblichen Portlandzement und schliesslich noch eine bestimmte Anzahl von Gramm (Xg) an Aktivkohle.
40 Wenn keine Aktivkohle zugesetzt wird, also X=0 ist, und die Flugasche Y verwendet wird, dann beträgt der Gesamtkohlenstoffgehalt 0,18%. In diesem Fall hatte die Auslaugungsflüssigkeit einen P.O.D.-Wert von 260 ppm und einen 4 hr P.V.-Wert von 95 ppm.
Wenn keine Aktivkohle zugesetzt wird, also X=0 ist, und die Flugasche Z eingesetzt wird, dann wird ein Gesamtkohlenstoffgehalt von 1,0% erreicht. Die Auslaugungsflüssigkeit hatte in diesem Fall einen C.O.D.-Wert von 100 ppm und einen 4 hr P.V.-Wert von 15 ppm.
Wenn die Flugasche Y verwendet wird und 10 g Aktivkohle zugesetzt werden, also X=0 ist, dann beträgt der Gesamtkohlenstoffgehalt der Mischung 0,56%. In diesem Fall hatte die Auslaugungsflüssigkeit einen C.O.D.-Wert von 90 ppm und einen 4 hr V.P.-Wert von 10 ppm. In diesem zuletzt 55 genannten Fall wurde eine Vormischung aus Flugasche und Aktivkohle hergestellt, bevor diese dann zusammen mit dem üblichen Portlandzement mit der Mischung aus D und E vermischt wurde.
Wenn man die Aktivkohle entweder vor der Flugasche 60 oder vor dem Zement zusetzt, dann hatte die Auslaugungsflüssigkeit einen C.O.D.-Wert von 180 ppm und einen 4 hr P.V.-Wert von 65 ppm.
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Wenn die Flugasche Y verwendet wird und 20 g Aktivkohle zugegeben wird (X=20), dann betrug der Prozentsatz an Kohlenstoff in diesem System 0,95 Gew.-%. Die Auslaugungsflüssigkeit zeigte die folgenden Ergebnisse:
Beispiel 4
65 620 g des Abfalls H wurden mit 300 g des Abfalls G vermischt, und zu dieser Mischung setzte man 100 g des Abfalls F zu. Dann wurden 220 g Flugasche, und zwar entweder die Flugasche Y oder die Flugasche W, 110 g üblicher Portland-
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zement und eine bestimmte Anzahl an Gramm, also Xg, an Aktivkohle zugemischt. Man erhielt dabei nach 3 Tagen einen harten synthetischen Stein. Der harte synthetische Stein wurde nach 10 Tagen den Gleichgewichts-Auslaugungstests unterworfen.
Bei den so erhaltenen Auslaugungsflüssigkeiten wurde der 4 hr P.V.-Wert bestimmt, und dabei erzielte man die in der folgenden Tabelle zusammengestellten Ergebnisse:
Flugasche WertX Gesamtkohlenstoffgehalt 4hrP.V.-des Systems Wert
Y 0 0,16% 525 mg/1 W 0 2,0% 5 mg/l
Y 20 1,5% 19,5 mg/1
Beispiel 5
500 g des Abfalls J wurden mit 50 g des Abfalls G und 300 g des Abfalls E vermischt. Zu dieser Mischung setzte man 250 g der Flugasche Y und 50 g üblichen Portlandzement sowie eine bestimmte Anzahl von Gramm, also Xg, an Aktivkohle zu. Nach 4 Tagen erhielt man einen synthetischen Stein, und dieser synthetische Stein wurde nach 10 Tagen den Gleichgewichts-Auslaugungstests unterworfen, und es wurden die 4 hr P.V.-Werte der Auslaugungsflüssigkeiten bestimmt.
Es stellte sich dabei heraus, dass dann, wenn keine Aktivkohle zugesetzt wurde, also X=0 war, und wenn dementsprechend der Kohlenstoffgehalt des Systems 0,21 % betrug, der 4 hr P.V.-Wert 56 mg/1 betrug. Wenn anderseits 10 g Aktivkohle zugesetzt wurden, d.h. also X= 10 war, und dementsprechend der Gesamtkohlenstoffgehalt des Systems 1,1% betrug, dann war der 4 hr P.V.-Wert 36 mg/1.
Beispiel 6
500 g des Abfalls K wurden mit 110 g Flugasche, und zwar entweder der Flugasche Y oder der Flugasche Z, vermischt, und es wurden 55 g üblicher Portlandzement zuge-s setzt. Nach 3 Tagen erhielt man einen harten synthetischen Stein, und nach 10 Tagen wurde dieser synthetische Stein den Gleichgewichts-Alaugungstests unterworfen. Wenn die Flugasche Y verwendet wurde, dann betrug der Gesamtkohlenstoffgehalt des Systems 0,16%, und in diesem Fall wurde io ein 4 hr P.V.-Wert der Auslaugungsflüssigkeit von 38 mg/1 gefunden.
Wenn anderseits die Flugasche Z verwendet wurde, dann betrug der Gesamtkohlenstoffgehalt des Systems 2,0%. In diesem Fall wies die Auslaugungsflüssigkeit einen 4 hr P.V.-15 Wert von 18 mg/1 auf.
Beispiel 7
1000 g des Abfalls L wurden mit 800 g des Abfalls E und einer bestimmten Anzahl an Gramm, also Xg, Aktivkohle 20 vermischt. Man setzte 400 g der Flugasche Y und 250 g üblichen Portlandzement zu. Nach 3 Tagen erhielt man einen festen synthetischen Stein. Dieser Stein wurde nach 10 Tagen den Gleichgewichts-Auslaugungstests unterworfen.
Wenn keine Aktivkohle zugesetzt wurde, d.h. wenn 25 X = 0 war, dann betrug der Gesamtkohlenstoffgehalt des Systems 0,16%. In diesem Fall war der 4 hr P.V.-Wert der Auslaugungsflüssigkeit 85 mg/1.
Wenn 100 g Aktivkohle zugesetzt wurden, d.h. wenn X = 100 war, dann betrug der Gesamtkohlenstoffgehalt des 30 Systems 4,2%. In diesem Fall erhielt man einen 4 hr P.V.Wert der Auslaugungsflüssigkeit von 6 mg/1. In der Auslaugungsflüssigkeit wurde weniger als 0,1 ppm an Zink und weniger als 0,05 ppm an Quecksilber gefunden.
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Claims (8)

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1. Verfahren zur Behandlung von flüssigem Abfall, dadurch gekennzeichnet, dass man zu dem flüssigen Abfall einen Calcium enthaltenden Zement und eine auf Aluminiumsilikat basierende Substanz zusetzt, wobei sich dabei ein fliessfähiger Brei bildet, und dass man nachher den Brei unter Ausbildung einer festen, steinartigen Masse aushärten lässt, wobei man dem Brei eine Menge an Aktivkohle zusetzt, die ausreichend ist, um eine Auslaugung von Abfallstoffen aus der steinartigen Masse auf ein annehmbares Aus-mass zu vermindern.
2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Brei mehr als 0,5% an Aktivkohle enthält.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Verfahren nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Brei 1 % oder mehr an Aktivkohle enthält.
4. Verfahren nach einem der Patentansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Abfall mehr als 2% an organischen Verunreinigungen enthält.
5. Verfahren nach einem der Patentansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass man die Aktivkohle zusammen mit der Mischung aus Zement und der auf Aluminiumsilikat basierenden Substanz zusetzt.
6. Verfahren nach Patentanspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktivkohle in einer Flugasche mit hohem Kohlenstoffgehalt, welche mehr als 5% Kohlenstoff hat, enthalten ist.
7. Verfahren nach einem der Patentansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die verwendete Aktivkohle aus Anthrazit stammt.
8. Verfahren nach einem der Patentansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der flüssige Abfall wesentliche Mengen, insbesondere 2 Gew.-% oder mehr, an organischen Verunreinigungen enthält.
CH1083878A 1977-10-19 1978-10-19 Verfahren zur behandlung von fluessigem abfall. CH640419A5 (de)

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