CH641333A5 - Verfahren und formwerkzeug zur herstellung eines mit stiftborsten versehenen borstentraegers fuer eine buerste, insbesondere haarbuerste. - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines mit Stiftborsten versehenen Borstenträgers für eine Bürste, insbesondere Haarbürste, bei dem zuerst Reihen von an ihrem hintern Ende mittels eines Steges miteinander verbundenen Borstenstifte aus Kunststoff hergestellt werden und anschliessend diese Borstenstifte mit den Stegen am Borstenträger angebracht werden. Die Erfindung betrifft weiter ein Formwerkzeug zur Durchführung dieses
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Verfahrens sowie ein nach diesem Verfahren hergestellter Borstenträger mit Stiftborsten.
Bei einem bekannten Verfahren zur Herstellung eines mit Stiftborsten versehenen Borstenträgers für eine Haarbürste werden die einzelnen Borstenstifte aus Metall oder Kunststoff in Löcher eines plattenförmigen Gummikissens gesteckt, wobei die Borstenstifte und das Gummikissen unabhängig voneinander hergestellt werden. Um beim Gebrauch ein Zurückdrängen der lose im Gummikissen steckenden Borstenstifte zu vermeiden, wird auf der Rückseite des Gummikissens eine Abdeckung aus Textilmaterial befestigt, auf der sich die Borstenstifte mit ihrem hintern Ende abstützen können. Dieses Herstellungsverfahren ist daher arbeits- und zeitaufwendig und dementsprechend teuer.
Es ist weiter bekannt, in einem Arbeitsgang Borstenreihen herzustellen, bei denen die Borstenstifte einer Reihe an ihrem hintern Ende mittels eines Steges miteinander verbunden werden. Diese Borstenreihen werden dann in ein Gummikissen eingesetzt, das vorgängig mit den entsprechenden Löchern versehen worden ist. Am die Borstenreihen tragenden Abschnitt des Gummikissens sind zwei Seitenteile angebracht, die diesen Abschnitt untergreifen und zum Einsetzen der Borstenreihen seitlich hochgebogen werden müssen. Bei in einen Bürstenkörper eingesetztem Gummikissen stützen sich die Borstenreihen auf diesen Seitenteilen ab, wodurch ein Zurückdrängen der Borstenstifte beim Gebrauch verhindert wird. Auch in diesem Fall werden Borstenstifte und Gummikissen unabhängig voneinander hergestellt. Jedoch ist wegen der speziellen Ausbildung des Gummikissens sowohl die Herstellung des letzteren als auch das Einstecken der Stiftreihen und das Anbringen des bestückten Gummikissens am Bürstenkörper eher aufwendig.
Für Haarbürsten mit metallenen Borstenstiften ist schon vorgeschlagen worden, die einzelnen Metallstifte in der gewünschten Anordnung in eine Giessform einzulegen, in der die Stifte an ihrem hintern Ende vom Werkstoff des Borstenträgers, z.B. Gummi, umgössen werden. Auf diese Weise werden die Stifte in den Borstenträger eingebettet, was ein Zurückdrängen der Stifte verunmöglicht. Doch ist auch dieses Verfahren, nicht zuletzt bedingt durch die erforderliche lagerichtige Zufuhr der einzelnen Metallstifte zur Giessform, ebenfalls arbeits- und zeitaufwendig.
Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, ein Verfahren und ein Formwerkzeug zu schaffen, das die Nachteile der erwähnten bekannten Lösungen nicht aufweist. Es stellt sich somit die Aufgabe, ein Verfahren der eingangs genannten Art bzw. ein Formwerkzeug zur Durchführung dieses Verfahrens zu schaffen, das mit einfachen Mitteln eine automatische Herstellung eines mit Stiftborsten versehenen Borstenträgers für eine Bürste erlaubt, bei dem ein Zurückdrängen der Borstenreihen vermieden ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die reihenweise angeordneten Borstenstifte an ihrem mit dem Steg verbundenen hintern Ende nach ihrer Herstellung in ihrer gegenseitigen Lage gehalten und im Bereich dieses hintern Endes samt den Stegen vom Werkstoff des Borstenträgers umgössen werden.
Die in einem ersten Arbeitsgang reihenweise hergestellten, an ihrem hintern Ende mittels eines Steges verbundenen Borstenstifte werden nach ihrer Herstellung an diesem hintern Ende, vorzugsweise von der Rückseite her, gehalten und anschliessend vom Werkstoff des Borstenträgers umgössen. Auf diese Weise lässt sich der gesamt Herstellungsprozess vereinfachen und auch automatisieren.
Vorteilhafterweise wird jeder Borstenstift durch einen im wesentlichen koaxialen Dorn gehalten, der am hintern Ende des Borstenstiftes entfernbar in diesen eingreift, wobei zweckmässigerweise das freie Ende des Domes bei der Herstellung der Borstenstifte wegnehmbar eingegossen wird. Durch diese Halterung der Borstenstifte wird einerseits ein sicheres Halten dieser Stifte in ihrer gegenseitigen Lage und ein leichtes Entfernen der Dorne gewährleistet wie auch ein Verschieben der Borstenstifte ermöglicht, so dass letztere an ihrem hintern Ende samt den Stegen vom Werkstoff des Borstenträgers umgössen werden können.
Das Formwerkzeug zur Durchführung dieses Verfahrens zeichnet sich erfindungsgemäss aus durch eine erste Formhälfte und zwei zweite Formhälften, von denen zuerst die eine zweite Formhälfte zur Herstellung der Reihen von an ihren hintern Enden mittels eines Steges miteinander verbundenen Borstenstiften und anschliessend die andere zweite mit einem Formhohlraum zur Bildung des Borstenträgers versehene Formhälfte zum Einbetten der Reihen von Borstenstiften samt den Stegen in den Borstenträger mit der ersten Formhälfte zusammenbringbar ist, welch letzter eine Halteeinrichtung zum lösbaren Halten der Borstenstifte an ihrem mit dem Steg verbundenen hintern Ende aufweist, mit der die Borstenstifte mit ihrem hintern Ende und den Stegen von der Formtrennebene weg in den Formhohlraum der erwähnten andern zweiten Formhälfte verschiebbar sind, so dass die hintem Ende der Borstenstifte und die Stege beim Eindringen des Werkstoffes des Borstenträgers in den genannten Formhohlraum von diesem Werkstoff umgeben werden.
Ein solches Formwerkzeug erlaubt es, den Borstenträger mit den eingebetteten Stiftborsten in derselben Maschine in zwei Spritzvorgängen herzustellen.
Vorzugsweise ist die genannte eine zweite Formhälfte mit Formhohlräumen zur Herstellung der Reihen von Borstenstiften versehen. Zweckmässigerweise weist die Halteeinrichtung in ihrer Längsrichtung in der ersten Formhälfte verschiebbar geführte, in der Formtrennebene über die erste Formhälfte vorstehende und in die Formhohlräume der zweiten Formhälften hineinragende Dome auf sowie eine Verschiebeeinrichtung zum Verschieben der Dorne auf, welche für das Herstellen des Borstenträgers die Dome samt den von ihnen gehaltenen Borstenstiften aus einer hintern Lage in eine vordere Lage vorschiebt. Diese bevorzugte Ausbildung des Formwerkzeuges ermöglicht eine rationelle und vollautomatische Herstellung des Borstenträgers samt Borstenstiften.
Der nach dem erwähnten Verfahren hergestellte Borstenträger mit Stiftborsten ist erfindungsgemäss gekennzeichnet durch im wesentlichen parallel zueinander verlaufende Reihen von Borstenstiften aus Kunststoff, die an ihrem hintem Ende mittels eines Steges miteinander verbunden sind und im Bereich dieses hintern Endes samt den Stegen in einen Borstenträger eingebettet sind. Zweckmässigerweise ist der Borstenträger plattenförmig ausgebildet und besteht aus einem elastischen Werkstoff, z.B. Gummi oder Kunststoff, was ein leichtes Einsetzen des Borstenträgers samt den Stiftborsten in einen Bürstenkörper sowie eine federnde Abstüt-zung der Borstenstifte ermöglicht.
Im folgenden wird anhand der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes näher erläutert. Es zeigt schematisch:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen Borstenträger mit eingebetteten Reihen von Borstenstiften,
Fig. 2 eine Unteransicht des Borstenträgers und der Borstenreihen in Richtung des Pfeiles A gemäss Fig. 1,
Fig. 3 in vergrössertem Massstab den mit B bezeichneten Bereich in Fig. 1,
Fig. 4 einen Schnitt durch einen Teil des Formwerkzeuges zum Giessen der Borstenreihen, und
Fig. 5 im Schnitt einen Teil des Formwerkzeuges für das Giessen des Borstenträgers.
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Die Fig. 1 bis 3 zeigen von der Seite bzw. von unten (Fig. 2) einen plattenförmigen Borstenträger 1, in den Reihen 2 von Borstenstiften 3 eingelassen sind. Der Borstenträger 1 besteht aus einem elastischen Material, z.B. aus Gummi oder einem weichen Kunststoff. Die Borstenstift-reihen 2 erstrecken sich etwa parallel zueinander in Längsrichtung des Borstenträgers 1, wie das aus der Fig. 2 hervorgeht. Die Borstenstifte 3 einer Reihe 2 sind an ihrem hintern Ende 4 mittels eines Steges 5 miteinander verbunden. Die Borstenstifte 3 einer Reihe 2 sind mit dem Verbindungssteg 5 einstückig ausgebildet und besteht aus einem harten Kunststoff. Die sich zu ihrer Spitze hin konisch verjüngenden Borstenstifte 3 sind an ihrem hintern Ende 4 erweitert und weisen in diesem hintern Ende 4 eine Ausnehmung 6 auf, deren Bedeutung noch zu erläutern sein wird. An ihrem hintern Ende 4 sind die Borstenstifte 3 samt des Steges 5 vom Werkstoff des Borstenträgers 1 umschlossen, so dass die Borstenstifte 3 unverrückbar im Borstenträger 1 gehalten sind. In diesem Borstenträger sind Durchbrechungen 7 vorhanden, von denen jede mit einer Ausnehmung 6 eines Borstenstiftes 3 ausgerichtet ist. Der Borstenträger 1 samt eingebetteten Borstenstiften 3 wird in einen nicht näher dargestellten Bürstenkörper von an sich bekannter Bauart so eingesetzt, dass der Borstenträger 1 quer zur Längserstreckung der Borsten-stiftenreihen 2 gewölbt wird. Dadurch wird erreicht, dass der Borstenträger bei Druckeinwirkung auf die Borstenstifte 3 elastisch nachgeben kann.
In den Fig. 4 und 5 ist in einem Schnitt, der rechtwinklig zur Längserstreckung der Borstenstiftenreihen 2 verläuft, ein Formwerkzeug zum Herstellen der Stiftreihen 2 (Fig. 4) bzw. zum Herstellen des Borstenträgers 1 (Fig. 5) dargestellt. Dieses Formwerkzeug, das im vorliegenden Ausführungsbeispiel ein Spritzgusswerkzeug ist, besteht aus einer ersten Formhälfte 8 und zwei zweiten Formhälften 9 bzw. 10. Im dargestellten geschlossenen Zustand des Formwerkzeuges liegen die beiden Formhälften 8 und 9 bzw. 10 in der Formtrennebene 11 aneinander an. Wie Fig. 4 zeigt, weist die Formhälfte 9 Formhohlräume 13 zum Bilden der nebeneinanderliegenden Reihen 2 von Borstenstiften 3 auf, die an ihrem hintern Ende 4 wie in den Fig. 1 bis 3 gezeigt mittels eines Steges 5 miteinander verbunden sind. Diese Formhohlräume 12 sind zur Formtrennebene 11 hin offen.
In der andern Formhälfte 8 sind zueinander parallele Dorne 13 verschiebbar geführt, deren Anzahl der Anzahl von Borstenstiften 3 entspricht. Diese Dorne 13 stehen in der Formtrennebene 11 über die Formhälfte 8 vor und ragen in die Formhohlräume 12 der Formhälfte 9 hinein. Die Dorne 13 sind koaxial zu den in den Formhohlräumen 12 zu bildenden Borstenstifte 3 angeordnet und lassen sich in einer Richtung verschieben, die rechtwinklig zur Formtrennebene 11 verläuft. An ihrem über die Formtrennebene 11 vorstehenden Ende tragen die Stifte 3 eine kegelförmige Spitze. An ihrem andern, hintern Ende stützen sich die Dorne 13 mittels ihrer Köpfe auf einer als Widerlager ausgebildeten, beweglichen Platte 15 ab. Diese Platte 15 ist in Verschiebungsrichtung der Dorne in der Formhälfte 8 verschiebbar geführt und liegt auf einem Abstützelement 16 auf, das durch den Bolzen einer Schraube 17 verschiebbar geführt ist. Dieses Abstützelement 16 stützt sich auf einem in der Formhälfte 8 untergebrachten Druckfederpaket 18 ab. Dieses Druckfederpaket 18 erzeugt über das Abstützelement 16 auf die Platte 15 eine Druckkraft, durch welche die Platte 15 und somit auch die Dorne 13 in eine vordere Endlage gedrückt werden. Wie die Fig. 4 zeigt, wirkt dieser Druckkraft jedoch ein Bolzen 19 entgegen, der mit seinem Kopf 20 an der Platte 15 anliegt. Dieser Bolzen 19 ist in der Formhälfte 8 verschiebbar gelagert und wird bei geschlossenem Formwerkzeug durch die andere Formhälfte 9 in die hintere Endlage gedrückt, in der er die Platte 15 und somit auch die mit dieser verbundenen Dorne 13 in der hintern Endlage hält.
Wie die untere Hälfte der Fig. 4 zeigt, ist in der Formhälfte 9 ein Angusseinsatz 21 mit einem Angusskanal 22 vorhanden. In der Formhälfte 9 sind zudem Verteilkanäle 23 vorgesehen, die mit dem Angusskanal 22 in Verbindung stehen und zur Formtrennebene 11 hin offen sind. In der Formhälfte 8 sind auf bekannte Weise Ausstosser 24 vorhanden, die zum Entfernen des im Angusskanal 22 und in den Verteilkanälen 23 erstarrten Werkstoffes von den fertigen Stiftreihen 2 dienen.
Das in der Fig. 5 geschlossen gezeigte Formwerkzeug wird aus der Formhälfte 8, die derjenigen der Fig. 4 entspricht, und der Formhälfte 10 gebildet, die etwas anders ausgebildet ist als die Formhälfte 9 der Fig. 4. Diese Formhälfte 10 weist eine zur Formtrennebene 11 hin offene Ausnehmung 25 auf, die zur Aufnahme des Werkstoffes des Borstenträgers dient. Im weitern sind in der Formhälfte 10 Ausnehmungen 26 vorhanden, die zur Aufnahme der fertigen Borstenstifte 3 dienen. In der in der Formtrennebene 11 liegenden Fläche der Formhälfte 10 ist eine Vertiefung 27 vorhanden, die mit dem Bolzen 19 ausgerichtet ist und in die der Bolzen 19 eingreifen kann. Dieser Eingriff erfolgt unter Druckwirkung des Druckfederpaketes 18, das die Platte 15 und mit dieser die Dorne 13 und den Bolzen 19 in die vordere Endlage drückt. Wegen dieser Vertiefung 27 kann der Bolzen 19 im Gegensatz zur Fig. 4 dieser Druckwirkung des Druckfederpaketes 18 nicht entgegenwirken.
Anhand der Fig. 4 und 5 wird im volgenden das Herstellungsverfahren näher erläutert.
Zuerst werden die beiden Formhälften 8 und 9 zusammengebracht, wie das die Fig. 4 zeigt. Dabei wird, wie bereits erwähnt, der Bolzen 19 durch die Formhälfte 9 entgegen der Wirkung des Druckfederpaketes 18 nach hinten gedrückt, wodurch die Platte 15 und mit dieser auch die Dorne 13 in ihre hintere Endlage zurückbewegt werden. Auch in dieser hintern Endlage stehen die Dorne 13 über die Formtrennebene 11 vor und erstrecken sich um einen gewissen Betrag in die Formhohlräume 12 der Formhälfte 9 hinein. Durch Einbringen der Kunststofformmasse in diese Formhohlräume 12 werden nun die parallelen Reihen 2 von Borstenstiften 3 gebildet, die an ihrem der Formtrennebene 11 zugewandten Ende durch einen Steg 5 miteinander verbunden sind. Dabei wird das vorstehende Ende der Dorne 13 von der Kunststofformmasse umgössen. Nach dem Erstarren bzw. Aushärten der Formmasse wird nun die Formhälfte 9 von der Formhälfte 8 abgehoben. Mittels der Ausstosser 24 wird der Werkstoff im Angusskanal 22 und in den Verteilkanälen 23 von den Stiftenreihen 2 abgetrennt. Die Borstenstifte 3 werden jedoch durch die Dorne 13 in ihrer gegenseitigen Lage festgehalten, da die vordem Enden dieser Dorne 13 druckknopfartig in die Ausnehmungen 6 am hintem Ende 4 der Borstenstifte 3 eingreifen. Da der Bolzen 19 nicht mehr durch die Formhälfte 9 in seine hintere Endlage zu-rückgestossen wird, kann das Druckfederpaket 18 die Platte 15, den Bolzen 19 und die Dorne 13 mit den Borstenstiften 3 in die vordere Endlage drücken, in der die Borstenstifte 3 in einem Abstand von der in der Formtrennebene 11 liegenden Ebene der Formhälfte 8 enden.
Im nächsten Arbeitsgang wird die andere Formhälfte 10 mit der Formhälfte 8 zusammengebracht (Fig. 5). Dabei greifen die Borstenstifte 3 in die Ausnehmungen 26 in der Formhälfte 10 ein. Infolge der Vertiefung 27 wird, wie bereits erwähnt, der Bolzen 19 nicht in seine hintere Endlage gestossen, sondern verbleibt mitsamt den Domen 13 in der vordem Endlage. In dieser vordem Endlage sind die Borstenstifte 3 an ihrem hintern Ende 4 um den Betrag der Verschiebung der Dorne 13 von der Formtrennebene 11 abge5
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hoben. Diese hintern Enden 4 der Borstenstifte 3 sind somit, wie das aus Fig. 5 deutlich hervorgeht, freiliegend im Formhohlraum 25 der Formhälfte 10 angeordnet. Dadurch wird gewährleistet, dass der in diesen Formhohlraum 25 eingebrachte Werkstoff des Borstenträgers die Borsten 3 im Bereiche dieses hintern Endes 4 samt den Stegen 5 umgeben kann, wodurch die Borstenstifte 3 im Bereich des hintern Endes 4 mitsamt den Stegen 5 in den Werkstoff des Borstenträgers 11 eingebettet werden. Nach dem Verfestigen des in den Formhohlraum 25 eingebrachten Werkstoffes wird die Formhälfte 10 abgehoben, wodurch der Borstenträger 1 mitsamt den eingebetteten Borstenstiften 3 freigelegt wird. Dieses Endprodukt kann nun ohne weiteres von den Dornen 13 abgelöst werden.
Die Ausnehmung 6 im hintern Ende 4 jedes Borstenstiftes 3 und die mit dieser fluchtende Durchbrechung 7 im Borstenträger 1 sind somit eine Folge der Dorne 13, die die Borstenstifte 3 von ihrer Rückseite her während des Herstellungsvorganges halten.
Der Borstenträger 1 samt den eingebetteten Borstenstiften 3 kann sowohl im Spritzgussverfahren wie auch im Spritzpressverfahren hergestellt werden. Das beschriebene Verfahren bzw. das gezeigte Formwerkzeug erlaubt eine ein-5 fache und automatische Zufuhr der Formmasse für die Borstenstifte 3 und den Steg 5 bzw. den Borstenträger 1. Des weitern kann der Borstenträger mitsamt den Borstenstiften mit derselben Maschine in zwei Spritzvorgängen hergestellt werden, wobei dieser Herstellungsvorgang automatisch ab-lo laufen kann. Das ist unter anderem dadurch bedingt, dass in einem ersten Vorgang (Fig. 4) die Borstenreihen 2 bereits in ihrer gewünschten gegenseitigen Lage hergestellt und für das nachfolgende Herstellen des Borstenträgers mittels der Dorne 13 in dieser gegenseitigen Lage gehalten werden. Durch i5 Austauschen der Formhälfte 9 durch die Formhälfte 10 und ein geringfügiges Vorschieben der Borstenstifte 3 lassen sich die Borstenstifte 3 an ihren hintern Enden 4 samt den Stegen 5 auf einfache Weise in den Werkstoff des Borstenträgers einbetten.
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3 Blatt Zeichnungen
Claims (20)
- 641 333PATENTANSPRÜCHE1. Verfahren zur Herstellung eines mit Stiftborsten versehenen Borstenträgers für eine Bürste, insbesondere Haarbürste, bei dem zuerst Reihen von an ihrem hintern Ende mittels eines Steges miteinander verbundenen Borstenstiften aus Kunststoff hergestellt werden und anschliessend diese Borstenstifte mit den Stegen am Borstenträger angebracht werden, dadurch gekennzeichnet, dass die reihenweise angeordneten Borstenstifte (3) an ihrem mit dem Steg (5) verbundenen hintern Ende (4) nach ihrer Herstellung in ihrer gegenseitigen Lage gehalten und im Bereich dieses hintern Endes (4) samt den Stegen (5) vom Werkstoff des Borstenträgers (1) umgössen werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Borstenstifte (3) für das Umgiessen in einer Lage gehalten werden, die im wesentlichen der Lage nach ihrer Herstellung entspricht.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Borstenstifte (3) von ihrer Rückseite her gehalten werden.
- 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Borstenstift (3) durch einen im wesentlichen koaxialen Dorn (13) gehalten wird, der am hintern Ende (4) des Borstenstiftes (3) entfernbar in diesen eingreift.
- 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das freie Ende des Domes (13) bei der Herstellung der Borstenstifte (3) wegnehmbar umgössen wird.
- 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Borstenstifte (3) samt den Stegen (5) und der Borstenträger (1) im Spritzgiess- oder Spritzpressverfahren hergestellt werden.
- 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass für den Borstenträger (1) ein elastischer Werkstoff, z.B. Gummi oder Kunststoff, verwendet wird.
- 8. Formwerkzeug zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine erste Formhälfte (8) und zwei zweite Formhälften (9,10), von denen zuerst die eine zweite Formhälfte (9) zur Herstellung der Reihen (2) von an ihren hintern Enden (4) mittels eines Steges (5) miteinander verbundenen Borstenstiften (3) und anschliessend die andere zweite mit einem Formhohlraum (25) zur Bildung des Borstenträgers (1) versehene Formhälfte (10) zum Einbetten der Reihen von Borstenstiften (3) samt den Stegen (5) in den Borstenträger (1) mit der ersten Formhälfte (8) zusammenbringbar ist, welch letztere eine Halteeinrichtung (13-19) zum lösbaren Halten der Borstenstifte (3) an ihrem mit dem Steg (5) verbundenen hintern Ende (4) aufweist, mit der (13-19) die Borstenstifte (3) mit ihrem hintern Ende (4) und den Stegen (5) von der Formtrennebene (11) weg in den Formhohlraum (25) der erwähnten andern zweiten Formhälfte (10) verschiebbar sind, so dass die hintern Enden (4) der Borstenstifte (3) und die Stege (5) beim Einbringen des Werkstoffes des Borstenträgers (1) in den genannten Formhohlraum (25) von diesem Werkstoff umgeben werden.
- 9. Formwerkzeug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte eine zweite Formhälfte (9) Formhohlräume (12) zur Herstellung der Reihen (2) von Borstenstiften (3) aufweist.
- 10. Formwerkzeug nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteeinrichtung in ihrer Längsrichtung in der ersten Formhälfte (8) verschiebbar geführte, in der Formtrennebene (11) über die erste Formhälfte (8) vorstehende und in die Formhohlräume (12,25) der zweiten Formhälften (9,10) hineinragende Dorne (13) sowie eine Verschiebeeinrichtung (15,16,18) zum Verschiebender Dorne (13) aufweist, welche für das Herstellen des Borstenträgers (1) die Dorne (13) samt den von ihnen gehaltenen Borstenstiften (3) aus einer hintern Lage in eine vordere Lage vorschiebt.
- 11. Formwerkzeug nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Dorne (13) durch Federkraft (18) in ihrer vorderen Lage gehalten und beim Zusammenbringen der ersten Formhälfte (8) und der genannten einen zweiten Formhälfte (9) in die hintere Lage zurückdrängbar sind.
- 12. Formwerkzeug nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Dorne (13) an ihrem hintern Ende (4) auf einem Widerlager (15) abgestützt sind, das beim Schliessen der Formhälften (8,9) gegen die Kraft wenigstens einer Feder (18) mittels eines Verschiebemechanismus (19) verschiebbar ist.
- 13. Formwerkzeug nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschiebemechanismus einen am Widerlager (15) angreifenden, in der ersten Formhälfte (8) verschiebbar geführten Bolzen (19) aufweist, der unter Einwirkung der Federkraft (18) in der Formtrennebene (11) über die erste Formhälfte (8) vorsteht, wobei der Bolzen (19) beim Zusammenbringen der ersten Formhälfte (8) und der genannten einen zweiten Formhälfte (9) durch letztere entgegen der Wirkung der Federkraft (18) verschiebbar ist und beim Zusammenbringen der ersten Formhälfte (8) und der genannten andern zweiten Formhälfte (10) mit seinem vorstehenden Ende in eine Vertiefung (27) der letzteren eingreift.
- 14. Formwerkzeug nach einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass es als Spritzguss- oder Spritzpresswerkzeug ausgebildet ist.
- 15. Borstenträger mit Stiftborsten, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Anspruch 1, gekennzeichnet durch im wesentlichen parallel zueinander verlaufende Reihen (2) von Borstenstiften (3) aus Kunststoff, die an ihrem hintern Ende (4) mittels eines Steges (5) miteinander verbunden sind und im Bereich dieses hintern Endes (4) samt den Stegen (5) in einen Borstenträger (1) eingebettet sind.
- 16. Borstenträger nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass im Borstenträger (1) mit den Borstenstiften (3) ausgerichtete Durchbrechungen (7) vorhanden sind.
- 17. Borstenträger nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Borstenstifte (3) an ihrem hintern Ende (4) mit den Durchbrechungen (7) fluchtende Ausnehmungen (6) aufweisen.
- 18. Borstenträger nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Borstenstifte (3) an ihrem mit der Ausnehmung (6) versehenen hintern Ende (4) erweitern.
- 19. Borstenträger nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Borstenträger (1) platten-förmig ausgebildet ist.
- 20. Borstenträger nach einem der Ansprüche 15 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Borstenträger (1) aus einem elastischen Werkstoff, z.B. Gummi oder Kunststoff, besteht.
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