CH641382A5 - Stanz-biegeautomat. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Stanz-Biegeautomaten für mehrfach geformte Kleinteile aus Band oder Draht, bestehend aus einem Einzugsystem für das Band- oder Drahtmaterial, einer Stanzeinrichtung und mindestens einer Biegeeinheit, welche eine Anzahl um eine zentrale Bearbeitungsstelle herum angeordnete Schlitteneinheiten für die einzelnen Biegewerkzeuge aufweist, wobei ein zentraler Antriebsmechanismus für alle Biegewerkzeuge, die Stanzeinrichtung und das Einzugsystem vorgesehen ist.
Bekannte Stanz-Biegeautomaten dieser Art haben den Nachteil, dass die Biegeeinheit und die Stanzeinrichtung eine Baueinheit bilden, so dass ihr gegenseitiger Abstand nicht verstellt werden kann. Dieser Abstand ist im Vergleich zur Länge der herzustellenden Kleinteile gross, und es ergeben sich Schwierigkeiten bei der genauen Werkstückführung, insbesondere wenn verschiedenartige Kleinteile in derselben Maschine hergestellt werden sollen.
Aufgabe der Erfindung ist es, den bekannten Stanz-Biegeautomaten dahingehend zu verbessern, dass unabhängig von der Grösse der Kleinteile die Toleranzstreuung verringert wird und eine exakte Lage des jeweiligen Kleinteils in der Biegeeinheit garantiert wird.
Diese Aufgabe wird erfmdungsgemäss dadurch gelöst, dass die Stanzeinrichtung und die Biegeeinheit zur Einstellung des gegenseitigen Mittenabstandes auf ein von der Rohlingslänge der Kleinteile abhängiges Mass in Vorschubrichtung des Band- oder Drahtmaterials relativ zueinander verschiebbar angeordnet sind.
Mit der Erfindung wird der Vorteil erreicht, dass die Stanzeinrichtung und die Biegeeinheit auf einen möglichst kleinen Abstand zueinander gebracht werden können, so dass zwischen ihnen möglichst wenig Rohlingslängen liegen, jedoch sichergestellt ist, dass der in der Stanzeinheit bearbeitete Rohling nach möglichst wenig Vorschubschritten in eine exakte Stellung in der Biegeeinheit gelangt. Bei Bearbeitung relativ langer Kleinteile wird ein vergleichsweise grösserer Abstand als bei kurzen Kleinteilen gewählt, und der gegenseitige Mittenabstand zwischen Biegeeinheit und Stanzeinrichtung wird stufenlos so eingestellt, dass der gestanzte Rohling exakt in die Werkstückaufnahmestellung in der Biegeeinheit gelangt. Damit wird erheblich an Genauigkeit gewonnen, der Anwendungsbereich vergrössert, da in derselben Maschine sowohl sehr kleine Werkstücke als auch grössere Werkstücke erzeugt werden können, und nicht zuletzt der Vorteil erreicht, dass die Biegeeinheit von der Stanz-einrichtung völlig getrennt werden kann, um sie separat umrüsten zu können, während der Automat mit einer anderen vorher umgerüsteten Biegeeinheit arbeitet, womit Stillstandzeiten vermieden werden.
Weitere Merkmale der Erfindung bestehen darin, dass die Biegeeinheit und die Stanzeinrichtung über eine teleskopierbare Verzahnungswelle miteinander verbunden sind, dass die Relativverschiebebahn des Gehäuses der Biegeeinheit in Achsrichtung ihres Zentralrades derart zur Stanzeinrichtung versetzt angeordnet ist, dass sie in Überlappungsstellung bringbar sind. Entweder ist die Biegeeinheit am Maschinentisch in einer bestimmten Stellung fixiert und die Stanzeinrichtung ist relativ zu ihr beweglich geführt oder die Stanzeinrichtung, vorzugsweise kombiniert mit dem Einzugsystem, ist am Maschinentisch befestigt, während die Biegeeinheit auf dem Maschinentisch verschiebbar angeordnet ist. Dabei kann gemäss einer Ausführung die Biegeeinheit hinter die Stanzeinrichtung verfahren werden, so dass eine deutliche Überlappungsstellung erreicht ist, um die Mitte des Zentralrades der Biegeeinheit möglichst nahe an die Mitte der Stanzeinrichtung heranzubringen, oder es kann bei flachliegendem Zentralrad vorgesehen sein, dass die Biegeeinheit nach Wegnahme eines Blindkastens unter das Gehäuse der Stanzeinrichtung einfahrbar ist.
Anhand der Zeichnung, die einige Ausführungsbeispiele darstellt, sei die Erfindung näher beschrieben.
Es zeigt:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Stanz-Biegeautomaten in Seitenansicht und Draufsicht,
Fig. 2 eine schematische Darstellung ähnlich Fig. 1, jedoch mit auf dem Maschinentisch verschiebbar angeordneter Stanzeinrichtung,
Fig. 3 eine schematische Darstellung einer abgewandelten Ausführungsform mit parallel zur Werkstückvorschubrichtung angeordneter Achse des Zentralrades der Biegeeinheit,
Fig. 4 eine Darstellung eines Stanz-Biegeautomaten, bei dem die Biegeeinheit mit lotrechter Achse des Zentralrades unter die Stanzeinrichtung verfahrbar ist,
Fig. 5 die Seitenansicht eines Stanz-Biegeautomaten mit Darstellung des Abstandes zwischen Biegeeinheit und Stanzeinrichtung für relativ grosse Werkstücke; und
Fig. 6 die Ansicht des Stanz-Biegeautomaten gemäss Fig. 5, jedoch mit verringertem Mittenabstand der Biegeein2
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heit zur Stanzeinrichtung, und zwar zur Bearbeitung von Werkstücken geringer Länge.
Der in Fig. 1 dargestellte Stanz-Biegeautomat 10 hat einen Maschinenunterbau 12, auf dem sich ein Einzugsystem 14, eine Stanzeinrichtung 16 und eine Biegeeinheit 18 befinden. Letztere weist ein Zentralrad 20 mit einer Anzahl Biegewerkzeuge tragender Schlitten auf, die nicht weiter dargestellt sind. Der Maschinentisch 12 weist eine Schiebeführung 22 (Fig. 3) auf, die sich in Längsrichtung des Maschinentisches erstreckt und auf welcher die Biegeeinheit 18 in Richtung des Doppelpfeils 24 aus der mit ausgezogenen Linien dargestellten Stellung in die gestrichelt dargestellte Stellung verschoben werden kann. In der ersteren Stellung hat die Biegeeinheit 18 von der Stanzeinrichtung 16 einen Abstand. In letzterer Stellung ist die Biegeeinheit um mehr als ihre halbe Länge in Richtung der Stanzeinrichtung verschoben worden, wobei dank des in Fig. 1 unten sichtbaren seitlichen Versatzes die Biegeeinheit hinter die Stanzeinrichtung in eine Überlappungsstellung gelangt.
Die jeweilige Relativlage der Biegeeinheit 18 zur Stanzeinrichtung 16 wird so gering wie möglich gewählt, richtet sich jedoch nach der Länge der Rohlinge, d.h. der Teilung des Bandmaterials.
Der Automat 10 hat einen zentralen Antriebsmechanismus 26, dessen Hauptwelle 28 über einen Ketten- oder Riementrieb 30 einerseits die Exzenterwelle 32 der Press- und/ oder Stanzeinrichtung 16 und über einen Kegelrad-Antrieb 34 das Einzugsystem 14 für das Bandmaterial antreibt. Das Einzugsystem und die Stanzeinrichtung sind hier zu einer Baueinheit zusammengefasst. Von dieser Baueinheit ist die Biegeeinheit 18 getrennt und über eine Verzahnungswelle 36 mit der Hauptwelle 26 teleskopierbar verbunden, so dass die Biegeeinheit unabhängig von ihren verschiedenen Befestigungsstellen auf dem Maschinenunterbau antriebsmässig mit der Hauptwelle 26 gekuppelt ist.
Fig. 2 unterscheidet sich von Fig. 1 dadurch, dass die Biegeeinheit 18 am Maschinenunterbau unverschiebbar, jedoch vorzugsweise lösbar und wegnehmbar befestigt ist, um sie separat aufrüsten zu können, während die aus dem Einzugsystem 14 und der Stanzeinrichtung bestehende Baueinheit in Richtung des Doppelpfeiles 38, d.h. parallel zur Bandvorschubrichtung, verschiebbar auf dem Maschinenunterbau 12 angeordnet ist und aus der mit ausgezogenen Linien dargestellten Stellung in die gestrichelte Stellung nach links bewegt werden kann, um die Stanzeinrichtung mit möglichst geringem Abstand zur Biegeeinheit 18 anzuordnen. Dabei zeigt die untere Darstellung der Fig. 2 mit ausgezogenen Linien die Zuordnung von Stanzeinrichtung und Biegeeinheit in minimalem Abstand, d.h. in maximaler Überlappungsstellung.
Fig. 3 veranschaulicht den Stanz-Biegeautomaten schematisch in Ansicht und Draufsicht, wobei das Einzugsystem 14 und die Stanzeinrichtung 16 unverändert beibehalten sind. Die Biegeeinheit 118 ist hier auf einem Querschlitten 40 verschiebbar befestigt, der seinerseits in der Längsschiebe-führung 22 auf dem Unterbau beweglich ist. Die Biegeeinheit 118 ist gegenüber der Darstellung gemäss Fig. 1 und 2 um 90° gedreht angeordnet, derart, dass ihr Zentralrad achsparallel zur Vorschubrichtung der Materialbahn liegt. Die
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teleskopierbare Verzahnungswelle 36 endet in einem Ritzel 42, das das Zentralrad 20 dreht.
Fig. 4 erläutert einen Stanz-Biegeautomaten mit liegender Anordnung der Biegeeinheit 218. Die Achse des Zentral-5 rades erstreckt sich hier lotrecht. Die Stanzeinrichtung 16 ist im Abstand oberhalb des Maschinenunterbaus gleich der Höhe der Biegeeinheit 218 angeordnet bzw. auf einen Blindkasten 44 gesetzt, dessen Höhe mit derjenigen der Biegeeinheit-gemessen in Achsrichtung - deren Zentralrades über-10 einstimmt, so dass nach Wegnahme des Blindkastens die Biegeeinheit 218 in Richtung des Doppelpfeiles 46 unter die Stanzeinrichtung 16 ein- und ausgefahren werden kann, wobei der grösste Mittenabstand zwischen Biegeeinheit und Stanzeinrichtung in Fig. 4 mit ausgezogenen Linien darge-15 stellt ist, während der kleinste Abstand in der gestrichelten Stellung der Biegeeinheit herrscht. Hier untergreift die Biegeeinheit um fast ihre halbe Dimension in Verschieberichtung die Stanzeinrichtung 16. Der Antrieb erfolgt wiederum über eine teleskopierbare Wellenverbindung und ein Kegelge-20 triebe, wie in Fig. 4 schematisch veranschaulicht ist.
Fig. 5 erläutert den Stanz-Biegeautomaten 10 gemäss Fig. 1 mit an die aus Einzugsystem 14 und Stanzeinrichtung 16 bestehende Baueinheit herangefahrener Biegeeinheit 18, ohne dass eine yberlappungsstellung erreicht ist. Der zwi-25 sehen den strichpunktiert dargestellten Achsen 48 und 50 von Biegeeinheit und Stanzeinrichtung herrschende Abstand ist exakt auf die Länge der an einem Materialband 56 hängenden Rohlinge 52 angepasst und beträgt hier genau das zweieinhalbfache der Rohlingslänge. Soll nun die Maschine 30 für die Herstellung von Rohlingen 54 mit kleinerer Länge eingesetzt werden, so wird gemäss Fig. 6 die Biegeeinheit 18 auf dem Maschinenunterbau nach rechts verfahren, und zwar genau so weit, dass der Abstand der Achsen 48 und 50 von Biegeeinheit und Stanzeinrichtung auf ein Mass ver-35 kleinert wird, das in genauer Beziehung zur Länge der Rohlinge 54 des Bandmaterials steht. Im Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 6 ist hier wiederum die zweieinhalbfache Rohlingslänge gewählt.
Der grosse Vorteil der Relativverschiebbarkeit von Bie-40 geeinheit zur Stanzeinrichtung liegt darin, dass kleinste und grosse Werkstücke in derselben Maschine hergestellt werden können, jeweils aber mit einer möglichst geringen Folgezahl, so dass die sich addierenden Kettenmasse so klein wie möglich bleiben, um eine exakte Übergabe der Rohlinge in die Biegeeinheit sicherzustellen, wodurch an Genauigkeit gewonnen und Ausschuss vermieden wird.
Verschiedene Abwandlungen liegen im Rahmen der Erfindung. Wenn im Ausführungsbeispiel jeweils nur eine Biegeeinheit 18 bzw. 118; 218 dargestellt ist, so versteht sich, dass mehrere solcher Biegeeinheiten hintereinander angeordnet werden können. Auch besteht der Stanzbiegeautomat nicht ausschliesslich aus einem Einzugsystem, einer Stanzeinrichtung und einer Biegeeinheit, vielmehr können auch 55 andere Bearbeitungseinheiten, wie Schweisseinrichtungen, Bohrwerke, Fräseinrichtungen und Kunststoff-Spritzgeräte zum Umspritzen der Rohlinge eingeschaltet werden. Der Automat ist weiterhin nicht auf die Verwendung eines Rohlingbandes beschränkt, sondern kann mit einer Reihe sepa-60 rater aneinander grenzender Rohlinge beschickt werden.
3 Blatt Zeichnungen
I
Claims (6)
1. Stanz-Biegeautomat für mehrfach geformte Kleinteile aus Band oder Draht, bestehend aus einem Einzugsystem für das Band- oder Drahtmaterial, einer Stanzeinrichtung und mindestens einer Biegeeinheit, welche eine Anzahl um eine zentrale Bearbeitungsstelle herum angeordnete Schlitteneinheiten für die einzelnen Biegewerkzeuge aufweist, wobei ein zentraler Antriebsmechanismus für alle Biegewerkzeuge, die Stanzeinrichtung und das Einzugsystem vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Stanzeinrichtung (16) und die Biegeeinheit (18; 118; 218) zur Einstellung des gegenseitigen Mittenabstandes (48-50) auf ein von der Rohlingslänge der Kleinteile abhängiges Mass in Vorschubrichtung des Band- oder Drahtmaterials (56) relativ zueinander verschiebbar angeordnet sind.
2. Stanz-Biegeautomat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Biegeeinheit (18; 118; 218) und die Stanzeinrichtung (16) über eine teleskopierbare Verzahnungswelle (26, 36) miteinander verbunden sind.
3. Stanz-Biegeautomat nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Relativverschiebebahn des Gehäuses der Biegeeinheit (18; 118; 218) in Achsrichtung ihres Zentralrades (20) derart zur Stanzeinrichtung (16) versetzt angeordnet ist, dass sie in Überlappungsstellung bringbar ist.
4. Stanz-Biegeautomat nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Biegeeinheit (18) hinter die Stanzeinrichtung (16) verfahrbar ist.
5, dadurch gekennzeichnet, dass die Stanzeinrichtung (16) mit dem Einzugsystem (14) eine feststehende oder gemeinsam verschiebbare Baueinheit bildet.
7. Stanz-Biegeautomat nach einem der Ansprüche 1 bis
5. Stanz-Biegeautomat nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Biegeeinheit (218) ggf. nach Wegnahme eines Blindkastens (44) unter das Gehäuse der Stanzeinrichtung (16) einfahrbar ist.
6. Stanz-Biegeautomat nach einem der Ansprüche 1 bis
6, dadurch gekennzeichnet, dass die Biegeeinheit (18; 118; 218) in ihrer Gesamtheit vom Maschinenunterbau (12) entfernbar oder mit einem eigenen Unterbau versehen und mit diesem entfernbar ist.
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