CH641491A5 - Treibmittel fuer lackspruehdosen. - Google Patents

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CH641491A5
CH641491A5 CH413179A CH413179A CH641491A5 CH 641491 A5 CH641491 A5 CH 641491A5 CH 413179 A CH413179 A CH 413179A CH 413179 A CH413179 A CH 413179A CH 641491 A5 CH641491 A5 CH 641491A5
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CH
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spray
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propane
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CH413179A
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Rudolf Hartjens
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Vogelsang Kurt Gmbh
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Description

641491
2

Claims (3)

PATENTANSPRÜCHE
1. Treibmittel für Lacksprühdosen, das unter Verwendung von Kohlensäure und einem Gemisch aus Propan/ Butan aufgebaut ist, dadurch gekennzeichnet, dass 20 Gewichtsprozent Kohlensäure mit 80 Gewichtsprozent Propan/ Butan-Gemisch vermischt sind.
2. Treibmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gemisch aus Propan/Butan bei Raumtemperatur einen Druck von etwa 4,7 bar aufweist.
3. Verfahren zur Herstellung des Treibmittels nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Lacksprühdosen zunächst mit dem notwendigen Lack- und Lösungsmittelanteil gefüllt und anschliessend mit einem Sprühventil verschlossen werden, dass C02 in einer geeigneten Anlage verdampft und gasförmig durch das Sprühventil in die Sprühdosen gegeben wird, nachdem vorher das Pro-pan/Butan-Gemisch in flüssiger Form ebenfalls durch das Sprühventil in die Dose geleitet wurde.
Die Erfindung betrifft ein Treibmittel für Lacksprühdosen, das unter Verwendung von Kohlensäure und einem Gemisch aus Propan/Butan aufgebaut ist.
Es ist bekannt, Kohlensäure als Treibmittel einzusetzen. Obwohl es vorwiegend im Schankwesen Anwendung findet, sind auch Aerosolsprühdosen bekannt, die mit Kohlensäure als Treibmittel gefüllt sind. Die Schwierigkeit, Kohlensäure als Treibmittel für Aerosolsprühdosen zu verwenden, liegt aber darin, dass es nur mit aufwendigen Mitteln möglich ist, die Kohlensäure mit dem zu versprühenden Produkt zu vermischen. Insbesondere Sprühlack oder ähnliche Produkte widersetzen sich einer solchen Vermischung mit Kohlensäure.
Es sind daher auch andere Treibmittel für Aerosolsprühdosen bekannt geworden. So werden aus Sicherheitsgründen beispielsweise Fluorchlorkohlenwasserstoffe als Treibmittel verwendet, die den Vorteil aufweisen, dass die Länge des Flammstrahles reduziert ist und das Zurückschlagen des Flammstrahles zum Sprühkopf verhindert wird. Fluorchlorkohlenwasserstoffe weisen aber den Nachteil auf, dass sie, zumindestens zum Teil, als gesundheitsschädlich gelten. Fluorchlorkohlenwasserstoffe werden insbesondere auch wegen einer Ozongürtelschädigung als nicht ganz ungefährlich angesehen.
Für Antitranspirationsmittel ist auch schon ein Treibmittel der eingangs genannten Art bekannt geworden (DE-OS 27 41 882), das keinen Fluorkohlenwasserstoff enthält und das aus 65 bis 85 Gewichtsprozenten einer Verbindung besteht, die aus 111-Trichloräthan, Dichlormethan oder Gemischen davon besteht, ferner 14 bis 22 Gewichtsprozent eines Kohlenwasserstofftreibmittels enthält, das aus normalem Butan, Isobutan, Propan oder Gemischen davon besteht, wobei etwa 0,5 bis 5,3 Gewichtsprozent Kohlendioxid zugesetzt sind. Das bekannte Treibmittel ist daher ebenfalls unter Verwendung von Kohlensäure und einem Gemisch aus Propan/Butan aufgebaut, wobei allerdings der Anteil des Kohlendioxids sehr gering ist und seine an sich vorteilhafte Treibmittelwirkung nicht in vollem Umfang ausgenutzt werden kann. Das gilt auch für andere Mischtreibmittel, die aus Propan/Butan und Kohlensäure bestehen (Seifen, Öle, Fette, Wachse, 12, 1977, S. 334), bei denen ebenfalls der Kohlensäureanteil unter 10% liegt. Bedingt ist die Verwendung des geringen Kohlensäureanteiles durch den hohen Druck von Kohlensäure bei Raumtemperatur der über 50 bar liegt und der daher die Verwendung von C02 in grösseren prozentualen Anteilen bei Lacksprühdosen, wie sie unter anderem zur Lackausbesserung an Kraftfahrzeugen o. dgl. verwendet werden, nicht möglich erscheinen liess.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Treibmittel insbesondere für Lacksprühdosen 5 üblicher Art aus Weissblech zu schaffen, das hinsichtlich der Feuergefährlichkeit die Vorteile des Fluorchlorkohlenwasserstoffes aufweist, ohne jedoch deren schadhafte Wirkungen mit sich zu bringen.
Die Erfindung besteht darin, dass 20 Gewichtsprozent io Kohlensäure mit 80 Gewichtsprozent Propan/Butan-Ge-misch vermischt sind, so dass der Kohlensäureanteil damit wesentlich gegenüber bekannten Treibgasen erhöht ist.
Dieses neue Treibmittel weist den Vorteil auf, dass es die Länge des Flammstrahles reduziert und auch das Zurück-15 schlagen des Flammstrahles zum Sprühkopf verhindert, wie das bisher bei Lacksprühdosen mit Fluorchlorkohlenwasserstoffen erreicht wurde. Diese Wirkung tritt ein', obwohl ein Propan/Butan-Gemisch alleine als extrem feuergefährlich gilt und daher als Treibmittel für Aerosolsprühdosen als 20 nicht geeignet erscheinen musste. Das neue Treibmittel weist auch den Vorteil auf, dass es in handelsüblichen Weissblechdosen mit einem zugelassenen Druck von 15 bar verwendbar ist, weil es im eingefüllten Zustand bei 5Ô°C einen Druck von nicht mehr als % des zugelassenen Druckes auf-25 weist. Ausserdem kann es auch bei niedrigen Aussentempe-raturen eine einwandfreie Funktion gewährleisten. Das neue Treibmittel ist aus vollkommen unschädlichen Bestandteilen zusammengesetzt, wobei allerdings das Gesamtgemisch, das aus Propan/Butan und COa besteht, für sich nicht lagerfä-30 hig ist, weil der Druck dieses Gemisches, wie eingangs angedeutet, zu hoch wäre, um in handelsüblichen Behältern sicher aufbewahrt zu werden. Das neue Treibmittel wird daher gemäss Anspruch 3 erst in der Lacksprühdose selbst zusammengesetzt, wobei das verwendete Propan/Butan-Ge-35 misch in der Regel bei Raumtemperatur einen Druck von etwa 4,7 atü aufweist. Das für Sprühlacke üblicherweise verwendete Lösungsmittel, beispielsweise Aceton o. dgl.,
löst C02, so dass es auf diese Weise möglich wird, bis zu 10 oder 11 Gewichtsanteile C02 zu lösen, so dass dann der 40 C02-Anteil am Treibgas 20% betragen kann, ohne dass der Druck des Treibgasgemisches in der Dose zu hoch wird. Durch die Vermischung mit Kohlensäure in dem angegebenen Verhältnis wird die Brennbarkeit des Treibmittels spürbar reduziert. Würde das Verhältnis in der einen oder an-45 deren Richtung abgewandet, so würde entweder der Lack ruiniert werden oder die Sprühdose nicht mehr funktionsfähig sein. Das neue Treibmittel eignet sich daher in der angegebenen Zusammensetzung besonders vorteilhaft für Lacksprühdosen.
so Der Einsatz des neuen Treibmittels soll anhand eines Beispieles kurz erläutert werden:
Lacksprühdosen üblicher Art, die aus verschweisstem Weissblech mit eingefaltetem Boden und Deckel hergestellt sind, werden zunächst mit dem notwendigen Sprühlackanteil 55 einschliesslich dem Lösungsmittel gefüllt und anschliessend in üblicher Weise mit einem Sprüh ventil verschlossen. Anschliessend wird in einer geeigneten Anlage C02 verdampft und gasförmig durch das Sprühventil in die Sprühdosen gegeben. Vorher wird Propan/Butan-Gemisch in flüssiger 60 Form ebenfalls durch das Sprühventil in die Dose geleitet. Es hat sich gezeigt, dass die Treibmittelmenge gegenüber üblichen Treibmittel für Sprühdosen durch Einsatz des C02 reduziert werden kann, weil C02 das Sprühverhalten fördert. Die in der geschilderten Weise gefüllte Sprühdose, die 65 gegenüber bisher eingesetzten Treibmitteln bis zu 25 % mehr Lack enthalten kann, erhält anschliessend noch eine Schutzkappe und ist zum Verbrauch fertig.
v
CH413179A 1978-05-05 1979-05-03 Treibmittel fuer lackspruehdosen. CH641491A5 (de)

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