CH641838A5 - Verfahren zur herstellung von lactulose. - Google Patents

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CH641838A5
CH641838A5 CH873379A CH873379A CH641838A5 CH 641838 A5 CH641838 A5 CH 641838A5 CH 873379 A CH873379 A CH 873379A CH 873379 A CH873379 A CH 873379A CH 641838 A5 CH641838 A5 CH 641838A5
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lactulose
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water
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Franca Angela Gasparotti
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Molteni & C
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    • C13—SUGAR INDUSTRY
    • C13K—SACCHARIDES OBTAINED FROM NATURAL SOURCES OR BY HYDROLYSIS OF NATURALLY OCCURRING DISACCHARIDES, OLIGOSACCHARIDES OR POLYSACCHARIDES
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    • C13K13/005—Lactulose

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Description

Die Erfindung betrifft ein neues, industriell anwendbares Verfahren zur Herstellung von Lactulose erhöhter Reinheit, die insbesondere nur einen geringen Gehalt an Lactose aufweist.
Die Lactulose ist seit vielen Jahren als brauchbarer Zusatz zu Kindernahrung und zur Nahrung alter Menschen bekannt. Denn sie fördert das Wachstum einer bifidogenen Darmflora, welche dem Auftreten verschiedener Formen intestinaler Fehlfunktionen vorbeugt oder diese heilt. Darüber hinaus hat die Lactulose in den vergangenen Jahren ein interessantes Anwendungsgebiet auf dem enger umrissenen therapeutischen Sektor gefunden, und zwar als Coadjuvans bei der Heilung von Leberzirrhosen und im allgemeinen als Leberschutzmittel.
Das Produkt erfreut sich besonderer Beliebtheit auf dem Sektor natürlicher Arzneimittel und ist frei von jeglicher akuter oder chronischer Toxizität. Überdies treten keinerlei Nebenwirkungen auf.
Dennoch war bisher die Verwendung von Lactulose in grossem Massstab dadurch stark eingeschränkt, dass die Gewinnung eines Produkts mit einer den pharmazeutischen Anforderungen entsprechenden Reinheit auf wirtschaftliche Weise in industriellem Massstab nicht möglich war.
So ist insbesondere aus der US-PS 3 272705 bekannt, dass man Lactulose durch Epimerisierung in Gegenwart starker Basen, beispielsweise Natriumhydroxid oder Calciumhydro-xid aus Lactose gewinnen kann. Dieses Verfahren erfordert Reaktionszeiten von einigen Tagen, wobei man eine Ausbeute zwischen 15 und 25%, bezogen auf das umgesetzte Material, erhält.
In der US-PS 3 546206 ist ein Verfahren zur Herstellung von Lactulose unter Verwendung grosser Mengen von alkalischem Aluminiumhydroxid beschrieben. Abgesehen von den Kosten des Aluminiumhydroxids ist dieses Verfahren mit dem Nachteil behaftet, dass es verdünnte (20 bis 30%) Ausgangslösungen der Lactose und somit grosse Reaktionsvolumina erfordert, so dass man nach beendeter Reaktion erhebliche Wassermengen verdampfen muss, um die Lactulose zu gewinnen. Darüber hinaus ist das Verfahren auch kompliziert, weil man das eingesetzte Aluminiumhydroxid entfernen muss.
Ferner wird die Lactulose als amorphes Pulver gewonnen, das erhebliche Mengen an Lactose, Galactose und andere Verunreinigungen enthält, von denen das Produkt nur unter Aufwendung nicht mehr vertretbarer Kosten abgetrennt werden kann.
Kürzlich wurde in der DE-PS 288 595 vorgeschlagen,
unter Verwendung von Erdalkalisulfiten Lactose zu Lactulose zu epimerisieren. Dieses Verfahren ist zwar besser als die vorstehenden Verfahren, es ergibt jedoch noch zu geringe Umwandlungen. Darüber hinaus enthält das Endprodukt eine erhebliche Menge an Lactose und andere Epimere (ungefähr 20%), wodurch das nachfolgende Reinigungs- und Kristallisationsverfahren der Lactulose sehr schwierig gestaltet wird.
Es wurde nunmehr ein neues Verfahren zur Herstellung von Lactulose aus Lactose geschaffen, mit dessen Hilfe ein kristallines Produkt erhältlich ist, das pharmazeutischen Reinheitsanforderungen entspricht, frei von Geruch und Geschmack ist, wobei das Verfahren in industriellem Massstab wirtschaftlich anwendbar ist, insbesondere im Hinblick auf Umwandlung, Ausbeuten, Konzentrationen der bearbeiteten und erzielten Lösungen, sowie Reaktionszeiten. Das erfindungsgemässe Verfahren besteht im wesentlichen darin, dass man die Lactose in Lactulose überführt, indem man eine konzentrierte wässrige Lösung von Lactose-Monohydrat in Gegenwart einer zweckmässig kleinen Menge eines Alkali-phosphits zum Rückfluss erhitzt. In der erhaltenen wässrigen Lösung kann man die nicht umgesetzte Lactose durch Abkühlen ausfällen und in einem anderen Reaktionszyklus wieder einsetzen. Das klare Filtrat wird danach auf ein Kationenaustauscherharz und anschliessend auf ein Anionenaustauscherharz aufgegeben, um das vorliegende Alkaliphosphit und die gebildeten organischen Säuren abzutrennen. Das Eluat wird zweckmässig konzentriert und abgekühlt, um nochmals einen bestimmten prozentualen Anteil an Lactose, der nicht reagiert hat, abzutrennen. Dieser fällt aus und kann abfiltriert werden. Die erhaltene klare Lösung enthält ungefähr 50 Gew.-% Lactulose, die als solche in Form einer wässrigen Lösung verwendet oder von der Lösung durch Chromatographie über eine Silikagelsäule und anschliessendes Verdampfen des Lösungsmittels abgetrennt werden kann.
Nachstehend werden beispielsweise Ausführungsformen der einzelnen Stufen des erfindungsgemässen Verfahrens beschrieben:
1. Man stellt eine siedende wässrige Lösung von Lactose-Monohydrat in einer Konzentration zwischen 55% und 65% Gewicht/Gewicht her. Zu dieser Lösung gibt man ein Alkaliphosphit als solches oder in wässriger Lösung in einer Konzentration zwischen 0,5 und 2 M zu, so dass die Konzentration der Lactose bei 57% Gewicht/Gewicht bleibt. Mit anderen Worten gibt man Phosphit in einer Menge von 2,1 bis 8,6 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht der Lactose, zu. Die Lösung wird dann zum Rückfluss erhitzt (Siedepunkt ungefähr 104°C), und zwar während eines Zeitraums zwischen 20 und 240 Minuten. Die Reaktionszeit hängt teilweise von der Menge des eingesetzten Phosphits ab, sie wird jedoch auch vom gewünschten Umwandlungsgrad bestimmt. Bei Reaktionszeiten von 180 Minuten erzielt man die maximal brauchbare Umwandlung der Lactulose, die bei 20% liegt. Bei längeren Zeiträumen erhält man eine grössere Umwandlung der Lactose, es wird jedoch auch die Menge an sauren Produkten erhöht (vgl. den pH-Wert der Lösungen).
2. Die aus der Epimerisationsstufe gelangende Lösung wird auf Umgebungstemperatur abgekühlt und 12 Stunden
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lang stehengelassen. Auf diese Weise kristallisiert die nicht umgesetzte Lactose in einer Menge von 70-80% der eingesetzten Lactose aus, die abfiltriert und wieder eingesetzt wird.
3. Das klare Filtrat wird vom Alkaliphosphit und von gebildeten organischen Säuren befreit, indem man es nacheinander über ein Kationen- und ein Anionenaustauscherharz gibt. Die zur Durchführung der Entsalzung kritisch auszuwählende kationischen Harze sind stark sauer und enthalten Sulfonsäuregruppen. Die anionischen Harze, welche kritisch auszuwählen sind, sind schwach basisch mit Polystyrol-Polyamin-Funktionen.
Damit die Lösung der Lactulose durch die genannten Harze perkolierbar ist, darf sie keine Konzentration grösser als 15% Gewicht/Gewicht an Zucker aufweisen, so dass sie entsprechend mit Wasser verdünnt werden muss.
4. Das Eluat wird durch Eindampfen bei Normaldruck bis zu einem Volumen von ungefähr 'A, des Anfangsvolumens konzentriert.
Durch Abkühlen auf eine Temperatur unterhalb von 4°C und 24stündiges Stehenlassen fällt weitere, nicht umgesetzte Lactose aus, die abfiltriert und wieder eingesetzt wird.
Die filtrierte Lösung weist einen Gehalt an Lactulose von ungefähr 50% Gewicht/Gewicht und einen Gehalt an anderen Zuckern (Galactose, Lactose und andere Zucker) von nicht mehr als 12 Gew.-% auf. Diese Lösungen sind bereits zur Verwendung der Lactulose auf dem Nahrungsmittelsektor und dem pharmazeutischen Sektor geeignet.
5. Die 50%ige (Gewicht/Gewicht) Lactuloselösung wird über eine Silikagelsäule chromatographiert. Man verwirft eine kleine anfängliche Fraktion, welche Tagatose und Galactose enthält und sammelt das nachfolgende Eluat bis zum Auftreten von Lactose. Die Veränderung der Zusammensetzung des Eluats kann nach üblichen analytischen Methoden verfolgt werden (Bestimmung des opt. Drehvermögens, Dünnschichtchromatographie usw.). Im gesammelten Eluat weist die Alctulose eine Reinheit von mehr als 98% auf. Sie lässt sich durch einfaches Eindampfen des Lösungsmittels in kristalliner Form gewinnen.
Die Ausbeute an Lactulose, bezogen auf umgesetzte Lactose, liegt stets zwischen 60 und 75%.
Die nach dem erfindungsgemässen Verfahren erhaltene Lactulose ist völlig frei von Verfärbungen.
Es war nicht vorhersehbar, dass mit dem erfindungsgemässen Verfahren die beschriebenen überlegenen Ergebnisse erzielbar wären, zumal Versuche zur Epimerisierung von Lactose mit anderen schwachen Basen, beispielsweise wie Natriumphosphat, Hypophosphit, Anilin, Pyridin, Benzylamin, zu Ergebnissen geführt haben, die den bei der Epimerisierung von Lactose mit starken Basen und Alkalisulfiten beschriebenen Ergebnissen vergleichbar oder schlechter als diese sind.
Zur weiteren Erläuterung des erfindungsgemässen Verfahrens sind nachstehend einige Beispiele zur praktischen Ausführung des Verfahrens angeführt.
Beispiel 1
Man löst 500 g Lactose in 270 ml Wasser auf und bringt zum Kochen. Zu dieser Lösung gibt man 100 ml 0,5 M Dika-lium-hydrogenphosphit, wobei man 20 Minuten lang am Kochen hält. Nach dem Abkühlen sind 350 g Lactose ausgefallen, die durch Filtrieren abgetrennt werden. Die filtrierte Lösung wird mit 500 ml Wasser verdünnt und durch ein kationisches Harz «Amberlite» IR-120 mit einer Teilchen-grösse von 0,3 bis 1,2 mm und anschliessend durch ein anionisches Harz «Amberlite» IRA-93 mit einer Teilchengrösse von 0,3 bis 1,2 mm perkoliert. Das Eluat wird durch Eindampfen auf 150 g konzentriert.
Durch Abkühlen fallen 50 g Lactose aus.
Durch Filtrieren erhält man 64 g einer Lösung, die 32 g Lactulose und 7,5 g andere Zucker enthält.
Beispiel 2
Man löst 500 g Lactose in 270 ml Wasser und bringt zum Kochen. Zu dieser Lösung gibt man 100 ml 0,5 M Dikalium-hydrogenphosphit und hält 20 Minuten lang am Kochen. Nach dem Abkühlen sind 360 g Lactose ausgefallen. Diese werden durch Filtrieren abgetrennt. Die filtrierte Lösung wird mit 500 ml Wasser verdünnt und über ein kationisches Harz «Amberlite» IR-120 mit einer Teilchengrösse von 0,3 bis 1,2 mm und anschliessend über ein anionisches Harz «Amberlite» IRA-93 mit einer Teilchengrösse von 0,3 bis 1,2 mm perkoliert. Das Eluat wird durch Eindampfen auf 150 g konzentriert.
Durch Abkühlen fallen 55 g Lactose aus.
Durch Filtrieren erhält man 75 g einer Lösung, die 37 g Lactulose und 9 g andere Zucker enthält.
Beispiel 3
Man löst 500 g Lactose in 270 ml Wasser auf und bringt zum Kochen. Zu dieser Lösung gibt man 100 ml 0,5 M Dina-trium-hydrogenphosphit und hält noch 180 Minuten lang am Kochen. Nach dem Abkühlen sind 332 g Lactose ausgefallen, die durch Filtrieren abgetrennt werden. Die filtrierte Lösung wird mit 600 ml Wasser verdünnt und über ein kationisches Harz «Amberlite» IR-120 mit einer Teilchengrösse von 0,3 bis 1,2 mm und anschliessend über ein anionisches Harz «Amberlite» IRA-93 mit einer Teilchengrösse von 0,3 bis 1,2 mm perkoliert.
Das Eluat wird durch Eindampfen auf 200 g konzentriert.
Durch Abkühlen werden 62 g Lactose ausgefällt.
Durch Filtrieren erhält man 118 g Lösung, welche 61 g Lactulose und 14,2 g andere Zucker enthält.
Beispiel 4
Man löst 500 g Lactose in 270 ml Wasser auf und bringt zum Kochen. Zu dieser Lösung gibt man 100 ml 1 M Dina-trium-hydrogenphosphit und hält noch weitere 180 Minuten lang am Kochen. Nach dem Abkühlen sind 298 g Lactose ausgefallen, die durch Filtrieren abgetrennt werden. Die filtrierte Lösung wird mit 800 ml Wasser verdünnt und über ein kationisches Harz «Amberlite» IR-120 mit einer Teilchengrösse von 0,3 bis 1,2 mm und anschliessend über ein anionisches Harz «Amberlite» IRA-93 mit einer Teilchengrösse von 0,3 bis 1,2 mm perkoliert.
Das Eluat wird durch Eindampfen auf 280 g konzentriert.
Durch Abkühlen fallen 85 g Lactose aus.
Durch Filtrieren erhält man 173 g einer Lösung, welche 88 g Lactulose und 19,6 g andere Zucker enthält.
Beispiel 5
Man löst 500 g Lactose in 270 ml Wasser und bringt zum Kochen. Zu dieser Lösung gibt man 100 ml 2 M Dinatrium-hydrogenphosphit und hält noch 180 Minuten lang am Kochen. Nach dem Abkühlen sind 243 g Lactose ausgefallen, die durch Filtrieren abgetrennt werden. Die filtrierte Lösung wird mit 1200 ml Wasser verdünnt und über ein kationisches Harz «Amberlite» IR-120 mit einer Teilchengrösse von 0,3 bis 1,2 mm und anschliessend über ein anionisches Harz «Amberlite» IRA-93 mit einer Teilchengrösse von 0,3 bis 1,2 mm perkoliert.
Das Eluat wird durch Eindampfen auf 300 g konzentriert.
Durch Abkühlen werden 98 g Lactose ausgefällt.
Man erhält 198 g Lösung, welche 101g Lactulose und 22 g andere Zucker enthält.
Beispiel 6
500 g Lactose werden in 270 ml Wasser aufgelöst und zum Kochen gebracht. Zu dieser Lösung gibt man 100 ml 2 M Dinatrium-Hydrogenphosphit und hält noch 120 Minuten lang am Kochen. Nach dem Abkühlen sind 260 g Lactose
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ausgefallen, die durch Filtrieren abgetrennt werden. Die filtrierte Lösung wird mit 1000 ml Wasser verdünnt und über ein kationisches Harz «Amberlite» IR-120 mit einer Teilchengrösse von 0,3 bis 1,2 mm und anschliessend über ein anionisches Harz «Amberlite» IRA-93 mit einer Teilchengrösse von 0,3 bis 1,2 mm perkoliert.
Das Eluat wird durch Eindampfen auf 280 g konzentriert.
Durch Abkühlen werden 92 g Lactose ausgefällt.
Man erhält 182 g einer Lösung, welche 93 g Lactulose und 20 g andere Zucker enthält.
Beispiel 7
500 g Lactose werden in 270 ml Wasser aufgelöst und zum Kochen gebracht. Zu dieser Lösung gibt man 100 ml 2 M Dinatrium-hydrogenphosphit und hält noch 60 Minuten lang am Kochen. Nach dem Abkühlen sind 278 g Lactose ausgefallen, die durch Filtrieren abgetrennt werden. Die filtrierte Lösung wird mit 900 ml Wasser verdünnt und über ein kationisches Harz «Amberlite» IR-120 mit einer Teilchengrösse von 0,3 bis 1,2 mm und anschliessend über ein anionisches Harz «Amberlite» IRA-93 mit einer Teilchengrösse von 0,3 bis 1,2 mm perkoliert.
Das Eluat wird durch Eindampfen auf 260 g konzentriert.
Durch Abkühlen werden 98 g Lactose ausgefällt.
Man erhält 156 g einer Lösung, welche 75 g Lactulose und 17 g andere Zucker enthält.
Beispiel 8
500 g Lactulose werden in 270 ml Wasser aufgelöst und zum Kochen gebracht. Zu dieser Lösung gibt man 100 ml 1 M Dinatrium-hyrogenphosphit und hält noch 180 Minuten lang am Kochen. Nach dem Abkühlen sind 298 g Lactose ausgefallen, die durch Filtrieren abgetrennt werden. Die filtrierte Lösung wird mit 800 ml Wasser verdünnt und über ein schwaches kationisches Harz «Amberlite» IRC-50 mit einer Teilchengrösse von 0,3 bis 1,2 mm und anschliesend über ein schwaches anionisches Harz «Amberlite» IRA-93 mit einer Teilchengrösse von 0,3 bis 1,2 mm perkoliert.
Durch Abkühlen werden 76 g Lactose ausgefällt.
Man erhält 180 g einer Lösung, welche 89 g Lactulose und 28 g andere Zucker enthält. Das Produkt besitzt einen süss-salzigen Geschmack.
Beispiel 9
Man löst 500 g Lactose in 270 ml Wasser auf und bringt zum Kochen. Zu dieser Lösung gibt man 100 ml 1 M Dinatrium-hydrogenphosphit und hält noch 180 Minuten lang am Kochen. Nach dem Abkühlen sind 298 g Lactose ausgefallen, die durch Filtrieren abgetrennt werden. Die filtrierte Lösung wird mit 800 ml Wasser verdünnt und über ein schwaches kationisches Harz «Amberlite» IRC-50 mit einer Teilchengrösse von 0,3 bis 1,2 mm und anschliessend über ein starkes anionisches Harz «Amberlite» IRA-400 mit einer Teilchengrösse von 0,3 bis 1,2 mm perkoliert. Das alkalisch anfallende Eluat wird durch Eindampfen auf 280 g konzentriert.
Durch Abkühlen werden 80 g Lactose ausgefällt.
Man erhält 177 g einer Lösung, welche 88 g Lactulose und 26 g andere Zucker enthält. Das Produkt besitzt einen angenehm süssen Geschmack, hat jedoch eine bräunliche Farbe, die von der aufgetretenen Karamellisierung herrührt.
Beispiel 10
500 g Lactose werden in 270 ml Wasser aufgelöst und zum Kochen gebracht. Zu dieser Lösung gibt man 100 ml 1 M Dinatrium-hydrogenphosphit und hält noch 180 Minuten lang am Kochen. Nach dem Abkühlen sind 298 g Lactose ausgefallen, die durch Filtrieren abgetrennt werden. Die filtrierte Lösung wird mit 800 ml Wasser verdünnt und über ein starkes kationisches Harz «Amberlite» IR-120 mit einer Teilchengrösse von 0,3 bis 1,2 mm und anschliessend über ein starkes anionisches Harz «Amberlite» IR-400 mit einer Teilchengrösse von 0,3 bis 1,2 mm perkoliert. Das alkalisch anfallende Eluat wird durch Eindampfen auf 280 g konzentriert.
Durch Abkühlen werden 84 g Lactose ausgefällt.
Man erhält 174 g einer Lösung, welche 87 g Lactulose und 20 g andere Zucker enthält. Das Produkt weist einen angenehm süssen Geschmack auf, jedoch ist die Farbe aufgrund der aufgetretenen Karamellisierung gelbbraun.
Beispiel 11
0,5 g einer 50%igen Lactuloselösung des Beispiels 5 werden mit 1 g Silikagel Merck Typ 60 mit einer Teilchengrösse von 0,2 bis 0,6 mm zur Säulenchromatographie angeteigt und trocknen gelassen.
Diese Mischung wird auf das obere Ende einer Chromatographiesäule mit einem Durchmesser von 1 cm und einer Höhe von 30 cm mit Silikagel desselben Typs wie zuvor, das zuvor mit der mobilen Phase von n-Propanol:Wasser = 85:15 Volumen/Volumen imprägniert wurde, aufgegeben.
Man eluiert die Säule mit der mobilen Phase und sammelt getrennte Fraktionen, die durch Polarimetrie und Dünnschichtchromatographie analysiert werden.
Bei standardisierten Betriebsbedingungen enthalten die ersten 30 bis 35 ml Eluat Tagatose, Galactose und einen kleinen Anteil Lactulose.
Die Lactulose ist der Hauptbestandteil der letzten 40 ml Eluat. Dünnschichtchromatographie zeigt, dass diese Fraktion eine Reinheit aufweist, die nicht geringer als 98% ist. Durch Eindampfen der Lösung erhält man 0,200 g kristalline Lactulose.
Zur besseren Anschaulichkeit sind nachstehend in einer Tabelle die Arbeitsweisen und Ergebnisse der in den vorstehenden Beispielen beschriebenen Versuche zusammengefasst.
Bedingungen und Ergebnisse der Beispiele 1 bis 10, ausgehend jeweils von 500 g Lactose-Monohydrat und 270 ml
Wasser
Bei alkalische
Reak
Menge
Menge
Harz spiel
Lösung,
tionszeit
Lactose an
(kationisch/anio
Nr.
versetzt in in g bei
Wasser nisch)
mit 100 ml
Minuten der ersten zugesetzt
«Amberlite»
Ausfäl zum
lung
Filtrat
in ml
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350
500
IR-120/ IRA-93
0,5 M
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NazHPOs
20
360
500
dito
0,5 M
3
NaaHPCb
180
332
600
dito
0,5 M
4
NaaHPOa
180
298
800
dito
1 M
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NasHPCb
180
243
1200
dito
2 M
6
Na2HP03
120
260
1000
dito
2 M
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NazHPOs
60
278
900
dito
2 M
8
Na2HP03
180
298
800
IRC-50/ IRA-93
1 M
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NajHPCb
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1 M
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NaîHPCb
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800
IR-120/IRA-400
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Gewicht des
Lactose bei
Gesamtlac-
Wiederge
Gewicht der
Zusammensetzung der effektive
Ausbeute an
Besonderhei
Konzentrats der zweiten tose erste winnung endgültigen
endgültigen Lösung
Umwand wasserfreier ten der in g
Fällungstufe und zweite
Lactose zur
Lösung in g
lung der
Lactulose in endgültigen,
in g
Stufe in g
Rezirkulie-
umgesetzten kg/100 kg,
50%igen
rung in %
5
Lactose in %
bezogen auf
Lactuloselö-
Lactulose andere
behandeltes sung
1. 150
50
400
80
64
g
Zucker
Lactose-
2. 150
55
415
83
75
g
Monohydrat
3.200
62
394
78,8
118
4. 280
85
383
76,6
173
10
1. 32
7,5
32
6,4
+
5.300
98
341
68,2
198
2. 37
9
43,5
7,4
+
6. 280
92
352
70,4
182
3. 61
14,2
57,5
12,2
+
7. 260
98
376
75,2
156
4. 88
19,6
75,2
17,6
+
8.280
76
374
74,8
180
5. 101
22
63,5
20,2
+
9. 280
80
378
75,6
177
15
6. 93
20
62,8
18,6
+
10. 280
84
382
76,4
174
7. 75
17
60,5
15,0
+
8. 89
28
70,6
17,8
+ +
9. 88
26
72,1
17,6
+ +
20
10. 87
20
73,7
17,4
+ + +
+ Farbloses Produkt mit angenehm süssem Geschmack
+ + Braunes Produkt mit salzig-süssem Geschmack
+ + + Braunes Produkt mit angenehm süssem Geschmack
G

Claims (7)

641 838
1. Verfahren zur Herstellung von Lactulose aus Lactose, dadurch gekennzeichnet, dass man eine wässrige gesättigte Lösung von Lactose-Monohydrat in Gegenwart eines Alkali-phosphits zum Rückfluss erhitzt und die in der erhaltenen Lösung vorliegende Lactulose reinigt, indem man sie der Reihe nach durch ein Kationenaustauscherharz und ein Anionenaustauscherharz leitet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Alkaliphosphit Dinatrium- oder Dikalium-hydrogenphosphit einsetzt.
2
PATENTANSPRÜCHE
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass man das Alkaliphosphit in einem Mengenanteil von 2,1-8,6 Gew.-%, bezogen auf das Lactose-Monohydrat, einsetzt.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass man ein stark saures, Sulfon-säuregruppen enthaltendes Kationenaustauscherharz verwendet.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass man ein schwach basisches Polystyrol/Polyamin-Anionenaustauscherharz verwendet.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass man unreagierte Lactose durch Chromatographie auf Silikagel und Verdampfen des Eluats abtrennt.
7. Anwendung des Verfahrens nach Anspruch 1 zur Herstellung von wasserfreier Lactulose, dadurch gekennzeichnet, dass man die erhaltene wässrige Lösung von Lactulose durch Chromatographie reinigt und das Lösungsmittel verdampft.
CH873379A 1978-09-29 1979-09-28 Verfahren zur herstellung von lactulose. CH641838A5 (de)

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