CH641919A5 - Data transmission device - Google Patents
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Description
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PATENTANSPRÜCHE
1. Datenübermittlungseinrichtung, mit einem Datenmodem mit mehreren Ein-/Ausgängen (16), die mit entsprechenden Daten-Ein-/Ausgängen von zugeordneten Einrichtungen (12) verbindbar sind, welche zugeordneten Einrichtungen (12) für jeden Ein-/Ausgang je ein Befehlssignal abgeben, das eine Anforderung zur Zuteilung von Übermittlungskapazität zu dem betreffenden Daten-Ein-/Ausgang darstellt, gekennzeichnet durch Mittel (103) zum Multiplexen der Ein-/Ausgänge (16) in einer von mehreren Zuordnungen und zum Auswählen einer befohlenen Ein-/Ausgangs-Zuordnung unter der Einwirkung von Steuersignalen, und Mittel (19, 21,17) zum automatischen Feststellen einer Änderung in den Befehlssignalen, die einen Übergang zu einer neuen Ein-/ Ausgangs-Zuordnung erfordert, und zum automatischen Steuerung der Umschaltung der Multiplexmittel (103) auf die neue Ein-/Ausgangs-Zuordnung.
2. Datenübermittlungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass den Ein-/Ausgängen (A, B, C, D) Prioritäten von 1 bis N zugeordnet sind, dass die Anzahl der Ein-/Ausgangs-Zuordnungen N ist und dass die genannten Feststellungsmittel (19,21,17) dazu eingerichtet sind, die Multiplexmittel (103) zu veranlassen, diejenige Ein-/Aus-gangs-Zuordnung zu wählen, in der dem die letzte Priorität aufweisenden Ein-/Ausgang, für welchen ein Befehlssignal vorhanden ist, Übermittlungskapazität zugeteilt ist.
3. Datenübermittlungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Feststellungsmittel (19,21,17) Mittel (36, 31,37) enthalten zum Vergleich der Befehlssignale mit einem Codesignal, dass die jeweils gegenwärtige, von den Multiplexmitteln (103) bewirkte Ein-/Ausgangs-Zuordnung anzeigt, und zum Feststellen des Erfordernisses eines Übergangs zu einer neuen Ein-/Ausgangs-Zuordnung aus dem Vergleich.
4. Datenübermittlungseinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Befehlssignale codiert werden und dass die Vergleichsmittel (36, 31,37) Mittel (37) enthalten zum Speichern eines von mehreren Codesignalen, das die gegenwärtige Ein-/Ausgangs-Zuordnung der Multiplexmittel (103) darstellt, und zum Ersetzen dieses Codesignals durch ein anderes der Codesignale unter der Einwirkung von zweiten Steuersignalen, und Mittel (36,31), denen das genannte eine Codesignal und das Befehlscodesignal zugeführt sind, zum Feststellen von erforderlichen Änderungen der Ein-/Ausgangs-Zuordnung und zum Erzeugen der genannten zweiten Steuersignale in Abhängigkeit von dieser Feststellung.
5. Datenübermittlungseinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten mehreren Codesignale und die Befehlscodesignale in verschiedenen Codearten vorliegen und dass die Mittel (36, 31), denen das genannte eine Codesignal zugeführt ist, ein Mittel (36) zum Umsetzen der Codesignale und der Befehlscodesignale in eine gemeinsame Codeart und damit zum Erzeugen eines ersten und eines zweiten Codesignals in der gemeinsamen Codeart aufweisen sowie eine Vergleichsschaltung (31), der das erste und das zweite Codesignal in der gemeinsamen Codeart zugeführt sind, zum Erzeugen der genannten zweiten Steuersignale.
6. Datenübermittlungseinrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Steuersignale ein Steuersignal erster Art enthalten, welches anzeigt, dass ein Ein-/Ausgang aktiviert werden soll, sowie ein Steuersignal zweiter Art, welches anzeigt, dass ein Ein-/Ausgang inaktiviert werden soll, und ein Steuersignal dritter Art, welches anzeigt, dass die gegenwärtige Ein-/Ausgangs-Zuordnung die vom gegenwärtigen Befehlscodesignal dargestellte Ein-/Äus-gangs-Zuordnung ist.
7. Datenübermittlungseinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (37) zum Speichern ein Schieberegister ist, das an seinem Ausgang die genannten mehreren Codesignale liefert und das unter der Einwirkung des Steuersignals erster Art und des Steuersignals zweiter Art, das die Ein-/Ausgangs-Zuordnung darstellende Codesignal an seinem Ausgang ändert.
8. Datenübermittlungseinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Schieberegister (37) vom Steuersignal zweiter Art geschoben wird und das Steuersignal erster Art ein Codesignal in das Schieberegister (37) eingibt, welches anzeigt, dass allen Ein-/Ausgängen (A, B, C, D) Übermittlungskapazität zugeteilt ist.
9. Datenübermittlungseinrichtung, nach den Ansprüchen 5 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (36,31), denen das genannte eine Codesignal zugeführt ist, Mittel (33, 35) zum Verzögern des Steuersignals erster Art und des Steuersignals zweiter Art aufweisen.
10. Datenübermittlungseinrichtung nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch Mittel (57, 59,41) zum wahlweisen Umschalten auf Betrieb als steuernde Station oder als gesteuerte Station.
11. Datenübermittlungseinrichtung nach den Ansprüchen 5 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (36,31), denen das genannte eine Codesignal zugeführt ist, eine Verriegelungsschaltung (39) aufweisen, die auf das Steuersignal dritter Art anspricht, um ein neues Befehlscodesignal festzuhalten.
12. Datenübermittlungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Feststellungsmittel (19,21,17) dazu eingerichtet sind, Änderungen in Befehlssignalen festzustellen, die die Form von Standard-Ver-bindungsherstellungssignalen vom Modems haben.
13. Datenübermittlungseinrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Feststellungsmittel (19,21,17) dazu eingerichtet sind, Änderungen in Befehlssignalen festzustellen, die die Form von Sendeanfor-derungssignalen (RTS) haben.
14. Datenübermittlungseinrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Feststellungsmittel (19,21, 17) dazu eingerichtet sind, Änderungen in Befehlssignalen festzustellen, die die Form von Datenträgerfeststellungssignalen (DCD) haben.
15. Datenübermittlungseinrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Feststellungsmittel (19,21,17) dazu eingerichtet sind, Änderungen in Befehlssignalen festzustellen, die die Form von Datenterminal-Bereitschaftssignalen (DTB) haben.
16. Datenübermittlungseinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die die Ein-/Ausgangs-Zuord-nung darstellenden Codesignale in binärer Form vorliegen und dass die Mittel (37) zum Speichern des einen von mehreren Codesignalen dazu eingerichtet sind, das gespeicherte Codesignal jeweils um ein Bit zu ändern, wenn Ein-/ Ausgänge zu inaktivieren sind, und auf ein Codesignal überzugehen, das anzeigt, dass allen Ein-/Ausgängen Übermittlungskapazität zugeteilt ist, wenn Ein-/Ausgänge zu aktivieren sind.
Modems für digitale Daten für die Anordnung zwischen Datenverarbeitungseinrichtungen und den beiden Enden einer Übermittlungsleitung, z.B. einer Telefonleitung, sind bekannt. Bekannt sind auch Modems mit mehreren Ein-/Ausgängen, die eine Mehrzahl von Kanälen zum Anschluss an eine entsprechende Mehrzahl von Kanälen der zugeordne2
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ten Datenverarbeitungseinrichtung zur Verfügung stellen. Durch Multiplexen wird die Mehrkanal-Information über eine einzelne Leitung übertragen. Das Multiplexen erfolgt normalerweise durch Zeitmultiplex (TDM), wobei die Kanäle Bit für Bit ineinandergeschachtelt werden. Selbstverständlich sind verschiedene Multiplex-Verfahren bekannt und könnten im Zusammenhang mit der Erfindung angewandt werden.
Für die Herstellung einer Verbindung über eine Übermittlungsleitung zwischen Modems ist es bekannt, eine Folge von Verbindungsherstellungssignalen zu erzeugen. Diese Signale können anzeigen, wann eine Datenquelle tatsächlich Daten übermitteln will oder einen übermittlungsbereiten Kanal zur Verfügung haben will. Ein Beispiel für die erste Möglichkeit sind Sendebefehlssignale oder Sendebereitschaftsignale (RTS). Ein Beispiel für die zweite Möglichkeit sind Datenterminal-Bereitschaftssignale (DTR) oder (DSR). Sendebefehlssignale sind nur so lange vorhanden, als eine Übermittlung vor sich geht, während Datenterminal-Bereitschaftssignale während der ganzen Zeit vorhanden sind, in der die Datenquelle in Informationsaustausch mit einer Einrichtung wie z.B. einem zentralen Prozessrechner (CPU) steht. Bekannt ist auch die Erzeugung von Datenträger-Feststellungssignalen (DCD) und Empfangsleitungs-Signalfeststellungssignalen (RLSD). Bekannt ist nicht nur die Erzeugung von DCD bei Auftreten eines Datenträgers von einem in Verbindung stehenden Modem, sondern auch die Tiefschaltung von DCD bei Empfang eines codierten inversen RTS-Signals (RTS). Ein handelsübliches Modem, das die vorstehend beschriebenen Signale verwendet, ist das Modem «Milgo 96 MM». Diese Signale können im Zusammenhang mit der Erfindung vorteilhaft verwendet werden.
Bekannte Modems mit mehreren Ein-/Ausgängen enthalten die nötigen Schaltungen zum Umschalten zwischen verschiedenen Ein-/Ausgangsverteilungen in Abhängigkeit von Steuerung, die von einer Bedienungsperson manuell eingestellt werden. Eine solche Kanalzuteilung oder Änderung der Ein-/Ausgangsverteilung ist nützlich, wenn sich die Datenverkehrsmuster relativ selten und in bekannter Weise ändern. Es ist dann möglich, einen Betriebsart-Umschaltplan aufzustellen, der von Zeit zu Zeit die Tätigkeit der Bedienungsperson für die Bewirkung von Betriebsart-Änderungen erfordert. Selbstverständlich müssen die Tätigkeiten von zwei Bedienungspersonen, von denen jede je ein Modem an jedem Ende der Übermittlungsleitung einstellt, koordiniert werden. Um eine bessere Ausnutzung der teuren Telefonkanäle zu ermöglichen, wäre es wünschbar, Mittel zur "dynamischen Änderung der Ein-/Ausgangsverteilung zur Verfügung zu haben, mittels derer die Datenverarbeitungseinrichtung und das Modem zur schnellen und automatischen Änderung der Ein-/Ausgangsverteilung ohne die Tätigkeit einer Bedienungsperson zusammenarbeiten.
Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, die Änderung der Ein-/Ausgangs-Zuordnung in einem Modem ohne manuelle Tätigkeit zu ermöglichen.
Die Aufgabe wird mit der im Patentanspruch 1 definierten Datenübermittlungseinrichtung gelöst.
Wenn eine zugeordnete Einrichtung mit Daten-Ein-/Ausgängen, die mit den Ein-/Ausgängen des Daten-Modems verbunden sind, eine Änderung der Ein-/Ausgangs-(Kanal)Zuordnung verlangt, wird der entsprechende Befehl festgestellt. Er kann festgehalten werden, und eine Anzeige davon kann über eine Übermittlungsleitung übermittelt werden, um als Ein-/Ausgangs-Neuzuordnungsbefehl in einem zweiten Modem zu dienen. Vorzugsweise nach einer geeigneten Zeitverzögerung, die dem zweiten Modem gestattet, auf die verlangte Ein-/Ausgangs-Zuordnung umzuschalten, kann dann das erste Modem, dem ursprünglich der Ein-/Aus-gangs-Neuzuordnungsbefehl von der zugeordneten Einrichtung zugeführt wurde, auf die neue Ein-/Ausgangs-Zuordnung umschalten. Das Datenmodem bzw. der Multiplexer an demjenigen Ende der Leitung, von welchem der Befehl für eine neue Ein-/Ausgangs-Zuordnung ausgeht, wird als steuernde Station bezeichnet, während das Multiplexermodem am anderen Ende der Leitung die gesteuerte Station ist. Die Umschaltung der Betriebsart bzw. Ein-/Ausgangs-Zuordnung erfolgt bedarfsabhängig, so dass, wenn eine Datenquelle keine Übermittlungskapazität verlangt, die betreffende Übermittlungskapazität den aktiven Datenquellen zugeteilt werden kann.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnungen erläutert.
Fig. 1 ist ein vereinfachtes Blockschema einer Anlage mit Datenübermittlungseinrichtungen gemäss der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung.
Fig. 2 ist ein Blockschema einer Kanalzuteilungsschaltung.
Fig. 3 illustriert die Ein-/Ausgangs-Zuordnungs-Wahlfolge in der bevorzugten Einrichtung.
Fig. 4 zeigt im Form eines Flussdiagramms die Tätigkeit der Einrichtung beim Inaktivieren von Kanälen.
Fig. 5 zeigt die Tätigkeit der Einrichtung beim Aktivieren von bis dahin inaktiven Kanälen.
Fig. 6 zeigt in allgemeiner Form ein Blockschema einer Ein-/Ausgangs-Zuordnungs-Wahlschaltung in der bevorzugten Einrichtung.
Fig. 7 ist ein Schema einer Ein-/Ausgangs-Zuordnungs-Wahlschaltung, die sowohl in der steuernden Station als auch in der gesteuerten Station Verwendung finden kann.
In Fig. 1 sind zwei Modems (Modulations- und Demodu-lationseinrichtungen) 11 und 13 dargestellt, die über eine Übermittlungsleitung 15 miteinander in Verbindung stehen. An jedes der Modems 11 und 13 ist jeweils eine Datenverarbeitungseinrichtung angeschlossen, z.B. ein zentraler Prozessrechner, ein Datenterminal oder ein anderes peripheres Gerät. Beispielsweise ist das Modem 11 mit mehreren Ein-/ Ausgängen 16 eines zentralen Prozessrechners 12 verbunden, während das Modem 13 mit mehreren Ein-/ Ausgängen von Datenterminal-Ausrüstungen 14 verbunden ist.
Mehrere Ein-/Ausgänge aufweisende Modems, in denen mehrere Kanäle, welche von zugeordneten Datenverarbeitungseinrichtungen ausgehen, nach einem Multiplexverfahren für die Übermittlung über eine Leitung miteinander kombiniert werden, sind bekannt. Beispielsweise kann ein Modem vier Ein-/Ausgänge zusammenfassen, über welche je 2400 Bits pro Sekunde übertragen werden, womit sich insgesamt eine Datenfrequenz von 9600 Bits pro Sekunde ergibt. Im anderen an die Übermittlungsleitung angeschlossenen Modem werden dann die Informationen der einzelnen Kanäle wieder getrennt. Normalerweise enthält die Übermittlungsanlage eine Vierdrahtleitung für die gleichzeitige Übermittlung in beiden Richtungen, wobei Multiplexer und Ent-multiplexer an beiden Enden der Leitung vorhanden sind.
In der Praxis ist es oft wünschbar, die Verteilung der Kanäle bzw. der Ein-/Ausgänge neu zu ordnen. Wenn bei-spielsweie in einer Einrichtung mit vier Ein-/Ausgängen in einem gegebenen Zeitpunkt zwei Kanäle nicht für die Übermittlung von Daten benötigt werden, ist es wünschbar, diese beiden Kanäle auszuschalten bzw. die von denselben beanspruchte Bandbreite den Kanälen zuzuteilen, über welche aktiv übermittelt wird. In dieser Weise kann die Übermittlungsleitung besser ausgenutzt werden.
Wie schon angedeutet, enthalten bekannte Modems mit mehreren Ein-/Ausgängen die nötigen Schaltungen zum Umschalten zwischen verschiedenen Ein-/Ausgangsverteilungen als Reaktion auf manuell eingegebene Befehle. Ein typisches Verfahren zum Codieren der Daten in einem mehrere
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Ein-/Ausgänge aufweisenden Sender ist in Fig. 2 dargestellt. Diese Fig. 2 ist zwar etwas vereinfacht; der Fachmann wird jedoch die Ausbildung der Schaltung ohne weiteres verstehen.
Gemäss Fig. 2 wird die Bandbreitenzuteilung in einer Vierkanal-Anlage durch eine Takt-Auswahlschaltung 101 festgelegt, die die Taktsignale auswählt, welche jeder von vier Multiplex-Entmultiplex-Schaltungen 103 zugeführt werden. Die Takt-Auswahlschaltung 101 ist von einem Taktsignalgenerator 105 gespeist und enthält Frequenzteiler und logische Schaltungen, um vier geteilte Taktsignale zu erzeugen, die in einer zyklischen, vierphasigen Taktsignalfolge ®i, O2, <I>3, d>4 ineinandergeschachtelt sind. Die Taktsignalphasen werden den Multiplex-Entmultiplex-Schaltungen 103 in Abhängigkeit von einem Befehlscode, der in bekannten Modems manuell eingestellt wurde, selektiv zugeführt. Die bezüglich einander phasenverschobenen Ausgangssignale der Schaltungen 103 werden durch ein ODER-Tor 104 zu einem Signal mit 9600 Bits pro Sekunde auf einer einzigen Leitung zusammen-gefasst. Das ODER-Tor 104 liefert dieses Signal mit 9600 Bits pro Sekunde zu einem Sender 106 des Modems, wo das Datensignal nach bekannten Verfahren moduliert wird.
Wenn beispeilsweise von vier Kanälen A, B, C, D nur die zwei Kanäle A und B für die Übermittlung von Daten benötigt werden, werden den Multiplexer-Schaltungen für diese Kanäle A und B zwei Taktsignalphasen zugeführt, womit die Datenfrequenz in diesen Kanälen A und B verdoppelt wird, während die beiden anderen Kanäle, C und D, inaktiv sind.
Eine mögliche Art der Verschachtelung der Datenbits bei verschiedenen Datenfrequenzen ist in der nachstehenden Tabelle A dargestellt.
Tabelle A
Fre- Be- Datenfrequenz in den Daten-Zusammenstel-quenz triebsart Kanälen lung
A B C D
9600
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- Ao,Bo,Al,Bl,A2,B2,A3 B3,A4,B4,A5,BS,A6,B6 AV,B7
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2400 Ao,Bo,Co,Do,Ai,Bi,Ci Dl,A2,B2,C2,D:,A.l,B3
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Bs
In der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird einem Modem 11, das als steuerndes Modem in einer Datenübermittlungsanlage arbeitet, ein Kanalverteilungs- oder Ein-/Ausgangsverteilungsbefehl in codierter Form von einer angeschlossenen Datenverarbeitungseinrichtung, beispielsweise dem zentralen Prozessrechner 12, zugeführt. Die gegenwärtige Ein-/Ausgangsverteilung wird von einem Code gesteuert, der in einem Betriebsart-Schieberegister 17 (oder einer anderen Speichereinrichtung) gespeichert ist. Der im Schieberegister 17 gespeicherte Code wählt die Ein-/Aus-gangsverteilung in gleicher Weise wie der in bekannten
Modems mit mehreren Ein-/Ausgängen manuell eingegebene Befehlscode. Eine Vergleichsschaltung 19 vergleicht laufend den vom Prozessrechner 12 zugeführten Ein-/Ausgangsvertei-lungsbefehl mit dem im Betriebsart-Schieberegister 17 gespeicherten. Wenn der Prozessrechner 12 eine andere als die im Schieberegister 17 gespeicherte Ein-/Ausgangsverteilung fordert, dann erzeugt die Vergleichsschaltung 19 Steuersignale für das Schieberegister, die einen neuen im Schieberegister 17 zu speichernden Betriebsart-Code anzeigen. Nach einer geeigneten Verzögerung durch eine Verzögerungsschaltung 21 dienen diese Steuersignale dazu, den im Schieberegister 17 gespeicherten Betriebsart-Code zu ändern und damit eine neue Ein-/Ausgangsverteilung im Modem 11 zu bewirken.
Die von der Verzögerungsschaltung 21 bewirkte Verzögerung hat den Zweck, eine genügende Zeitspanne zur Verfügung zu stellen, in der auch das zweite oder gesteuerte Modem 13 ansprechen und auf eine Ein-/Ausgangsverteilung umschalten kann, die der neu befohlenen Ein-/Ausgangsverteilung im steuernden Modem 11 entspricht. In dieser Zeitspanne sendet das steuernde Modem 11 an das gesteuerte Modem 13 Signale, die von Modem 13 als übermittelter Ein-/Ausgangsverteilungsbefehl interpretiert werden. Mit Einrichtungen, die ähnlich wie diejenigen im steuernden Modem 11 funktionieren, wird dann die Ein-/Ausgangsverteilung auch im gesteuerten Modem 13 umgeschaltet. Im einzelnen stellt eine Vergleichsschaltung 23 den neuen Ein-/Ausgangsverteilungsbefehl fest, indem sie den Befehlscode mit dem in einem Schieberegister 25 gespeicherten Code vergleicht. Die Vergleichsschaltung 23 erzeugt Steuersignale für das Schieberegister, die nach einer geeigneten Verzögerung den im Schieberegister 25 gespeicherten Betriebsart-Code ändern, um die Ein-/Ausgangsverteilung im Modem 13 zu ändern.
Die anhand der Fig. 1 beschriebenen Einrichtungen sind vorzugsweise so ausgebildet, dass sich eine Kanal-Prioritätsordnung und eine vorbestimmte Neuverteilungs-Reihenfolge ergeben, womit die Schaltungen vereinfacht und bestehende Ordnungen im Modem ausgenutzt werden können. Die Reihenfolge, in der die Ein-/Ausgangsverteilungen bzw. Betriebsarten gewählt werden, entspricht dabei vorzugsweise der in Fig. 3 und der nachstehenden Tabelle I dargestellten.
Tabelle I
Frequenz Kanalanforderung Betriebsart Ein-/Ausgangsverteilung
A
B
c
D
A
B
C
D
9600
1
X
X
1
3
24
24
24
24
9600
1
X
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0
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24
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0
4 oder 2
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9600
1
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X
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X
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X
X
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4800
1
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In der Tabelle I sind als Beispiel verschiedene Ein-/Ausgangsverteilungen mit verschiedenen Datenfrequenzen dargestellt. Für die nachfolgende Beschreibung ist als Beispiel die Datenfrequenz 9600 Bits pro Sekunde gewählt worden. Die Tabelle gibt die Kanalanforderung bzw. den Betriebsart-Code an, der aus vier Bits besteht, welche den vier Ein-/Ausgängen oder Kanälen A, B, C und D zugeordnet sind. Der Code besteht aus « 1 », «0» und «gleichgültig», letzteres durch das Zeichen «X» dargestellt. Die einem Betriebsart-Code ent5
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sprechende Ein-/Ausgangsverteilung ist jeweils in der gleichen Zeile wie der Betriebsart-Code angegeben. Zusätzlich ist jeder Betriebsart willkürlich jeweils eine der Zahlen 1 bis 5 zugeordnet.
Gemäss Tabelle I werden in der Betriebsart 3 auf jedem der Kanäle A, B, C und D Daten mit 2400 Bit pro Sekunde übermittelt. In der Betriebsart 5 ist der Kanal D weggefallen, wie durch die «0» in der Spalte «D» des Betriebsart-Codes angegeben. Die Kanäle B und C übermitteln 2400 Bit pro Sekunde, während der Kanal A mit 4800 Bits pro Sekunde arbeitet. Wenn nur die Kanäle A und B in Betrieb sind, kann eine der beiden Betriebsarten 4 oder 2 gewählt werden. In der Betriebsart 4 arbeiten die Kanäle A und B mit 7200 bzw. 2400 Bits pro Sekunde, und in der Betriebsart 2 arbeiten sie bei mit jeweils 4800 Bits pro Sekunde. In der Betriebsart 1 zeigt der Betriebsart-Code an, dass nur der Kanal A arbeiten soll, und dieser Kanal A arbeitet dann mit 9600 Bits pro Sekunde.
Gemäss Tabelle I sind also den Kanälen Prioritäten zugeordnet, die vom Kanal A zum Kanal D abnehmen. Der Kanal mit der niedrigsten Priorität, der noch in Betrieb ist, diktiert die Betriebsart. Beispielsweise hängt die Wahl der Betriebsart 3 nur davon ab, ob der Kanal D arbeitet oder nicht, nicht aber davon, ob die Kanäle B und C als arbeitend angezeigt sind oder nicht. Der Kanal A ist der Kanal mit der ersten Priorität, in ihm nimmt die Datenfrequenz ständig zu, wenn andere Kanäle wegfallen.
Wie schon angedeutet, werden in den automatischen Einrichtungen zur Ein-/Ausgängsverteilung zweckmässig die von einem neu zugeführten Befehlscode verlangten Kanäle mit den vorhandenen Kanalaktivierungssignalen verglichen. Wenn Ein-/Ausgänge hinzugefügt oder weggelassen werden müssen, werden Steuersignale erzeugt, die das entfernte (gesteuerte) Modem veranlassen, in der gleichen Weise umzuschalten wie das lokale (steuernde) Modem. Beide Modem werden so gesteuert, dass sie die verschiedenen Betriebsarten in der gleichen Reihenfolge durchlaufen, um zu der richtigen Ein-/Ausgangsverteilung zu gelangen. In der bevorzugten Ausführungsform wird die Reihenfolge nach dem in Fig. 3 gezeigten Plan festgelegt. Nach diesem Plan kann ein Modem, das in einer der Betriebsarten 5,4/2 oder 1 arbeitet, einfach die nötigen Kanäle hinzufügen, um direkt zur Betriebsart 3 zurückzukehren. Um jedoch in der Reihenfolge nach oben zu einer anderen der Betriebsarten zu gelangen, beispielsweise von der Betriebsart 1 zur Betriebsart 5, muss zunächst zur Betriebsart 3 zurückgekehrt werden, bevor die Betriebsart 5 erreicht werden kann. Auch ist es beim Durchlaufen der Reihenfolge von oben nach unten, d.h. beim Umschalten von einer höheren Betriebsart auf eine niedrigere Betriebsart, unerlässlich, allfällige Zwischen-Betriebsarten zu durchlaufen. Dieser Umschaltplan ist vorteilhaft, weil er eine Vereinfachung der Informationsübermittlung ermöglicht, die für das Bewirken von Betriebsart-Änderungen im gesteuerten oder entfernten Modem erforderlich ist.
Diese Informationsübermittlung verwendet einen Ausfall eines Datenträgerfeststellungssignals im gesteuerten Modem, um das Wegfallenlassen eines Kanals im gesteuerten Modem zu bewirken. Nach dem schon erläuterten Plan ist es immer der Ein-/Ausgang mit letzter Priorität, der bestimmt, wann ein Kanal wegfallen soll. Da ein einmal weggefallener Kanal überhaupt nicht mehr benutzt wird, gibt es keinen einfachen Weg zum direkten Zurückkehren zu einer Betriebsart, in der dieser Kanal aktiv ist, weil die Zeitintervalle für diesen Kanal anderweitig zugeteilt worden sind.
Daher kehren die Ein-/Ausgangsverteilungs-Einrichtun-gen, wenn ein Kanal wieder aktiviert werden soll, in der bevorzugten Ausführungsform stets zur Betriebsart 3 zurück, in welcher alle Kanäle aktiv sind, und lassen dann die nicht benötigten Kanäle wieder wegfallen, bis die gewünschte
Betriebsart erreicht ist. Da der Kanal A stets aktiv ist, wird ein Ausfall des Datenträgerfeststellungssignals für diesen Kanal zum Darstellen und Auslösen einer Rückkehr zur höchsten Betriebsart, der Betriebsart 3, verwendet. Von der Betriebsart 3 ausgehend werden dann Ausfälle der Datenträgerfeststellungssignale anderer Kanäle zum weiteren Umschalten bis zur gewünschten Betriebsart verwendet.
Ein Beispiel der eben beschriebenen Umschaltordnung ist in den Fig. 4 und 5 dargestellt. In diesem Beispiel wird das Signal «DTB» (= «Datenterminal bereit») als Befehlscode im steuernden Modem verwendet, das anfänglich auf die Betriebsart 3 eingestellt ist und dann zur Betriebsart 1 und danach zur Betriebsart 5 übergeht.
Fig. 4 illustriert das Wegfallenlassen von Kanälen von der Betriebsart 3 zur Betriebsart 1. Anfänglich ist das steuernde Modem in der normalen Ruhe-Betriebsart 3, in welcher gemäss Tabelle I die Signale «DTB» für die Kanäle A und D logische 1 sind. Ähnlich ist auch das gesteuerte Modem in der Ruhe-Betriebsart 3, wobei die Datenträgerfeststellungssignale der Kanäle A und D logische 1 sind. Ein Übergang zur Betriebsart 1 wird vom steuernden Modem eingeleitet, wenn die Signale «DTB» für die Kanäle B, C und D gleichzeitig auf Null gehen. Zunächst erfolgt eine Verzögerung von 200 ms, während welcher der Ausfall der Datenträgerfeststellungssignale der Kanäle B, C und D zum gesteuerten Modem übermittel wird. Im gesteuerten Modem ergibt sich eine Verzögerung von 100 ms für die Feststellung des Ausfalls der Datenträgerfeststellungssignale und Auslösung der Umschal-tung auf die Betriebsarten 5 und 4 und schliesslich zur Betriebsart 1. Die Zwischen-Betriebsarten, im Beispiel 5 und 4, werden vorzugweise rasch durchlaufen, wie durch die Zeitangaben 0,416 ms in Fig. 4 angedeutet. Wegen der grösseren Verzögerung im steuernden Modem erreicht das gesteuerte Modem die Betriebsart 1 vor der Umschaltung des steuernden Modems zur Betriebsart 1. In dieser Weise ist sichergestellt, dass das gesteuerte Modem rechtzeitig für den Betrieb in der neuen Betriebsart des steuernden Modems bereit ist. In gleicher Weise kann jede gewünschte Anzahl von Ein-/Ausgängen wegfallen gelassen werden. Wenn das steuernde Modem bis zur Betriebsart 1 zurückgeschaltet, wird danach die normale Datenübermitlung auf dem einzigen Kanal A mit 9600 Bits pro Sekunde aufgenommen.
Fig. 5 illustriert das Hinzufügen von Kanälen beim Umschalten von der Betriebsart 1, in der nur der Kanal A arbeitet, zur Betriebsart 5, in der die Kanäle A, B und C arbeiten. Anfänglich ist das steuernde Modem in der Betriebsart 1, wobei das Signal «DTB» für den Kanal A positiv ist. Ähnlich ist auch das gesteuerte Modem in der Betriebsart 1, wobei das Datenträgerfeststellungssignal für den Kanal A positiv ist. Der Übergang zur Betriebsart 5 wird ausgelöst, wenn die Signale «DTB» für die Kanäle B und C eingeschaltet werden. Damit beginnt die Verzögerungszeit von etwa 200 ms, während welcher das steuernde Modem an das gesteuerte Modem nur «Zeichen» sendet, womit angezeigt wird, dass das Datenträgerfeststellungssignal für den Kanal A ausgefallen ist. Mit der Feststellung dieses Ausfalls beginnt im gesteuerten Modem die Verzögerungszeit von 100 ms, während welcher das gesteuerte Modem zur Betriebsart 3 umschaltet, in der alle vier Kanäle arbeiten. Wieder erreicht wegen der unterschiedlichen Verzögerungszeiten das gesteuerte Modem die Betriebsart 3 vor dem steuernden Modem.
Nachdem das steuernde Modem die Betriebsart 3 erreicht hat, stellt es fest, dass diese Betriebsart 3 noch nicht die Richtige ist, da das Signal «DTB» für den Kanal D tief ist.
Danach wird im wesentlichen in der in Fig. 4 dargestellten Weise vorgegangen, um den Kanal D wegzulassen und zur Betriebsart 5 zu gelangen. An das gesteuerte Modem wird der Ausfall des Datenträgerfeststellungssignals für den Kanal D
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übermittelt, worauf das gesteuerte Modem nach Verzögerung auf die Betriebsart 5 umschaltet. Im steuernden Modem ist die Verzögerung grösser, so dass das steuernde Modem nach dem gesteuerten Modem auf die Betriebsart 5 umschaltet und dann die normale Datenübermittlung mit 4800 Bit pro Sekunde über den Kanal A, mit 2400 Bits pro Sekunde über den Kanal B und mit 2400 Bits pro Sekunde über den Kanal C aufnimmt. Fig. 5 zeigt also, wie zum Hinzufügen von Ein-/Ausgängen zunächst zu der Betriebsart zurückgekehrt wird, in der alle Kanäle aktiv sind.
Nach der vorstehenden Beschreibung werden das Signal «DTB» und das Datenträgerfeststellungssignal verwendet, weil diese Signale bei der Übermittlung zwischen Modems sehr oft ohnehin benutzt werden. Die dem steuernden und dem gesteuerten Modem zugeführten Betriebsarten-Codes könnten aber auch durch andere Signale dargestellt werden. Beispielsweise könnte im steuernden Modem für die Angabe des Betriebsart-Codes anstelle des Signals «DTB» ebensogut ein Signal «Sendeanforderung» verwendet werden.
Wie schon erwähnt, kann mit einem Anforderungssignal angezeigt werden, wann eine Datenquelle tatsächlich Daten übermitteln will oder einen Kanal für die Übermittlung zur Verfügung haben will. Ein für die erstgenannte Anzeige oft gebrauchtes Signal ist das Signal «Sendeanforderung». Für die zweite Anzeige wird oft das Signal «DTB» ( = «Datenterminal bereit») benutzt. Welches von diesen Signalen als Anforderungssignal von einer Datenquelle verwendet wird, hängt weitgehend von der Art der Datenquelle ab. Wenn die Datenquelle, z.B. ein Bandlesegerät, von derjenigen Art ist, welche Daten überwiegend in längeren Blöcken von einigen Minuten Dauer aussendet, die mit ebenfalls längeren Ruheperioden abwechseln, ist normalerweise das Signal «Sendeanforderung» als Anforderungssignal geeignet. Dieses Signal «Sendeanforderung» ist nur vorhanden, solange eine Übermittlung im Gange ist, und die Verwendung des Signals «Sendeanforderung» ermöglicht daher eine Neuzuteilung der benötigten Bandbreite in den Ruheperioden, während welcher die Datenquelle keine Daten abgibt und das Signal «Sendeanforderung» nicht vorhanden ist.
Dieses Vorgehen ist jedoch in der Regel nicht das geeignete, wenn die Datenquelle eine solche ist, die mit einem anderen Gerät in aktivem Datenaustausch steht, z.B. ein Datenverarbeitungsterminal ; denn eine solche Quelle schaltet oft rasch zwischen Datenaussendung und Ruhe um, und das dadurch bewirkte häufige Ändern der Betriebsart wäre nicht erwünscht. In diesem Fall ist das Anforderungssignal vorzugsweise ein Signal «DTB», welches während der ganzen Zeit vorhanden ist, in der die Datenquelle mit dem Gerät am gesteuerten Ende der Leitung, z.B. einem Prozessrechner, aktiv in Verbindung steht. Eine Neuverteilung der Bandbreite wird dann nur auftreten, wenn die Datenquelle das Signal «DTB» ausschaltet, weil sie die Verbindung mit dem Prozessrechner nicht mehr aufrechterhalten will.
Wie schon erwähnt, ist es nicht nur bekannt, ein Datenträgerfeststellungssignal zu erzeugen, wenn ein Datenträger vom steuernden Modem auftritt, sondern auch, das Datenträgerfeststellungssignal auszuschalten, wenn eine codierte Sendeanforderung empfangen wird. Ein gebräuchliches Format für die codierte Sendeanforderung ist eine Reihe von lauter 1 während einer vorbestimmten Zeitspanne, die im Fall der Kanäle B, C und D etwa 200 ms betragen kann. Es ist jedoch auch möglich, der codierten Sendeanforderung ein spezifisches Code-Wort zuzusenden.
Das gesteuerte Modem stellt die codierte Sendeanforderung in den Kanälen B, C und D fest. Wie vorstehend beschrieben, wird die Wirkung verzögert, um eine zuverlässige Feststellung zu ermöglichen (weil sonst die Feststellung fälschlich als Folge einer längeren Reihe von lauter 1 getroffen werden könnte, die während der normalen Datenübermittlung auftritt).
Fig. 6 zeigt ein vereinfachtes Blockschema einer Schaltung zum Steuern der Ein-/Ausgangsverteilung in einem steuernden oder gesteuerten Modem in der vorstehend anhand der Fig. 3 bis 5 beschriebenen Weise. Die Schaltung enthält einen Grössenkomparator 31, zwei Zeitgeber 33 und 35 und ein die Betriebsart anzeigendes Schieberegister 37. Der Grössenkomparator 31 vergleicht die invertierten Kanalaktivierungssignale der Kanäle B, C und D, die vom die Betriebsart anzeigenden Schieberegister 37 geliefert werden, mit den invertierten Signalen «DTB» der betreffenden Ein-/Ausgänge im steuernden Modem bzw. mit den invertierten Datenträgerfeststellungssignalen der betreffenden Ein-/Ausgänge im gesteuerten Modem. Die Kanalaktivierungssignale werden durch Wandeln des am Schieberegisterausgang erscheinenden Codes in einer Decodierschaltung 36 erzeugt. Die Eingangssignale des Grössenkomparators 31 sind insgesamt mit X und mit Y bbzeichnet.
Die Beziehung zwischen X und Y zeigt die Art der erforderlichen Änderung der Kanalverteilung an. Wenn es beispielsweise erforderlich ist, von der Betriebsart 1 auf die Betriebsart 5 umzuschalten, liegt am X-Eingang das ABCD-Signal Olli, während am Y-Eingang das ABC D-Signal 0001 liegt. In diesem Fall, bei X > Y, wird in das Schieberegister 37 automatisch die Anzeige der Betriebsart 3 eingegeben. Das die Eingabe der Betriebsart 3 bewirkende Signal wird im Zeitgeber 35 verzögert; der Zeitgeber erzeugt die vorstehend anhand der Fig. 4 und 5 beschriebene Verzögerung. Wenn anderseits X kleiner als Y ist, dann folgt daraus, dass ein Kanal wegfallen soll. In diesem Fall wird das Schieberegister 37 einfach zum jeweils nächsten Betriebsart-Code weitergeschaltet, und zwar wiederum nach der geeigneten Verzögerung, die vom Zeitgeber 33 bewirkt wird. Wenn nach einem Schritt immer noch X < Y ist, wird das Schieberegister 37 wieder weitergeschaltet, um die nächste Betriebsart zu erreichen. Wenn schliesslich X = Y ist, ergibt sich ein Ruhezustand, in welchem die aktive Kanalverteilung der befohlenen Betriebsart entspricht. Die Bedeutung des Vergleiches besteht also darin, festzustellen, ob Kanäle hinzugefügt oder wegfallen gelassen werden sollen. Anstelle des Grössenkomparators 37 könnten selbstverständlich auch verschiedene andere logische Schaltungen verwendet werden, um anhand der Kanalaktivierungssignale und des Befehlscodes diese Feststellung zu treffen.
Fig. 7 zeigt ein detaillierteres Schema einer bevorzugten Schaltung, die sowohl in einem steuernden Modem als auch in einem gesteuerten Modem die Ein-/Ausgangsverteilung steuern kann. Die Umsteuerung für den Betrieb in einem steuernden oder einem gesteuerten Modem erfolgt mittels einer Umsteuereinrichtung, welche einen Multiplexer steuert, wie nachstehend im einzelnen beschrieben.
Beim Betrieb in einem steuernden Modem werden die Steuersignale, z.B. die Signale «DTB», von vier Ein-/Ausgängen einer Vier-Bit-Verriegelungseinrichtung 39 zugeführt. Der Inhalt dieser Verriegelungseinrichtung 39 wird über einen Multiplexer 41 einer auf das Signal für den Kanal letzter Priorität ansprechenden logischen Schaltung 43 und dann einem Komparator 45 zugeführt. Der Komparator vergleicht die Kanalaktivierungssignale an den X-Eingängen mit den Ausgangssignalen der logischen Schaltung 43 und liefert Steuersignale an einen Schiebe-Zeitgeber 47 oder einen Eingabe-Zeitgeber 49. Diese beiden Zeitgeber sind über einen Multiplexer 51 mit einem die Betriebsart anzeigenden Schieberegister 53 verbunden. Das im Ruhezustand bei X = Y auftretende Ausgangssignal des Komparators 45 wird einer Verriegelungs-Steuerung 55 zugeführt, die den Betrieb der Verriegelungseinrichtung 39 steuert.
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Eine Umsteuereinrichtung 57 dient dazu, die ganze Schaltung für den Betrieb in einem steuernden Modem oder für den Betrieb in einem gesteuerten Modem umzusteuern. In einem steuernden Modem wird der Multiplexer 41 veranlasst, die Ausgangssignale der Vier-Bit-Verriegelungseinrichtung 39 der logischen Schaltung 43 zuzuführen. In einem gesteuerten Modem führt der Multiplexer 41 der logischen Schaltung 43 die über eine Sammelleitung empfangenen Datenträgerfeststellungssignale «DFS» zu. Die Umsteuereinrichtung 57 sorgt auch dafür, dass im steuernden Modem der Multiplexer 51 die um 200 ms verzögerten Ausgangssignale des Schiebe-Zeit-gebers 47 und des Eingabe-Zeitgebers 49 dem Schieberegister 53 zuführt. Im gesteuerten Modem leitet der Multiplexer 51 dagegen die um 100 ms verzögerten Ausgangssignale dieser Zeitgeber weiter. Die Multiplexer, die von bekannter Art sind, enthalten gesteuerte Schalter bzw. Tore.
Im Betrieb in einem steuernden Modem tastet die Verriegelungseinrichtung 39 normalerweise die Eingangssignale in rascher Folge ab. Wenn jedoch eine Zustandsänderung festgestellt wird, so dass der Ruhezustandsausgang des Kompa-rators 45 nicht mehr X = Y anzeigt, dann steuert die Verriegelungs-Steuerung 55 die Verriegelungseinrichtung 39 so,
dass diese die neu befohlene Betriebsartanzeige verrriegelt und festhält.
Die Verriegelungs-Steuerung 55 enthält eine UND-Tor 59, ein invertierendes UND-Tor 61 und ein Verzögerungs-Flip-Flop 63. Dem UND-Tor 59 sind ein X ^ Y anzeigendes Eingangssignal und ein den Betrieb im steuernden Modem anzeigendes Eingangssignal zugeführt. Wenn diese beiden Eingangssignale auftreten, ist das Ausgangssignal des UND-Tores 59 hoch, und das Ausgangssignal des im Ruhezustand zurückgesetzten Flip-Flops 63 ist ebenfalls hoch. In diesem Fall liefert das invertierende UND-Tor 61 ein tiefes Ausgangssignal, das den Verriegelungszustand anzeigt und ein UND-Tor 65 für Abtast-Taktsignale sperrt. Wenn dagegen X = Y ist oder wenn die Schaltung nicht auf Betrieb in einem steuernden Modem eingestellt ist, ist das Ausgangssignal des UND-Tores 61 hoch und zeigt für die Verriegelungseinrichtung 39 den Abtast-Betriebszustand an.
Das Verzögerungs-Flip-Flop 63 dient zur Steuerung der Vorgänge bei der Umschaltung auf die Betriebsart 3. Für eine solche Umschaltung ändert das Signal «DTB» des Kanals A (es fällt gemäss vorstehender Beschreibung aus), um die erforderliche Information an das gesteuerte Modem zu übermitteln. Damit nun der Komparator 45 nicht einfach X # Y feststellt und das tiefe «DTB»-Signal des Kanals A festhält, wird das Flip-Flop 63 durch einen Eingabe-Befehl gesetzt und verhindert dann die Verriegelung, bis das «DTB»-Signal wieder seinen Ausgangszustand (hoch) annimmt. Gemäss F.ig. 7 werden dem Flip-Flop 63 zu diesem Zweck Taktsignale mit der Baud-Frequenz zugeführt und wird seinem D-Eingang der Eingabe-Befehl und seinem Rücksetzeingang das Signal «DTB» des Kanals A zugeführt.
Die Verriegelungseinrichtung 39 hat also die Aufgabe, alle Unterbrechungen und Änderungen der Eingangssignale jeweils zu verhindern, bis die Schaltung zur Steuerung der Ein-/Ausgangsverteilung alle vorangehenden Änderungen vollständig verarbeitet hat. In dieser Weise werden die nötigen Steuersignale erzeugt und das gesteuerte Modem übermittelt und dort befolgt, bevor spätere Befehle für neue Ein-/Ausgangsverteilungen zur Wirkung kommen können.
Der vom Multiplexer 41 ausgewählte Code wird dann der auf das Signal für den Kanal letzter Priorität ansprechenden logischen Schaltung 43 zugeführt, in welcher das Signal für den Kanal letzter Priorität in dem Sinne Vorrang erhält, als es die Signale für die Kanäle höherer Prioritäten in den aktiven Zustand bringt. Dadurch werden im wesentlichen die «gleich-gültig»-Zustände in der Tabelle I aufgefüllt. Die den Kanal A
betreffende Information wird von der logischen Schaltung 43 nicht beeinflusst. Die Arbeitsweise und damit die Struktur der logischen Schaltung 43 ergeben sich aus der nachstehenden Tabelle II.
Tabelle II
Eingang Ausgang
(Sendeanforderung/Daten- (zum Komparator)*
trägerfeststellung)*
A
B
c
D
A
B
c
D
A
X
X
0
A
0
0
0
A
X
0
1
A
0
0
1
A
0
1
1
A
0
1
1
A
1
1
1
A
1
1
1
* invertierte Logik!
Wie schon erwähnt liefert der Grössen-Komparator 45, der ein handelsüblicher Digitalkomparator sein kann, Ausgangssignale für X > Y, X < Y und X = Y. Das Ausgangssignal X = Y zeigt an, dass eine befohlene Kanalverteilung gleich der Kanalverteilung ist, mit der eben gearbeitet wird. Dieses Ruhezustands- oder X = Y-Ausgangssignal des Kom-parators 45 steuert die Verriegelungs-Steuerung 55. Wenn X ¥* ist, wird die Verriegelung eingeleitet. Das bei X < Y auftretende Ausgangssignal wird dem Schiebe-Zeitgeber 47 zugeführt, der nach einer vom Multiplexer 51 in der beschriebenen Weise ausgewählten Verzögerungszeit einen Schiebe-Befehl an das Schieberegister 53 liefert. Das bei X > Y auftretende Ausgangssignal wird dem Eingabe-Zeitgeber 49 zugeführt, und dieser bewirkt nach Ablauf der vom Multiplexer 51 gewählten Verzögerungszeit die Eingabe des Codes für die Betriebsart 3 in das Schieberegister 53. Der Schiebe-Zeit-geber und der Eingabe-Zeitgeber können handelsübliche Zählerschaltungen sein.
Nach dem Empfang eines Schiebe-Befehls vom Schiebe-Zeitgeber 47 ändert das Schieberegister 53 seine Ausgangszustände in rascher Folge, bis der Kompartor 45 Gleichheit feststellt. Diese logische Funktion ist in Fig. 7 durch ein UND-Tor 50 dargestellt, das als Reaktion auf das Schiebe-Signal vom Zeitgeber 47 dem Schieberegister 53 Taktsignale zuführt, bis der Komparator 45 das Ruhezustands-Ausgangs-signal abgibt. Wenn nach der Eingabe der Betriebsart 3 keine Gleichheit X = Y vorhanden ist, erscheint das Ausgangssignal für X < Y, welches das eben beschriebene Schieben des Schieberegisters bewirkt.
Wenn das Schieberegister 53 nicht im Schiebe- oder Eingabezustand ist, dann hält es einfach die jeweils vorliegende Betriebsartanzeige an seinen Ausgängen fest. Die Betriebsartanzeige kann einer umsteuerbaren Einrichtung zugeführt werden, die zwischen der Betriebsart 2 und der Betriebsart 4 wählt.
Zusammenfassend ist somit festzustellen, dass im Betrieb in einem steuernden Modem, wenn eine neue Kanalverteilung befohlen wird, der Komparator 45 entweder einen Schiebe-Befehl oder einen Eingabe-Befehl abgibt. Diese Befehle werden durch die Zeitgeber 47 bzw. 49 verzögert. Während der Verzögerungszeit werden Signale über den Kanal zum gesteuerten Modem übermittelt. Im einzelnen, wenn Kanäle wegfallen gelassen werden sollen, wird dies am Ausgang der Vier-Bit-Verriegelungseinrichtung 39 festgestellt und wird der entsprechende Befehlscode übermittelt. Die Ausgangssignale der Verriegelungseinrichtung werden über Leitungen 40 einer Einrichtung zum Aussenden des Befehlscodes zugeführt, welche Einrichtung von bekannter Art sein kann. Wenn die Betriebsart 3 eingegeben werden soll, dann
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wird der entsprechende Befehl nach Feststellung der Eingabe-Anzeige vom Komparator 45 auf einer Leitung 42 zum gesteuertem Modem übermittelt. Am Ende der vom Zeitgeber 47 bzw. 49 festgelegten Verzögerungszeit wird der Schiebe-Befehl bzw. der Eingabe-Befehl zum Schieberegister 53 weitergeleitet. Die vom Schieberegister angegebene Betriebsart wird dann zum Komparator 45 zurückgeführt, der feststellt, ob eine weitere Änderung des Schieberegisterinhaltes erforderlich ist oder ob Gleichheit X = Y erreicht worden ist.
Im Betrieb in einem gesteuerten Modem ist die Verriegelungseinrichtung 39 vom Multiplexer 41 ausgeschaltet. Die Wirkungsweise ist im übrigen gleich, mit der Ausnahme, dass der logischen Schaltung 43 und dem Komparator 45 die Datenträgerfeststellungssignale «DFS» zugeführt sind. Der Zeitgeber-Multiplexer 51 wählt die kürzere Verzögerungszeit, und ein durch das Datenträgerfeststellungssignal dargestellter Befehl muss während der Dauer eines Zeitgeberzyklus vorhanden sein, damit die Schaltung anspricht.
Anstelle des beschriebenen könnten auch andere Verfahren angewandt werden, um die Umschaltung der Kanalverteilung im physisch getrennten Modems zu synchronisieren. In einem derartigen Verfahren könnte beispielsweise für die Übermittlung der Synchronisierungsformation ein mit Fre-quenztastung arbeitender Sekundärkanal oder ein vollständig
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unabhängiger Datenübermittlungsweg verwendet werden. Ein solcher unabhängiger Datenübermittlungsweg könnte innerhalb der Datenübermittlungseinrichtungen oder in externen Geräten vorgesehen werden.
5 In einem anderen Verfahren könnte die Synchronisierung zweier Modems von einer Benutzer bewirkt werden, indem dieser eine Umschaltung der Ein-Ausgangsverteilung zu vorbestimmten Zeiten jeweils gleichzeitig für beide Modems befiehlt. Beispielsweise können am Ende des Tages die den 10 einzelnen, physisch getrennten Modems zugeordneten Einrichtungen, wie Computer oder Datenterminals, einen vorbestimmten Kanal für die spezifische Informationsübermittlung zur Verfügung stellen. Da in jeder Station die das Modem steuernde Einrichtung eine Steuertaktsignalquelle aufweist, 15 ist die Synchronisierung nach diesen Steuertaktsignalquellen eine einfache Sache. Wegen der synchron arbeitenden Steuertaktsignalquellen in allen Stationen ist keine Signalübermittlung von einem Modem zu einem anderen erforderlich. Die Modems können vielmehr so geschaltet sein, dass sie die von 20 den Datenterminalausrüstungen zugeführten Befehle befolgen. In dieser Weise kann ein Benutzer eine direkte Steuerung der Ein-/Ausgangsverteilung nach Programmen bewirken, indem er seine eigenen Synchronisierungscodes liefert.
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3 Blatt Zeichnungen
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