CH642021A5 - Duennwandige kunststoff-flasche. - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine dünnwandige Kunst-stoff-Flasche, bei der zumindest der Wandabschnitt im Gegensatz zum Hals biaxial orientiert ist. Insbesondere bezieht sie sich auf solche Flaschen, die aufrecht stehen sollen.
Bisher sind für kohlensäurehaltige Getränke, gekühlte Getränke und dgl. Glasflaschen populär. Solche Glasflaschen führen jedoch aufgrund ihres Gewichts zu hohen Transportkosten und Unbequemlichkeiten bei der Handhabung.
Um diesen Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen, ist eine leichte, dünnwandige Flasche entwickelt worden, die durch Blasverformung aus einem Zwischenmaterial, das aus Kunststoff hergestellt wird, erhalten wird. Der Hauptabschnitt oder eigentliche Flaschenkörper ist zylindrisch, während der Boden nach unten kugelig ausgebaucht ist. Die durch Blasverformung hergestellte Flasche ist dadurch biaxial orientiert und kann die ausgezeichneten Eigenschaften und die Beständigkeit des Kunststoffs beibehalten, so dass eine solche Flasche, obgleich sie dünnwandig ist, hinsichtlich ihrer Festigkeit keine Probleme besitzt.
Allerdings bleibt eine solche Flasche, da ihr Boden nach unten kugelig ausgebaucht ist, nicht aufrecht stehen, wenn nicht ein gesondertes Hilfsfussteil verwendet wird. Der Einsatz eines solchen gesonderten Fussteils bedingt aber eine Erhöhung der Herstellungskosten und ein wenig schönes Aussehen der Flasche. Es wurden Versuche unternommen, einstückig ein vorspringendes Fussteil am Umfang der Flasche vorzusehen, jedoch kann in diesem Fall die Unterseite des Fussteils zu dünn werden und brechen, so dass der Boden der Flasche nicht die erforderliche Festigkeit besitzt.
Um dieses Problem zu überwinden, hat die Anmelderin Versucht, den Boden der Flasche radial einwärts nach oben verlaufen zu lassen, wodurch eine konische Erhebung oder Vertiefung entsteht, und am Umfangsabschnitt des Bodens 5 oder der Standfläche der Flasche Rippen auszubilden. Obgleich in diesem Fall der Boden ausreichend fest ist aufgrund der rippenförmigen, gewellten Ausbildung des Um-fangsabschnitts, tritt ein schwieriges Problem auf. Um dem Innendruck der Flasche widerstehen zu können, ist es erto forderlich, den Durchmesser des unteren Abschnitts der konischen Erhebung zu verkleinern, welcher untere Abschnitt den inneren Durchmesser der Standfläche der Flasche festlegt. Jedoch wird, wenn der Durchmasser des unteren Abschnitts verkleinert wird, die Standfestigkeit der Flasche be-15 einträchtigt, so dass die Flasche umzufallen droht, insbesondere wenn die Flasche leer ist, da dann ihr Schwerpunkt hoch liegt. Mit anderen Worten, falls diese Art einer Vertiefung nach innen am Flaschenboden vorgesehen ist, dann wird der ringförmige, vorstehende Abschnitt, der durch den 20 unteren oder Basisabschnitt der Vertiefung festgelegt wird, zur Standfläche der Flasche, so dass, wenn der Durchmesser dieses Abschnitts klein ist, die Flasche ihre Standfestigkeit verliert. Demgemäss hat es sich als schwierig erwiesen, wenn sich solche Flaschen auf einem Förderer befinden, um ge-25 füllt zu werden, dass sie ihre stabile, aufrechtstehende Stellung beibehalten.
Der Erfindung, wie sie in den Ansprüchen gekennzeichnet ist, liegt daher insbesondere die Aufgabe zugrunde, die Standfestigkeit von Kunststoff-Flaschen ohne Beeinträchtigung 3o der Druckfestigkeit zu erhöhen. Erfindungsgemäss ist eine ringförmige Standfläche mit einem grossen Durchmesser am Boden einer Kunststoff-Flasche vorgesehen, um ein stabiles Stehen der Flasche zu gewährleisten. Auch ist bei einer solchen Flasche eine solche Ausbildung vorgesehen, dass, wenn 35 die Flasche leer ist, ausschliesslich der Aussenumfangsab-schnitt des Flaschenbodens mit der Unterlage in Berührung steht, um dadurch eine stabile, aufrechtstehende Lage zu erhalten, und wenn die Flasche gefüllt ist, die gesamte Fläche des Bodens mit der Unterlage in Berührung kommt, 40 so dass sie ihre stabile, aufrechte Lage beibehält. Weiterhin wird durch die Erfindung eine Flasche bereitgestellt, die eine ringförmige Standfläche mit einem grossen Durchmesser am Boden aufweist und einwärts davon mit einer konischen Erhebung versehen ist, und zwar mit einem stufenförmigen 45 Abschnitt dazwischen, um eine grössere Festigkeit gegenüber dem Innendruck der Flasche zu erreichen.
Nachstehend ist die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen beispielsweise erläutert. Darin zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch eine dünnwandige Kunststoff-50 Flasche mit weggebrochenen Teilen nach einer Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 2 eine Ansicht der Flasche nach Fig. 1 von unten;
Fig. 3 einen Schnitt durch eine dünnwandige Kunststoff-Flasche mit weggebrochenen Teilen nach einer anderen 55 Ausführungsform der Erfindung;
Fig 4 eine Ansicht der Flasche nach Fig. 3 von unten;
Fig. 5 einen Schnitt durch eine dünnwandige Kunststoff-Flasche mit weggebrochenen Teilen nach wieder einer anderen Ausführungsform der Erfindung; und 60 Fig. 6 einen Teil des Schnitts nach Fig. 5 in vergrösserter Wiedergabe.
Es soll zunächst die erste Ausführungsform der Erfindung gemäss Fig. 1 und 2 erläutert werden. Die erfindungs-gemässe, dünnwandige Flasche 1 aus Kunststoff wird herge-65 stellt, indem zunächst ein Vorformling (Külbchen) aus Kunststoff durch Spritzguss hergestellt wird, der dann durch Blasverformung biaxial orientiert oder ausgerichtet wird. Als Kunststoff hat sich ein gesättigtes Polyesterharz am geeignet-
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sten erwiesen, jedoch sind auch andere Kunststoffe wie Polypropylen und Polyvinylchlorid hrauchbar. Der Hals 2 der Flasche 1 erfährt keine biaxiale Ausrichtung, d.h. er bleibt so wie im Vorformling. Der Hauptabschnitt oder eigentliche Flaschenkörper 3 und der Boden 4 sind biaxial ausgerichtet, um einen grossen Durchmesser zu erhalten.
Der Boden 4 verläuft einwärts nach oben unter Bildung einer konischen Erhebung oder Vertiefung 4a, die umfangs-seitig zu einer ringförmigen, inneren Standfläche 5 ausgebildet ist. Des weiteren ist eine Schrägfläche 3a zwischen dem unteren Teil des Hauptabschnittes 3 und demunteren Ende der Standfläche 5 vorgesehen. Über die gesamte Schrägfläche 3a hinweg sind mehrere Ausbauchungen 3 in gleichem Abstand! voneinander ausgebildet, die jeweils die Form einer länglichen, sich axial erstreckenden Mulde oder Hohlrippe aufweisen, wobei der untere Teil jeder Ausbauchung 6 eben ist, um eine äussere Standfläche 7 zu bilden. Die äusseren Standflächen 7 gehen kontinuierlich in die innere Standfläche 5 über und sind radial um die innere Standfläche 5 herum angeordnet, und zwar in einer Ebene, um einen stabilen, aufrechten Stand der Flasche zu erhalten.
Die konische Vertiefung 4a weist an ihrem untersten Abschnitt einen kleinen Durchmesser auf, so dass sie dem Innendruck der Flasche gut widerstehen kann. Da der untere Abschnitt oder die Basis der konischen Vertiefung 4a einen geringen Durchmesser aufweist, hat die um diese Basis ausgebildete, innere Standfläche 5 gleichfalls einen geringen Durchmesser; weil jedoch darum herum mehrere äussere Ausbauchungen 6, die die äussere Standfläche 7 bilden, vorgesehen sind, wird eine Standfläche mit einem grossen Durchmesser am Boden 4 der Flasche eingehalten. Dem-gemäss ist die Standfestigkeit der Flasche 1 sehr viel grösser als bei einer Flasche, die keine solche äussere Standfläche 7 aufweist.
Die Vielzahl der Ausbuchtungen 6 am unteren Teil des Hauptabschnittes 3 der Flasche 1 und die konische Vertiefung 4a am Flaschenboden 4 haben eine rippenartige Funktion, durch die die Flasche 1 eine hohe Festigkeit erhält. Desgleichen werden die Eigenschaften der Flasche 1 durch das biaxiale Ausrichten verbessert. Wenn die Flasche aus einem Polyesterharz geformt wird, findet beim Gebrauch kein Austreten von schädlichen Materialien, wie einem Lösungsmittel, statt, und ebenso entsteht kein schädliches Gas, wenn die weggeworfene Flasche verbrannt wird.
In Fig. 3 und 4 ist eine zweite Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Bei dieser Ausführungsform ist der untere Teil des Hauptabschnittes 3 der Flasche 1 nach unten hin einwärts gekrümmt, um einen gekrümmten Abschnitt 8 zu ergeben; ferner sind mehrere längliche, sich axial erstrek-kende, nach aussen gerichtete Ausbauchungen 9 an diesem gekrümmten Abschnitt 8 ausgeformt, wobei der Aussenum-fangsteil jeder Ausbauchung 9 etwas nach unten vorsteht, um eine Standfläche 10 zu bilden. Der Boden 4, in den das untere Ende des gekrümmten Abschnitts 8 kontinuierlich übergeht, erstreckt sich einwärts nach oben unter Bildung einer konischen Vertiefung 11, deren unteres Ende 12 in die darunter befindliche Standfläche 10 übergeht.
Auf diese Weise ist die Flasche 1 der zweiten Ausführungsform mit einer konischen Vertiefung 11 mit einem kleinen Durchmesser ausgebildet, so dass der Boden 4 der Flasche 1 eine grosse Festigkeit gegenüber dem Innendruck der Flasche 1 besitzt und ausserdem die Festigkeit (Steifigkeit) der konischen Vertiefung 11 erhöht ist. Obgleich die Vertiefung 11 damit einen geringen Durchmesser aufweist, ist der Abschnitt, mit dem die Flasche 1 die Unterlage berührt, wenn sie steht, ganz auf die Fläche 10 an dem Aus-senumfang des Flaschenbodens 4 beschränkt, so dass die Standfestigkeit der Flasche 1, wenn sie leer ist, vergrössert ist. Wenn die Flasche 1 leer ist, liegt ihr Schwerpunkt höher 5 als der der vollen Flasche 1, so dass, wenn die Innenumfangs-fläche des Flaschenbodens 4 als Standfläche dienen soll, die Flasche 1 dazu neigt, umzufallen, selbst wenn mur eine kleine Unebenheit an dem Platz, auf der die Flasche 1 steht, vorliegt. Diese Neigung wird jedoch verringert, wenn nur der io Aussenumfangsabschnitt des Flaschenbodens 4 mit dem Standplatz in Berührung kommen kann.
Obgleich fünf Ausbauchungen 9 im unteren Teil des Flaschenhauptabschnittes 3 bei der Ausführungsform nach Fig. 4 vorgesehen sind, kann jede geeignete Anzahl an Aus-15 bauchungen 9 vorgesehen sein. Auch ist es möglich, für jede Ausbauchung 9 zur Verstärkung eine Rippe oder Rippen auszubilden.
In Fig. 5 und 6 ist eine dritte Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Durch diese Ausführungsform soll die 20 Flasche 1 eine noch grössere Standfestigkeit erhalten, wenn sie leer ist. Der Boden 4 der dünnwandigen Flasche 1 erstreckt sich zum Inneren der Flasche 1 hin nach oben und das untere Ende desselben ist zu einem ringförmigen, flachen Streifen 13 ausgeformt. Des weiteren sind mehrere, läng-25 liehe, sich axial erstreckende, nach aussen vorspringende Ausbauchungen 14 in der Schrägfläche 3a am unteren Ende des Flaschenhauptabschnitts 3 ausgebildet, wobei das untere Ende jeder Ausbauchung 14 eine Standfläche 15 bildet. Die äussere Standfläche 15 ist etwas tiefer angeordnet als der 30 flache Streifen 13, und zwar mit einer Stufe dazwischen.
Der flache Streifen 13 ist höher angeordnet als die äussere Standfläche 15 und kommt mit der Unterlage nicht in Berührung, wenn die Flasche 1 leer ist. Sobald die Flasche 1 35 jedoch mit einer Flüssigkeit gefüllt wird, wird der Streifen 13 durch das Gewicht der Flüssigkeit entgegen seiner Federkraft nach unten in die gleiche Lage wie die äussere Standfläche 15 gedrückt und kommt dadurch mit der Unterlage in Berührung.
40 Demzufolge ist bei dieser Ausführungsform, da die konische Vertiefung 4a einen kleinen Durchmesser aufweist, eine grössere Festigkeit gegenüber dem Innendruck gegeben als bei einer Flasche, die eine Vertiefung mit einem grossen Durchmesser aufweist; weiterhin ist die Festigkeit oder 45 Steifigkeit dieser Vertiefung 4a durch eine ausreichende Ausrichtung vergrössert. Darüberhinaus ist, obgleich die konische Vertiefung 4a einen kleinen Durchmesser aufweist, die äussere Standfläche 15, mit der der Boden 4 der Flasche 1, wenn sie leer ist, mit dem Standplatz der Flasche 1 in 50 Berührung gebracht wird, sogar noch weiter aussen angeordnet als bei den vorstehenden Ausführungsformen, weil der ringförmige, flache Streifen 13 vorgesehen ist, so dass die aufrechstehende Lage der Flasche 1 noch mehr stabilisiert wird.
55 Wenn die Flasche 1 mit Flüssigkeit gefüllt ist, kommt der ringförmige, flache Streifen 13 mit dem Flaschenstandplatz in Berührung durch das Gewicht der Flüssigkeit unter Bildung einer ringförmigen, inneren Standfläche, so dass selbst dann, wenn die Flasche 1 aufrecht auf ein Schrank-60 fachbrett oder eine Absteilfläche, die aus einer Vielzahl von Kreuzstücken besteht, wie beispielsweise in einem Kühlschrank der Fall, keine Möglichkeit besteht, dass die Ausbauchungen 14 sich zwischen den Kreuzstücken verfangen, wodurch die Bequemlichkeit des Gebrauchs der Flasche er-65 halten bleibt.
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2 Blätter Zeichnungen
Claims (5)
1. Dünnwandige Kunststoff-Flasche, bei der zumindest der Wandabschnitt im Gegensatz zum Hals biaxial orientiert ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (4) der Flasche radial einwärts sich nach oben erstreckt unter Bildung einer konischen Vertiefung (4a) und mehrere Ausbauchungen (6; 9; 14) am unteren Teil der Flasche vorgesehen sind, wobei jede Ausbauchung (6; 9; 14) so ausgebildet ist, dass ihr unteres Ende, das weiter aussen angeordnet ist als der untere Abschnitt der Vertiefung (4a), eine äussere Standfläche (7; 10; 15) bildet.
2. Kunststoff-Flasche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb der äusseren Standfläche (7) eine innere Standfläche (5) ausgebildet ist, die kontinuierlich in den unteren Abschnitt der Vertiefung (4a) übergeht.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Kunststoff-Flasche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die äussere Standfläche (10) von dem Innenumfang des Flaschenbodens (4) nach unten vorspringt und kontinuierlich in die konische Vertiefung (4a) übergeht.
4. Kunststoff-Flasche nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der untere Teil des Flaschenhauptabschnittes (3) nach unten hin einwärts unter Bildung eines Abschnitts (8) gekrümmt ist und in dem gekrümmten Abschnitt (8) mehrere Ausbauchungen (9) in Form länglicher sich axial erstreckender Hohlrippen vorgesehen sind.
5. Kunststoff- Flasche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine innere Standfläche (13) zwischen dem unteren Abschnitt der konischen Vertiefung (4a) und der äusseren Standfläche (15) vorgesehen ist, welche innere Standfläche (13) höher als die äussere Standfläche (15) angeordnet und elastisch ausgebildet ist, so dass bei leerer Flasche die innere Standfläche (13) über der äusseren Standfläche (15) liegt, jedoch bei voller Flasche die innere Standfläche (13) nach unten in die gleiche Höhe wie die äussere Standfläche (15) gedrückt wird.
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