CH642285A5 - Vorrichtung zur entfettung und/oder reinigung von fuer eine oberflaechenbehandlung bestimmten gegenstaenden. - Google Patents
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Description
Die Erfindung geht gattungsgemäss aus von einer Vorrichtung zur Entfettung und/oder Reinigung von für eine Oberflächenbehandlung bestimmten Gegenständen, insbesondere metallischen Gegenständen, mit Hilfe von fluorierten und/oder chlorierten Lösemitteln, - mit einer Mehrzahl von gereihten Behandlungsbehältern, Transporteinrichtung für das Einsenken und Ausheben der Gegenstände bei den Behandlungsbehältern sowie zum Überführen der Gegenstände von Behandlungsbehälter zu Behandlungsbehälter,
Beschick- und Entleerstation sowie Abdeckhaube mit Absaugeinrichtung und Beschick- und Entleeröffnung,
wobei innerhalb der Abdeckhaube durch Trennwände ein Überführtunnel ausgebildet ist, der die Beschick- und Entleerstation von dem Überführbereich trennt, der durch den Überführtunnel definiert ist. - Fluorierte und/oder chlorierte Lösemittel bezeichnet insbesondere fluorierte Kohlenwasserstoffe, Dichlormethan, l.l.l.-Trichloräthan, Trichloräthylen und Perchloräthylen. Die zu behandelnden Gegenstände werden unmittelbar oder in Körben oder Trommeln in die Behandlungsbehälter eingesenkt und in solchen auch von Behandlungsbehälter zu Behandlungsbehälter überführt. Notwendigerweise kommt es im Innern der Vorrichtung zu einem gewissen Abdampfen der Lösemittel während des Überführungsvorganges von Behandlungsbehälter zu Behandlungsbehälter und die abdampfenden Lösemittel müssen von der Absaugeinrichtung erfasst werden, so dass es zu
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keiner Geruchsbelästigung an den zugeordneten und benachbarten Arbeitsplätzen kommt. Vorgeschriebene Werte für die Lösemittelkonzentration in der Umgebungsluft einer solchen Vorrichtung müssen eingehalten werden.
s Die (aus der Praxis) bekannten gattungsgemässen Vorrichtungen haben sich insoweit an sich bewährt. Das gilt aber nur dann, wenn mit einer starken Absaugung gearbeitet wird und die Abdeckhaube im Sinne einer Kapselung funktioniert. Es wird dann innerhalb der Abdeckhaube ein Un-io terdruck erzeugt, so dass die lösemittelhaltige Innenluft nach aussen nicht unkontrolliert austreten kann und von der Absaugung erfasst wird. Eine ständige Zuführung von frischer, ungesättigter Luft ist jedoch unvermeidbar oder erforderlich, was zu starken Lösemittelverlusten führt, da die unge-15 sättigte Frischluft das Lösemittel begierig aufnimmt. Das ist der Grund, weshalb in der Praxis häufig die Absaugung der Absaugeinrichtung soweit gedrosselt wird, dass in der Umgebungsluft die vorgeschriebenen Konzentrationen zwar noch eingehalten werden, aber kein Kubikmeter Luft mehr 20 durchgesetzt wird als zur Einhaltung dieser Werte erforderlich ist. Das wiederum führt bei den bekannten gattungsgemässen Anlagen dazu, dass entsprechend der Badtemperatur, die häufig bei 1G0 °C und mehr liegt, sich auch die Temperatur im Innern der Abdeckhaube beachtlich erhöht, und 25 zwar soweit, dass wiederum aus diesem Grunde die Aufnahmefähigkeit der Luft im Innern der Abdeckhaube für das Lösemittel bzw. die Lösemitteldämpfe ansteigt. - Bei Verwendung von Perchloräthylen enthält 1 Kubikmeter gesättigte Luft bei 0 °C z.B. 280 g Lösemittel, bei 50 °C jedoch be-30 reits 2250 g Lösemittel. Zwar reduziert der Überführungs-.tunnel die Konzentration des abgedampften Lösemittels in der abgesaugten Luft, es wird jedoch immer noch in störendem Masse abgedampftes Lösemittel abgesaugt.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zu-35 gründe, bei einer gattungsgemässen Vorrichtung zur Entfettung und/oder Reinigung von für eine Oberflächenbehandlung bestimmten Gegenständen, insbesondere metallischen Gegenständen, zu verhindern, dass in störendem Masse abgedampftes Lösemittel über die Absaugeinrichtung abge-40 saugt wird. Zur Lösung dieser Aufgabe lehrt die Erfindung, den Überführungstunnel als Kühlkanal auszubilden. Das kann grundsätzlich auf verschiedene Weise geschehen und verlangt selbstverständlich die Installation entsprechender Kühlleistung. Mit verhältnismässig geringer Kühlleistung 45 kommt man zum Erfolg, wenn nach bevorzugter Ausführungsform der Erfindung die Abdeckhaube und/oder die Trennwände als Wärmedämmwände ausgeführt sind und im Überführtunnel Kühlrohre oder Kühlschlangen angeordnet sind, denen ein ausserhalb der Abdeckhaube angeordnetes so Kühlaggregat zugeordnet ist. Wärmedämmwände sind üblicherweise als zweischalige Wände ausgeführt, wobei die beiden Wandschalen einen Zwischenraum aufweisen, der mit einem Wärmedämmittel ausgefüllt ist. Zur Reduzierung der zu installierenden Kühlleistung trägt auch bei, wenn die 55 Kühlrohre oder Kühlschlangen im Strömungsweg der zur Absaugeinrichtung strömenden Abluft angeordnet sind, was ohne Schwierigkeiten so verwirklicht werden kann, dass eine Kollision mit der Transporteinrichtung für das Einsenken und Ausheben der Gegenstände bzw. für deren Überführung 6o von Behandlungsbehälter zu Behandlungsbehälter nicht eintritt. Nach bevorzugter Ausführungsform der Erfindung sind die Kühlrohre oder Kühlschlangen als Turbulenzgitter ausgebildet. Soweit eine erfindungsgemässe Vorrichtung so betrieben wird, dass in dem Kühlkanal eine Kondensation 65 von abgedampften Lösemitteln eintritt, wird man die Trennwände, die den Boden des Überführtunnels bilden, als Ablaufböden ausbilden, die an entsprechende Ablauföffnungen angeschlossen sind.
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Die erreichten Vorteile sind darin zu sehen, dass bei einer erfindungsgemässen Vorrichtung in störendem Masse ein Absaugen von abgedampften Lösemitteln nicht mehr eintritt. Bei den meisten fluorierten und/oder chlorierten Lösemitteln, mit denen zur Entfettung und/oder Reinigung von für eine Oberflächenbehandlung bestimmten Gegenständen gearbeitet wird, wird man im Kühlkanal Temperaturen verwirklichen, die um etwa 10° unter Raumtemperatur liegen, die aber auch auf —10° und tiefer eingestellt werden können. So wird der Kühltunnel gleichsam zu einer Tiefkühltruhe. Die abzusaugende Abluftmenge kann ganz beachtlich reduziert werden. Der Lösemittelverbrauch wird in gleicher Weise reduziert. Auf die Absaugung kann je nach den Betriebsbedingungen auch vollständig verzichtet werden. Im Bereich des Kühltunnels wird die Lösemittelkonzentration herabgesetzt, ein Wärmeauftrieb der abgedampften Lösemittel wird sehr weitgehend unterdrückt.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung ausführlicher erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung:
Fig. 1 perspektivisch und mit aufgebrochener Abdeckhaube eine erfindungsgemässe Vorrichtung,
Fig. 2 in gegenüber der Fig. 1 verkleinertem Massstab den Gegenstand nach Fig. 1 im Grundriss.
Die in den Figuren dargestellte Vorrichtung dient zur Entfettung und/oder Reinigung von für eine Oberflächenbehandlung bestimmten Gegenständen, und zwar insbesondere für die Entfettung metallischer Gegenstände. Das geschieht mit Hilfe von fluorierten und/oder chlorierten Lösemitteln. Zur Vorrichtung gehören zum grundsätzlichen Aufbau eine Mehrzahl von gereihten Behandlungsbehältern 1, eine Transporteinrichtung 2 für das Einsenken der zu behandelnden Gegenstände in einen Behandlungsbehälter 1 und für das Ausheben der behandelten Gegenstände aus den Behandlungsbehältern 1 heraus, - wobei sich die zu behandelnden Gegenstände im allgemeinen in einem Korb 3 befinden und wobei diese Transporteinrichtung 2 auch zum Überführen der Gegenstände von Behandlungsbehälter 1 zu Behandlungsbehälter 1 dient,
eine Beschick- und Entleerstation 4 sowie eine Abdeckhaube 5 mit Absaugeinrichtung 6 und Beschick- und Entleeröffnung 7.
Innerhalb der Abdeckhaube 5 ist mit Hilfe von Trennwänden 8 ein Überführtunnel 9 ausgebildet. Dieser Über-s führtunnel 9 trennt die Beschick- und Entleerstation 4 von dem durch den Überführtunnel 9 definierten Überführbereich. In der Fig. 1 erkennt man ausserdem eine Transportvorrichtung 10, die der Beschick- und Entleerstation 4 vorgeschaltet ist.
io Der Überführtunnel 9 ist als Kühlkanal ausgebildet. Dazu ist im Ausführungsbeispiel und nach bevorzugter Ausführungsform der Erfindung die Anordnung so getroffen, dass die Abdeckhaube 5 und/oder die Trennwände _8 als Wärmedämmwände ausgeführt sind, während im Überführ-i5 tunnel 9 selbst Kühlrohre oder Kühlschlangen 11 angeordnet sind, denen ein nicht gezeichnetes, ausserhalb der Abdeckhaube 5 angeordnetes Kühlaggregat zugeordnet ist.
Die Kühlrohre oder Kühlschlangen 11 liegen im Strömungsweg der zur Absaugeinrichtung strömenden Abluft, selbstverständlich so, dass sie mit der Transporteinrichtung 2 nicht kollidieren. Sie sind als Turbulenzgitter für die abströmende Luft eingerichtet. - Aus Massstabsgründen ist in den Figuren nicht erkennbar, dass die Trennwände 8, die den Boden des Überfuhrtunnels 9 bilden, als Ablaufböden ausgebildet sind, die an Ablauföffnungen angeschlossen sind.
Die Beschick- und Entleerstation 4 sowie die zugeordnete Beschick- und Entleeröffnung 7 in der Abdeckhaube 5 wird so angeordnet, dass über die Beschick- und Entleeröffnung 7 abgedampfte Lösemittel nicht in der Umgebungsluft austreten können. Besondere Verschlüsse vor der Beschick- und Entleeröffnung 7 sowie zwischen Überfuhrtunnel 9 und Beschick- und Entleerstation 4 sind daher im allgemeinen nicht erforderlich, obwohl ihre Anordnung im Rahmen der Erfindung liegt.
Die Anordnung der Kühlrohre oder Kühlschlangen 11 ist im Rahmen der Erfindung grundsätzlich beliebig. Sie können auch im Bereich der Wandung der Abdeckhaube 5 waagrecht umlaufen. Das gilt insbesondere dann, wenn nach 40 bevorzugter Ausführungsform der Erfindung mit Tiefkühlung von z. B. -10 °C oder niedriger gearbeitet wird.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Vorrichtung zur Entfettung und/oder Reinigung von für eine Oberflächenbehandlung bestimmten Gegenständen, insbesondere metallischen Gegenständen, mit Hilfe von fluorierten und/oder chlorierten Lösemitteln, - mit einer Mehrzahl von gereihten Behandlungsbehältern, Transporteinrichtung für das Einsenken und Ausheben der Gegenstände bei den Behandlungsbehältern sowie zum Überführen der Gegenstände von Behandlungsbehälter zu Behandlungsbehälter,
Beschick- und Entleerstation,
Abdeckhaube mit Absaugeinrichtung und Beschick- und Entleeröffnung,
wobei innerhalb der Abdeckhaube durch Trennwände ein Überführtunnel ausgebildet ist, der die Beschick- und Entleerstation von dem Überführbereich trennt, dadurch gekennzeichnet, dass der Überführtunnel (9) als Kühlkanal ausgebildet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckhaube (5) und/oder die Trennwände (8) als Wärmedämmwände ausgeführt sind und im Überführtunnel (9) Kühlrohre oder Kühlschlangen (11) angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlrohre oder Kühlschlangen (11) im Strömungsweg der zur Absaugeinrichtung strömenden Abluft angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlrohre oder Kühlschlangen (11) als Turbulenzgitter ausgebildet sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennwände (8), die den Boden des Überführtunnels (9) bilden, als Ablaufböden ausgebildet und an Ablauföffnungen angeschlossen sind.
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