CH642299A5 - Method for releasing verge tiles from their moulds and device for carrying out the method - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Lösen von Ortgangsteinen von ihren Formen, die in Abständen auf einem Förderband einer Vorrichtung zugeführt werden und bei dem zwischen Ortgangstein und Form an deren Längsseiten mindestens je ein drehbar gelagertes messer- oder meisselartiges Werkzeug eingreift. Des weitern betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Aus der DE-AS 1 134 327 ist eine Vorrichtung zum Lösen von normalen Betondachsteinen und auch anderen Formsteinen mit zueinander parallelen unteren seitlichen Rändern von ihren Formen bekannt. Mit dieser Vorrichtung lassen sich jedoch Ortgangsteine, also Betonformsteine, die ausschliesslich am seitlichen Rand eines Schrägdaches Verwendung finden, nicht entformen, da sie entgegen der Förderrichtung sich verjüngende Ortganglappen aufweisen, da hierzu auf der Seite des Ortganglappens ersichtlich die Werkzeuge auf einer der Verjüngung des Ortganglappens entsprechend geneigt verlaufenden Geraden angeordnet sein müssen, was in Verbindung mit den auf einer horizontalen Geraden anzuordnenden Werkzeugen auf der anderen Seite der Ortgangsteine bisher nicht gelöste Probleme mit sich bringt, die vor allem darin bestehen, dass die Werkzeuge die Tendenz zeigen, in die entsprechend der Verjüngung des Ortganglappens geneigt ansteigende Formenseite einzuschneiden, was zu einer schnellen Zerstörung sowohl der Formen als auch der Werkzeuge führt. Es ist daher bisher erforderlich, derartige Ortgangdachsteine von Hand zu entformen, was einen beträchtlichen Zeit- und Personalaufwand bedingt.
Aufgabe der Erfindung ist daher die Schaffung einer Lösung, welche eine maschinelle Entformung auch von Betondachsteinen mit sich nach hinten verjüngendem Ortganglappen erlaubt.
Bei einer Vorrichtung der eingangs bezeichneten Art wird diese Aufgabe gemäss der Erfindung dadurch gelöst, dass mindestens ein zwischen dem Ortganglappen und der Form an deren Längsseite eingreifendes, drehbar gelagertes messer- oder meisselartiges Werkzeug auf einer geneigt verlaufenden Geraden an einem Werkzeugträger angeordnet ist bzw. sind, der sich nach dem Eingreifen des ersten Werkzeuges zwischen dem Ortganglappen und der Form um mindestens die Lappenhöhendifferenz hebt.
Aufgrund dieser Ausbildung wird erreicht, dass, sobald das erste Werkzeug zwischen Ortganglappen und Form eingelaufen ist, der betreffende Ortgangstein schlagartig auf der den Ortganglappen aufweisenden Seite angehoben wird, wodurch sich zwischen Ortganglappen und Form vor und unterhalb des gegen die Förderrichtung gerichteten Teils der Schneidkante des ersten Werkzeuges ein keilförmiger Spalt bildet, so dass bei weiterem Eindringen des Werkzeuges dieses nicht in die Form einschneidet. Hinzu kommt, dass der Spalt sich bei fortschreitender Eindringtiefe weiter fortpflanzt, wobei vor allem von Bedeutung ist, dass auch der hintere Teil der Form auf der Seite des Ortganglappens nicht mehr auf dem Förderband aufliegt, sondern diese Seite insgesamt mit dem Ortganglappen soweit angehoben wurde, dass sich jedenfalls diese Formseite ungehindert auch wieder soweit absenken kann, dass ein Einschneiden des Werkzeuges in die Form nicht erfolgt, wie dies der Fall wäre,
wenn Werkzeug und Form ihre ursprüngliche Höhenlage beibehalten hätten. Ferner wird durch die erfindungsgemäs-se Ausbildung verhindert, dass die Ortgangsteine auf der Seite des Ortganglappens in die Maschine eintauchen, was deren weiteren Abtransport erschweren würde.
Eine konstruktiv besonders einfache und wirksame Ausbildungsform der Erfindung ergibt sich, wenn das Anheben der Werkzeuge durch eine auf die Oberseite des jeweils auf der Form liegenden Ortgangsteins auflaufende Rolle erfolgt, die über einen Hebel- und Seil- bzw. Kettentrieb einen Werkzeugträger translatorisch anhebt.
Dabei ist es besonders zweckmässig, wenn man der an einem Arm eines doppelarmigen Hebels angeordneten Rolle ein am anderen Arm angeordnetes Gegengewicht zuordnet, und zwar derart, dass einerseits zwar gewährleistet ist, dass die Rolle nach dem Passieren eines Ortgangsteins sich wieder absenkt, anderseits aber das Auflaufen der Rolle auf den nächstfolgenden noch auf seiner Form liegenden Ortgangstein möglichst leicht erfolgt.
Schliesslich hat es sich als vorteilhaft erwiesen, die zwischen Ortganglappen und Form eingreifenden Werkzeuge frei drehbar und die auf der gegenüberliegenden Seite angeordneten Werkzeuge angetrieben auszubilden, da dadurch der schnelle Weitertransport der Ortgangsteine mit ihren Formen durch die Vorrichtung nach dem Verlassen des diese zuführenden Förderbandes gesichert werden kann.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung gemäss der Erfindung in der Perspektive,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Vorrichtung beim beidseiti-
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gen Eingreifen der ersten Werkzeuge zwischen Ortgangstein und Form bei in abgesenkter Stellung befindlichem Werkzeugträger an der Seite des Ortganglappens,
Fig. 3 eine Seitenansicht entsprechend Fig. 2, jedoch mit nach dem Eingreifen aller Werkzeuge abgefallener Form bei in angehobener Stellung befindlichem Werkzeugträger an der Seite des Ortganglappens und
Fig. 4 eine Seitenansicht ähnlich Fig. 2 und 3 mit wieder in abgesenkter Stellung befindlichem Werkzeugträger und einem die Vorrichtung verlassenden, von der Form gelösten Ortgangstein sowie einem nachfolgenden, mit der Form im wesentlichen noch auf dem zuführenden Förderband aufliegenden Ortgangstein.
An einem Maschinengestell 1 ist an einer Seite ein Werkzeugträger 2 gegenüber der Horizontalen geneigt höhenverstellbar gelagert, und zwar mittels Lagerbuchsen 3, die längs stationärer, vertikal gerichteter Führungsstangen 4 verschiebbar sind. Zum Anheben des Werkzeugträgers 2 greift dabei an jeder Lagerbuchse 3 eine Kette 5 bzw. 6 jeweils mit einem Ende an. Die anderen Enden der Ketten 5 und 6 sind an einem Exzenter 7 im Umfangsbereich 8 nebeneinanderliegend befestigt. Die Kette 5 ist dabei derart um Umlenk-räder 9 geführt, dass beim Drehen des Exzenters um die Drehachse der mit ihm fest verbundenen Welle 10 der Werkzeugträger 2 gleichmässig, d.h. ohne Verkanten, angehoben bzw. abgesenkt wird. Mit der Welle 10 ist ausserdem ein zweiarmiger Hebel 11 verbunden, dessen einer Arm 12 an seinem einen Ende eine drehbare Rolle 13 trägt und dessen anderer Arm 14 mit einem derart bemessenen Gegengewicht
15 versehen ist, dass sich die Rolle 13 normalerweise in der in Fig. 2 und 4 wiedergegebenen abgesenkten Stellung befindet und ein Auflaufen der Rolle auf die in nachfolgend näher beschriebener Weise zugeführten Ortgangsteine 18 möglichst leicht erfolgt.
An dem Werkzeugträger 2 sind drei kreisförmige und frei drehbar gelagerte, messerartig ausgebildete Werkzeuge 16 derart angeordnet, dass sich deren ringförmige Schneidkanten 17 auf einer geneigt verlaufenden Geraden befinden. Die Ortgangsteine 18, die einen entgegen der Förderrichtung sich verjüngenden Ortganglappen 19 aufweisen, werden auf einem Förderband 20 dem Maschinengestell 1 zugeführt. Jeder Ortgangstein 18 liegt dabei auf einer z. B. aus Metall bestehenden Form 21 auf, deren eine Längsseite eine der Verjüngung des Ortganglappens 19 entsprechende nach hinten ansteigende Keilform aufweist, deren Oberkante in Richtung der Geraden verläuft, in der sich die Schneidkanten 17 der Werkzeuge 16 erstrecken.
Wie Fig. 1 und 2 zu entnehmen ist, befinden sich auf der anderen Seite des Maschinengestells 1 drei den Werkzeugen
16 entsprechende Werkzeuge 22. Die Schneidkanten 23 dieser Werkzeuge erstrecken sich auf einer horizontal verlaufenden Geraden entsprechend den hier horizontal verlaufenden seitlichen Fugen zwischen Ortgangstein 18 und Form 21. Unterhalb der Werkzeuge 16 und 22 verläuft quer zum
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Maschinengestell ein Förderband 24, das dem Abtransport der von den Ortgangsteinen 18 gelösten Formen 21 dient.
Die als Lappenhöhendifferenz bezeichnete Differenz in der Höhe des Ortganglappens an den beiden Enden eines jeden Ortgangsteins 18 ist in Fig. 1 mit X angedeutet. Wie ebenfalls Fig. 1 zu entnehmen ist, werden die auf einer horizontalen Geraden angeordneten Werkzeuge 22 von einem Elektromotor 25 mittels eines Riementriebes 26 angetrieben, um die Ortgangsteine 18 mit ihren Formen 21 zuverlässig durch das Maschinengestell 1 zu fördern, nachdem diese den Bereich des Förderbands 20 verlassen haben. Zum Abtransport der von ihren Formen 21 gelösten Ortgangsteine 18 dienen zwei Riemenförderbänder 27, auf denen jeweils die Ortgangsteine mit ihren Seitenbereichen aufliegen.
Die Wirkungsweise der vorbeschriebenen Vorrichtung ist wie folgt: Beim Zuführen einer Form 21 mit aufliegendem Ortgangstein 18 mittels Förderband 20 greift, wie in Fig. 2 dargestellt ist, auf der einen Seite das erste der geneigt angeordneten Werkzeuge 16 mit seiner Schneidkante 17 in die Fuge zwischen Ortganglappen 19 und Form 21 und auf der anderen Seite das erste der horizontal angeordneten Werkzeuge 22 mit seiner Schneidkante 23 in die Fuge zwischen Form 21 und horizontaler unterer Seitenkante des betreffenden Ortgangsteins ein. Sobald diese ersten Werkzeuge voll in die seitlichen Fugen zwischen Ortgangstein und Form eingelaufen sind, hebt der weiter transportierte Ortgangstein entsprechend der Darstellung in Fig. 3 die Rolle 13 an und bewirkt dabei über den Hebel-Kettentrieb 12, 10, 7, 6, 5 eine translatorische Anhebung des Werkzeugträgers 2 mit den an diesem geneigt angeordneten Werkzeugen 16, wodurch sich zwischen Ortganglappen 19 und Form 21 vor und unterhalb des jeweils gegen die Förderrichtung gerichteten Teils der Schneidkante 17 des ersten Werkzeuges ein keilförmiger Spalt bildet, so dass bei weiterem Eindringen des Werkzeuges nicht die Gefahr besteht, dass dieses in die Form 21 einschneidet und ausserdem das Lösen des Ortgangsteins von der Form eingeleitet wird, so wie dies vorstehend schon ausführlich dargelegt worden ist. Nachdem alle Werkzeuge 16 und 22 zwischen Form und Ortgangstein eingelaufen sind und sich dabei die Form vom Ortgangstein gelöst hat, wird die Form 21 über das untere querlaufende Förderband 24 abtransportiert und der von der Form gelöste Ortgangstein auf die Riemenförderbänder 27 übergeleitet, die dessen weiteren Abtransport übernehmen. Sobald dabei die Rolle 13 das hintere Ende des Ortgangsteins 18 passiert hat, senkt sich die Rolle unter gleichzeitigem Absenken des Werkzeugträgers 2 mit den Werkzeugen 16 wieder ab, wie Fig. 4 zeigt, worauf der gleiche Arbeitszyklus beim Herannahen des nächsten Ortgangsteins mit Form beginnen kann.
Natürlich ist das beschriebene Ausführungsbeispiel in vielfacher Weise abzuändern, ohne den Grundgedanken der Erfindung zu verlassen. So könnte beispielsweise der Hubmechanismus für den die geneigt angeordneten Werkzeuge aufnehmenden Werkzeugträger auch noch anders ausgebildet sein u.dgl. mehr.
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4 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Verfahren zum Lösen von Ortgangsteinen von ihren Formen, die in Abständen auf einem Förderband einer Vorrichtung zugeführt werden und bei dem zwischen Ortgangstein und Form an deren Längsseiten mindestens je ein drehbar gelagertes messer- oder meisselartiges Werkzeug eingreift, dadurch gekennzeichnet, dass zum Losen von Ortgangsteinen (18) mit einem entgegen der Förderrichtung sich verjüngenden Ortganglappen (19) die zwischen Ortganglappen und Form (21) eingreifenden, entsprechend der Verjüngung des Ortganglappens auf einer geneigt verlaufenden Geraden angeordneten Werkzeuge (16) mindestens um die Lappenhöhendifferenz (X) nach dem Eingreifen des ersten der Werkzeuge (16) zwischen Ortganglappen und Form angehoben werden.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein zwischen dem Ortganglappen (19) und der Form (21) an deren Längsseite eingreifendes, drehbar gelagertes messer-oder meisselartiges Werkzeug (16) auf einer geneigt verlaufenden Geraden an einem Werkzeugträger (2) angeordnet ist bzw. sind, der sich nach dem Eingreifen des ersten Werkzeuges zwischen dem Ortganglappen (19) und der Form (21) um mindestens die Lappenhöhendifferenz (X) hebt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass.zum Anheben der Werkzeuge (16) eine auf die Oberseite des jeweils auf der Form (21) liegenden Ortgangsteins (18) auflaufende Rolle (13) vorhanden ist, die über einen Hebel- und Seil- bzw. Kettentrieb (5-15) den Werkzeugträger (2) translatorisch anhebt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der an einem Arm (12) eines doppelarmigen Hebels (11) angeordneten Rolle (13) ein am anderen Arm (14) angeordnetes Gegengewicht (15) zugeordnet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zwischen Ortganglappen (19) und Form (21) eingreifenden Werkzeuge (16) frei drehbar und die auf der gegenüberliegenden Seite angeordneten Werkzeuge (22) angetrieben sind.
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