CH642384A5 - Verfahren zur verminderung des monomergehaltes in expandierbaren perlen aus thermoplastischem material. - Google Patents

Verfahren zur verminderung des monomergehaltes in expandierbaren perlen aus thermoplastischem material. Download PDF

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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Description

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Verminderung des Gehaltes an rückständigen Monomeren in expandierbaren Perlen aus thermoplastischem Material.
Expandierbare Perlen aus thermoplastischem Material, wie Vinylidenchlorid/Acrylnitril-, Styrol/Acrylnitril-Copo-lymeren oder Polystyrol, werden kommerziell in Suspen-sionspolymerisationsverfahren hergestellt, wobei das flüssige Monomer oder Monomergemisch in einem wässrigen Medium dispergiert ist, das ein oder mehrere Suspensionsmittel, ein Kohlenwasserstoff-Treibmittel und einen Polymerisationsinitiator enthält.
Im Ausgangsstadium der Polymerisation bilden die Monomere und das Treibmittel Tröpfchen mit nur einer Phase. In einem späteren Stadium der Polymerisation ist das Treibmittel in der Polymerphase nicht mehr löslich und bildet eine separate Phase in Form eines kleinen Einschlusses im Polymertröpfchen.
Die erhaltenen Perlen umfassen Polymerschalen, in denen das flüssige, flüchtige Treibmittel eingeschlossen ist. Bei Erwärmung der Perlen auf eine Temperatur oberhalb des Siedepunktes des Treibmittels und oberhalb des Erweichungspunktes des Polymers, beispielsweise oberhalb 70°C für Perlen aus Vinylidenchlorid/Acrylnitril-Copolymer, expandieren die Perlen. Derartige Perlen können für die Herstellung von zellförmigen Materialien eingesetzt werden, die vielfach Verwendung finden, beispielsweise in der Isolationsund Verpackungsindustrie. Ein ernsthaftes Problem bei allen Polymerisationsverfahren stellt der rückständige Monomergehalt dar. Die Monomere sind mehr oder weniger giftig, und da die Polymerisation nie bis zu einer 100%igen Umsetzung geführt werden kann, werden sowohl die erhaltenen Polymerisate wie auch das Wasser aus dem Verfahren mit rückständigen Monomeren verunreinigt. Dieses Problem tritt besonders deutlich bei der Polymerisation von expandierbaren Perlen zutage, da diese auch eine dritte Phase, nämlich das Treibmittel, enthalten, in welchem Monomere gelöst sein können.
Grosse Mengenanteile von Acrylnitril in Copolymeren, beispielsweise von Vinylidenchlorid/Acrylnitril und Styrol/ Acrylnitril, schränken die Verwendungsmöglichkeit und den Markt für derartige Perlen drastisch ein, da freies Acrylnitril im Wasser des Verfahrens und rückständiges Acrylnitril in den Perlen für die Gesundheit der damit in Berührung gelangenden Personen ein erhöhtes Gefahrenmoment darstellt.
In den letzten Jahren wurden zahlreiche Methoden zur Reinigung von Polymerisaten von rückständigem Monomer, insbesondere in der PVC-Technologie, vorgeschlagen und als «Stripping» bezeichnet. Die meist gebräuchlichen Methoden beruhen auf dem Einsatz von erhöhten Temperaturen, um Diffusion der Monomere aus der Polymerphase zu erzielen. Die erhöhte Temperatur erhöht die Mobilität der Monomer-moleküle und plastifiziert das Polymer, wobei durch beide dieser Faktoren die Stripping-Rate erhöht wird.
Die heutzutage am meisten eingesetzte Methode zur Entfernung von Vinylchlorid aus PVC ist die Behandlung des erhaltenen Polymers und des Wassers aus dem Verfahren mit Wasserdampf einer Temperatur im Bereich von 80-125°C bei normalem Atmosphärendruck. Bei einigen dieser Methoden erfolgt das Stripping bei vermindertem Druck, wie beispielsweise in der DE-OS 25 21 780 beschrieben.
Diese Methoden sind jedoch für die Entfernung von Monomeren aus expandierbaren Perlen nicht geeignet, da diese Perlen gegen Wärmeeinwirkung und Druckverminderung sehr empfindlich sind. Bei höheren Temperaturen wie auch bei Druckverminderung expandieren die Perlen in Abhängigkeit vom jeweiligen Treibmittel. Ein anderes Problem besteht darin, dass die Monomere in expandierbaren Perlen, insbesondere Acrylnitril, besser wasserlöslich sind als Vinylchlorid und somit aus der Wasserphase schwieriger entfernbar sind. Ausserdem ist der Siedepunkt von üblicherweise in der Herstellung von expandierbaren Perlen verwendeten Monomeren hoch, wodurch sie durch Temperaturerhöhung schwierig aus der Wasserphase entfernbar sind. So betragen die Siedepunkte von Acrylnitril 77°C, von Styrol 145°C und von Vinylidenchlorid 32°C, während Vinylchlorid einen Siedepunkt von -14°C aufweist.
Durch die hohe Konzentration von Treibmittel im Inneren der Perlen und die hohe Temperatur beim Strippen wird innerhalb der Perlen ein beträchtlicher Druck aufgebaut, so dass die Perlen im nicht oder mit Gas gefüllten Teil der Strippeinrichtung expandieren.
Die vorzeitig expandierten Perlen sind ein Problem und erhöhen die Herstellungskosten, da sie durch Filtration oder auf andere Art von den nicht expandierten Perlen abgetrennt werden müssen, wodurch auch der Abfallanteil erhöht wird.
Es wurden bereits Bestrebungen unternommen, die vorgängige Expansion der Perlen durch Anwendung eines inerten Gases, wie Stickstoff, unter hohem Druck von beispielsweise 500-1500 kPa während des Strippens zu vermeiden. Hierdurch werden jedoch die vorgängig expandierten Perlen nicht beseitigt, da das Gas auf die Aussenseite der Perlen nicht wirklich einen höheren Druck ausübt sondern zwischen dem Gas im Inneren der Perlen und dem Gas s
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im freien Volumen der Stripping-Einrichtung ein Druckausgleich entsteht. Die Perlen expandieren somit weiterhin aufgrund des freien Volumens in der Einrichtung und des hohen Drucks von Kohlenwasserstoff im Inneren der Perlen.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Stripping-verfahren für expandierbare Perlen zu schaffen, in welchem vorzeitige Expansion der Perlen in beträchtlichem Ausmass vermindert und auch der Monomergehalt des Wassers aus dem Verfahren vermindert wird.
Erfindungsgemäss wird dies durch das im Patentanspruch l definierte Verfahren erreicht.
Durch Einsatz eines geschlossenen, vollständig mit flüssigem Medium gefüllten Behälters während der Wärmebehandlung der expandierbaren Perlen übt das flüssige Medium einen Druck auf die Oberfläche der Perlen aus, wodurch deren Expansion während des Strippingverfahrens verhindert wird. Die in den expandierbaren Perlen rückständigen Monomere sind dabei im Gleichgewicht mit den Monomeren in der Wasserphase. Es wird angenommen, dass wenn die Monomere in der Wasserphase durch die durch den im Wasser gelösten Polymerisationsinitiator angeregte Polymerisation beseitigt werden, weiteres Monomer aus den Perlen und dem Treibmittel in die Wasserphase diffundiert, so dass die Strippingwirkung auftritt. Aufgrund der relativ hohen Temperatur erfolgt diese Diffusion leidlich schnell.
Vorzugsweise wird als Behälter für diese Behandlung der Polymerisationsautoklav eingesetzt, wobei jedoch jeder beliebige andere verschliessbare Behälter verwendet werden kann. Durch Verbindung des Autoklaven mit einer äusseren Flüs-sigkeits-Druckquelle, beispielsweise einer Wasserleitung oder einem Expansionsgefäss, das teilweise mit dem flüssigen Medium gefüllt ist und ein Mittel zur Anwendung von Druck auf dessen Oberfläche aufweist, kann der Autoklav während der Wärmebehandlung der Aufschlämmung der Perlen leicht in gefülltem Zustand gehalten werden, zweckmässig durch Zufuhr von Wasser. Es kann jedoch jedes beliebige andere flüssige Medium eingesetzt werden, wie beispielsweise beim Strippen in einem anderen Behälter als dem Autoklaven Wasser aus dem Polymerisationsautoklaven der Herstellung der expandierbaren Perlen. Falls ein anderer Behälter als der Polymerisationsautoklav für das Stripping zum Einsatz gelangt, liegt es selbstverständlich im Rahmen der Erfindung, zur vollständigen Füllung dieses Behälters mehr flüssiges Medium, beispielsweise Wasser, zuzuführen, oder einen Teil der Aufschlämmung von Perlen in Wasser, wie er nach der Polymerisation anfällt, dem Strippingverfahren zu unterziehen.
Der Temperaturbereich der Wärmebehandlung der Aufschlämmung kann in weiten Grenzen variieren, wobei höhere Temperaturen eine bessere Strippingwirkung ergeben. Die Temperatur muss jedoch oberhalb 65°C liegen und die obere Grenze ist stark von wirtschaftlichen Überlegungen abhängig und kann auf 150°C festgelegt werden. Gute Resultate werden erhalten, wenn die Temperatur oberhalb der Glasübergangstemperatur des jeweiligen Polymers liegt. Zweckmässig liegt die Temperatur im Bereich von 70-120°C, insbesondere 75-95°C. Die Strippingrate ist ebenfalls abhängig von der Zeitdauer der Wärmebehandlung der Aufschlämmung, und eine zweckmässige Behandlungsdauer für Perlen aus Acrylnitril/Vinylidenchlorid-Copolymer bei einer Behandlungstemperatur von 75°C liegt im Bereich von 15 min bis zu 8 h. Bei höherer Temperatur kann die Behandlungsdauer verkürzt werden, und bei einer Temperatur von 95°C ergibt eine Behandlungsdauer von 1 h eine genügende Verminderung des Monomergehaltes der Perlen und des Wassers aus dem Verfahren.
Der notwendige Druck im verschlossenen und gefüllten Behälter ist eine Funktion von der Behandlungstemperatur
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und der Art des jeweiligen Treibmittels und kann durch einfache Vorversuche leicht ermittelt werden. Ein Treibmittel mit niedrigem Siedepunkt verlangt natürlich einen höheren Druck, da sonst die Perlen expandieren und durch den im Behälterinnern aufgebauten Druck flüssiges Medium in das Expansionsgefäss zurückgedrückt wird. Demzufolge soll der minimale Druck im Expansionsgefäss für ein bestimmtes Treibmittel genügend hoch sein, dass kein flüssiges Medium in das Expansionsgefäss zurückgedrückt werden kann. Für Perlen aus Polystyrol mit Pentan als Treibmittel liegt der notwendige Druck im Behälter bei einer Behandlungstemperatur von 75 bis 95°C im Bereich von 500-2000 kPa, während Isobutan, dessen Siedepunkt etwa -12°C beträgt, bei gleicher Behandlungstemperatur einen Druck im Behälterinnern im Bereich von 1000 bis 2500 kPa verlangt.
Geeignete wasserlösliche Polymerisationsinitiatoren für äthylenisch ungesättigte Monomere sind beispielsweise die bekannten anorganischen freie Radikale-Initiatoren, wie Wasserstoffperoxid und Kalium- oder Ammoniumpersulfat; oder organische, freie Radikale-Initiatoren, wie Hydroperoxide, Cyclohexanonperoxid oder Methyl-isobutylketon-peroxid. Es liegt auch im Rahmen der Erfindung, ein Gemisch von wasserlöslichen Initiatoren oder eine Kombination eines wasserlöslichen und insbesondere eines monomerlöslichen Initiators einzusetzen, wie Peroxide, beispielsweise Lauroylperoxid, Peroxidicarbonate, wie Cetylper-oxidicarbonat oder Azoverbindungen. Der Mengenanteil wasserlöslichen Initiators kann 0,01-5 Gew%, vorzugsweise 0,1-2 Gew.%, bezogen auf das Monomergewicht im Ansatz, betragen.
Geeignete flüssige, flüchtige Treibmittel sind beispielsweise Petroläther, Pentan, Isopentan, Neopentan, Hexan, Heptan, Cyclopentan, Cyclohexan, Isobutylen, n-Butan, iso-butan. Die Treibmittel können auf bekannte Art in Mengenanteilen von 2-95 Gew.%, vorzugsweise 5-40 Gew.%,
bezogen auf das Monomergewicht, eingesetzt werden.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist auf alle äthylenisch ungesättigten Monomere oder Gemische derartiger Monomere, die zur Bildung von Treibmittel enthaltenden Polymerperlen befähigt sind, anwendbar. Derartige Monomere sind beispielsweise Styrol, Vinylidenchlorid, Acryl- und Meth-acrylsäureester, Acryl- und Methacrylnitril.
Vorzugsweise gelangen im beschriebenen Verfahren als Monomere Styrol mit bis zu 40 Gew.% copolymerisierbaren, äthylenisch ungesättigten Monomeren zum Einsatz, insbesondere Copolymere von Styrol mit bis zu 40 Gew.%,
bezogen auf das Styrolgewicht, Acrylnitril oder Copolymere von Vinylidenchlorid mit bis zu 40 Gew.% Acrylnitril oder Vinylchlorid, bevorzugt Copolymere von 65-90 Gew.% Vinylidenchlorid und 35-10 Gew.% Acrylnitril. Am meisten werden für die Perlen solche Copolymere bevorzugt, in denen ein Comonomer Acryl- oder Methacrylnitril ist.
Das wesentliche Merkmal des beschriebenen Verfahrens ist die Verwendung eines geschlossenen Behälters, der während der Wärmebehandlung vollständig mit flüssigem Medium gefüllt ist. Es ist offensichtlich, dass für die Herstellung von expandierbaren Perlen aus den vorstehend genannten Monomeren alle bekannten Polymerisationsvorschriften zum Einsatz gelangen können.
Es ist selbstverständlich möglich, den Reaktor während der Polymerisation oder während deren Schlussphase vollständig gefüllt zu halten, indem der Reaktor mit einer äusseren Druckquelle oder einem Expansionsgefäss, das zu einem Teil mit Wasser gefüllt und mit einem Mittel zur Anwendung von Druck auf die Wasseroberfläche ausgerüstet ist, in Verbindung steht. Nach einer besonderen Ausführungsform des beschriebenen Verfahrens wird bei einem Polymerisationsgrad der Perlen von 70%, vorzugsweise 95%,
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der wasserlösliche Polymerisationsinitiator zugesetzt, der Autoklav gefüllt und die Temperatur während der Endphase der Polymerisation auf die definierte Temperatur oberhalb 65°C erhöht.
Vergleichsversuch a)
Die Polymerisation wurde in einem 131 Reaktor ausgeführt, der mit einem Rührwerk und einem Doppelmantel zum Erwärmen und Kühlen des Reaktionsmediums ausgerüstet war. Der Reaktor war mit einem äusseren Gefäss verbunden, das auch zum Einfüllen des Monomergemischs in den Reaktor verwendet wurde.
Zur Auswertung des Systems wurde folgendermassen vorgegangen, wobei die nachstehenden Ausgangsmaterialien zum Einsatz gelangten: (Die nachstehenden Teil- (T) und Verhältnisangaben sind gewichtsmässig.)
Vinylidenchlorid/ Acrylnitril-Gemisch 70:30 100,0 T
Pentan als Treibmittel 10,0 T
Polyvinylalkohol als Suspensionsmittel 1,0 T
Suspensionsmittel vom Typ kolloidales Siliciumdioxid 0,5 T Laurylperoxid als Initiator 1,0 T
Wasser 400,0 T
Das gesamte Wasser (8,01) wurde mit den Suspensionsmitteln in den Reaktor gefüllt und der Reaktor während 900 s evakuiert. Dann wurden über das äussere Gefäss das Vinylidenchlorid, Acrylnitril, Pentan und Laurylperoxid (insgesamt 2,91) in den Reaktor gefüllt. Die Temperatur im Reaktor wurde auf 55°C erhöht und während 12 h beibehalten. Während der Polymerisation war die Verbindung des Reaktors mit dem äusseren Gefäss unterbrochen, und unter diesen Bedingungen stieg der Druck im Reaktor auf etwa 500 kPa an.
Dann wurde der Reaktorinhalt von 55°C auf etwa 25°C abgekühlt. Die erhaltene Suspension von Polymerperlen enthielt keine vorgängig expandierten Perlen, und der Mengenanteil des auf einem Normsieb DIN 60 gesammelten Abfalls betrug etwa 15 g/1000 g eingefüllten Monomergemischs.
Die Mengenanteile rückständiger Monomere in den Perlen waren: Acrylnitril 3200 mg/kg und Vinylidenchlorid
29 000 mg/kg. Das Wasser aus dem Verfahren enthielt 1410 mg/kg monomeres Acrylnitril.
Vergleichsversuch b)
s Die Polymerisation wurde mit den gleichen Ausgangsmaterialien in gleichen Mengenanteilen und nach dem gleichen Vorgehen ausgeführt, wie im Vergleichsversuch a) beschrieben. Nach 12 h Polymerisationsdauer wurde jedoch 1,0 T Kaliumpersulfat in wässriger Lösung in den Reaktor io gefüllt und die Temperatur des Reaktorinhalts auf 75°C erhöht und während 4 h beibehalten. Der Mengenanteil Abfall betrug mehr als 100 g/1000 g eingefüllten Monomergemischs. Die Mengenanteile rückständiger Monomere in den Perlen waren: Acrylnitril 50 mg/kg und Vinylidenchlorid 15 1500 mg/kg. Das Wasser aus dem Verfahren enthielt
30 mg/kg monomeres Acrylnitril. Aus diesem Vergleichsversuch geht hervor, dass der Monomergehalt in den Perlen und im Wasser aus dem Verfahren beträchtlich vermindert, der Anteil an vorgängig expandierten Perlen jedoch unan-
20 nehmbar hoch war.
Beispiel
Die Polymerisation wurde mit den gleichen Ausgangsmaterialien in gleichen Mengenanteilen und nach dem 25 gleichen Vorgehen ausgeführt, wie im Vergleichsversuch a) beschrieben. Nach 12 h Polymerisationsdauer wurde jedoch 1,0 T Kaliumpersulfat in wässriger Lösung in den Reaktor gefüllt. Dann wurde der Reaktor mit dem äusseren Gefäss verbunden und über dieses vollständig mit Wasser gefüllt 30 und gefüllt gehalten und unter einen Druck von 850 kPa gesetzt. Die Temperatur des Reaktorinhaltes wurde auf 75°C erhöht und während 4 h beibehalten.
Der Anteil Abfall betrug 15 g/1000 g eingefüllter Monomere. Die Mengenanteile rückständiger Monomere in den 35 Perlen waren: Acrylnitril 50 mg/kg und Vinylidenchlorid 1450 mg/kg. Das Wasser aus dem Verfahren enthielt 25 mg/kg monomeres Acrylnitril.
Indem der Reaktor erfindungsgemäss vollständig mit Wasser gefüllt gehalten wurde, konnten der Monomergehalt 40 in den erhaltenen Perlen und im Wasser aus dem Verfahren beträchtlich vermindert und der Anteil an vorgängig expandierten Perlen auf einem Minimum gehalten werden.

Claims (8)

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    PATENTANSPRÜCHE
    1. Verfahren zur Verminderung des Monomergehaltes in expandierbaren thermoplastischen Perlen, die durch Polymerisation eines äthylenischen ungesättigten Monomers oder eines Gemischs solcher Monomere in wässriger Suspension in Gegenwart eines Treibmittels erhältlich sind, dadurch gekennzeichnet, dass man mindestens einen Teil der nach der Polymerisation erhältlichen Aufschlämmung von expandierbaren Perlen in Wasser in Gegenwart mindestens eines in Wasser löslichen Polymerisationsinitiators für äthylenisch ungesättigte Monomere in einem geschlossenen Behälter, der vollständig mit einem flüssigen Medium gefüllt ist, so lange auf eine Temperatur oberhalb 65°C erwärmt, bis der Monomergehalt vermindert ist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter mit dem flüssigen Medium unter einem solchen Druck steht, dass kein flüssiges Medium aus dem Behälter entweichen kann.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Behälter den Polymerisationsautoklaven benützt.
  4. 4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass man auf eine Temperatur von 65-150°C erwärmt.
  5. 5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass man auf eine Temperatur von 70- 120°C erwärmt.
  6. 6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das flüssige Medium Wasser ist.
  7. 7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die expandierbaren thermoplastischen Perlen Acrylnitril als ein Comonomer enthalten.
  8. 8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass man einer Aufschlämmung, die expandierbare Perlen mit einem Polymerisationsgrad von mehr als 70% aufweist, den wasserlöslichen Polymerisationsinitiator zusetzt.
CH538979A 1978-06-08 1979-06-08 Verfahren zur verminderung des monomergehaltes in expandierbaren perlen aus thermoplastischem material. CH642384A5 (de)

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