CH642569A5 - Chemisorptive verbindung und deren verwendung. - Google Patents

Chemisorptive verbindung und deren verwendung. Download PDF

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CH642569A5
CH642569A5 CH271779A CH271779A CH642569A5 CH 642569 A5 CH642569 A5 CH 642569A5 CH 271779 A CH271779 A CH 271779A CH 271779 A CH271779 A CH 271779A CH 642569 A5 CH642569 A5 CH 642569A5
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CH
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filter
acetate
aluminum oxide
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zinc acetate
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CH271779A
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Elmer Francis Litzinger
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British American Tobacco Co
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    • A24TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
    • A24DCIGARS; CIGARETTES; TOBACCO SMOKE FILTERS; MOUTHPIECES OF CIGARS OR CIGARETTES; MANUFACTURE OF TOBACCO SMOKE FILTERS OR MOUTHPIECES
    • A24D3/00Tobacco smoke filters, e.g. filter tips or filtering inserts; Filters specially adapted for simulated smoking devices; Mouthpieces of cigars or cigarettes
    • A24D3/06Use of materials for tobacco smoke filters
    • A24D3/16Use of materials for tobacco smoke filters of inorganic materials

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Cigarettes, Filters, And Manufacturing Of Filters (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine chemisorptive Verbindung, welche sich dazu eignet, Gase und Dämpfe, wie Tabakrauch, zu filtrieren, um ausgewählte chemische Komponenten daraus zu entfernen sowie deren Verwendung.
Tabakrauch besteht aus einer gas- oder dampfförmigen Phase, in welcher Flüssigkeit oder halbflüssige Tropfen oder Festteilchen suspendiert sind, welche den sichtbaren Rauchstrom bilden. Gebräuchliche Zigarettenfilter werden aus Zellulosefasern oder umwundenem Crepepapier hergestellt, das in einen zylindrischen Stopfen geformt ist, um sich verändernde Anteile von durchstreichenden Tropfen herauszunehmen. Im allgemeinen nehmen diese keine Gasmoleküle auf.
Solche Gasmoleküle, inkl. Wasserstoffzianid und Wasserstoffsulfid, können als Gase oder hochflüchtige Flüssigkeiten betrachtet werden. In der kurzen Zeitdauer, in welcher sie aus der Tabakverbrennungszone in den Mund des Rauchers geführt werden, bleibt den Gasen wenig Zeit, zu Tropfen zu kondensieren. Darum werden sich diese Materialien im allgemeinen fast vollständig in verdampftem Zustand befinden, wenn sie die Raucherware verlassen und in den Mund des Rauchers eingesaugt werden. Die weiche und im allgemeinen nicht poröse Beschaffenheit der normalerweise verwendeten Faserfiltermaterialien, können Tabakrauchtropfen festhalten, weisen jedoch keine genügend grosse Oberfläche auf, um tatsächlich Gasmoleküle zu adsorbieren.
Beim Versuch, die Adsorptionseigenschaften von konventionellen Tabakfiltern zu verbessern, wurden für gewöhnliche Filtermaterialien verschiedene Adsorbentien vorgeschlagen. In den US-PS 3 251 365 und 3 460 543 wird offenbart, dass Zinkoxid auf grossen Filterträgerflächen, wie Holzkohle oder aktiviertes Aluminiumoxid, Raucherartikeln zuzufügen sei. Solche Adsorbens mit grossen Oberflächen haben aber bezüglich Geschmack einen gegenteiligen Effekt, d.h. sie entfernen zusätzlich zu Wasserstoffzianid und Wasserstoffsulfid Geschmacksverbindungen.
Die US-PS 4 022 223 lehrt ebenfalls die Verwendung von aktiviertem Aluminiumoxid als Ausgangsmaterial in Adsorptionsfilterverbindungen. Ferner lehrt die US-PS die Verwendung von aktiven Aluminiumoxid-Polyäthylenimin-Komplexen mit andern Zutaten.
Die US-PS 3 403 690 offenbart Tabakrauchfilter, welche faserförmiges, fadenförmiges oder blattförmiges Tabakrauchfiltermaterial aufweisen, welche mit neun Salzen inkl. Zinkazetat behandelt sind. Die Filter weisen eine gesteigerte Fähigkeit zum Abfiltrieren von Wasserstoffsulfid und Was-serstoffzianiden auf.
Gemäss der US-PS 3 550 600 wird Zinkazetat mit einer Basis wie Polyäthylenimin in einem Tabakrauchfilterträger-material verwendet. Die Anwesenheit von Polyäthylenimin, so wird behauptet, verbessert das Abfiltrieren von Wasserstoffsulfid, Wasserstoffzianid und dampfflüchtigen Phenolen. Polyäthylenimin ist im Filterträgermaterial allein ebenfalls verwendet worden (US-PS 3 340 879 und 3 716 063, welch letzteres Polyäthylenimin gepuffert mit Essigsäure verwendet).
Andere Lehren sind in Vorveröffentlichungen, wie den US-PS 3 618 619,3 716 500, 3 802 441 und 3 898 322 zu finden.
Im allgemeinen sind die bekannten absorptiven oder che-misorptiven Verbindungen nützlich zum Filtrieren von Tabakrauch und zum Abscheiden von einer oder mehreren unerwünschten chemischen Substanzen aus Tabakrauch, wie Wasserstoffzianid oder Aldehyde. Dagegen sind im allgemeinen diese bekannten Verbindungen zum gleichzeitigen Abfiltern grosser Mengen einer grossen Anzahl unterschiedlicher unerwünschter Rauchkomponenten nicht wirksam. Die Verbindungen gemäss der vorliegenden Erfindung sind zum gleichzeitigen Ausfiltern von Wasserstoffsulfid, Wasserstoffzianid und Azetaldehyd in grossen Mengen wirkungsvoll. Unerwarteterweise erfolgt dieses Abfiltern, wenn die Stoffe gemäss der Erfindung mit Raucherwaren wie Zigaretten u.dgl. verbunden sind, wobei die Qualität des Rauchens, d.h. der Geschmack, verbessert wird.
Der Ausdruck «Raucherwaren» wird im folgenden für Zigaretten, Zigarren, Pfeifen u.dgl. verwendet.
Die Ausdrücke «chemisorptiv» und «Chemisorption», wie sie in der vorliegenden Beschreibung verwendet werden, bedeuten einen Vorgang oder ein Verfahren, bei welchem eine Verbindung ein Gas durch eine Kombination von physikalischer Adsorption und chemischer Reaktion filtert.
Die erfindungsgemässen chemisorptiven Verbindungen können dadurch hergestellt werden, dass man sich zuerst Aluminiumoxid, welches vorzugsweise eine Teilchengrösse von 20-50 Mesh 0,30-0,85 mm aufweist, verschafft. Aluminiumoxid ist ein poröser Basisträger für die herzustellenden Verbindungen. Es wird vorzugsweise mit einer Porengrösse von ungefähr 0,1 bis 2,0 Mikron verwendet. Auch sollte das Porenvolumen des Aluminiumoxidsubstrates nicht kleiner als ungefähr 0,3 cm3/g sein. Wenn es weniger ist, kann eine selektive Abscheidung von Tabakrauchkomponenten, wie
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z. B. von Aldehyden, verringert werden. Aluminiumoxid mit der vorgenannten Porengrösse und diesen Volumina haben Oberflächen in der Grösse von ungefähr 1 bis 50 m2/g.
Das Aluminiumoxid kann zuerst mit dem Polyäthylenimin kombiniert werden, im folgenden als «PEI» bezeichnet. Dies geschieht durch Eintauchen des Aluminiumoxids in eine wässrige Lösung von Polyäthylenimin und nachheriges Trocknen des so behandelten Aluminiumoxids zum Austreiben des Lösungswassers. Das verbleibende Polyäthylenimin ist physikalisch an den Aluminiumoxidträger adsorbiert. Diese Adsorption wird vorzugsweise in der Weise durchgeführt, dass man das Polyäthylenimin zum Aluminiumoxid zugibt, und zwar in einer Proportion von ungefähr 2 bis 9 Gew.-% des Aluminiumoxids, vorzugsweise ungefähr 5 Gew.-%.
Die Essigsäure und das Zinkazetat können vorzugsweise zum Polyäthylenimin-Aluminiumoxid zugefügt werden, indem eine wässrige Lösung der Essigsäure mit dem Zinkazetat hergestellt und diese auf das Polyäthylenimin-Alu-miniumoxid gespritzt wird. Dies wird vorzugsweise mit Hilfe einer drehenden Teilchenüberzugsausrüstung durchgeführt. Diese Zumischungsausrüstung bringt Zinkazetat auf das Aluminiumoxid, vorzugsweise in einem Anteil von 0,5 bis 5 Gew.-% des Aluminiumoxids, vorzugsweise 1 bis 2 Gew.-% und insbesondere ungefähr 1 Gew.-%. Der zugesetzte Anteil von Essigsäure ist vorzugsweise derart, dass ein End-pH-Wert von 6,0 bis 7,6 entsteht. Nach der Zugabe kann das daraus entstehende Produkt unter Vakuum getrocknet werden.
Die vorerwähnten Verbindungen können vorzugsweise als chemisorptives Filtermaterial für Raucherartikel, wie Zigaretten, Verwendung finden. So können sie beispielsweise auf ein faseriges Filterträgermaterial, wie Fasern aus regenerierter Zellulose, Polyamiden, Polyester, Zelluloseazetat, Proteinen, Polyvinylharzen, Acrylharzen u.dgl. aufgebracht werden. Es ist vorteilhaft, die Verbindung gleichmässig auf dem Faserfilterkomponentenmaterial aufzubringen. Die Techniken des Aufbringens eines Granulat-Filtermaterials auf eine Faserkomponente durch Aufstäuben, Zerstäuben, mittels Aufbringen eines Breies u.dgl. Verfahren sind so gut bekannt, dass sie im einzelnen hier nicht beschrieben werden. Diese Techniken werden normalerweise dazu verwendet, sog. Doppelfilter herzustellen, in welchen ein gekräuselter Zelluloseazetatstrang verwendet wird. Dieser wird gestreckt und dann mit einem Filtermaterialgranulat bestäubt.
Die erfindungsgemässe Verbindung zeichnet sich durch Aluminiumoxid aus, welches mit Polyäthylenimin, Essigsäure und Zinkazetat imprägniert ist.
Die Erfindung wird anschliessend anhand von Figuren erläutert. Es zeigen in rein schematischer Darstellung:
Fig. I eine perspektivische Ansicht, teilweise im Schnitt, einer vorzugsweisen Filterzusammensetzung in Verbindung mit einer Zigarette, und
Fig. 2 eine perspektivische Darstellung, teilweise im Schnitt, einer anderen Ausführung einer Filterzusammensetzung.
In Fig. 1 ist eine Zigarette 14 mit einem Filter 16 aus Fasern 10 und 11 dargestellt, die von einem Filterdeckblatt 18 umhüllt sind. Darüber ist ein Korkmundstück 20 aufgebracht. Die Fasern 10 sind im allgemeinen Zelluloseazetatfasern mit Teilchen 12 aus Aluminiumoxid, welche mit Polyäthylenimin, Essigsäure und Zinkazetat behandelt sind, d.h. Teilchen mit einer Zusammensetzung im Sinne der vorliegenden Erfindung, welche diese durchsetzen, während die Fasern 11 im allgemeinen ebenfalls Zelluloseazetatfasern sind, jedoch ohne Einschlüsse von Teilchen 12. Wenn der Filter 16, wie dargestellt, zwei Teile oder Sektionen von Fasern 10 und 11 aufweist, verhütet dies, dass Teilchen aus behandeltem Aluminiumoxid in Berührung mit des Rauchers Mund geraten. Der Filter 16 ist an einer Tabakstange 22 befestigt, die in einem Zigarettendeckblatt 24 eingebracht ist. Die Verfahren und Vorrichtung zum Formen faserigen Materials zu Filtereinheiten und das Zusammenbringen mit der Tabakstange zum Bilden von Zigaretten 14 sind dem Fachmann sehr wohl bekannt, so dass sie in Einzelheiten nicht beschrieben werden müssen.
Alternativ können derartige Verbindungen als Granulate in den sog. Taschenfiltern eingebracht sein, deren Herstellung beispielsweise in der US-PS 3 844 200 und 3 837 264 beschrieben ist. Die Zusammensetzungen der Verbindungen gemäss der Erfindung können auch für sog. Trippelfilter Verwendung finden, bei welchen eine solche Verbindung zwischen zwei Filtermedien aus anderen Filtermaterialien, z. B. Zelluloseazetat, eingebracht ist.
Das in Fig. 2 dargestellte Filter 30 umfasst lose Teilchen 38 der erwähnten Verbindung. Sie sind von einem äusseren Filterdeckblatt 36 umhüllt. Die offenen Enden des Deckblattes 36 sind mittels poröser Filterstopfen 32 und 34 verschlossen. Die Stopfen 32 und 34 bestehen vorzugsweise aus konventionellen Zelluloseazetatfiltern, können jedoch auch einfach aus porösem Papier sein. Der Filter 30 kann auf einen Raucherartikel, beispielsweise eine Zigarette, aufgesteckt werden, um den Tabakrauch beim Rauchen der Zigarette zu filtern. Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Raucherfiltern 30 und zum Anbringen auf Zigaretten sind dem Fachmann bestens bekannt.
Vorzugsweise haben Filter für Zigaretten, welche eine derartige Verbindung als Chemisorptionsfilterverbindungen aufweisen, ungefähr 50 bis 200 mg, vorzugsweise ungefähr 100 mg, dieser Verbindungen.
Die folgenden Präparate und Beispiele beschreiben die Art und das Verfahren, diese Verbindungen oder Stoffe herzustellen und zu gebrauchen. Alle Teile sind als Gewichtsteile angegeben, sofern nichts anderes vermerkt ist.
Präparat 1 Manganazetat
Eine erste Lösung von Manganazetat wurde durch Lösen von 16,867 mg Azetat in 200 ml einer 2,5N Essigsäure erhalten.
Präparat2 Manganazetat
Das Verfahren für das Präparat 1 wurde wiederholt. Es wurden aber 33,733 g Azetat gelöst.
Präparat 3 Kobaltazetat
Das Verfahren für die Herstellung des Präparates 1 wurde wiederholt. Es wurde aber das Manganazetat durch 17,1440 g Kobaltazetat ersetzt.
Präparat 4 Kobaltazetat
Das Verfahren für das Präparat 3 wurde wiederholt, jedoch mit 34,288 g Kobaltazetat.
Präparat 5 Nickelazetat
Das Verfahren für das Präparat 1 wurde wiederholt. Anstelle von Manganazetat wurden 17,1274 g Nickelazetat verwendet.
Präparat 6 Nickelazetat
Das Verfahren nach Präparat 5 wurde wiederholt, jedoch mit 34,295 g Nickelazetat.
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Präparat 7
Zinkazetat
Das Verfahren nach Präparat 1 wurde wiederholt. Manganazetat wurde durch 15,1136 g Zinkazetat ersetzt.
Präparat 8
Zinkazetat
Das Verfahren für das Präparat 7 wurde wiederholt, aber mit 30,227 g Zinkazetat.
Präparat 9
Kupferazetat
Eine Lösung von Kupferazetat wurde durch Lösen von 16,093 g Kupferazetat in 330 ml Wasser und Mischen der wässrigen Lösung mit 400 ml von IN Essigsäure erhalten.
Präparat 10
Kupferazetat
Das Verfahren für Präparat 9 wurde wiederholt, aber mit 44,564 g Kupferazetat in 675 ml Wasser gelöst und dann Zugabe zu einem Liter Essigsäure.
Präparat 11 Polyäthyleniminlösung
Eine Lösung von Polyäthylenimin wurde durch Mischen von 5 Teilen in 100 Teilen Wasser hergestellt.
Präparat 12 Aluminiumoxid/Polyäthylenimin
Zu 100 Teilen Aluminiumoxid (0,30-0,84 mm), mit einem Porenvolumen von ungefähr 0,5 cm3/g, wurden 100 Teile der Polyäthyleniminlösung gemäss dem Präparat 11 zugegeben. Die resultierende Mischung wurde umgerührt, bis die Lösung adsorbiert war. Dann wurde die Mischung mit einer Ausbeute an Aluminiumoxid von 4,8 Gew.-% des Polyäthylenimins getrocknet.
Beispiel 1
Das Aluminiumoxid/Polyäthylenimin, hergestellt für das Präparat 12, wurde aufgeteilt in 11 1-kg-Proben. 11 Proben wurden mit einer der Azetatlösungen der Präparate 1-8 be-s handelt, indem 170 ml von jeder Azetat-Essigsäurelösung auf das Aluminiumoxid/Polyäthylenimin in einer rotierenden 5-1-Mortonfiasche gesprüht wurde. Eine Probe wurde auf die gleiche Art behandelt, aber mit einem Spray von 170 ml einer 2,05 N Essigsäure. Sie wurde als Test verwen-lo det.
Eine Probe wurde durch Besprühen von 330 ml des Präparates 9 (Kupferazetat) auf das Aluminiumoxid/Polyäthylenimin behandelt und die resultierende Verbindung durch . Vakuumtrocknung auf 14% Feuchtigkeit gebracht. Die 15 letzte Probe wurde ähnlich behandelt, jedoch mit 675 ml des Präparates 10. Diese Behandlungen ergaben (mit Ausnahme des Testversuches) ein Endprodukt, welches 14 Gew.-% Wasser, 11,6 meq. (Milliaequivalent) Essigsäure pro Gramm Polyäthylenimin (halbe Neutralisation und 5-10 |iM (Mi-20 cromole) des entsprechenden Metallazetates pro 100 mg Endprodukt (ein Zinkazetat zu Polyäthylenimin-Mol-Ver-hältnis von 1:9 bei 10 jiM/100 mglevel, 10 Micromol Zinkazetat per 100 mg Trägersubstanz (z.B. Aluminiumoxid) und 1: 18 bei den 5 |iM/100 mg level enthält.
25
Jede Probe des vorerwähnten Fertigproduktes wurde verwendet, um in bekannter Weise Filterstangen herzustellen. Die Musterfilterstäbe wurden nach Gewicht ausgesucht (1175 mg + 10) und in 27 mm Filter geschnitten, um die 30 Standardfilter in gewichtsmässig ausgewählten handelsüblichen Zigaretten (1179 ± 10 mg) zu ersetzen. Vorhandene Metallazetat Zusatzgewichte, Wassergehalt und Zigarettendruckabfall, welche beim Testen der Filterzigaretten gemessen wurden, sind in Tabelle I aufgeführt.
Tabelle I
Posten Metallazetat level (|xM/ Zusätzl. Gewicht Zusätzl. HzO Zigaretten-
100 mg) pro Filter (mg)* Gehalt (%) Druckverlust**
Test***
0
91
14,0
13,7
1.
Mangan
(Präp. 1)
5
91
13,7
13,7
2.
(Präp. 2)
10
93
13,2
13,45
3.
Kobalt
(Präp. 3)
5
92
13,5
13,95
4.
(Präp. 4)
10
90
13,2
14,45
5.
Nickel
(Präp. 5)
5
91
13,8
13,7
6.
(Präp. 6)
10
91
13,1
14,2
7.
Zink
(Präp. 7)
5
92
12,6
13,7
8.
(Präp. 8)
10
93
12,3
14,2
9.
Kupfer
(Präp. 9)
5
93
18,5
13,95
10.
(Präp. 10)
10
92
14,4
13,95
* Mittel aus 40 Filtern pro Muster
** Für 20 Zigaretten pro Muster (m/m W.S.)
*** PEI/Essigsäure/nur Aluminiumoxid (kein Metallazetat)
5
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Beispiel 2
Repräsentative Filterzigaretten, hergestellt nach dem Beispiel 1, wurden bis auf 33 mm Stummellänge an eine mit konstantem Vakuum rauchende Maschine angeschlossen,
wobei sie 35 ml-Züge von 2 Sek. Dauer in Intervallen von ei- 5 ner Min. ausführte. Die Filterwirkung wurde dann durch
Messung der Gewichtsprozente der durch das Filter aufgefangenen Komponente, bezogen auf das Total der durch das Zigarettenfilter durchströmenden Komponente bestimmt. Die Resultate sind in Tabelle II, zusammen mit den Micromolzahlen für Metallazetat in den Filtern und den Teilnumerierungen gemäss dem vorstehenden Beispiel dargestellt.
Tabelle II
Posten
Metallazetat level (nM Filter)
h2s
Filter-Wirksamkeit (%) hcn CH3CHO
Nikotin
Test*
0
25
58
20
46
1.
Mangan
5
15
54
12
43
2.
10
0
53
13
44
3.
Kobalt
5
14
50
12
44
4.
10
14
40
4
43
5.
Nickel
5
18
65
10
45
6.
10
24
64
12
45
7.
Zink
5
43
62
16
45
8.
10
51
66
15
43
9.
Kupfer
5
42
59
4
45
10.
10
64
61
2
44
' PEI/Essigsäure/nur Aluminiumoxid (kein Metallazetat)
Aus Tabelle II ist ersichtlich, dass 10 jiMol (2 mg) levels von Zinkazetat und Kupferazetat die beste Wasserstoffsul-fid-Abscheidung ergibt. Diese zwei Metallazetate verdoppeln ungefähr die herausfiltrierte Wasserstoffsulfidmenge, welche sich bei PEI/Essigsäure/Aluminiumoxid-Testverbin-dungen ergaben. Mangan, Kobalt- und Nickelazetat scheiden nicht wesentliche Mengen der Schwefelkomponente aus dem Tabakrauch ab.
Zinkazetat ergab die höchste Abscheidung von Wasserstoffzianid und Azetaldehyd. Zusammen mit den Wasser-stoff-Schwefelsulfid-Abscheidungen ist Zinkazetat das beste der Metallazetatzusätze.
Beispiel 3
Fünf Einzelpersonen rauchten von jeder Probe 1 bis 10 eine Zigarette. Sie wurden gebeten, ihre Eindrücke aufzu-35 schreiben und den besten sowie den schlechtesten Geschmack in der Reihenfolge in einer Vergleichskala bezüglich einer im Handel erhältlichen Zigarette (Zell uloseazetat-filtér) zu vergleichen. Nur 5 |iM Zinkazetat gibt annehmbare Raucherantwort und hohe Schwefelfilterung, wie in Tabelle 40 III ersichtlich, wobei die im Beispiel 1 angegebenen Probenummern verwendet sind.
Tabelle III
Proben
Metallazetat
(iM//Filter
Kommentare
Best- zu
Schlechtest-
Ordnung
Test*
0'
mild und leicht metallisch
3
1.
Mangan
5
trocken und leicht bitter
2
2.
10
mild, ähnlich wie Zigaretten im Handel
2
3.
Kobalt
5
trocken und mild, ähnlich wie Zigaretten
4
im Handel
4.
10
ähnlich wie Zigaretten im Handel
4
5.
Nickel
5
trocken und mit einer gewissen Bitterkeit
3
6.
10
trocken, jedoch guter sauberer Geschmack
1
7.
Zink
5
trocken und mild, ähnlich wie Zigaretten
4
im Handel
8.
10
trocken mit alkalischem Nachgeschmack
6
9.
Kupfer
5
trocken, bitter, metallisch
5
10.
10
trocken, bitter, metallisch
5
PEI/Essigsäure/nur Aluminiumoxid (kein Metallazetat)
642 569
6
Beispiel 4
Im Sinne des allgemeinen Vorgehens beim Beispiel 1 wurde eine Serie Zigarettenfilter mit unterschiedlichen Molar-Verhältnissen von Zinkazetat zu Polyäthylenimin hergestellt. Die Verhältnisse von Polyäthylenimin, Essigsäure, Aluminiumoxid und Wasser waren für alle Filter konstant. Nur die Menge Zinkazetat wurde geändert. Als Test dienten kommerzielle, im Handel erhältliche Zigaretten, mit einem
Zelluloseazetatfilter. Die Zigaretten wurden auf einer Rauchermaschine, wie im Beispiel 2 beschrieben, geraucht. Das Molverhältnis von Zinkazetat zu Polyäthylenimin, die Menge von chemisorptiver Komponente pro Filter, der Rauch-s anfall und die Wirkung von Wasserstoffsulfid, Wasserstoffzianid und Azetaldehydfilterung sind in der Tabelle IV zusammengestellt.
Tabelle IV
Molverhältnis Ladung (mg/ Anspeisunaen (jjg/Zig.) Abtrennwirkungen (%)
Zn (OAc)2:PEl Filter)
H2S CH3CHO HCN H2S CH3CHO HCN
Test
0
119
865
235
No Zn(OAc)2
119
86
633
124
28
27
47
1 :20
120
48
668
97
60
23
59
I : 10
121
18
729
92
85 .
16
61
1 : 6
123
21
768
99
82
11
58
1 : 4
125
26
820
94
78
5
60
1 : 1
143
72
880
96
39
0
59
Aus Tabelle IV geht hervor, dass für die beste Abscheide- aldehyd ein Molverhältnis zwischen 1 : 10 bis I : 20 Zinkwirkung von Wasserstoffsulfid, Wasserstoffzianid und Azet- 25 azetat zu Polyäthylenimin am wirkungsvollsten ist.
s
1 Blatt Zeichnungen

Claims (9)

642569
1. Chemisorptive Verbindung, gekennzeichnet durch Aluminiumoxid, welches mit Polyäthylenimin, Essigsäure und Zinkazetat imprägniert ist.
2. Verbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Aluminiumoxid eine Porengrösse von 0,1 bis 2,0 Mikron und ein Porenvolumen von nicht weniger als 0,3 cm^/g aufweist.
2
PATENTANSPRÜCHE
3. Verbindung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil von Polyäthylenimin, bezogen auf das Gewicht des Aluminiumoxides, 2 bis 9 Gew.-% beträgt und der Anteil von Zinkazetat von 0,5-5 Gew.-% des Aluminiumoxidgewichtes und dass der Anteil von Essigsäure so gewählt wird, dass ein Schluss-pH-Wert von 6,0 bis 7,6 vorliegt.
4. Verbindung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil von Polyäthylenimin ungefähr 5 Gew.-% und der Anteil von Zinkazetat 1 bis 2 Gew.-%, vorzugsweise ungefähr 1 Gew.-%, beträgt.
5. Verbindung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Molverhältnis von Zinkazetat zu Polyäthylenimin in den Grenzen von 1 : 10 bis 1:20 liegt.
6. Verwendung der Verbindung nach Anspruch 1 für Zigaretten, gekennzeichnet durch einen Tabakstab, der in einem Deckblatt eingebracht ist und ein Tabakrauchfilter, das am einen Ende des Tabakstabes befestigt ist, wobei dieses Filter einen Filtereinschluss aufweist, in dem sich eine chemisorptive Verbindung befindet, welche Aluminiumoxid, imprägniert mit Polyäthylenimin, Zinkazetat und Essigsäure enthält.
7. Verwendung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung auf einem faserigen Grundmaterial aufgestreut ist.
8. Verwendung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Deckblatt als Filterdeckblatt ausgebildet ist, dessen Enden mit einem Zelluloseazetatfilterstopfen abgeschlossen sind.
9. Verwendung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung ein Granulat ist.
CH271779A 1978-04-10 1979-03-23 Chemisorptive verbindung und deren verwendung. CH642569A5 (de)

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US05/895,220 US4266561A (en) 1978-04-10 1978-04-10 Tobacco smoke filtering compositions

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