PATENTANSPRUCH Unterflasche für ein Hebezeug, mit in einem Seilrollen-gehäuse (1) angeordneten Seilrollen (6) und einem eine Lasttraverse (9) aufweisenden Lasthaken (13), wobei die Seilrollen (6) koaxial und beiderseitig des Hakenschafts (12) liegen und wobei der Hakenschaft (12) das Seilrollengehäuse (1) durchdringt und an diesem lösbar befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Seilrollengehäuse (1) aus einem oberen Teil (2) und einem unteren Teil (3) besteht, wobei die Teile (2, 3) zueinander weisende Lagerschilde (4) besitzen, zwischen denen wechselweise je eine Seilrolle (6) mit zugeordneter Achse (5) gelagert ist, wobei die eine Seilrolle (6) zwischen sich aufnehmenden Lagerschilden (4) der beiden Teile (2, 3) kammartig im Seilrollengehäuse (1) liegen und wobei der Lasthaken (13) am oberen Teil (2) und die Lasttraverse 9) am unteren Teil (3) des Seilrollengehäuses (1) abgestützt ist.
Die Erfindung betrifft eine Unterflasche gemäss Oberbegriff des Patentanspruchs.
Aus der DE-OS 27 03 384 ist eine Unterflasche bekannt, bei der die Lasttraverse aus einem Haken besteht, dessen Schaft durch den Lasthaken und dessen Schaft geführt ist. Sowohl der Lasthaken als auch die Lasttraversen sind je über einem Kreuzkopf in parallelen, die gemeinsame Achse der Seilrollen aufnehmenden Platten gelagert, die einen Teil des Seilrollengehäuses bilden. Bei dieser Anordnung ist die Last zwar durch eine doppelte Seilführung und durch zwei Haken gesichert, jedoch ist nur ein Seilrollengehäuse vorhanden, so dass bei einem Bruch desselben die Last herabfallen kann. Ein weiterer Nachteil ergibt sich dadurch, dass die Seilrollen jeder Seite je auf einer gemeinsamen Achse liegen, so dass bei einem Achsbruch beide Seilführungen ausfallen und somit die doppelte Sicherung illusorisch wird.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Unterflasche der eingangs genannten Art, um die Nachteile bekannter Ausführungen zu vermeiden und um insbesondere das Seilrollengehäuse und die Befestigung des Lasthakens und der Lasttraverse an dem Seilrollengehäuse so auszubilden und anzuordnen, dass auch für das Seilrollengehäuse eine doppelte Sicherheit gegeben ist. Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs definierten Massnahmen gelöst.
Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Last bei Bruch eines Gehäuseteils nicht herabfallen kann. Ferner sind hier alle Seilrollen getrennt voneinander gelagert, und die kammartige Anordnung der Lagerböcke erlaubt eine besonders robuste Bauweise mit zusätzlicher Sicherheit. Schliesslich ist die Unterflasche weitgehend narrensicher und einfach zu warten.
Eine bevorzugte Ausführungsform des Erfindungsgegenstands wird nachfolgend anhand der Zeichnungen näher beschrieben, dabei zeigen schematisch:
Fig. 1 eine Unterflasche mit geöffnetem Seilrollengehäuse im Längsschnitt (linke Hälfte) bzw. in Seitenansicht (rechte Hälfte);
Fig. 2 einen Schnitt nach Linie II-II der Fig. 1; und
Fig. 3 das Seilrollengehäuse der Fig. 1 und 2 im geschlossenen Zustande im Schnitt (linke Hälfte) bzw. in Seitenansicht (rechte Hälfte).
Das Seilrollengehäuse 1 besteht aus den oberen und unteren Teilen 2 und 3, wobei die beiden Teile den gleichen, aber entgegengesetzt gerichteten U-förmigen Querschnitt besitzen. In den Teilen 2 und 3 sind Lagerschilde 4 einge-schweisst, die in den Teilen 2 und 3 Wechsel- und paarweise den gleichen Abstand besitzen und je die Achse 5 einer Seilrolle 6 derart aufnehmen, dass der Abstand zwischen den Lagerschildern 4, beispielsweise des Teils 2, die keine Achse 5 aufnehmen, so bemessen ist, dass die eine Achse 5 aufnehmenden Lagerschilde 4, beispielsweise des Teils 3, eindringen können. Die eine Achse 5 tragenden Lagerschilde 4 der Teile 2 und 3 sind also kammartig angeordnet, wobei die als tragenden Lagerschilde 4 des Teils 2 gegenüber denen des Teils 3 seitlich versetzt liegen, dass bei einem Aufeinanderliegen der Seiten 7 zu einem Seilrollengehäuse 1 die Seilrollen 6 der beiden Teile 2 und 3 wechselweise nebeneinander liegen. Die Lagerschilde 4, die die Seiten 7 der Teile 2 und 3 überragen, sind so ausgebildet, dass bei einem Aufeinanderliegen der Seiten 7 zu einem Seilrollengehäuse 1 die Achsen 5 der einzelnen Seilrolle 6 koaxial zueinander liegen.
Durch den Boden des Teiles 3 ist der Schaft 8 der Last-traverse 9 geführt und durch eine Mutter 10 gesichert, wobei zwischen der Mutter 10 und dem Boden ein den Schaft 8 umgebendes Drehlager 11 angeordnet ist, so dass sich die Lasttraverse 9 gegenüber dem Teil 3 verdrehen kann. Zentrisch durch die Lasttraverse 9 und den Schaft 8 ist der Schaft 12 des Lasthakens 13 geführt, wobei der Schaft 12 den Deckel des Teils 2 durchdringt und sich über eine Mutter 14 und einem Lager 15 auf den Deckel des Teiles 2 abstützt.
Die Last hängt in bekannter Weise aus Gründen der Sicherheit sowohl am Lastenhaken 13 als auch an der Lasttraverse 9, so dass nunmehr der Lastanteil aus dem Lasthaken 13 über das Teil 2 und der aus der Lasttraverse 9 über das Teil 3 auf die Unterflasche übertragen wird. Bei dem Bruch einer Achse 5 wird durch die gesonderte Achslagerung jeder einzelnen Seilrollen 6 und deren wechselseitige Lagerung in Teil 2 und 3 die Funktion der unbeschädigten Seilführung nicht beeeinflusst. Beim Bruch des Lasthakens 13 oder der Lasttraverse 9 wird die gesamte Last von der unbeschädigten Lasttraverse oder dem Lasthaken auf die Unterflasche übertragen. Beim Bruch eines Teils 2 bzw. 3 wird die Last von dem unbeschädigten Teil übertragen.
2
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
V
1 Blatt Zeichnungen