CH643031A5 - Bohrwerkzeug fuer eine gesteinsbohrmaschine. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Bohrwerkzeug nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein solches Bohrwerkzeug ist insbesondere zum Niederbringen von Bohrlöchern in Gesteinen geringer Festigkeit, z. B. in 50 Kohle, geeignet. Es ist aber auch möglich, ein solches Bohrwerkzeug ausser im Bergbau auch im Bauwesen und überall dort einzusetzen, wo ein Bohrloch unter beengten Verhältnissen niedergebracht werden soll und wo der Einsatz herkömmlicher Bohrwerkzeuge mit sperrigen Bohrmaschinen kaum oder gar 55 nicht möglich ist.
Zum Niederbringen von Bohrlöchern in Gesteinen werden gegenwärtig Dreh- und Drehschlagbohrmaschinen eingesetzt, die mit einem Bohrwerkzeug ausgerüstst sind und die einen Drehantrieb zur gleichzeitigen Erzeugung einer am Gestein 60 angreifenden Axialkraft aufweisen. Derartige Bohrmaschinen beanspruchen jedoch wegen ihrer grossen Aussenabmessungen viel Platz, weisen ein hohes Gewicht auf und sind relativ teuer.
Unter beengten Schachtverhältnissen ist j edoch der Einsatz solcher Bohrmaschinen beim Abbau schwacher Flöze von nutz- 65 baren Mineralien erschwert und in einzelnen Fällen unmöglich. In diesem Zusammenhang entstand das Bedürfnis, eine neue Maschine zum Niederbringen von Bohrlöchern zu entwickeln.
Eine dieser Maschinen ist die selbstangetriebene Schlagmaschine zum Niederbringen von Bohrlöchern in Gesteinen geringer Festigkeit. Sie weist ein Gehäuse mit einem gesteinszerstörenden Bohrwerkzeug und einem beweglich darin angeordneten Schlagorgan auf. Ausserdem enthält die Maschine einen Luftzuführungsstutzen, an welchem ein Druckluftschlauch für die Betätigung des Schlagorgans angeschlossen ist. Eine solche, druckluftangetriebene Maschine dringt durch Schläge in die Gesteinsschicht ein, die das Schlagorgan von innen auf die vordere Stirnfläche des Gehäuses versetzt. Im Vergleich zu üblichen Bohrmaschinen bildet das Fehlen von herkömmlichen Baugruppen der Bohrmaschinen-Drehvorrichtung, Sondervorrichtung zur Erzeugung der Axialkraft am Bohrwerkzeug und Gestängestrang - das Hauptunterscheidungsmerkmal dieser Maschine.
Eine solche Maschine ist dazu fähig, Bohrlöcher mit rundem Querschnitt ohne Rotation des Bohrwerkzeuges durch ihre fortschreitende Bewegung im Bergmassiv abzuteufen.
Die beschriebene schlagende Maschinenbauart ermöglicht es, Bohrlöcher unter überaus beengten Verhältnissen dadurch abzuteufen, dass sie aufgrund ihrer Wirkungsweise kleine Aussenabmessungen und ein geringes Gewicht aufweist. Diese Vorteile machen sie beim Einsatz unter Schachtbedingungen besonders wertvoll. Eine solche Maschine ist beispielsweise aus der US-PS 3 942595 desselben Anmelders wie die vorliegende Erfindung bekannt.
Da jedoch die Maschine dieses Typs nur das Prinzip der schlagenden Gesteinszerstörung ausnutzen, ist es notwendig, ein gesteinszerstörendes Spezialwerkzeug für solche Maschinen zu schaffen. Die meisten bekannten gesteinszerstörenden Bohrwerkzeuge sind hingegen zur Verwendung bei drehendschlagen-der und drehender Gesteinszerstörung bestimmt.
Bekannt sind beispielsweise gesteinszerstörende Bohrwerkzeuge oder Bohrkronen für Drehschlagbohrmaschinen zum Niederbringen von Bohrlöchern in Gesteinen hoher Festigkeit.
Diese Kronen weisen ein Gehäuse, gesteinszerstörende Meissel mit der Bohrlochsohle zugekehrten Stirnflächen des Gehäuses und radial angeordnete Schneiden auf. Die Seitenflächen der Meissel, welche einen Teil der Seitenfläche der Krone bilden, weisen einen Winkel zwischen 2 und 5° zur Bohrlochwand auf. Zwischen den gesteinszerstörenden Meissein sind Nuten zum Abführen des zerstörten Gesteins von der Sohle angeordnet (SU-Urheberschein Nr. 325370, Kl. 21c, 13/06).
Eine solche, üblicherweise zum Niederbringen von Bohrlöchern in festen Gesteinen dienende Bohrkrone benötigt zu ihrem Betrieb nicht nur Schlagimpulse, sondern auch eine Drehbewegung und eine Axialkraft zum Angreifen an der Sohle des Bohrloches. Die für eine solche Bohrkrone erforderliche Maschine ist j edoch wesentlich komplizierter in ihrem Aufbau als eine Schlagmaschine, welche lediglich Schläge auf das Bohrwerkzeug ausübt. Der Einsatz einer solchen Bohrkrone in Verbindung mit einer selbstangetriebenen Schlagmaschine, die keine Drehvorrichtung aufweist, ist jedoch wegen eines mangelhaften Wirkungsgrades wenig sinnvoll.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Bohrwerkzeug für eine Gesteinsbohrmaschine, insbesondere für einen Bohrhammer zum Niederbringen von Bohrlöchern zu schaffen, wobei die gesteinszerstörenden Elemente des Bohrwerkzeuges eine solche geometrische Form aufweisen, durch die das Niederbringen von Bohrlöchern mit rundem Querschnitt bei fortschreitender Bewegung des gesteinszerstörenden Bohrwerkzeuges ermöglicht wird. Bei der Gsteinsbohrmaschine handelt es sich um eine selbstangetriebene Schlagmaschine, welche keine Drehvorrichtung aufweist.
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Mit dem erfindungsgemässen Bohrwerkzeug ist es möglich, Bohrungen mit rundem Querschnitt in Gesteinen geringerer
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Festigkeit, z. B. in Kohle, unter beengten Schachtverhältnissen abzuteufen.
Durch die besondere Form der gesteinszerstörenden Elemente ermöglicht das erfindungsgemässe Bohrwerkzeug die Verwendung einer Gesteinsbohrmaschine mit kleinen Aussenabmessun- 5 gen, geringem Gewicht, einer hohen Zuverlässigkeit und einer dadurch bedingten besonderen Wirtschaftlichkeit. Durch diese besonderen Eigenschaften ist es überflüssig, eine sperrige und aufwendige Gesteinsbohrmaschine mit einer Drehvorrichtung zu verwenden. io
Eine bevorzugte Ausführungsform nach Anspruch 2 bietet die Möglichkeit, symmetrische Meisselteile zur Gesteinszerstörung auszubilden, die eine hohe Festigkeit aufweisen und mit denen es möglich ist, Bohrlöcher in milden und intermediären Gesteinen abzuteufen. 15
Eine weitere bevorzugte Ausführungsform nach Anspruch 3 ermöglicht es, die Abteufgenauigkeit von Bohrlöchern in Gesteinen zu erhöhen.
Mit einer Ausführungsform nach Anspruch 4 ist es möglich, die Abteufgeschwindigkeit eines Bohrloches durch Verminde- 20 rung des Bewegungswiderstandes der zerstörten Gesteinsteilchen in den zu ihrer Fortschaffung bestimmten Kanälen zu erhöhen.
Durch eine Ausführungsform nach Anspruch 5 lässt sich das Risiko verkleinern, dass das Bohrwerkzeug bricht, wenn es auf 25 überaus harte Einschlüsse stösst.
Eine Ausführungsform nach Anspruch 6 ermöglicht eine höhere Abteufgeschwindigkeit durch Verhinderung einer Verstopfung des Bohrwerkzeuges durch Schrämklein während des Betriebes.
Gesamthaft ist das erfindungsgemässe Bohrwerkzeug zum Niederbringen von Bohrlöchern mit rundem Querschnitt in Gesteinen geringerer Festigkeit unter beengten Schachtverhältnissen mit hoher Genauigkeit bestimmt. Zudem weist es eine erhöhte Festigkeit und eine grosse Betriebssicherheit sowie einen 35 kleinen Reibungswiderstand der Teilchen des zerstörten Gesteins beim Abführen dieser Teilchen von der Bohrlochsohle auf.
Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 ein an einer teilweise im Längsschnitt dargestellten 40 Gesteinsbohrmaschine befestigtes Bohrwerkzeug;
Fig. 2 ein Bohrwerkzeug in einer Gesamtansicht;
Fig. 3 das Bohrwerkzeug nach der Fig. 2 im Querschnitt nach der Linie III-III;
Fig. 4 eine Stirnansicht des in der Fig. 2 dargestellten Bohr- 45 Werkzeuges in Pfeilrichtung A;
Fig. 5 die Abwicklung der Mantelfläche des zylinderförmigen Teils des in der Fig. 2 dargestellten Bohrwerkzeuges;
Fig. 6 eine andere Ausführungsform eines Bohrwerkzeuges in einer Gesamtansicht; 50
Fig. 7 einen Querschnitt durch das Bohrwerkzeug nach der Fig. 6 entlang der Schnittlinie VII-VII;
Fig. 8 die Abwicklung der Mantelfläche des zylinderförmigen Teils des in der Fig. 6 dargestellten Bohrwerkzeuges;
Fig. 9 eine Stirnansicht des in der Fig. 6 dargestellten Bohr- 55 Werkzeuges in Pfeilrichtung B;
Fig. 10 eine weitere Ausführungsform eines Bohrwerkzeuges in der Gesamtansicht, und
Fig. 11 die Abwicklung der Mantelfläche des zylinderförmigen Teils des in der Fig. 10 dargestellten Bohrwerkzeuges. 60
In der Fig. 1 ist ein nur Schlagbewegungen ausführender Bohrhammer teilweise im Längsschnitt dargestellt, welcher zum Niederbringen von Bohrungen in Gesteinen geringerer Festigkeit. z. B. in Kohle, bestimmt ist. In einem Gehäuse 1 des Bohrhammers beziehungsweise der Gesteinsbohrmaschine ist 65 ein Schlagkolben 2 angeordnet, welcher unter der Einwirkung von zugeführter Druckluft eine hin- und hergehende Bewegung ausführt und dabei über einen Kopfteil 3 des Gehäuses 1 Schläge auf ein gesteinszerstörendes Bohrwerkzeug 4 ausübt. Obwohl das Bohrwerkzeug 4 im dargestellten Ausführungsbeispiel mit dem Kopfteil 3 verbunden ist, ist auch eine nicht dargestellte Anordnung möglich, bei welcher die vom Schlagkolben 2 ausgeführten Schlagimpulse unmittelbar auf das Bohrwerkzeug 4 einwirken.
Mit dem rückwärtigen Teil 5 des Bohrhammers ist eine Vorrichtung 6 verbunden, die ständig mit dem speisenden Druckluftnetz in Verbindung steht und die dazu dient, eine radiale Abwanderung aus der axialen Arbeitsrichtung zu verhindern.
Das in der Fig. 2 dargestellte Bohrwerkzeug ist für den in der Fig. Idargestellten Bohrhammer bestimmt. Dieses Bohrwerkzeug 4 weist einen Werkzeugkörper 7 auf, dessen Mantelfläche zumindest in demjenigen Bereich zylindrisch ist, welcher an die Stirnfläche des Bohrwerkzeuges angrenzt und welcher beim Einsatz der Bohrlochsohle zugekehrt ist. Im Werkzeugkörper 7 sind schraubenlinienförmige Nuten 8 eingearbeitet, durch welche die zylindrische Mantelfläche des Werkzeugkörpers 7 unterbrochen ist. Die zum Abführen des Bohrkleins von der Bohrlochsohle dienenden Nuten 8 laufen derart aufeinander zu, dass die zwischen ihnen befindlichen Teile des Werkzeugkörpers 7 Meisselteile 9 zur Zerstörung des Gesteins an der Bohrlochsohle bilden. An den Übergangsstellen zwischen der zylindrischen Mantelfläche des Werkzeugkörpers 7 und den Nuten 8 sind Schneidrippen 10 der Meisselteile 9 gebildet. Diese innerhalb der zylindrischen Mantelfläche des Werkzeugkörpers 7 liegenden Schneidrippen 10 bilden bei ihrer Projektion auf die Querschnittsebene des Werkzeugkörpers 7 einen Vollkreis 11 gemäss Fig. 3 und dienen zum Formen der Bohrlochwände, da sich ihre Schneidkanten auf den Kreis 11 projiziert einander überlappen. Die Meisselteile 9 weisen radial angeordnete, der Bohrlochsohle zugekehrte Schneiden 12 gemäss Fig. 4 auf. Diese Meisselteile 9 haben einen Anschliffwinkel ai gemäss Fig. 5.
Nachfolgend wird die Funktion des in der Fig. 2 dargestellten Bohrwerkzeuges in Verbindung mit der in der Fig. 1 dargestellten Gesteinsbohrmaschine erläutert:
Durch die der Maschine zugeführte Druckluft kommt die Vorrichtung 6 zur Verhütung des Abwanderns der Maschine im Arbeitsablauf in Richtung von der Bohrlochsohle mit der Bohrloch- bzw. Anlassrohrwand (beim Anlauf der Maschine ausserhalb der Bohrung) in Eingriff.
Gleichzeitig wird der Schlagkolben 2 unter der Einwirkung der zugeführten Druckluft in eine hin- und hergehende Bewegung innerhalb des Gehäuses 1 versetzt, so dass Schlagimpulse gegen das in axialer Richtung bewegliche Bohrwerkzeug 4 ausgeübt werden. Das Bohrwerkzeug 4 dringt dabei mit seinen Meisseltei-len 9 in die Stossfläche der Gesteinsschicht ein, wobei die jeweils obere Schicht zu Bohrklein zertrümmert wird.
Nachdem durch die Meisselteile 9 eine Aushöhlung im Gestein gebildet wurde, werden die Schneidrippen 10 wirksam, indem sie beim Eindringen in das zu bildende Bohrloch den zylindrischen Teil des Bohrlochs formen. Die Einhaltung der zylindrischen Form des Bohrloches wird dadurch gewährleistet, dass die Mantelfläche des Teils des der Bohrlochsohle zugekehrten Werkzeugkörpers 7 zylindrisch ausgebildet ist und dass die Schneidrippen 10 bei ihrer Projektion auf die Querschnittsebene des Werkzeugkörpers 7 den Vollkreis 11 gemäss Fig. 3 bilden.
Das durch das zerstörte Gestein gebildete Bohrklein wird durch die Nuten 8 entweder durch Selbstverdrängung oder in Verbindung mit der Zuführung eines Luft-Wasser-Gemisches von der Bohrlochsohle abgeführt. Die Meisselteile 9 weisen gemäss Fig. 5 einen Anschliffwinkel 04 auf.
Durch die Verwendung des erfindungsgemässen Bohrwerkzeuges 4 in Verbindung mit einem nur Schlagbewegungen ausführenden Bohrhammer zum Niederbringen von Bohrlöchern lassen sich tiefe Bohrlöcher in Gesteinen geringer Festigkeit abteufen, ohne dass dazu eine Drehvorrichtung erforderlich ist. Das erfindungsgemässe Bohrwerkzeug macht deshalb einen sol-
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chen Bohrhammer betriebssicher und verleiht ihm kleine Aus- infolge von Rückstosskräften aus, die auf die Seitenflächen 20
senabmessungen und ein geringes Gewicht. der Meisselteile 14 bei der Reibung am Gestein einwirken.
Die in der Fig. 5 dargestellte Abwicklung des Umfanges der Die Verwendung dieses gesteinszerstörenden Bohrwerkzeu-
Mantelfläche des zylindrischen Teils des Werkzeugkörpers des ges wird es gestatten, die Abteufgenauigkeit von Bohrlöchern
Bohrwerkzeuges nach der Fig. 2 lässt erkennen, dass durch die 5 beim Bruch eines der Meisselteile 14 zu erhöhen.
Nuten 8 in Form von rechts- und linksgängigen Schraubenlinien Das in der Fig. 10 dargestellte Bohrwerkzeug 4 entspricht symmetrische keilförmige Meisselteile 13 begrenztsind. Der demjenigen, welchesinder Fig. lin Verbindung mit dem
Steigungswinkel a ist sowohl für die rechts- als auch für die Bohrhammer dargestellt ist. Dieses Bohrwerkzeug unterscheidet linksgängigen Nuten der gleiche. Mit ax ist der Spitzenwinkel des sich von dem in der Fig. 2 dargestellten Bohrwerkzeug durch die
Meisselteils 13 bezeichnet. Eine solche Anordnung der Meissel- 10 Anordnung von zusätzlichen keilförmigen Meisselteilen 21. Die teile 13 gewährleistet eine hohe Festigkeit und eine erhöhte Spitzen der Meisselteile 21 liegen in der jeweiligen Kreuzung a,
Lebensdauer. b, cund d (Fig. 11) der Nuten 22. Die genannten Meisselteile 21
Das in der Fig. 6 in einer weiteren Ausführungsform darge- sind am der Stirnseite abgekehrten Teil der Werkzeugkörper stellte Bohrwerkzeug 4 unterscheidet sich von dem in der Fig. 3 jeweils zwischen keilförmigen Meisselteilen 23 angeordnet. In dargestellten Bohrwerkzeug dadurch, dass dessen Meisselteile 1415 bezug auf die erste Reihe der Meisselteile 23 bilden die zusätzli-
durch schraubenlinienförmig angeordneten Nuten 15 begrenzt chen Meisselteile 21 gemäss Fig. 10 eine hintere Reihe. Bei einer sind, welche die gleiche Steigungsrichtung aufweisen. Projektion sämtlicher Schneidrippen 25 der Meisselteile 21 und
Aus der in der Fig. 8 dargestellten Abwicklung ist die Mantel- 23 auf eine Querschnittsebene des Werkzeugkörpers wird ge-
fläche des in der Fig. 6 dargestellten Bohrwerkzeuges ersichtlich. samthaft ein vollständiger Kreis gebildet, im gleichen Sinn wie Die Schraubenlinien weisen je zwei Abschnitte mit unterschiedli- 20 die Kreise 11 und 19 in den Fig. 3 und 7. Durch eine solche chen Steigungswinkeln a2 und a3 auf. Die Steigungswinkel sind Anordnung der Schneidrippen 25 ist gewährleistet, dass durch dabei auf eine Ebene bezogen, welche rechtwinklig zur Achse das Bohrwerkzeug ein Bohrloch mit rundem Querschnitt erzeugt des Bohrwerkzeuges liegt. Aus der Fig. 6 ist ersichtlich, dass die wird.
Aussenkanten der schraubenlinienförmigen Nuten 15 als Die Wirkungsweise des in der Fig. 10 dargestellten Bohrwerk-
Schneidrippen 17 ausgebildet sind. An der Stirnseite des Bohr- 25 zeuges entspricht im wesentlichen derjenigen des in der Fig. 2
Werkzeuges 4 entstehen ausserdem auch Schneiden 18, wie aus dargestellten Bohrwerkzeuges.
den Fig. 6 und 9 ersichtlich ist. Die Meisselteile 14 sind der der In der Arbeitsweise unterscheidet sich das in der Fig. 10 Bohrlochsohle zugekehrten Stirnfläche des Werkzeugkörpers 16 dargestellte Bohrwerkzeug von dem in der Fig. 2 dargestellten benachbart angeordnet. insbesondere dadurch, dass die zusätzlichen Meisselteile 21 die Die Schneidrippen 17 sind derart geformt, dass sie bei ihrer 30 von den Meisselteilen 23 nicht bearbeiteten Bereiche der Bohr-Projektion auf eine Querschnittsebene des Werkzeugkörpers 16 lochwand erfassen und deshalb gewährleisten, dass die Bohrlochgesamthaft einen Kreis 19 gemäss Fig. 7 bilden, wodurch sie wand einen vollständig runden Querschnitt erhält. Durch die imstande sind, der Wandung des niederzubringenden Bohrlo- Verwendung eines derartigen, gesteinszerstörenden Bohrwerk-ches einen runden Querschnitt zu verleihen. zeuges ist es möglich, den gesamten Reibungswiderstand der
Die Meisselteile 14 weisen gemäss Fig. 8 Seitenflächen 20 auf, 35 Teilchen des zerstörten Gesteins in den dazu bestimmten Nuten die durch die schraubenlinienförmigen Nuten 15 und Kanten des 22 zu vermindern. Dadurch wird eine Verstopfung dieser Nuten
Anschliffwinkels <x4 der Schneiden 18 gebildet sind. 22 durch Schrämklein vermieden und eine Steigerung der Ab-
Nachfolgend wird die Wirkungsweise des in den Fig. 6 bis 9 teufleistung begünstigt.
dargestellten Bohrwerkzeuges näher erläutert: Bei allen beschriebenen Varianten der erfindungsgemässen
Durch Schlagimpulse des in der Fig. 1 dargestellten Schlagkol- 40 Bohrwerkzeuge können im Zentrum an den Stirnflächen ihrer ben 2 wird das Bohrwerkzeug 4 gemäss Fig. 6 mit seinen Werkzeugkörper Meisselspitzen 26 angeordnet werden, wie es keilförmigen Meisselteilen 14 in das Gestein der Bohrlochsole beispielsweise in Fig. 10 gezeigt ist. Es ist zweckmässig, diese eindringen und es zerstören. Nach den ersten Schlagimpulsen Meisselspitzen beim Niederbringen von Bohrungen dann vorzu-.
entsteht auf der Stossfläche im Gestein eine Aushöhlung. Nach sehen, wenn in dem zu bearbeitenden Gestein gegenüber dem der Bildung der Aushöhlung, deren Fläche grösser als die 45 Grundgestein härtere Einschlüsse vorhanden sind.
Stossfläche des abzuteufenden Bohrloches ist, treten die Es ist ausserdem zweckmässig, bei allen Varianten der darge-
Schneidrippen 17 gemäss Fig. 6 in Funktion, die in Abhängigkeit stellten Bohrwerkzeuge auf die Bohrlochsohle gerichtete Kanäle vom axialen Vorschub des Bohrwerkzeuges dem Bohrloch einen 27 vorzusehen, um durch diese Kanäle entweder Druckluft oder runden Querschnitt verleihen. Beim weiteren Eindringen des ein Druckluft-Wasser-Gemisch dem Bereich der Bohrlochsohle
Bohrwerkzeuges 4 in das Gestein führt es eine Selbstdrehung um 50 zur Vermeidung einer Verstopfung der Nuten durch Schrämklein die Eigenachse mitbestimmter, vorgegebener Geschwindigkeit zuzuführen.
M
2 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
- 643 031PATENTANSPRÜCHE1. Bohrwerkzeug für eine Gesteinsbohrmaschine, insbesondere für einen nur Schlagbewegungen ausführenden Bohrhammer, zum Niederbringen von Bohrlöchern, mit einem Werkzeugkör- 5 per (7,16,24), der durch zu seiner Mantelfläche hin offene Nuten (8,15,22) voneinander getrennte, keilförmige Meisselteile (9,13,1423) aufweist, deren Schneiden (12,18) an der Stirnseite des Werkzeugkörpers radial angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Teil des Werkzeugkörpers (7,16,24) an 10 dem der Stirnseite benachbarten Ende zylinderförmig ist, dass die Nuten (8,15,22) schraubenlinienförmig verlaufen und sich zum Bilden der keilförmigen Meisselteile (9,13,14,23) gegenseitig kreuzen und/o der ineinanderlaufen und dass zum Formen der Bohrlochwand bestimmte Schneidrippen (10,17,25) der Meis- 15 seiteile (9,13,14,23) innerhalb des zylinderförmigen Teils liegen und bei ihrer Projektion auf eine Querschnittsebene des Werkzeugkörpers (7,16, 24) gesamthaft einen Kreis (11,19) bilden.
- 2. Bohrwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedes der Meisselteile (9,13,23) durch zwei Nuten (8,22) 20 begrenzt ist, von denen die eine entlang einer rechtsgängigen Schraubenlinie und die andere entlang einer linksgängigen Schraubenlinie verläuft und beide Schraubenlinien den gleichen Steigungswinkel (a) aufweisen (Fig. 5,11).
- 3. Bohrwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedes der Meisselteile (14) durch zwei Nuten (15) begrenzt ist, die beide entlang von gleichsinnigen Schraubenlinien verlaufen, jedoch unterschiedliche Steigungswinkel (a2, a3) aufweisen (Fig. 8).
- 4. Bohrwerkzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,dass durch die Nuten (22) zusätzliche keilförmige Meisselteile (21) begrenzt sind, deren Spitze in der jeweiligen Kreuzung (a, b, c, d) der Nuten (22) liegt und welche am der Stirnseite abgekehrten Teil des Werkzeugkörpers jeweils zwischen den erstgenannten keilförmigen Meisselteilen (23) angeordnet sind (Fig. 10 und 11).
- 5. Bohrwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Stirnseite des Werkzeugkörpers in dessen Zentrum eine Meisselspitze (26) angeordnet ist.
- 6. Bohrwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch 40 gekennzeichnet, dass im Werkzeugkörper (24) zum Ausblasen der Bohrlochsohle bestimmte Kanäle (27) angeordnet sind.253545
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