CH643039A5 - Expanding dowel for fixing the spacing of cladding elements - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Spreizdübel zur Abstandsbefestigung von Verkleidungselementen an Bauwerksteilen, mit einem in bauwerksseitige Aufnahmeöffnungen einführbaren, von einem Spreizelement aufweitbaren Spreiz-abschnitt, einem an den Spreizabschnitt anschliessenden Halsbereich und am Halsbereich angeordneten elastisch zurückweichbaren Abstützteilen für die Verkleidungselemente, wobei die Verkleidungselemente von einem Gegenhalter gegen das Abstützteil spannbar sind.
Zur Befestigung plattenförmiger Verkleidungselemente an bzw. im Abstand zu Bauwerksteilen sind Spreizdübel mit einem am Spreizabschnitt angesetzten Halsbereich bekannt, wobei im Endabschnitt des Halsbereiches radial ausragende fingerartige Abstützteile für die Verkleidungselemente vorgesehen sind. Der Montageablauf ist dadurch charakterisiert, dass der Spreizdübel durch eine vorgefertigte Bohrung der Verkleidungselemente hindurch mit dem Spreizabschnitt in eine bauwerksseitige Öffnung eingeführt wird. Dabei weichen die Abstützteile in fensterartige Aussparungen des Halsbereiches zurück, um sodann hinter dem zu befestigenden Verkleidungselement wieder in die abstehende Ausgangslage zurückzufedern. Durch Einbringen eines als Senkkopfschraube ausgebildeten Spreizelementes wird der Spreizabschnitt zu dessen Verankerung radial geweitet und die Verkleidungsplatte mittels des Senkkopfes, der die Funktion eines Gegenhalters übernimmt, gleichzeitig gegen die Abstützteile gespannt._
Ein schwerwiegender Nachteil dieser Spreizdübel besteht darin, dass die Senkkopfschraube gleichzeitig mit dem vorderen Schaftabschnitt Spreizfunktion übernimmt und mit dem Senkkopf die Verkleidungsplatte gegen die Abstützteile zu spannen hat. Die Weitung des Spreizabschnittes und damit der Verankerungswert des Dübels im Bauwerksteil ist demnach abhängig von der Dicke der Verkleidungselemente, da der Vorlaufweg der Senkkopfschraube von der durch die Dicke der Verkleidungselemente bestimmten Auflaufposition des Senkkopfes bestimmt wird. Demzufolge sind diese bekannten Spreizdübel in ihren Dimensionen zumeist auf mittlere Plattenstärken ausgelegt. So kommt es aber vor, dass beispielsweise bei Verwendung sehr dünner Verkleidungselemente der Dübel vielfach überspreizt wird, und umgekehrt, bei zu dicken Verkleidungsplatten eine ausreichende Spreizung des Dübels gar nicht zustande kommt. Das Verspannen der Verkleidungsplatten durch Anziehen der Senkkopfschraube ist demnach sehr problematisch, da eben gleichzeitig auf die Erzielung eines ausreichenden Verankerungswertes 5 des Spreizdübels geachtet werden muss.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Spreizdübel zur Abstandsbefestigung zu schaffen, der nebst der Durchsteckmontage ein vom Spreizvorgang unabhängiges Festlegen von Verkleidungselementen unterschiedlicher io Dicke ermöglicht.
Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass der Gegenhalter gegenüber dem Halsbereich und dem Spreizelement axial verstellbar ist.
Durch die unabhängige axiale Verstellbarkeit des Gegen-15 halters gegenüber dem Halsbereich und dem Spreizelement kann der Spreizvorgang des Dübels völlig getrennt vom Verspannen der Verkleidungselemente erfolgen. Dadurch ergibt sich sowohl eine optimale Verankerung des Dübels als auch eine ordnungsgemässe Verspannung der Verkleidungs-20 elemente.
Der Montageablauf lässt sich durch die erfindungsge-mässe Ausbildung des Spreizdübels derart variieren, dass der Gegenhalter beispielsweise mit dem dübelseitigen Halsbereich axial verstellbar verbunden wird, so dass es möglich ist, ent-25 weder das Verkleidungselement zuerst mit dem Dübel zu verspannen und in der Folge den Dübel durch Spreizen zu verankern, oder umgekehrt, zuerst den Dübel zu verankern und sodann das Verkleidungselement zu verspannen. Wird der Gegenhalter hingegen am Spreizelement, wobei dies eine 30 Schraube mit Kopf oder ein Bolzen sein kann, verschieblich angeordnet, so ist die Montagefolge derart, dass zuerst der Dübel verankert und sohin das Verkleidungselement verspannt wird.
Beide Arten der Anordnung des Gegenhalters haben den 35 Vorteil, dass die Verkleidungselemente durch Lösen des Gegenhalters abgenommen werden können, ohne dass es hierzu des Rückziehern des Spreizelementes bedarf. Dies ist ein besonderer Vorteil beim Austauschen einmal verlegter Verkleidungselemente, da die Verankerung der Dübel bei der gesam-40 ten Manipulation somit nicht gelöst und dadurch in Mitleidenschaft gezogen wird und für die neu einzusetzende Platte als Halterungen wieder vollwertig verwendbar ist.
Die Abstützteile am dübelseitigen Halsbereich, die in ihrer Ausgangslage von der übrigen Umfangskontur des Halsberei-45 ches ausragen, können sowohl als einendig mit dem Halsbereich verbundene, im wesentlichen in Achsrichtung des Dübels gerichtete Finger oder aber in Form anschwenkbarer Lappen oder Flossen gestaltet sein. Um beim Hindurchführen des Halsbereiches durch die Bohrung der Verkleidungs-50 elemente ein Zurückweichen der Abstützteile zu ermöglichen, weist der Halsbereich auf die Form der Abstützteile abgestimmte Ausnehmungen auf, die beispielsweise fensterartig oder taschenförmig ausgebildet sein können.
Mit Vorteil ist der Gegenhalter als am Halsbereich festleg-55 bare Hülse ausgebildet. Zum Angriff an den Verkleidungselementen weist die Hülse rückwärtig eine Schulter auf, die beispielsweise zur versenkten Montage trichterförmig gestaltet sein kann. Ist hingegen eine Versenkung nicht gefordert, so kann die Schulter als in einer Normalebene zur Achse der 60 Hülse ausragender Ring geformt sein. Als Spreizelement eignet sich sowohl eine durch die Hülse hindurch vortreibbare bzw. rückführbare Schraube als auch beispielsweise ein Stift, der mittels Hammerschlägen in Spreizposition gebracht wird.
Anstelle der Verwendung eines hülsenförmigen Gegenhalters kann es nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung ebenso von Vorteil sein, den Gegenhalter als am Spreizelement festlegbarer Kopfbolzen auszubilden. Der zumeist als Schraube mit relativ grossem Kopf gestaltete Kopfbolzen be65
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steht in der Regel aus metallischem Werkstoff, was auch für das Spreizelement zutreffen kann. Eine metallische Ausbildung des Gegenhalters erlaubt einerseits die Erzielung hoher Spannkraft für die Verkleidungselemente und andererseits wird hierdurch eine feuerfeste Befestigung geschaffen. Zur Verbindung des Gegenhalters mit dem Spreizelement dienen an sich bekannte Mittel wie beispielsweise eine Bajonettverra-stung oder ein Gewinde. Der Schaft des Kopfbolzens kann hierzu in eine zentrische Bohrung des Spreizelementes eingreifen. Bei rohrförmiger Gestaltung des bolzenseitigen Schaftes übergreift dieser hingegen den rückwärtigen Abschnitt des Spreizelementes. Zur Erzielung hoher Kraftaufnahmefähigkeit und stufenloser Verstellbarkeit ist zur Festlegung des Gegenhalters eine Gewindeverbindung bevorzugt.
Um die Herstellbarkeit des mit einem Innengewinde zur Aufnahme des als Hülse gestalteten Gegenhalters versehenen Halsbereiches zu vereinfachen, sind am Halsbereich zweckmässig das Gewinde bildende Gewindesegmente vorgesehen. Vorzugsweise sind dabei zur Schaffung einer geeigneten Gewindelänge mehrere Segmente zu einer parallel zur Dübelachse verlaufenden Leiste aufgereiht. Vorteilhaft sind am Bohrungsumfang zumindest drei solche Leisten in gleichem Winkelabstand angeordnet.
Die Erfindung soll nunmehr anhand einer sie wiedergebenden Zeichnung näher erläutert werden, und zwar zeigen:
Fig. 1 einen Spreizdübel mit hülsenförmigem Gegenhalter und als Senkkopfschraube ausgebildetem Spreizelement in demontiertem Zustand, im wesentlichen in Schnittdarstellung,
Fig. 2 einen Grundriss des Spreizdübels nach Fig. 1,
Fig. 3 ein Detail der Seitenansicht des Spreizdübels nach Fig. 1, gemäss Pfeil III,
Fig. 4 eine Einführstellung des Spreizdübels nach Fig. 1, teilweise im Schnitt,
Fig. 5 den Spreizdübel nach Fig. 1 in montierter Stellung, im Schnitt,
Fig. 6 eine weitere Ausführungsform eines Spreizdübels in montierter Stellung, im Schnitt.
Wie die Fig. 1 zeigt, besteht der Spreizdübel aus einem gesamthaft mit 1 bezeichneten Spreizabschnitt und einem mit diesem einstückig verbundenen rückwärtigen, gesamthaft mit 2 bezeichneten Halsbereich. Als Gegenhalter für ein Verkleidungselement dient eine gesamthaft mit 3 bezeichnete Hülse. Letztere ist von einem mit gekürztem Schaft dargestellten Spreizelement in Form einer Senkkopfschraube 4 durchsetzbar, wobei der vordere Schaftabschnitt der Senkkopfschraube 4 zur radialen Weitung des Spreizabschnittes 1 in diesen vortreibbar ist.
Der Spreizabschnitt 1 ist in an sich bekannter Weise zur Erzielung einer guten Verankerung in einem Bauwerksteil mit umfangsseitigen Rippen 5 versehen und weist zur Erleichterung der Spreizbarkeit einen nach vorne durchtretenden Axialschlitz 6 auf. Zur Führung des Schaftes der Senkkopfschraube 4 ist der Spreizabschnitt 1 von einer Zentralbohrung 7 durchsetzt, deren Durchmesser sich nach vorne hin auf die Breite des Axialschlitzes 6 verjüngt.
Der Halsbereich 2 ist von einer achsgleichen Bohrung 8 durchsetzt, wobei die Wandung der Bohrung 8 von Gewindesegmenten 9 gebildete achsparallele Leisten 11 aufweist. Wie insbesondere die Fig. 2 verdeutlicht, sind am Umfang der Bohrung 8 vier solcher Leisten 11 angeordnet.
Durch U-förmige Einschnitte 12 im Halsbereich 2 werden, was insbesondere durch die Fig. 3 verdeutlicht wird, fingerartige Abstützteile 13 geschaffen, die am Auslauf der Einschnitte 12 quasi gelenkig gelagert sind. Die Abstützteile 13 5 weisen eine den übrigen Umfang des Halsbereiches 2 radial überragende Nase 14 auf, an der sich das jeweilige Verkleidungselement abstützen kann. Gemäss Fig. 2 sind drei Abstützteile 13 am Umfang des Halsbereiches 2 gleichmässig verteilt vorgesehen.
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Der Schaft der Hülse 3 trägt ein Aussengewinde 15, das mit dem durch die Gewindesegmente 9 gebildeten Innengewinde des Halsbereiches 2 korrespondiert. Rückseitig ist ein trichterförmiges Kopfteil 16 vorgesehen, das einen Quer-15 schlitz 17 zum Angriff eines Eindrehwerkzeuges trägt.
In Fig. 4 ist das Hindurchführen des Spreizabschnittes 1 bzw. des Halsbereiches 2 in Pfeilrichtung durch ein Verkleidungselement 18 gezeigt. Hierzu weist das Verkleidungselement 18 eine Durchtrittsöffnung 19 mit einer aussenseitigen 20 Ansenkung 21 auf. Beim Vorschieben des Halsbereiches 2 in die Durchtrittsöffnung 19 werden die Abstützteile 13 von den Wandungsteilen der Durchtrittsöffnung 19 durch die Nasen 14 gegen das Zentrum des Halsbereiches 2 gelenkt.
Sobald der Halsbereich 2 beim Vorschieben mit den Na-25 sen 14 über die Unterseite des Verkleidungselementes 18 vorgelaufen ist, springen die Abstützteile 13 aufgrund deren Eigenfederung wieder radial nach aussen, sodass die Nasen, 14 das Verkleidungselement 18 untergreifen. Alsdann wird in den Halsbereich 2 die Hülse 3 eingeschraubt, bis sich deren 30 Kopfteil 16 an der Ansenkung 21 festlegt und es so zu einem Verspannen des Verkleidungselementes 18 mit den Nasen 14 bzw. dem Halsbereich 2 kommt. In der Folge wird die Senkkopfschraube 4 zur Verankerung des in eine Aufnahmeöffnung 22 eines Bauwerksteiles 23 eingeführten Spreizabschnit-35 tes 1 eingedreht. Diese montierte Stellung ist der Fig. 5 entnehmbar.
Eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemässen Spreizdübels ist in der Fig. 6 gezeigt. Der Spreizabschnitt ist 40 hier analog jenem gemäss Fig. 1 ausgebildet, sodass auf dessen Darstellung verzichtet wurde. Der an dem Spreizabschnitt wiederum anschliessende, gesamthaft mit 25 bezeichnete Halsbereich weist ebenso eine Axialbohrung 26 auf, die jedoch nicht mit einem Gewinde versehen ist. In gleicher Weise 45 sind ebenso selbstfedernde Abstützteile 27 vorhanden. Als Spreizelement dient ein Schraubstift 28, mit einem als Aussen-sechskant 29 gestalteten rückwärtigen Endabschnitt, dessen grösster Durchmesser kleiner als jener der Axialbohrung 26 ist. Die Zone des Aussensechskantes 29 trägt eine Sackloch-50 bohrung 31 mit Gewinde, um den Schaft 32 einer gesamthaft mit 33 bezeichneten und als Gegenhalter dienenden Kopfschraube aufzunehmen. Letztere spannt mit ihrem Kopf 34 ein Verkleidungselement 35 gegen die Nasen 36 der Abstützteile 27.
55 Die Abstützteile können anstelle der gezeigten fingerartigen Ausbildung auch beispielsweise als in taschen- oder fensterartige Ausnehmungen des Halsbereiches rückschwenkbare Lappen oder Flossen gestaltet sein, die mit einer ihrer Längskanten in gelenkiger Weise mit dem Halsbereich verbunden sind.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Spreizdübel zur Abstandsbefestigung von Verkleidungselementen an Bauwerksteilen, mit einem in bauwerksseitige Aufnahmeöffnungen einführbaren, von einem Spreiz-element aufweitbaren Spreizabschnitt, einem an den Spreizabschnitt anschliessenden Halsbereich und am Halsbereich angeordneten elastisch zurückweichbaren Abstützteilen für die Verkleidungselemente, wobei die Verkleidungselemente von einem Gegenhalter gegen das Abstützteil spannbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Gegenhalter (3,33) gegenüber dem Halsbereich (2,25) und dem Spreizelement (4,28) axial verstellbar ist.
2. Spreizdübel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gegenhalter als am Halsbereich (2) festlegbare Hülse (3) ausgebildet ist.
3. Spreizdübel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gegenhalter als am Spreizelement (28) festlegbarer Kopfbolzen (33) ausgebildet ist.
4. Spreizdübel nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass zur Festlegung des Gegenhalters (3) eine Ge-windeverbindung (9,15,31,32) vorgesehen ist.
5. Spreizdübel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass am Halsbereich (2) Gewindesegmente (9) für den Gegenhalter (3) vorgesehen sind.
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