CH643208A5 - Displacement device for heavy structural parts - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Verschiebeeinrichtung für schwere Konstruktionsteile nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Die Verschiebeeinrichtung ist vor allem für Tragelemente, Brückenteile, Träger und andere schwere Konstruktionsteile bestimmt.
Es ist bekannt, beispielsweise Brückenteile von dem neben der Verwendungstelle gelegenen Herstellungs- oder Montageort auf Gleitschienen, Rollen od. dgl. an die Verwendungsstelle zu verschieben.
Bei der Anwendung von Seilen od. dgl. Zuggliedern wird beim Beginn des Einwirkens der verschiebenden Zugkraft die ruhende Reibung plötzlich und ruckartig überwunden (Losbrechmoment). Daher entstehen stossartige Bewegungen des zu verschiebenden Teils. Die Zugglieder sind teuer und haben eine eher beschränkte Lebendsdauer. Zu ihrer Verankerung sind eigene Zug-Widerlager erforderlich, ebenso müssen an dem zu bewegenden Konstruktionsteil eigene Verankerungen für die Seile od. dgl. angebracht werden. Die ganze Arbeitsweise ist langsam, umständlich und ungeanu.
Beim Verschieben der Konstruktionsteile mit hydraulischen Pressen sind Einrichtungen zum Festklemmen der Pressenwiderlager auf den Gleitschienen od. d'gl. notwendig; diese Klemmednrichtungen müssen nach jedem Arbeitshub der Pressen in umständlicher Weise umgesetzt werden; vgl. z.B. AT-PS 327 984 von Held & Francke. Nachteilig hiebei ist weiters, dass die Klemmeinrichtungen durch das auf der Gleitschiene immer vorhandene Schmier-5 fett für die Gleitschuhe, auf denen das Konstruktionselement aufruht, beeinträchtigt werden. Die hydraulische Klemmpresse muss daher reichlich bemessen werden und wird daher in der Anschaffung und im Betrieb teuer. Wird auf die Klemmpresse verzichtet, dann müssen besondere io Widerlager vorgesehen werden, die in eigens hiefür vorzusehende Aussparungen des Fundamentes, Unterbetons od. dgl. eingelegt und umgesetzt werden müssen. Durch das notwendige Umsetzen dieser Widerlager wird auch hier die Arbeitsweise zeitraubend, umständlich und teuer.
is Bei beiden üblichen Vorgangsweisen werden Gleitvorrichtungen mit Stahl auf Stahl mit Schmierung, Rollen oder Teflongleitschuhe od. dgl. verwendet.
Ziel der Erfindung ist die Behebimg der oben angegebenen Nachteile; mit Hilfe der erfindungsgemässen Ein-2o richtung ist es möglich, schwere Konstruktionsteile, z.B. Eisenbahnbrücken und dgl., in kürzester Zeit von einem Ort an den anderen, ohne schwere Widerlager umsetzen zu müssen, zu verschieben. Insbesondere bei Eisenbahnstrecken mit starkem Verkehr ist die Verschiebezeit von 25 grosser Bedeutung, um Störungen des Verkehrs möglichst zu vermeiden.
Dies wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruches 1 erreicht.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfin-30 dungsgemässen Verschiebeeinrichtung dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 eine Seitenansicht der Verschiebeeinrichtung,
Fig. 2 eine Draufsicht auf eine Gleitschiene samt Stütz-schienfen,
35 Fig. 3 einen vergrösserten Schnitt nach der Linie III-I'II in Fig. 1,
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 1 und
Fig. 5, 6 und 7 den Stützteil 11 in drei Rissen vergrös-sert dargestellt.
40 Der zu verschiebende Konstruktionsteil —■ z.B. eine Betonbrücke — ist mit 1 bezeichnet. Er ruht über Gleitschuhen 2, welchen Zwischenlangen 3 und Führungsbacken 4 zugeordnet sind, auf den Gleitschienen 5, die auf einer Unterlagplatte 6 liegen. Mittels nicht gezeigten Schrauben 45 oder Niederhaltewinkeln ist die Schiene 5 samt der Unterlagplatte 6 auf dem Fundament befestigt.
Zum Verschieben des Konstruktionsteils 1 sind jeweils Paare von hydraulischen Pressen 7 vorgesehen. Hiebei ist so zu jeder Seite der Schiene 5 eine Presse 7 angeordnet. An jedem Ende der Pressen 7, d.h. sowohl am Zylinderteil als auch am Kolbenteil, ist ein Gelenk 8 bzw. 9 vorgesehen, wobei das Gelenk 8 die Verbindung zwischen dem Zylinderteil und einer Befestigungsplatte 10 herstellt und 55 das Gelenk 9 den Kolben der Presse 7 an den Stützteil 11 anschliesst. Die Befestigungsplatte 10 dient zur festen Verbindung der Presse 7 mit dem Konstruktionsteil 1, etwa durch Schrauben.
Zu jeder Seite der Schiene 5 ist auf der Unterlagplatte 6 60 eine Stützsch'iene 12 etwa durch Schweissen befestigt. Diese Stützschienen 12 sind mit einer sägezahnartigen Verzahnung versehen, bei welcher der Winkel zwischen ansteigender und abfallender Flanke an der Zahnspitze (und damit auch an den Zahnfüssen) vorzugsweise 90° beträgt. Die 65 Zahnteilung (Länge eines Zahnes) ist höchstens gleich dem Hub der Pressen 7. Die Gesamtlänge der Stützschienen wird, soweit möglich, so gross wie der Verschiebeweg des Konstruktionsteils 1 gemacht.
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In Fig. 4 ist zu erkennen, dass neben den Gleitscbienen 5 die Auflager 13 für den Konstruktionsteil 1 vorgesehen sind.
Der in den Fig. 5, 6 und 7 gezeigte Stützteil 11 besteht aus einer Stützplatte 15 mit einer Ausnehmung 16 für den Kopf der Gleitschiene 5, aus vier Längsplatten 1[7, deren jede eine Bohrung 18 für einen Bolzen zur Verbindimg mit dem Kolbenteil von Pressen 7 aufweist, wobei je ein Kolbenteil zwischen je zwei Längsplatten zu liegen kommt (von den beiden Pressen 7 sind nur die Mittellinien gezeichnet). Auf diese Weise wird das Gelenk 9 gebildet. Durch zwei Deckplatten 19, 20 wird der Stützteil ausgesteift. Alle die genannten Teile sind, wie in den Fig. 6 und 7 angedeutet ist, durch Schweissnähte miteinander zum Stützteil 11 verbunden.
Die Arbeitsweise der erfindungsgemässen Einrichtung ist wie folgt:
Nach Fertigstellung des Konstruktionsteils 1 werden die hydraulischen Pressen 7 mittels der Platten 10 an diesem befestigt; der Stützteil 11 wird bei eingefahrener Presse 7 in die Verzahnung der Stützschienen 6 eingelegt. Sodann werden die Pressen 7 mit Drucköl beaufschlagt und schieben den Konstruktionsteil 1 auf den Schienen 5 um eine Strecke vorwärts, die dem Pressenhub entspricht. Durch Umschalten der Ölzufuhr werden sodann die Pressenkolben eingezogen. Dabei wird der Stützteil 11 zum Konstruktionsteil 1 hin gezogen und fällt am Ende dieser Einziehbewegung in den nächsten Zahn der Stützschienen 6 ein. Die Pressen können wieder mit Druck beaufschlagt werden, womit sich das Spiel wiederholt. Das Umsetzen der Stützteile 11 erfolgt also vollkommen selbsttätig ohne Zutun von s Bedienungspersonen.
Ist der Konstruktionsteil 1 am Verwendungsort angelangt, so wird er mittels der hydraulischen Hubeinrichtungen 14 angehoben. Dadurch werden die Gleitschuhe 2 entlastet und können samt den Führungsbacken 4 und gelo gebenenfalls mit den Zwischenlagen 3 vom Konstruktionsteil 1 angenommen werden. Ebenso können die Gleitschienen 5 und die Stützschienen 12 samt den Unterlagsplatten 6 entfernt werden. Nach Durchführung dieser Arbeiten wird der Konstruktionsteil 1 auf die Auflager 13 abgesenkt. 15 Die Hubeinrichtungen 14 werden eingezogen und weggenommen.
Durch die erfindungsgemässe Einrichtung sind die Arbeitsphasen sehr kurz und die Verschubgeschwindigkeit ist im wesentlichen nur von der Pressengeschwindigkeit für das 20 Schieben und für das Einfahren der Pressen abhängig. Mit dieser Einrichtung ist es möglich, Tragwerke mit einem Gewicht von mehreren Tausend kN in einer Stunde um etwa zehn Meter zu verschieben.
Selbstverständlich können im Rahmen der Erfindung 25 verschiedene konstruktive Abänderungen vorgenommen werden. So besteht die Möglichkeit, anstelle von Paaren hydraulischer Pressen auch einzelne Pressen zu verwenden.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (10)
1. Verschiebeeinrichtung für schwere Konstruktionsteile mit einer Gleiteinrichtung und hydraulischen Schiebepressen, welche einerends an dem zu verschiebenden Konstruktionsteil zu befestigen sind und andernends ein Stützelement tragen, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine ortsfeste, zahnstangenartige Stützschiene (6) vorgesehen ist, in deren Zähne das Stützelement (11) einfallen kann.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützschiene (6) mit sägezahnförmigen Schrägzähnen versehen ist und dass der Winkel an der Zahnspitze im wesentlichen ein rechter Winkel ist.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahnteilung der Stützschiene (6) höchstens dem Hub der Schiebepressen (7) gleich ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützschiene (6) mit einer Gleitschiene (5) starr verbunden ist.
5. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützschiene (6) unabhängig von einer allfälligen Gleitschiene (5) an einer Unterlage befestigt ist.
6. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützelement (11) mit dem einen Ende der Schiebepresse (7) gelenkig verbunden ist, deren anderes Ende an der zu verschiebenden Konstruktion ebenfalls über ein Gelenk (9) befestigbar ist.
7. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine mit hydraulischen Pressen ausgerüstete Gleiteinrichtung zum gleichmässigen Übertragen der lotrechten Lasten vorgesehen ist.
8. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleiteinrichtung als Gleitschiene ausgebildet ist, welcher Gleitschuhe zugeordnet sind.
9. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitschuhe teflonüberzogen isnd.
10. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitschuhe mit druckfesten Spezialfetten versehen sind.
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