CH643304A5 - Verfahren zur herstellung von fasern aus thermoplastischen mischpolymerisaten des acrylnitrils. - Google Patents

Verfahren zur herstellung von fasern aus thermoplastischen mischpolymerisaten des acrylnitrils. Download PDF

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CH643304A5
CH643304A5 CH1099279A CH1099279A CH643304A5 CH 643304 A5 CH643304 A5 CH 643304A5 CH 1099279 A CH1099279 A CH 1099279A CH 1099279 A CH1099279 A CH 1099279A CH 643304 A5 CH643304 A5 CH 643304A5
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tapes
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Hans Dr Abrecht
Max Dr Schuler
Guido Dr Stampa
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Lonza Ag
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    • D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01D—MECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
    • D01D5/00—Formation of filaments, threads, or the like
    • D01D5/42—Formation of filaments, threads, or the like by cutting films into narrow ribbons or filaments or by fibrillation of films or filaments
    • D—TEXTILES; PAPER
    • D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01F—CHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F6/00—Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof
    • D01F6/28—Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof from copolymers obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds
    • D01F6/38—Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof from copolymers obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds comprising unsaturated nitriles as the major constituent

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Description

643304
PATENTANSPRÜCHE
1. Verfahren zur Herstellung von Fasern auf der Grundlage von thermoplastischen Mischpolymerisaten des Acrylni-trils, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Mischpolymerisat mit 45 bis 96 Gew.% Acrylnitril und mindestens einer weiteren Monomerkomponente enthaltendes Ausgangsprodukt in einem Schmelzverfahren zu Folien, Bändern oder Schläuchen verarbeitet, diese anschliessend bei Temperaturen, die 10 bis 70°C über der jeweiligen Glasumwandlungstemperatur liegen, durch Recken uniaxial orientiert und auf-spleisst.
2. Verfahren gemäss Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Mischpolymerisate, enthaltend 45 bis 96 Gew.% Acrylnitril und 4 bis 55 Gew.% Ester der Acrylsäure, Ester der Methacrylsäure, Styrole, Vinylchlorid, Vinyliden-chlorid, Vinylpyridin, Vinylester, Vinyläther und/oder polymerisierbare Kohlenwasserstoffe, verarbeitet.
3. Verfahren gemäss Patentansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man Mischpolymerisate verarbeitet, die durch eine Pfropfungsreaktion auf eine vorgelegte Elastomerphase erhältlich sind.
4. Verfahren gemäss Patentansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man die Folien, Bänder und Schläuche um das 2- bis 20-fache uniaxial reckt.
5. Verfahren gemäss Patentansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufspleissen derart vorgenommen wird, dass Stapelfaserflocken erhalten werden.
6. Fasern, hergesetellt nach dem Verfahren gemäss einem der Patentansprüche 1 bis 5.
7. Verwendung von Fasern gemäss Patentanspruch 6 zur Herstellung von Vliesen, Netzen, Geweben oder Gewirken.
Es ist bekannt, Fasern aus thermoplastischen Polymerisaten oder Mischungen von thermoplastischen Polymerisaten herzustellen. In der Regel werden Fasern durch Schmelzspinnen oder durch Spinnen aus Lösungsmitteln hergestellt. Für die Weiterverarbeitung, insbesondere zu Vliesen, Gewirken oder Geweben, die ihrerseits als Verbund- und Füllmaterial Verwendung finden sollen, weisen derartige Fasern aber zu starke textile Eigenschaften auf. Das heisst, derartige Fasern weisen eine zu grosse Reiss- oder Bruchdeh-nüng auf.
Es wird, um eine hohe Verstärkungswirkung zu erzielen, eine Faser benötigt, die eine hohe Reissfestigkeit bei geringster Reiss- oder Bruchdehnung aufweist.
Ziel der Erfindung ist es, solches Fasermaterial herzustellen und entsprechend der obigen Beschreibung zum Einsatz zu bringen.
Erfindungsgemäss erfolgt das mit einem Verfahren nach Patentanspruch 1. Es hat sich gezeigt, dass sich bevorzugt extrudierte Folien, Schläuche oder Bänder aus einem Mischpolymerisat des Acrylnitrils, insbesondere mit Estern der Acrylsäure, beispielsweise Acrylsäuremethylester oder Acryl-säureäthylester, Estern der Methacrylsäure, beispielsweise Methacrylsäuremethylester oder Methacrylsäureäthylester, Styrole, beispielsweise Styrol oder Methylstyrol, Vinylchlorid, Vinylidenchlorid, Vinylpyridin, Vinylester, wie Vinyl-acetat, Vinyläther, beispielsweise Methylvinyläther oder Äthylvinyläther und/oder polymerisierbare Kohlenwasserstoffe, beispielsweise Äthylen, Propylen, Buten-1, Isobuten, Penten-1, Hexen-1,2-Methylbuten-l, 2-Methylpenten-l, 4-Methylpenten-l oder Inden, nach dem erfindungsge-mässen Verfahren zu Fasern verarbeiten lassen.
Das Mischpolymerisat kann gegebenenfalls auch Füllstoffe und Pigmente, wie Russ, TiÖ2, Kreide, Hochofenschlacke etc., enthalten.
Von besonderer Bedeutung sind Mischpolymerisate, die durch eine Pfropfungsreaktion eines wie vorstehend definierten Mischpolymerisates auf eine vorgelegte Elastomerphase erhalten wurden. Die Elastomerphase kann beispielsweise hautpsächlich Anteile von Butadien mit Acrylnitril, Styrol und/oder Isopren enthalten.
Mischpolymerisate, die auf einer Pfropfungsreaktion beruhen, weisen eine verbesserte Schlagzähigkeit auf; damit kann auch das Reckverhältnis erhöht werden und es resultieren Fasern mit höherer Festigkeit.
Die feinverzweigte, verästelte Struktur der einzelnen Faser prädestiniert das erfindungsgemäss hergestellte Produkt für Einsatzgebiete, die unter der Bezeichnung Nonwovens bekannt sind. Durch die polaren Gruppen des Mischpolymerisates wird eine äusserst gute Haftung, beispielsweise an cel-lulosehaltigen Produkten oder in Laminierharzen, erreicht. Diese Hafteigenschaften prädestinieren die genannten gespleissten Fasern als Verstärkungs- und Füllmaterial in Formkörpern aller Art. Die Steifheit der einzelnen Faser wiederum betont derartige Anwendungsmöglichkeiten.
Zur Ausführung des Verfahrens wird beispielsweise mit einem Extruder, welcher mit einer Breitschlitzdüse oder einem Blaskopf ausgerüstet ist, oder mit einem Kalander zu Schläuchen oder Folien und Bändern extrudiert oder kalan-driert. Die Verarbeitungstemperatur richtet sich nach dem zum Einsatz gelangenden Mischpolymerisat und kann vom Fachmann individuell nach den Erfordernissen der Praxis ermittelt werden. Die Schläuche, Folien oder Bänder kühlt man auf Temperaturen ab, die 10 bis 70°C über der Glasumwandlungstemperatur liegen und reckt dann auf einem Abzugswerk vorzugsweise um das 2- bis 20-fache. Das dem eingesetzten Mischpolymerisat optimal entsprechende Reckverhältnis kann leicht durch Versuche ermittelt werden. Grundsätzlich gilt die Regel, dass die Neigung zum Spleissen sich mit abnehmender Reckungstemperatur, zunehmendem Reckungsgrad und mit Erhöhung der Reckgeschwindigkeit vergrössert.
Die Schläuche, Folien oder Bänder werden beispielsweise nach dem Extrudier- oder Kalandrierprozess auf die entsprechenden Temperaturen gekühlt und dann gereckt. Es ist aber auch möglich, die Produkte nach dem Extrudieren oder Kalandrieren zu kühlen, zu lagern und nachträglich wieder auf die notwendigen Temperaturen zu erwärmen und dann zu recken.
Die gereckten Schläuche, Folien oder Bänder werden auf an sich bekannte Weise gespleisst. Die derart verarbeiteten Mischpolymerisate weisen eine ausserordentlich gute Spieissfähigkeit auf. So kann das Spleissen beispielsweise durch Nadeln mit Nadelwalzen, Kardieren, Verdrillen, Ritzen, Quetschen, Reiben, Bürsten oder Behandlung mit Wasserstrahl, Ultraschall oder Druckluft erfolgen.
Diese extrudierten und gereckten Folien, Schläuche oder Bänder können, geschnitten im Stapel von 2 bis 40 mm Länge, gespleisst werden, oder die Folien, Schläuche oder Bänder können zu Endlosfasern gespleisst und diese gegebenenfalls im Stapel von 2 bis 40 mm Länge geschnitten werden.
In einer zweckmässigen Ausführungsform spleisst man mit einer Öffnungsmaschine. Öffnungsmaschinen sind aus der Textilindustrie bekannt und gehören zur Gruppe der Reiss-machinen, die beispielsweise textile Abfälle und unsaubere Baumwolle oder Baumwollabfälle für neue Verwendungszwecke aufschliessen, d.h. wieder in eine feinfasrige Form zurückführen.
Unter der Gruppe der Öffnungsmaschinen wird bevorzugt
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eine Sägezahn-Öffnungsmaschine angewendet. Besonderes Merkmal letzteren Gerätes ist, dass der sogenannte Öff-nungs-Tambour mit einer sägezahnartigen Oberfläche versehen ist. Durch die Anwendung von Öffnungsmaschinen werden die Fasern in Form von Stapelfaserflocken erhalten, s Diese Fasern liegen dann in feinster Form und anisotrop vor.
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Der Schutz der Erfindung erstreckt sich auch über die Fasern, hergestellt nach dem erfindungsgemässen Verfahren.
Die Fasern werden in Form von Vliesen, Netzen,
Gewirken oder Geweben verwendet. Dabei ist die Verwendung der Faser als solche, in kurz- oder langfasriger Form, in keiner Weise ausgeschlossen.
B
CH1099279A 1979-12-12 1979-12-12 Verfahren zur herstellung von fasern aus thermoplastischen mischpolymerisaten des acrylnitrils. CH643304A5 (de)

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