CH643311A5 - Points with points blades which slide on slide chairs - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Weiche mit auf Gleitstühlen gleitenden Weichenzungen. Bei schienengebundenen Fahrzeugen muss die Weichenzunge bekanntlich zur Wahl der Fahrstrasse umgelegt werden, wobei sie über Gleitstühle, denen sie unter Andruck anliegt, gleitet. Die Gleitstühle müssen häufig geschmiert werden, um ein Blockieren des Weichenantriebs zu verhindern. Die Nachteile einer derartig geschmierten Weiche bestehen darin, dass einmal grosser Unterhaltsaufwand erforderlich ist, zum anderen eine nicht unerhebliche Verschmutzung entsteht. Eine nicht kontrollierbare Menge Schmieröl sickert ständig ins Erdreich ein. Es sind bereits Lösungsversuche bekannt, die obigen Nachteile abzustellen. Eine Ausführung besteht darin, den Gleitstuhl als Verbundkörper auszuführen. Dabei werden auf dem aus
Stahl bestehenden Gleitstuhl Gleitwerkstoffe wie z.B. Bronze aufgelötet. Ein Nachteil dieser Ausführung besteht darin,
dass nach dem Aufbringen des Gleitwerkstoffs eine Bearbeitung erfolgen muss, ausserdem ist der Gleitreibungskoeffi-5 zient bei dieser Gleitpaarung, Bronze/Eisen, noch so gross, dass auf eine Zusatzschmierung nicht verzichtet werden kann.
Es wurde deshalb versucht, den Gleitstuhl durch Gleitschienen aus reinem Kunststoff zu ersetzen. Das kann jedoch io beim Lösen der Gleitschienen zum Verklemmen der Weichen führen. Ausserdem erfordert eine massive Gleitbahn aus Kunststoff bei der üblichen Befestigung auf einer Gleitstuhl-Rippenplatte eine völlig neuartige Konstruktion der Platte, die nur schwer als prsatz für die heutigen Platten in Frage 15 kommt. Der Abfall der Druckfestigkeit von Kunststoffen bei höheren Temperaturen engt den Einsatzbereich erheblich ein.
Die Aufgabe der Erfindung wird darin gesehen, eine Weiche zu entwickeln, die ohne Schmierung bei geringem Kraftbedarf einen störungssicheren Betrieb gewährleistet. 20 Diese Aufgabe wird bei einer Weiche mit auf Gleitstühlen gleitenden Weichenzungen dadurch gelöst, dass zumindest die den Zungen zugekehrten Teile der Gleitstühle aus einem porösen Werkstoff mit einem infiltrierten Gleitwerkstoff bestehen. Diese Lösung weist viele Vorteile auf. Als Gleit-2s Werkstoff kann ein Werkstoff mit relativ geringen mechanischen Festigkeitswerten verwendet werden, weil der poröse Werkstoff als Träger fungiert. Der kleine Reibungskoeffizient auch in trockenem Zustand erfordert nur geringe Umlegekräfte für den Weichenantrieb. Es sind keine besonderen 30 Befestigungsmittel für den Gleitwerkstoff erforderlich, die beim evtl. Lösen ein Verklemmen der Weichenzunge hervorrufen könnten. Es ist keine nachträgliche Bearbeitung der Gleitstühle erforderlich wie bei der Auflötung von Bronze, und bei Anwendung von Gleitstuhl-Rippenplatten kann die 35 bisherige Konstruktion beibehalten werden.
Im einzelnen kann die Erfindung wie folgt vorteilhaft ausgestaltet sein.
Ein besonders gutes Gleitvermögen wird dadurch erreicht, dass der Gleitwerkstoff an der Oberfläche des Gleitstuhls als 40 dünne Haut vorhanden ist und mit dem infiltrierten Gleitwerkstoff verzahnt ist.
Es ist einfach und zweckmässig, den gesamten Gleitstuhl aus dem porösen Werkstoff mit dem infiltrierten Gleitwerkstoff auszubilden. Dabei werden Trennschichten und durch 45 die Infiltrierung des gesamten Gleitstuhls mit dem Gleitwerkstoff Korrosionsprobleme vermieden, insbesondere auch Unterrostungen.
Der poröse Werkstoff kann in einfacher Weise formgenau unter Vermeidung von Nacharbeiten mit sehr guten Festig-50 keitswerten als Sinterwerkstoff auf Eisen-Basis hergestellt werden.
Es ist auch möglich, Verbundwerkstoffe mit Eigenschmierwirkung einzusetzen. Diese unterstützen die Wirkung des infiltrierten Gleitwerkstoffs und verbessern besonders die 55 Notlaufeigenschaften. Als derartiger Verbundsinterwerkstoff eignet sich z.B. ein auf Kupfer-Kohlenstoff-Eisen-Basis beruhender Werkstoff.
Dadurch, dass der Gleitwerkstoff ein Kunststoff ist, bildet sich beim Infiltrieren an der Oberfläche des Gleitstuhls eine 60 dünne, zusammenhängende Haut aus Kunststoff, die mit dem infiltrierten Kunststoff verzahnt ist und so eine sehr gute Haftfähigkeit aufweist. Die Kunststoffschicht sichert bei zufälliger örtlicher Zerstörung durch Schmierung durch den infiltrierten Werkstoff ausreichende Notlaufeigenschaften, 65 selbst bei völliger Zerstörung der Gleitschicht. So wird auch bei Beschädigung unter Vermeidung von Betriebsstörungen ohne zusätzliche Massnahmen die Betriebsfähigkeit aufrechterhalten. Als Kunststoffe eignen sich Polyamide, die
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einen hohen Schmelzpunkt von ungefähr 200° aufweisen. Polyäthylen, insbesondere Polytetrafluoräthylen, kurz Teflon genannt, eignet sich besonders gut wegen der guten Gleiteigenschaften und der hohen Temperaturbeständigkeit. Es ist auch möglich, als Gleitwerkstoff Kohlenwasserstoffe, wie Wachse und Öle mit einem Bindemittel einzusetzen.
Eine besonders hohe Konzentration des Gleitwerkstoffs an der Gleitfläche und eine entsprechend gute Schmierung kann dadurch erreicht werden, dass die Porosität des Werkstoffs des Gleitstuhls zu der den Zungen zugekehrten Fläche zunimmt.
Es ist besonders vorteilhaft, den Zungenfuss mit einem Korrosionsschutzmittel zu versehen. Durch die Verhinderung des Rostens und damit einer nachteiligen Beeinflussung der schmierlosen Auflagen und die glatte Oberfläche der Korrosionsschutzauflage wird die störungsfreie Funktion gefördert. Dies kann in einfacher und sicherer Weise dadurch erreicht werden, dass die Schienenfüsse der Weichenzunge auf der Unterseite hartverchromt werden.
Die Befestigung der Gleitstühle auf der Weichenrippen-platte erfolgt bei neuen Konstruktionen durch Aufnieten. Vorteilhaft sind dann die Nietköpfe 1 bis 2 mm versenkt angeordnet und die Bohrungen mit Gleitwerkstoff aufgefüllt. Dieses Auffüllen kann beim Infiltrieren des Gleitstuhles mit dem Gleitwerkstoff erfolgen, so dass eine geschlossene Gleitbahn, die mit dem porösen Werkstoff des Gleitstuhls verzahnt ist und die Nietbohrungen überdeckt, entsteht.
Im folgenden wird anhand einer Zeichnung ein Ausführungsbeispiel der Erfindung erläutert. Die Figur zeigt eine 5 Weichenrippenplatte mit Gleitstuhl und Weichenzunge, teilweise im Schnitt.
Bei der Weiche mit auf Gleitstühlen 1 gleitenden Weichenzungen 2 besteht der Gleitstuhl 1 aus einem Sinterwerkstoff io auf Eisenbasis mit hoher Festigkeit. Der Gleitwerkstoff, Teflon, ist in das Sintermetall infiltriert. Beim Infiltrieren, das bei erhöhtem Druck und erhöhten Temperaturen vorgenommen worden ist, ist gleichzeitig an der Oberfläche eine relativ dünne Haut 3 aus Gleitwerkstoff als Gleitbahn ent-15 standen. Diese ist mit dem infiltrierten Gleitwerkstoff durch die Infiltration verzahnt und bedarf keiner weiteren Befestigung. Die Porigkeit des Sinterwerkstoffs nimmt zu der den Weichenzungen 2 zugekehrten Fläche oder zur Haut 3 hin zu, wodurch dort besonders viel Gleitwerkstoff aufgenommen 20 werden kann. Der Gleitstuhl 1 ist mit Nieten 4 auf einer Weichenrippenplatte 5 befestigt. Die Nietenköpfe 6 sind versenkt angeordnet und die Bohrungen mit dem Gleitwerkstoff Teflon aufgefüllt, so dass eine glatte Oberfläche entsteht. Der Fuss 7 der Weichenzungen 2 ist an seiner Unterseite mit einer 25 Hartverchromung versehen.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Weiche mit auf Gleitstühlen gleitenden Weichenzungen, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die den Zungen zugekehrten Teile der Gleitstühle (1) aus einem porösen Werkstoff mit einem infiltrierten Gleitwerkstoff bestehen.
2. Weiche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gleitwerkstoff an der Oberfläche des Gleitstuhls (1) als dünne Haut (3) vorhanden ist und mit dem infiltrierten Gleitwerkstoff verzahnt ist.
3. Weiche nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die gesamten Gleitstühle (1) aus dem porösen Werkstoff mit dem infiltrierten Gleitwerkstoff bestehen.
4. Weiche nach einem der obigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der poröse Werkstoff ein Sinterwerkstoff auf Eisenbasis ist.
5. Weiche nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der poröse Werkstoff ein Verbundsinterwerkstoff ist.
6. Weiche nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbundsinterwerkstoff Eigenschmierwirkung hat.
7. Weiche nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbundsinterwerkstoff auf Kupfer-Kohlenstoff-Eisen-Basis beruht.
8. Weiche nach einem der obigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gleitwerkstoff ein Kunststoff ist.
9. Weiche nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff ein Polyamid ist.
10. Weiche nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff ein Polyäthylen ist.
11. Weiche nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff ein Polytetrafluoräthylen ist.
12. Weiche nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Gleitwerkstoff ein Kohlenwasserstoffist.
13. Weiche nach einem der obigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Porosität des Werkstoffs des Gleitstuhls (1) zu der den Zungen (2) zugekehrten Fläche hin zunimmt.
14. Weiche nach einem der obigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Zungenfuss (7) mit einem Korrosionsschutz versehen ist.
15. Weiche nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Korrosionsschutz eine Hartverchromung der Unterseite des Zungenfusses (7) ist.
16. Weiche nach einem der obigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gleitstuhl (]) auf einer Weichenrip-penplatte (5) aufgenietet (4) ist, die Nietenköpfe (6) 1 bis
2 mm versenkt angeordnet und die Bohrungen mit dem Gleitwerkstoff aufgefüllt sind.
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