CH643521A5 - Binder for producing concrete and mortar - Google Patents

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CH643521A5
CH643521A5 CH690378A CH690378A CH643521A5 CH 643521 A5 CH643521 A5 CH 643521A5 CH 690378 A CH690378 A CH 690378A CH 690378 A CH690378 A CH 690378A CH 643521 A5 CH643521 A5 CH 643521A5
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CH
Switzerland
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cement
plastic
concrete
binder
mortar
Prior art date
Application number
CH690378A
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English (en)
Inventor
Friedrich Dr Howanietz
Alexander Kozlowski
Original Assignee
Perlmooser Zementwerke Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B28/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
    • C04B28/02Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing hydraulic cements other than calcium sulfates

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Materials Engineering (AREA)
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  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)
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Description

Gegenstand der Erfindung ist somit ein Bindemittel zur Herstellung von Beton und Mörtel durch Zugabe von Wasser, das mindestens ein anorganisches, hydraulisches Bindemittel, wie z. B. Kalk oder Zement, und mindestens einen, vorzugsweise in feinverteilter Form vorliegenden, Kunststoff enthält, zur Herstellung von gegen Schlagbeanspruchung, Abrieb und Frost-Tauwechsel unempfindlichen Bauteilen und/oder Belägen, das dadurch gekennzeichnet ist, dass es neben dem anorganischen, hydraulischen Bindemittel, insbesondere Portlandzement üblicher Zusammensetzung, Eisenportlandzement, Hochofenzement, Tonerdezement, modifizierten Portlandzement auf Basis von 1 ICaO • 7A1203 • CaF2, Grenoblezement und/oder Romanzement, als Kunststoff mindestens einen, vorzugsweise in flüssigkeitsdispergierter und/oder gelöster Form vorliegenden, Kunststoff mit einem T? max-Wert, ermittelt nach DIN 53445, von weniger als — 8 °C enthält. Das Bindemittel kann in fein verteilter Form vorliegende bituminöse Stoffe, wie Bitumen und/oder Teer, in gemahlener, trockendispergierter, flüssigkeitsdispergierter und/oder gelöster Form und gegebenenfalls weitere Zusätze enthalten.
Zur Erläuterung sei ausgeführt, dass unter TXmax jene Temperatur zu verstehen ist, bei der bei einem Kunststoff das logarithmische Dekrement der Torsionsschwingungs-dämpfung, beim Test nach DIN 53445 ein Maximum durchläuft. Diese Bestimmung des TXmax-Wertes ist beispielsweise in der Firmenschrift «Acrylharzdispersionen», Röhm, Pkt. 5 S. 9,10 beschrieben.
Es sei betont, dass das erfindungsgemässe Bindemittel einen ganz gezielt ausgewählten, «fertigen» Kunststoff enthält, der während des Abbindens des Zementes nicht mehr auszuhärten braucht. Es ist also eine Dampfbehandlung oder Behandlung des gemischten Betons oder Mörtels mit Wärme zur Polymerisaion erfindungsgemäss nicht vorgesehen und nicht nötig.
Im Gegensatz zum beispielsweise in Baustoffmischungen eingesetzten plastifizierten PVA (DE-OS 1 671 078) ist bei den erfindungsgemäss einzusetzenden, Tieftemperaturkleb-rigkeit aufweisenden, Kunststoffen ein Austreten des Pla-stifizierungsmittels nicht möglich, da es nicht vorhanden ist. Dieses «Ausschwitzen» bzw. Austreten würde zu einer Ver-sprödung führen, der niedrige TXmax-Wert hingegen ist eine dem Kunststoff selbst innewohnende Eigenschaft, so dass Veränderungen durch Alterung nach dem Einbau praktisch ausgeschlossen sind und die Eigenschaften des erfindungsgemässen Betons sich unabhängig von der Temperatur und vom Alter in weiten Bereichen nicht ändern.
Durch den erfindungsgemässen Einsatz von Kunststoffen mit einem niedrigen TXmax-Wert wird weiters ganz allgemein eine für die Haltbarkeit von Betonen oder Mörteln auch in dünnen Schichten, die jeweils der Stärke des Grösst-kornes der Zuschläge entsprechend über 0,5 mm, beispielsweise von etwa 1 bis 40 mm, betragen können, entscheidende Elastizität erreicht, die sich bei Schlag- und Stossbeanspru-chung in einer stark dämpfenden Wirkung zeigt. Weiters
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Hess sich feststellen, dass bei Ausbesserungen wesentlich geringere Spannungen in den Grenzflächen Alt- und Neubeton, die beispielsweise durch das Schwinden des hydraulischen Bindemittels bei der Hydratation und durch die Längenänderung bei Temperaturveränderungen verursacht werden, auftreten.
Waren die bisher eingesetzten Bindemittel auf Basis Zement, Kunststoff und gegebenenfalls Bitumen bei Raumtemperatur oder darüber noch einigermassen tragbar, so ermöglichen die erfindungsgemässen Bindemittel die Herstellung von Belägen und Bauteilen, die auch bei Temperaturen unter 0 °C und je nach Wahl des Kunststoffes auch weit darunter ihre Elastizität beibehalten und daher gegen Stoss-, Schlag-und Abriebbeanspruchung sowie Frost-Tauwechselbean-spruchung unempfindlich sind.
Durch die oben erwähnten Zusätze bzw. deren Kombination können einerseits die Beton- bzw. Mörteleigenschaften in weitem Temperaturbereich (—36 bis +80 °C) praktisch konstant gehalten, anderseits können durch die er-fmdungsgemässe Kombination der E-Modul und somit die gewünschten Beton- bzw. Mörteleigenschaften im vorhinein - den Anforderungen entsprechend - genau angepasst werden.
Abgestuft nach dem jeweiligen Verwendungszweck und auch der bei Raumtemperatur erwünschten Elastizität wird der Timax-Wert des im Bindemittel enthaltenen Kunststoffes gewählt. Kunststoffe mit T?max-Werten von —15 bis zu —8 °C werden vorteilhaft für die Herstellung von Belägen in geschlossenen, aber ungeheizten Räumen, z.B. für Beläge in Garagen, Hallen oder dergleichen, eingesetzt.
Werden Betone für Bauteile und Beläge benötigt, die bei tiefen Temperaturen keiner Einwirkung von Salz infolge Streuung unterworfen sind, also keine extremen Tieftemperaturen aushalten müssen, so hat sich der Zusatz eines Kunststoffes mit einem TXmax-Wert unter —15 °C als vorteilhaft erwiesen.
Für Beläge und Bauteile, die infolge Salzstreuung und dadurch hervorgerufener Gefrierpunktserniedrigung extrem tiefen Temperaturen ausgesetzt sind, hat sich der Einsatz eines Kunststoffes bewährt, dessen T?max-Wert unter — 36 °C liegt.
Die mit den erfindungsgemässen Bindemitteln hergestellten Betone bzw. Mörtel, die die angeführten Kunststoffe mit niedrigem T?max-Wert enthalten, zeigen die bisher beobachteten Mängel, wie Zersplittern bei Schlagbeanspruchung und Versprödung in der Kälte nicht, da durch den Kunststoff je nach gewähltem Tlmax-Wert die ursprüngliche Elastizität über den gesamten, jeweils gewünschten Gebrauchstemperaturbereich ohne nennenswerte Änderungen beibehalten wird.
Ausserdem zeigte sich bei Untersuchungen der überraschende Effekt, dass bei Normaltemperatur, bei der Verwendung von Kunststoffen mit T? max-Werten von insbesondere unter —15 °C, die erforderliche bzw. jeweils gewünschte Elastizität durch Zugabe wesentlich geringerer Mengen an Kunststoff erzielt werden kann, als bei Mischungen, die Kunststoffe enthalten, deren TXmax-Wert höher liegt.
Die Einsparungen betragen beispielsweise bei einem T,max-Wert von — 15°C, wie sich zeigte, etwa 40% und lassen sich bei Absinken des T?max-Wertes des in der Bindemittelmischung eingesetzten Kunststoffes noch wesentlich stei-gern.
Es können die verschiedensten Klassen von Kunststoffen, also reine Polymerisate, aber auch Misch- und Co-Poly-merisate in den erfindungsgemässen Bindemitteln Verwendung finden, wenn sie nur dem Kriterium eines TXmax-Wertes, der unter dem, dem jeweiligen Verwendungszweck entsprechenden, oben angeführten TXmax-Wert liegt, genügen.
Nur beispielhaft seien genannt: reine Acrylharze, Polyacry-late, Acrylsäureester, Styrol-Butadienharze, Butadienharze, Polyvinylester (z.B. Acetate oder Chloride) und Copolymere der genannten Harze.
Der niedrige TXmax-Wert lässt sich insbesondere durch Abbrechen der Polymerisation bei bestimmter Kettenlänge erreichen. Das bringt den Vorteil, dass diese Harze im wesentlichen nicht teurer sind als die bisher in Bindemittelmischungen verwendeten. Es ist auch möglich, den TXmax-Wert durch Zugabe von Weichmachern zu senken, solche Kunststoffe sind aber, da sich im Laufe der Zeit der Weichmacher ausscheidet, für die oben beschriebenen Zwecke nicht verwendbar.
Was die Mengen Kunststoff im erfindungsgemässen Bindemittel betrifft, so haben sich Mischungen als vorteilhaft erwiesen, in denen der Kunststoff in Mengen von 3 bis 35 Gew.-%, vorzugsweise von 5 bis 20 Gew.-%, bezogen auf die Menge des anorganischen Anteiles des Bindemittels, enthalten ist.
Die Menge Bitumen und/oder Teer im Bindemittel beträgt vorteilhaft von 0,5 bis 25 Gew.-%, insbesondere yon 0,5 bis 10 Gew.-%, und vorzugsweise von 1 bis 6 Gew.-%, bezogen auf die Menge des anorganischen Anteiles des Bindemittels. Günstig kann es weiters auch sein, wenn das Bindemittel neben Zement, Kunststoff und gegebenenfalls Bitumen und/oder Teer die Betoneigenschaften regelnde Zusätze enthält, vorzugsweise a) die Anmachwassermenge, insbesondere bei gleicher Verarbeitbarkeit der Mörtel- und Betonmischung, herabsetzende Stoffe, beispielsweise kationenaktive, anionenaktive oder nichtionogene Netzmittel oder Sulfitablaugen und/oder b) die Abbindegeschwindigkeit und/oder die Erhärtung der Mischung verändernde Stoffe, beispielsweise Glukonate, Phosphate, Citrate, Weinsäure, Bernsteinsäure, Succinate, Alkalicarbonate, Silikofluoride, Aluminate, Alkali- bzw. Erdalkalihalogenide c) Mikroluftporen einführende Stoffe, wie beispielsweise natürliche Vinsolharze (Koniferenharze) oder synthetische Porenbildner, beispielsweise synthetische Seifen oder Car-boxylate und/oder d) Poren enthaltende, vorzugsweise eine geschlossene Oberfläche aufweisende, Form-Körper mit Grössen von etwa 5 (im und darüber, insbesondere von 5 Jim bis 4 mm, vorzugsweise von 10 bis 60 um, insbesondere Mikrohohlkör-per, beispielsweise Mikrohohlkugeln, aus geblähten silikatischen Stoffen, wie z.B. Perliten, Vermiculiten und/oder Blähtonen oder aus Kunststoffen, wie z.B. aus expandierten Polystyrolen (EPS), Polyurethanen, geschäumtem Polyäthylen und/oder Schaumgummi.
Die Menge des Zusatzes d) beträgt vorzugsweise 1 bis 10 Vol.-%, insbesondere von 2,5 bis 5 Vol.-%, bezogen auf das Volumen des fertigen Betons und/oder Mörtels.
Die Herstellung der Beton- oder Mörtelmischungen kann in beliebiger Weise erfolgen, d.h., die Reihenfolge der Zugabe der Bindemittelkomponenten kann beliebig gewählt werden. Es hat sich gezeigt, dass ein besonders günstiges Verhalten der fertigen Mörtel oder Betone erreicht wird, wenn man bei der Herstellung des Bindemittels, insbesondere Beton oder Mörtel, die Zuschläge zuerst mit einem Teil, vorzugsweise mit 30-70%, insbesondere etwa 50% des Kunststoffes in gelöster und/oder dispergierter Form vermischt, insbesondere umhüllt, danach die Gesamtmenge an anorganischem Bindemittelanteil zumischt, und schliesslich den jeweils restlichen Teil des Kunststoffes und gegebenenfalls die gewünschte Wassermenge zusetzt.
Enthält das Bindemittel noch zusätzlich Bitumen, so ist es vorteilhaft, wenn man die Zuschläge mit mindestens einem Teil, vorzugsweise 30-100%, insbesondere 70-100%,
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des Bitumens und/oder Teers und gegebenenfalls einem Teil, vorzugsweise 30-70%, insbesondere etwa 50%, des Kunststoffes vermischt, insbesondere umhüllt, danach die Gesamtmenge anorganischem Bindemittelanteil zumischt und schliesslich den jeweils restlichen Teil oder die Gesamtmenge des Kunststoffes und gegebenenfalls den restlichen Teil des Bitumens und/oder Teers und gegebenenfalls die gewünschte Wassermenge zusetzt.
Die Erfindung wird anhand der nachstehenden Versuchsbeispiele, die in Tabellenform zusammengefasst sind, erläutert.
Beispiele 1-14
Zement, Kunststoff(e) und gegebenenfalls Bitumenemul-sion(en) wurden in den aus der folgenden Tabelle ersichtlichen Mengen mit den Zuschlägen in trockener Form und mit einer Kornzusammensetzung nach ÖNorm B 3304 im Zwangsmischer mit dem zur Erreichung der erforderlichen Verarbeitungskonsistenz benötigten Wasser gemischt und in die Prüfkörper eingebaut.
Die Lagerung bis zur Prüfung erfolgte unter Normklima. Zur Bestimmung der mechanischen Eigenschaften (E-Mo-dul) bei tiefen Temperaturen wurden die Prüfkörper 4 Stunden vor der Prüfung gefrostet.
s Die Frost-Tauwechselbeanspruchung bei gleichzeitiger Schlageinwirkung erfolgte in nachstehender Weise:
Sämtliche in der Tabelle angeführten Zement- und Kunststoffmischungen mit oder ohne Bitumenemulsionen wurden auf einen Normalbeton, der der Mischung 1) ent-io sprach, in einer Schichtdicke von 4 cm appliziert und nach dem Erhärten der Frosteinwirkung im Gefrierschrank ausgesetzt, wobei nach einer Gefrierzeit von 4 Stunden die Probekörper während einer Stunde im 50 °C warmen Wasser zwischengelagert wurden. Halbstündlich erfolgte durch Herls ausnähme der Prüfkörper die Schlagbeanspruchung durch Prellen mit dem Gerät nach Schmidt. Dieser Behandlungszyklus wurde bis zum Loslösen oder Zersplittern des Neubetons fortgesetzt. Überschritt die Haltbarkeit der Mischung 70 Frost-Tauwechselzyklen, unter gleichzeitiger Schlagbeanspruchung, wurde der Versuch abgebrochen.
20
Tabelle
No. Zement Kunststoffe berechnet auf das Trockengwicht W/Z-Wert Raumgewicht kg/m3 kg/m3 FB TXmax
Wert°C
Art kg/m3 FB DIN 53445 frisch T 28d
1
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2435
2
400
reines Acrylharz
40
+ 56
0,45
2443
2441
2438
3
400
Styrol Butadien
40
+21
0,45
2441
2436
2430
4
400
Acrylsäureäthylester
40
+ 18
0,45
2440
2430
2425
5
400
Acrylsäurebutylester
40
-18
0,45
2438
2431
2428
6
400
Acrylsäurebutylester
40
-46
0,45
2442
2432
2424
7
400
Styrol Butadien
40
-70
0,45
2390
2380
2374
8
400*
Acrylsäurebutylester
30
+ 18
0,47
2320
2300
2280
9
400*
Acrylsäurebutylester
30
-40
0,47
2310
2302
2284
10
400
Acrylbutylester
25
'-46
0,49
2454
2450
2443
11
400
-
-
0,45
2450
2445
2438
12
400
Vinylacetat Äthylen, Vinylchlorid
40
. -42
0,45
2220
2212
2198
13
400
Acrylsäurebutylester
100
-25
0,31
2305
2300
2286
14
400**
Acrylpropylester
20
-40
0,30
2198
2140
2100
* zusätzlich 1,5% einer 60%igen Bitumenemulsion bezogen auf das Frischraumgewicht ** zusätzlich 10% einer 60%igen Bitumenemulsion bezogen auf das Frischraumgewicht
Tabelle 1. F ortsetzung
No. Druckfestigkeit kp/cm2
Prüftemperatur nach Lagerung bei +20°C +20 °C — 15°C — 36°C
2" 7d 28d 2h 7" 28d 2" 7d 28d
1
112
390
425
-
381
424
396
444
2
118
412
500
-
450
548
-
481
561
3
74
240
304
-
285
321
-
318
378
4
84
260
330
-
305
366
350
420
5
72
224
312
-
248
364
311
382
6
69
200
300
-
201
298
220
312
7
44
112
138
-
117
141
121
136
8
55
201
280
-
244
312
-
340
430
9
54
177
244
-
188
260
198
271
10
90
220
315
-
246
338
260
350
11
300
406
-
312
404
340
412
12
-
116
121
-
198
212
248
260
13
-
180
190
-
185
200
196
204
14
-
100
112
-
160
174
-
240
268
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Tabelle 2. Fortsetzung
No. Elastizitätsmodul / statisch / kp/cm2 nach ÖNorm B 3303 Prüftemperatur nach Lagerung bei +20 C
+20 °C -15"C
7d 28d 7d 28d
1
245.000
320.000
248.000
324.000
2
212.000
318.000
242.000
358.000
3
140.000
160.000
205.000
212.000
4
152.000
206.000
230.000
321.000
5
112.000
118.000
120.000
127.000
6
98.000
100.000
100.000
102.000
7
60.000
64.000
61.000
64.000
8
100.000
120.000
205.000
291.000
9
50.000
52.000
50.000
51.000
10
125.000
140.000
134.000
160.000
11
232.000
310.000
230.000
314.000
12
112.000
122.000
146.000
160.000
13
68.000
69.000
69.000
70.000
14
12.000
13.000
48.000
49.000
Tabelle 3. Fortsetzung
No. Elastizitätsmodul / statisch / kp / cm2
nach ÖNorm B 3303
Prüftemperatur nach Lagerung bei Anzahl der Frost-Tausalzperioden und
+20°C zusätzlicher Schlageinwirkung Zementart
-36 °C
7d 28" — 15°C —36°C
1
252.000
333.000
2
271.000
364.000
4
2
3
248.000
280.000
4
3
4
265.000
357.000
4
3
5
164.000
204.000
>70
4
6
112.000
116.000
>70
>70
7
78.000
80.000
>70
>70
8
288.000
364.000
4
1
9
60.000
64.000
>70
>70
10
180.000
200.000
>70
28
11
242.000
324.000
12
200.000
228.000
>70
>70
13
71.000
72.000
>70
>70
14
81.000
82.000
>70
>70
«Ol u w
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Die Versuche zeigen, geordnet nach der Nummer der Tabelle, im wesentlichen folgendes:
1) zeigt die mechanischen Werte eines zementgebundenen Betons ohne Zusätze und das Elastizitätsverhalten unter den Temperaturbedingungen bei 20, —15 und — 36 °C.
2) Bei Zusatz einer Dispersion, bestehend aus reinem Acrylharz, dessen Tmax-Wert bei + 56 °C liegt, ist die Elastizität bei +20 °C dem des Untergrundes nahezu gleich; in der Kälte, also schon bei —15 °C, versprödet der Kunststoffanteil und damit der Belag, die Frost-Tau-Perioden liegen bei 2-4.
3) + 4) zeigen im wesentlichen ähnliche Ergebnisse, obwohl der Tmax-Wert gegenüber 2) abgesenkt ist.
5) Durch die Verwendung von Kunststoffen mit einem Tmax-Wert von —18 °C wird die Elastizität des Betons auch in der Kälte (bei —15 °C) nicht unvorteilhaft verändert.
6) + 7) zeigen, dass infolge der wesentlich tieferliegenden Tmax-Werte Elastizitätsveränderungen in der Kälte nicht ausgeprägt auftreten.
8) Dem System Zement/Kunststoff wurde zusätzlich Bitumenemulsion zugemischt, die zwar bei Normaltemperaturen die Elastizität stark verbessert, aber infolge des thermoplastischen Charakters des Bitumens bei tieferen Temperaturen den Belag dennoch versprödet.
9) Durch die Verwendung von Kunststoffen mit einem Tmax-Wert von —40 °C, bleiben die guten Elastizitätseigenschaften bis zur tiefsten Prüftemperatur trotz sonst üblicher so Versprödung des Bitumens voll erhalten.
10) Dieses Beispiel demonstriert die Möglichkeit, durch die Verwendung von Kunststoffen mit niederen Tmax-Werten zur Erreichung gleicher Elastizitätswerte gegenüber solchen mit hohem Tmax-Wert Kunststoff in einer Menge von etwa
55 40% einzusparen (siehe Vergleich zu Beispiel 4).
11) ist ein Vergleichsbeispiel wie 1), jedoch ist als Zement anstelle von modifiziertem Portlandzement auf Basis von CuAvCaFj, Portlandzement 375 eingesetzt worden.
12) zeigt, dass das Kriterium der Kälteelastizität durch
60 den Tmax-Wert, unabhängig von der Kunststoffart, gegeben ist.
13) Durch höhere Anteile an Kunststoffen entstehen hoch-oder plasto-elastische Beläge mit hervorragender Kälteelastizität.
65 14) Durch Zusammenwirken von Kunststoffen mit niederen Tmax-Werten und höherem Bitumenanteil bleibt die Kälteelastizität trotz Versprödung des Bitumens gewährleistet.
s

Claims (8)

  1. 643521
    2
    PATENTANSPRÜCHE
    1. Bindemittel zur Herstellung von Beton und Mörtel durch Zugabe von Wasser, das mindestens ein anorganisches, hydraulisches Bindemittel und mindestens einen Kunststoff enthält, zur Herstellung von gegen Schlagbeanspruchung, Abrieb und Frost-Tauwechsel unempfindlichen Bauteilen und Belägen, dadurch gekennzeichnet, dass es neben dem anorganischen, hydraulischen Bindemittel als Kunststoff mindestens einen Kunststoff mit einem T,_max -Wert, ermittelt nach DIN 53445, von weniger als — 8 °C enthält.
  2. 2. Bindemittel nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass es Kalk oder Zement, insbesondere Portlandzement, Eisenportlandzement, Hochofenzement, Tonerdezement, modifizierten Portlandzement auf Basis von
    1 ICaO • 7A1203 • CaF2, Grenoblezement und/oder Romanzement als anorganisches, hydraulisches Bindemittel enthält.
  3. 3. Bindemittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff in gelöster oder flüssigkeitsdi-spergierter Form vorliegt.
  4. 4. Bindemittel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der enthaltene Kunststoff einen Txmax'Wert von weniger als —15 °C, insbesondere von weniger als —36 °C, aufweist.
  5. 5. Bindemittel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff in Mengen von 3-35 Gew.-%, vorzugsweise von 5-20 Gew.-%, bezogen auf die Menge des anorganischen, hydraulischen Bindemittels, enthalten ist.
  6. 6. Bindemittel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich Bitumen und/oder Teer in feinverteilter Form, vorzugsweise in Mengen von
    0,5-25 Gew.-%, insbesondere von 0,5-10 Gew.-%, und besonders bevorzugt von 1-6 Gew.-%, bezogen auf die Menge des anorganischen, hydraulischen Bindemittels enthalten ist.
  7. 7. Bindemittel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, da-s durch gekennzeichnet, dass es zusätzlich die Betoneigenschaften regelnde Zusätze enthält, vorzugsweise a) die Anmachwassermenge, insbesondere bei gleicher Verarbeitbarkeit der Mörtel- und Betonmischung, herabsetzende Stoffe, beispielsweise kationenaktive, anionenaktive io oder nichtionogene Netzmittel oder Sulfitablaugen und/oder b) die Abbindegeschwindigkeit und/oder die Erhärtung der Mischung verändernde Stoffe, beispielsweise Glukonate, Phosphate, Citrate, Weinsäure, Bernsteinsäure, Succinate, Alkalikarbonate, Silikofluoride, Aluminate, Alkali- bzw.
    15 Erdalkalihalogenide und/oder c) Mikroluftporen einführende Stoffe, beispielsweise Ko-niferenharze oder synthetische Porenbildner, beispielsweise synthetische Seifen oder Carboxylate und/oder d) Poren enthaltende, vorzugsweise eine geschlossene 20 Oberfläche aufweisende, Form-Körper mit Grössen von
    5 [xm und darüber, insbesondere von 5 um bis 4 mm, vorzugsweise von 10 bis 60 um, insbesondere Mikrohohlkörper, beispielsweise Mikrohohlkugeln, aus geblähten silikatischen Stoffen, wie z.B. Perliten, Vermiculiten und/oder Blähtonen 25 oder aus Kunststoffen, wie z. B. aus expandierten Polystyrolen (EPS), Polyurethanen, geschäumten Polyäthylen und/ oder Schaumgummi.
  8. 8. Bindemittel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Komponente(n) d) in Mengen von I—10
    30 Vol.-%, vorzugsweise von 2,5-5 Vol.-%, bezogen auf das Volumen des fertigen Betons und/oder Mörtels, enthalten ist (sind).
    Es ist bekannt, Mischungen von Zement und Kunststoffdispersionen und gegebenenfalls Bitumenemulsionen, beispielsweise zur Herstellung oder zum Ausbessern von oberflächengeschädigten Betonen, zu verwenden. Ihre Anwendung in geschlossenen Räumen, unter Raumklimabedingungen, zeigt durchaus zufriedenstellende Ergebnisse. Gänzlich anders sind die Erfahrungen auf allen jenen Sektoren des Bauwesens, wo Beläge, Putze, Bauteile oder dergleichen grösseren Temperaturschwankungen und insbesondere Temperaturen unter 0 °C ausgesetzt sind. Dies gilt insbesondere auch für horizontal verlegte Beläge, wie Betonfahrbahndek-ken, die, bedingt durch Salz-Streuung, oft sehr tiefen Temperaturen ausgesetzt sind, aber dennoch ihre volle Leistungsfähigkeit beibehalten sollen. Unabhängig von Temperaturschwankungen und tiefen Temperaturen zeigen Betone auf Basis von Zement und Kunststoffen, die bisher zum Einsatz gelangen, auch wenn in der Bindemittelmischung zusätzlich Bitumina Verwendung finden, nur geringe Elastizität und Zähigkeit und infolge ihrer Sprödigkeit relativ hohe Empfindlichkeit gegenüber Schlagbeanspruchung, beispielsweise durch den Schwerverkehr, und relativ hohen Abrieb, wie z.B. durch Spikes.
    Diese Eigenschaften bisher bekannter Bindemittel auf der Basis von Zement und Kunststoffen machten sich sowohl bei neuaufgebrachten Belägen bzw. neu hergestellten Bauteilen, als auch insbesondere bei Ausbesserungen, beispielsweise auf Fahrbahndecken, Brücken oder dergleichen, wo Grenzflächen zwischen Altbeton und Neubeton auftreten, unangenehm bemerkbar.
    40 Ziel der Erfindung ist die Schaffung eines Bindemittels auf der Basis von Zement, Kunststoff und gegebenenfalls Bitumen, das für die Herstellung von Betonen oder Mörtel geeignet ist, die innerhalb eines grossen Temperaturbereiches die genannten Nachteile nicht aufweisen, gegen Schlagbean-45 spruchung, Abrieb und häufigen Frost-Tauwechsel wesentlich weniger empfindlich sind, als bisher bekannte Betone oder Mörtel und insbesondere auch bei Temperaturen unter 0 °C ein wesentlich besseres elastisches Verhalten aufweisen als bisher verwendete Betone oder Mörtel.
    so Es sei ausgeführt, dass das Prinzip - Zement mit Kunststoffen und gegebenenfalls Bitumen bzw. Teer zu vermengen - in dieser allgemeinen Form in der Patentliteratur vielfach bekannt ist. Dies geht auch aus verschiedensten Druckschriften hervor. So beschreibt die DE-OS 2116 372 ein Verfahren 55 zum Herstellen von hochfestem Zement, bei dem ein, gege-benenfalls.frühhochfester, Zement mit einem makromolekularen Material, das aus ganz bestimmten Monomeren gebildet ist, die zum Aufbau ganz bestimmter Homopolymere befähigt sind, gemischt wird. Das makromolekulare Material 60 liegt in dispergierter Form vor. Nach dem Mischen erfolgt zwingend eine Wärme- bzw. Dampfbehandlung bei 50-150 °C. Es wird dort die Härtung des Kunststoffes während des Abbindens des Zementes erreicht.
    Die DE-OS 2 449 211 beschreibt einen zementgebun-65 denen Baustoff, der als wesentliche Bestandteile Zement und einen Polymerisat-Kunststoff, z.B. Polyacrylat, sowie zwingend ein Entschäumungsmittel, das in Mengen bis zu 4,0 Gew.-%, bezogen auf die Zementmenge, vorliegen soll, ent
    hält. Diese DE-OS beschreibt an keiner Stelle das erfindungsgemäß zu lösende Problem, gegen Schlagbeanspruchung, Abrieb und insbesondere gegen Frost-Tauwechsel-Beanspruchung unempfindliche Bauteile und Beläge herzustellen.
    In der DE-OS 1 671 078 ist ein Verfahren zur Verbesserung von Beton beschrieben, bei dem im Verlauf der Betonherstellung Polyvinylacetat, also ein ganz bestimmter und üblicher Kunststoff als wässerige Emulsion, als emul-gierbares Pulver oder in Form eines plastifizierten Copoly-merisates zugegeben wird.
    Die DE-OS 1 935 507 beschreibt, ohne das Ziel und die Problematik der vorliegenden Erfindung, einen schlagfesten und frost-tauwechselbeständigen Beton und/oder Mörtel zu schaffen, im Auge zu haben, einen Zusatz zu Beton oder Mörtel, der zwingend einen bestimmten Zement, nämlich Portlandzement, als Hauptkomponente enthält. Dieser Zusatz muß ebenfalls zwingend eine «sulfitische Flüssigkeit» in Kombination mit ganz bestimmten Poly(äthylen-propylen)-glycolen enthalten.
    In allen bisher genannten Offenlegungsschriften ist im übrigen ein eventueller Zusatz von Bitumen und/oder Teer in die Kunststoff enthaltende Beton- bzw. Mörtelmischung nicht erwähnt.
    Dies gilt auch für die CH-PS 485 612, in der eine Zement und Zuschlagstoffe sowie Kunststoff enthaltende Baustoffmischung beschrieben ist, die als Zusatz zwingend Glucon-säure und/oder deren Derivate enthalten soll. Es wird in den Unteransprüchen eine Reihe von in Frage kommenden Kunststoffen aufgezählt.
    Die DD-PS 49 228 hat ein Verfahren zur Herstellung eines Baustoffes zum Gegenstand, bei dem die Bindemittel mit einer Emulsion bituminöser Stoffe versetzt werden, hier ist der Zusatz eines Kunststoffes gar nicht vorgesehen. Auch ist das Ziel des Verfahrens der DD-PS ein anderes als gemäss der Erfindung.
    In der DD-PS 47 324 ist ein Verfahren zur Verkürzung der Austrocknungszeiten und Herabsetzung der Verarbeitungstemperaturen bis — 3 °C bei Betonestrichen beschrieben, bei dem der Frischbetonmischung ein Gemisch aus einer Bitumenemulsion, Polyvinylacetat und zwingend Calciumchlorid zugesetzt wird. Bekanntlich ist der Zusatz von CaCl2 in fast allen Ländern im Hinblick auf die korrodierende Wirkung auf die Stahleinlagen für Stahl- und Spann-Beton sogar verboten.
    Obwohl hier eine Kombination von Zement, Bitumen und Kunststoff vorgesehen ist, ist das Ziel des Verfahrens gemäss der DD-PS nur die Herabsetzung der Verarbeitungstemperatur, nicht jedoch die Erreichung einer hohen Flexibilität bei niederen Temperaturen und Frost-Tauwechselbedingungen.
    Es sei also nochmals betont, dass die erfindungsgemäss zu lösende Aufgabe darin bestand, Baustoffmischungen für Bauteile und Beläge zu schaffen, die Temperaturen von unter 0 °C ausgesetzt sind und/oder, was noch viel wichtiger ist, sowohl durch Wechsel zwischen Frieren und Auftauen bei Einwirkung von Streu- und Tausalz bei sehr niedrigen Temperaturen hoch beansprucht werden als auch bei allen Temperaturen die erfindungsgemässen Eigenschaften, also die Elastoplastizität, immer erhalten bleibt. Unter diesen, bekanntlich sehr extremen Bedingungen sollen Schlagbean-spruchungs-Fähigkeit und Abriebfestigkeit der herzustellenden Bauteile und Beläge im wesentlichen jene Werte haben, wie sonst bei üblicher Temperatur bei Zusammensetzungen des Betons oder Mörtels, wie sie aus dem Stand der Technik bekannt sind. Nun ist keine der Baustoffmischungen gemäss den bisher bekannten Veröffentlichungen zur Erreichung des Effektes imstande, der erfindungsgemäss angestrebt wird.
    643521
    Erst durch die ganz gezielt für die Lösung des Problems hergestellten und an die extremen Bedingungen, die nach dem Einbau auftreten, angepassten, unten näher beschriebenen Baustoffmischungen, konnte der gewünschte Effekt erreicht werden. Es wurde nämlich gefunden, dass in der Baustoffmischung nicht irgendein Kunststoff aus der Vielzahl der üblicherweise erhältlichen und verwendeten Polymeren vorhanden sein muss, und dass es auch nicht ausreicht, davon gegebenenfalls einen elastischen oder plastischen Kunststoff auszuwählen und einzusetzen, sondern vielmehr mussten hier Kunststoffe zum Einsatz gebracht werden, die bis vor kurzem praktisch nicht erhältlich waren, und neue, nicht bekannte und unübliche Eigenschaften aufweisen.
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