CH643729A5 - Ski-schutzbrille. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Ski-Schutzbrille gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Ski-Schutzbrillen werden bekanntlich bei sehr kalter Witterung getragen und neigen in Verbindung mit der Körpertemperatur oder Schweissbildung des skifahrenden Trägers zum Beschlagen, insbesondere, wenn der Träger zum Stillstand kommt. Ein Beschlagen der Schutzbrille führt zu einer Gesichtsfeld-Beeinträchtigung und stellt eine ernste Unfallgefahr dar. Zur Vermeidung der Beschlag-Bildung am Schutzbrillenglas wurde dieses Schutzglas
(a) entweder einer chemischen Antibeschlag-Behandlung unterzogen oder
(b) doppelschichtig aus einer Innenscheibe und einer Aussenscheibe zusammengesetzt, um einen wärmeisolierenden Zwischenraum zwischen den beiden Schutzglasscheiben zu bilden.
Diese Antibeschlag-Massnahmen haben Vor- und Nachteile. Die unter (a) angegebene chemische Behandlung hat nur etwa bei Temperaturen von 0 °C oder darüber einen ausreichenden Antibeschlag-Effekt, verliert aber ihre Wirksamkeit, wenn die Oberflächentemperatur unter 0 C fällt, weil die den Beschlag bildenden Wassertröpfchen auf der Schutzglasoberfläche gefrieren.
Die unter (b) angegebene bekannte Schutzglaskonstruktion mit dem wärmeisolierenden Zwischenraum zwischen den beiden Scheiben beschlägt weder auf ihrer Frontseite durch Schweissbildung unmittelbar nach dem Stehenbleiben 5 ihres Trägers noch wird sie durch Beschlag beeinträchtigt, wenn die frontseitige Schutzglasoberfläche Temperaturen unter 0 °C erreicht.
Da der Skisport nicht ungefährlich ist, werden als Gesichtsschutz aus Sicherheitsgründen Schutzgläser aus einem io zähen Material wie Kunststoff verwendet. Derartige Kunststoff-Schutzbrillengläser haben jedoch den Nachteil, dass sich aufgrund atmosphärischer Druck- oder Temperaturänderungen bei einer Abfahrt die Druckverhältnisse im Zwischenraum zwischen den Einzelscheiben so verändern, dass 15 diese Scheiben deformiert werden und so das Blickfeld durch das Schutzglas nachteilig verändern. Wenn beispielsweise bei einem Schutzglas der innere Zwischenraum in einer grossen Höhe abgedichtet wurde, dann kommt es bei einer Abfahrt zu einer Druckdifferenz zwischen Innen- und Aussenseite 20 des Schutzglases, welche das gesamte Schutzglas deformiert und zu einem gestörten Blickfeld führt.
Zur Verminderung dieses Nachteils sind bereits Schutzgläser mit einem nadelfeinen Luftkanal in der Innenscheibe verwendet worden, welcher einen Druckausgleich zwischen 25 dem inneren Zwischenraum und dem Aussendruck ermöglicht und Verformungen des Schutzglases verhindert. Durch diesen Luftkanal in der Innenscheibe kann jedoch Wasser, Schnee oder dgl. in den Zwischenraum zwischen den Scheiben eintreten, welches mit steigender Temperatur verdampft 30 und zu einem Beschlag auf den Innenoberflächen der Scheiben führt. Die Schutzbrille wird undurchsichtig.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Ski-Schutzbrille der eingangs genannten Art so auszubilden,
dass sie unter den geschilderten Umständen frei von Be-35 schlag und ausserdem bei Druckänderungen frei von Verformungen bleibt.
Die erfindungsgemässe Lösung der gestellten Aufgabe ist in Patentanspruch 1 angegeben, vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgedankens sind in abhängigen Ansprü-40 chen sowie in der nachstehenden Figurenbeschreibung erläutert.
Die wesentlichen Merkmale der erfindungsgemässen Schutzbrille bestehen darin, dass ein Luftkanal für den Druckausgleich vorhanden, jedoch durch ein Sperrelement 45 so abgeschlossen ist, dass im wesentlichen nur Luft und kein Wasser hindurchtreten kann.
Somit wird eine erfindungsgemäss ausgebildete Ski-Schutzbrille unter allen Benutzungsbedingungen beschlagfrei bleiben und sich auch bei schnellen Abfahrten nicht verso formen, da der Druckausgleich stets gewährleistet ist. Das Eindringen von Wasser in den Zwischenraum zwischen den Schutzglas-Scheiben ist dagegen ausgeschlossen.
Als Sperrelement kann entweder ein luftdurchlässiges aber wasserabweisendes Filterelement oder ein beispielsweise 55 nach Art eines Faltenbalges oder einer Gummiblase ausgebildeter Ausgleichbehälter verwendet werden.
Nachstehend werden einige die Merkmale der Erfindung aufweisende Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf eine Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
60 Fig. 1 eine Perspektiv-Gesamtansicht eines ersten Ausführungsbeispiels,
Fig. 2 einen von hinten gesehenen Vertikalschnitt durch die rechte Hälfte dieses Ausführungsbeispiels,
Fig. 3 einen vergrösserten Teilschnitt durch eine Linie 65 III-III von Fig. 2,
Fig. 4 einen vergrösserten Ausschnitt aus Fig. 3, Fig. 5 eine schematische Darstellung einer Schicht aus Äthylen-Tetrafluorid-Kunstharzfasern,
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Fig. 6 und 7 Teilschnitte aus jeweils einem zweiten und dritten Ausführungsbeispiel,
Fig. 8 eine Teilansicht aus Richtung Vili-VIII von Fig. 7,
Fig. 9 und 10 jeweils einen Teilschnitt durch ein viertes und fünftes Ausführungsbeispiel,
Fig. 11 eine Perspektivdarstellung zu Fig. 10 beim Einsetzen eines Luftfilters,
Fig. 12 einen Teilschnitt durch ein sechstes Ausführungsbeispiel,
Fig. 13 einen Teilschnitt durch eine Ebene XIII-XIII von Fig. 12,
Fig. 14,15 und 16 jeweils einen Teilschnitt durch ein sechstes, siebentes bzw. achtes Ausführungsbeispiel,
Fig. 17 einen von hinten gesehenen Vertikalschnitt durch die rechte Hälfte eines neunten Ausführungsbeispiels,
Fig. 18 einen vergrösserten Teilschnitt durch eine Linie XVIII-XVIII von Fig. 17,
Fig. 19 und 20 jeweils einen Teilschnitt durch ein zehntes und elftes Ausführungsbeispiel,
Fig. 21 einen von hinten gesehenen Vertikalschnitt durch die rechte Hälfte eines zwölften Ausführungsbeispiels,
Fig. 22 einen vergrösserten Teilschnitt durch eine Linie XXII-XXII von Fig. 21,
Fig. 23 einen Teilschnitt durch ein dreizehntes Ausführungsbeispiel.
Die in Fig. 1 dargestellte Ski-Schutzbrille bildet ein besonders bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung, sie besteht aus einem Schutzbrillengestell 1, einem daran befestigten Gummiband 2, einem lösbar am Gestell 1 befestigten Schutzglas 3 und einer das Eindringen von Wasser verhindernden Sperre 4.
Das Schutzbrillengestell 1, besteht, wie sich aus Fig. 2 und 3 entnehmen lässt, aus einem weichen Material wie Vi-nyl oder Gummi und umfasst ein Halteprofil 5 für das Schutzglas, ein Gesichtspasselement 6 und einen die Abschnitte 5 und 6 miteinander verbindenden umlaufenden Wandabschnitt 7. Ein innenseitig an das Gesichtspasselement 6 angeklebter Anlagewulst 8 besteht beispielsweise aus einem Schaummaterial und gewährleistet einen innigen Kontakt zwischen Passlement 6 und dem Gesicht. Der Wandabschnitt 7 hat eine erforderliche Anzahl von Löchern 9 im oberen und unteren Bereich sowie Hohlräume 10 an den entgegengesetzten Enden, in die Halter 11 der entgegengesetzten Enden des Gummibandes 2 eingesetzt sind.
Gemäss Fig. 3 besteht das Schutzglas 3 aus einer Innenscheibe 12 und einer Aussenscheibe 13, die beide aus einem gefärbten transparenten Kunststoff hergestellt und so verbunden sind, dass zwischen beiden Scheiben ein als Wärmeisolierschicht dienender Zwischenraum 14 verbleibt. Zur Erzeugung dieses Zwischenraumes 14 besitzt die Aussenscheibe 13 einen integral angeformten schrägen Umfangs-Frontab-schnitt 15, welcher von aussen am äusseren Randabschnitt der Innenscheibe 12 festgeklebt ist. Dieser isolierende Zwischenraum 14 reduziert eine Wärmeübertragung zwischen Front- und Rückseite des Schutzglases 3, um die Temperatur an der Innenoberfläche des Schutzbrillengestells 1 nicht direkt auf die Frontseite der Aussenscheibe 13 zu übertragen. Dieser Zwischenraum 14 verhindert das Beschlagen der Aussenscheibe 13, wenn der Skiläufer beispielsweise eine Pause einlegt.
Die das Eindringen von Wasser in den Zwischenraum 14 des Schutzglases 3 verhindernde Sperre 4 befindet sich in einem Luftkanal 16 der Innenscheibe 12 und besteht gemäss Fig. 2 und 3 aus einem luftdurchlässigen wasserabstossenden Filterelement 17, welches an der Innenscheibe 12 gegenüber dem Luftkanal 16 befestigt ist. Dieser Luftkanal 16 ist ein winziges Loch für den inneren Druckausgleich im Zwischenraum 14 gegenüber dem Aussendruck und befindet sich möglichst dicht neben dem schrägen Wandabschnitt 15 der Aussenscheibe 13 an einem Ende der Innenscheibe 12, um das Gesichtsfeld nicht zu beeinträchtigen. Wegen dieser ex-5 tremen Randlage bleibt die Sperre 4 praktisch unsichtbar für den Träger der Schutzbrille und bietet ihm das grösstmögli-che Gesichtsfeld für den Skisport.
Das Filterelement 17 besteht aus einer luftdurchlässigen Trägerschicht 18, beispielsweise aus Nylon-Gewebe, und ei-io ner beispielsweise aus Äthylen-Tetrafluorid-Kunststoffasern bestehenden porösen Materialschicht 19 mit durchgehenden Poren, die an der Trägerschicht 18 befestigt ist. Wie Fig. 5 erkennen lässt, setzt sich diese poröse Materialschicht aus Äthylen-Tetrafluorid-Kunststoffasern aus sehr harten, fle-i5 xiblen, feinen gezogenen Fasern zusammen, bildet zahlreiche durchgehende Poren und wirkt stark wasserabstossend. Diese Materialschicht 19 aus Kunststoffasern hat folgende Eigenschaften:
durchschnittliche Porengrösse (n): 0,2-5,0 20 Porosität (%): 25-95
Luftdurchlässigkeit (cm3/min/cm2): 0,02-465
(12,4 cm H20)
Wenn beispielsweise bei einer Abfahrt der äussere atmosphärische Druck steigt, dann strömt, wie in Fig. 4 durch 25 Pfeile angedeutet ist, Aussenluft durch den Luftkanal 16 in den Zwischenraum 14, bis der Innendruck genau mit dem Aussendruck übereinstimmt. Dadurch werden jegliche Deformationen der Innen- und Aussenscheiben 12 und 13 verhindert und die Sicht nicht beeinträchtigt. Da dieser Luft-30 ausgleich über den Luftkanal 16 durch die poröse Materialschicht 19 aus den Kunststoffasern erfolgt, die stark wasserabstossend wirkt, kann keine Feuchtigkeit in den Zwischenraum 14 eindringen, auch wenn die Aussenluft sehr feucht ist oder die Aussenseite der Trägerschicht 18 mit Schnee oder 35 anderen Niederschlägen besetzt ist. Das Filterelement 17 lässt nur Luft aber kein Wasser durch. Auf diese Weise wird der Innenraum 14 des doppelschichtigen Schutzglases 3 stets vor Beschlag geschützt und eine gute Sicht gewährleistet. Gemäss Fig. 4 ist das Filterelement 17 mit der Scheibe 40 zugekehrter Äthylen-Tetrafluorid-Fasermaterialschicht 19 mittels eines Klebers 20 an der Innenscheibe 12 befestigt. Da das Filterelement 17 selbst sehr dünnwandig ausgebildet und die poröse Materialschicht 19 durch die luftdurchlässige Trägerschicht 18 geschützt und bedeckt ist, kann das Filter-45 element beim Abwischen des Schutzglases 3 bzw. der Innenscheibe 12 zum Entfernen von Schnee, Flecken oder dgl.
nicht beschädigt werden, somit ist eine leichte Reinigung ohne Gefahr einer Beschädigung der empfindlichen Materialschicht 19 möglich. Das Filterelement 17 ist somit dauer-50 haft und behält seine gewünschte wasserabstossende Wirkung zur Veränderung von Beschlag über eine sehr lange Zeit. Zur Verhütung einer Verstopfung des Luftkanals 16 ist der Kleber 20 am Umfang des Filterelementes 17 aufgetragen. Das auf diese Weise an der Innenscheibe 12 festge-55 klebte Filterlement 17 lässt sich dennoch mit Gewalt ablösen und, wenn verstopft, durch ein neues ersetzen. Beim Anbringen eines neuen Filterelementes 17 kann der Kleber 20 in Form einer relativ dicken Schicht aufgetragen werden, siehe Fig. 4, um einen geringen Abstand zwischen Innenscheibe 12 60 und Filterelement 17 einzuhalten. Dann kann bei Druckanwendung beim Reinigen das Filterelement 17 nicht durch die Kante 16a des Luftkanals 16 beschädigt werden.
Bei einem in Fig. 6 im Teilschnitt dargestellten zweiten Ausführungsbeispiel befindet sich die das Eindringen von 65 Wasser verhindernde Sperrelement 4 in einer kreisförmigen Vertiefung21 der Innenscheibe 12, weichein den Zwischenraum 14 hineinragt. In dieser Vertiefung 21 befindet sich der Luftkanal 16 und das luftdurchlässige Filterelement 17, wel
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ches so bei Reinigungsarbeiten wirksam vor dem unbeabsichtigten Lösen geschützt ist. Diese Vertiefung 21 verhindert ferner, dass das Filterelement 17 relativ zum Luftkanal 16 unbeabsichtigt verschoben wird, wenn beispielsweise beim Einsetzen des Schutzglases 3 in das Gestell 1 eine Kraft in Richtung der Schutzglasebene auf das Element wirkt.
Die in den Fig. 7 bis 11 dargestellten Ausführungsbeispiele enthalten ähnliche Schutzmassnahmen für das Filterelement 17.
Bei dem in Fig. 7 und 8 dargestellten dritten Ausführungsbeispiel befindet sich das Filterelement 17 innerhalb eines ringförmigen Rahmens 22 mit einem etwas grösseren Durchmesser, der im wesentlichen konzentrisch zu dem Filterelement 17 an der Innenscheibe 12 festgeklebt und ausserdem relativ dick ist, so dass der Benutzer mit dem Finger nicht direkt das Filterelement berühren kann.
Bei dem in Fig. 9 dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Filterelement 17 durch einen Filterrahmen 24 mit einem Boden 23 geschützt, in dem sich eine Öffnung 25 befindet, deren Durchmesser grösser als der von Kanal 16 ist. Hier kann das Filterelement 17 lediglich durch Einsetzen in einen Innenraum 26 des Filterrahmens 24 installiert werden, es bedarf keines Klebers oder dergleichen. Hat die Öffnung 25 einen grossen Durchmesser und besteht das luftdurchlässige Filterelement 17 aus Schaummaterial, nichtgewebten Fasern oder ähnlichen wasserabstossenden Materialien, dann lässt es sich einfach durch die Öffnung 25 hindurch erneuern, wenn es nach längerer Betriebszeit verstopft oder verbraucht ist.
Wird dagegen ein Filterelement 17 in Form einer Gewebebahn oder dgl. verwendet, dann kann diese mittels eines elastischen Ringes 27 aus Kunststoff, Gummi oder dgl. gemäss Fig. 10 befestigt werden. Beim Einsetzen wird einfach der elastische Ring 27 gemäss Fig. 11 verspannt und dann durch die Öffnung 25 in den Innenraum 26 eingesetzt. Dort nimmt der Ring 27 automatisch seine ursprüngliche Ringform ein und streckt dabei das Filtermaterial, wie vorgesehen, s. Fig. 10. Bei den Ausführungen gemäss Fig. 9 und 10 kann das Filterelement 17 mittels einer Nadel oder dgl. erfasst und durch die Öffnung 25 herausgezogen werden,
falls erwünscht.
Bei dem in Fig. 12 und 13 dargestellten Ausführungsbeispiel ist das luftdurchlässige Filterelement 17 mit einem Ausgleichventil 28 kombiniert und auf der Innenseite des Bodens 23 des Filterrahmens 24 gegenüber der Öffnung 25 befestigt. Das Ausgleichventil 28 begrenzt den Luftstrom durch den Luftkanal 16 bei einem starken Aussendruckanstieg. Dieses Ausgleichventil 28 besitzt eine aus einer Vinylschicht, Gummischicht oder dgl. ausgeschnittene kreisrunde Ventilscheibe 29, die in dem Innenraum 26 angeordnet und mit einem Um-fangsabschnitt an der Innenscheibe 12 befestigt ist, um mit ihrem freien Ende den Luftkanal 16 öffnen oder schliessen zu können.
Gewöhnlich lässt die Ventilscheibe 29 des Ausgleichventils 28 den Luftkanal 16 offen, s. Fig. 12, so dass der Zwischenraum 14 über den Luftkanal 16, den Innenraum 26 und die Öffnung 25 meist im Druckausgleich mit der Aussenat-mosphäre steht und nur das Eindringen von Wasser durch das Filterelement 17 verhindert wird. Wenn der Träger der Schutzbrille eine Abfahrt beginnt und dabei der Aussendruck langsam steigt, bleibt die Ventilklappe 29 noch offen, wie in Fig. 12 dargestellt, und der Innendruck im Zwischenraum 14 wird ungehindert über den Luftkanal 16 an den Aussendruck angepasst.
Begibt sich der Skiläufer dagegen auf eine steile Abfahrt, dann bringt ein schneller Anstieg des atmosphärischen Druckes die Ventilklappe 29 zur Anlage an der Innenscheibe 12, wie in Fig. 14 dargestellt. Jetzt kann die Aussenluft nur noch durch einen schmalen Spalt zwischen Ventilscheibe 29 und Innenscheibe 12 zum Luftkanal 16 und damit in den Zwischenraum 14 strömen, das Ausgleichventil ist weitgehend geschlossen. Bei fehlendem Ventil 28 könnte der Fall s eintreten, dass bei einem starken äusseren Druckanstieg eine grosse Druckdifferenz auftritt und einen so grossen Luftstrom durch das Filterelement 17 drückt, dass Schneekristalle oder Wassertröpfchen mit Gewalt mit dem Luftstrom durch das Filterelement 17 in den Zwischenraum 14 gelan-lo gen. Das hier verwendete Ausgleichventil 28 verhindert jedoch einen zu starken Luftstrom und lässt nur eine zulässige Luftmenge durch das Filterelement 17 in den Zwischenraum 14 gelangen, bei der das Filterelement 17 mit Sicherheit funktionsfähig bleibt, Wasser abstösst und das Schutzglas 3 i5 vor Beschlag schützt. Sollte durch das Ausgleichventil 28 eine geringe Druckdifferenz zwischen Innen- und Aussen-seite des Schutzglases 3 eintreten, so werden doch dessen Innen- und Aussenscheiben 12 und 13 nur in einem so geringen Umfang verformt, dass der Skisport nicht beeinträchtigt 20 wird. Der Zwischenraum 14 wird nämlich niemals ganz gesperrt, sondern bleibt in ständiger Verbindung mit der Aussenluft, auch wenn das Ausgleichventil 28 zur Begrenzung des Luftstromes geschlossen ist. Somit ist eine mit dem Ausgleichventil 28 ausgerüstete Schutzbrille gut geeignet für stei-25 le Abfahrten.
Abweichend von der Schutzglas-Ausführung, bei der die Aussenscheibe 13 einen schrägen Wandabschnitt 15 aufweist, kann gemäss Fig. 15 auch die Innenscheibe 12 einen solchen schrägen Wandabschnitt 15 aufweisen und die bei-30 den Scheiben 12 und 13 am äusseren Umfang dieses schrägen Wandabschnitts 15 vereinigt sein. Eine weitere Möglichkeit ist in Fig. 16 dargestellt: dort sind die beiden Innen- und Aussenscheiben 12,13 über einen Zwischenrahmen 30 miteinander verbunden, an dem beispielsweise die das Eindrin-35 gen von Wasser verhindernde Sperre 4 angebracht sein kann. In Fig. 15 befindet sich diese Sperre 4 an dem schrägen Wandabschnitt 15 der Innenscheibe 12.
Statt aussenseitig kann das Filterelement 17 auch an der Innenseite der Innenscheibe 12 angebracht sein, das heisst im 40 Zwischenraum 14. Ferner kann statt einer porösen Materialschicht 19 aus Äthylen-Tetrafluorid-Kunstharzfasern auch eine Schicht aus Silikon-Kunstharzfasern für das Filterelement 17 verwendet werden.
Bei den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen be-45 steht die das Eindringen von Wasser verhindernde Sperre 4 jeweils aus einem Luftkanal 16 in Verbindung mit einem luftdurchlässigen Filterelement 17. Gemäss Fig. 15 kann der Innenraum 14 jedoch auch vollständig abgedichtet und von der Aussenatmosphäre getrennt sein, wenn ein dehnbarer so Ausgleichbehälter 31 verwendet wird, wie er in den Fig. 17 bis 23 in verschiedenen Ausführungen dargestellt ist.
Der in dem Ausführungsbeispiel von Fig. 17 und 18 enthaltene Ausgleichbehälter 31 ist bestrebt, seine Form zu erhalten und besitzt oben eine Öffnung, die an der Innen-55 scheibe 12 festgeklebt ist und mit dem Luftkanal 16 in Verbindung steht. Auf diese Weise ist der Zwischenraum 14 nur über den Luftkanal 16 mit dem Ausgleichbehälter 31 verbunden und vollständig von der Aussenluft abgeschnitten, so dass kein Wasser von aussen eindringen kann. Dadurch 6o wird ein Beschlagen der Schutzbrille sehr wirksam verhindert. Bei Änderungen des atmosphärischen Aussendruckes erfolgt durch Erweiterung oder Schrumpfung des Ausgleichbehälters 31 eine Anpassung des Innendruckes im Zwischenraum 14 an den atmosphärischen Druck.
65 Wenn beispielsweise bei steigendem atmosphärischem Druck der Ausgleichbehälter 31 zusammengedrückt wird, fliesst Innenluft durch den Kanal 16 in den Zwischenraum 14, bis der Innendruck im Schutzglas 3 dem Aussendruck
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entspricht. Eine Verformung der Innen- und Aussenscheiben 12, 13 findet nicht statt. Wenn der Ausgleichbehälter 31 eine vertikal längliche Form hat und gemäss Fig. 17 am Schutzbrillengestell 1 verläuft, wird das Gesichtsfeld nur wenig beeinträchtigt. Wie in Fig. 17 strichpunktiert angedeutet, kann der Luftkanal 16 als Schlitz ausgebildet sein.
Zur Blickfelderweiterung kann der schräge Wandabschnitt 15 der Aussenscheibe 13 so abgestuft sein, dass gemäss Fig. 19 ein Kanal 33 gebildet wird, an dessen äusserem Ende der Ausgleichbehälter 31 angesetzt ist. Durch Verwendung eines länglichen Verbindungsrohres 32 gemäss Fig. 20 ist es möglich, den blasebalgartigen Ausgleichbehälter 31 innerhalb des Schutzbrillengestells 1 anzuordnen. Er ist dort durch eine Rippe 34 gehalten.
Bei dem in Fig. 21 und 22 dargestellten Ausführungsbeispiel besteht der elastische Ausgleichbehälter 35 aus einer in einem vertikal länglichen Schutzkanal 36 untergebrachten Gummiblase mit einem Anschlussschlauch 37, der mit einem Anschlussrohr 38 verbunden ist, welches in der Umgebung des Luftkanals 16 an der Innenscheibe 12 festgeklebt ist. Der Schutzkanal 36 ist lösbar in das Ende des Schutzbrillengestells 1 eingesetzt.
Auch dieser elastische Ausgleichbehälter 35 gleicht automatisch den Innendruck im Schutzglas 3 an den Aussendruck an und verhindert Scheibenverformungen. Da der elastische Ausgleichbehälter 35 sich an die Form des Schutz-5 kanals 36 anpasst, ist er besonders für enge Platzverhältnisse geeignet.
Die Ausgleichbehälter wie der blasebalgartige Behälter 31 benötigen nur so viel Kapazität, wie für den Druckausgleich zwischen Innen- und Aussenseite des Schutzglases 3 io erforderlich ist, und das ist relativ wenig. Gemäss Fig. 23 kann der schräge Wandabschnitt 15 der Aussenscheibe 13 mit einem eingeformten Aufnahmeabschnitt 39 für den bla-sebalgförmigen Ausgleichbehälter 31 versehen sein, so dass letzterer an der Innenseite der Innenscheibe 12 befestigt und i5 im Zwischenraum 14 selbst untergebracht werden kann. Dieser innenseitige blasebalgförmige Ausgleichbehälter 31 steht über den Luftkanal 16 mit der Aussenluft in Verbindung und hat in bezug auf die Verhinderung von Beschlag und Deformation die gleiche günstige Wirkung wie die zuvor be-20 schriebenen Ausführungsformen.
Beutel ohne Formbeständigkeit oder ohne Elastizität können ebenfalls als Ausgleichbehälter verwendet werden.
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5 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Ski-Schutzbrille mit einem aus einer inneren und einer äusseren Scheibe bestehenden und zwischen den beiden Scheiben einen wärmeisolierenden Zwischenraum bildenden Schutzglas, und mit einem den Druckausgleich ermöglichenden Luftkanal in der Nähe eines äusseren Randabschnitts der inneren Scheibe, dadurch gekennzeichnet, dass gegenüber dem Luftkanal (16) ein Sperrelement (4; 17; 31; 35) so angeordnet ist, dass der Durchfluss von Luft möglich ist und das Eindringen von Wasser in den Zwischenraum (14) verhindert wird.
2. Schutzbrille nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die innere und/oder die äussere Scheibe (12,13) an ihrem äusseren Umfang mit einem angeformten schrägen Wandabschnitt (15) zur Erzeugung eines Abstands versehen ist, zu dem der Luftkanal (16) und das Sperrelement (z. B. 4) gegenüberliegend angeordnet sind.
2
PATENTANSPRÜCHE
3. Schutzbrille nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrelement ein wasserabweisendes luftdurchlässiges Filterelement (17) ist.
4. Schutzbrille nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem das Eindringen von Wasser verhindernden Sperrelement ein Regulierventil (28) zugeordnet ist, welches bei einem schnellen Anstieg des Aussendruckes bis auf einen reduzierten Restquerschnitt geschlossen werden kann.
5. Schutzbrille nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das den Eintritt von Wasser verhindernde Sperrelement durch einen aufblasbaren und in Verbindung mit dem Luftkanal (16) stehenden Ausgleichbehälter (31; 35) gebildet ist.
6. Schutzbrille nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das wasserabweisende luftdurchlässige Filterelement (17) aus einer luftdurchlässigen Trägerschicht (18) und einer an der Trägerschicht befestigten porösen Materialschicht (19), welche durchgehende Poren aufweist und aus Äthylen-Tetrafluorid-Kunstharzfasern hergestellt ist, besteht.
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