CH644163A5 - Schiebernadel. - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schiebernadel mit einer Führung für den Schieber und Verwendungen der Schiebernadel.
Die Erhöhung der Produktionsgeschwindigkeit bei der Massenherstellung bildet den Grund, dass anstelle der Zungennadel immer mehr die Schiebernadel zum Einsatz kommt. Mit der kurzen schiebenden Bewegung des Schiebers einer Schiebernadel können bedeutend höhere Frequenzen erreicht werden als mit der pendelnden Hin- und Herbewegung der Zunge einer Zungennadel.
Eine bekannte Schiebernadel ist gerade ausgeführt und sie besteht aus Kopf, Schaft und Fuss. Der Kopf weist einen offenen Haken auf und während der Schaft mit einer Führung für den Schieber ausgebildet ist, ist der Fuss mit einem Nocken oder einer Ausnehmung zur Bewegungssteuerung der Nadel versehen. Der Fuss des Schiebers ist ebenfalls zur Übertragung der schiebenden Vorwärtsbewegung zum Schliessen des Hakens und der Rückwärtsbewegung zum Öffnen des Hakens ausgebildet. Obwohl die Schiebernadel gegenüber der Zungennadel eine höhere Produktionsgeschwindigkeit bei der Maschenbildung ermöglicht, bildet die notwendige Kombination einer horizontalen und einer vertikalen Hin- und Herbewegung der Schiebernadel zur Bildung einer Masche eine weitere Grenze gegenüber einer nochmaligen Produktionssteigerung.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, diese Grenze zu überwinden und durch eine oszillierende Nadelbewegung in einer einzigen Richtung bei der Maschenbildung eine weitere Produktionssteigerung zu ermöglichen. Diese Aufgabe wird durch die erfindungsgemässe Schiebernadel dadurch gelöst, dass der Führungsteil und der darin schiebbare Schieberteil gekrümmt ausgeführt sind. Vorteilhafte Ausbildungsformen der Schiebernadel ergeben sich aus den Ansprüchen 2 bis 12, während die Ansprüche 13 bis 15 vorteilhafte Verwendungen der Schiebernadel enthalten.
Anhand der schematischen Zeichnungen werden Ausführungsbeispiele der erfindungsgemässen Schiebernadel näher erläutert. Dabei zeigen:
Fig. 1 eine Ansicht eines Schnittes durch die Schiebernadelmitte gemäss Linie I-I in Fig. 2,
Fig. 2 eine teilweise geschnittene Ansicht der in Fig. 1 dargestellten Schiebernadel gemäss Linie II-II,
Fig. 3 eine Variante des Schieberteils eienr Schiebernadel,
Fig. 4 einen Schnitt durch den Schieberteil einer weiteren Schiebernadel und
Fig. 5 eine besondere Ausführung des Schiebers einer weiteren Schiebernadel.
Die Schiebernadel 1 weist einen kreisförmigen Fuss 2 mit U-förmigem Querschnitt (Fig. 2) auf. Der Fuss ist mit einem radialen Schaftteil 3 eines Schaftes 4 verbunden. Den anderen Teil des Schaftes 4 bildet ein kreisförmig gekrümmter Schaftteil 5, der rechtwinklig mit dem radialen Schaftteil 3 verbunden ist. Den Kopf der Schiebernadel 1 bildet ein offener Haken 6. Der als Führung für einen Schieberteil ausgebildete gekrümmte Schaftteil 5 weist einen rechteckigen Öffnungsquerschnitt 7 auf.
Ein Schieber 8 weist einen als kreisförmige Scheibe ausgebildeten Fuss 9 auf, der in der U-förmigen Ausnehmung des Nadelfusses 2 drehbar gelagert ist. Der Schieberfuss 9 ist mit einem radialen Schieberteil 10 verbunden, der sich unter einem rechten Winkel in einem kreisförmig gekrümmten Schieberteil 11 fortsetzt, der im Schaftteil 5 schiebbar geführt ist.
Im Betrieb führt nun die Schiebernadel 1 durch Drehung des Fusses 2 nur noch eine Bewegung vorwärts oder rückwärts in Richtung des Pfeiles 12 aus. Durch Drehung des Schieberfusses 9 im Nadelfuss 2 macht der Schieber 8 die gleiche Drehbewegung, wobei beim Vorwärtsschieben des Schieberteils 11 durch die Führung 5 sein Ende 13 die Öffnung des Hakens 6 schliesst, während beim Rückwärtsschieben das Ende 13 die Öffnung des Hakens 6 freigibt. Die Steuerung der Drehbewegung der Schiebernadel kann auf bekannte Weise durch einen Nocken am Schaftteil 3 oder am Fuss 2 und diejenige des Schiebers 8 durch einen Nocken am Radialteil 10 oder am Fuss 9 erfolgen.
Bei der nur teilweise dargestellten Schiebernadel in Fig. 3 sind Schaftteil 15 und Schieberteil 16 elliptisch gekrümmt.
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Damit der Schieberteil 16 den auf der Krümmungsinnenseite angeordneten offenen Haken 17, in der Schliessstellung optimal schliesst, ist sein den Haken 17 überdeckendes Ende 18 gerade ausgeführt. Da der Schieberteil 16 aus Federstahl besteht, passt er sich beim Öffnen des Hakens 17 ohne weiteres dem gekrümmten Kanalquerschnitt des Schaftteils 15 an.
Fig. 4 zeigt einen Ausschnitt einer in einem gebogenen Nadelbett 20 gelagerten Schiebernadel. Da bei dieser Schiebernadel das Ende des Nadelschaftes 21 und des Schieberteils 22 verschiedene Krümmung aufweisen, ist der Führungskanal 30 im Nadelschaftende 23 der Krümmung des Schieberteils 22 angepasst. Eine solche Ausführungsform der Schiebernadel ist vorteilhaft, wenn sich der Nadelhaken 24 auf der Krümmungsaussenseite des Schieberteils 22 befindet. Im Nadelbett 20 sind die Schiebernadeln nebeneinander einzeln beweg- und steuerbar angeordnet. Sie können aber auch gruppenweise in Barren angeordnet sein und gruppenweise in einem Barrenbett beweg- und steuerbar sein.
Eine besonders interessante Ausführungsform einer Schiebernadel ist in Fig. 5 dargestellt. In diesem Beispiel weist der Schieber 25 keinen zum Nadelschaft parallelen Radialteil auf, weil die Fortsetzung des im gekrümmten Schaftteil 26 geführten Schieberteils 27 Teil eines Bowdenzuges bildet. Die Ausbildung des Schiebers als Bowdenzug erlaubt eine sehr präzise Schiebersteuerung.
Die Krümmung der Schiebernadel wird derart gewählt, dass ihre Drehbewegung die gleiche relative Bewegung des offenen Hakens zur Folge hat, wie sie bei einer entsprechenden geraden Schiebernadel durch die Kombination der s horizontalen und vertikalen Bewegung bewirkt wird. Dies gilt für die Verwendung als Einzelnadel, als einzeln gesteuerte Nadeln im Nadelbett und als gruppenweise gesteuerte Nadeln in Barrenanordnung. Bei einer kreisförmigen Krümmung der Schiebernadel kann der Krümmungs-lo radius vorteilhaft auf die gewünschte Maschengrösse abgestimmt werden. Die Krümmung ist aber nicht auf die Kreisform beschränkt, sie kann jede beliebige geeignete Form aufweisen. Nadelschaftteil und Schieberteil können sogar verschiedene Krümmung aufweisen, nur muss in einem solchen is Fall der Führungskanal der Krümmung des Schieberteils angepasst sein. Durch die alleinige oszillierende Drehbewegung der Schiebernadel und des gekrümmten Schieberteils kann eine nochmalige Erhöhung der Nadelfrequenz und damit eine Produktionssteigerung erreicht werden. 20 Der als Führung ausgebildete gekrümmte Schaftteil kann auch einen kreisförmigen Öffnungsquerschnitt aufweisen oder er kann als offene Rinne ausgebildet sein. Die gegenseitige Abstimmung von gekrümmtem Schaft- und Schieberteil liegt ganz im Ermessen des Fachmannes. Das gleiche gilt 2s auch für die übrige Gestaltung der erfindungsgemässen Schiebernadel.
3
1 Blatt Zeichnungen
Claims (15)
1. Schiebernadel mit einer Führung für den Schieber, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsteil (5; 15; 21 ; 26) und der darin schiebbare Schieberteil (11; 16; 22; 27) gekrümmt ausgeführt sind.
2. Schiebernadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Führungsteil (5) und Schieberteil (11) kreisförmig gekrümmt sind.
3. Schiebernadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Führungsteil (15) und Schieberteil (16) elliptisch gekrümmt sind.
4. Schiebernadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Führungsteil (21) und Schieberteil (22) unterschiedliche Krümmung aufweisen, während Schieberteil (22) und Führungskanal (30) gleiche Krümmung aufweisen.
5. Schiebernadel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der offene Haken (6; 17) auf der Krümmungsinnenseite des Schieberteils (11; 16) angeordnet ist.
6. Schiebernadel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der offene Haken (24) auf der Krümmungsaussenseite des Schieberteils (22) angeordnet ist.
7. Schiebernadel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Ende (18) des Schieberteils ( 16) gerade ausgebildet ist.
8. Schiebernadel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsteil (5; 15; 21; 26) rechteckigen Öffnungsquerschnitt aufweist.
9. Schiebernadel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsteil (5; 15; 21; 26) kreisförmigen Öffnungsquerschnitt aufweist.
10. Schiebernadel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsteil (5; 15; 21; 26) als offene Rinne ausgebildet ist.
11. Schiebernadel nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass Nadelschaft (4) und Schieber (8) aus einem radialen Nadelteil (3) und Schieberteil (10) und einem unter einem rechten Winkel abgebogenen gekrümmten Nadelteil (5) und Schieberteil (11) bestehen.
12. Schiebernadel nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Fortsetzung des im gekrümmten Nadelteil (26) geführten gekrümmten Schieberteils (27) als Teil eines Bowdenzuges ausgebildet ist.
13. Verwendung der Schiebernadel nach einem der Ansprüche 1 bis 12 als beweg- und steuerbare Einzelnadel für die Kantenbildung einer Textilware.
14. Verwendung der Schiebernadeln nach einem der Ansprüche 1 bis 12 als einzeln beweg- und steuerbare Nadeln in einem gebogenen Nadefeett.
15. Verwendung der Schiebernadeln nach einem der Ansprüche 1 bis 12 als gruppenweise in einem Barrenbett beweg- und steuerbare Nadeln, die in Barren angeordnet sind.
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