CH644419A5 - Vorrichtung zur regelung des innendruckes in einem vortreibrohr bei der herstellung von bohrpfaehlen, insbesondere von press-betonpfaehlen. - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Regelung des Innendruckes in einem Vortreibrohr bei der Herstellung von Bohrpfählen, insbesondere von Press-Betonpfählen.
Bei der Herstellung von Pressbetonpfählen wird das abgeteufte Vortreibrohr an seinem oberen Ende dichtend durch einen Deckel geschlossen. Darauf wird Pressluft in den zwischen dem Frischbeton und dem Verschlussdeckel bestehenden Hohlraum eingeblasen. Durch dieses in dem Vortreibrohr eingeschlossene Druckpolster wird einmal der Beton verdichtet, um beim Ausziehen des Vortreibrohres mittels eines Kranseiles eine Verzahnung des B etons im Erdreich zu bewirken ; zum anderen unterstützt das Druckpolster den Rückzug des Vortreibrohres mittels des Kranseiles durch den auf der Unterseite des Deckels anliegenden Druck. Die Verwendung eines solchen Druckpolsters im Vortreibrohr birgt insoweit Gefahren in sich, als die Reibung des Bohrrohres in Abhängigkeit der jeweiligen Reibungswerte im Erdreich und auch in Abhängigkeit von dem Andrang des Grundwassers sich plötzlich sehr stark verringern kann, was zur Folge hat, dass das Vortreibrohr durch das auf die Deckelunterseite in Ausziehrichtung wirkende Druckpolster eine plötzliche starke Beschleunigung erhält und aus dem Erdreich heraus-schiesst.
Eine derartige plötzliche Beschleunigung des Vortreibrohres ist nachteilig und führt in der Regel zu Materialbeschädigungen und gefährdet das Bedienungspersonal.
Um diesem Nachteil abzuhelfen, sind bereits Vorrichtungen bekannt geworden, die der Regelung des innerhalb des Vortreibrohres bei seinem Herausziehen herrschenden Luftdruckes dienen und ein Ventil aufweisen, auf das der Innendruck des Vortreibrohres in Schliessrichtung wirkt, und das sich bei einer Beschleunigung der Aufwärtsbewegung des Vortreibrohres öffnet.
Bei einer derartigen bekannten Ausführungsform (DE-PS 656 837) sind in dem das Vortreibrohr verschliessenden Deckel zwei derartige Ventile vorgesehen, die mit einem relativ zum Vortreibrohr feststehenden Anschlag zusammenarbeiten, durch den die Ventile geöffnet werden, wenn das Vortreibrohr einen vorher festgelegten Weg zurückgelegt hat. Bei Öffnung der Ventile wird der in dem Vortreibrohr herrschende Innendruck entlastet und damit die Beschleunigung des Vortreibrohres aufgehoben. Diese bekannte Ausführungsform gewährleistet keine zuverlässige Beherrschung des im Vortreibrohr befindlichen Innendruckes, da bei einem zu starken Beschleunigungsimpuls des Vortreibrohres der Anschlag abgerissen und damit das Sicherungsventil sofort wieder durch den Innendruck geschlossen wird, so dass dieser praktisch nicht entlastet wird.
Es ist eine weitere, den vorstehenden Nachteil behebende Ausführungsform (DE-PS 1189 021) bekannt geworden, bei der in dem Deckel des Vortreibrohres ebenfalls ein in Schliessrichtung durch den Innendruck des Vortreibrohres beaufschlagtes
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Ventil vorgesehen ist, das unter einem Gegendruck steht, dessen wirksame Kraft grösser ist als die des Innendruckes. An dem Schaft des Ventiles greift ein Zugseil an, dessen in Schliessrichtung des Ventils wirkende Kraft einstellbar und bei normaler Arbeitsweise gross genugist, um gemeinsam mit dem Innendruck des Vortreibrohres den Gegendruck zu überwinden. Der Ventilschaft trägt einen dem Verschluss des Innenraumes des Vortreibrohres dienenden Ventilteller geringeren Durchmessers, der bei seiner Lüftung den Innenraum des Vortreibrohres mit im Ventilgehäuse angeordneten Entlüftungsbohrungen verbindet zur Entlastung des Innendruckes. Ausserdem trägt der Ventilschaft einen mit dem Ventilgehäuse eine Gegendruckkammer bildenden Ringkolben grösseren Durchmessers, und die Gegendruckkammer steht über eine im Ventilschaft axial angeordnete, den Ventilteller durchgreifende Bohrung mit dem Inneren des Vortreibrohres in Verbindung.
Infolge der grösseren Oberfläche des Ringkolbens gegenüber der kleineren Oberfläche des Ventiltellers ist der in Öffnungsrichtung des Ventils wirkende Druck der Gegendruckkammer stets grösser als der ihm entgegenwirkende Innendruck des Vortreibrohres, und die zur Aufrechterhaltung der Schliessstel-lung des Ventils benötigte Differenzkraft wird durch den in Schliessrichtung wirkenden Seilzug aufgebracht. Solange dieses Kräfteverhältnis an dem Ventil herrscht, kann das Vortreibrohr durch seinen Innendruck in Aufwärtsrichtung beschleunigt werden. Es muss lediglich dafür Sorge getragen werden, dass die Kraft des auf das Ventil einwirkenden Zugseiles jederzeit gross genug ist, um gemeinsam mit dem Innendruck des Vortreibrohres den Gegendruck zu überwinden. Dieser stabile Zustand ändert sich j edoch, wenn die auf das Vortreibrohr einwirkenden äusseren Kräfte, beispielsweise die Reibungskraft zwischen der Wandung des Vortreibrohres und dem äusseren Erdbereich beziehungsweise der Betonmasse, sprungartig nachlassen. In diesem Augenblick wird das Vortreibrohr stärker als bisher aufwärtsbeschleunigt, und der Seilzug wird unwirksam. Damit überwiegt aber der auf das Ventil einwirkende Gegendruck, so dass der Ventilteller gelüftet wird, der Innendruck des Vortreibrohres absinkt und damit die Beschleunigung des Vortreibrohres aufhört.
Bezeichnet man den Seilzug mit Ps, den Innendruck mit Pi und den Gegendruck mit Pg, so ist das Ventil geschlossen, wenn die folgende Bedingung erfüllt ist:
Pg - Pi ë Ps < Pg
Innerhalb dieser gegebenen Grenzen muss der Seilzug bei vorgegebener Geschwindigkeit gesteuert werden, wenn das Ventil keine Pressluft aus dem Inneren des Vortreibrohres ablassen soll. Wird der Seilzug verringert, obwohl die Ausziehgeschwindigkeit des Vortreibrohrers nicht erhöht wurde, so bläst das Ventil ab, und der Ausziehvorgang wird unterbrochen.
Diese bekannte, mit einem unter einem Gegendruck stehenden Ventil ausgestattete Vorrichtung, weist mehrere, die Funktionssicherheit gefährdende Nachteile auf. Der wesentlichste Nachteil besteht darin, dass bei Anlüftung des Ventiltellers durch den Gegendruck die Gegendruckkammer über die axiale Bohrung des Ventilschaftes schlagartig druckentlastet wird. Bei dem rauhen Betrieb, wie er beim Arbeiten mit Vortreibrohren unvermeidbar ist, besteht nämlich die Gefahr der Verschmutzung des Ventils durch in das Ventilgehäuse eindringende, beispielsweise aus Zement bestehende Verunreinigungen, die sich an der Innenwandung des Ventilgehäuses festsetzen und eine volle Öffnung des Ventils behindern wegen der schlagartigen Entlastung der Gegendruckkammer, die bereits bei einer Anlüftung des Ventiltellers erfolgt. Bei längerer Betriebszeit können diese Verunreinigungen in dem Ventil sich so weit aufbauen, dass eine Öffnung des Ventils durch die Gegendruckkammer praktisch nicht mehr erfolgen kann, und damit auch der in dem Vortreibrohr herrschende Innendruck nicht abgebaut werden kann. Dieser Nachteil tritt insbesondere bei der Herstellung von geneigten Press-Betonpfählen auf, wo zusätzliche Rohrrückzugshilfen, beispielsweise in Form von am Bohrrohr angreifenden 5 hydraulischen Druckzylindern, zur Wirkung kommen. Das bekannte Ventil gewährleistet somit keine einwandfreie Funktion, und damit ist auch die Aufwärtsbeschleunigung des Vortreibrohres nicht mehr in der erforderlichen Weise steuerbar. Ein weiterer Nachteil des bekannten Ventils besteht darin, dass 10 der Ventilteller beim Schliessen des Ventils durch das Zugseil hart an seinem Sitz am Ventilgehäuse anschlägt in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit des Zugseiles, die mehr als 0,7 m/sec betragen kann. Durch diesen schlagartigen, sehr harten Anschlag des Ventiltellers an seiner Sitzfläche können leicht 15 Beschädigungen am Ventilteller selbst oder auch an der Stirnfläche auftreten, die eine zuverlässige Funktion unmöglich machen. Ausserdem besteht bei dem harten Anschlag ein störendes Lärmgeräusch. Weiter ist noch bei der bekannten Vorrichtung nachteilig, dass die Möglichkeit besteht, bei geschlossenem 20 Ventil Druckluft in das Innere des Vortreibrohres zu geben, bevor der Verschlussdeckel fest mit dem Vortreibrohr verbunden ist. Hierbei kann der Deckel gegenüber dem Bohrrohr angehoben werden, was einerseits zu Beschädigungen des Dek-kels oder des Bohrrohres führt und zum anderen eine Gefähr-25 dung für das Bedienungspersonal darstellt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese der bekannten Vorrichtung anhaftenden Nachteile auszuschliessen, und die bekannte Vorrichtung so weiterzubilden, dass das Ventil bei jeder Öffnung unter Wirkung des Gegendruckes zuverlässig in 30 vollem Umfange geöffnet wird und zwar auch zum Zwecke der Selbstreinigung, und dass bei jedem Schliessen des Ventils durch das Zugseil ein schädlicher harter Anschlag des Ventiltellers an seiner Sitzfläche unter gleichzeitiger Geräuschdämpfung vermieden wird. Eine weitere Aufgabe besteht darin, die Vorrichtung 35 so auszubilden, dass die Eingabe der Druckluft in das Vortreibrohr nur dann möglich ist, wenn der Deckel fest mit dem Vortreibrohr verbunden ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass in der axialen Bohrung ein Rückschlagventil angeordnet ist, und 40 dass eine eine Drosselstelle bildende, das Rückschlagventil überbrückende Parallelleitung vorgesehen ist. Vorzugsweise durchgreift die Parallelleitung den Ringkolben und den Ventilteller. Wenn bei durch das Zugseil geschlossenem Ventil Druckluft in das Vortreibrohr eingegeben wird, wird die Gegendruckkammer 45 des Ventils unter Anhebung des in der Axialbohrung befindlichen Rückschlagventils schlagartig mit Druckluft gefüllt; beim Öffnen des Ventils durch die Gegendruckkammer nach Druckentlastung des Vortreibrohres verhindert das Rückschlagventil eine schlagartige Druckentlastung der Gegendruckkammer, da 50 sich der in dieser herrschende Druck nur verlangsamt über die parallele Drosselstelle abbauen kann. Hierdurch wird erreicht, dass das Ventil unter Wirkung des Gegendruckes bei Fortfall des Innendruckes des Vortreibrohres sofort angelüftet wird und anschliessend mit zeitlicher Verzögerung durch den sich langsam 55 abbauenden Gegendruck in die volle Offenstellung geführt wird. Damit ist zwangsläufig eine Selbstreinigung des Ventils bei jeder Öffnungsbewegung gegeben, da die Verunreinigungen zuverlässig bei jeder Öffnungsbewegung ausgetragen werden. Wenn das Ventil durch den Seilzug bei drucklosem Vortreibrohr in die 60 Schliessstellung geführt wird, bleibt das Rückschlagventil geschlossen, so dass die in der Gegendruckkammer befindliche atmosphärische Luft verdichtet wird, so dass der Schliessvorgang des Ventils durch den sich in der Gegendruckkammer aufbauenden Druck so weit verzögert wird, dass ein hartes Anschlagen des 65 Ventiltellers an seiner Sitzfläche vermieden wird und ebenso die hierdurch bedingte Geräuschbelästigung in Fortfall kommt. Die auf diese Weise in der Gegendruckkammer komprimierte Luft strömt langsam über die Drosselstelle bis zum Druckausgleich in
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die Pfahlkopfkammer über; danach kann die Pfahlkopfkammer mit Druckluft gefüllt werden.
Ein weiteres Merkmal einer Ausführungsform der Erfindung kennzeichnet sich dadurch, dass an dem Umfang des Deckels ein mit wenigstens einer Entlüftungsbohrung ausgestatteter Ringflansch und in dem Endbereich der Innenfläche des Vortreibrohres eine Ringnut angeordnet sind, und dass auf der Oberseite des Ringflansches ein in die Nut einsetzbarer, in der eingesetzten Stellung verriegelbarer, in verriegelter Stellung die Entlüftungsöffnung des Ringflansches verschliessender, als Sprengring wirkender Ringkörper vorgesehen ist. Irrtümlich in das Vortreibrohr eingegebene Druckluft entweicht bei geschlossenem Ventil solange durch die in dem Ringflansch des Deckels befindliche Entlüftungsbohrung, bis der die Verbindung zwischen dem Dek-kel und dem Vortreibrohr herstellende Sprengring in die Nut eingerastet und in eingerasteter Stellung fixiert ist. Bei der Fixierung wird zwangsläufig die Entlüftungsbohrung des Ringflansches geschlossen. Auf diese Weise wird zuverlässig verhindert, dass in dem Vortreibrohr ein Druckpolster aufgebaut werden kann, bevor der Deckel nicht fest mit dem Vortreibrohr verbunden ist. Der als Sprengring wirkende Ringkörper besteht aus vorzugsweise vier kreisbogenförmigen Segmenten, die in die Nut des Vortreibrohres eingesetzt werden und den Deckel fest mit dem Vortreibrohr verbinden.
Bei einer Ausführungsform werden die kreisbogenförmigen Segmente von Hand nacheinander in die Nut eingelegt und bilden in eingelegtem Zustand einen in sich geschlossenen Ringkörper. Um insbesondere bei schräggerichteten Vortreibrohren ein Ausrutschen eines oder mehrerer kreisbogenförmiger Segmente aus der Nut zu verhindern, müssen die in die Nut eingelegten Segmente verriegelt werden. Dem Zwecke der Verriegelung dient die in dem Ringflansch des Deckels vorgesehene Entlüftungsbohrung, die so angeordnet ist, dass sie bei in die Nut eingelegten Segmenten die innere Umfangswand eines Segmentes berührt. In diese Entlüftungsbohrung wird ein Riegelstift, beispielsweise in Form einer Schraube, eingesetzt, der einmal die Entlüftungsbohrung verschliesst, und zum anderen die Ringsegmente in ihrer eingelegten Stellung verriegelt hält.
Bei einer anderen Ausführungsform sind die ringförmigen Segmente durch eine Fernbedienung in die Ringnut einführbar. Hier sind die kreisbogenförmigen Segmente in radialer Richtung verschiebbar auf dem Ringflansch des Deckels befestigt und zwischen je zwei benachbarten Segmenten sind diese in Eingriff mit der Nut bewegende Spreizorgane angeordnet; in wenigstens einem Ringsegment ist eine Durchbohrung so angeordnet, dass die in dem Ringflansch vorgesehene Entlüftungsbohrung bei entriegelter Stellung der Ringsegmente mit der Durchbohrung des Segmentes fluchtet, jedoch bei verriegelter Stellung der Segmente durch diese verschlossen ist. Auch hierbei ist gewährleistet, dass bei nichtverriegeltem Deckel irrtümlich in das Vortreibrohr eingegebene Druckluft entweichen kann. Die Spreizorgane bestehen aus an den Enden je zweier benachbarter Ringsegmente angreifenden Hebelanordnungen, die auf an sich beliebige Weise von aussen her durch einen Seilzug, durch hydraulische oder pneumatische Kolben-Zylinderanordnungen, durch einen ferngesteuerten Stellmotor betätigbar sind, um die ausser Eingriff mit der Ringnut stehenden kreisbogenförmigen Ringsegmente in radialer Richtung in Eingriff mit der Nut zu verschieben. Bei Verwendung von pneumatischen Kolben-Zylinderan-ordnungen kann auch die während der Schliessbewegung des Ventils in der Gegendruckkammer sich aufbauende Druckluft zur Betätigung verwendet werden, so dass während der Schliessbewegung des Ventils durch das Zugseil gleichzeitig die kreisbogenförmigen Segmente in Eingriff mit der Nut gebracht werden, so dass bei nachfolgender Eingabe von Druckluft in das Vortreib-rohr der Deckel sicher mit dem Vortreibrohr verbunden und verriegelt ist. Die Befestigung des Deckels mit einem in eine Nut des Vortreibrohres eingreifenden Sprengringist von besonderer
Bedeutung beim Einsatz von an dem Vortreibrohr angreifenden Drehvorrichtungen, durch die dem Vortreibrohr tangential wirkende Schläge erteilt werden, und wobei der Deckel bei starrer Befestigung jeweils voll mit dem Bohrrohr beschleunigt wird, und ausserdem die Befestigungsorgane hohen Beanspruchungen ausgesetzt werden. Bei der Befestigung des Deckels mittels eines in eine Nut des Vortreibrohres eingreifenden Sprengringes bleibt der Deckel infolge seines Beharrungsvermögens in seiner Lage, und der Sprengring wird nicht durch tangential wirkende Schläge beansprucht.
Zur Begrenzung der maximal möglichen Belüftung der Pfahlkopfkammer kann im Verschlussdeckel ein auf einen vorausbestimmten Höchstdruck einstellbares Überdruckventil vorgesehen sein.
Damit bei plötzlicher Entlüftung der Pfahlkopfkammer durch die im Ventilgehäuse vorgesehenen Öffnungen der Luftstrom keine Unfälle hervorrufen kann, die beim Ausströmen in Richtung, beispielsweise einer Arbeitsbühne, möglich sind, können ausserhalb der Entlüftungsöffnungen den Luftstrom abweisende Leitorgane, beispielsweise Abweisbleche oder Rohrbögen, angeordnet sein. Diese Leitorgane können zur Dämpfung des Luftaustrittsgeräusches eine, eine Schalldämmung bewirkende Auskleidung, beispielsweise in Form gelochter Bleche, erhalten, wobei der zwischen den Abweisblechen oder Rohrbögen und den gelochten Blechen entstehende Spalt mit Mineralwolle ausgefüllt werden kann.
Um insbesondere bei schräggerichteten Rohren eine einwandfreie Führung des Ventils zu gewährleisten, kann der Ventilteller in an dem Deckel angeordneten Backen axial geführt sein, so dass eine Verkantung nicht eintreten kann.
Die beiliegenden Zeichnungen zeigen beispielsweise Ausführungsformen der Vorrichtung, und es bedeuten:
Fig. 1 einen vertikalen Schnitt durch die auf einem Vortreibrohr angeordnete Vorrichtung mit einer Ausführangsform des Sprengringes, wobei das Ventil in geschlossener Stellung ausgezogen, in geöffneter Stellung strichpunktiert dargestellt ist;
Fig. 2 einen waagrechten Schnitt durch die Vorrichtung gemäss Fig. 1 mit einer abgewandelten Ausführungsform des Sprengringes.
DieFig. lzeigtden oberen Bereich des Vortreibrohres 1, das in das Erdreich eingetrieben und im Inneren mit Beton gefüllt ist. Am Ende des Vortreibrohres 1 ist in seiner Innenfläche eine Ringnut 2 vorgesehen. Das Vortreibrohr 1 wird durch einen Deckel 3 geschlossen, der das Ventilgehäuse 4 trägt, in dessen Wandung Luftaustrittsöffnungen 5 angeordnet sind. Indem Ventilgehäuse 4 ist ein Ventilschaft 6 angeordnet, der an einem Kranseil 7 hängt und höhenverstellbar in dem Ventilgehäuse 4 aufgenommen ist.
Am unteren Ende des Ventilschaftes 6 ist ein Ventilteller 8 angeordnet. Oberhalb des Ventiltellers 8 ist im Ventilgehäuse 4 ein Ringkolben 9 an dem Ventilschaft 6 befestigt. Der Ringkolben 9 besitzt einen grösseren Durchmesser als der Ventilteller 8 und bildet mit dem Ventilgehäuse 4 eine Gegendruckkammer 10. Der Ventilschaft 6 besitzt eine axiale, den Ventilteller 8 durchgreifende Bohrung, die über Querbohrungen 12 mit der Gegendruckkammer 10 in Verbindung steht. Im Ventilteller 8 ist ein mit einer Kugel 13 ausgestattetes Rückschlagventil angeordnet. Ausserdem ist eine eine Drosselstelle bildende Leitung 14 vorgesehen, die zum Beispiel den Ringkolben 9 und den Ventilteller 8 durchgreift. Der Ventilteller 8 ist in am Deckel 3 angeordneten Führungsbacken 15 axial geführt.
Der Deckel 3 besitzt an seinem Umfang einen Ringflansch 16, der über eine Dichtung an der Innenwand des Vortreibrohres 1 anliegt. Auf der Oberseite des Ringflansches 16 ist ein aus mehreren kreisbogenförmigen Segmenten bestehender Ringkörper 17 angeordnet. Zur Verbindung des Deckels 3 mit dem Vortreibrohr 1 werden die kreisringförmigen Segmente 18 nacheinander von Hand in die Nut 2 eingelegt. In dem Ringflansch 16
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Hierbei wird zunächst der Ventilschaft 6 durch das Kranseil 7 in die ausgezogen dargestellte Schliessstellung geführt, wobei auch das Schliessen mit einer gewissen Verzögerung erfolgt, da der sich in der Gegendruckkammer 10 aufbauende Druck nur langsam über die Parallelleitung 14 abgebaut werden kann. Hierbei wird ein starker Anschlag des Ventiltellers 8 an seinem Sitz im Ventilgehäuse vermieden. Wenn das weitere Ausziehen
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des Vortreibrohres 1 unter zusätzlicher Wirkung der Druckluft erfolgen soll, wird erneut über den Stutzen 29 Druckluft in die Kammer 30 eingegeben, wobei sich der vorstehend geschilderte Vorgang wiederholt, wenn das Vortreibrohr 1 eine erneute 5 aufwärtsgerichtete impulsartige Beschleunigung erfährt. An den Luftaustrittsöffnungen 5 des Ventilgehäuses 4 sind rohrförmige Leitorgane 28 angeordnet, durch die die Luft so geführt ist, dass sie keine Gefahr für das Bedienungspersonal darstellt. Die Innenseiten der Leitorgane 28 können hier mit einem geräusch-io dämmenden Material ausgestattet werden.
Die Fig. 2 zeigt eine abgewandelte Ausführungsform des sprengringartigen Ringkörpers 17. Auf der Oberseite des Ringflansches 16 des Deckels 3 liegen vier kreisringförmige Segmente 21 auf, die miteinander durch Spreizorgane 24 verbunden sind, 15 die über Hebelanordnungen 27 an den Enden je zweier benachbarter kreisringförmiger Segmente 21 angreifen. Die Betätigung der Spreizorgane 24 erfolgt durch Kolben-Zylinderanordnungen 25, die über Druckluftleitungen 26 betätigt werden. Die Kolben-Zylinderanordnungen 25 sind an dem Deckel 3 befestigt, so dass 20 die kreisringförmigen Segmente 21 radial verschiebbar auf der Oberseite des Ringflansches 16 gehalten sind. Zum Zwecke der Verriegelung des Deckels 3 mit dem Vortreibrohr 1 werden durch die Spreizorgane 24 die Kreisringsegmente 21 nach aussen in Eingriff mit der Nut 2 des Vortreibrohres 1 bewegt. In dem 25 Ringflansch 16 sind Entlüftungsbohrungen 22 angeordnet, die bei entriegelten, also zurückgezogenen kreisringförmigen Segmenten 21 mit in diesen angeordneten Bohrungen 23 fluchten, so dass die in die Kammer 30 eingegebene Druckluft bei entriegeltem Deckel 3 entweichen kann. Beim Verschieben der kreisring-30 förmigen Segmente 21 in die Nut Zwerden die Entlüftungsbohrungen 22 durch die Segmente 21 verschlossen, wie die Fig. 2 erkennen lässt.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (12)
1. Vorrichtung zur Regelung des Innendruckes in einem Vortreibrohr (1) bei der Herstellung von Bohrpfählen, insbesondere von Press-Betonpfählen, mit einem in einem dem dichtenden Verschluss des Vortreibrohres (1) dienenden Deckel (3) angeordneten, in Schliessrichtung durch den Innendruck des Vortreibrohres (1) beaufschlagten, Entlüftungsöffnungen (5) aufweisenden Ventil (4-14), das unter einem Gegendruck steht, dessen wirksame Kraft grösser ist als diejenige des Innendruckes, wobei an dem Ventilschaft (6) ein Zugseil (7) angreift, dessen in Schliessrichtung wirkende Kraft einstellbar und gross genug ist, um gemeinsam mit dem Innendruck des Vortreibröhres den Gegendruck zu überwinden, und wobei der Ventilschaft (6)
einen dem Verschluss des Innenraumes des Vortreibrohres dienenden Ventilteller (8) geringeren Durchmessers und einen mit dem Ventilgehäuse (4) eine Gegendruckkammer bildenden Ringkolben (9) grösseren Durchmessers trägt, und die Gegendruckkammer (10) über eine im Ventilschaft (6) axial angeordnete, den Ventilteller durchgreifende Bohrung (11) mit dem Inneren des Vortreibrohres (1) in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, dass in der axialen Bohrung (11) ein Rückschlagventil (13) angeordnet ist, und dass eine eine Drosselstelle bildende, das Rückschlagventil (13) überbrückende Parallelleitung (14) vorgesehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Parallelleitung (14) den Ringkolben (9) und den Ventilteller (8) durchgreift.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Umfang des Deckels (3) ein mit wenigstens einer Entlüftungsbohrung (19,22) ausgestatteter Ringflansch und in dem Endbereich der Innenfläche des Vortreibrohres (1) eine Ringnut (2) angeordnet sind, und dass auf der Oberseite des Ringflansches (16) ein in die Nut (2) einsetzbarer, in der eingesetzten Stellung verriegelbarer, in verriegelter Stellung die Entlüftungsöffnung (19; 22) des Ringflansches (16) verschliessender, als Sprengring wirkender Ringkörper (17) vorgesehen ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückschlagventil (13) als eine im Ventilteller (8) aufgenommene Kugel ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Ringkörper (17) aus einer Mehrzahl, vorzugsweise vier, kreisbogenförmiger Segmente (18; 21) besteht.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die kreisbogenförmigen Segmente (18) bei Einlage in die Nut (2) einen geschlossenen Ringkörper (17) bilden, und dass die in dem Ringflansch (16) des Deckels (3) angeordnete Entlüftungsbohrung (19) an dem Innenrand eines Segmentes (18) liegt und durch ein Riegelorgan (20), beispielsweise eine Schraube, verschliessbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die kreisbogenförmigen Segmente (21) radial verschiebbar auf dem Ringflansch (16) des Deckels (3) befestigt sind, dass zwischen je zwei benachbarten Segmenten (21) diese in Eingriff mit der Nut (2) bewegende Spreizorgane (24) angeordnet sind, und dass in wenigstens einem Ringsegment (21) eine Durchbohrung (23) derart angeordnet ist, dass die Entlüftungsbohrung (22) des Ringflansches (16) bei entriegelter Stellung der Ringsegmente (21) mit der Durchbohrung (23) des Segmentes fluchtet, jedoch bei verriegelter Stellung der Segmente (21) durch diese verschlossen ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Spreizorgane (24) aus an den Enden je zweier benachbarter Ringsegmente angreifenden Hebelanordnungen (27) bestehen, die gleichzeitig durch einen Seilzug oder durch hydraulische oder pneumatische Kolben-Zylinderanordnungen (25) aus der entriegelten Stellung in die Riegelstellung der Ringsegmente (21) bewegbar sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolben-Zylinderanordnungen (25) durch den sich bei Schliessung des Ventiltellers (8) in der Gegendruckkammer (10) aufbauenden Druck in die Riegelstellung der Ringsegmente (21) überführbar sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an den Entlüftungsöffnungen (5) des Ventilgehäuses (4) den bei Öffnung des Ventiltellers (8) auftretenden Luftstrom führende Leitorgane (28) angeordnet sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Vortreibrohr (1) ein seinen Innendruck begrenzendes einstellbares Überdruckventil angeordnet ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilteller (8) in an dem Deckel (3) angeordneten Backen (15) axial geführt ist.
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