CH644673A5 - Befestigungsvorrichtung mit aus kunststoff bestehendem befestigungselement fuer die befestigung eines gegenstandes an einem mauerwerk. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Befestigungsvorrichtung mit aus Kunststoff bestehendem Befestigungselement für die Befestigung eines Gegenstandes an einem Mauerwerk, mit einem Sperrelemente aufweisenden Verankerungsteil, einer Innenbohrung für das Eindrehen einer Befestigungsschraube und einer in den Spalt zwischen Bohrlochwandung und Aussenwandung des Befestigungselementes mündenden Öffnung für das Einspritzen eines Bindemittels zur Verankerung des Befestigungselementes.
In vielen Anwendungsfällen, insbesondere bei der Befestigung einer Unterkonstruktion für die Anbringung von Fassadenplatten, ist vom Montageablauf her eine Durchsteckmontage zweckmässig, bei der nach der Herstellung des Bohrloches im Mauerwerk das Befestigungselement durch dën zu befestigenden Gegenstand hindurch in das Bohrloch im Mauerwerk eingesetzt und von der Frontseite des zu befestigenden Gegenstandes her verankert wird. Solche, die Durchsteckmontage ermöglichende Befestigungselemente sind bekannt. Allerdings handelt es sich hierbei um Befestigungselemente, die durch Einziehen eines Spreizkörpers mittels einer Befestigungsschraube oder unmittelbar durch Eindrehen der Befestigungsschraube in eine sich verjüngende Innenbohrung des Befestigungselementes verankert werden. Dieses Verankerungsprinzip ist jedoch für poröses Mauerwerk und Mauerwerk mit Hohlkammerbausteinen nicht bzw. nur unzureichend geeignet. In derartigen Baustoffen werden daher Befestigungselemente verwendet, die durch Umspritzen ihres Verankerungsteiles mit einem Bindemittel, beispielsweise einer Zementmischung, verankert werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei Befestigungsvorrichtungen dieser Art die Durchsteckmontage für die Befestigung von Gegenständen zu ermöglichen.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass das Befestigungselement mit einer über das Bohrloch hinauszuragen und in den zu befestigenden Gegenstand einzugreifen bestimmten hülsenartigen Verlängerung versehen ist, dass die Innenbohrung des Befestigungselementes einen Verschluss aufweist und dass in der Verlängerung eine ein Gegenlager zur Halterung des zu befestigenden Gegenstandes aufweisende Hülse verschiebbar ist.
Für die Durchführung der Montage wird zunächst in dem zu befestigenden Gegenstand eine Bohrung hergestellt, deren Durchmesser dem Aussendurchmesser der Verlängerung des Befestigungselementes entspricht. Bei Gegenständen, beispielsweise Trägerstreifen, mit mehreren Bohrungen wird dieser Gegenstand als Art Bohrlehre für das Bohren der Bohrlöcher im Mauerwerk verwendet. Durch die Bohrungen des zu befestigenden Gegenstandes hindurch wird dann das Befestigungselement in das Bohrloch im Mauerwerk eingesetzt, während die Verlängerung des Befestigungselementes in den zu befestigenden Gegenstand eingreift und diesen fixiert. Die Verankerung des Befestigungselementes erfolgt durch Einspritzen von Bindemittel, das mittels einer Spritzvorrichtung zugeführt wird. Um die Verlängerung für das anschliessende Einführen der Befestigungsschraube von Bindemittel frei zu halten, weist die Spritzvorrichtung eine Düse auf, deren Durchmesser dem Innendurchmesser der Verlängerung entspricht und die bis zur Stirnseite des Verankerungsteiles des Befestigungselementes reicht. Damit sitzt die Stirnseite der Düse unmittelbar auf der Einfüllöffnung des Befestigungselementes auf. Da die zum Einschrauben der Befestigungsschraube vorgesehene Innenbohrung des Befestigungselementes mit einem abnehmbaren oder durchstoss-baren Verschluss versehen ist, kann das Bindemittel beim Einspritzen nur durch die Einfüllöffnung in den Spalt zwischen Aussenwandung des Befestigungselementes und der Bohrlochwandung eindringen. Die Innenbohrung bleibt somit von Bindemittel frei und ermöglicht damit das Eindrehen der Befestigungsschraube. Nach dem Abziehen der Spritzvorrichtung und Aushärten des Bindemittels wird in die Verlängerung eine mit einem Gegenlager zur Halterung des zu befestigenden Gegenstandes versehene Hülse eingeschoben. Durch die Hülse hindurch wird nun die Befestigungsschraube eingeschoben und der auf der Innenbohrung angeordnete Verschluss eingedrückt bzw. durchstossen.
Durch Eindrehen der Befestigungsschraube in die Innenbohrung des Befestigungselementes wird die Hülse mit dem Kopf der Befestigungsschraube in die Verlängerung eingedrückt und damit über das an der Hülse angeordnete Gegenlager der zu befestigende Gegenstand befestigt.
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Alle zur Verankerung und Montage des Gegenstandes notwendigen Arbeiten können somit von der Frontseite des zu befestigenden Gegenstandes her ausgeführt werden. Damit ergibt sich eine einfache, mit geringem Zeitaufwand durchzuführende und damit kostengünstige Montage von Gegenständen an porösem bzw. Hohlräume aufweisendem Mauerwerk.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann der Verschluss der Innenbohrung des Befestigungselementes durch eine Spritzhaut gebildet sein. Die Spritzhaut lässt sich sehr leicht mit der Spritze der Befestigungsschraube durch-stossen. Die Spritzhaut setzt ferner dem Eindrehen der Befestigungsschraube einen Widerstand entgegen, der durch entsprechende Dicke der Spritzhaut so abgestimmt sein kann, dass eine Kontrolle der Aushärtung des Bindemittels möglich ist. Dreht sich nämlich der Dübel beim Eindrehen der Schraube durch die Spritzhaut mit, ist dies ein Zeichen, dass noch keine vollständige Aushärtung des Bindemittels erreicht ist.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann die Innenbohrung mit längsverlaufenden Innenrippen versehen sein, in die sich das Gewinde der Befestigungsschraube einschneiden kann. Auch diese Gestaltung verhindert eine Fehlmontage durch zu frühes Eindrehen der Befestigungsschraube, da bei zu frühem Eindrehen der Befestigungsschraube der Dübel aufgrund des Eindrehwiderstandes mitdreht.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann über den Verankerungsteil eine dehnbare, gewebeähnliche Hülle gestülpt sein, die am Einführende durch eine Kappe, und am rückwärtigen Ende des Verankerungsteiles durch eine Manschette am Befestigungselement befestigt ist. Die Hülle begrenzt in dem mit Hohlräumen versehenen Mauerwerk die Bindemitteleinfüllmenge einerseits und sorgt durch die wulstartige Umspritzung des Befestigungselementes für eine hohe Kräfte aufnehmende Verankerung andererseits.
Schliesslich kann in einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung die Kappe mit einer Spitze versehen sein. Die Spitze soll das Einführen und Eindringen des Befestigungselementes in das Bohrloch im Mauerwerk erleichtern, insbesondere dann, wenn auf dem Mauerwerk noch Isoliermatten aufgelegt sind.
Schliesslich kann in einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung der Aussendurchmesser der Verlängerung grösser als der Aussendurchmesser des Verankerungsteiles sein. Damit entsteht eine Anschlagschulter, die durch das Aufsitzen auf der Mauerwerksoberfläche die Einstellung der richtigen Verankerungstiefe und die Aufnahme von Druckkräften ermöglicht.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann an der Verlängerung ein den zu befestigenden Gegenstand im Abstand zum Mauerwerk haltendes Anschlagmittel angeordnet sein. Das Anschlagmittel ermöglicht eine Abstandsmontage für diejenigen Anwendungsfälle, bei denen der zu befestigende Gegenstand nicht auf der Mauerwerksoberfläche aufgelegt werden kann. Um trotz der Anschlagmittel eine Durchsteckmontage durchführen zu können, können in einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung das Anschlagmittel am Umfang der Verlängerung angeordnete elastisch zurückweichende Vorsprünge sein. Diese Vorsprünge federn an der Rückseite des zu befestigenden Gegenstandes auf, so dass die Stirnseiten der Vorsprünge die Anlage für den zu befestigenden Gegenstand bilden.
Schliesslich kann das Gegenlager der Hülse durch einen Senkkopf gebildet sein. Der Senkkopf der Hülse ermöglicht eine mit der Frontseite des zu befestigenden Gegenstandes bündige Montage. Durch die Anpressung des Senkkopfes an
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den zu befestigenden Gegenstand einerseits und durch das teleskopartige Eindringen der Hülse in die Verlängerung andererseits entsteht eine vollständige, korrosionssichere Abdichtung der Befestigungsschraube. Lediglich die freiliegende Stirnseite des Schraubenkopfes ist - beispielsweise durch einen Anstrich - noch gegen Korrosion zu schützen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 das im Mauerwerk eingesetzte Befestigungselement mit aufgesetzter Spritzvorrichtung,
Fig. 2 die Befestigungsvorrichtung nach der Verankerung und Montage des zu befestigenden Gegenstandes.
Die Befestigungselement 1 besteht aus zwei Abschnitten, nämlich dem im Mauerwerk 2 befindlichen Verankerungsteil 3. und der in die Isoliermatte 4 und in den zu befestigenden Gegenstand 5 eingreifenden Verlängerung 6. Der Verankerungsteil 3 ist zur Erhöhung der Verankerungswirkung mit Sperrelementen 7 versehen. Über den Verankerungsteil 3 ist insbesondere für den Einsatz in porösem bzw. mit Hohlkammern versehenen Mauerwerk eine dehnfähige, gewebeartige Hülle 8 gestülpt, die eine wulstartige Umspritzung des Verankerungsteiles mit Bindemittel ermöglicht. Die Halterung der Hülle 8 am Verankerungsteil 3 erfolgt am Einführende durch eine Kappe 9, die zum besseren Einführen des Befestigungselementes in das Bohrloch, insbesondere durch die Isoliermatte hindurch, eine Spitze 10 aufweist. Am rückwärtigen Ende des Verankerungsteiles wird die Hülle 8 durch eine Manschette 11 gehalten.
Für die Montage eines Gegenstandes 5 wird zunächst in dem Gegenstand eine Bohrung 12 hergestellt, deren Durchmesser dem Aussendurchmesser der Verlängerung 6 entspricht. Durch diese Bohrung 12 hindurch wird das Bohrloch 13 im Mauerwerk 2 gebohrt. Um ein genaues Fluchten beider Bohrlöcher 12,13 zu erreichen, ist es zweckmässig, in die grössere Bohrung 12 des zu befestigenden Gegenstandes 5 eine Bohrhülse für die Führung des Bohrers einzusetzen. Danach wird das Befestigungselement durch die Bohrung des zu befestigenden Gegenstandes hindurch in das Bohrloch im Mauerwerk eingeführt. Durch den grösseren Aussendurchmesser der Verlängerung 6 gegenüber dem Durchmesser des Verankerungsteiles 3 des Befestigungselementes ergibt sich eine Anschlagschulter 14, die als Einschiebbegrenzung für das Befestigungselement dient. Beim Einschieben des Befestigungselementes weichen die als Anschlagmittel für die Abstandshalterung des zu befestigenden Gegenstandes 5 dienenden Vorsprünge 15 zurück und federn hinter der Rückseite des zu befestigenden Gegenstandes wieder auf. Die Stirnseiten dieser Vorsprünge 15 bilden damit einen Anschlag für die Abstandshalterung des Gegenstandes. Mit einer Spritzvorrichtung 16, deren Düse 17 in die Verlängerung 6 passt und die bis zur Stirnseite des Verankerungsteiles 3 reicht, wird nun das Bindemittel durch die Einfüllöffnung 17 in die Hülle 8 eingespritzt.
Durch den Verschluss der Innenbohrung 18 des Befestigungselementes mittels einer Spritzhaut 19 wird die Innenbohrung 18 von Bindemittel für das nachträgliche Eindrehen einer Befestigungsschraube 20 freigehalten. Das Freihalten des Innenraumes 21 der Verlängerung 6 von Bindemittel wird durch die dem Innenraum der Verlängerung angepasste Düse 17 erreicht.
Nach dem Aushärten des Bindemittels wird in die Verlängerung 6 des Befestigungselementes die mit einem Senkkopf 22 als Gegenlager versehene Hülse 23 eingeschoben. Durch die Bohrung 24 dieser Hülse 23 wird dann die Befestigungsschraube 20 eingeführt und nach dem Durchstossen der die Innenbohrung 18 des Befestigungselementes verschlies-
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senden Spritzhaut 19 in die mit längsverlaufenden Innenrippen 25 versehene Innenbohrung 18 eingeschraubt. Durch den Einschraubvorgang wird mit dem Kopf 26 der Befestigungsschraube 20 die Hülse 23 in Richtung Bohrlochmündung bewegt und dabei mit dem Senkkopf 22 der Hülse 23 der zu befestigende Gegenstand 5 gegen die ausgestellten Vorsprünge 15 verspannt.
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1 Blatt Zeichnungen
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1 -6, dadurch gekennzeichnet, dass an der Verlängerung (6) ein den zu befestigenden Gegenstand im Abstand zum Mauerwerk haltendes Anschlagmittel (15) angeordnet ist.
1. Befestigungs Vorrichtung mit aus Kunststoff bestehendem Befestigungselement (1) für die Befestigung eines Gegenstandes (5) an einem Mauerwerk (2), mit einem Sperrelemente (7) aufweisenden Verankerungsteil (3), einer Innenbohrung (18) für das Eindrehen einer Befestigungsschraube (20) und einer in den Spalt zwischen Bohrlochwandung und Aussenwandung des Befestigungselementes (1) mündenden Öffnung für das Einspritzen eines Bindemittels zur Verankerung des Befestigungselementes, dadurch gekennzeichnet,
- dass das Befestigungselement (1) mit einer über das Bohrloch hinauszuragen und in den zu befestigenden Gegenstand einzugreifen bestimmten hülsenartigen Verlängerung (6) versehen ist,
- dass die Innenbohrung (18) des Befestigungselementes einen Verschluss (19) aufweist,
- und dass in der Verlängerung (6) eine ein Gegenlager (22) zur Halterung des zu befestigenden Gegenstandes aufweisende Hülse (23) verschiebbar ist.
2. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschluss der Innenbohrung des Befestigungselementes durch eine durchstossbare Spritzhaut (19) gebildet ist.
3. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenbohrung (18) mit längsverlaufenden Innenrippen (25) versehen ist.
4. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass über dem Verankerungsteil (3) eine dehnbare, gewebeähnliche Hülle (8) gestülpt ist, die am Einführende durch eine Kappe (9), und am rückwärtigen Ende des Verankerungsteiles (3) durch eine Manschette ( 11 ) am Befestigungselement ( 1 ) befestigt ist.
5. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kappe (9) mit einer Spitze (10) versehen ist.
6. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass der Aussendurchmesser der Verlängerung (6) grösser ist als der Aussendurchmesser des Verankerungsteiles (3).
7. Befestigungs vorrichtung nach einem der Ansprüche
8. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlagmittel am Umfang der Verlängerung (6) angeordnete, elastisch zurückweichende Vorsprünge (15) sind.
9. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegenlager der Hülse (23) durch einen Senkkopf (22) gebildet ist.
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