CH644955A5 - Fluessigkristall-anzeigeelement und verfahren zu dessen herstellung. - Google Patents

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CH644955A5
CH644955A5 CH253680A CH253680A CH644955A5 CH 644955 A5 CH644955 A5 CH 644955A5 CH 253680 A CH253680 A CH 253680A CH 253680 A CH253680 A CH 253680A CH 644955 A5 CH644955 A5 CH 644955A5
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crystal display
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Shigeru Matsuyama
Masaharu Koyama
Yukihiro Sato
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Description

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Flüssigkri-stall-Anzeigeelement, mit einem Paar sich in einem konstanten Abstand gegenüberliegenden Elektrodensubstrate, wobei jedes Elektrodensubstrat ein durchsichtiges Substrat und an der Innenseite eine Elektrodenschicht und eine Orientierungssteuerschicht auf der Elektrode aufweist, und einer Dichtungsmasse um den Rand der Substrate, und einem in den damit gebildeten Raum eingefüllten Flüssigkristallmate-rial und auf ein Verfahren zu dessen Herstellung.
Im allgemeinen kommt bei einem solchen Flüssigkristall-Anzeigeelement eine Anzeige dadurch zustande, dass eine Spannung an die Elektroden angelegt wird. Die Ansprechzeit der optischen Wechsel hängt wesentlich vom Abstand zwischen den gegenüberliegenden Elektroden ab, wobei dieser Abstand im allgemeinen etwa 10 |j.m beträgt. Falls dieser Abstand nicht genau eingehalten wird, entsteht eine Abweichung von der Ansprechzeit des Flüssigkristallmaterials und die Anzeigeeigenschaften werden verschlechtert. Es ist daher notwendig, Abstandhalter mit grosser Formgenauigkeit zu verwenden. Als geeignete Abstandhalter sind solche aus Fasern wie Glasfasern und dergleichen bekannt.
Aus der japanischen Offenlegungsschrift Nr. 123 950/78 ist ein Verfahren bekannt, nach welchem Abstandhalter aus Fasern auf das Substrat gebracht werden, nachdem die Orientierungssteuerschichten aufgebracht worden sind. Durch dieses Verfahren aufgebrachte Abstandhalter können jedoch leicht verschoben oder entfernt werden. Es ist demgegenüber Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Flüssigkristall-Anzeigeelement anzugeben, das einen konstanten Abstand zwischen den zwei Substraten aufweist, selbst wenn die Substrate eine relativ grosse Fläche einnehmen, und eine weitere Aufgabe, ein verbessertes Herstellungsverfahren anzugeben. Flüssigkristall-Anzeigeelemente und Verfahren zu dessen Herstellung, die diese Aufgaben erfüllen, sind in den Patentansprüchen 1 und 4 beschrieben. Die Erfindung wird nun im einzelnen anhand von Ausführungs- und Herstellungsbeispielen näher erläutert werden.
Fig. 1 zeigt schematisch einen Schnitt durch ein Flüssig-kristall-Anzeigeelement,
die Fig. 2 und 3 zeigen einen Längsschnitt durch das Flüs-sigkristall-Anzeigeelement gemäss Fig. 1,
Fig. 4 zeigt einen Schnitt durch ein anderes Anzeigeelement,
Fig. 5 zeigt einen Längsschnitt durch ein weiteres Flüssig-kristall-Anzeigeelement, wobei die Fig. 1 bis 5 sämtliche vorbekannte Flüssigkristall-Anzeigeelemente zeigen, und
Fig. 6 zeigt schematisch und im Schnitt ein Substrat eines erfindungsgemässen Flüssigkristall-Anzeigeelementes.
In Fig. 1 erkennt man einen schematischen Schnitt durch ein herkömmliches Feldeffekt-Flüssigkristall-Anzeigeelement. Man erkennt das obere und untere Glassubstrat 1 und 2, eine obere Elektrode 3 und eine untere Elektrode 4 aus einer durchsichtigen elektrisch leitenden Schicht, wobei die Elektroden die übliche sieben-Segmentform haben können. Auf der Elektrodenschicht befindet sich eine Orientierungssteuerschicht 5 und 6 aus einem durchsichtigen isolierenden Sili-konmonoxid (SiO). Die beiden Substrate sind durch eine Dichtungsmasse 7 miteinander verbunden und versiegelt, wobei diese Dichtungsmasse Abstandhalter 7a enthalten, um einen Abstand von einigen 10 um zu gewährleisten. Zwischen den Substraten befindet sich das nematische Flüssigkristallmaterial 8, das eine sogenannte verdrillte Orientierung aufweist. Auf der Oberfläche des oberen Substrates 1 befindet sich eine polarisierende Platte 9, deren Polarisationsachse mit der Orientierung der Flüssigkristallmoleküle im dortigen Grenzbereich übereinstimmt. Die äussere Oberfläche des unteren Substrats weist ebenfalls eine untere polarisierende Platte 10 auf, deren Polarisationsachse ebenfalls mit der Orientierung der Moleküle an der unteren Grenzfläche übereinstimmt. Die polarisierende Platte 10 ist mit einer reflektierenden Platte 11 beschichtet. Bei diesem Flüssigkristallelement wird das von oben auffallende Licht von der polarisierenden Platte 9 polarisiert, gelangt durch das obere Substrat 1, und die Polarisationsebene wird im Flüssigkristall 8 um 90° gedreht, um durch das untere Substrat 2 und die polarisierende Platte 10 zu gelangen, und dann wird es durch die reflektierende Platte 11 wieder zurückgeworfen. Beim Anlegen einer Spannung wird die Rotationsebene nicht gedreht und gelangt daher nicht durch die untere polarisierende Platte 10, so dass das Anzeigelement dunkel erscheint und daher angezeigt wird.
Um den Abstand zwischen den beiden Substraten konstant zu halten, ist es bekannt, eine Dichtungsmasse aus einem Epoxy-Klebstoff, einer niedrig schmelzenden Glas-fritte oder dergleichen mit Glasfaser-Abstandhalter 7a, s. Fig. 2, oder kugelförmigen Abstandhalter 7b mit gleichem Durchmesser, s. Fig. 3, zu verwenden. In den Fig. 2 und 3 ist das untere Substrat 2 nicht eingezeichnet. Im Falle von kleinflächigen Anzeigeelementen kann mit solchen Abstandhaltern und einem solchen Verfahren ein guter Erfolg erzielt werden. Im Falle von grossflächigen FIüssigkristall-Anzeige-elementen jedoch, d.h. im Falle von Flächen mit 50 x 50 mm oder mehr, entsteht in der Mitte, d.h. im Bereich der Anzeige, eine Verformung, wodurch der Abstand zwischen den beiden Substraten verändert wird. Insbesondere in den Fällen, in denen die Substrate eine Dicke von 1 mm oder weniger aufweisen, ist es praktisch unmöglich, einen genauen Abstand
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mit Abweichungen von wenigen Mikrometern einzuhalten. Um diesen Nachteil zu beheben, wurde bereits vorgeschlagen, ein mit einer durchsichtigen elektrisch leitenden Schicht von ImCb und einer isolierenden Schicht von SiO, SiCh oder dergleichen beschichtetes Glassubstrat in eine Lösung zu tauchen, die erhalten wurde durch Dispergieren von Glasfasern in Methanol, und das Substrat langsam herauszuziehen und zu trocknen. Auf diese Art erhält man Abstandhalter 7a, die auf der Orientierungssteuerschicht 5 verteilt sind, s. Fig. 5, wobei beide Substrate wie vorhergehend beschrieben miteinander verbunden und versiegelt werden. Da jedoch die Abstandhalter über das Substrat 1 verteilt werden, nachdem die Orientierungssteuerschicht 5 aufgebracht worden ist, wird diese oft zerstört, wodurch die Orientierungsfähigkeit des Flüssigkristalls 8 vermindert wird. Ausserdem sind die Abstandhalter nicht fest mit dem Substrat verbunden, so dass diese durch Luftzug oder während dem Transport losgelöst werden können, wodurch Nachteile entstehen. Um diese Nachteile zu vermeiden, werden erfindungsgemäss die Abstandhalter 7a, beispielsweise anorganische Körner wie Aluminiumoxidpulver, mit einer mittleren Korngrösse von 6-12 ji.m, vorzugsweise 10 um, oder Glasfasern mit einer Länge von 30-500 ,um, vorzugsweise 50-100 p.m dem Material beigegeben, aus welchem die Orientierungssteuerschichten 12 angefertigt werden, s. Fig. 6.
Als Material zur Herstellung der Orientierungssteuerschichten wird organisches Material verwendet, beispielsweise Alkoxysilane wie y-aminopropyltrimethoxysilan, Poly-vinylallcohol, Polyimide wie Polyimidisoindroquinazolin, Viskoseseide, ungesättigte Polyesterharze, Siloxane wie Polydi-methylsiloxan, Acrylharze wie Polymethyl-a-Cyanoacrylat, Zelluloseharze wie Äthylzellulose, Nitrozellulose, Methylzellulose, Zelluloseazetat, usw., Polybutadien, Polyesterimid-harze, Polyamide, Silikonharze, Polybenzoimidazol und dergleichen.
Als Lösungsmittel kann man n-Butylazetat, Azeton, Methylazetat, Methyläthylketon (insbesondere für Viskoseseide, copolymerisierte Polyester wie Biron 200, hergestellt bei Toyobo Co. Ltd. und dergleichen), Methylisobutylketon, Butylcellosolv (eingetragenes Warenzeichen), Alkohole wie Äthylalkohol, Methylalkohol, Isopropylalkohol usw., N-Me-thylpyrrolidon, Wasser und dergleichen.
Die Konzentration der Abstandhalter in der Lösung mit dem Orientierungssteuerschichtmaterial ist vorzugsweise im Bereich von 0,001-10 Gew.-%.
Die derart erhaltene Lösung mit den Abstandhaltern wird mittels bekannter Verfahren auf die Elektroden aufgebracht, beispielsweise durch Aufsprühen, Eintauchen, Aufstreichen, mittels elektrostatischer Verfahren, Aufrollen, Schlickerauftrag, Rotationsauftrag oder dergleichen und anschliessend getrocknet, um das Lösungsmittel zu entfernen. Anschliessend wird die so erhaltene Schicht in einem Ofen bei einer Temperatur von 80-250 °C gebacken, wobei ein Substrat gemäss Fig. 6 erhalten wird.
Das in Fig. 6 dargestellte Substrat kann entweder als oberes oder unteres Substrat verwendet werden.
Im folgenden werden einige Herstellungsbeispiele gegeben, wobei die angegebenen Prozentzahlen sich auf Gewichtsprozente beziehen, falls nicht anderweitig angegeben.
Beispiel 1
Zu einer Äthanollösung, in der 5% y-Aminopropyltrime-thoxysilan gelöst sind, wurden 3% Glasfasern mit einer durchschnittlichen Stapellänge von 50-150 um beigegeben. Diese
Lösung wurde auf die Oberfläche des oberen Elektrodensubstrats getropft und gleichmässig über die ganze Oberfläche verteilt, indem das Substrat bei einer Umdrehgeschwindigkeit von 100-3000 Umdrehungen pro Minute rotiert wurde. Nach dem Entfernen des Äthanols durch Verdampfen wurde das Substrat bei 150-180 °C während 30 Minuten gebacken.
Unter Benutzung eines derart hergestellten Elektrodensubstrats wurde ein Flüssigkristall-Anzeigeelement mit einer Plattenfläche von lOOx 100 mm gemäss herkömmlichen Verfahren hergestellt. Die Abweichung des Abstandes zwischen den zwei Elektrodensubstraten am Rande und in der Mitte konnte auf diese Weise innerhalb ± 0,5 bis ± 1,0 ii.m eingestellt werden. Das Flüssigkristall-Anzeigeelement hatte eine sehr gute Ansprechzeit und Beständigkeit.
Beispiel 2
5% Polyvinylalkohol wurden in destilliertem Wasser gelöst und dieser Lösung wurden 8° o körniges Aluminiumoxyd mit einer durchschnittlichen Korngrösse von 10 um beigegeben und gemischt. In diese Lösung wurde das Substrat mit der Elektrode während 0,5 Minuten getaucht. Nach der Lufttrocknung wurde das Substrat bei 150-180 °C während 30 Minuten gebacken. Es wurde wieder ein Flüssigkristall-Anzeigeelement mit einer Fläche von 100 x 100 mm hergestellt, wobei die erhaltenen Resultate sehr gut waren.
Beispiel 3
6% Polyimidisoindroquinazolin wurden in N-Methylpyr-rolidon gelöst und der Lösung 5% Glasfasern mit einer durchschnittlichen Stapellänge von 50-200 um beigegeben und gemischt. Die so erhaltene Lösung wurde auf die Oberfläche der oberen Elektrode 3 auf dem oberen Substrat 1 getropft und wie in Beispiel 1 rotationsbeschichtet und gebacken. Die erhaltenen Ergebnisse entsprechen denjenigen von Beispiel 1 und 2.
Beispiel 4
Die gleiche Lösung wie in Beispiel 3 wurde auf konvexe Teile einer Kopierpresse aufgetragen, die aus Gummi gefertigt sind und entsprechende Formen haben, um eine Seite des Zylinders einer Offset-Druckmaschine zu beschichten und auf die Oberfläche der oberen Elektrode 3 des oberen Substrates 1 mittels der Offset-Druckpresse übertragen. Obwohl dieses Verfahren einen leicht geringeren Wirkungsgrad als das vorgehend beschriebene Rotations-Auftragverfahren aufweist, hat es den Vorteil, dass es damit möglich ist, nur gewisse Teile zu beschichten. Das derart angefertigte Flüssigkristall-Anzeigeelement wies die gleichen guten Eigenschaften wie dasjenige gemäss Beispiel 1 auf.
Die Erfindung ist nicht nur auf das Einbringen von Abstandhalter auf die Orientierungssteuerschicht des oberen Substrates beschränkt, sondern kann auch auf das untere Substrat aufgebracht werden. Selbstverständlich kann eine derartige Beschichtung auch auf beiden Substraten erfolgen. Es ist ferner auch möglich, wie bei herkömmlichen Verfahren, eine Dichtungsmasse mit Abstandhaltern zu verwenden.
Die Verwendung von Abstandhaltern in der Orientierungssteuerschicht erlaubt es, den Abstand auch von grösseren Anzeigeelementen in einem Genauigkeitsbereich von innerhalb + 0,5 |i.m herzustellen, im Gegensatz zu ± 2 oder 3 um gemäss herkömmlicher Herstellungsverfahren. Dadurch ist es möglich, Flüssigkristall-Anzeigeelemente grosser Güte und mit sehr guten Eigenschaften herzustellen, wobei sich dieses Verfahren sehr gut für die Massenanfertigung eignet.
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2 Blatt Zeichnungen

Claims (6)

644 955 PATENTANSPRÜCHE
1. Flüssigkristall-Anzeigeelement, mit einem Paar sich in einem konstanten Abstand gegenüberliegenden Elektrodensubstrate, wobei jedes Elektrodensubstrat ein durchsichtiges Substrat und an der Innenseite eine Elektrodenschicht und eine Orientierungssteuerschicht auf der Elektrode aufweist, und einer Dichtungsmasse um den Rand der Substrate, und einem in den damit gebildeten Ra am eingefüllten Flüssigkristallmaterial, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Orientierungssteuerschichten (12) einen gleichmässig darin angeordneten Abstandhalter (12) aufweist.
2. Flüssigkristall-Anzeigeelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Orientierungssteuerschicht aus organischen Stoffen aus der Gruppe von Alkoxysilanen, Polyvinylalkohol, Polyimiden, Viskoseseide, ungesättigten Polyesterharzen, Siloxanen, Acrylharzen, Zelluloseharzen, Polybutadien, Polyesterimidharzen, Polyamiden, Silikonharzen und Polybenzoimidazol angefertigt ist.
3. Flüssigkristall-Anzeigeelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstandhalter aus Glasfasern oder Aluminiumoxyd-Körnern besteht.
4. Verfahren zur Herstellung eines Flüssigkristall-Anzeige-elementes gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Lösung aus einem organischen Material für die Orientierungssteuerschicht, Abstandhalter und einem Lösungsmittel hergestellt und anschliessend auf das Elektrodensubstrat aufgebracht wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Lösungsmittel Methylalkohol, Äthylalkohol, Isopro-pylalkohol, N-Methylpyrrolidon, n-Butylazetat, Azeton, Methylazetat, Methyläthylketon oder Wasser verwendet wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Konzentration der Abstandhalter 0,001 bis 10 Gew.-% beträgt, bezogen auf das Gesamtgewicht Material für die Orientierungssteuerschicht und Lösungsmittel.
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