CH644974A5 - Schaltungsanordnung zum selbsttaetigen anpassen der lautstaerke mindestens eines lautsprechers an einen am lautsprecherort herrschenden stoergeraeuschpegel fuer rundfunkempfaenger. - Google Patents

Schaltungsanordnung zum selbsttaetigen anpassen der lautstaerke mindestens eines lautsprechers an einen am lautsprecherort herrschenden stoergeraeuschpegel fuer rundfunkempfaenger. Download PDF

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CH644974A5
CH644974A5 CH1128579A CH1128579A CH644974A5 CH 644974 A5 CH644974 A5 CH 644974A5 CH 1128579 A CH1128579 A CH 1128579A CH 1128579 A CH1128579 A CH 1128579A CH 644974 A5 CH644974 A5 CH 644974A5
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    • H03G3/30Automatic control in amplifiers having semiconductor devices
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Description

Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zum selbsttätigen Anpassen der Lautstärke mindestens eines Lautsprechers an einen am Lautsprecherort herrschenden Störgeräuschpegel für Rundfunkempfänger, insbesondere Autoradios, der im Oberbegriff des Anspruchs 1 definierten Gattung.
Mit einer solchen Schaltungsanordnung wird die Lautstärke entsprechend dem Geräuschpegel in der Umgebung des Lautsprechers so eingestellt, dass der Wiedergabepegel des Lautsprechers, also der Nutzsignalpegel, immer um einige Dezibel (dB) höher liegt als der Störgeräuschpegel, so dass das vom Lautsprecher abgestrahlte Nutzsignal von dem Hörenden, unabhängig von dem jeweiligen Grad der Umweltgeräusche, in etwa immer gleich laut empfunden wird. Insbesondere für den mobilen Betrieb des Lautsprechers bzw. des Rundfunkempfängers bedeutet das eine wesentliche Verbesserung des Komforts, da vermieden wird, dass der Hörende bei häufig wechselndem Störgeräuschpegel ständig die Lautstärke nachzustellen gezwungen ist.
Eine bekannte Schaltungsanordnung dieser Art für Autoradios hat ein das Fahrgeräusch aufnehmendes Mikrofon, das eine Steuerspannung für das Stellglied des Lautstärkenreglers erzeugt. Entsprechend der Grösse dieser Steuerspannung wird über das Stellglied die Lautstärke des Lautsprechers verändert. Eine von dem Lautsprechereingang abgenommene Gegenspannung zu dieser Steuerspannung sorgt für eine weitere Abhängigkeit der Verstärkung von der bereits eingestellten Lautstärke, und zwar umgekehrt proportional, d.h. je lauter bereits das Nutzsignal zu hören ist, desto weniger wird der Lautstärkenregler aufgesteuert. Somit steht letztlich an dem Eingang des Stellglieds des Lautstärkenreglers die Differenzspannung aus der Mikrofon-Ausgangsspannung und der Lautsprecher-Eingangsspannung als Steuergrösse für den Lautstärkenregler an. Das Prinzip einer derartigen Schaltungsanordnung ist aus dem DE-Gbm 1 703 034 bekannt.
Es hat sich gezeigt, dass diese bekannte Schaltungsanordnung für Rundfunkempfänger im mobilen Betrieb, insbesondere für Autoradios, nicht befriedigt. Gerade in Kraftfahrzeugen wechselt der Störgeräuschpegel sehr häufig und in weiten Grenzen, z.B. durch unterschiedliche Fahrgeschwindigkeit, durch Verkehrslärm (stark befahrene Strassen, ruhige Seiten-strassen) usw. Dies bedeutet für die Schaltungsanordnung einen grossen Steuerhub. Dabei ist es einmal möglich, dass Übersteuerungen der dem Lautstärkenregler üblicherweise nachgeschalteten Endstufe auftreten. Das Nutzsignal erscheint stark verzerrt, was für die Kraftfahrzeuginsassen häufig unangenehmer ist als ein Untergehen des Nutzsignal-pegels in dem Störgeräuschpegel. Zum anderen treten als Folge von Modulationspausen im Nutzsignal Lautstärkensprünge auf. Diese resultieren daraus, dass in den Modulationspausen im Nutzsignal die aus den Lautsprecheramplituden gewonnene Gegenspannung fehlt, die das Mass für die Lautstärkeneinstellung bildende Differenzspannung also hochläuft und damit der Lautstärkenregler auf eine wesentlich höhere Lautstärke eingestellt wird. Das nach der Modulationspause wieder auftretende Nutzsignal erscheint daher sehr laut und wird erst durch die nunmehr wieder auftretende Gegenspannung auf das alte Mass zurückgestellt. Solche Lautstärkensprünge werden als unangenehm empfunden, insbesondere dann, wenn ein vom Lautsprecher abgestrahltes Nutzsignal viele solcher Modulationspausen aufweist.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Schaltungsanordnung zum selbsttätigen Anpassen der Lautstärke mindestens eines Lautsprechers an einen am Lautsprecherort herrschenden Störgeräuschpegel für Rundfunkempfänger, insbesondere Autoradios, der eingangs genannten Art unter Vermeidung der vorstehend beschriebenen Nachteile hinsichtlich ihrer Steuer- und Regeleigenschaften zur Anpassung der Lautstärke an den Geräuschpegel zu verbessern.
Diese Aufgabe ist bei der Schaltungsanordnung der im Oberbegriff des Anspruchs 1 definierten Gattung erfindungs-gemäss durch die Merkmale im Kennzeichnungsteil des Anspruchs 1 gelöst.
Durch die dynamische Ankopplung des Lautsprecherein-
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gangs an den Eingang des dem Lautstärkenregler zugeordneten Stellglieds wird das Stellglied direkt und unverzögert von der Ausgangsspannung der dem Lautstärkenregler nachgeschalteten Endstufe beeinflusst.
Der nach der Modulationspause im Nutzsignal zu erwartende grosse Lautstärkehub wird zur direkten Rücksteuerung ausgenutzt, der unverzüglich und für den Hörenden unbemerkbar bei Wiederauftreten des Nutzsignals nach der Modulationspause die Lautstärke wieder schlagartig herabsetzt. Somit ist die Lautstärke des Nutzsignals vor und nach einer Modulationspause etwa gleich. Die Lautstärkensprünge nach einer Modulationspause können dabei kleiner als 3 dB gehalten werden, so dass dem Hörenden das Nutzsignal vor und nach einer Modulationspause gleich laut erscheint. Ein abruptes Anheben und Abschwellen der Lautstärke, wie dies bei der bekannten Schaltungsanordnung dann auftritt, wenn viele Modulationspausen vorhanden sind, wird bei der erfin-dungsgemässen Schaltunganordnung vermieden.
Vorteilhaft ist dabei die Ausführungsform der Erfindung gemäss Anspruch 2. Hierdurch erfolgt die Absenkung der Lautstärke sofort und unverzögert mit Wegfall der Modulationspause im Nutzsignal.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ergibt sich aus Anspruch 5. Der schaltungstechnische Aufwand ist bei dieser Ausführungsform besonders gering.
Durch die Spannungsbegrenzungsvorrichtung gemäss der Ausführungsform nach Anspruch 7 wird die maximale Eingangsgrösse an dem dem Lautstärkenregler zugeordneten Stellglied begrenzt. Damit ist eine weitere Erhöhung der Lautstärke auch bei weiter zunehmendem Störgeräuschpegel unterbunden. Wenn nunmehr die Eingangsgrösse des Stellglieds, d.h. der an den Stellgliedeingang anlegbare maximale Spannungspegel, derart ausgelegt ist, dass die durch diese Eingangsgrösse des Stellglieds bewirkte Einstellung des Lautstärkenreglers gerade der maximalen Ausgangsleistung der nachgeschalteten Endstufe entspricht, werden in allen Fällen eine Übersteuerung der Endstufe und das Auftreten der damit verbundenen, eingangs beschriebenen Erscheinungen unterbunden.
Die Erfindung ist anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels im folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 einen Schaltplan einer Lautstärkenanpassungs-Schaltungsanordnung für ein Autoradio,
Fig. 2 einen Schaltplan eines Ausführungsbeispiels eines Lautstärkenreglers mit zugeordnetem Stellglied in Fig. 1.
Die in Fig. 1 dargestellte Lautstärkenanpassungs-Schal-tungsanordnung ist vorgesehen für zwei Lautsprecher eines Autoradios mit Stereoempfang und -wiedergäbe. Von den beiden Lautsprechern sind in Fig. 1 jeweils nur die Eingänge dargestellt, wobei der Eingang des einen Lautsprechers mit 10 und der Eingang des anderen Lautsprechers mit 11 bezeichnet ist.
Die Schaltungsanordnung weist insgesamt zwei Lautstärkenregler 12 und 13 auf. Jeweils ein Lautstärkenregler ist einem Lautsprecher zugeordnet. An den Ausgängen 14 und 15 der beiden Lautstärkenregler 12 und 13 ist jeweils eine nicht gezeigte Endstufe angeschlossen. Die Ausgänge der beiden Endstufen sind jeweils mit den Eingängen 10, 11 der beiden Lautsprecher verbunden. Den beiden Lautstärkenreglern 12, 13 ist jeweils ein Stellglied 16, 17 zugeordnet. Die beiden Stellglieder 16 und 17 sind in Fig. 1 durch das Pfeilsymbol eines Einstellgliedes angedeutet.
Der Lautstärkenregler 12 und das ihm zugeordnete Stellglied 16 bzw. der Lautstärkenregler 13 und das ihm zugeordnete Stellglied 17 sind jeweils von einem integrierten Verstärker 18 und 19 gebildet. Der Schaltplan für ein Ausführungsbeispiel eines solchen integrierten Verstärkers .18 oder 19 ist in Fig. 2 dargestellt. In Fig. 2 und auch in der nachfolgenden Beschreibung der Fig. 2 sind jeweils die dem Verstärker 19 zugeordneten Bezugszeichen in Klammern gesetzt. Die Beschreibung der Fig. 2 gilt gleichermassen für den Verstärker 18 wie für den Verstärker 19.
Der Verstärker 18(19) weist zwei direkt gekoppelte Niederfrequenz-Stufen mit Transistoren auf. Der Ausgang des Verstärkers 18(19) bildet gleichzeitig den Ausgang 14(15) des Lautstärkenreglers 12(13). Der Eingang des Verstärkers 18 ( 19) ist mit 20 (21 ) und der Steuereingang mit 22 (23) bezeichnet. Der Steuereingang 22 (23) ist gleichzeitig der Eingang des Stellglieds 16(17). Das Stellglied 16 (17) wird von einem Feldeffekttransistor gebildet, der in der in Fig. 2 dargestellten Weise angeschlossen ist. Der integrierte Verstärker 18 (19) ist in seinem Aufbau und seiner Wirkungsweise bekannt, so dass auf eine weitere Beschreibung hier verzichtet werden kann. Der Verstärker 18(19) ist üblicherweise als Niederfrequenz-Verstärker in Autradios bereits enthalten. An seinem Eingang 20 (21) ist üblicherweise der manuell bedienbare Lautstärkeneinsteller angeschlossen.
Die Schaltungsanordnung weist weiterhin ein Mikrofon 24 auf, das den Störgeräuschpegel im Fahrgastraum des Autos, vorzugsweise den Störgeräuschpegel und den Wiedergabepegel des Lautsprechers, also den Nutzsignalpegel, erfasst. Das Mikrofon 24 ist entweder, wie die Schaltungsanordnung, im Radiogehäuse oder in dessen Nähe angeordnet. Das Mikrofon erzeugt in Abhängigkeit von dem Störgeräuschpegel und von dem Wiedergabepegel der Lautsprecher eine entsprechende Ausgangsspannung, die über einen Verstärker 25 verstärkt wird. Aus dieser Mikrofon-Ausgangsspannung und der von den Lautsprechereingängen 10, 11 abgenommenen Gegenspannung wird eine Differenzgleichspannung gebildet, die jeweils an den Eingängen 22 und 23 der beiden Stellglieder 16 und 17, also an den Steuereingängen 22 und 23 der Verstärker 18, 19 anliegt. Die Differenzgleichspannung wird von einem Differenzspannung-Kondensator 26 abgenommen. Dieser ist einerseits über einen einstellbaren Widerstand 27 und eine Gleichrichterdiode 29 dem Ausgang des Mikrofon-Verstärkers 25 und andererseits über einen einstellbaren Widerstand 28, je einen weiteren Widerstand 30 bzw. 31 und je eine üblicherweise den Lautsprecher-eingängen 10, 11 vorgeschaltete Gleichrichterdiode 32, 33 je einem Lautsprechereingang 10, 11 parallelgeschaltet. Die Gleichrichterdioden 32, 33 sind so geschaltet, dass sie nur die negativen Halbwellen des Nutzsignals an den Lautsprechereingängen 10, 11 durchlassen. Diebeiden einstellbaren Widerstände 27 und 28 sind zweckmässigerweise, wie in Fig. 1 dargestellt, zu einem Potentiometer 34 zusammengefasst, dessen Potentiometerabgriff 35 mit dem Differenzspannung-Kondensator 26 verbunden ist. Der Differenzspannung-Kon-densator 26 bzw. der Potentiometerabgriff 35 ist einerseits über einen Widerstand 36 an dem Eingang 22 des dem Lautstärkenregler 12 zugeordneten Stellglieds 16 und andererseits über einen Widerstand 37 an dem Eingang 23 des dem Lautstärkenregler 13 zugeordneten Stellglieds 17 angeschlossen. Den Lautsprechereingängen 10 und 11 sind jeweils noch Glättungskondensatoren 38 und 39 nachgeschaltet, und zwar sind diese in Reihe mit den Gleichrichterdioden 32 bzw. 33 jeweils dem Lautsprechereingang 10 bzw. 11 parallelgeschaltet. Dem Mikrofon-Verstärker 25 ist ebenfalls ein Glättungs-kondensator 40 nachgeschaltet, der in Reihe mit der Gleichrichterdiode 29 dem Ausgang des Mikrofon-Verstärkers 25 parallel liegt. Der Lautsprechereingang 10 bzw. der Lautsprechereingang 11 ist zusätzlich dynamisch an den Eingang 22 bzw. 23 des Stellglieds 16 bzw. 17 angekoppelt, und zwar derart, dass ein Ansteigen der Spannung an den Lautsprechereingängen 10, 11 eine Gegenspannung zu der an den Eingängen 22 bzw. 23 der Stellglieder 12 bzw. 13 liegenden Diffe5
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renzgleichspannung des Differenzspannung-Kondensators 26 hervorruft. Hierzu sind zwischen dem Lautsprechereingang 10 und dem Eingang 22 des Stellglieds 16 ein aus dem Widerstand 41 und dem Kondensator 42 bestehendes RC-Glied und zwischen dem Lautsprechereingang 11 und dem Eingang 23 des Stellglieds 17 ein aus dem Widerstand 43 und dem Kondensator 44 bestehendes RC-Glied eingeschaltet. Laut-sprechereingangsseitig sind die beiden RC-GIieder 41,42 bzw. 43,44 jeweils an der Anode der Gleichrichterdioden 32 bzw. 33 angeschlossen. Die Kapazitäten der Kondensatoren 42 und 44 sind sehr klein, so dass die beiden RC-Glieder, und damit die dynamische Ankopplung eine sehr kleine Zeitkonstante aufweisen. Die gesamte Schaltungsanordnung wird von einer Gleichspannung gespeist. Des besseren Verständnisses wegen soll zunächst die Wirkungsweise der bis hier beschriebenen Schaltungsanordnung im folgenden erläutert werden:
Das Mikrofon 24 erfasst den Wiedergabepegel des Lautsprechers und den Störgeräuschpegel im Fahrgastraum und erzeugt eine entsprechende Ausgangsspannung, die über den Mikrofon-Verstärker 25 verstärkt und gleichgerichtet wird. Diese Spannung lädt über das Potentiometer 34 den Differenzspannung-Kondensator 26 auf. Von dem Lautsprechereingang 10 und dem Lautsprechereingang 11 wird jeweils eine Nutzsignalspannung abgenommen. Die negative Halbwelle des Nutzsignals kann dabei über die Gleichrichterdioden 32 und 33 an den Differenzspannung-Kondensator 26 gelangen und diesen entsprechend der Grösse der Nutzsignalspannung wieder entladen. Die Gleichspannung am Differenzspannung-Kondensator 26 ist also die Differenz aus der Mikrofon-Ausgangsspannung und der von den beiden Lautsprechereingängen 10 und 11 abgenommenen Spannung. Mittels des Potentiometers 34 lässt sich das Verhältnis der die Differenzgleichspannung bildenden Spannungen entsprechend einstellen. Diese Differenzgleichspannung liegt jeweils an dem Eingang 22 bzw. 23 des Stellglieds 16 bzw. 17. Entsprechend dieser Eingangsgrösse steuern die Stellglieder 16 bzw. 17 die zugeordneten Lautstärkenregler 12 bzw. 13 aus. Steigt z.B. der Störgeräuschpegel an, so nimmt auch die Ausgangsspannung des Mikrofons 24 zu, die Differenzgleichspannung am Differenzspannung-Kondensator 26 erhöht sich und die beiden Stellglieder 16, 17 steuern die beiden zugeordneten Lautstärkenregler 12, 13 in Richtung grösserer Lautstärke. Durch die Differenzspannungsbildung aus Mikrofon-Ausgangsspannung und den von den Lautsprechereingängen abgenommenen Spannungen wird eine Abhängigkeit der Einstellung der Lautstärkenregler 12 bzw. 13 von der bereits eingestellten Lautstärke herbeigeführt, und zwar hier umgekehrt proportional, d.h., je lauter die Lautstärkenregler 12, 13 bereits eingestellt sind, desto kleiner wird die zusätzliche Lautstärkenvergrösserung. Mit anderen Worten, je grösser die Verstärkung des Verstärkers 18,19 bereits ist, desto kleiner wird die weitere Aussteuerung der Verstärker 18,19 bei anwachsendem Störgeräuschpegel.
Wenn nun in dem Nutzsignal eine Modulationspause auftritt, die Amplitude des Nutzsignals also 0 wird, so fehlen bei der Differenzspannungsbildung die Gegenspannungen aus den Lautsprechereingängen 10, 11. Dies bedeutet, dass die Spannung am Differenzspannung-Kondensator 26 hochläuft. Die Verstärker 18, 19 werden weiter ausgesteuert, d.h. die Lautstärkenregler 12, 13 werden auf eine wesentlich höhere Lautstärke eingestellt. Erscheint das Nutzsignal am Ende der Modulationspause wieder, d.h., hat das Nutzsignal wieder eine genügend grosse Amplitude, so kann an den Lautsprechereingängen 10 und 11 wiederum jeweils eine Spannung abgenommen werden. Die zeitliche Änderung der wiederkehrenden Spannung steht über das RC-Glied 41,42 bzw. 43,44 an dem Eingang 22 bzw. 23 des Stellglieds 16 bzw. 17 an und ist hier der Differenzgleichspannung vom Differenzspan-nung-Kondensator 26 entgegengerichtet. Die während der Modulationspause hochgelaufene Differenzgleichspannung des Differenzspannung-Kondensators 26 wird damit am Ende der Modulationspause bei Wiederauftreten des Nutzsignals schlagartig abgesenkt. Da die Kapazität der Kondensatoren 42 und 44 der RC-Glieder 41,42 und 43,44 sehr klein ist, erfolgt diese Kompensation der hochgelaufenen Differenzgleichspannung praktisch verzögerungsfrei mit dem Wiederauftreten des Nutzsignals an den Lautsprechereingängen 10, 11. Bei geeigneter Dimensionierung wird die während den Modulationspausen erfolgte Aussteuerung der Verstärker 18, 19 mit Wiederauftreten des Nutzsignals vollständig rückgängig gemacht. Damit können für den Hörenden unangenehme Lautstärkensprünge bei Wiederauftreten des Nutzsignals nach Modulationspausen gänzlich vermieden bzw. kleiner als 3 dB gemacht werden, die für den Hörenden nicht wahrnehmbar sind.
Die Schaltungsanordnung weist noch eine Spannungs-begrenzungsvorrichtung 45 auf, welche die Eingangsgrösse jedes Stellglieds 16 bzw. 17, also die Steuerspannung am Steuereingang 22 bzw. 23 des Verstärkers 18 bzw. 19, auf einen vorgegebenen Spannungspegel begrenzt. Dieser Spannungspegel ist bestimmt von der maximalen Ausgangsleistung der dem Lautstärkenregler 12 bzw. 13 nachgeschalteten Endstufe.
Der Spannungspegel ist dabei zweckmässigerweise so gelegt, dass damit der Verstärker 18, 19 bis zu der maximalen Ausgangsleistung der Endstufe ausgesteuert ist. Die Span-nungsbegrenzungsvorrichtung 45 weist einen Schwellwertschalter 46 auf, der als Zenerdiode 47 ausgebildet ist. Die Zenerdiode 47 ist an dem Eingang 22 des Stellglieds 16 und dem Eingang 23 des Stellglieds 17 angeschlossen, und zwar vereinfacht dadurch, dass die Katode der Zenerdiode 47 mit dem Potentiometerabgriff 35 verbunden ist. Die Katode der Zenerdiode 47 ist über eine Gleichrichterdiode 48 und einen Widerstand 49 an dem Lautsprechereingang 10 und über die Gleichrichterdiode 48 und einen Widerstand 50 an dem Lautsprechereingang 11 angeschlossen, und zwar dort jeweils an der Anode der diesen Lautsprechereingängen 10,11 vorgeschalteten Gleichrichterdioden 32,33. Die Gleichrichterdiode 48 ist dabei so gepolt, dass sie von der Anode der Zenerdiode 47 in Richtung Anode der Gleichrichterdioden 32,33 durchlässig ist.
Die Widerstände 49 und 50 sind jeweils über einen Widerstand 51 und einen zweiten Schwellwertschalter 52, der ebenfalls als eine Zenerdiode 53 ausgebildet ist, an das Pluspotential, in Fig. 1 mit « + » gekennzeichnet, an der Speisegleich-spännung für die Schaltungsanordnung angeschlossen. Dabei ist die Katode der zweiten Zenerdiode 53 mit dem Pluspotential und die Anode der zweiten Zenerdiode 53 über den Widerstand 51 mit dem Verbindungspunkt von Katode der Gleichrichterdiode 48 und den Widerständen 49 und 50 verbunden.
Die Spannungsbegrenzungsvorrichtung 45 sorgt dafür, dass die den Lautstärkenreglern 12, 13 nachgeschalteten Endstufen zu keinem Zeitpunkt der Lautstärkenanpassung übersteuert werden. Sobald die Differenzgleichspannung am Dif-ferenzspannung-Kondensator 26 und damit die Eingangsgrösse der Stellglieder 16 und 17 die Durchbruchsspannung der ersten Zenerdiode 47 überschreitet, kann die Spannung am Eingang 22 bzw. 23 des Stellglieds 16 bzw. 17 nicht weiter anwachsen, sondern bleibt unveränderlich konstant, selbst wenn die Mikrofon-Ausgangsspannung infolge Vergrösse-rung des Störungsgeräuschpegels weiter zunimmt. Gleichzeitig ist eine Abhängigkeit des maximalen Spannungspegels an dem Eingang 22 bzw. 23 des Stellglieds 16 bzw. 17 von der Speisegleichspannung sichergestellt. Durch den Anschluss
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des aus Widerständen 49 und 50 bestehenden Spannungsteilers an den Pluspol der Speisegleichspannung ist die Höhe des Spannungspegels proportional der Speisegleichspannung. Sinkt diese ab, so reduziert sich auch der Spannungsabfall an dem aus den Widerständen 49 und 50 gebildeten Spannungs- 5 teiler. Das Potential an der Katode der Gleichrichterdiode 48 sinkt damit, und die Zenerdiode 47 bricht bereits bei einem niedrigeren Spannungspegel an den Eingängen 22 und 23 der Stellglieder 16 und 17 durch. Da auch die maximale Aus644 974
gangsleistung der Lautstärkenregler 12 und 13, also der Verstärker 18,19, mit Reduzierung der Speisegleichspannung abnimmt, ist dafür Sorge getragen, dass der maximal zulässige Spannungspegel an den Eingängen 22 und 23 der Stellglieder 16 und 17 jeweils der reduzierten Speisegleichspannung angepasst wird. Dadurch wird in jedem Fall auch bei nachlassender Batterieleistung des Autoradios eine Übersteuerung der den Lautstärkenreglern jeweils nachgeschalteten Endstufe verhindert.
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1 Blatt Zeichnungen

Claims (7)

644 974 PATENTANSPRÜCHE
1. Schaltungsanordnung zum selbsttätigen Anpassen der Lautstärke mindestens eines Lautsprechers an einen am Lautsprecherort herrschenden Störgeräuschpegel für Rundfunkempfänger, insbesondere Autoradios, mit einem jedem Lautsprecher zugeordneten Lautstärkenregler, mit einem den Störgeräuschpegel und den Wiedergabepegel des Lautsprechers gemeinsam erfassenden und eine entsprechende Ausgangsspannung erzeugenden Mikrofon und mit einem jedem Lautstärkenregler zugeordneten und diesen in Abhängigkeit von seiner Eingangsgrösse steuernden Stellglied, an dessen Eingang die Differenzgleichspannung aus Mikrofon-Ausgangsspannung und Lautsprecher-Eingangsspannung anliegt, gekennzeichnet durch eine zusätzliche dynamische Ankopp-lung des Lautsprechereingangs (10, 11) an den Eingang (22, 23) des zugeordneten Stellglieds (16, 17) derart, dass ein Ansteigen der Lautsprecher-Eingangsspannung eine Gegenspannung zur Differenzgleichspannung hervorruft.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die dynamische Ankopplung eine Zeitkonstante aufweist, die gegenüber der für die Erzeugung der Differenzgleichspannung wirksamen Zeitkonstante sehr klein ist.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch ein zwischen dem Lautsprechereingang (10,
11) und dem Eingang des zugeordneten Stellglieds (16, 17) angeschlossenes RC-Glied (41,42, 43,44).
4. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Differenzspannung-Kondensator (26) über je einen, vorzugsweise einstellbaren, Widerstand (27 bzw. 28) einerseits über eine Gleichrichterdiode (29) dem Mikrofonausgang, vorzugsweise unter Zwischenschaltung eines Verstärkers (25), und andererseits über eine jedem Lautsprechereingang (10, 11) vorgeschaltete Gleichrichterdiode (32,33), vorzugsweise unter Zwischenschaltung eines Widerstands (30, 31), jedem Lautsprechereingang (10, 11) parallel geschaltet und, vorzugsweise über einen Widerstand (36, 37), mit dem Eingang (22,23) jedes Stellglieds (16, 17) verbunden ist.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Widerstände (27, 28), welche je mit dem Differenzspannung-Kondensator (26) verbunden sind, einstellbar und zu einem Potentiometer (34) zusammen-gefasst sind, an dessen Potentiometerabgriff (35) der Differenzspannung-Kondensator (26) angeschlossen ist.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass in Reihe mit der jedem Lautsprechereingang (10, 11) vorgeschalteten Gleichrichterdiode (32, 33) ein Glättungskondensator (38,39) angeordnet ist und dass die Reihenschaltung aus Gleichrichterdiode (32,33) und Glättungskondensator (38,39) dem Lautsprechereingang (10, 11) parallelgeschaltet ist.
7. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch eine mit dem Eingang (22, 23) jedes Stellglieds (16, 17) verbundene Spannungsbegrenzungsvor-richtung (45), welche die Eingangsgrösse jedes Stellglieds (16, 17) auf einen vorgegebenen, von der maximalen Ausgangsleistung der Endstufe bestimmten, Spannungspegel begrenzt.
CH1128579A 1979-02-09 1979-12-19 Schaltungsanordnung zum selbsttaetigen anpassen der lautstaerke mindestens eines lautsprechers an einen am lautsprecherort herrschenden stoergeraeuschpegel fuer rundfunkempfaenger. CH644974A5 (de)

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