CH645194A5 - Verfahren und vorrichtung zur erkennung von filmsorten. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrich- Fig. 3 die Anordnung der Farbmarken am Filmrand.
tung zum Erkennen der Art von Farbfilmen mit unterschied- Im folgenden wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel liehen Farbbildnern zur Berücksichtigung von deren Eigen- eines solchen Verfahrens beschrieben: Das Filmmaterial sei schaften beim Festlegen der Kopierlichtmengen in den einzel- Colornegativfilm. Vor der Entwicklung werden auf unbelich-
nen Farben bei der Kopienherstellung. so tete Stellen der zu kopierenden Filme, z.B. am Filmanfang,
Beim Kopieren von Farbvorlagen mit automatischen Co- -ende oder -rand, drei Interferenzfilter der Wellenlängen lorprintern werden derzeit die Filme vor dem Kopieren nach 450 nm, 550 nm und 650 nm kopiert. Bei der Entwicklung den verschiedenen Fabrikaten sortiert, auch wenn sie nach entstehen an diesen Stellen jeweils gelbe, pupurne und blau-
dem gleichen chemischen Prozess entwickelt werden. Dies ist grüne Farbfelder. Die Belichtung wird derart gewählt, dass zweckmässig, weil beim Kopieren der Vorlagen für optimale 65 nach der Entwicklung für das gelbe Farbfeld bei 450 nm, für
Kopierergebnisse Kopierbelichtungsmengen erforderlich das purpurne bei 550 nm und für das blaugrüne bei 700 nm sind, die sich von denen der Eichvorlage auf einem bestimm- die optische Dichte um mindestens 1,2 über derjenigen von ten Filmmaterial, mit der der Printer eingestellt wird, oft er- unbelichtetem Filmmaterial liegt. In einer Messstation wer-
den die Transmissionen der einzelnen Farbfelder jeweils bei folgenden zwei Wellenlängen gemessen:
Farbfeld gelb purpur blaugrün
Wellenlängen (nm) 400,450 520, 550 650,700
Die Verhältnisse der Messwerte der Farbfelder zueinander erlauben dann eine Aussage über die spektralen Eigenschaften des Filmes und für die Einstellung der Messanordnung des Kopiergerätes. Wenn sich die Messwertverhältnisse für verschiedene Filmsorten nicht unterscheiden, so ist auch das spektrale Transmissionsvermögen ihrer Farbstoffe nur unwesentlich verschieden. Beide Filmsorten können dann mit der gleichen Anpassung der Messanordnung behandelt werden.
In Fig. 1 ist in Diagrammform das spektrale Transmissionsvermögen des Pupurfarbstoffes zweier verschiedener Filme dargestellt. Die Kurven 19 und 20 zeigen den Absorptionsverlauf dieses Farbstoffes über der Lichtwellenlänge X im Bereich zwischen 500 und 600 nm. Die Linien 21 und 22 bezeichnen die Lage des Durchlässigkeitsbereiches der schmal-bandigen Messfilter bei ca. 520 bzw. 550 nm. Aus dem Kurvenverlauf ist deutlich entnehmbar, dass sich die Durchlässigkeit der Farbstoffe bei dem Messfilter 22 nur geringfügig unterscheidet, dass aber bei der Durchlässigkeit im Bereich des Filters 21 erhebliche Unterschiede bestehen.
Das Verhältnis der beiden Transparenzmesswerte ist deshalb für die beiden Farbstoffe gemäss den Kurven 19 und 20 deutlich unterschiedlich und erklärt einerseits, warum eine gleichbleibende Messanordnung eines Printers an die unterschiedlichen Durchlässigkeiten der Farbbildner in den Vorlagen angepasst werden muss und andererseits, warum das Verhältnis der Durchlässigkeiten an den beiden Messfiltern die Identifizierung des Aufnahmematerials ermöglicht.
In Figur 2 ist schematisch ein Kopiergerät angedeutet, das eine Einrichtung zum Identifizieren von Filmsorten und zur automatischen Einstellung des Slopespeichers entsprechend dem Ergebnis der Filmsortenüberprüfung aufweist. Mit 1 ist ein fotografischer Film des sogenannten Kleinbildformates bezeichnet, der nach der Entwicklung eine Reihe von Vorlagen la zwischen den Perforationslöchern lb enthält. Zur leichteren Handhabung der Filmstreifen sind mehrere Filme mittels Klebestreifen 2 zu einem langen, aufrollbaren Band zusammengeklebt. In den Bereich zwischen dem Klebeband 2 und dem ersten Bildfeld la sind nun die Interferenzfilter mit dem Durchlässigkeitsmaximum bei 450,550 und 650 nm nebeneinander aufbelichtet. Die gelben, blaugrünen und purpurnen Farbfelder sind mit lc, ld und le bezeichnet.
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Das Filmband 1 ist durch ein prinzipiell angedeutetes Kopiergerät geführt, bestehend aus einer Lichtquelle 4, einem Reflektor 5 und einem Kondensor 6, der die jeweils in Kopierstellung befindliche Vorlage la ausleuchtet. Diese Vor-5 läge la wird durch ein Objektiv 7 auf ein Band 8 von entsprechendem Kopiermaterial abgebildet. In den Kopierlichtstrahlengang sind einschiebbar subtraktive Filter 10,12 und 14, die durch Magnete 11,13 und 15 gesteuert werden. Die Bestro-• mung erfolgt durch eine bekannte Belichtungssteuervorrich-lo tung 18, die etwa nach der Lehre der deutschen Patentschrift 22 46 466 ausgebildet sein kann. Im Streulichtbereich des Objektivs 7 sind für die einzelnen Farben sensibilisierte fotoelektrische Messeinrichtungen, insbesondere Fotodioden 9a, b, c, d, e, f angeordnet, deren Ausgänge mit den einzelnen Farbkais nälen der Steuerschaltung 18 verbunden sind. Die Steuerschaltung 18 enthält auch die verschiedenen Speicher mit den Werten für die Anpassung an die speziellen Filmsorten.
Neben der Kopierstation, je nach Aufbau des Gerätes in Durchlaufrichtung des Streifens 1 vor oder hinter der Kopier-20 station ist die Abtasteinrichtung für die Farbfelder le, d, e angeordnet. Sie besteht aus einer stabförmigen Lichtquelle 23 mit Reflektor 24 zur gleichmässigen Ausleuchtung der Farbfelder sowie unter dem Film angeordneten Messelementen 3a, b, c, d, e und f, die jeweils mit einem Filter für eine besondere 25 Farbe sensibilisiert sind. Die Filterabschnitte unter dem gelben Farbfeld haben ihre Durchlässigkeitsmaxima bei 400 und 450 nm, die beiden Filterabschnitte unter dem purpurnen Farbfeld haben die Durchlässigkeitsmaxima bei 520 und 550 nm, während die Filterabschnitte unter dem blaugrünen 30 Farbfeld Durchlässigkeitsmaxima bei 650 und 700 nm aufweisen. Die darunter liegenden Messeinrichtungen messen also jeweils die Durchlässigkeit des Farbfeldes innerhalb des schmalbandigen Filterbereiches. Diese Messwerte liegen an einer Auswerteschaltung 17 vor, die diese Absorptionsver-35 hältnisse mit den gespeicherten Absorptionsverhältnissen bekannter Filmsorten vergleicht, um danach die Entscheidung zu treffen, welcher Filmsorte dieser Filmstreifen zuzuordnen ist. Das entsprechende Ergebnis wird dann an die Belichtungssteuervorrichtung 18 gegeben, um den entsprechenden 40 Filmspeicher zu aktivieren.
Um die Identifizerung der Filmsorte auch bei kurzen Filmstreifen durchführen zu können, die z.B. zur Erledigung von Nachbestellungen aufgrund von in Streifen geschnittenen 45 Filmen anfallen, können gemäss Figur 3 derartige Farbfelder le, d, e auch am Seitenrand des Filmes in entsprechend kurzen Abständen wiederholt aufbelichtet sein. Das erfindungs-gemässe Verfahren ist auch anwendbar, wenn Farbfelder von weniger als drei Filtern aufbelichtet werden.
C
2 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
- 645194 2PATENTANSPRÜCHE heblich unterscheiden. Die Filmfarbstoffe verschiedener1. Verfahren zum Erkennen der Art von Farbfilmen mit Filmhersteller zeigen nach der Entwicklung oft einen unterunterschiedlichen Farbbildnern zur Berücksichtigung von de- schiedlichen spektralen Verlauf des Transmissionsvermögens, ren Eigenschaften beim Festlegen der Kopierlichtmengen in Um diese Filme mit unterschiedlichen spektralen Eigenschaf-den einzelnen Farben bei der Kopienherstellung, dadurch ge- 5 ten mit einem Printer, welcher nur eine Messanordnung mit kennzeichnet, dass auf den Film vor der Entwicklung an einer vorgegebenen spektralen Eigenschaften besitzt, bearbeiten zu unbelichteten Stelle Marken einer vorbestimmten Farbzu- können, besitzen diese Geräte eine Einstellmöglichkeit zur sammensetzung aufbelichtet werden und nach der Entwick- Umrechnung der gemessenen Werte gemäss der spektralen lung die Filmart aufgrund eines Vergleichs der spektralen Eigenschaften des zu bearbeitenden Films. Dies geschieht Durchlässigkeit im Bereich der Marken mit den Durchlässig- 10 durch Anpassung der Eigenschaften der fotoelektrischen Be-keitswerten der einzelnen Filmarten ermittelt wird. lichtungssteuervorrichtung in jedem einzelnen Farbkanal
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, mittels einstellbarer oder austauschbarer Widerstände, soge-dass als aufzubelichtende Vorlagen für die Marken Farbfilter nannter Slopespeicher. Mit Hilfe dieser Einstellmöglichkeit verwendet werden, deren maximale Durchlässigkeit in Wel- werden die Messwerte bei der jeweils zu kopierenden Film-lenlängenbereichen liegt, in denen die spektrale Empfindlich- îs sorte derart verändert, dass für diese Filmsorte ein optimales keit der einzelnen Schichten der zu unterscheidenden Filmar- Kopierergebnis erzielt wird.ten besonders hoch ist, insbesondere bei Farbnegativfilmen Zur Herstellung von Kopien mit hoher Geschwindigkeit schmalbandige Interferenzfilter mit maximaler Durchlässig- werden die Filme für den automatischen Vorlagenwechsel zu keit bei 450 nm (gelb), 550 nm (purpur) und 650 nm (blau- Rollen zusammengeklebt. Um unter diesen Bedingungen op-grün) und dass die Lichtmenge so bemessen wird, dass die 20 timale Kopien zu erhalten, ist es notwendig, nur Filme derDichte der Marken um wenigstens 1 über derjenigen von un- gleichen Sorte zu einer Rolle zusammenzufassen. Dazu wur-belichtetem Filmmaterial Hegt. den die Filme vor dem Kopieren in einem zusätzlichen Ar-
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn- beitsgang in Filmsorten mit übereinstimmenden Einstellwer-zeichnet, dass die spektrale Durchlässigkeit der entwickelten ten sortiert, was eine organisatorische Erschwerung des Ar-Marken auf Farbnegativfilm in wenigstens einer Farbe mit- 25 beitsablaufs bedeutete.tels wenigstens zweier schmalbandiger Farbfilter, insbeson- Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vordere bei 400 und 450 nm für das gelbe Farbfeld, 520 und richtung zu schaffen, die eine automatische Erkennung der 550 nm für das Purpurfarbfeld und 650 und 700 nm für das Filmsorten und eine dementsprechende Einstellung der Beblaugrüne Farbfeld gemessen wird. lichtungssteuervorrichtung des Kopiergerätes ermöglichen.
- 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, 30 Dabei sollen solche Filme zu einer Filmsorte zusammenge-dass aus den Verhältnissen der Messwerte für die spektrale fasst werden, deren Farbstoffe das gleiche spektrale TransDurchlässigkeit der Marken in den verschiedenen Farben im missionsvermögen besitzen.Vergleich mit den Verhältniswerten bekannter Filmarten Diese Aufgabe wird gelöst durch die im Anspruch 1 beRückschlüsse auf die Art der zu erkennenden Filmprobe ge- schriebene Erfindung.zogen werden. 35 Dabei wird ohne Beschränkung der Allgemeinheit von
- 5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, Materialien ausgegangen, welche Schichten besitzen, die für dadurch kennzeichnet, das die Marken in grösserer Anzahl Licht der Farben Blau, Grün und Rot empfindlich sind. Auf am Filmrand, am Filmanfang und/oder am Filmende aufbe- unbelichtete Stellen des Films werden Farbfilter kopiert, die lichtet werden. so gewählt sind, dass ihre Transmissionsmaxima in den Berei-
- 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, 40 chen grosser spektraler Empfindlichkeit der einzelnen Schich-dass die Marken bei der Filmkonfektionierung oder im Zu- ten hegen, damit in den Kopien der Farbfilter - im folgenden sammenhang mit dem Zusammenkleben vor der Entwicklung als Farbfelder bezeichnet - überwiegend nur ein Farbstoff insbesondere durch Blitzücht aufbelichtet werden. entwickelt wird. Die Transmission dieser Farbfelder wird mit
- 7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach ei- mehreren unterschiedlichen und schmalbandigen Farbfiltern nem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, 45 gemessen. Für Farbstoffe mit unterschiedlichem spektralen dass zur Messung der spektralen Durchlässigkeit der Marken Transmissionsvermögen ergeben sich dann unterschiedliche an einem Rollenkopiergerät eine Messstation mit entspre- Messwertverhältnisse.chend den Marken angeordneten Messfiltern und dahinter Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben hegenden Messelementen für die Marken vorgesehen ist, die sich aus den Unteransprüchen. Ein bevorzugtes Ausführungs-über eine entsprechende Auswerteeinrichtung die für die er- so beispiel ist im folgenden anhand von Figuren beschrieben. Es mittelte Filmart zutreffenden Einstellwerte für das Kopieren zeigen:dieses Filmes in die Belichtungssteuervorrichtung eingibt. Fig. 1 als Beispiel Kurven der spektralen Transmission von Purpurschichten zweier verschiedener Negativfilmsorten;Fig. 2 das Prinzip einer Messanordnung für Farbmarken55 und
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