CH645314A5 - Flaschenverschluss. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Flaschenverschluss mit einem unterhalb des Mündungsbereiches der Flasche vorgesehenen Wulst.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Flaschenverschluss vorzuschlagen, der von Unbefugten nicht unbemerkt geöffnet werden kann. Es gibt bereits zahlreiche Ausführungsformen derartiger Flaschenverschlüsse. Solange der Verschluss noch unbeschädigt ist, hat man die Gewähr, dass die Flasche noch nicht geöffnet wurde und somit noch die ursprüngliche Abfüllung enthält.
Derartige Verschlüsse werden häufig im Zusammenhang mit Kappen, Korken usw. verwendet und bilden somit einen äusseren Schutz, womit einerseits die Ausgussöffnung der Flasche verschlossen und gegen das Eindringen von Schmutz geschützt wird, während andererseits die Gewähr besteht,
dass die Flasche nicht von Unbefugten geöffnet wurde. Für solche Verschlüsse können verschiedenartige Materialien verwendet werden, doch bestehen diese oft aus gefalteter bzw. geformter Metallfolie. In letzter Zeit haben die heiss-
schrumpfbaren Kunststoffe zum Verschliessen von Flaschenöffnungen ein weites Anwendungsgebiet gefunden. In manchen Fällen bestehen diese heiss-schrumpfbaren Plastikteile lediglich aus einem schlauchförmigen Abschnitt, der um den Flaschenhals herumgelegt und auf die Flaschenmündung aufgeschrumpft wird; in anderen Fällen weist das heiss-schrumpfbare Kunststoffteil die Form einer Kappe auf, welche die Flaschenmündung ganz umgibt. In den bisher bekannt gewordenen Fällen dieser Art besteht die Aufgabe des Verschlusses lediglich darin, die Flasche abzudichten bzw. zu gewährleisten, dass die Flasche nicht von Unbefugten geöffnet wird, wobei der Flascheninhalt vor Verschmutzung geschützt werden soll.
Dagegen ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Flaschenverschluss vorzuschlagen, der nach dem Öffnen der Flasche und nach einer teilweisen Entnähme des Flàscheninhaltes weiterhin als Flaschenverschluss verwendet werden kann, um damit den Flascheninhalt vor dem Eindringen von Verunreinigungen zu schützen. Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 und 6 definierte Merkmalskombination erreicht.
In vielen Fällen kann es zweckmässig sein, einen solchen Flaschenverschluss mit einer speziellen Kappe bzw. Scheibe zu kombinieren, damit während der Lagerung der gefüllten Flasche eine bessere Gasdichtheit gewährleistet wird. Der Flaschenverschluss lässt sich für verschiedenartigste Flaschen unterschiedlichen Inhalts, beispielsweise für Milch, Saft, Wein usw. verwenden, doch bezieht sich das nachstehend beschriebene Ausführungsbeispiel auf eine Weinflasche.
Nachstehend wird anhand der heiligenden Zeichnung ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes beschrieben.
Fig. 1 ist eine Schnittdarstellung eines Flaschenhalses vor dem Verschliessen,
Fig. 2 zeigt im Schnitt den gleichen Flaschenhals nach dem Verschliessen,
Fig. 3 ist eine Schnittdarstellung des gleichen Flaschenhalses nach dem Aufreissen des Verschlusses und dem Öffnen der Flasche,
Fig. 4 zeigt eine aus heiss-schrumpfbarem Kunststoff bestehende Mansch ette mit Doppelperforierung,
Fig. 5 zeigt eine ebenfalls aus heiss-schrumpfbarem Kunststoff bestehende Manschette mit einer einfachen Perforierung und Abreisszunge und
Fig. 6 ist eine Perspektivansicht eines mit einer erfin-dungsgemässen Verschlussvorrichtung versehenen Flaschenhalses.
Gemäss Fig. 1 ist eine Flasche mit 1 und deren Mündungsbereich mit 2 bezeichnet. Die Flasche 1 kann in üblicher Weise aus Glas hergestellt sein, doch ist bei dem vorstehenden Ausführungsbeispiel angenommen, dass die Flasche aus einem schrumpfgeformten, geschäumten Kunststoff, beispielsweise Polystyrolschaum, besteht. Diese Flasche weist ein äusseres Gehäuse 1 und eine nicht dargestellte, innerhalb dieses Gehäuses angeordnete Kunststoffhülle auf, die im Mündungsbereich 2 am Gehäuse 1 befestigt ist. Die nicht dargestellte Hülle kann mittels einer Vorrichtung geöffnet werden, die in der Ebene 17 liegt und beispielsweise aus einer an der Hülle befestigten scheibenförmigen Folie bestehen kann, die mit einem Abreissstreifen versehen ist. Durch Abreissen dieser scheibenförmigen Folie lässt sich die Flaschenöffnung freilegen, so dass der Flascheninhalt ausgegossen werden kann. Der den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Flaschenverschluss weist gemäss dem dargestellten Ausführungsbeispiel eine auf der Flaschenmündung 2 angeordnete kreiszylindrische Scheibe 4 auf, sowie eine heissschrumpfbare Manschette 5 aus Kunststoff, wel5
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che um den Mündungsbereich der Flasche herumgelegt und durch Wärmezufuhr zum Schrumpfen gebracht wird, so dass sich die Manschette 5 satt gegen den Mündungsbereich der Flasche anlegt (vgl. Fig. 2). Der obere, ebenfalls schrumpfende Teil 8 der Manschette 5 legt sich dabei über die Scheibe 4 und wird ausserdem unter die Unterkante der Scheibe 4 hineingezogen, so dass die Scheibe 4 durch die aufgeschrumpfte Manschette festgehalten wird und die Manschette nach oben dicht abschliesst.
Wie sich aus der Zeichnung ergibt, weist der Flaschenhals einen Wulst 3 auf, dessen Aussendurchmesser praktisch demjenigen der Scheibe 4 entspricht. Die Manschette 5 ist ausserdem mit einer Aufreisslochung 7 versehen; nach dem Aufschrumpfen der Manschette auf den Flaschenhals befindet sich diese Lochung im unteren Teil des Wulstes 3. Mit Hilfe der aufgeschrumpften Manschette 5 wird somit die Scheibe 4, wie dies Fig. 2 zeigt, auf dem Oberteil des Mündungsabschnittes 2 der Flasche gehalten. Durch Steuerung der Wärmezufuhr beim Schrumpfprozess können die Schrumpfkräfte so beeinfiusst werden, dass der gewünschte Anpressdruck zwischen der Scheibe 4 und der Flaschenmündung erzielt wird, so dass die Ausgussöffnung 6 der Flasche wirkungsvoll verschlossen wird.
Wenn dieser Verschluss geöffnet werden soll, so wird zunächst die Lochung 7 aufgerissen, wobei der obere Teil der aufgeschrumpften Manschette 5 und die Scheibe 4 vom unteren Teil der Manschette 5 abgelöst werden. Auf diese Weise lässt sich das Teil 11 (Fig. 3), welches den oberen Teil der Manschette und die Scheibe 5 umfasst, von der Flaschenmündung 2 abheben. Der Flascheninhalt kann nun, gegebenenfalls nach Entfernung einer weiteren, in der Ebene 17 angeordneten Abdeckfolie, ausgegossen werden.
Durch den oberen Abschnitt 8 der aufgeschrumpften Manschette 5 wird die Scheibe 4 sicher festgehalten, und der in Fig. 3 in seiner Gesamtheit mit 11 bezeichnete Deckel lässt sich nach Belieben zum Wiederverschliessen der Flaschenmündung wieder verwenden.
Wie sich aus der vorstehenden Beschreibung ergibt, lässt sich der Flaschenverschluss durch Unterteilung der aufgeschrumpften Manschette 5 entfernen; es ist aber auch möglich, den unteren Teil der Manschette abzulösen, so dass sich der verbleibende Oberteil nach oben abheben lässt. Dies wird, wie bereits beschrieben wurde, durch eine Lochreihe 7 erzielt, doch kann diese Massnahme vom Fachmann in mannigfaltiger Weise abgewandelt werden.
Die Manschette 5 besteht aus einem Kunststoff, z.B. Polyvinylchlorid, Polystyrol oder Polypropylen, wobei auch andere Kunststoffe möglich sind. Die Manschette wird in Querrichtung oder in Tangentialrichtung gedehnt, was zu einer Vergrösserung des Manschettendurchmessers führt. Dieser Dehnungsvorgang bringt eine Molekularorientierung
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im Kunststoff mit sich, derart, dass das gedehnte Material unter Wärmeeinfluss schrumpft und damit die ursprünglichen Abmessungen wieder einnimmt. Mit Hilfe einer solchen tangential gedehnten Kunststoffmanschette kann man somit einen absolut satten Sitz zwischen der Manschette und der äusseren Kontur der Flaschenmündung bzw. des Flaschenhalses erhalten, indem man die Manschette auf Schrumpftemperatur erhitzt.
Gemäss Fig. 4 ist die Manschette 5 mit einer Doppelper-forierung 14 versehen, welche zwei parallele Perforationslinien 14 aufweist, welche ringförmig und in geringem gegenseitigem Abstand am Umfang der Manschette angeordnet sind. An einer Stelle dieser Doppelperforierang ist aus dem Manschettenmaterial eine U-förmige Abreisszunge 15 ausgestanzt. Nachdem die Manschette auf den Flaschenhals aufgeschrumpft wurde, lässt sich der durch die beiden Perforationslinien 14 begrenzte Streifen derselben mit Hilfe der Abreisszunge 15 leicht ablösen, womit die Manschette 5 in zwei Teile unterteilt wird. Nun lässt sich der Oberteil 11 (Fig. 3) ohne weiteres nach oben abheben. Fig. 5 zeigt eine weitere Ausführungsform einer aufschrumpfbaren Manschette. Die Manschette 5 ist hier mit einer einzigen Perforation 7 versehen, welche ringförmig am Umfang der Manschette 5 angeordnet ist, wobei eine weitere Perforation parallel zur Manschettenachse nach unten verläuft und an ihrer untersten Stelle in eine Abreisszunge 16 übergeht. Mit Hilfe dieser Abreisszunge kann der untere Teil der Manschette zunächst in axialer Richtung aufgerissen werden, worauf dieser Unterteil längs der Perforationslinie 7 abgelöst wird.
Fig. 6 ist eine Perspektivansicht eines Flaschenhalses, welcher mit einer aufgeschrumpften Manschette gemäss Fig. 5 versehen ist. Beim Öffnen dieses Verschlusses wird somit der gesamte untere Abschnitt 12 der Manschette 5 abgelöst, wogegen beispielsweise gemäss Fig. 3 der untere Teil 12 der Manschette am Flaschenhals verbleibt, nachdem die Perforation 7 aufgerissen und die Kappe 11 abgehoben wurde.
Der beschriebene Flaschenverschluss soll zwar einerseits vorzugsweise mit einem flaschenartigen Behälter verwendet werden, der ein Aussengehäuse aus geschäumtem Kunststoff und eine innere, dichte Hülle aufweist, doch lässt sich dieser Verschluss ohne weiteres auch im Zusammenhang mit Glasoder Metallflaschen verwenden. Auch hat es sich gezeigt,
dass die Kombination einer heiss schrumpfbaren Manschette 5 aus Kunststoff mit einer Abdeckscheibe 4, welche ihre Abmessungen unter Wärmeeinfluss beibehält, beträchtlich billiger ist, als die bekannten, aus Kunststoff hergestellten Aufsetzkappen. Die Scheibe 4 verleiht der wieder verwendbaren Kappe 11 (Fig. 3) eine grössere Steifheit und trägt ausserdem dazu bei, dass sich die Kappe 11 längs der Kante der Scheibe 4 einwandfrei fassen lässt.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Flaschenverschluss mit einem unterhalb des Mündungsbereiches der Flasche vorgesehenen Wulst, gekennzeichnet durch eine die Flaschenmündung überdeckende Scheibe, deren Grösse praktisch derjenigen des Wulstes entspricht oder dieselbe leicht übersteigt, sowie eine schlauchförmige Manschette aus heiss-schrumpf-barem Kunststoff, welche sowohl die Flaschenmündung als auch die Scheibe satt umgibt, derart, dass die Scheibe von Teilen der aufgeschrumpften Manschette festgehalten wird.
2. Verschluss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Manschette über den genannten Wulst hinaus erstreckt und dass die aufgeschrumpfte Manschette im Bereich der Unterkante des Wulstes eine ringförmige Auf-reisslochung aufweist, zu dem Zwecke, die Manschette in zwei Teile zu unterteilen und den oberen, die Scheibe enthaltenden Teil der Manschette von der Flaschenmündung abzuheben.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Verschluss nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufreisslochung zwei parallele Lochreihen um-fasst, derart, dass der zwischen den beiden Lochreihen befindliche Materialstreifen nach dem Aufreissen der Lochung abgenommen werden kann.
4. Verschluss nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der untere Teil der Manschette einen oder mehrere Einschnitte aufweist, so dass eine Abreisszunge gebildet wird, die das Abreissen und Entfernen des unteren Manschettenteils gestattet.
5. Verschluss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Manschette ein Abschnitt eines Schlauches ist, welcher in tangentialer Richtung gedehnt ist und vorzugsweise aus einem starren Kunststoff, z.B. Polyvinylchlorid, Polystyrol oder Polypropylen, besteht.
6. Verfahren zur Herstellung des Flaschenverschlusses nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, das seine Scheibe aus einem steifen Material, die in Grösse und Form dem Querschnitt der Flaschenmündung an-gepasst ist, über die Flaschenmündung gelegt wird, dass eine schlauchförmige Manschette aus heiss schrumpfbarem Material um die Flaschenmündung und die Scheibe herum angeordnet wird und dass die Manschette durch Erwärmung zum Schrumpfen gebracht wird, derart, dass sich der Oberteil der Manschette fest um den Randbereich der Scheibe herumlegt und der restliche Teil der Manschette an der Aus-senseite des Flaschenhalses anliegt.
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