CH645687A5 - Inspektionskammer, insbesondere fuer drainage-zwecke. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Inspektionskammer nach dem Oberbegriff des Anspruches 1. Derartige Inspektionskammern gelangen in Drainage- oder Abwassersystemen zur Anwendung, mit einem Mannloch und einer Basis, die
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wenigstens einen Kanal aufweist, der sich zwischen einer Einlassöffnung und einer Auslassöffnung erstreckt. Üblicherweise ist ein Hauptkanal vorgesehen, der sich durch die Basis hindurch zwischen einer Haupteinlassöffnung und einer Hauptauslassöffnung erstreckt, ferner eine Reihe von Verzweigungskanälen, deren jeder quer durch die Basis hindurch von einer zugehörenden Einlassöffnung zum Hauptkanal läuft.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine solche Einrichtung zu verbessern, und zwar derart, dass Einlassund Auslassleitungen an die Inspektionskammer angeschlossen werden können.
Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichen des Patentanspruches 1 genannten Merkmale gelöst.
Auf diese Weise erübrigt es sich, Stutzen und Inspektionskammer miteinander zu verlöten, zu verschweissen oder anderweitig zu versiegeln. Jeder Stutzen (den man auch Aufnahme* oder Einstecksockel nennen könnte) kann in einer Tasche angeordnet werden, die in der Innenfläche der Seitenwand vorgesehen ist und definiert zusammen mit der genannten Innenfläche eine Ringnut, die einen Dichtungsring aufnimmt, der seinerseits das genannte Dichtorgan bildet. Zumindest dann, wenn eine Rohrleitung in den Stutzen eingeführt ist, kann der Dichtungsring dichtend an den Seiten der Nut anliegen und stellt somit eine wirksame Dichtung zwischen Stutzen und Inspektionskammer her.
Alternativ hierzu können kreisförmige Öffnungen durch zylindrische Teile gebildet werden, wobei der einzelne Stutzen innerhalb der zylindrischen Teile einen Schnappsitz bildet und jeder Stutzen mit einem Dichtungsorgan ausgerüstet ist, das sich als Manschette über die Aussenseite des Stutzens erstreckt und an der Innenfläche des zylindrischen Teiles dichtend anliegt, und das sich ferner als ringförmiges Gebilde in die Öffnung des Stutzens hinein erstreckt, um dort wiederum an einer Rohrleitung dichtend anzuliegen, die in den Stutzen eingepasst ist.
Die Erfindung ist anhand von Ausführungsbeispielen in der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Erstausführungsform der Inspektionskammer in Draufsicht,
Fig. 2 das untere Ende der Inspektionskammer gemäss Fig. 1 im Aufriss,
Fig. 3 den Gegenstand von Fig. 1 in einer Schnittdarstellung gemäss der Schnittlinie A-A,
Fig. 4 eine weitere Ausführungsform eines Stutzens im Schnitt, und zwar entsprechend jenem der Figuren 1 bis 3, Fig. 5 eine perspektivische Darstellung der Basis einer zweiten Ausführungsform einer Inspektionskammer, von unten gesehen,
Fig. 6 eine Ansicht der Inspektionskammer gemäss Fig. 5 von unten,
Fig. 7 ein Schnitt gemäss der Schnittlinien B-B in Fig. 6, Fig. 8 eine perspektivische Darstellung der Basis der Ausführungsform nach den Figuren 5 bis 7, teilweise geschnitten, mit einem in einer der Öffnungen eingesetzten Verschlussstopfen, sowie mit einer Schürze, die über das innere Ende der abgestöpselten Öffnung geschoben werden kann.
Wie man aus den Figuren 1 bis 3 erkennt, hat die Inspektionskammer ein Gehäuse 1, das aus glasfaserverstärktem Kunststoff hergestellt ist. Die Seitenwand des Gehäuses 1 ist im Querschnitt kreisförmig. Sie verjüngt sich von ihrer oberen Kante zu ihrer einteiligen Basis 3 nach innen mit einem Verjüngungswinkel von etwa 3°. Die Basis 3 hat einen Hauptablaufkanal 4 (siehe Fig. 1), der sich quer durch die Basis hindurch zwischen einer Haupteinlassöffnung 5 und einer Hauptauslassöffnung 6 mit geeignetem Gefälle hin
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durch erstreckt. Die Basis ist ferner mit vier Verzweigungskanälen 7 ausgestattet, die jeweils Einlassöffnungen 8 aufweisen und ebenfalls unter geeignetem Gefälle an den Hauptkanal 4 angeschlossen sind.
Die Einlassöffnungen 5 und 8 sowie die Auslassöffnung 6 sind in den Aussenseiten von Taschen 9 eingeformt, die ihrerseits während des Ausformens vom Gehäuse 1 gebildet worden sind. Die Taschen 9 sind innen gegen entsprechende Kanäle 4 und 7 hin offen. Sie sind ferner in Richtung nach oben offen. Jede Tasche 9 nimmt einen geometrischen ähnlichen Stutzen oder Sockel 10 auf, der von oben her in die Tasche eingesetzt und mittels eines festen Sitzes in der Tasche befestigt ist. Die Stutzen 10 sind derart bemessen, dass die innere Mantelfläche eines Rohrleitungs-Endes 11 nach dem Einführen in den Stutzen 10 mit der Fläche des zugehörenden Kanales bündig ist (siehe Fig. 3).
Wie man insbesondere aus Fig. 3 erkennt, wird der Stutzen 10 aus zwei ineinander eingepassten Teile 12 und 13 gebildet. Der Teil 12 hat eine kreisförmige Öffnung, deren Umfang 14 bündig mit der Fläche des zugehörenden Kanales ist, sowie eine Buchse 15 von grösserem Durchmesser enthält als jenem der kreisförmigen Öffnung, zum Aufnehmen einer Hülse 16 des Teiles 13 in einem Schiebesitz. Durch eine Schulter 17 am Umfang 14 und der Buchse 15 des Teiles 12 wird ein Anschlag geschaffen, wodurch die Einwärtsbewegung des Rohrendes 11 begrenzt wird. DerTeil 12 des Stutzens 10 erstreckt sich nach oben und bildet eine geneigte Schulter 18. Diese fällt mit der ebenfalls geneigten Schulter 19 (siehe Fig. 2) im Gehäuse 1 zwischen den Taschen 9 zusammen und fluchtet mit diesen, so dass Risse, in welchen sich Feststoffe ansetzen könnten, vermieden werden. DerTeil 12 des Stutzens 10 ist durch Rippen 20 verstärkt, die sich zwischen der Buchse 15 und der Schulter 18 erstrecken.
Der Teil 13 des Stutzens 10 bildet am äusseren Ende der Hülse 16 eine sich radial nach aussen erstreckende Schulter
21 und einen Ringteil 22. Das äussere Ende 23 des Ringteiles
22 ist derart gestaltet, dass es dicht an der Innenfläche der Tasche 9 anliegt, wenn der Stutzen 10 in die Tasche 9 eingesetzt ist. Die Buchse 15 und die Hülse 16 haben eine Nut- und -feder-Verbindung, so dass sie nur in einer Richtung zusammengebaut und relativ zueinander nicht verdreht werden können. Hierdurch wird das richtige Anliegen der Kante 23 gegen die Innenfläche der Tasche 9 gewährleistet.
Durch die Schulter der Innenfläche des Ringteiles 22 und die Innenfläche der Tasche 9 wird eine ringförmige Nut 21 gebildet, die zur Aufnahme eines Dichtungsringes 24 zum Abdichten des Rohrendes 11 dient. Der Dichtungsring 24 sitzt genügend stramm in der Nut 21, so dass zumindest dann, wenn das Rohrende 11 in den Stutzen 10 eingepasst ist und der Dichtungsring 24 verformt wird, dieser Dichtungsring 24 an den Seiten der Nut dichtend anliegt und somit die Tasche 9 gegen die Innenfläche des Gehäuses 1 abdichtet.
Der in Fig. 4 veranschaulichte, abgewandelte Stutzen 25 zum Einpassen in die Taschen 9 wird gleich eingesetzt wie der Stutzen 10 und hat auch im wesentlichen dieselbe Gestalt wie dieser. Er unterscheidet sich vom Stutzen 10 dadurch, dass er als einteiliger Formling aus Kunststoff gefertigt ist. Am äusseren Ende des Stutzens 25 ist ein Dichtungsring 26 eingepasst, der mit dem Ende der einzusetzenden Rohrleitung eine dichtende Verbindung bildet. Das äussere Ende des Stutzens 25 springt an der Schulter 27 wiederum radial nach aussen vor, wobei der Dichtungsring 26 an diesem Vorsprung sitzt. Der Dichtungsring 26 wird durch eine Zunge 28 in seiner Lage gehalten, die ihrerseits am Stutzen 25 angeformt ist und in einer Nut den äusseren Umfang von Dichtungsring 26 aufnimmt. Der innere Umfang des Dichtungsringes 26 liegt dichtend am Mantel der Rohrleitung an. Die äussere Stirnfläche 29 des Dichtungsringes 26 steht im unverformten Zustand leicht über das äussere Ende des Stutzens 25 vor. Wird der Stutzen 25 in eine Tasche 9 eingesetzt, so dichtet der Dichtungsring 26 gegen die Innenfläche des Gehäuses 1 der Inspektionskammer ab, ähnlich dem Dichtungsring 24.
Aus den Figuren 5 bis 8 erkennt man, dass die Inspektionskammer einen Unterteil hat, der eine Basis und eine mit dieser einteilige Seitenwand aufweist; beide bestehen aus plastischem Material, das im Pressverfahren geformt wird.
Um die volle Höhe der Inspektionskammer zu bilden, sind weitere Seitenwandabschnitte über der Basis vorhanden. Die Basis ist in der Draufsicht kreisförmig und hat einen oberen Rand 31, von dem aus sich eine einteilige Wand 32 nach unten erstreckt. Von der unteren Kante des Randes 31 ausgehend und innerhalb Wand 32 befindet sich der Boden 33 der Basis. Der Boden 33 hat einen Hauptablasskanal 34, der quer verläuft und sich mit einem gewissen Gefälle zwischen einer Haupteinlassöffnung 35 und einer Hauptauslassöffnung 36 erstreckt. Am Boden sind ferner vier Verzweigungskanäle 37 vorhanden, die wiederum mit einem geeigneten Gefälle mit dem Hauptkanal 34 in Verbindung stehen und von dessen jeweiligen Einlassöffnungen 38 ausgehen.
Die Einlassöffnungen 35 und 38 und die Auslassöffnung 36 werden während des Pressvorgangs als zylindrische Hülsen 39 geformt. Sie dienen der Aufnahme getrennter Stutzen 40, die beispielsweise durch Spritzgiessen aus Kunststoffhergestellt werden. Die Stutzen 40 sitzen mittels eines Schnappsitzes in den zylindrischen Hülsen 39. Um diesen Schnappsitz herzustellen, sind die Innenflächen jedes zylindrischen Ringes 39 im hintern Bereich mit einem vorspringenden Rand 41 versehen. Dieser bildet eine Schulter 42, die ihrerseits von einer Seite durch die Wand einer Nut 43 gebildet ist. Der Stutzen 40 ist hinten mit einem radial nach aussen gerichteten Flansch 44 versehen. Wenn der Stutzen 40 in den zylindrischen Hülsen 39 mit genügend grossem Kraftaufwand eingedrückt wird, so schnappt der Rand 41 hinter die Schulter 42, was man am besten aus Fig. 7 erkennt.
Das äussere Ende, d.h. das Mundstück des Stutzens 40, ist mit einer Gummidichtung 45 ausgerüstet. Die Dichtung 45 hat eine Manschette 46, welche die äussere Mantelfläche des Stutzens 40 umschliesst und gegen den äusseren Flansch 47 des Stutzens 40 anliegt. Die Manschette 46 der Dichtung 45 hat ferner einen verdickten Teil 48, der in eine Ringnut 49 des Stutzens 40 hineinragt. Die Stärke der Manschette 46 ist derart bemessen, dass sie zusammengepresst wird, wenn der Stutzen 40 in den Ring 39 eingedrückt ist. Damit ist der Stutzen 40 gegen die zylindrische Hülse 39 abgedichtet. Der Dichtungsring 45 erstreckt sich - ausgehend vom manschettenartigen Teil 46 - vorne über die abgerundete Kante 50 des Mundstücks des Stutzens 40 hinaus, und geht in eine radial innere ringförmige Lasche 53 über, die sich in das Mundstück des Stutzens 40 hinein erstreckt und an ihrem freien Ende in einem Saum 51 endet. Wird das (hier nicht dargestellte) Rohrleitungsende in den Stutzen 40 so weit eingeschoben, dass es an der Innenschulter 52 anliegt und dass somit seine Innenfläche mit dem zugehörenden Drainagekanal bündig ist, so liegt die Dichtung 45 dichtend zwischen dem Stutzen 40 und diesem Rohrleitungsende.
Sollten nicht alle Einlässe 8 zum Anschliesen von Rohrleitungen benötigt werden, so lassen sich die übrigen durch gewöhnliche Stopfen 54 absperren, gemäss Fig. 8. Um jedoch das Ansammeln von Ablagerungen in den unbenutzten Kanälen zu vermeiden, können geeignete Schürzen 55 im Bereich der inneren Enden der Stutzen in entsprechende Nuten 43 eingeschoben werden.
Auch wenn die Basis der Inspektionskammer mit einem niederen Rand 1 dargestellt ist, so könnte dieser Rand ebensogut durch eine Wand ersetzt werden, die sich über die ganze Länge der Drainage-Inspektionskammer erstreckt.
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3 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Inspektionskammer, insbesondere für Drainage-Zwecke, mit einer Basis und wenigstens einem in der Basis befindlichen Kanal, der sich zwischen einer Einlassöffnung und einer Auslassöffnung erstreckt, dadurch gekennzeichnet, s dass die Basis (3) aus Kunststoff besteht und eine Seiten wand (1) aufweist, dass in der Seitenwand (1) kreisförmige Öffnungen (5,6,8,35,36,38) vorgesehen sind, die die Einlassund Auslassöffnungen bilden, dass trennbare Stutzen (10,40) zur Aufnahme von Einlass- und Auslass-Rohrleitungen (11) io in jeder der genannten Öffnungen vorhanden sind, diese Stutzen (10,40) je mit einer elastisch nachgiebigen Dichtung (24,25) zum Abdichten gegen die äussere Mantelfläche von in die Stutzen ( 10,40) einpassbaren Rohrleitungsenden versehen sind und dass die Dichtung (24,45) gleichzeitig dazu is dient, den Stutzen (10,40) gegen das Innere der Inspektionskammer abzudichten.
2. Inspektionskammer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stutzen (10) in Taschen (9) angeordnet sind, die innen an der Seitenwand ( 1 ) angeordnet sind, dass 20 jeder Stutzen (10) eine Ringnut (21) bildet, welche einen Dichtungsring (24) aufnimmt, und dass der Dichtungsring (24) bei in den Stutzen (10) eingesetztem Rohrleitungsende (11) auch innen an der Seitenwand (1) abdichtend anliegt, zur Abdichtung zwischen Stutzen ( 10) und dem Innern der 25
Inspektionskammer (Fig. 3).
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PATENTANSPRÜCHE
3. Inspektionskammer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Taschen (9) zum Einsetzen der Stutzen (10) von oben her nach oben offen sind.
4. Inspektionskammernach Anspruch 1, dadurch gekenn- 30 zeichnet, dass die kreisförmigen Öffnungen (35,36,38) durch zylindrische Hülsen (39) gebildet sind, dass die Stutzen (40) mit Schnappsitz in den zylindrischen Hülsen (39) sitzen und mit einem Dichtungsorgan (45) ausgestattet sind, das sich als Manschette (46) über die äussere Mantelfläche des Stutzens 35 (40) erstreckt und gegen die innere Mantelfläche der zylindrischen Hülse (39) abdichtet, und das Dichtungsorgan (45) sich ferner als ringförmige Lasche (53) in das Mundstück des Stutzens (40) hinein erstreckt, um dort eine Dichtung gegen ein in den Stutzen (40) eingeführtes Rohrleitungsende zu bilden. 40
5. Inspektionskammer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schnappsitz an einem Ende und das Dichtungsorgan (45) am anderen Ende des Stutzens (40)
angeordnet sind.
6. Inspektionskammernach Anspruch 4 oder 5, dadurch 45 gekennzeichnet, dass der Schnappsitz durch einen radial einwärts gerichteten Rand (41) gebildet ist, der von einem Flansch (42) des Stutzens (40) hintergriffen ist, wobei der Stutzen (40) beim Einschieben zufolge seiner eigenen Elastizität zusammengedrückt wird, so dass der Flansch (42) hinter so eine Schulter am Ende des Vorsprungs (41) schnappt.
7. Inspektionskammer nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass Stutzen (40) durch jeweils einen Stopfen (54) verschliessbar sind, der wie ein Rohr in den Stutzen (40) eingeführt ist, und dass eine Dichtung mit- ss tels der Lasche (53) des Dichtungsorganes (45) hergestellt ist, und dass eine Schürze (55) vor dem inneren Ende des verschlossenen Stutzens (40) eingesetzt ist, um die Ansammlung von Ablagerungen im verschlossenen Kanal zu vermeiden.
8. Inspektionskammer nach Anspruch 7, dadurch gekenn- 60 zeichnet, dass die Schürze (55) mit ihrem oberen Ende in Nuten (43) der Kammer eingreift.
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