CH645829A5 - Werkzeug fuer einen nager. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Schneidwerkzeug für einen aus zwei relativ zueinander beweglichen Werkzeugen bestehenden Werkzeugsatz eines Nagers nach der Gattung des Patentanspruchs 1. Ein durch die GB-PS 1 485 795 bekannt gewordener Werkzeugsatz für einen Nager hat ein als Matrize wirkendes Gegenwerkzeug und ein aus einem Stück bestehendes Schneidwerkzeug mit einem Befestigungsschaft, einem Hals und einem in die Matrize periodisch hineinziehbaren Schneidkopf. In Ausrichtung zu der Matrize ist ein Führungsring vorgesehen, der über einen Träger mit dieser Matrize verbunden ist und den Schneidkopf in Richtung der Matrize führt. Damit auch trotz längerer Nutzungsdauer der Schneidkopf eine noch ausreichend scharfe Schneide aufweist und nicht vom Hals abbricht, wird das Schneidwerkzeug aus hochwertigem Stahl hergestellt und in aufwendiger Weise gehärtet und vergütet. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass das Schneidwerkzeug nach einer solchen, viele Schritte umfassenden Wärmebehandlung nicht die gewünschte Härte und grosse Zähigkeit aufweist. Der Schneidkopf kann deshalb vorzeitig stumpf werden oder von seinem Hals abbrechen. Man kann zwar zur Vermeidung von Brüchen versuchen, die Kerbwirkung in dem Übergang vom Hals in den Schneidkopf durch Vorsehen einer Ausrundung mit grossem Radius zu vermindern. Diese Massnahme stösst aber vorzeitig auf Grenzen, weil sonst bei einem vorgegebenen Durchmesserunterschied zwischen dem Schneidkopf und dem Hals ein sogenannter negativer Schnittwinkel entsteht, oder weil zur Vermeidung des negativen Schnittwinkels ein grösserer Durchmesserunterschied zwischen dem Hals und dem Schneidkopf zu wählen ist. Im zuerst genannten Fall bewirkt der negative Schneidwinkel, dass beim Aufprallen des Schneidkopfes auf das Werkstück entweder das letztere oder die Maschine oder beide auszuweichen beginnen. Diesem Nachteil kann man zwar durch ganz erheblichen Kraftaufwand beim Führen der Maschine entgegenzu-5 wirken versuchen. Dadurch werden aber, nach dem Rückhub des Schneidstempels unter das Werkstück, das letztere und der Hals gegeneinander gedrückt. Beim nächstfolgenden Arbeitshub des Schneidstempels drängt die Ausrundung zwischen dem Hals und dem Schneidstempel das Werkstück io und die Maschine umso heftiger auseinander. Im zweiten Fall bestünde der Nachteil, dass infolge des grösser gewählten Unterschiedes zwischen dem Durchmesser des Halses und dem des Schneidkopfes grössere Späne entstünden, die eine kräftigere Maschine erforderlich machen. 15 Das erfindungsgemässe Werkzeug mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 1 hat den Vorteil, dass durch das Anlöten des Schneidkopfes an den Hals eine einen Dauerbruch auslösende Kerbwirkung vermieden wird.
Durch die in den abhängigen Ansprüchen aufgeführten 20 Massnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des im Patentanspruch 1 angegebenen Werkzeugs möglich. Insbesondere die Massnahmen nach den Ansprüchen 5, 6 und 7 bewirken, dass der Schneidkopf, der im kalten Zustand ein für den Schneidvorgang vorteilhaftes Spiel 25 in der Matrize hat, dieses auch bei Erwärmung der Werkzeuge nicht verliert. Ein Verklemmen der zusammenarbeitenden Werkzeuge und Fresserscheinungen an den aufeinander gleitenden Flächen der Werkzeuge werden vermieden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeich-30 nung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 das Ausführungsbeispiel in der Seitenansicht und Fig. 2 einen Querschnitt durch das Ausführungsbeispiel nach Fig. 1.
Ein Werkzeugsatz 2 hat ein mit einem Nager 3 fest ver-35 bundenes, äusseres Werkzeug 4 und ein in diesem von dem Nager 3 auf und ab bewegbares Schneidwerkzeug 5.
Das Werkzeug 4 besitzt eine Matrize 6, einen koaxial zur Matrize 6 ausgerichteten Führungsring 7 und einen koaxial zur Matrize 6 ausgerichteten hohlzylindrischen Befestigungs-40 ansatz 8. Die Matrize 6 befindet sich zwischen dem Führungsring 7 und dem Befestigungsansatz 8. Der Führungsring 7, die Matrize 6 und der Befestigungsansatz 8 werden über einen Träger 9 zusammengehalten. Der Befestigungsansatz 8 ist mit einem Flansch 10 verbunden, der mit Hilfe ei-45 ner Überwurfmutter 11 gegen den Nager 3 gespannt ist.
Das Schneidwerkzeug 5 hat einen mit einem Bund 12 versehenen Befestigungsschaft 13, einen an den Befestigungsschaft 13 sich anschliessenden Hals 14 und einen an dessen Ende 15 befestigten Schneidkopf 16. Das Ende 15 ist so zweckmässigerweise zylindrisch ausgebildet. Der Schneidkopf 16 hat die Form einer zylindrischen Hülse und ist auf das Ende 15 aufgeschoben und mit diesem unter Verwendung von Lot 17 verbunden. Das Aufschieben der Hülse auf das Ende 15 macht besondere Hilfsmittel zum Vorbereiten 55 dieser Teile für den Lötvorgang unnötig. Das Lot 17 wird bei Zusammenstecken der Teile in Form eines Drahtringes hinzugefügt. Der Befestigungsflansch 13, der Bund 12 und der Hals 14 sind einstückig aus vergütbarem Stahl hergestellt. Der hülsenförmige Schneidkopf 16 besteht aus einem 6o Schneidwerkstoff, der gegenüber dem Werkstoff der Matrize 6 einen kleineren Wärmeausdehnungskoeffizienten aufweist. Als Schneidwerkstoff für den Schneidkopf 16 werden vorzugsweise zusammengesinterte Metallkarbide, die unter dem Begriff «Hartmetalle» bekannt sind, verwendet. Ein solches 65 Hartmetall kann überwiegend aus Titankarbid bestehen, das mittels Stahl gebunden ist. Der Schneidkopf 16 ist deshalb besonders verschleissfest, während der Befestigungsschaft 13 und der Hals 14 besonders auf Dauerwechselfestigkeit aus
gelegt sind. Das Lot 17 stellt, im Vergleich zur Steifigkeit des Schneidkopfes 16 und des Halses 14, eine verhältnismässig nachgiebige Verbindung dieser Teile 14, 16 her und vermindert dieserart einen Dauerbruch auslösende Spannungsanhäufungen im Querschnittsübergang dieser genannten Teile. 5
Der Befestigungsschaft 13 ist mittels einer gegen seinen Bund 12 drückenden Gewindebuchse 18 in einem Führungskolben 19 festgeklemmt. Der Führungskolben 19 wird über einen Bolzen 20 und ein Pleuel 21 von einer Kurbelwelle 22 in Längsrichtung des Befestigungsschaftes 13 auf und ab be- 10
645 829
wegt. Zu bearbeitende blechartige oder plattenförmige Werkstücke werden zwischen die Matrize 6 und den Führungsring 7 eingeführt. Der periodisch in die Matrize 6 hineingezogene Schneidkopf 16 erfasst das Werkstück und trennt Späne von diesem ab.
Ergänzend wird daraufhingewiesen, dass an Stelle einer Lötverbindung zwischen den Teilen 14 und 16 auch eine andere Art von Verbindung, beispielsweise eine Klebeverbindung, vorgesehen werden kann.
s
1 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Schneidwerkzeug für den aus zwei relativ zueinander beweglichen Werkzeugen bestehenden Werkzeugsatz eines Nagers, das einen Befestigungsschaft, einen Hals und einen Schneidkopf hat mit einem Querschnitt, der über den Querschnitt des Halses übersteht, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidwerkzeug aus mindestens zwei Teilen zusammengefügt ist, wobei das erste Teil den Befestigungsschaft (13) und den Hals (14) und das zweite Teil den Schneidkopf (16) bildet.
2. Schneidwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Teile (13,14; 16) zusammengelötet sind.
3. Schneidwerkzeug nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneidkopf (16) in Form einer den Hals (14) umgebenden Hülse ausgebildet ist.
4. Schneidwerkzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (16) und der Hals (14) im Bereich der Hülse (16) zylindrisch ausgebildet sind.
5. Schneidwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneidkopf (16) aus einem Werkstoff besteht, der einen kleineren Wärmeausdehnungskoeffizienten hat als der Werkstoff des anderen, als Matrize (6) ausgebildeten Werkzeugs des Werkzeugsatzes, so dass ein Spiel zwischen dem Schneidkopf (16) und der Matrize (6) stets erhalten bleibt.
6. Schneidwerkzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneidkopf (16) wenigstens aus einer Art von zusammengesintertem Metallkarbid besteht.
7. Schneidwerkzeug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneidkopf (16) wenigstens teilweise aus mittels Stahl gebundenem Titankarbid besteht.
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