CH646048A5 - Speichelsauger. - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Speichelsauger, bestehend aus einem im wesentlichen rohrförmigen, mit einem flexiblen Saugschlauch verbindbaren Rohrkörper und mit einem, an einem Ende geschlossenen und mindestens eine Saugöffnung aufweisenden Saugteil zum Einsetzen in den Mund des Patienten.
Herkömmliche Speichelsauger weisen ernste Nachteile auf. So versprüren die Patienten Schmerzen, die von der üblichen Befestigung des Speichelsaugers herrühren. Es wird nämlich Druck gegen schmerzempfindliche Bereiche am Mundboden ausgeübt. Ein weiterer, beim Patienten ein Unbehagen hervorrufender Nachteil ergibt sich durch die Tatsache, dass der Saugeffekt oft unzureichend ist und dass sich der Sauger oftmals an den Schleimhäuten festsaugt. Dies kann zu petechialen, Blutungen führen.
Für den Zahnarzt ist es natürlich wichtig, dass die Absaugkapazität so gross bemessen ist, dass er unter trockenen Bedingungen arbeiten kann, und ferner, dass ein grosses Operationsfeld verbleibt. Die letzte Bedingung kann nur dann erfüllt werden, wenn der Sauger nicht nur als Saugvorrichtung wirkt, sondern auch ein Zurückhalten der Zunge bewirkt, wenn die bukkale Seite der Zähne einer Behandlung unterzogen wird.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Speichelsauger zu schaffen, der die erwähnten Nachteile der bekannten Vorrichtungen vermeidet, einfach aufgebaut und kostengünstig herstellbar ist, der ferner eine wirksame Saugleistung aufweist, und der dem Patienten kein Unbehagen verursacht und dem Zahnarzt einen möglichst grossen Raum für den Eingriff lässt.
Die Aufgabe wird durch die in den Ansprüchen aufgeführten Merkmale gelöst.
Die Erfindung wird anhand von zwei Ausführungsbeispielen erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Ansicht eines erfindungsgemässen Ausführungsbeispiels;
Fig. 2 eine ähnliche Ansicht mit schematischer Andeutung der Lage des zahnärztlichen Speichelsaugers im Mund des Patienten;
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht eines weiteren erfindungsgemässen Saugers; und
Fig. 4 einen Schnitt entlang der Linie IV-IV in den Fig. 1 und 3, jedoch in vergrössertem Massstab.
Der vorgeschlagene Speichelsauger besteht im wesentlichen aus einem Rohrkörper 1 (Fig. 1 und 2), der einen geraden Bereich 2 sowie einen abgekröpften gebogenen Bereich 3 aufweist, welcher gegen die strichpunktiert gezeichnete Zahnreihe entlang der Linie T (Fig. 2) aufliegt. Der gebogene Bereich 3 schliesst sich dem geraden Bereich 2 an, wie dies aus den Fig. 1 und 2 hervorgeht. An den gebogenen Bereich 3 schliesst sich ein U-förmiger gebogener Übergang 4 an, welcher in einen unteren, gebogenen Teil 5 übergeht. Das Ende dieses Teils 5 ist gegen den gebogenen Bereich 3 gerichtet. Das untere Teil 5 ist an seinem freien Ende geschlossen und abgeflacht. In der Nähe des Übergangs 4 ist mindestens eine Saugöffnung 6 in die obere Wand des Teils 5 eingelassen. Die Öffnung kann aber auch im Übergang 4 selbst vorhanden sein. Diese Saugöffnung 6 ist beidseitig mit vorzugsweise aus Plastikmaterial bestehenden Rippen 8 abgedeckt, welche das Ansaugen der Zunge und der Schleimhaut des Patienten verhindern und vor einer Verletzung durch Saugwirkung schützen. Wie aus der Fig. 3 hervorgeht, sind hier im Bereich der Saugöffnung 6' eine Anzahl Rippen 8' vohanden, welche ebenso wie die Rippen 8 verhindern, dass die Zunge und die Schleimhaut angesaugt werden.
Ferner ist als Sicherungsteil eine Platte 7 am geraden Bereich 2 des Saugers angebracht. Wie aus der Zeichnung hervorgeht, besteht die Platte 7 aus relativ dünnem Material und ist entsprechend dem Kinnverlauf des Patienten gebogen. Die Platte 7 ist mit einer Öffnung versehen, durch welche der gerade Bereich 2 des Rohrkörpers 1 mit einem geringen Spiel geführt ist, so dass die Platte 7 am geraden Bereich 2 verstellt werden kann. Die Platte 7 wird automatisch infolge Verkantung am geraden Bereich 2 des Rohrkörpers 1 festgehalten. Durch Druckausübung auf das Plattenende wird die Platte 7 gegenüber dem geraden Bereich 2 schräggestellt und gegen Verschiebung verriegelt. Da zwischen dem Ende des gebogenen Teils 5, und dem Übergang des gebogenen Bereichs 3 in den geraden Bereich 2 ein Abstand 10 vorhan5
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den ist, kann der Saugerv verschieden tief in den Mund eingesetzt ewrden.
Die Platte 7 wie auch der Rohrkörper 1 können aus relativ steifem Plastikmaterial bestehen, da die Teile im Gebrauch nicht wesentlich deformiert werden. Auch in dieser Hinsicht unterscheidet sich der vorliegende Speichelsauger von bekannten Vorrichtungen, die grundsätzlich deformierbar sein müssen, um eine Anpassung an den Mund des Patienten zu erreichen.
Auch der Rohrkörper 1 unterscheidet sich in seiner Gestalt von herkömmlichen Speichelsaugern, da er im Gegensatz zu jenen entgegengesetzt gebogen ist.
Aus Fig. 2 geht hervor, wie der vorgeschlagene Speichelsauger eingesetzt wird ohne die eingangs genannten Nachteile aufzuweisen.
Dementsprechend erfolgt die Befestigung des Speichelsaugers im Mund des Patienten nicht zwischen dem Mundboden und dem Kinn wie bei den meisten der bekannten Sauger, sondern der Sauger wird zwischen einem der vorderen Zähne und dem Kinn eingespannt. Dies ist aus Fig. 2 deutlich ersichtlich, wo der Bereich 3 mindestens an einem der Vorderzähne anliegt, während gleichzeitig die Platte 7 sich ani einem Teil des Kinns des Patienten abstützt. Kraft und Gegenkraft wirken daher in Richtung der Pfeile in Fig. 2, wodurch ein sicherer und für den Patienten schmerzfreier Sitz erreichbar ist. Da der gebogene Bereich 3 im wesentlichen dem Verlauf der Zahnreihe angepasst ist trägt der Speichelsauger kaum auf, so dass dem Zahnarzt der notwendige Raum für die Behandlung verbleibt. Ferner wird die Zunge zurück bzw. zur Seite gedrängt. Es sei ferner erwähnt, dass an dem gerade verlaufenden Bereich 2 in an sich bekannter Weise eine Saugleitung angeschlossen ist, deren Gewicht den Druck vermindert, der auf die empfindlichen Bereiche im Mund des Patienten einwirkt. Oft werden die Patienten in einer nahezu liegenden Stellung behandelt, so dass der Saugschlauch sowie die dazugehörigen Teile das Bestreben haben, auf die Brust des Patienten zu fallen, wodurch eine Kraft in Richtung des Pfeils A (Fig. 2) wirkt. Diese Kraft bewirkt ein Schwenken des Bereichs 3 und des Teils 5 im Gegenuhrzeigersinn, wodurch der Teil 5 keinen Druck auf den Mundboden 9 ausüben kann.
Wie erwähnt, werden die Patienten heute häufig in liegender oder fast liegender Stellung behandelt und daher haben Speichel und Schleim das Bestreben, zum Rachen zu fliessen. Aus diesem Grund ist die Saugöffnung (oder die Saugöffnungen) vorzugsweise am gebogenen Übergang 4 vorgesehen. Da der untere Bereich des Teils 5 immer zwischen dem Mundboden 9 und der Saugöffnung liegt, und da der Bereich 3 oberhalb des Teils 5 angeordnet ist und weil die
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Rippen 8 den Bereich 3 und den Teil 5 ausserhalb der Öffnung 6 überbrücken, wird jede Gefahr vermieden, dass die Vorrichtung durch Saugwirkung am Mundboden 9 oder in einem benachbarten Bereich hängenbleibt. Sowohl die Zunge als auch die Schleimhäute werden durch die Rippen 8 wirksam daran gehindert, mit den Saugöffnungen 6 in Kontakt zu kommen, und die Zunge sowie die Schleimhäute werden durch die Rippen daran gehindert, in den Behandlungsbereich zu gelangen. Der neue Speichelsauger kann im Gegensatz zu bekannten Vorrichtungen nicht hängenbleiben.
Der beschriebene Speichelsauger kann verschiedene Formgebung aufweisen. Der Ausdruck «Rohrkörper» soll lediglich bedeuten, dass der Teil hohl ausgebildet ist und ein Saugen ermöglicht. Wenn dieser Teil durch Plastikspritzen hergestellt wird, z.B. aus zwei spiegelbildlichen Teilen, die zusammengeklebt werden, ist es möglich, ein Mittelstück zwischen dem Bereich 3 und dem Teil 5 vorzusehen. Der Bereich 3 bringt den Vorteil, dass er den Rohrkörper weit genug in den Mund hineinragen lässt, er verleiht der Vorrichtung ein klares und weiches Design, so dass der Zahnarzt kein Risiko des Hängenbleibens mit diesem Instrument einzugehen braucht.
Die Formgebung des Rohrkörpers als steife Einheit eröffnet ferner die Möglichkeit, dass der Speichelsauger auch wangenseitig eingesetzt werden kann.
Die Formgebung des Ausführungsbeispiels gemäss Fig. 3 erbringt die besten Ergebnisse. Es werden eine Anzahl dünner, aber relativ steifer Rippen 8 verwendet, welche im Querschnitt nicht quadratisch sind, sondern in der Zeichenebene eine grössere Abmessung aufweisen als in Richtung senkrecht zur Zeichenebene. Es ist ferner nur eine rechteckige Saugöffnung 6' vorgesehen, die den Abstand zwischen zwei Rippen 8' ausfüllt. Da die Saugöffnung einen grossen Querschnitt aufweist, können zwischen den Rippen hindurchgeschwemmte Teilchen auch durch die Saugöffnung hindurchgleiten. Die Kombination der relativ grossen Öffnung und der engen Zwischenräume zwischen den Rippen macht den Speichelsauger extrem sicher gegenüber Verstopfung, da die Rippen als Gitter wirken. Die Grösse und die Anordnung der Saugöffnung 6' verhindert ferner das Ansaugen von Luft, wenn der Patient in einer liegenden oder in einer fast liegenden Stellung behandelt wird.
Der Speichelsauger wird vorzugsweise aus zwei spiegelbildlichen Teilen 2a und 2b (Fig. 4) zusammengesetzt, die ineinandergreifende Enden 11, 12 aufweisen, die Schnappverschlüsse bilden, so dass die beiden spiegelbildlichen Teile zusammengedrückt und dann durch ein Plastikschweissver-fahren miteinander verbunden werden können. Hierdurch erfolgt gleichzeitig eine Abdichtung.
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2 Blätter Zeichnungen
Claims (6)
1. Speichelsauger, bestehend aus einem im wesentlichen rohrförmigen, mit einem flexiblen Saugschlauch verbindbaren Rohrkörper (1) und mit einem an einem Ende geschlossenen und mindestens eine Saugöffnung (6) aufweisenden Saugteil (3, 4, 5) zum Einsetzen in den Mund des Patienten, dadurch gekennzeichnet, dass auf beiden Seiten der Saugöffnung (6, 6') Rippen (8) vorhanden sind, welche eine durchbrochene Wand bilden, die die Zunge und die Schleimhaut des Patienten daran hindert, in die Saugöffnung (6, 6') gezogen zu werden.
2. Speichelsauger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sein Saugteil einen gebogenen unteren Teil (5) aufweist, dessen untere Oberfläche sich mindestens teilweise im Bereiche des Mundbodens (9) des Patienten befindet,
. während die Saugöffnung (6, 6') in einer oberen Fläche des unteren Teils (5) bzw. in einem Übergang (4) zwischen dem unteren Teil (5) und einem oberen Bereich (3) vorgesehen ist.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Speichelsauger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nur eine Saugöffnung (6, 6') vorgesehen ist, die einen im wesentlichen rechteckigen Querschnitt aufweist und sich zwischen zwei Rippen (8') der durchbrochenen Wand erstreckt.
4. Speichelsauger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Rohrkörper (1) mit einem Saugteil (3, 4, 5) vorgesehen ist, der einen im wesentlichen geraden Bereich (2) aufweist, der ausserhalb des Mundes des Patienten zu liegen bestimmt ist und an einen flexiblen Saugschlauch angeschlossen ist, und der eine Führung für eine als Sicherheitsvorrichtung dienende Platte (7) bildet, die das Kinn des Patienten zu umfassen bestimmt ist und auf dem geraden Bereich (2) des Rohrkörpers verschiebbar und arretierbar ist, wobei der Rohrkörper einen gebogenen Bereich (3) zur Auflage auf einem der Vorderzähne des Unterkiefers des Patienten besitzt, so dass der Speichelsauger durch die gegen das Kinn des Patienten drückende Platte (7) und durch den gebogenen Bereich (3) gehalten wird, welcher sich gegen einen der Vorderzähne des Unterkiefers abstützt.
5. Speichelsauger nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der gebogene obere Bereich (3), welcher gegenüber dem geraden Bereich (2) abgekröpft ist, in einen gebogenen Teil (5) mit geschlossenem Ende übergeht und soweit vom geraden Bereich (2) entfernt angeordnet ist, dass der gebogene Bereich (3) an Frontzähnen des Unterkiefers zum Anliegen kommt.
6. Speichelsauger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Rohrkörper (1) aus zwei im wesentlichen spiegelbildlich gestalteten Teilen von halb-kreisförmigem Querschnitt aus relativ steifem Plastikmaterial besteht, und dass beide Teile ineinandergreifende Enden (11, 12) aufweisen, die einen Schnappverschluss für die Teile bilden, und dass die Teile durch Plastikschweissen miteinander dicht verbunden sind.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| PL | Patent ceased | ||
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