CH646530A5 - Objektivverschluss mit einem hin- und herschwingenden sektorensystem und einem blendenlamellensystem. - Google Patents
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Description
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PATENTANSPRÜCHE >
1. Objektiwerschluss, mit einem hin-und herschwingenden Sektorensystem und einem Blendenlamellensystem, wel- Die Erfindung betrifft einen Objektiwerschluss mit einem ches die Öffnungsweite des Objektivdurchgangs bestimmt ^n~ und herschwingenden Sektorensystem und einem Blen-und zusätzlich zum Schliessen der Verschlussöffnung dient, s denlamellensystem, welches die Öffnungsweite des Objetiv-gekennzeichnet durch eine derartige Ausbildung, dass bei Be- durchgangs bestimmt und zusätzlich zum Schliessen der Ver-lichtungszeiten unterhalb eines vorbestimmten Wertes schlussöffnung dient.
a) die Lamellen (8) des Blendenlamellensystems (8 bis 10) Objektivverschlüsse mit einem ersten, den Objektivdurch-zunächst aus einer Grundstellung heraus mit niedriger Ab- 8an8 V°U freigebenden Verschlussblättersystem und einem laufgeschwindigkeit auf die Arbeitsöffnung eingestellt io zweiten, abhängig entweder von einer manuellen Vorwahl werden oder vorherrschenden Beleuchtungsverhältnissen, welches b) die Sektoren (2) des Sektorensystems (2 bis 5), nachdem nach einem mehr oder weniger grossen, von einer Zeitbil-die Blendenlamellen (8) die Arbeitsöffnung erreicht haben, dungseinrichtung eingesteuerten Zeitintervall zum Ubergang zur Öffnung des Objektivdurchgangs (0) freigegeben und in die Schliessstellung veranlasst wird, gehören zum Stand der Offenstellung blockiert werden, 15 Technik. Sie haben sich insofern als verbesserungsbedürftig c) die Blendenlamellen (8) nach einem manuell voreinge- erwiesen, als bei ihnen die Einstellung des Lamellensystems stellten bzw. einem mittels elektronischer Steuer Schaltung au^ *^e Arbeitsblende-Öffnung mit der gleichen Antriebskraft lichtabhängig eingesteuerten, mit der Öffnungsbewegung der kzvv- hohen Ablaufgeschwindigkeit erfolgt, wie sie an sich nur Sektoren (2) beginnenden Zeitintervall mit hoher Ablauf- für den Schliessvorgang benötigt wird. Da das Lamellensy-geschwindigkeit angetrieben werden, um den Objektivdurch- 20 s^em sowie die seinem Antrieb dienende Mechanik, also die gang völlig zu schliessen, worauf gesamten, an der Bewegung des Lamellensystems beteiligten d) die Sektoren (2) zur Rückkehr in die Schliessstellung Massen, bei Erreichen der der Arbeitsblende-Öffnung ent-wieder freigegeben werden. sprechenden Stellung plötzlich abgestoppt werden müssen,
2. Objektiwerschluss nach Anspruch 1, dadurch gekenn- schwingen die Lamellen aufgrund der Massenträgheit und des zeichnet, dass sowohl zum Antrieb des hin- und herschwin- 25 unvermeidbaren Spiels im Bewegungssystem über den Soll-genden Sektorensystems (2 bis 5) als auch zum Antrieb des wert hinaus bzw. pendeln noch eine gewisse Zeit über diesem mit unterschiedlicher Antriebsenergie bzw. Ablaufgeschwin- Wert. Dies kann entweder zu Belichtungsfehlern führen, da digkeit bewegbaren Blendenlamellensystems (8 bis 10) elek- ^ei Beginn des Verschlussablaufs die Blendenlamellen noch trodynamische Antriebssysteme (A und B) vorgesehen sind. nicht zur Ruhe gekommen sind und somit eine vom Sollwert
3. Objektiwerschluss nach Anspruch 2, dadurch gekenn- 30 abweichende Öffnung bilden, oder der Beginn des Verschluss-zeichnet, dass die Einsteuerung des die Arbeitsblende bestim- ablaufs darf erst nach Abklingen der Blendenlamellen-menden Blendenwerts mittels einer im Stromkreis einer elek- Schwingungen erfolgen, was eine unerwünscht grosse Zeitpatronischen Schwellwertschaltung liegenden, auf den Betäti- rallaxe zwischen dem Betätigen des Kamera-Auslösers und gungsring (10) des Blendenlamellensystems (8 bis 10) einwir- dem Belichtungsbeginn zur Folge hat. Ausserdem bedeutet kenden elektromagnetisch-mechanischen Sperreinrichtung 35 ^as punktgenaue Abstoppen des Blendenlamellensystems ei-(30 bis 33) erfolgt. ne Umwandlung der im Stop-Zeitpunkt vorhandenen kineti-
4. Objektiwerschluss nach Anspruch 3, gekennzeichnet sehen Energie in Verformungsarbeit, die zu Lasten der Le-durch eine derartige Auslegung der elektronischen Schwell- bensdauer und Genauigkeitskonstanz der gesamten Blenden-wertschaltung, dass der das Blendenlamellensystem (8 bis 10) lamellen-Mechanik geht.
bewegende elektrodynamische Antrieb (B) zeitgleich mit der 40 Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht dar-
Abgabe eines die elektromagnetisch-mechanische Sperrein- in, einen einfachen, für moderne Kameras, insbesondere auch richtung (30 bis 33) in Funktion setzenden Schaltimpulses un- für Spiegelreflexkameras, geeigneten Objektiwerschluss zu terbrochen wird. schaffen, der einerseits geeignet ist, die Voraussetzungen zur
5. Objektiwerschluss nach Anspruch 3 oder 4, dadurch Erzielung kurzer Belichtungszeiten, z.B. 1/500 sec., zu erfül-gekennzeichnet, dass die elektromagnetisch-mechanische 45 len und der sich andererseits sowohl durch eine exakte Repro-Sperreinrichtung (30 bis 33) als Rastgesperre oder als Frik- duzierbarkeit der eingesteuerten Blendenwerte als auch durch tionsgesperre ausgebildet ist und ein Teil des Gesperres direkt ein hohes Mass an Funktionsgenauigkeit und -Sicherheit somit dem Betätigungsring (10) oder einem Steuerteil der Bien- wie hohe Lebensdauer auszeichnet.
denlamellen zusammenwirkt. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch eine derarti-
50 ge Ausbildung gelöst, dass bei Belichtungszeiten unterhalb ei-
6. Objektiwerschluss nach Anspruch 5, dadurch gekenn- nes vorbestimmten Wertes zeichnet, dass die Sperrverzahnung (10a) des Rastgesperres a) die Lamellen des Blendenlamellensystems zunächst aus aus mindestens zwei koaxial zueinander angeordneten Seg- einer Grundstellung heraus mit niedriger Ablaufgeschwindig-
menten gebildet ist, deren Sperrzähne jeweils um einen Teil keit auf die Arbeitsöffnung eingestellt werden,
der Zahnteilung zueinander versetzt sind. 55 b) die Sektoren des Sektorensystems, nachdem die Blen-
7. Objektiwerschluss nach Anspruch 1, dadurch gekenn- denlamellen die Arbeitsöffnung erreicht haben, zur Öffnung zeichnet, dass die Steuerschaltung (45 bis 61) für die Blenden- des Objektivdurchgangs freigegeben und in Offenstellung und/oder Zeitbildung so ausgelegt ist, dass bei Belichtungszei- blockiert werden,
ten oberhalb des vorbestimmten Wertes, beispielsweise 1/100 c) die Blendenlamellen nach einem manuell voreingestell-
s, das Blendenlamellensystem (8 bis 10) ausschliesslich für die 60 ten bzw. einem mittels elektronischer Steuerschaltung lichtab-
Blendenbildung dient, während sowohl die Öffnung als auch hängig eingesteuerten, mit der Öffnungsbewegung der Sekto-
die Schliessung des Objektivdurchgangs (0) mittels des Sekto- ren beginnenden Zeitintervall mit hoher Ablaufgeschwindig-
rensystems (2 bis 5) erfolgt. keit angetrieben werden, um den Objektivdurchgang völlig zu
8. Objektiwerschluss nach Anspruch 7, dadurch gekenn- schliessen, worauf zeichnet, dass das Sektorensystem (2 bis 5) bei Bildung länge- d) die Sektoren zur Rückkehr in die Schliessstellung wie-
rer Belichtungszeiten, oberhalb des vorbestimmten Wertes, der freigegeben werden.
beispielsweise 1/100 s, mit reduzierter Antriebsenergie ange- Dies führt im Ergebnis einmal zu einer Verschlusskonzep-
trieben wird. tion, die bei gleichzeitiger Freizügigkeit hinsichtlich Auswahl
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und Kombination der einzustellenden bzw. einzusteuernden Fig. 4 einen Schnitt durch die Grundplatte gemäss der in
Belichtungsparameter Blende und Zeit die Erzielung kürze- Fig. 3 angedeuteten Schnittlinie I-I,
ster Belichtungszeiten ermöglicht. Von Vorteil ist ausserdem, Fig. 5 ein Blockschaltbild einer sowohl für manuelle als dass der Objektiwerschluss von jeglichen, sich nachteilig auf auch lichtabhängige Einsteuerung von Blenden- und/oder seine Funktionsfahigkeit auswirkenden Beanspruchungen s Zeitwerten in die Verschlussmechanik geeigneten elektroni-
freigestellt wird. Ausserdem wird dadurch eine sehr genaue sehen Steuerschaltung,
Blendeneinstellung sowie eine exakte Reproduzierbarkeit der Fig. 6 das Funktionsablaufdiagramm eines mit einem Be-Blendeneinstellwerte sichergestellt, da aufgrund der geringen lichtungseinsteuerungssystem ausgestatteten Objektivver-kinetischen Energie, die dem Blendenlamellensystem bei der schluss für einäugige Spiegelreflexkameras, worin die Funk-Einstellbewegung mitgegeben wird, ein Überschwingen der io tion der Blende mit vollausgezogener Linie, die der Sektoren Blendenlamellen über den eigentlichen Sollwert hinaus eben- mit strichpunktierter und die des Betrachtungsspiegels mit ge-so wie ein Auftreten von Pendelschwingungen mit Sicherheit Stricheiter Linie angedeutet ist, und schliesslich vermieden wird. Fig. 7 das Funktionsablaufdiagramm eines Objektivver-In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung wird vorge- schlusses für Sucherkameras, in dem die vollausgezogene Lischlagen, dass sowohl zum Antrieb des hin- und herschwin- is nie wiederum die Blendenfunktion und die strichpunktierte genden Sektorensystems als auch zum Antrieb des mit unter- Linie die Verschlussfunktion bedeuten.
schiedlicher Ablaufgeschwindigkeit bewegbaren Blendenla- In Fig. 1 und 2 ist mit 1 das Gehäuse eines Objektiwer-mellensystems elektrodynamische Antriebssysteme vorgese- schlusses bezeichnet, der mit Hilfe eines lediglich angedeute-hen sind. Der besondere Vorteil dieser Antriebsart liegt darin ten Bajonettverschlusses in an sich bekannter Weise an eine begründet, dass sie frei von den einem Federmotorantrieb 20 Kamera auswechselbar ansetzbar ist. Das Gehäuse des Ver-odgl. anhaftenden Nachteilen hinsichtlich Lebensdauer und schlusses besitzt einen zur Objektivachse 0 konzentrisch angemechanischer Kraftübertragungsanordnung ist und eine sehr ordneten zylindrischen Ansatz 1 a, auf dem ein dem Antrieb flexible Ansteuerung ermöglicht. der Sektoren 2 dienender Betätigungsring 3 drehbar gelagert Schaltungstechnisch lassen sich in Verbindung mit dem ist. Die Sektoren 2 des beispielsweise fünfblättrigen Sektorenelektrodynamischen Antriebssystem besonders günstige Vor- 25 systems sind hierbei auf ortsfesten Zapfen 4 drehbar gelagert aussetzungen in bezug auf Einstellmöglichkeit und Reprodu- und vermittels Schlitz-Stiftverbindung 2a, 5 mit dem Ring 3 zierbarkeit beleuchtungsabhängig sich ergebender Blenden- in Treibverbindung gebracht. Mit 6 ist eine im Verschlussge-öffnungen dadurch erzielen, dass die Einsteuerung des die Ar- häuse 1 angeordnete Deckscheibe bezeichnet, die mit mehre-beitsblende bestimmenden Blendenwerts in an sich bekannter ren Stellstiften 7 versehen ist. Letztere greifen in Schlitze 8a Weise mit einer im Stromkreis einer elektronischen Schwell- 30 ein, die an den Lamellen 8 eines beispielsweise dreiblättrigen wertschaltung liegenden, auf den Betätigungsring des Bien- Blendensystems ausgebildet sind. Die geometrische Form und denlamellensystems einwirkenden elektromagnetisch-mecha- der Verlauf der Schlitze 8a ist dabei so gewählt, dass die jenischen Sperreinrichtung erfolgt. weils mittels eines Stiftes 9 mit einem Betätigungsring 10 in
Eine zusätzliche, das Belichtungseinsteuerungssystem von Treibverbindung stehenden Blendenlamellen 8 aus ihrer mechanischen Beanspruchungen freistellende Schonung lässt 35 Grundstellung heraus in Offen- bzw. Schliessstellung bewegt sich auf günstige Weise durch eine derartige Auslegung der werden, sobald der Ring 10 eine Drehbewegung in der einen elektronischen Schaltung sicherstellen, dass der das Blenden- bzw. anderen Drehrichtung ausführt. Die Lagerung des Betä-lamellensystem bewegende elektrodynamische Antrieb zeit- tigungsrings 10 erfolgt auf einem zylindrischen Ansatz IIa. gleich mit der Abgabe eines die elektromagnetisch-mechani- Dieser ist an einer in das Verschlussgehäuse 1 eingesetzten, sehe Sperreinrichtung in Funktion setzenden Schaltimpulses 40 mit einem Rohrstutzen 1 lb versehenen Grundplatte 11 ausge-unterbrochen wird. bildet. Der Rohrstutzen 1 lb bildet zusammen mit dem Zylin-Die elektromagnetisch-mechanische Sperreinrichtung dermantel des Verschlussgehäuses 1 einen Ringraum, welcher kann entweder als feingestuftes Rastgesperre oder als Frik- dem Einbau elektrodynamischer Systembaugruppen A und B tionsgesperre ausgebildet und ein Teil des Gesperres direkt zum Antrieb der auf die Sektoren 2 bzw. Blendenlamellen 8 mit dem Betätigungsring oder einem Steuerteil der Blendenla-45 einwirkenden Betätigungsrings 3 bzw. 10 dient und vermittels mellen verbunden sein, wodurch sich Vorteile einer hohen einer Frontplatte 13 verschlossen ist. Mit 12 ist die Einstellfas-Genauigkeit der einzustellenden Blendenwerte und einer ma- sung für das Vorderglied eines nicht weiter dargestellten Ob-ximalen Geschwindigkeit der Blendenlamellen beim Schlies- jektivs bezeichnet. Im Falle der Anwendung eines Objektivs, sen der Verschlussöffnung ergeben, da Zwischenglieder bzw. das zur Entfernungseinstellung als Ganzes verstellt wird, ist die Beschleunigung reduzierende Massen fehlen. In Verbin- 50 das Verschlussgehäuse in einer an sich bekannten Schneckendung mit dem Abschalten des elektromagnetischen Antriebs zug-Baugruppe angeordnet. Die Grundplatte 11, an der die zum Zeitpunkt des Aktivierens der elektromagnetisch-mecha- Magnetspulen 14 und 15 der nachstehend noch näher be-nischen Sperreinrichtung kann eine Freizügigkeit des Rast- schriebenen Systembaugruppen A und B befestigt sind, be-gesperres in kostengünstiger Weise durch eine durch Kunst- steht aus einem magnetisch nicht leitenden Werkstoff, bei-stoffspritzen erzeugte Sperrverzahnung verwirklicht werden. 55 spielsweise aus einer Messing- oder Aluminium-Legierung.
Ausführungsbeispiele der Erfindung und damit erzielbare Während der bewegliche Teil 19 der Systembaugruppe A vervorteilhafte Wirkungen erläutert die nachstehende Beschrei- mittels eines Mitnehmerstiftes 20 mit dem Betätigungsring 3 bung. Einzelheiten der Erfindung sind darüber hinaus aus der der Sektoren 2 verbunden und zu diesem Zweck durch einen Zeichnung ersichtlich. Es zeigt: in der Grundplatte 11 sowie in der Deckscheibe 6 vorgesehe-Fig. 1 in teilweiser sowie schematischer Darstellung die 60 nen bogenförmigen Schlitz 1 lc bzw. 6a hindurchgeführt ist, Anordnung eines elektrodynamischen Antriebs für das Sekto- sind der bewegliche Teil 19 der Systembaugruppe B und der ren- und Blendenlamellensystem in einem im Längsschnitt Betätigungsring 10 für die Blendenlamellen 8 vermittels eines dargestellten Objektiwerschluss, Stiftes 21 miteinander in Verbindung gebracht. Hierzu ist der Fig. 2 eine perspektivische, auseinandergezogene Darstel- Stift 21 durch einen seiner kreisförmigen Bewegungsbahn an-lung des Objektivverschlusses, 65 gepassten, in die Grundplatte 11 eingearbeiteten Schlitz 1 ld Fig. 3 eine Teilansicht der Grundplatte des Objektiwer- hindurchgeführt. Die beiden Mitnehmerstifte 20 und 21 sind schlusses, mit schematischer Darstellung der aufgesetzten somit zugleich Träger für die beweglichen Teile 19, an deren Magnetspulen, Enden mit den Magnetspulen 14 und 15 zusammenwirkende
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Permanentmagnete 16 angeordnet sind. Was die den beiden halben Zahn zueinander versetzt sind. Die Zahnsegmente Systembaugruppen A und B angehörenden Magnetspulen 14 können hierbei fest oder relativ beweglich einander zugeord-und 15 anlangt, so werden diese aus Wicklungen gebildet, die net sein.
auf magnetisch leitenden Magnetschluss-Segmenten 22 bzw. Mit einer Steuerschaltung gemäss dem in Fig. 5 dargestell-
23 sitzen. Die einander paarweise zugeordneten Magnetspu- s ten oder einem ähnlich ausgeführten schaltungstechnischen len 14 und 15 bzw. die diese Spulen tragenden Magnetschluss- Aufbau lassen sich bei Anwendung eines Objektiwerschlus-Segmente 22 und 23 sind, wie insbesondere aus Fig. 3 und 4 ses mit elektrodynamischem Antrieb A bzw. B für die Sekto-ersichtlich, mit ihrem jeweiligen Ende mit Lappen 1 le odgl. ren 2 und die Blendenlamellen 8 besonders kurze Belichtungs-verschraubt, die an der Grundplatte 11 ausgebildet oder befe- zeiten dann erzielen, wenn man nach vorausgegangener Einstigt sein können. Als Befestigungselemente für die Magnet- io Stellung der Blende auf eine bestimmte, beleuchtungsadäqua-schluss-Segmente 22 und 23 können magnetisch nicht leitende te Öffnungsweite (Arbeitsblende) die Funktion der Öffnung Teile, wie Messingschrauben 24 odgl. Anwendung finden. des Lichtdurchgangs dem Sektorensystem 2 bis 5 und die Werden die Magnetspulen 14,15 in einer bestimmten Rieh- Schliessung dem Blendenlamellensystem 8 bis 10 überträgt, tung vom Strom durchflössen, werden die N-S-gepolten Per- also zum Öffnen und Schliessen der Verschlussöffnung so-manentmagnete 16 zunächst in der einen Richtung, nach Um-15 wohl ein separates Öffnungs- als auch ein separates Sektoren-polung bzw. Umkehrung der Flussrichtung in der entgegen- Schliesssystem vorsieht. Solche Anordnungen sind zwar gesetzten Richtung bewegt. Soweit ein Erfordernis besteht, schon bekannt, nicht jedoch eine Betätigung des Blendenla-können zweckmässigerweise jeweils mehrere, gleichzeitig auf mellensystems 8 bis 10 in einer Weise, die eine äusserst exakte den Verschlusssektoren und/oder Blendenlamellen-Antriebs- und mit absoluter Sicherheit reproduzierbare Einstellung der ring 3 bzw. 10 einwirkende Systembaugruppen A bzw. B, z.B. 2o Blendenlamellen 8 auf einen manuell voreingegebenen oder jeweils 2 Systeme vorgesehen sein. Aus Gründen einer besse- beleuchtungsabhängig eingesteuerten Blendenwert unter ren Übersicht ist in Fig. 1 und 2 indessen nur die Anordnung gleichzeitiger hoher Schonung der Blendenmechanik zu ge-jeweils eines Antriebssystems für den Sektoren- und den Bien- währleisten vermag.
denmechanismus gezeigt.
Wie aus Fig. 2 erkennbar, ist dem Betätigungsring 10 für 25 Nachstehend ist die mit vorstehend beschriebener Verdie Blendenlamellen 8 eine elektromagnetisch-mechanische schlussanordnung realisierbare Blendeneinsteuerung be-Sperreinrichtung zugeordnet. Diese besteht im wesentlichen schrieben, deren übergeordnetes Element darin zu sehen ist, aus einem auf einem Zapfen 30 kippbar gelagerten Sperrhebel dass das Blendenlamellensystem 8 bis 10 an der Verschluss-31 und einem dessen Betätigung dienenden Hubmagnet 32, funktion beteiligt und in zwei Stufen mit unterschiedlicher die beide über eine Koppelstange 33 miteinander in Verbin- 30 Energiezufuhr bzw. Geschwindigkeiten angetrieben wird, wo-dung gebracht sind. Sowohl der Hubmagnet 32 als auch der bei die Blendenlamellen 8 aus einer Grund- bzw. Ausgangs-den Sperrhebel 31 tragende Zapfen 30 kann an der Deckschei- Stellung heraus zunächst mit kleiner Geschwindigkeit (gerin-be 6 befestigt sein. Der am äusseren Ende mit einem Sperr- ger Antriebsenergie) auf einen bestimmten Öffnungswert (Ar-zahn 31a versehene Sperrhebel 31 arbeitet mit einer Sperrver- beitsblende) eingestellt werden. Aufgrund dieser Einstellbezahnung 10a zusammen, die an dem der Betätigung der Bien- 35 wegung des Blendenlamellensystems 8 bis 10 mit relativ nied-denlamellen 8 dienenden Ring 10 umfangsseitig vorgesehen riger Ablaufgeschwindigkeit ergibt sich u.a. der Vorteil einer und derart ausgebildet ist, dass mit dem Einfall des Sperr- sehr genau reproduzierbaren Blendeneinstellung. Die Ein-zahns 31a der aus der Grundstellung ablaufende Ring 10 und Stellfunktion des Blendenlamellensystems 8 bis 10 auf eine be-damit die Blendenlamellen 8 zunächst gestoppt und bis zur stimmte Öffnungsweite kann in einer ersten Bewegungsphase Freigabe durch die Sperreinrichtung 30 bis 33 in der Stopp- 40 in einem relativ ausgedehnten Zeitintervall, beispielsweise in Stellung gehalten werden. Bestimmend für die von den Bien- der Grössenordnung von 20 bis 25 ms, erfolgen. Aus der ein-denlamellen 8 dabei erreichte Öffnungsweite (Arbeitsblende) gestellten Öffnungsweite heraus werden die Blendenlamellen ist ein von der Steuerschaltung gemäss Fig. 5 ausgehender 8 in einer zweiten Bewegungsphase hingegen mit grösstmög-Schaltimpuls, der bewirkt, dass nach einem mehr oder weni- licher Geschwindigkeit in Schliessstellung bewegt. Hierfür ger grossen Zeitintervall, gerechnet vom Ablaufbeginn des 45 stehen lediglich ca. 2 ms zur Verfügung, wenn z.B. eine kürze-Betätigungsrings 10, im Hubmagnet 32 ein Magnetfeld aufge- ste Belichtungszeit von 1/500 s erzielt werden soll. Dieses baut wird, das den Sperrhebel 31 mit der Verzahnung 10a in Zeitlimit darf auch dann nicht überschritten werden, wenn die Eingriff bringt. Für die Funktion der Blendeneinstellung von Blendenlamellen 8 den vollen Lichtdurchgang abzudecken, Bedeutung ist ferner eine derartige Programmstruktur des d.h. sich beim Schliessvorgang von der grössten Öffnungswei-Mikrocomputers 45 sowie der Schaltung gemäss Fig. 5, dass 50 te in die Abdeckstellung zu bewegen haben. Die hin- und her-zeitgleich oder bereits unmittelbar vor Aktivierung des Ma- schwingenden Sektoren 2, die die Belichtungsöffnung erst gnets 32 der mittels der elektrodynamischen Systembau- nach erfolgter Einstellung der Arbeitsblende freigeben, dür-
gruppe A erfolgende Antrieb des Betätigungsrings 10 unter- fen dabei in die Schliessstellung mit zeitlicher Verzögerung brochen wird, womit mechanische, die Funktionsfähigkeit erst wieder zurückkehren, wenn die Blendenlamellen 8 die Be-der Sperreinrichtung 30 bis 33 gefährdende Beanspruchungen55 lichtung beendet, d.h. die Abdeckstellung eingenommen ha-wirksam vermieden werden. Geeignet für die Blockierung des ben. Es ist im Prinzip gleichgültig, ob die Blendenlamellen 8 Betätigungsrings 10 erscheint auch ein Friktionsgesperre, das in der Grund- bzw. Ausgangsstellung den Objektivdurchgang einen mit der vorbeschriebenen Sperreinrichtung weitgehend vollkommen schliessen oder vollkommen freigeben, also eine identischen Aufbau haben kann. Anstelle des Sperrzahns 31a Abdeck- oder Offenstellung einnehmen. Während bei Ankönnte dieses Gesperre mit einem auf den Betätigungsring 10 60 wendung der beschriebenen Blendeneinsteuerung bei einäugi-einwirkenden Stoppelement ausgestattet sein, das aus Gummi gen Spiegelreflexkameras mit Rücksicht auf die Bildbetrachoder einem anderen, einen hohen Reibungskoeffizienten auf- tung und die Lichtmessung durch das Objektiv die «offene» weisenden Material hergestellt ist. Wendet man indessen eine Grund- bzw. Ausgangsstellung infrage kommt, kann es bei Sperreinrichtung der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform Sucherkameras wegen des zusätzlich erreichbaren Abdeckefan, kann eine besonders feine Abstufung der Blendenöffnun- fektes von Vorteil sein, wenn die Blendenlamellen 8 in der gen auf einfache Weise erreicht werden, wenn man für die Grund- bzw. Ausgangsstellung völlig geschlossen sind. Im ei-Sperrverzahnung 10a zwei Zahnsegmente vorsieht und diese nen Fall bewegen sich die Blendenlamellen 8 bei Einstellung einander so zuordnet, dass deren Sperrzähne jeweils um einen auf die Arbeitsblende von der vollen Offenstellung aus in
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Schliessrichtung und im anderen Falle von der Abdeckstel- unterbrochen. Im weiteren Funktionsablauf, und zwar nach lung aus in Öffnungsrichtung. einem vorgewählten oder lichtabhängig in der Steuerschal-
In der elektronischen Steuerschaltung gemäss Fig. 5 ist tung gebildeten Zeitintervall, innerhalb dessen das Sektoren-mit 40 ein lichtempfindliches Element, vorzugsweise eine Fo- system 2 bis 5 den Lichtdurchgang freigegeben hat, werden todiode, bezeichnet, die, wie in der Zeichnung nicht weiter 5 die Magnetspulen 14 und 15 der Systembaugruppe B erneut veranschaulicht, von einäugigen Spiegelreflexkameras her je- mit Strom beaufschlagt. Diesmal jedoch nicht über den Lei-doch allgemein bekannt, so angeordnet ist, dass die Lichtmes- stungsschalter 55, sondern über den Schalter 56, was zur Fol-sung durch das Objektiv und die Veränderung der Beleuch- ge hat, dass nach vorausgegangener Entriegelung des Betäti-tungsstärke durch die Öffnungsweite der Blendenlamellen 8 gungsrings 10 durch die Magnetsperre 30 bis 33 dieser Ring des vorbeschriebenen Blendenlamellensystems 8 bis 10 er- io und damit die Blendenlamellen 8 aus der bisher eingenomme-folgt. Über eine Leitung 42 ist die Fotodiode 40 am nicht in- nen Offenstellung erneut, nun aber mit extrem hoher Ablaufvertierenden Eingang eines Operationsverstärkers 43 ange- geschwindigkeit, in Schliessstellung überführt werden. Wie in schlössen, der als Fotostromverstärker wirkend, über eine der Zeichnung nicht weiter veranschaulicht, vom herkömm-Ausgangsleitung 44 an einen sämtliche Befehle für die Beiich- liehen Kamerabau jedoch prinzipiell bekannt, ist die Anord-tungsfunktion der Kamera speichernden und errechnenden 15 nung der vorbeschriebenen elektronischen Steuerschaltung Mikrocomputer 45 angeschlossen ist. Mit 46 und 47 sind im kameraseitig vorgesehen. Die Verbindung zu den im abnehm-Blockschaltbild gemäss Fig. 5 an sich bekannte, manuell be- baren Objektiwerschluss befindlichen elektrodynamischen tätigbare sowie Potentiometer odgl. einschliessende Einstell- Systembaugruppen A und B kann hierbei über geeignete, an Vorrichtungen bezeichnet, die der wahlweisen Voreinstellung sich bekannte Stift- oder Federkontakte erfolgen, die beim des einen oder anderen Belichtungsparameters «Blende» oder 20 Ansetzen des auswechselbaren Verschlusses bzw. Objektivs
«Zeit» zur Durchführung einer Aufnahme dienen. Im Aus- an die Kamera funktionswirksam werden.
führungsbeispiel ist die mit 46 bezeichnete Einrichtung zur Zur Berücksichtigung der Empfindlichkeit des in der Ka-
Vorwahl der Belichtungszeit und die mit 47 bezeichnete Ein- mera befindlichen Filmmaterials kann eine in Fig. 5 nur sche-
richtung zur Vorwahl der Blendenöffnung vorgesehen. Beide matisch angedeutete, über eine Leitung 61 am Mikrocompu-
Einstellvorrichtungen 46 und 47 sind über Leitungen 48 und 25 ter angeschlossene Einrichtung 62 dienen, mit Hilfe derer der
49 unter Zuhilfenahme eines manuell betätigbaren Umschal- DIN- bzw. ASA-Wert des Filmmaterials z.B. als Wider-
ters 50 wahlweise an den Mikrocomputer 45 anschliessbar. standsgrösse in den Computer elektrisch eingebbar ist.
Dies zu dem Zweck, den jeweiligen, in der einen oder anderen Die Arbeits- bzw. Funktionsweise des vorbeschriebenen
Einsteilvorrichtung 46 bzw. 47 manuell vorgewählten Beiich- elektrodynamisch antreibbaren Objektivverschlusses ist bei tungsparameter in den Mikrocomputer einzugeben. Letzterer 30 einer einäugigen Spiegelreflexkamera wie folgt:
weist mehrere Ausgänge auf, die dem Anschluss von Strom- Zum Zwecke der Bildbeobachtung durch das Objektiv be-
führungsleitungen 51 bis 53 bzw. Leistungsschaltern 54 bis 56 finden sich sowohl die Sektoren 2 als auch die Blendenlamel-
dienen. Von diesen Schaltern, die auch hohen Strom spontan len 8 in Offenstellung, wie dies aus dem Funktionsablaufdia-
sowie kurzfristig zu schalten vermögen, werden die Magnet- gramm gemäss Fig. 6 ersichtlich ist. Nach Betätigung des in spulen 14 und 15 der elektrodynamischen Systembaugruppen 35 der Zeichnung nicht weiter veranschaulichten Kameraauslö-
A und B mit Strom versorgt, und zwar jeweils mit der Strom- sers wird zwecks Ermittlung des durch das Sucherokular ein-stärke, die der von der jeweiligen Systembaugruppe zu erbrin- fallenden und zur Fotodiode 40 gelangenden Lichts bzw.
genden Arbeitsleistung adäquat ist. Hierzu ist die System- zwecks Berücksichtigung und Eliminierung dieses Beleuch-
baugruppe A für den Antrieb der Sektoren 2 über die Leitung tungsstärkewerts bei der nachfolgenden Bildung der Arbeits-
58 an den Leistungsschalter 54 angeschlossen, von dem aus 40 blende das Blendenlamellensystem 8 bis 10 zunächst voll ge-die Magnetspulen 14 und 15 dieser Baugruppe mit Strom ver- schlössen. Aus dieser Grundstellung heraus werden die Blen-sorgt werden. Dies in der Weise, dass die Spulen 14 und 15 zur denlamellen 8 sodann mit geringer Ablaufgeschwindigkeit in Erzielung einer Öffnungsbewegung der Sektoren 2 zunächst Offenstellung bewegt, und zwar solange, bis nach Erreichen in der einen Richtung und zur Erzielung einer Schliessbewe- einer bestimmten Öffnungsweite, die einem manuell voreinge-gung sodann in der entgegengesetzten Richtung vom Strom 45 stellten oder lichtabhängig ermittelten Wert entspricht, die durchflössen werden. Die dem Antrieb der Blendenlamellen 8 Sperreinrichtung 30 bis 33 in Funktion tretend, in die Sperrdienende Systembaugruppe B steht hingegen über die Leitung Verzahnung 10a des die Blendenlamellen 8 antreibenden
59 mit dem Leistungsschalter 55 und über die weitere Leitung Rings 10 einfällt und diesen an einer Weiterbewegung hin-
60 mit dem Leistungsschalter 56 in Verbindung. Während der dert. Bei Belichtungsautomatik-Einstellung «Blendenauto-Schalter 55 nur eine verhältnismässig niedrige Stromleistung 50 matik mit Zeitvorwahl» erfolgt die Steuerung der Sperrein-abgibt, ist der Schalter 56 so ausgelegt, dass von ihm eine we- richtung 30 bis 33 in Abhängigkeit von der eingestellten Film-sentlich höhere Stromleistung den Magnetspulen 14 und 15 empflndlichkeit, der getroffenen Belichtungszeit-Vorwahl so-zugeführt werden kann, allerdings immer nur in der ein und wie der Beleuchtung der hinter dem Objektiv 12 angeordneten derselben Flussrichtung. Ausserdem ist der schaltungstechni- Fotodiode 40, wobei die Auswertung durch den Mikrocom-sche Aufbau noch so getroffen, dass beim Funktionsablauf 55 puter 45 erfolgt. Ist aufgrund dieser Auswertung die Arbeits-der Steuerschaltung, vom Mikrocomputer 45 gesteuert, zu- blende, wie aus Fig. 6 ersichtlich, beispielsweise auf den Blen-nächst den Magnetspulen 14 und 15 der Systembaugruppe B denwert «8» eingestellt, werden nachfolgend die Sektoren 2 über den Leistungsschalter 55 Strom zugeführt wird. Ge- von der Offen- in die Schliessstellung überführt. Nach erfolg-schieht dies, werden die Blendenlamellen 8 aus der Grundstel- ter Rückkehr des Spiegels aus der Betrachtungsstellung geben lung heraus mit geringer Energie bzw. Ablaufgeschwindigkeit60 die Sektoren 2 nach wenigen Millisekunden den Lichtdurchauf die vorgewählte oder durch die Steuerschaltung lichtab- gang frei, womit die Belichtung des lichtempfindlichen Mate-hängig ermittelte Öffnungsweite zubewegt. Beendet wird die- rials über das Objektiv und die Arbeitsblende einsetzt. Nach se Bewegung, sobald die über die Leitung 61 und den Lei- Ablauf der vorgewählten bzw. durch den Mikrocomputer 45 stungsschalter 62 an den Mikrocomputer 45 angeschlossene in Abhängigkeit von der tatsächlich erreichten Blenden-Sperreinrichtung 30 bis 33 in Funktion tritt und den Betäti- Öffnung korrigierten Belichtungszeit werden die Blendenla-gungsring 10 stoppt. Synchron mit dem Eingriff der Magnet- mellen 8 nach Lösung der Sperreinrichtung 30 bis 33 mit ma-sperre 30 bis 33 wird, - gleichfalls durch den Mikrocomputer ximaler Geschwindigkeit in Richtung Schliessstellung be-
45 gesteuert -, der Stromfluss zu den Magnetspulen 14 und 15 wegt, die sie in ca. 2 Millisekunden erreichen. Der Beiich-
646530 6
tungsvorgang ist damit abgeschlossen. Nach einem Zeitinter- ner langen Lebensdauer der Blendenmechanik sehr kurze Bevali von ca. 10 Millisekunden kehren der Spiegel in Betrach- lichtungszeiten, wie z.B. 1/500 s, erzielbar sind und sich diese tungsstellung und nach weiteren 20 Millisekunden die Bien- bei jeder Blendenöffnung, insbesondere auch einer sehr klei-denlamellen 8 - mit geringer Energie angetrieben -, wieder in nen, erreichen lassen, so dass die Effektivzeiten te tatsächlich die Volloffenstellung zurück, wie dies im Diagramm gemäss 5 als «belichtungsrichtig» gewertet werden können. Dies bedeu-Fig. 6 angedeutet ist. Was die manuelle Einstellung der Ka- tet, dass beispielsweise dem Blendenwert «22» eine «echte» merablende anbetrifft, so erfolgt diese mittels der kamerasei- 1/500 s oder eine noch kürzere Belichtungszeit zugeordnet tig angeordneten EinStelleinrichtung 47, die neben einer Bien- werden kann, während im allgemeinen bei Objektiwerschlüs-deneinstellskala zusätzlich eine Stellung «Auto» aufweist. Der sen mit Verringerung der Blendenöffnung die effektive Be-durch manuelle Einstellung, z.B.über ein Potentiometer, in 10 lichtungszeit te länger als bei Bezugnahme auf die Vollöff-die Steuerschaltung eingegebene Widerstandswert führt hier- nung wird.
bei zu dem gleichen Effekt wie ein entsprechender Wider- Die Programmstruktur des Mikrocomputers 45 der Steu-
standswert der Fotodiode. In anderer Weise könnte die Bien- erschaltung gemäss Fig. 5 kann in Weiterbildung der Erfin-deneinstellung auch mittels eines Blendeneinstellers am Ob- dung noch so gestaltet sein, dass immer dann, wenn der Be-jektiv durchgeführt werden, der auf Stellungen «Auto»- und 15 lichtungsvorgang mit einer längeren als einer bestimmten «Manuell»-Blende einstellbar ist. Dieser Einsteller könnte ei- Grenzbelichtungszeit, z.B. 1/100 s ablaufen wird, der Bienne die Linearisierung einer Einstellskala ermöglichende Steu- denmechanismus nur für die Darstellung der Arbeitsblende, erkurve aufweisen, an die sich ein in den Weg des Objektiv- nicht jedoch für das Schliessen der Verschlussöffnung benutzt Blendenrings bewegbarer Stopphebel anlegt. Dieser Hebel be- wird. In diesem Falle wird sowohl das Öffnen als auch das grenzt in Abhängigkeit von seiner durch die Steuerkurve des 20 Schliessen der Verschlussöffnung durch die Sektoren 2 ausge-Blendeneinstellers bedingten Lage die Bewegung des elektro- führt. Dies erbringt den besonderen Vorteil einer zusätzlichen dynamisch bewegten Betätigungsrings 10. Die vorbe- Schonung der Blendenmechanik. Zur Vermeidung von Über-
schriebene Blendeneinsteuerung gestattet auch auf einfache beanspruchungen des Sektorensystems kann aber dieser Weise ein beliebig häufiges Auf- und Abblenden zum Zwecke Grenzbelichtungszeit die Bewegung der Sektoren 2 zum Öff-der Schärfentiefe-Kontrolle. Hierzu ist lediglich erforderlich, 25 nen un(j Schliessen mit geringeren Geschwindigkeiten als der dass nach Erreichen der Arbeitsblendenstellung die Sperrein- Maximal-Geschwindigkeit erfolgen, da mit länger werdender richtung 30 bis 33 wieder gelöst und die Blendenlamellen 8 effektiver Belichtungszeit te kein zwingender, vom prakti-elektrodynamisch wieder in Offenstellung bewegt werden. sehen Belichtungsergebnis ableitbarer Grund für sehr kurze
Wie vorstehend schon angedeutet, kann die vorbeschrie- Öffnungs- und Schliesszeiten besteht. Unter Einbeziehung bene Blendeneinsteuerung auch bei Sucherkameras Anwen- 30 dieses Weiterbildungsvorschlags der Erfindung ist somit ein dung finden. Gemäss dem in Fig. 7 veranschaulichten Funk- Verschluss schaffbar, der sich durch einen aussergewöhn-tionsablaufdiagramm werden bei einer Kamera dieser Art liehen Grad an Abnutzungsfreiheit und somit einer extrem nach Auslösung des Kameraverschlusses bei noch in Schliess- langen Lebensdauer auszeichnet.
Stellung befindlichen Sektoren 2 die Blendenlamellen 8 zu- Gemäss dem vorstehend beschriebenen und auch in der nächst mit geringer Ablaufgeschwindigkeit auf den Arbeits- 35 Zeichnung veranschaulichten Ausführungsbeispiel sind zum blendenwert eingestellt, wozu etwa ein Zeitintervall von 20 Antrieb der Sektoren und der Blendenlamellen elektrodyna-Millisekunden zur Verfügung steht. Nach dem Blendenein- mische Antriebssysteme A und B vorgesehen. Auf diese Anstellvorgang, der gemäss Fig. 7 mit Erreichen des Blenden- triebssysteme ist die Anwendung der beschriebenen Blendenwerts «8» bzw. mit dem Wirksamwerden der Sperreinrichtung einsteuerung jedoch nicht beschränkt, vielmehr verhält es sich 30 bis 33 beendet ist, erfolgt die Freigabe des Lichtdurch- 40 so, dass diese auch mit einer auf Federantrieb aufbauenden gangs durch rasche Öffnungsbewegung der Sektoren 2. Da- Vorrichtung realisierbar wäre. Mit einem solchen Antrieb mit setzt die Belichtung des lichtempfindlichen Materials über müsste allerdings ein grösserer mechanischer Aufwand eben-die eingestellte Arbeitsblende ein. Diese wird nach einer wei- so wie eine geringere Steuerungsflexibilität als bei der bevor-teren, entweder voreingestellten oder lichtabhängig von der zugt vorgeschlagenen Steuerung unter Anwendung elektrody-Steuerschaltung gebildeten Zeitdauer dadurch beendet, dass 45 namischer Antriebssysteme in Kauf genommen werden, die Blendenlamellen 8 durch die Sperreinrichtung 30 bis 33 Wenngleich die Einstellung der Arbeitsblende mittels ei-
freigegeben werden, worauf diese Lamellen mit hoher Ablauf- ner elektromagnetisch-mechanischen Sperreinrichtung 30 bis geschwindigkeit in die Abdeckstellung zurückkehren. Damit 33 spezifische Vorteile hat, so schliesst dies doch nicht aus, ist der Belichtungsvorgang effektiv beendet. Noch befinden dass zu dem gleichen Zweck auch andere Einstellemrichtun-sich aber die Sektoren 2 in Offenstellung. Diese werden nach 50 gen Anwendung finden könnten. So könnte z.B. die Einstel-einem weiteren Zeitintervall von ca. 10 Millisekunden zur lung Arbeitsblende auch mittels Schrittmotor oder Licht-Rückkehr in die Schliessstellung veranlasst. schranken-Positionierungseinrichtung erfolgen. Als vorteil-
Mit der vorbeschriebenen Blendeneinsteuerung ausgestat- hafter ist indessen der Einsatz einer Sperreinrichtung 30 bis 33 tete Kameras zeichnen sich insbesondere dadurch aus, dass schon deswegen anzusehen, weil hieraus ein unverwickelterer bei grösstmöglicher Schonung und damit Gewährleistung ei- 55 sowie aufwandsparender Aufbau resultiert.
C
3 Blatt Zeichnungen
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